ᐅ Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Im Titel “alten Allrad-LKW kaufen” stecken ganz bewusst 4 Begriffe: Alt, Allrad, LKW und kaufen. Die sollte man alle mal hinterfragen. Vor dem Kauf.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Ist das ein Hype, einen alten Allrad-LKW zu kaufen?

Langsam wird mir die Zahl der Seitenaufrufe hier unheimlich. Natürlich freue ich mich über das Interesse an meiner Webseite. Aber fürchte schon, dass sich jetzt alle plötzlich einen Allrad-LKW kaufen wollen. Nur weil hier ein Spinner ab und zu mal was über alte LKWs schreibt.

Nein, die Vorstellung einer Mitverantwortung für einen Boom an privaten Allrad-LKWs macht mir Angst. Es ist also an der Zeit für ein paar Warnhinweise. Traue mich schon kaum noch, Reiseberichte zu veröffentlichen. Geschrieben wird ja nach wie vor. Für die Familienchronik. Aber veröffentlichen? Berichte von jeder Reise? Puh. Ist das gut?

Denn ich muss irgendwas falsch machen. Erwecke ich den Anschein, permanent Offroad unterwegs zu sein? Schreibe ich nicht klar und oft, dass ein Allrad-LKW in Europa sinnlos ist? Habe ich nicht extra unseren zugegebenermaßen schon hübschen MB 1124 AF, aber eben auch Allrad-LKW verkauft, weil mir das zu blöd war?

Warum träumen so viele den Traum, einen gebrauchten Allrad-LKW zu kaufen und zum Wohnmobil umzubauen? Abseits befestigter Wege unterwegs sein und die Welt erkunden zu wollen, ist ja nichts schlechtes. Aber warum muss man dafür unbedingt einen Allrad-LKW kaufen?

Woher kommt also der Allrad-LKW-Hype? Ich hoffe nicht von mir. Aber es muss auch mal Klartext geredet werden. Um Leute von Dummheiten abzuhalten, die sie möglicherweise bereuen, schlimmstenfalls aber ruinieren könnten. Das nächste Foto zum Beispiel hat mich ungefähr 1.500 € gekostet. Ausgeschlagene Achsschenkel. Einfach mal so zwischendurch.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Warum einen alten, gebrauchten Allrad-LKW kaufen?

Ursprünglich waren ausrangierte, gebrauchte Allrad-LKWs der Bundeswehr,  des THW oder von Feuerwehren eine günstige und potente Möglichkeit, den Traum von einer motorisierten Erkundung abseitiger Gebiete umzusetzen. Die Pioniere der Allrad-LKW-Szene hätten aber wahrscheinlich auch jeden anderen alten LKW genommen, der gerade billig verfügbar war. Der Allrad-LKW war also nur Mittel zum Zweck.

Heute ist es cool, mal eben einen alten Allrad-LKW zu kaufen und zum Geländewohnmobil aufzubauen. Und wenn man dann so ein Expeditionsmobil hat, muss man natürlich auch mal auf Reise gehen. Quasi als Rechtfertigung. Marokko, Island, Norwegen. So fangen irgendwie alle an. War bei mir ja nicht anders.

Und dann gibt es natürlich einige Protagonisten, die tolle Fotos von ihren tollen Allrad-LKWs posten: Allrad-LKW im Sand. Allrad-LKW im Wald. Allrad-LKW auf der Wiese. Immer von schräg vorn unten fotografiert. Die Stollenreifen im Blick. Die Düne dahinter. Kenne ich. Bin ja auch so einer.

Doch kaum ein Reisender zeigt die andere Perspektive. Dass zum Fuß der Düne eine gut fahrbare Piste führt. Der Platz im Wald nur ein Wanderparkplatz ist. Die Wiese zum Campingplatz gehört. Dass die Hände gerade mal wieder schwarz sind, weil man eben 3 Stunden zur Wartung unter dem LKW herumgekrochen ist.

Und so gibt es immer tolle Fotos von Allrad-LKWs. Und jeder, der nicht dabei war, gewinnt den Eindruck, dass man natürlich unbedingt einen Allrad-LKW kaufen muss, um auch solche tollen Fotos machen zu können. Klar, für die Fotos schon. Aber nicht, um dahin zu kommen. Da würde in den allermeisten Fällen auch ein Golf mit Dachzelt genügen. Oder ein Hymer. Meist steht auch irgendwo einer. Aber natürlich macht man davon keine Fotos. Ich ja auch nicht.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Braucht man für Europa einen Allrad-LKW?

Eigentlich ist es Schwachsinn, für eine Europareise einen gebrauchten Allrad-LKW kaufen zu wollen. Wir sind ja schon ein bisschen rumgekommen. Aber einen Bundeswehr-mäßigen Allrad-LKW habe ich noch für keinen Stellplatz gebraucht. Ganz im Gegenteil. Wenn ich irgendwo nicht hingekommen bin, dann weil das Wohnmobil zu groß war.

Nein, für Reiseziele rund um den europäischen Heimathafen muss man wirklich keinen Allrad-LKW kaufen. So ein Monstrum sieht zwar hammermäßig offroad aus. Und mag in Ordnung sein für Leute, die permanent auf Reisen sind oder sein könnten. Aber als normalarbeitender Normalurlauber? Da hat man schon seine liebe Müh und Not, überhaupt bis dahin zu kommen, wo man mal abseits von Asphaltstraßen fahren kann. Ganz unabhängig von der Frage, ob das auch die ganze Familie so will.

Gerade wer also nicht dauerreisen kann oder will und auf die 6 Wochen Urlaub im Jahr angewiesen ist, wird mit dem Kauf eines gebrauchten Allrad-LKWs möglicherweise nicht froh werden. Denn der Umstieg vom modernen PKW auf einen alten Allrad-LKW ist nicht einfach. Der Wechsel vom Porsche in den Unimog geht ja noch. Da sind die Platzverhältnisse ähnlich beengt. Aber wer von einem VW T6 umsteigt auf einen VW MAN G90, von einem Fiat Ducato auf einen Iveco 90-16, oder vom Mercedes Vito zum Mercedes Kurzhauber, der hat es schwer. Sehr schwer.

Fahrleistungen und Fahrkomfort dieser alten LKWs sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Das ist was für Freaks. Aber nicht für Teilzeiturlauber. Und dann stellt sich recht schnell die Frage, ob man den Kurzhauber nur gekauft hat, weil er schön aussieht? Oder zu viele Internet-Blogs gelesen hat? Mag man sich wirklich unters Auto legen und die Hände schmutzig machen? Was macht die Familie in der Zeit? Seid ihr bereit, weniger zu arbeiten, um euch ganz in Ruhe solchen Rostlöchern widmen zu können?

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Droht eine Gentrifizierung vom Allrad-LKW zum ExMo?

Wohnmobile sind hipp. Doch Allrad-LKWs sind hipper. Und alte, neu aufgebaute Allrad-Expeditionsmobile sind am hippsten. Wegen der Elektronik und so. Wegen der Reparatur in der Dorfschmiede. Oder wegen der Dieselplörrenverträglichkeit in Afghanistan. Was, ihr wollt gar nicht nach Afghanistan? Darauf kommt es doch gar nicht an. Man könnte aber. Wenn man wollte. Und außerdem steht das so im Internet.

Am besten also einen alten MAN KAT der Bundeswehr mit vier angetriebenen Achsen kaufen. Klar, man will es ja wie zu Hause haben. Warme Dusche ist schon Standard. Waschmaschine, Geschirrspüler und gefliestes Bad definieren die Oberklasse. Das kostet. Und das darf kosten. Für LKW-Händler, Leerkabinenhersteller und Ausbauer ist eine Konzentration auf Premiumkunden natürlich sinnvoll. Zumindest wirtschaftlich. Und wenn die Nachfrage schneller anzieht als das Angebot, steigen die Preise für alte Allrad-LKWs.

Gleichzeitig werden die kleinen Kunden verdrängt. Möchte heute keinen Allrad-LKW mehr ausbauen lassen. Da ist man doch gleich abgestempelt. Und so setzt langsam aber sicher die Gentrifizierung der Alt-Allrad-LKW-Szene ein. Gibt sogar schon einen neuen Begriff: ExMo. Ein ExMo muss man haben heutzutage. Mit H-Kennzeichen. Denn nur so darf man mit dem ExMo auch zum Biomarkt in die Innenstadt fahren.

Und dann gibt es Händler, die stellen sich schon mal den Hof mit gebrauchten Allrad-LKWs voll. Am besten von ganz bestimmter Marke und Typ. Und die müssen jetzt verkauft werden. Natürlich nicht mehr als billiges Schnäppchen vom Grabbeltisch der VEBEG, sondern neu überlackiert und gaaanz speziell modifiziert. Zum Preis eines neuen, sauberen Mercedes Atego 4×4. Oder mehr.

Wahnsinn, was da beim Kauf von alten Allrad-LKWs abgeht. Nur weil ein bestimmter Typ gerade gehypt wird. Dabei ist es für einen gewerblichen Anbieter so einfach. Markt leerkaufen. Angebot verknappen. Nachfrage erhöhen. Am besten mit tollen Fotos und Stories rund um den einzig wahren Allrad-LKW. Denn was ist einfacher, als ein hübsches Pärchen mit hübschem Hund in einem hübschen alten Allrad-LKW loszuschicken.

Was, die gewerbsmäßigen Allrad-LKW-Protagonisten sind gar nicht wirklich 24/7 unterwegs? Egal, Hauptsache tolle Fotos. Ach so, und Videos natürlich. Das ist die heile Allrad-LKW-Welt. Da gibt es weder Kinder. Noch Krawall im Führerhaus. Und auch keine Tankrechnungen im Halbtausenderbereich.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Richtig offroad fahren mit Allrad-LKW?

Die permanente Flut von Bildern aus dem Lightroom erzeugt kollektive Begeisterung. Und den kollektiven Traum, nun auch endlich einmal einen Allrad-LKW von Bundeswehr, THW oder Feuerwehr zu kaufen. Am besten mit Anfang 20. Hey Leute, was und wohin wollt ihr denn fahren, wenn ihr 40 seid? Oder 50? Vielleicht sogar 60?

Nein, das Gequatsche vom Offroad-Abenteuer mit dem Allrad-LKW ist ein großer Schwachsinn. Das weiß nur niemand, der noch nie mit dem Wohnmobil offroad unterwegs war. Oder überhaupt mit dem Wohnmobil unterwegs war. Vielleicht noch nicht einmal überhaupt unterwegs war.

Habe es ja schon oft geschrieben: Richtiges Offroad gibt es eigentlich gar nicht. Das meiste Offroad spielt sich auf Straßen, Wegen und Pisten ab. Selbst in Marokko wird Offroadfahren schwer. In der Hamada könnte man sich auf den spitzen Steinen die teuren MPT-Reifen zerfahren. Von den hohen Dünenbergen könnte so ein Allrad-LKW ganz leicht herabkullern. Und im richtigen Dreck könnten ja die Sandbleche schmutzig werden. Wenn sie denn überhaupt dabei sind. Und nicht zu Hause in der Garage liegen.

Klar gibt es ein paar Verrückte, die alles daran setzen, ihren Allrad-LKW auch im Urlaub mal so richtig zu versenken. Aber meist waren die medienwirksamen Bergeaktionen entweder Content Creation, das Ergebnis einer Dummheit oder ein hochstilisierter Normalbetrieb. Klar gibt es Fotos und Videos von Allrad-LKWs im Rallye-Einsatz. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass da immer ein dicker gelber MAN KAT1 4×4 dabei ist? Als Bergefahrzeug? Habt ihr den auf Urlaubsreisen auch dabei?

Also in Europa gibt es nur wenige Stellen, wo man wirklich Allrad braucht. Und dann eigentlich auch nur deswegen, weil man sich die Schneeketten spart. Oder schneller und risikofreudiger fahren kann.

Und jetzt werden wahrscheinlich einige ambitionierte Allrad-LKW-Fahrer kommen und sagen, dass sie mir schon die richtigen Stellen und Stellplätze zeigen werden. Wo sie nur mit genau dieser Konfiguration hingekommen sind. Mag sein. Kenne da auch einige Stellen. Aber ich glaube, es ist nicht schlimm, mal 20 Meter zu laufen. Oder 100. Und es muss auch nicht sein, dass wir mit unseren LKWs in den Gastländern die Gegend zerfahren. Aber dann um Hilfe betteln, wenn wir abgerutscht oder festgefahren sind.

Und wisst ihr, was das größte Hindernis beim Offroadfahren mit dem Allrad-LKW-Wohnmobil ist? Ein schlichtes, ordinäres Verbotsschild. Hier sogar ganz speziell für Wohnmobile. Das verhindert in den meisten Fällen die letzten Meter zum perfekten Stellplatz. Nicht der fehlende Allradantrieb.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Muss man wirklich gleich einen Allrad-LKW kaufen?

Wenn ihr aber unbedingt einen alten Allrad-LKW kaufen wollt, dann macht das. Aber bitte nicht deswegen, um das zu machen, was die sogenannten Influencer machen. Wer lässt sich schon beeinflussen? Macht euer eigenes Ding. Und wenn es unbequemes und arbeitsintensives Reisen mit einem alten Armee-Allrad-LKW ist, dann meinetwegen. Aber wenn ihr nur Fotos von Stollenreifen am Strand nachmachen wollt, dann ist so ein Allrad-LKW vielleicht doch zu viel Arbeit und zu sinnlos. Hey, man kann bestimmt auch einen Fiat Ducato cool fotografieren.

Also lasst uns doch einfach mal zugeben, dass Allrad-LKWs schon cool, dass hochgelegte Fahrzeuge allgemein schick sind. Aber kommt mir nicht mit der Ausrede, ihr wollt die Welt abseits befestigter Wege erkunden. Denn dann würdet ihr zu Fuß gehen. Mit einem Zelt auf dem Rücken. Schon mal gemacht? Nein? Dann wird es Zeit.

Und sagt nicht, ich hätte euch nicht vor dem Kauf eines alten Allrad-LKWs gewarnt. Denn ohne 4×4 kommen die meisten Reisenden sogar wesentlich weiter. Weil die Reisekasse länger durchhält. Manchmal aber auch, weil die Durchfahrt speziell für 4×4 Fahrzeuge verboten ist. Da komme ich sogar ohne Allrad weiter.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Der einzige Vorteil beim Kauf eines alten Allrad-LKW ist, dass man selbst daran schrauben kann. Der Hauptnachteil ist, dass man auch selbst daran schrauben muss. Also denkt mal drüber nach, bevor ihr einen alten Allrad-LKW kauft. Erst recht bei den derzeitigen Einstandspreisen. Und sind die LKWs noch so süß.

Meine gefährlichsten alten Allrad-LKWs

Wenn ich mal einen Beitrag über einen alten Allrad-LKW schreibe, heißt das noch lange nicht, dass ihr euch einen kaufen sollt. Oder dass ich mir einen kaufe. Ich will lediglich festhalten, was es alles mal so für schöne Allrad-LKWs gegeben hat und was es bei ein paar Verrückten in der Halle heute noch so gibt. Lest euch also die Beiträge durch und träumt ein wenig. Dann aber lasst ihr die Sache ganz schnell und ganz tief sacken.

Für die Risikogruppe sind dabei die folgenden alten Allrad-LKWs besonders gefährlich, weil schnell zum Spontankauf animierend:

  • Mercedes Kurzhauber (Den finden sogar Frauen süß. Seeehhhhrrrr gefährlich.)
  • Unimog U1300L (Geil, aber wo soll man den ausfahren?)
  • MAN KAT1 4×4 (Daneben wirkt die Doppelhaushälfte noch winziger)
  • Iveco 90-16 (Und, wie all die anderen auch mit abgeschnittener Kabine?)
  • IFA W50LA (Macht mal ‘ne Probefahrt vor dem Kauf!)
  • IFA L60A (Klar, billig und “modern” – dafür aber ziemlich anfällig)
  • IFA Robur LO/LD (Bei 100 pannenfreien Kilometern gibt’s nen Wimpel aus Zittau)
  • Tatra 148 6×6 (Kriegt ihr eh keinen mehr)
  • Praga V3S 6×6 (Für Zulassung und Ersatzteile solltet ihr schon mal Tschechisch lernen)
  • GAZ-66 4×4 (Die 100 km zum Baggersee könnte mann auch mit dem Taxi fahren)

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs aus unbequemen alten Allrad-LKWs. Fehlende Nennung in dieser Liste bedeutet keine Kaufempfehlung.

Oder seht ihr das ganz anders? Bin schon mal auf eure Meinungen zum Sinn oder Unsinn von alten Allrad-LKWs gespannt. Denn Kommentare wie zum invasiven Verlangen nach einem Allrad-LKW oder dem Wunsch nach einem offroadfähigen Geländemobil “für die letzte Meile” haben mich erst dazu gebracht, diesen Beitrag zu verfassen. Danke also für eure (gern auch kontroversen) Kommentare.

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384 Antworten

  1. Martin sagt:

    Wer Allrad fahren will, kann ins THW eintreten. Da gibts fast 30 Jahre alte luftgekühlte Gewichtsboliden. 10000kg werden von 163PS gezogen. Mit Allrad und einem Schaltküppel der eine Schildkröte bzw. Hase hat. Klimaanlage ist Digital: Fenster auf oder Fenster zu. Radio? Unnötig, hörste eh nicht.
    (https://7globetrotters.de/iveco-magirus-90-16-allrad-lkw-preise)

    Im THW gibts sogar KAT, also MAN KAT. 3-Achser. Verbrauch 100 Liter pro Stunde. Egal ob 80km/h oder 20km/h.

    Und es gibt die neuen Fzg. Sprinter, 163PS, Automatik mit ner Klimaanlage die sogar mit Kältemittel läuft.

    Stell Dir vor es ist Sturm und keiner Räumt auf.
    Gruß
    vom Maschinst Großpumpe (5000 Liter/min)

  2. Udo sagt:

    Ein pointierter und sehr lesens- und nachdenkenswerter Beitrag!

    Ein Aspekt, der noch hinzu kommt, sind wohl die Abgase. “Dreckschleuder” ist ein böses Wort, aber irgendwo kommt es doch hin, wenn man schaut, was aus den Auspuffen alter LKWs so heraus kommt.

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass es in Europa noch Strecken gibt, auf denen man froh wäre, ein geländegängiges Fahrzeug zu haben, oder zumindest eines, das auch sehr schlechte Strassen deutlich besser verkraften kann als ein schickes WoMo, z.B. in Albanien, Rumänien oder der Ukraine.

    • Tom sagt:

      Na, die Umweltkeule wollte ich nicht auch noch rausholen. Da sitze ich selbst zu sehr im Glashaus. Versuche aber schon, mehr abgasfreie Urlaubsmöglichkeiten publik zu machen und nicht nur das Herumgefahre zu propagieren. Rate mal, warum es vom Sommer nur Berichte vom Paddeln oder Wandern gibt.

      Und auch für die Ukraine, Rumänien und Albanien braucht man keinen Allrad-LKW kaufen. Unser ganz normaler Mercedes Vito ohne Allrad hat sich da unter seinesgleichen sehr wohl gefühlt. In der Ukraine sogar mit Wohnanhänger. Alles kein Problem. Nicht einmal auf Wellblechpisten. Das limitierende Element sind meist Fahrer und Besatzung.

  3. Frank sagt:

    Hallo Tom,
    Europa hat auch mich bislang davon abgehalten einen Allradlkw zu kaufen. Auch auf dem Weg nach Marokko möchte ich es bequem haben… aber in Marokko wäre es schon geil gewesen, der Gesamtaufwand erschien mir abe einfach r zu hoch… bei unbegrenzten Mitteln würde ich sofort einen kaufen….
    Du bist nicht für die ganze Welt verantwortlich nur für Dich! Leider vergessen viele, dass das Internet oft nicht die Wirklichkeit abbildet!
    Gruß Frank

  4. jules sagt:

    Unendliches Danke für deinen Artikel!

    Als jemand, der vom Ducato Womo zum Laster gekommen: true Story. Damals war es der günstigste Weg, einen Familienlaster mit zwei Zimmern zu haben.

    Heute ist das alles absurd. Da kauf ich lieber ein schickes Womo, Bock das auf, gescheite Reifen, Bleche und ein Spaten und fahre los…

  5. Anonymous sagt:

    Hallo Tom, das ist ja mal eine schonungslose Abrechnung, sehr erfrischend. Wir als Kleinfamilie mit drei Kindern schätzen unseren Allrad-Kurzhauber mit Doka und Lowtech-Recycling-Ausbau nicht wegen der technischen Allrad-‘Hardfacts‘, sondern genießen das Reisen damit wegen der Abenteuerqualitäten (rotes Spielmobil-Feeling) schon beim Losfahren. Krabbelhöhle ohne Stehhöhe, Dachzelt. Ein offenes Kofferkonzept: statt wasserdichten Koffer und Klappen haben wir die Rolläden, im Stand klappen wir die verbauten alten Sperrhölzer aus den Schlauchkästen auf, unseren Koffer kann man auf 5 Seiten vollständig öffnen. Ich unterlag Anfangs einigen Irrtümern durch zu viele YT-Videos: das Geld für Hebekissen und Sandbleche hätte ich mir sparen können.
    Aber auf nassen Wiesen und Gelände-Standplätzen, vor allem im Winter, ist so ein Allrad-Antrieb schon beruhigend. Auch wenn’s nur von Regensburg nach Pottenstein zum Angeln an einen Bach geht oder zum Skifahren in den Bayerischen Wald.
    Die einschlägigen Websites und Videos der Influencer, ob Branding lila oder grün oder blau, schaue ich sehr gerne mit Distanz und der Feststellung: a) es fehlen zu meinem Konzept die Kinder und b) mein Leben möchte ich nicht auf Allradmessen verbringen, denn dort landen derlei Lebenskonzepte allzu oft.
    Aus dem Grund ist Deine Seite für mich zum Favoriten geworden: sehr lehrreich, voller Tipps und lebensnahen Lösungen. Mit der völligen Technisierung der Exmo-Szene, die die Chance auf eine persönliche Welteroberung vorgaukelt, lässt sich freilich gut Geschäft machen. Für eine Handvoll Pärchen im Vorruhestand mag das auch funktionieren, für Familien eher weniger. Mein Rat wäre: klein anfangen, Spaß haben (auch am Schrauben) und dann ist so ein Kurzhauber oder Älterer Laster bald ein Familienmitglied, das alle nicht mehr missen möchten – trotz Allrad ;-).
    Besten Gruß, Danke Tom für die Inspirationen
    Haubidü

    • Tom sagt:

      Ach, solche wie du gehören natürlich nicht zur Zielgruppe dieses Beitrags. Hatte da eher diejenigen im Auge, die im Internet nach “Allrad-LKW kaufen” googeln. Und unbedingt so ein Allrad-Monster haben wollen, weil sie zu viele Werbebeiträge gelesen haben. Aber wie du schon sagst: Als Spielzeug kann man das gerne nehmen. Gern auch für die Weltreise. Es sollte halt nur jeder wissen, worauf man sich einlässt. Gerade bei einem dieser scheinbar süßen Kurzhauber.

      Und wenn es denn unbedingt sein muss, würde ich auf deinen Tipp verweisen. Erstmal mit einem originalen Allrad-Lkw fahren. Vielleicht auch nur mitfahren. Es gibt da ja genug Treffen mit zeige- und auskunftsfreudigen, aber ehrlichen Allrad-LKW-Besitzern. Und wenn man dann wirklich einen Allrad LKW kauft, dann das Monstrum direkt zulassen und mit Luftmatratze in den Urlaub fahren. Danach erst entscheiden, ob diese Art der Fortbewegung das richtige ist. Nicht erst, wenn ein paar 10.000 € in einen superindividuellen, aber möglicherweise unverkäuflichen Aufbau geflossen sind. Am besten noch auf einem exotischen Fahrgestell.

      Einen Kurzhauber Allrad-LKW kann man derzeit allerdings immer wieder verkaufen. Aber möglichst unverbastelt.

  6. Sven sagt:

    Hallo Tom,

    nach langem, gelegentlichen Lesen nun doch auch mal einen Kommentar zu einen Artikel, der mir aus der Seele spricht.

    Ja, ich habe auch einen LKW, alt, ohne Elektronik und ohne Allrad. Für uns war es der Umstieg von V-Klasse und Zelten. Wir wollten einfach nicht mehr jeden Morgen stundenlang das ganze Gelumpe zusammenpacken und das nasse Zelt in den Kofferraum stopfen müssen. Klar, hätte es auch ein schicker Hymer oder so getan. Aber für sechs Menschen ist der Markt überschaubar, wenn Du nicht (richtig) im Lotto gewonnen hast.

    Wir haben uns auch bewusst gegen einen tollen Allrad-LKW mit riesen Reifen entschieden. Wie Du schreibst, wo soll ich denn damit hin? Mit schulpflichtigen Kindern mal eben einen Abstecher in die Mongolei? Oder fix durch Afrika runter zum Kap? Und selbst wenn, unsere Eltern, bzw. deren Generation sind im T1 ohne Allrad und ohne alles bis Indien gefahren. Damals waren die Straßen bestimmt viel besser als heute. 😉

    Ja, es ist unheimlich viel Arbeit, der Ausbau, das Schrauben, es wird auch noch den ein oder anderen Euro verschlingen, wenn alte Teile kaputt gehen, aber ich habe etwas selbst gemacht. Es ist nicht so schick im im 100k Vehikel, aber es ist sowas von Unikat.

    Ab und zu schaue ich mir die gutaussehendne Instagramm/Youtube Menschen an und freue mich, wie sie wieder ins wildeste Offroad gefahren sind, Ihr Auto gewaschen und poilert haben um dann schöne Bilder posten zu können.

    Dir Danke ich für die vielen technsichen Anregungen, die ich mir aus dem ein oder anderen Beitrag rausgesucht habe. Und so leid es mir tut: Du hast mich nicht zum Kauf motiviert. Ich wollte schon seit 20 Jahren was haben und nun war – dummerweise mitten im Hype – die Zeit und das Geld reif.

    Danke,
    Grüße,
    Sven

    • Tom sagt:

      Es freut mich, dass ich nicht für dein LKW Hobby verantwortlich bin. Denke auch nicht, dass ich da überhaupt großen Einfluss habe. Will ich auch gar nicht. Aber zumindest fühle ich mich verpflichtet, meine komfortable Situation als Spaßblogger auch mal für nicht so Allrad-LKW-verkaufsfördernde Warnhinweise zu nutzen.

      Und die Warnung, sich den Kauf eines alten Allrad-LKWs genau zu überlegen, betrifft natürlich auch meinen geliebten Mercedes 711 mit ohne Allrad. Den habe ich nach dem Verkauf unseres für Europa völlig überdimensionierten Besuchermagneten auch nur gekauft, weil er relativ unauffällig ist, mehr als genügend Nutzlast für uns 7 bietet und große Fenster hat. Nun gut, ich gebe es zu: Und wegen des Sterns auf der Haube. Das heißt für mich, dass es viele Anleitungen gibt. Klar, auch Ersatzteile. Aber vor allem perfekte Dokumentationen und Anleitungen.

      Und mit 4 und mehr Kindern sind die Auswahlmöglichkeiten sowieso beschränkt. Da kommen eigentlich nur Zelt, Campinganhänger oder LKWs für einen Kauf infrage. Aber für ein reiselustiges Pärchen? Da macht es doch auch der Sprinter.

  7. Martin sagt:

    Darf ich an den Sprinter ankoppeln? Im Mobile.de wurde ein ausgebauter Sprinter angeboten. Mit vier Schlafplätzen, PV, Diesel-Standheizung, bla bla für 16000 Euro – für das alter ein m. M. fairer Preis. Im Text war zu lesen, dass der Besitzer die letzten Jahre 20000 Euro investiert hat. Auf Nachfragen bekam ich die Info: Austauschmotor, Lenkung und Lenkgetriebe, Zweimassenschwungrad, Turbolader, Stoßdämpfer, Koppelstangen, Stabilisator, Achslenker vorne und Kotflügel erneuert.
    Das hat mich geschockt.

    • Tom sagt:

      Was hat dich da geschockt? Dass ein Sprinter kaputt gehen kann? Das kann er ganz bestimmt. So ein Sprinter ist genausowenig unsterblich wie ein Allrad-LKW. Sogar so ein 240er Dieselmotor von Mercedes kann nach 150.000 km auseinanderfliegen. Selbst erlebt. Allerdings ist sowas genauso Pech wie die 20.000 € Reparaturkosten beim Sprinter.

      Beim Kauf eines Allrad-LKWs sind 20.000 € Umbaukosten aber schon fast normal, wenn der in einer LKW-Werkstatt Zwischenrahmen, Leerkabine, Statusräder und wenigstens eine überholte Bremsanlage bekommen soll. Ganz egal, was die Basis gekostet hat. Und da sind noch nicht einmal solche Sonderwünsche wie Fahrerhauskürzung, Rahmenverlängerung oder Umbau der Achsen dabei. Motor, Getriebe und Verteilergetriebe hat da auch noch niemand angefasst. “Meine” Mercedes LKW Werkstatt verlangt derzeit incl. MWSt. 165 € Stundensatz. Rechne mal aus, wie weit du mit 20.000 € kommst, wenn du nicht selber schrauben kannst oder willst.

      Doch hast du schon mal nach einem Preis für einen neuen, einfachen Sprinter mit 2 Jahren Werksgarantie gefragt? Also ohne den ganzen Assistenz-Schnickschnack, den so ein alter Allrad-LKW ja auch nicht hat?

      • Tom sagt:

        Und hier noch die Kurzzusammenfassung zum Thema “Neuen Sprinter vs. alten Allrad-LKW kaufen”: Kleine Autos, kleine Sorgen. Große Autos, große Sorgen. Das kann okay sein. Vielleicht wird es aber auch ein Schock. Und genau davor will ich warnen.

    • Chrissi sagt:

      Warum geschockt? Ist doch perfekt wenn da schon fast alles erneuert ist, unwarscheinlich dass dieses dem nächst wieder so schnell den Geist aufgibt. Dafür scheinbar wirklich ein fairer Kurs.

      • Tom sagt:

        Nun ja, derartig zahlreiche und umfassende Reparaturen bei einem relativ jungen Fahrzeug deuten nicht auf eine vorsorgliche Generalsanierung, sondern auf katastrophale Haltungsschäden hin. Und darauf, dass der Besitzer offenbar nicht der Meinung ist, dass er mit diesem Sprinter ab jetzt sorgenfrei unterwegs wäre.

  8. Paul sagt:

    Danke für Deine Seite, das hebt sich so wohltuend ab vom üblichen Einheitsbrei. Und Danke dass Du auf den Werbe – Sch… verzichtest, dem Grundübel des heutigen Internets. Leider ist es heute fast nicht mehr möglich, im Internet vernünftige Auseinandersetzungen zum Thema “Camping”, “Vanlife” oder “Expeditionsmobile” zu bekommen, egal wie man es nun nennt. Überall nur noch der widergekaute Werbe – Unsinn, Hauptsache die Amazon – Links werden brav benutzt und es gibt einen satten Rabatt für das “getestete Produkt”. Ich habe diese gekauften Influencer so satt… Das ganze würde nicht funktionieren, wenn die Konsumenten es nicht so haben würden wollen, sie suchen wohl Bestätigung in ihrer Konsum-Sucht, und da sind “Herrmann” und all die anderen Werbe – Youtuber mit ihrem inhaltslosem Geschwätz genau richtig… Nochmals Danke, dass es hier was zu Lachen gibt!

  9. Paul sagt:

    Martin, das wollen die Leute aber nicht hören. Die Leute wollen hören: Der Sprinter ist mit 300 000 km gerade gut eingefahren. Ich war auf einem Youtube – Kanal, der Betreiber ist nach eigener Aussage KfZ – Mechaniker, der jetzt seinen Job gekündigt hat und nun – unterstützt durchs Jobcenter – Seminare für Busbastler anbietet. Er erzählt in den Videos den Leuten einfach das, was sie hören wollen. Ist ja auch klar, ansonsten würde ja niemand seine Seminare buchen. An einem Wochenende wird der Büromensch mit zwei linken Händen dann zum Bus-Schrauber geschult, ja klar… Aber er ist nur einer von Vielen, die Masche ist immer gleich, es ist ein Business, welches mit den Träumen und Sehnsüchten der Leute spielt…

    • Tom sagt:

      …und wenn ich dann die Wahnsinnspreise für 30 Jahre alte Allrad-LKWs mit Koffer sehe, frage ich mich schon, ob wir hier gerade eine ExMo-Blase erleben. Da werden sicherlich noch einige Träume platzen. Deswegen musste der Artikel über den Kauf von Allrad-LKWs sein. Hoffe, er hilft dem ein oder anderen.

      • Paul sagt:

        Der war super geschrieben und Du hast gut den richtigen Ton getroffen. Sich nicht über andere erheben, aber trotzdem kritische Fragen stellen. Und Selbstironie ist auch eine Gabe, die den meisten abgeht. Ich selber habe nur einen ganz kleinen ausgebauten Van, weil ich auf dem Standpunkt stehe, dass es gerade beim Freistehen extreme Vorteile bringt, so wenig wie möglich aufzufallen. Aber ich habe auch keine 5 Kinder, da ist der LKW doch schon nahe liegender. Was mich aber mal interessieren würde: In dem grünen Düdo habt ihr eine Enduro, 2 Mofas und drei Erwachsene untergebracht? Habe ich das richtig verstanden?

        • Tom sagt:

          Ja, klar. Zu dritt. Aber da noch im fast original 711er Gruppenkraftwagen. Hab nur die Sitzbänke ausgebaut. 3 Moppets standen nebeneinander hinter dem Fahrer/Beifahrersitz. Im Heck hat mein Größter auf dem Fußboden, der Zweite auf einem eilig installierten Klappbett geschlafen. Ich dann in der Hängematte über meiner KTM.

          War ein prima Bustest. Und den 1124er Allrad-LKW haben wir gar nicht vermisst. Dort hätten die Mopeds übrigens unter dem elektrischen Hubbett stehen sollen. Allerdings mit Kranverladung.

          Nein, da war der Bus schon viel besser. Selbst in der fast originalen Version ohne Aufstelldach und Hubbett.

          Und Pisten sind wir auch ohne Allrad, Höherlegung und Geländereifen genug gefahren. Ausgebremst haben uns im Hohen Atlas nur die fehlenden Winterreifen. Aber die gibt es ja beim Allrad-Lkw auch nicht richtig.

    • haubidü sagt:

      Ach, Paul. Sei doch nicht so böse. Die Idee, mobil, unabhängig Geld mit Geschäftsmodellen zu verdienen, die sich die digitale Technik zu Nutze machen, ist doch eigentlich ganz klasse. Dass sich einige Wagemutige dran´versuchen, ist doch mutig. Ich hab´von diesen servicefreundlichen Seiten schon so viel gelernt, dass ich eigentlich Sympathie dafür habe. Damit Träume Träume sein können, müssen sie sich über den Alltag erheben.
      Aber klar ist das richtig, sich wie in diesem Beitrag zu fragen: passt das zu mir, ist das für mich umzusetzen? Das gilt aber nicht nur für´s Allrad-Abenteuer, sondern auch für´s Spielen eines Instruments (wie viele spielen ein High-end Instrument und stümpern musikalisch herum – eine ganze Musikindustrie lebt davon 😉 Um als Blogger oder YT-Produzent eine Vollzeit-Existenz mit allen Abhängigkeiten zu bauen, brauchst´ ein besonderes Engagement. Dass hier ein unabhängiger Hobby-Blogger einige Profis aussticht, ist ja die Seltenheit (nicht böse sein, Tom), aber das ja das Besondere. Also bashing für die mobilen Geschäftsmodelle würde ich nicht unterstützen – eher bashing für die Händler, die uns VEBEG und ZOLL-AUKTION leerkaufen, damit wir unsere Oldtimer dann zum doppelten Preis erwerben müssen. Ob mit oder ohne Allrad….
      Besten Gruß von haubidü

      • Tom sagt:

        Ich will niemanden ausstechen. Wozu auch. Zwar hätte ich keinen Bock, für mein tägliches Brot zu bloggen. Aber umso mehr verstehe ich die Zwänge derjenigen, die berufsmäßig bloggen (müssen). Glaube nämlich nicht, dass man Kauf und Unterhaltung eines Allrad-LKWs allein mit Bloggen finanzieren kann. Da muss man schon etwas verkaufen. Ein dickes Selbstausbau-Buch vielleicht, ein paar portugiesische WoMo-Reiseführer, E-Books und Seminare zum Busbasteln, Duft-Geländewagen und GPS-Daten, eine Kollektion mit Allrad-LKW-Klamotten, ein exklusives Kabel- und Elektrosortiment, einen handgemachten Film oder notfalls die eigene Haut. Doch so oder so wird das Internet bereichert, ohne dass irgendjemand zu irgendetwas gezwungen wird. Insofern sollte doch auch für die Skeptiker alles okay sein. Aber ab und zu unterstütze ich die mobilen Digitalen, indem ich auch mal auf die Werbeanzeigen klicke, was bestelle oder ein paar Euro spende. Das tut mir nicht weh und ist eine faire Gegenleistung für viel Mühe und Herzblut.

  10. Rudolf sagt:

    Super geschrieben und alle Aspekte behandelt! Ich habe so einige unterwegs mit riesigen MAN Allrad kennengelernt. Mussten erst mal drei Meter auf die Wohnebene erklimmen und dann in einer sehr winzigen Kabine zu landen. Im Boden die Filteranlage, das Aggregat usw. Und das auf Sizilien. Auch da braucht es keinen Allradler.
    Allradtechnik ist schwer und erzeugt Rollwiderstand. Nur weil ich mal auf eine nasse Wiese fahre?
    Der Aspekt der fehlenden Raumausnutzung kommt im Artikel vielleicht noch etwas zu kurz: Selbst im Bus z.B. bei einem T2/Vario ist mehr Platz und Raumgefühl als in der Kabine eines Allradlers (separates Führerhaus evtl. mit Durchstieg). Ich kenne noch die Bunderwehr 1017 mit einem Mini-Shelter…
    Ich will keinen überzeugen, doch weil hier ja gerade auf so tolle Weise zum Nachdenken angeregt werden soll: Ich habe einen Clou-Liner (Babyliner) von 1995 auf MB 814d (T2). Der Wohnraum beginnt weitgehend an der vorderen Stoßstange und endet an der hinteren. Durch eine Heckabsenkung hinten sogar doppelstöckig.: unten Garage und oben Schlafzimmer. Innenbreite 210cm.
    Die Basis ist unverwüstlich, weil einfach (u.a. weil ohne Allrad).
    Damit habe ich genau so auf Sizilien überwintert wie der große Trumm von MAN.
    Übrigens: Meine erste große Reise nach dem Führerschein war Ende der Siebziger nach Marokko. Womit? Mit einem 200D /8 und kleinen Wohnwagen. Über den hohen Atlas bis in die nördliche Sahara hat uns die Reise geführt.
    Ging!

    • Tom sagt:

      Nun, bei der Raumausnutzung gebe ich dir nur in Bezug auf die Höhe recht. Dafür, dass auf einem MAN KAT 6 x 6 nur ein FM2 Shelter steht, kann ja der Allrad LKW nichts. Gerade die Frontlenker lassen sich räumlich auch perfekt ausnutzen. Da sehe ich keinen Unterschied zwischen Allrad- und nicht Allrad-LKW.

  11. Heike sagt:

    Hallo Tom,
    hatte bis gerade eigentlich auch von so einem dollen Allrad-LKW geträumt (und natürlich bisher noch nicht mal drin gesessen…) – schön, dass du mich von dem Trip gleich gut runtergeholt hast!
    Ein großes Kompliment für deine Seite, die leicht ironische Note bei etlichen Artikeln gefällt mir doch sehr, und dann natürlich auch, dass du dein Geld nicht mit Bloggen verdienen musst (insofern hat man bei so manchen Roomtours im Internet ja schon das Gefühl, einer Mischung aus Kaffeekränzchen und Tupperparty beizuwohnen)!
    Vielen Dank, werde mich freuen, mehr von dir zu lesen!

    • Tom sagt:

      Gern geschehen. So ein alter Allrad-LKW ist in den meisten Fällen wirklich Quatsch. Wenn auch schöner Quatsch. Aber mit einer Beschreibung der typischen Roomtour machst Du mich ja regelrecht neugierig. Hab nur leider keine Lust, mir Videos anzuschauen. Lese lieber. Oder schreibe halt. Erklärvideos gucken ist mir irgendwie zu lahm.

  12. Anonymous sagt:

    Hi Tom,

    es macht einfach Spaß Deinen Blog zu lesen.

    Vielen Dank für Deine Mühe und mache bitte weiter

    Beste Grüße
    Pedro

  13. Mark sagt:

    An deiner Geschichte ist viel Wahres dran.
    Wir haben ja unsere Allrad LKWs damals recht zeitgleich fertig gestellt…

    Ich bin damit seit knapp 5 Jahren glücklich und zufrieden unterwegs.

    Viel von dem was du schreibst, ist richtig. In “Europa” kann man mit nem Allrad LKW eigentlich nix anfangen. Das Konzept überlebt von dem allgemeinen Vorteil LKW, nämlich dass man genug Wasser, Abwasser, Gas / Zuladung dabei hat. Das wiederum braucht man aber eigentlich auch nur, wenn man z.B. wie ich dann fährt, wenn kein anderer fährt, nämlich im Winter, wenn Stellplätze & Campingplätze geschlossen sind, man Wochenlang frei steht und Wasserhähne draußen Frostbedingt abgestellt sind. Wer im Sommer in der Saison fährt, wird zwangsläufig an beliebten Orten eh Stell oder Campingplätze aufsuchen müssen, weil ein “freistehen” da gar nicht möglich ist.

    Ansonsten sind es mal hier und mal da die berühmten 100m…

    Auf der anderen Seite stimmt das Thema Kosten natürlich. Im Gegensatz zu nem Wohnmobil sind die Betriebskosten von nem Allradlaster (nem kleinen) einfach x2. Die sind pauschal gesagt doppelt so hoch.

    Sinn macht das ganze meines Erachtens erst, wenn man das Fahrzeug wirklich für Fernreisen nutzt. Nicht Marokko (da kann man im Sand spielen, kommt aber auch sonst überall mit nem PKW an), sondern deutlich weiter, dann kommt man erst dahin wo Allrad überhaupt wirklich Sinn macht. Auch in Albanien ist dass sinnvoll, nicht unbedingt der Allrad, aber einige nette Strecken sind in Zuständen, die du nicht “schadensfrei” mit nem Sprinter bewältigen kannst, dafür fehlt allgemein schon die Bodenfreiheit.

    Für mich ist dass nach über 100.000km dass richtige Konzept, allerdings ist bei mir auch der Umstand, dass ich Versorgungskapazitäten brauche, da ich zu Zeiten fahre wo die Infrastruktur für normale Camper geschlossen / abgestellt ist, und vor allem habe ich Zeit…

    Das macht keinen Sinn, wenn man nur 3 Wochen Urlaub am Stück hat ^^ Am besten mit Kindern in den Sommerferien. Da kommt man weder da hin wo man Allrad braucht, noch kann man da groß an entlegenen Plätzen stehen, denn da sind auch alle anderen Camper Unterwegs und die Leute drumherum gucken sich dass nicht lange an, bis das Ordnungsamt, der Bauer oder sonstwer auftaucht…

    Das Konzept macht also nur auf Fernreisen richtig Sinn. Auf “Fernreisen” muss man aber erstmal kommen, vor allem Zeitlich. Wer will denn als normal arbeitender Mensch mit Schulpflichtigen Kindern bis Albanien runter stochern? in 3 Wochen Sommerferien? Oder nach Zentralafrika???
    Da ist ja schon Portugal eigentlich aus der Range, und dass ist im Westen das einzige Europäische Land wo du mit nem Allrad LKW an schöne, entlegene Plätze kommst, was sich die Portugiesen aber auch nur im Winter gefallen lassen, im Sommer kriegst direkt n Ticket und n Platzverweis…

    Ich starte am Sonntag 4 Monate auf Reise, da werde ich den Allrad LKW sicherlich wieder artgerecht nutzen, da steht unter anderem die Atacama Wüste und das Amazonasgebiet auf dem Fahrplan 😉 Aber, derjenige der “normalen” Urlaub hat, für den ist es schon bis Portugal ne ziemlich lange Anreise, der braucht wirklich keinen Allrad LKW…

    Lg, Mark

    • Tom sagt:

      Ja, Mark, ich erinnere mich noch gut an den kleinen Wettstreit zwischen dem Selbstbauer und dem (damaligen) Bauenlasser. Dein MB 1017 hatte knapp gewonnen, stimmt’s? Von dir stammt auch der Spruch mit der Modelleisenbahn. Auch da ist was Wahres dran.

      Und es stimmt auch, dass mit schulpflichtigen Kindern das Wohnmobil vor allem schnell sein muss. Schnell und bequem. Damit man halt trotzdem mal an die Peripherie Europas vorstoßen kann.

      Insofern freue ich mich immer über meinen 711er, wenn den ganzen Brenner hoch wiedermal Überholverbot für LKWs über 7,5 Tonnen ist und der (bis auf das letzte Stück ab Sterzing) mit 110 hochgeht. Oder die Strecke von Florenz nach Bologna. Da darf man mit einem großen LKW quasi nirgendwo überholen. Obwohl mein alter Allrad-Lkw schon schnell war, durfte ich mit 10 t an vielen Stellen nicht überholen und meist nur 80 fahren. Auf der Landstraße 60. Das nervt eigentlich am meisten.

      Aber auf langen Reisen ohne Zeitdruck sieht das womöglich anders aus. Bei langen Reisen spielt die Reisegeschwindigkeit eigentlich nicht so die Rolle. Eher die Kosten. Und da habe ich in den letzten 5 Jahren durch den Umstieg vom Allrad-Lkw auf ein handlicheres Format ca. 5000 Liter Diesel eingespart gegenüber einem Allrad LKW. Das sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Und ist ja auch nicht nur für die Kosten relevant.

      Und noch ein Argument fällt mir ein. Wenn man mal von einem niedlichen Kurzhauber absieht, macht es schon einen Unterschied, ob mich der Bauer oder Förster auf einem abseitigen Feldweg mit einem Super-Duper-Expeditionsmobil oder mit einem kleinen Bus antrifft. Aber gut, selbst das wäre noch besser als mit einem Wohnmobil von der Stange. Denn das kann immer nur die Vorhut einer Massenbewegung sein.

      Viele Grüße jedenfalls und viel Spaß in Südamerika, Mark!

      • Tom sagt:

        Allen, die sich überlegen, einen Allrad LKW zu kaufen und damit um die Welt zu reisen, empfehle ich dringend den sehr lesenswerten Blog von Marks Reisebegleitung zur “Traumreise” durch Südamerika mit dem Allrad-Wohnmobil. Tanja schreibt wirklich schonungslose, ehrliche und nicht interessengesteuerte Reiseberichte zum Thema “Urlaub in der Kiste”: Tanjas Blog vom 21.12.2019.

        [Edit vom 26.03.2020: tanjastrip.jimdofree.com ist mittlerweile nur noch mit Passwort zugänglich. Tja, der Allrad-LKW-Weltreise-Blog war wohl zu offen und ehrlich.]

        Übrigens lohnen sich auch die sonstigen Reiseberichte aus dem Allrad-LKW. Sowas kriegt man sonst nicht zu lesen.

        Aber Mark Gyver 😉 gefällt’s mit seinem MB 1017 Allrad-LKW. Trotz oder vielleicht sogar wegen der täglichen Reparaturen.

        • Klaus sagt:

          Hallo Tom,

          verstehe Deine Info nicht so ganz. Du fährst doch auch einen alten MB 1124 AF als ExMo …

          Lese ich Deine interessanten Reiseberichte, stellt sich mir die Frage, wie oft Du mit dem großen Teil seit seiner Anschaffung bzw. Fertigstellung als Fernreisemobil zu Expeditionen unterwegs gewesen bist?

          Die, in dem Blog, beschriebenen Probleme sind doch nicht allrad-spezifisch, sondern können auch ohne Allrad so oder auf vielfältig andere Weise auch mit jedem Neuwagen mit oder ohne Allrad passieren, den man Verschiffen läßt.

          Auch finde ich in dem Blog beim ersten Querlesen nichts wirklich ‘schonungsloses, besonders ehrliches oder gar interessengesteuertes’, was dieses Attribut aus meiner Sicht wirklich verdient.

          Für Schönwettergarantie unter Palmen mit weißem Sandstrand am Meer kann man auch an die Copacabana fliegen und Cocktails schlürfen. Da wird einem dann ggf. ins Hotelzimmer eingebrochen, Wertsachen gestohlen und ins Bett gesch…. nachdem einem der Zimmerschlüssel gestohlen und stecken gelassen wurde.

          Nichts für ungut.

          Daß eine Frau mit einem Mann, die sich bis dato überhaupt nicht kannten bzw. erst kurz zuvor flüchtig kennengelernt hatten, getrennt nach SA fliegen, um für vier Monate erstmalig durch selbiges in ‘so einer Kiste’ zu touren, ist für mich nochmal eine ganz andere Hausnummer.

          • Tom sagt:

            Nein, ich habe recht schnell gemerkt, dass so ein alter Allrad-Lkw (derzeit) nichts für mich ist. Wir fahren nach dem MB 1124 nur noch alten Bus ohne Allrad (MB 711). Deswegen komme ich ja auch auf die 5000 eingesparten Liter Diesel. Und das bei weniger Stress, mehr Komfort, höherer Reisegeschwindigkeit und breiteren Stellplatzmöglichkeiten. Zumindest in Europa.

            Und bei dem Hinweis auf Tanjas Blog geht es mir vor allem um die seltene Perspektive. Da schreibt mal jemand nicht nur, dass alles supi dupi ist. Sondern dass die mit dem “ExMo” angestrebte Autarkie nicht unbedingt im Sinne aller Mitreisenden sein muss. Und dass der organisatorische Stress mit einem alten Allrad-Lkw bzw. überhaupt mit dem eigenen Wohnmobil auf Weltreise auch nicht unerheblich ist. Selbst im grenzbürokratiemäßig recht entspannten Südamerika nicht.

            Auch das sollten die meist technikaffinen, von Allrad, LKW und einsamen Stellplätzen begeisterten Männer vor dem Kauf eines neuen Spielzeugs bedenken.

        • Tom sagt:

          Leider ist die Seite tanjastrip.jimdofree.com mittlerweile nur noch mit Passwort zugänglich. Aber ich hatte mich ja schon als Fan des (ursprünglich öffentlichen) Blogs geoutet. Da kann ich auch mal mit meinen Worten zusammenfassen, wie es T mit M und seinem Allrad-LKW in den 4 Monaten Südamerika so ergangen ist. Wer mitgelesen hat, darf mich gerne korrigieren. Aber es ist ja sowieso alles frei erfunden. Ich war nicht dabei. Ähnlichkeiten sind rein zufällig.

          Die Geschichte passt aber ganz gut hierher, weil sie zeigt, wie Träume von der Weltreise im Allrad-LKW in der weiblichen und männlichen Realität aussehen (können). Deswegen hatte ich ja schon im Dezember tanjastrip.jimdofree.com allen kaufwilligen Allrad-LKW-Fans zur Lektüre empfohlen.

          Also: Es war einmal eine Frau T und ein Mann M. Die verabredeten sich, gemeinsam mit M’s Allrad-LKW 4 Monate durch Südamerika zu reisen. T wollte mal anders verreisen und ihren Instagram-Account pushen. M wollte LKW fahren und die Kosten teilen. Das lässt sich doch bestimmt gemeinsam realisieren.

          Die Verschiffung des LKW nach Südamerika war eine Katastrophe. Offenbar bei einem Zwischenstopp in Afrika wurde der komplette LKW ausgeräumt und zum Andenken eine mit Exkrementen gefüllte Hose zurückgelassen. Aber das ist wahrscheinlich eine Art afrikanischer Humor gegenüber den reichen Europäern.

          Im Zielhafen Montevideo hat M. Gyver die Sache dann aber mit dem ihm eigenen Pragmatismus beseitigt, neues Werkzeug besorgt und T abgeholt. Seine ledige, junge und reiselustige Mitfahrerin hatte wohl den Traum einer kommoden Weltreise im Allrad-Lkw mit einem attraktiven jungen Herrn. Diagnose: Zu viele rosarote Reiseblogs gelesen.

          Allerdings ist Südamerika groß, Patagonien kalt-regnerisch und der LKW-Koffer klein. Wer hätte da auch drauf kommen können. Klar, wenn man gern LKW fährt, ist das kein Problem. Gibt kaum was besseres, als in einem alten Mercedes tausende Kilometer abzuspulen. Aber hibbelig auf dem Beifahrersitz? Das macht schlechte Laune. Da braucht man eine Aufgabe. M darf nicht mehr rauchen.

          Und dann beamt man nicht kurz von Instagram-Hotspot zu Instagram-Hotspot. Sondern ist eigentlich permanent auf der einzigen, abzweiglosen Straße ins Nichts unterwegs. Und wenn man dann da ist, regnet es. Wieder nichts mit Fotos für Instagram. Abwarten und ausharren ist auch keine Option mit Bewegungsdrang in dem kleinen Koffer. Also weiter. M raucht tatsächlich nicht mehr.

          Aber dafür kennt man bald alle südargentinischen Supermärkte, Tankstellen und Wasserhähne. Und wenn dann die Suche nach diesem einen ganz bestimmten Lebensmittel erfolgreich war, muss man an der Grenze nach Chile wieder alles auffuttern. Und die Supermarktsuche beginnt von neuem. M sucht immer noch nicht nach Zigaretten.

          Die Panamericana den Pazifik hoch sieht auf der großen Südamerika-Karte so schön aus. Rechts die Anden. Links der Pazifik. Tatsächlich aber ist das Meer weit weg und jeder Abzweig zur kalten Felsenküste ist mit 20 km Schlaglochpiste verbunden. Hin. Und wenn dann der schöne einsame Stellplatz im Nichts kein WLAN hat, muss man dasselbe nochmal zurückfahren. M raucht immer noch nicht.

          Okay, wie geht’s weiter? Jetzt kommen die Städte. Santiago de Chile war bestimmt auch dabei. Hab mir aber nur gemerkt, dass es abends schwer ist, ein billiges und mondänes Restaurant zu finden, in dem es Bier mit und ohne Alkohol, Fleisch mit und ohne Tier und vor allem WLAN mit Speed und ohne Kosten gibt. Zumindest M ist ganz pflegeleicht und braucht keine Zigaretten.

          Und es ist kalt. Aber der Regen wird wärmer. Dafür ist es dann in der Wüste zu heiß und zu trocken. Auf den Bergen ist die Luft zu dünn. Und in den Dörfern sind die Straßen zu eng und zu schmal. Das eine Land ist billig, das andere teuer. Weiß nicht mehr, welches. Nur die Eintrittsgelder sind überall zu hoch. Aber dafür ist der Zigarettenpreis egal. Denn M ist immer noch Nichtraucher.

          Und dann kommt tatsächlich eine Gelegenheit für den Allrad. Die Straße ist nämlich schlammig und eigentlich gesperrt. Aber egal, da geht der Allrad-LKW durch. Und auch M steht die dramatische Situation als Nichtraucher durch.

          Als der Kreis fast rund ist, nun schon wieder in Brasilien am Atlantik, sind endlich auch mal das Wetter und der Strand schön. Der Allrad-LKW steht auf dem befestigten Strandparkplatz neben den ganzen Tagesausflüglern. Hier könnte man bleiben und den einen Tag nach links, den anderen Tag nach rechts joggen. Nur M bleibt ruhig und Nichtraucher.

          Aber die Fähre fährt früher. Und langsam gewinnt die Coronakrise an Fahrt. Südamerika ist noch sicher. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht aber doch. Zum Glück geht die Fähre noch früher und erleichtert die Entscheidung. Und zum Glück hat M keinen Bock auf Hostelurlaub und fliegt gleich zurück. Immer noch als Nichtraucher. Ein toller Urlaub also.

          Jetzt warten alle nur noch gespannt, ob und in welchem Zustand der LKW im Hamburger Hafen eintrudelt. Und ob wieder eine afrikanische Überraschung im Fahrerhaus deponiert wurde. Aber für die eingesparten Zigaretten der nächsten 70 Jahre kann sich M auch einen neuen LKW kaufen.

          So ungefähr war der Trip mit dem Allrad-LKW durch Südamerika. Vielleicht aber auch ganz anders. Wie gesagt, ich war nicht dabei und habe die Geschichte frei aus der Erinnerung heraus erfunden.

  14. Dirk sagt:

    Hallo an dieser Stelle und danke für die zahlreichen Informationsquellen, die Du hier bereitstellst.
    Bei mir geht die Spinnerei derzeit um gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge auf MB 711. Es träumt mir von der im H-gekennzeichneten LKW im hinteren Kabinenbereich auf Lattenrost liegenden Matratze. Das restliche Campinggedöns inkl. Fahrräder und Motorrad tät ich im Geräteabteil verstauen wollen. Auf einem Campingplatz ein großes Zelt mit Stehhöhe zum Kochen und mal drin umziehen, ansonsten tingeln. Vorteil: man kann wirklich viel Zeug mit rumschleppen, Nachteil, es ist wie Zelten, nur dass das Bett im Auto wäre.
    Also kein wirklicher WoMo Komfort.
    Ist aber wahrscheinich auch iwie Blödsinn so ein Projekt.
    Leider scheinen die Fensterbusse 711d recht rar gesät zu sein, ich sehe wenig bis keine im Angebot und wenn dann jenseits von gut und Böse im Preis, oder suche ich an der falschen Stelle? Feuerwehren gibt es mit wenig km aufm Tacho verglichen damit wie Sand am Meer.

    • Tom sagt:

      Naja. Das hat schon seinen Grund, warum die Feuerwehrwagen so billig sind. Bis die bewohnbar sind, kannst du auch gleich einen richtigen Bus kaufen. Verstehe das Konzept mit dem Gerätewagen auch nicht. Langsam, spartanisch, laut, dreckig und teuer. Und Übernachtung auf dem Zeltplatz? Da kannst du doch auch einen Kombi mit Anhänger spazieren fahren.

      Und lasst Euch nicht von den wenigen Kilometern täuschen. Den Wellendichtringen und Gummidichtungen ist es egal, wie viel sie fahren. Da zählt nur das Alter.

      Ein neuer Fiat Ducato Fensterbus kostet übrigens genauso viel wie ein 711er bei einem großen Berliner Händler. Der Fiat ist zwar nicht so cool. Fährt aber auch erstmal.

      • Dirk sagt:

        Hallo Tom,
        ja das Gerätewagenkonzept: da wir keinen PKW mit AHK mehr haben, wg. Umstieg auf Batterieauto, wir aber beim Camping recht glücklich waren, … Sicherlich, Urlaub kann man auch anders machen, wir waren jetzt halt in FeWo’s. Dahin kommt man auch mit dem Nissan Leaf. Aber schon das Mitführen von Fahrrädern geht nicht, die spezielle (sündteuere) Kupplung trägt grad mal das Gewicht vom Fahrrad-Träger und einem Herrenrad, aufs Dach darf man nur 35kg tun.
        Aber dafür ist der Wagen ja auch gar nicht gedacht gewesen, da fahre ich zur Arbeit mit und wieder heim. Im Feuerwehrlkw hingegen könnte man ein paar Tage hinten in der großen Doka auf Lattenrost und Matratze pennen, beim Verwandtenbesuch z. B. Besser auf Tantes Sofa wärs auf jeden Fall. Und dort, wo die Löschgeräte sonst waren, geht ne Menge Zeug rein, Fahrräder, Campingzeugs, ein Motorrad (na ja, dafür muss man sich noch was einfallen lassen),…
        Der LkW wäre das rollende Basislager. Auf einem Camping stellte ich ein Zelt nebenhin, damit man nicht im Regen draußen mit dem Kocher rumtun muss, oder im Bett Würstchen warmmachen oder Kaffee kochen. Klar, alte Simmerringe werden gern morsch, da steckt man nicht drin, auch Zylinderkofpdichtungen könnten problematisch sein. Dafür bekommt man für 5 Riesen ein Fahrzeug mit unter 30k km aufm Tacho, lückenlosem Checkheft, kaum Rost, und wenn’s dumm geht mit H-Kennzeichen. Beim Händler (grade der in Berlin oder der in Wittstock) sind z. T. wahnsinnige Aufschläge drauf. Zufällig weiß ich, für welchen Kurs die Fahrzeuge weggehen, oder bei Zollauktion versteigert werden.

        • Tom sagt:

          Ist ja interessant, dass Elektroautos keine Anhängerkupplung haben sollen. Aber ist ja klar, dann hätten die ja gleich den doppelten Verbrauch. Also halbe Reichweite.

          Verstehe jetzt also dein Problem besser. Aber trotzdem muss man Altbusfahren mögen. Und so ein 711er verlangt im Jahr als Wohnmobil mindestens 1500 € Fixkosten. Als Gerätewagen mit LKW Zulassung durch die höhere Versicherung wahrscheinlich noch mehr.

          Ich habe es noch nicht gemacht, würde aber erwarten, dass man für die Fixkosten eines eigenen Mobils zumindest für drei Urlaubswochen schon ein ordentliches Wohnmobil mieten kann. Oder?

          • Klaus sagt:

            Tja, irgendwann merkt es auch der Letzte, daß regierungsverordnete e-Autos der Greta-Religion nichts mit Schutz der Umwelt zu tun.
            Man schaue nur in Richtung der Atacama, einer der trockensten Gegenden weltweit, wo aus dem Boden täglich 21.000.000 l Grundwasser (also ein Würfel mit einer Kantenlänge von 21 km täglich) zur Lithiumförderung benötigt werden und die angrenzenden fruchtbaren Ackerböden verdorrt sind, Bauern ihre einträgliche Erwerbsgrundlage verloren haben, weshalb angrenzende Länder die Förderung verboten haben. Auch über die menschenunwürdige Ausbeutung der Menschen und Kinder im Kongo in den Kobaltminen berichteten die Medien unlängst.

            Wo wird in einem der diversen Blogs über diese Zustände 1:1 berichtet?

            e-Autos brennen auch schnell, gut und lange. Feuerwehren sind ebenso nur wenig darüber begeistert. Teilweise müssen die zuständigen Stellen nach so einem Brand sogar den oberen Straßenbelag entfernen ob der Kontamination und das Stück neu teeren lassen.

            Kein Autohersteller geht auf die Barrikaden wegen diesem Unsinn, auch der ADAC spielt Vogel Strauß und der Bürger kauft den batteriebetriebenen Schrott auch noch. Dabei gibt es bereits ganz andere und wesentlich effektivere und die Umwelt schonendere Energiespeicher.

            Aber Deutschlands Polit-Kaste will das Weltklima retten.

            In Köln wurden diese Woche bereits vier dicke SUV von den Umwelt-Terroristen abgefackelt, im Osten wird das Betriebsgelände des Braunkohlebergbaus besetzt und der Betrieb stillgelegt.

            Irgendwann geht e dann womöglich auch den Fernreisemobilen mit den Steinzeitdieseln an den Kragen ….

            Wer zieht z. B. eine Ursula von der Leyen zur Rechenschaft, die als Verteidigungsministerin die Heide hat in Brand schießen lassen …?

            Welche Gegenden wollt ihr denn künftig noch bereisen, wenn die eine nur noch Ödland und die andere nur noch Hochkrisengebiet ist?

            Ihr habt einen funkelnigelnagelneuen MAN nach neuester EU6-Norm?
            Tja, den hatten die SUV-Besitzer in Köln wahrscheinlich auch.

            Zuletzt schlug ein Ausbauer die neueste Stufe der Li-Ionen-Batterien vor. Die hätten eine hohe Tiefenentladung, seien ca. 2/3 leichter als konventionelle und Probleme mit der Ladetechnik wären inzwischen ebenfalls weltweit beherrschbar. Nur bei einem Brand hätte er da auch schon Erfahrungen der dritten Art gemacht, die aus dem Fzg. zu bekommen, bevor das ganze Fzg. eine einzige Fackel ist. Solche Fzg. bewegen sich in der Größenordnung eines Eigenheims oder einer ETW, je nach Wohnregion.

            So gibt es viele Ideen, die einem Ausbauer die Arbeit nicht ausgehen lassen.

            • Klaus sagt:

              PS:
              Um einen brennenden Tesla zu löschen benötige es nach Angabe von Tesla rund 11.000 l Wasser!

              PSS:
              Wer einen oder mehrere Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

            • Tom sagt:

              Hmm. Was soll ich da jetzt dazu sagen? Ich denke, ein bisschen mehr Verantwortung für unser Tun sollten wir schon alle entwickeln. Und dazu gehört eben auch, dass man nicht unbedingt mit einem riesigen Allrad-LKW in Europa herumfahren muss. Das geht auch wesentlich ressourcenschonender. Ich habe ja schon geschrieben, dass wir durch den Umstieg vom Allrad-Lkw auf den Mercedes 711 bisher ca. 5000 Liter Diesel eingespart haben. Und trotzdem sitze ich immer noch im Glashaus.

              • Klaus sagt:

                wie schreibt ubelix.de:

                solange noch jemand mit seinem dicken Luxux-SUV zum Golfplatz fährt, solange toure ich mit meinem U1300 ohne schlechtes Gewissen.

                und wenn der als Anwalt rechtskräftig verurteilte Grüne, Stroebele als MdB tatsächlich mit seinem Porsche-SUV mit Fahrrad auf dem Träger tatsächlich bis zwei Straßen vor den Bio-Markt fährt und dann mit dem Fahrrad medienwirksam vor die Tür des Bio-Markts, dann prangere ich die Doppelmoral der Umwelt-Apostel vom Schlage eines Münchhausens an, anstatt mir ein schlechtes Gewissen zu machen.

                Den Umstieg kann ich persönlich nicht wirklich nachvollziehen, da die beiden Fzg. völlig unterschiedliche Welten repräsentieren.

                Liebe Grüße

                • Tom sagt:

                  Mir ist eigentlich egal, was andere machen oder nicht machen. Ich will auch niemanden bekehren. Sondern nur ein bisschen Licht in die dunkle Seite des Hypes um alte Allrad-LKWs bringen. Mit ein paar Aspekten, die sonst kaum erwähnt werden. Die aber letztlich über den ganz persönlichen Erfolg oder Misserfolg beim Kauf eines Expeditionsmobils entscheiden können.

                  • Klaus sagt:

                    Zum einen mag ich Deinen Blog wegen der kritischen, konstruktiven und kompetenten Darstellung des komplexen Themas. So hat es auch mich bewogen, das Thema nochmals weiter kritisch für mich zu hinterfragen.

                    Heißt das, Du hast Deinen MB1124 inzwischen verkauft oder nutzt Du ihn derzeit nur nicht?

                    Lese ich Deine Beiträge, dann muß ich erstmal den Hut ziehen vor Deinen Leistungen als Vater und auch generell.
                    Es ist heute nicht mehr unbedingt Usus, daß Jugendliche noch mit ihrem Vater in der Wüste Urlaub machen und dabei auch noch Komforteinbußen hinnehmen. Und mit 7 Personen kann man vielleicht im MB711 an den Hohen Atlas reisen, doch damit sind seine räumlichen Möglichkeiten sicher am Ende. Von daher stellt Dein MB1124 sicher, Allrad hin oder her, eine optimale Lösung dar.

                    Ungeachtet dessen haben die alten LKW auch noch einen Charme und eine Qualität, die m. E. heute ihresgleichen sucht.

                    Gewerbliche Ausbauer leben von von ihren Ausbauten. Je mehr an Technik in einem ExMo verbaut/verkauft wird, desto höher der Preis und damit der Umsatz. Hauptsache Rahmen und Aufbau halten und Technik funktioniert. Ein Bekannter hat den Auftrag zum Umbau seines MB1530 NG dem Ausbauer wieder entzogen. Mit der Leistung des zweiten sei er zwar durchweg zufrieden, doch solle man davon ausgehen, daß nach Übernahme noch mindestens zwei Besuche beim Ausbauer zur Behebung von Mängeln erforderlich seien. Wohl dem, der dann (noch) ein gutes Verhältnis zum Ausbauer habe und nicht einmal längs durch die Republik anreisen müsse.

                    Denn wenn ein gewerblicher Ausbauer all diese Punkte intensiv und eingehend mit einem potentiellen Interessenten bespricht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sein Geschäft nicht so gut gehen könnte.

                    Daneben ist das Thema m. E. derart individuell breit gefächert aufgestellt, so wie man auch den Kauf eines automobilen Relikts wie einem Jeep, rational nicht begründen kann …. : )

                    Ehrlicher, lösungsbezogener, auf den durch Hinterfragen ermittelten tatsächlichen Kundennutzen bezogenen Verkauf bzw. Beratung ist heute seeehr rar.

                    Als wir uns damals überlegten, einen VW-T5-Camper zu kaufen, haben wir uns zuerst einmal einen für 14 Tage gemietet. Ich wollte wissen, ob ich mich mit zwei Erwachsenen, einem Kind und einem mittelgroßen Hund in der Enge überhaupt wohlfühlen bzw. damit klar kommen würde. Diese Option gibt es für ein ExMo m. W. leider nicht.

                    • Tom sagt:

                      Wie schon oft geschrieben: Der Mercedes 1124 ist wirklich verkauft. Und nein, auch hinter dem Atlas habe ich als Normalurlauber das Expeditionsmobil noch nicht vermisst. Schreibe ja nicht umsonst solche Beiträge wie den hier. Ich meine das wirklich so. Die Vorteile von so einem kleinen Bus wie dem Mercedes 711 überwiegen bei weitem die Nachteile des fehlenden Allrads.

  15. Pius sagt:

    Hallo, danke für die offenen Worte und die guten Beiträge u.a. zu den schnellen Achsen.
    Wir müssten uns bis nächste Woche entscheiden, ob wir einen MB1124 AF mit Automatikgetriebe BJ 97 kaufen wollen.
    Gedanklich hatte ich mich schon dafür entschieden, weil wir eine längere Weltreise planen und uns keiner zu dem Adblue Thema wirklich einen guten Rat geben kann. Klar wäre ein Iveco Daily 7,2T als Basis nicht viel teuerer, wenn er komplett überholt und tip top da stehen soll. Doch ähnlich wie beim Ateco kommt das Adblue um die Ecke.
    Hast du dazu eine Meinung?
    Wirklich losfahren (Global) würden wir in 5 Jahren wollen. Nur Aus und Umbau, inkl. 2 Testjahre machen eine Entscheidung jetzt nötig.
    Gruß Pius

    • Tom sagt:

      Ich bin natürlich 1124er-Fan. Das ist ja auch nicht wirklich ein alter LKW. Aber bevor ich dir da ernsthaft was raten kann, brauche ich mehr Infos.

      1. Heißt Weltreise Europa, Island, Marokko und Mongolei? Oder auch Schwarzafrika?

      2. Welche Erfahrung hast du mit kleinen Wohnmobilen?

      3. Hast du den richtigen LKW-Führerschein?

      4. Brauchst du eine Vertragswerkstatt oder schraubst du selbst?

      5. Wie soll verschifft werden? Geschützt im Container oder bist du auch beim stressigen RoRo ganz entspannt?

  16. Pius sagt:

    Hi Tom, die Infos in der zweiten Zeile:

    1. Heißt Weltreise Europa, Island, Marokko und Mongolei? Oder auch Schwarzafrika?
    Schwarzafrika und auch Südamerika und mongolei. Schon global.

    2. Welche Erfahrung hast du mit kleinen Wohnmobilen?
    Waren meist mit dem Rucksack unterwegs. doch 3 monate USA Route Nr1, und 5 wochen Australien ostküste jeweils mit einem Camper 21fuß

    3. Hast du den richtigen LKW-Führerschein?
    Den alten 3er, doch das ist schon eingeplant.

    4. Brauchst du eine Vertragswerkstatt oder schraubst du selbst?
    Am Auto bisher weniger, da brauche ich schon partner, sind zwei vertrauenswürtige schon in der näheren Auswahl.

    5. Wie soll verschifft werden? Geschützt im Container oder bist du auch beim stressigen RoRo ganz entspannt?
    RoRO, denn der LKW geht ja nicht in den Container und meine Frau bring ich nicht mehr ins Dachzelt. 🙂
    Auch der Daily Alkoven wäre denke ich zu hoch für den container.

    Danke für deine Rückinfo.

    • Tom sagt:

      Siehst du, und schon hast du dir deine Frage selbst beantwortet. In dem Fall wirst du natürlich den Mercedes LK als Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil nehmen. Und nicht den neumodischen, außerhalb Europas unbekannten Iveco. Halt dich ran, 1124er sind schnell weg. Wenn das Automatikgetriebe nervt, baust du es halt um. Sowas geht im Gesamtbudget unter.

      Wenn aber Iveco, dann leicht und containerfähig. Und nicht als überladene 7,2 Tonnen Krücke.

      • Pius sagt:

        Hallo Tom,
        also es hat geklappt, der 1124 AF mit 80Tkm ist unserer. Der Feuerwehraufbau ist schon ab und jetzt geht es an das kürzen der Kabine. Was sollte aus deiner Sicht beim Fahrgestell unbedingt umgebaut werden? Die Druckluftdanks nach innen? die Batterien in einen Kasten? Auf was sollten wir beim Fahrgestell noch achten? ein 300l Tank, oder zwei 300/150L? Dachklima fürs Fahrerhaus sinnvoll?, Einzelbereifung mit Baustellenreifen ist vorgesehen.
        Danke für deine guten Tipps.
        Gruß Pius

        • Tom sagt:

          Das Wichtigste ist, den LKW schnell zuzulassen und auf Reisen zu gehen. Und wenn es mit der Luftmatratze in der Doka eine Tour zum nächsten Baggersee ist. Erst dann merkt ihr nämlich, ob so ein alter Allrad LKW überhaupt was für euch ist und was man so brauchen könnte.

          Meine Umbauten am Fahrgestell habe ich erst mit fertigem Koffer gemacht. Das war zwar der Terminplanung der Ausbaufirma geschuldet, die mich innerhalb von zwei Wochen drangenommen hat. Hat sich aber auch bewährt. Denn es fallen einem immer Dinge ein, die man besser machen könnte. Und der Koffer ist ja nur mit ein paar Schrauben festgemacht. Insofern ist Flexibilität wichtiger als die perfekte Planung.

          Also lieber erstmal weniger machen. Aber das dafür richtig. Dieselvorrat z.B. kann man nie genug haben.

  17. Dennis sagt:

    Hallo Tom,

    Vielen Dank für deine tollen Beiträge!
    Ich bin genau der Typ welcher in die von dir beschriebene Falle tappen könnte! Ich bin seit Kindes an mit verschiedensten Fahrzeugen campend unterwegs und auch ich träume von Kindes an vom 4×4 Abenteuer, autark weltreisend mit monstermäßigen geilen LKWs mit allem Schischi und ich habe schon ganz oft konkret überlegt sowas zu bauen, erst für mich dann sogar für Kundschaft vielleicht, denn ich darf mich zu den Maschinenbauern zählen. Was habe ich schon das Netz gewälzt, Stunden am CAD verbracht, Kabinen gemalt, getüftelt überlegt….
    Aktuell fahre ich mit 4 köpfiger Familie im Hochdach T6, natürlich 4motion denn wer weiß wofür man es mal braucht •LOL•
    Letzten Winter hab ich nicht mal gemerkt, daß meine Haldex seit 3 Monaten im Arsch ist….
    Und dann stoße ich auf deine Seite, natürlich auf der Suche nach Infos zum 4×4 Vario, weil den fand ich schon immer cool.
    Und du beschreibst alle Zweifel zum Thema Allrad LKW welche ich teilweise auch schon hatte, mir aber nie eingestanden habe! Daher bin ich super froh, daß ich das Glück habe deine Meinung und Erfahrungen gefunden zu haben! Habe die Berichte Deines Behörden-Düdo Im Sommer verschlungen und ich bin immer noch voll auf der Schiene, daß dieses Auto für die Zeit nach dem T6 wenn wir mal Zeit für mehr wie 3 Wochen und 3000km Urlaub haben, eine prima Idee ist und viele deiner Ausbaudetails finde ich richtig gut und habe das noch nie vergleichbar gesehen.
    Daher kann ich nur sagen weiter so! Du bist eine super alternative Instanz im Mainstream Dschungel des mobilen Wohnens und Urlaubens. Ich bin gespannt auf mehr,
    Beste Grüße
    Dennis

    • Tom sagt:

      Ja, aber der Beitrag über den Kauf alter Allrad-LKWs sollte nun auch nicht bedeuten, dass sich alle einen Mercedes 711 kaufen. Wir haben den nur wegen der nötigen Zuladung für 7 Personen und den Wohnmobilausbau. Ansonsten reicht für die übliche Grand Tour durch Europa, Russland und Marokko die Sprinterklasse vollkommen aus. Ohne Allrad. Denn es muss nicht immer mehr und mehr und mehr sein. Und wenn man sich mal von solchen festgefahrenen Denkmustern wie Hecklängsfestbett löst, hat man plötzlich sehr viel Platz auch in der kleinsten Hütte.

      • Dennis sagt:

        Da hast du natürlich Recht! Über die Suche nach Variokonzepten bin ich erst hier gelandet, sprich ich liebäugle mit dem schon sehr lange.
        Ansonsten ist mein Favorit der Iveco Daily als Kasten.
        Aber die Anregungen Allrad ja/nein sind das Entscheidende und öffnet den Markt wieder komplett.
        Für mich ist der Hauptvorteil des Vario sein breiter, quadratischer Aufbau! Das Raumgefühl bei Sprinter & Co leidet deutlich unter dem schmalen Aufbau.

        • Tom sagt:

          Ich will ja hier nicht so viel Werbung für den Vario machen. Nicht dass am Ende jeder einen hat. Und ich bin schuld.

          Tatsächlich ist es aber ein entscheidender Unterschied, ob man im Wohnmobil quer schlafen kann oder nicht. Und da gibt es unter den Kastenwagen nichts Besseres als den Vario in der zweiten oder dritten Generation. Meinetwegen auch einen Düdo als Breitmaul.

          Wobei der richtige Vario der 3. Generation schon ein paar nervige Eigenschaften hat, die vor allem bei Umbauten stören. Hab ja nicht umsonst einen T2N. 😉

      • Klaus sagt:

        Nur sollte es gut überlegt sein, ob man mit einem Sprinter mit EU6-Diesel nach Russland fährt.
        Einem techn. Leiter des Fuhrparks einer süddeutschen Spedition zu Folge (350 LKW-500 MA), die zwar in Russland fährt aber nicht nach Russland, würde er davon abraten.

  18. Achim sagt:

    Hallo Tom,

    vielen Dank für die Beantwortung der Frage, für die es im Internet, und meistens auch im echten Leben, keine ehrliche Antwort gibt. Wie viele plane ich seit langem den endlosen Sommer, reise viel mit meinem Bulli, habe Lust auf mehr, und frage mich oft, ob die ganze Allrad-LKW Sache wirklich nötig ist. Ich hatte schon oft den Verdacht, das die Allrad-LKW Besitzer absichtlich die Piste neben der Straße nehmen um irgendwie die irrwitzigen Ausgaben für das Gefährt vor sich selbst zu rechtfertigen. Auch auf Messen und Treffen gibt doch keiner zu, das die investierten Euros eigentlich nicht erforderlich waren, ein Standard 2WD Mobil hätte auch gereicht.

    Geld ist Zeit. Ich beende meinen Job sobald genug Geld zusammengespart ist. Und da überlege ich schon genau welches Mobil ich kaufe oder baue, denn 15t€ weniger ins Mobil stecken, heisst ein Jahr früher in den endlosen Sommer starten. Und bei dem Preisniveau, das ein kaufbarer Allrad-LKW mehr kostet als ein Standardmobil, reden wir hier über Summen, für die ich 10 Jahre ohne Nebenjob reisen kann.

    Vielen Dank für die ehrlichen Worte, ich denke ich habe heute eine seit langem offene Entscheidung treffen können.

    • Tom sagt:

      Du solltest aber nicht nur die Anschaffungskosten sehen. Sondern vor allem die Betriebskosten. Es macht halt einen Unterschied, ob die 200 km Umsetzen zum nächsten Stellplatz 25 oder 100 € kosten. Vor allem dann, wenn auf dem Allrad LKW ein kleiner Shelter mit derselben Grundfläche wie ein Kastenwagen sitzt, sich also aus den höheren Betriebskosten kein Vorteil ergibt.

  19. Klaus sagt:

    Hallo zusammen,

    ebenso braucht niemand auf der Welt wirklich einen 911er Porsche oder einen exklusiven Range Rover mit V8 und 600 PS. Es gibt vieles, daß man nicht braucht. Nicht wirklich.
    Niemand braucht z. B. ein Velo von Bugatti, das so leicht ist, daß, wenn man es einem bei geschlossenen Augen in die Hand gibt, der nie errät, daß er ein Fahrrad in der Hand hält, mit dem man aber nicht fahren kann …
    Allein die lange Blende der Mittelkonsole eines Bugatti Veron oder Chiron, die, welch ein Wahn aus Alu aus dem Vollen gefertigt wird, kostet, wenn sie ersetzt werden soll, 24.000 EUR. Andere kaufen davon nen VW Golf für die Familie, gebraucht.

    Vom Edelausbauer Unicat gibt es eine entsprechende Geschichte im Netz. Als sich ein schwerreicher Unternehmer dort eines dieser absoluten Luxus-ExMo bestellt hatte, ging die Firma warum auch immer Pleite. Daraufhin kaufte der Unicat und fährt heute mit dem Teil, einem MAN TVG 8×8 durch die Weltgeschichte. Sollte er mal eine Panne in den entferntesten Gegenden dieser Erde haben, wird ein Spezialistenteam innert kürzester Zeit eingeflogen. Viele schauen einfach von der falschen Seite auf die Geldbeträge …

    Selbst ein U1300-ExMo von 1987 mit 3,50m langer Kabine schlägt heute schnell mit um die 300.000 EUR zu Buche, so man sich das aus einer Hand schlüsselfertig bauen läßt. Die Preise haben Goldgräberstimmung. Zuletzt meinte ein gerade frischgebackener ExMo-Besitzer, daß, würde das gleiche Teil heute bestellen, er es sich mehr leisten könne, da das Teil nun im Preis um 100.000 EUR gestiegen sei ….

    Auch kleinere Ausbauer kommen heute nur noch schwerlich an geeignete Basis-Fzg., selbst wenn sie mehr dafür bieten als ein reiner Händler, der dafür aber ein kpl. Los abnimmt, bei dem auch einige Gurken dabei sind, die sonst niemand nimmt.

    Für einen Unimog U1300L so +/- von 1990 mit 15-50.000 km auf der Uhr, der professionell instand gesetzt, überholt und aufbereitet wurde, samt Reifen und Tanks samt Umbau etc., Lackierung, Motormehrleistung und Sitzen legt man inzwischen schnell mal so 50.000 EUR aufn Tisch, schlüsselfertig.

    Man kann aber auch sein Geld bei Singer Vehicle Design in Kalifornien oder Hemmels in GB für einen 911er im RSR-Design, der vormals als 964er auf den Straßen unterwegs war oder eine MB Pagode investieren, die nach einem unbeschreiblichen Neu Geboren Prozeß besser dastehen, als zu dem Zeitpunkt, als sie im Werk vom Band rollten und dafür eine 3/4 Million EUR auf den Tisch blättern. Wert sind sie jeden einzelnen Cent.

    Manche Dinge entziehen sich rationalen Beweggründen.

    • Tom sagt:

      Das ist das, was ich mit Gentrifizierung der Allrad-Lkw-Szene meinte. Wenn neue Marktteilnehmer ohne Budgetgrenzen sich plötzlich für eine bislang unbeachtete Nische interessieren, haben alle Anbieter sofort Dollarzeichen in den Augen und richten ihre Angebote nach der kaufkräftigen Kundschaft aus.

      Das führt meist zur völligen Verdrängung der kleinen Nachfrager. Ist ja nicht nur bei Allrad-LKWs so. Fahrräder hast du schon genannt. Weiter oben steht was von Musikinstrumenten. Das geht weiter über Segelboote und hört bei Altstadtwohnungen noch lange nicht auf.

      Ich denke, dass kleine Nachfrager deswegen derzeit einen schweren Stand haben. Vor allem bei den angesagten Allrad-LKW-Typen. Also immer antizyklisch denken!

  20. Klaus sagt:

    Tja, doch das hat zuvor bereits im PKW-Gebrauchtwagenhandel seit langem Tradition.
    Immer wieder frage ich mich beim durchstöbern der einschlägigen Plattformen auf der Suche nach bestimmten (älteren) Typen, weshalb die schönsten Exemplare so oft bei einer immer stärker verbreiteten Art von Autohandel zu finden ist, denen der Kodex der alten Münsteraner Kaufleute, ‘Ehre ist Zwang genug’, mehr als nur fremd zu sein scheint.
    Auch bei gebrauchten PKW werden die in der Regel von den Autohäusern nur noch in Losen an den Gebrauchtwagenhandel versteigert.

    Bei einem Komplett-Bauauftrag eines ExMo sollte man angesichts der inzwischen extrem langen Lieferzeiten überlegen, vertraglich eine finanzielle Absicherung vorzusehen, für den Fall, daß das beauftragte Unternehmen trotz voller Auftragsbücher ein Fall für den Insolvenzverwalter wird.
    In der Regel werden bei Auftragsvergabe Teilzahlungen in bestimmten Abständen vereinbart.
    Hier wäre zu klären, wer Eigentümer des innerhalb der Bauabschnitte durch den Ausbauer verbauten Materialien bzw. Komponenten ist. Ist das im Normalfall der Ausbauer, geht das Fzg. in die Insolvenzmasse und der Auftraggeber in die Liste der Insolvenzgläubiger.

    • Tom sagt:

      Ist ein guter Hinweis, beim professionellen Innenausbau eines alten Allrad LKWs eine Vorauszahlungs- oder Fertigstellungsbürgschaft zu verlangen. Im Idealfall gleich noch eine Gewährleistungsbürgschaft. Aber das wird kein Ausbauer mitmachen. Nicht in der derzeitigen Marktsituation.

      Und auch bei den VEBEG Auktionen kann man sich anschauen, dass meist Händler die alten, ausgemusterten Allrad-LKWs kaufen. Natürlich am liebsten in ganzen Losen.

  21. Klaus sagt:

    Das denke ich auch nicht, daß ein Ausbauer einem Kunden diese Bürgschaften erbringt.
    Die Frage ist m. E., wer ist bei Abschlagszahlungsmodalität der Eigentümer des jeweils in der Bauphase verbauten Materials/Komponenten.
    Ist dies aufgrund gesetzlicher Regelung bis zur endgültigen Endabnahme die ausführende Firma, hat man als Kunde m. E. schlechte Karten im Falle einer Insolvenz des beauftragten Unternehmens.
    Nachfolgend ein Auszug aus einem sehr pauschalen Angebot für den Innenausbau einer Kabine nach Erstgespräch.

    Zahlungsbedingungen:
    30.000 € Anzahlung bei Beauftragung sofort, 50.000 € zum Innenausbaubeginn, weitere 50.000 €
    Möbel gebaut und montiert, Wände gesetzt, Elektrik und Wassersystem begonnen, 50.000 € nach
    Fertigstellung Innenausbau, 26.000 € nach Verhochzeitung
    und Endmontage, nach Abnahme vor Übergabe. (alle genannten Preise inkl. MwSt!)
    Das Angebot behält seine Gültigkeit für 14 Tage nach Angebotsdatierung.

    Bei Kosten in der Größenordnung eines EFH ist es sicher nicht unklug, sich vor der Vertragsunterzeichnung durch einen Fachanwalt beraten zu lassen, auch was die Bonität des Unternehmens betrifft.

  22. Manfred sagt:

    Hallo Tom, erst einmal ein großes Lob für Deine Ausführungen zum Thema Allrad Exmo. Prinzipiell sehe ich das alles genauso und deshalb wurde es bei uns vor Jahren ein T1N (4×2) und kein Unimog, den ich nach wie vor sehr schätze. Und wo ich mit dem Sprinter nicht hinkomme, aber hin möchte, gehe ich zu Fuß hin. Auch mal über Nacht oder länger. Das gibt ohnehin noch mal eine ganz eigene schöne Perspektive.
    Einen Unterschied zwischen den diversen 4×2 Fahrzeugen in Bezug auf Robustheit sollte man dann aber doch machen. Z.B. der T2N/LN1 ist deutlich robuster als jeder Transporter in der 3,5 to-Klasse. Natürlich bereisen immer wieder Leute mit ihren Transportern die unwirtlichsten Gegenden, aber oft erkauft mit Lager-, Achs- oder Getriebeschäden und schnellerem allgemeinem Verschleiß.
    Noch eine Sache will mir nicht in den Kopf, warum lässt man sich auf ein 30-40 Jahre (oder noch älter) altes Fahrgestell einen Aufbau für 150-300t € setzen? Das Geld ist doch mit dem alten Hobel drunter in den Sand gesetzt.
    Mein Fazit, in Europa und darüber hinaus in vielen anderen Ländern braucht man kein Allrad. Für die lustigen Touren etwa in Albanien tut´s ein Geländewagen und gegf. mit Zelt.
    Zu dem Kommentar-Faden, interessant wie er sich entwickelt hat. Vom Hinterfragen der Notwendigkeit, bzw. des Hip´s einen Allrad Lkw besitzen zu wollen bis hin zu rechtlichen Fragen vor der Auftragserteilung für ein Allrad Exmo.

    • Tom sagt:

      Ich finde nicht, dass man einen hochwertigen Aufbau nicht auch auf ein altes Fahrgestell setzen kann. Das kann bei bestimmten Reisezielen sogar Sinn machen. Allerdings sollte man nicht komplett am Markt vorbei bauen. Denn die Neueinsteiger in den Markt für alte Allrad-LKWs stehen nun mal auf bestimmte Basisfahrzeuge für Expeditionsmobile.

      Was ich allerdings mit dir teile, ist die Freude an der Entwicklung der Kommentare zu diesem Beitrag. Möchte mich da mal für den ganzen wertvollen Input bedanken.

  23. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,

    früher wurden die alten THW, BW oder Feuerwehren gekauft weil sie billig waren und wenige Km drauf hatten. Shelter, alter Wohnwagen oder Selbstbaukoffer drauf und man konnte auf Weltreise gehen. Der Anspruch war gering, Hauptsache man konnte seine Langzeitreise machen. Je weniger Kohle im Fahrzeug, um so länger die Reise. Danach wurde das Ding verkauft und es ging zurück zur Arbeit. Heute muss es Vanlife oder mobiles Homeoffice sein. Schön für den der das wirklich machen kann, weil die Voraussetzungen bereits da sind, wie Auftraggeber oder Arbeitgeber.
    Für 6-8 Wochen Jahresurlaub ist ein 4×4 Reise LKW vermutlich nicht das richtige.
    Die Erbengeneration geht nun Träume shoppen, das macht sich bei den aktuellen Preisen und Wünschen bemerkbar. Geld ist reichlich vorhanden…
    Keine Elektronik, alles selber machen, unter 7,49to, H-Kennzeichen bei Vollausstattung und möglichst große Reifen. Da passt viel nicht mehr zusammen. Nur wenige der Neueinsteiger können selber was am LKW machen, manche schaffen es nicht mal im Gelände einen Reifen alleine zu wechseln. Da werden alte Fahrgestelle aufgepimpt und kosten mehr als ein neues, besseres 4×4 LKW-Fahrgestell. Da kann man nur noch staunen.
    Als ich 2014 in den Ruhestand ging habe ich mir mein erstes Wohnmobil gekauft, einen Iveco 65C18. Von Wohnraumklima, Microwelle, 3x Sildeout bis zum Kaffeevollautomaten war alles vorhanden. Der Iveco war durch die Automatik und über 150km/h Topspeed angenehm auch auf Langstrecken zu fahren. Der lange Überhang hinten, < Böschungswinkel und der fehlende Allrad oder HA-Sperre haben mich zum Allrad gebracht.
    An einem schönen Platz am See, Fluß oder Meer stehe auch mal 10-14 Tage am Stück. Da ich 6-8 Monate im Jahr unterwegs bin, möchte ich auf meine Sportenduro mit 110kg nicht verzichten. Wenn ich früh im Jahr loskomme habe ich noch 2-3 Paar Ski dabei. So kommt einiges an Gewicht und Volumen zusammen. Moderne 4×4 Kastenwagen sind für ein Motorrad so weit hinter der HA nicht ausgelegt. Der Vario ab 160PS 4×4 wäre da noch eine Möglichkeit gewesen, die haben aber seit Jahren einen viel zu hohen Preis…und sind eher Rostanfällig…
    So habe ich mich schlau gemacht. Vom Dreichachs KAT bis runter zum Fuso 4×4 war da alles dabei. Das ich mit meinen Wünschen nicht unter 7,49to komme war dann auch schnell klar, den 2er Führerschein hatte ich schon. Übrig blieben 4×4 Fahrgestelle ab 12 Tonnen, Einzelkabine, Radstand 3,4-3,7 Meter, 6 Zylinder, 6-7Liter Hubraum, Turbo, Wassergekühlt. Shelter waren mir zu schimmelig, also GFK, Alu oder Siebdruchkoffer und Echtglasfenster. So was habe ich leider fertig gebraucht nicht gefunden.
    Das erste Fahrgestell das diese Anforderungen bei vernünfigen Preis erfüllte habe ich gekauft, es wurde ein Steyr 12S21, hätte aber genauso ein MAN, MB oder Iveco sein können.
    Da ich nicht wusste ob LKW Reisen mein Ding sein wird, habe ich mich beim Bau etwas zurückgehalten und vieles wegen der Kosten selber genmacht, Zeit habe ich ja genug… So kam für mich das nahezu perfekte Womo raus. Nach 4 Reisejahren weis ich jetzt ganz genau was ich will und wirklich brauche. Nun gehe ich das ganze nochmal an, auf einem neuen Euro6 Fahrgestell (320PS, 1100Nm Drehmoent). Mit mitte 50ig werde ich vermutlich noch 10-15 Jahren Lust haben mit einen LKW zu reisen. Da lohnt sich der Aufwand für mich. Danach wird es sicherlich wieder ein deutlich kleineres Wohnmobil.

    • Tom sagt:

      “Träume shoppen” ist ein guter Begriff. Vielen Dank dafür. Und für den Bericht aus dem Leben. Der hilft bestimmt vielen, die über den Kauf eines alten Allrad-Lkw nachdenken. Denn wenn man seine Reiseziele realistisch formuliert, könnte es durchaus ein neuer Allrad-Lkw werden.

  24. Anonymous sagt:

    Servus Tom,
    ja beim Fahrgestellkauf wird das Hirn oft ausgeschaltet.
    Mein neuer Iveco 150E32 hat alles was ich möchte, Klima, el. Spiegel, 3 Sperren, Retrader, Tempomat, 2x 10 Tonnen Achsen, Einzelbereift mit 395/85R20 auf schlauchlos Sprengring, genug Leistung und Drehmoment, usw.
    Der stand bei Magirus in Ulm und sollte eine Feuerwehr werden. Nach zwei Jahren Standzeit habe ich diesen für 52K€ anstatt von 120.000€ NP gekauft.
    Der neue bekommt einen Tiefeinstieg dafür lasse ich den Durchstieg weg. In vielen Länder ist bereits eine Leiter am Boden Campingverhalten und man muß den Platz verlassen. Es graut mir schon vor der Zeit, wenn alle Fahrzeuge die zZ im Bau sind mal auf reisen gehen. Die Verbote u. Streckensperrungen Weltweit werden zunehmen.

    Die Leute bauen gerade einen Traum den sie dann nicht mehr leben/erleben können. Dafür ist alles doppelt Redundant ausgelegt…

    Da werden beim Fahrzeugbau die größten Fehler gemacht, Design vor Funktion. 600-800 Liter Diesel auf eine Seite gehängt, weil es gut auschaut. Wer nicht min. 1000 Liter Sprit dabei hat, sollte erst gar nicht losfahren. Die Dieslpest ist im kommen, bei den spritschwangeren Fahrzeugen. Nur wer beim Zwischenrahmen das Rad neu erfindet, ist dann ausreichend Geländetauglich und das für Fahrzeuge die zu min. 95% auf der Straße fahren, wie meiner auch..
    .Da wird auf der Teerstraße bis zu den schönen Motiven gefahren um die Bilder zu posten.
    Ich hab in den Jahren jetzt genug Rahmenbrüche gesehen, es hat einen Grund warum ich immer noch eine Federlagerung fahre.

    Bis die Standschäden der alten abgearbeitet sind, können da leicht nochmal 5000-20.000€ oder mehr fällig werden.
    Die wenigsten sind doch nicht in der Lage ihe LKW selbst zu reparieren. Dann ist es doch egal, ob ich zum schlechetn Schrauber an der Ecke gehe, oder gleich in eine Servicewerkstatt die auch zB. Iveco, MAN, MB in nahezu jeden Land der Welt hat.

    Nur weil das Märchen von der Elektronik und Sensoric bei neuen Fahrzeugen jeder übernimmt wird es nicht zur Wahrheit. Die meisten fahren privat genau solche PKW ohne jedes Problem. Auch das Militär hat die neuen Fahrgestelle in der Euro3 Version, auf die ich jederzeit Downgraden könnte.
    Die Dieselqualität nimmt Weltweit jedes Jahr zu. In den meisten Ländern sind noch 50ppm Schwefel im Diesel, mein Iveco kann 100ppm. Auch in diesen Ländern fahren die reichen Menschen Porsche, Mercedes, Audi, BMW usw. Natürlich kann ich dann nicht den billigen Sprit aus Wasserflaschen am Straßenrand tanken, das machen nur Idioten um mit dem billigen Spritpreis in Facebook zu posen. Vom Ärger durch den Dreck und Wasser im Diesel schreiben sie natürlich nichts…
    Es wird extrem viel Geld in untaugliche alte Fahrgestelle gesteckt die nicht die Wurst vom Brot ziehen können. Firmen pimpen dann die Leistung (angeblich) ins unendliche, genau wie der Preis der dafür aufgerufen werden. Nur um unter 7,49to (was meist unmölich ist) zu bleiben und 14er Reifen fahren zu können. Für diese Reifen sind weder Achsen, Lager noch Bremsen ausgelegt. Anstatt 1500€ für den passenden Führerschein auszugeben und ein Fahrgestell mit Gewichtsreserven und ausreichend Serienleistung zu kaufen. Unterm Strich kostet die Leistungssteigerung und Leichtbau mehr als das richtige Fahrgestell mit Führerschein.
    Es gibt genug gute zuverlässige alte Fahrzeuge, aber alle wollen nur die gehypten Modelle, wie die Lämminge…
    Gerade ist ja ein Aufbauer pleite gegangen mit großen Schaden für die Käufer, denn die Anzahlungen sind weg…Wer 60% oder mehr ohne Gegenleistung anzahlt kann doch nicht klar im Kopf sein? Jeder Funke Verstand wird hier unterdrückt um den Traum vom Abenteuer zu verwirklichen…was es aber nicht mehr wirklich ist…
    Es geht doch schon lange nicht mehr um zuverlässige Fahrzeuge, sondern um einen Schwa..vergleich, wer hat mehr Solar, Batteriekapazität, Dachterasse, Diesel, Wasser, Apps, Gasfrei, usw. und die größten Reifen.

    Für viele Einsteiger wäre es besser, erstmal ein fertiges gebrauchtes Reisefahrzeug zu kaufen. Auch zur Zeit sind genug gute mit bezahlbaren Preis im Netz. OK nicht alles was im eigenen Lastenheft steht, wird das Fahrzeug haben, aber nach 20-30.000 Km weis man dann auch, was für einen selbst wirklich wichtig ist. Nun kann man das Fahrzeug entsprechend den persönlichen Wünschen anpassen oder sich ein neues aufbauen oder bauen lassen. Hat man zu einen vernünftigen Preis eingekauft hält sich der Wertverlust in grenzen…wenn die Preisentwicklung so weiter geht, bekommt das gleiche oder sogar mehr dafür das man damit 1-2 Jahre gefahren ist.

    • Klaus sagt:

      Yep und dann kommt noch die politische Situation und die der Vermüllung hinzu. Lt. Reisebericht von gelberunimog.de sind in Ländern Südamerikas bereits ganze Landstriche eine einzige, eklig stinkende Müllkippe, die Atacama ist streckenweise durch die Lithiumgewinnung zum Ödland geworden, ebenso dadurch die weiter im Land gelegenen Gemüseanbaugebiete mit einst sehr fruchtbaren Böden aufgrund des Grundwasserentzugs zur Lithiumgewinnung von 21 Mio Litern Wasser pro Tag in einer der trockensten Gegenden dieser Erde.

      Deine Ausführungen zu den Einstiegstreppen beschäftigen mich ebenso seit einiger Zeit. Man baut u. a. Durchstiege, um bei Gefahr ohne aus dem Fzg. zu müssen losfahren zu können. Bei einem LKW braucht es einmal einige Zeit, bis dazu der Luftdruck für die Bremse aufgebaut ist. Und dann ist draußen vor der Tür noch die Treppe möglichst samt Podest aufgefahren. Selbst wenn man nicht auf den Luftdruck für die Bremse warten müßte, wäre die Treppe immer noch draußen mit allen daraus resultierenden Konsequenzen bei sofortiger Notfall-Abfahrt.
      Eine m. E. super Lösung hat ubelix.de da aus dem BW- San-Unimog bei sich integriert, die er auch zum Kauf anbietet. Die fährt aus bzw. ein, so man die Tür öffent bzw. schließt. Ähnliches gilt für seine Lösung beim Einstieg am Fahrerhaus, damit nicht jeder hochklettern und in selbiges schauen kann.

      Ausbauer geben heute durchweg Lieferzeiten von durchschnittlich 30 Monaten ab Auftragseingang an.

    • Tom sagt:

      Das mit der Leiter ist ein gutes, zusätzliches Argument gegen einen alten Allrad LKW. Noch sind diese Fahrzeuge ja recht exotisch. Aber die Stimmung wird kippen, wenn Heerscharen von aufgepimpten alten LKWs über Europas Peripherie herfallen. Und dann alle einen superindividuellen Stellplatz suchen, wo sie auch mal den Allrad rechtfertigen können.

  25. Anonymous sagt:

    Genau Klaus,
    selbst wenn keine Treppe draußen ist, Luft sofort vorhanden (mein Steyr hält diese 4-5 Tage, der Iveco über 2 Wochen), wenn die bösen Jungs nicht wollen das du wegfähst, fähst du keinen Meter…Dieselleitung abschneiden, mit Schußwaffe bedrohen, Auto usw. in den Weg stellen…+Kabel zum Anlasser abzwicken dauert keine 30 sec. und ist oft sehr leicht erreichbar, Zuleitung Batteriekasten oder…oder…
    Dafür muss man aber mit deutlich höheren Fahrgeräusch leben und zum kippen des FH braucht man deutlich länger. Oft sind die Durchstiege schon nach kurzer Zeit undicht…langfristiger Ärger ist vorprogramiert.
    Aber so denken die Neueinsteiger nicht, der teure sinnfreie Durchstig ist Pflicht, genau wie die 500-800 kg “leichte´´ Feuerwehrwinde, die man nur für andere braucht…wenn man steckenbleibt ist kein Anhängepunkt im Umkreis da.. ohne das Windengewicht nicht stecken würde…

    Ein Unimog ist ein gutes, schönes hochgeländegäniges Fahrzeug aber keine vernünftige Fernreisebasis. Aber was hat unser Hobby schon mit Vernunft zu tun??? das kann doch jeder machen wie er will…“des Menschen Träume sind sein Himmelreich´´
    Der Vorteil der Portalachsen wird durch ihre Anfälligkeit mehr als ausgeglichen. Ältere Fahrzeugen haben weder eine vernünftige Leistung noch Drehmoment, ein zu kleines Fahrerhaus mit wenig Platz. Super für die Kiesgrube aber nicht für Langstrecke. Ohne angepasste Übersetzung wird es ab 70km/h sehr laut und ungemütlich.
    Bis auf den Trip nach Südafrika war der ubelix nur in deutschen Naherholungsgebieten wie Marokko, Tunesien usw. unterwegs, das wäre auch mit fast jeder Weisware möglich gewesen.
    Trotzdem ist ein Unimog ein schönes und endgeiles Fahrzeug…Träume soll man sich verwirklichen wenn möglich, wenn der Unimog ein solcher Traum ist warum nicht, man lebt ja nur einmal…

    • Tom sagt:

      Nun gut. Es gibt in diesen Naherholungsgebieten 🙂 schon Ecken, wo ein Unimog hilfreich ist. Aber der ist wiederum nichts gegen ein vernünftiges Motorrad. Es gibt also immer etwas Besseres. Aber man kann auch einfach mal zufrieden sein.

  26. Klaus sagt:

    Wie ich hier schon gesagt habe, will ich weder im Wüstensandkasten buddeln noch einer Bergziege folgen oder mir Gedanken dazu machen, wie ich einen 365/80R20 gewechselt bekomme noch mich sonst groß mit LKW-Technik beschäftigen müssen, sondern Reisen. Der Allrad-LKW-Gedanke, angefangen von MB 1428 NG über Unimog und Duro II 6×6 bis hin zum kleinsten MB 917 AF geht sukzessive in Richtung MB Vario und Sprinter bzw. Fiat Ducato ggf. mit wirklich tauglichem Allrad und entsprechenden Reifen. Die Frage ist noch Kastenwagen, Kabine oder teilintegrierter Aufbau. Ja, Design und Optik sind noch dabei. Gelsenkirchener Barock oder Zillertaler Berghütten Design sind bei aller Liebe zu Holz nicht so mein Ding. Doch ich denke, daß man mit den Fzg., auch wenn sie ggf. bis zu 500 mm länger als der MB 917 AF mit 6 m Länge sind, Reiseziele nicht nur in Europa gelassen befahren kann,

    • Tom sagt:

      Ein mittelllanger Vario ist schon ein guter Kompromiss. Noch besser ist natürlich ein kurzer Vario.

      • Klaus sagt:

        Meinst Du mit ‘kurz’ einen Radstand von 3,10 m oder 3,70 m?

        Ich hatte zuletzt ein sehr langes Telefonat mit einem Händler für gebrauchte LKW mit einem großen Angebot von Vario/T2 & Co.
        Umweltplaketten mal außen vor gelassen, war dessen Auffassung, daß er einen 917er mit kleinem Fahrerhaus und kurzem Radstand (3,10 m) einem Vario/T2, so toll der auch sei, vorziehen würde, so man nicht auf einen Kastenwagen/Fenster-Bus fixiert sei.

        Das folgende Bild [edit: Link nicht mehr verfügbar] veranschaulicht m. E. die annähernd gleichen Größenverhältnisse von 917 und Vario sehr gut. Haben Kastenwagen oder Fensterbus noch den Vorteil, daß man bei 4,0 m Lade/Fahrgastraumlänge noch ein Hubbett im Fahrerhaus integrieren kann, ist dies beim Fahrgestell mit Wohnkabinenaufbau nicht machbar, wobei Alkoven-Ungetüme in meinen Augen eine optische Bankrotterklärung darstellen. Ungeachtet dessen misst er mit Radstand 3,7 m ca. 6,6 m in der Länge, v. e. 917 dagegen nur 5,9 m bei einer Kabinenlänge von 4,3 m und einem Radstand von nur 3,1 m.

        Zudem sei der 917 konstruktionsbedingt in keiner Weise so rostanfällig (ab Werk) wie der Vario und seine Vorgänger, habe einen höheren Fahrkomfort und sei weniger reparaturanfällig.

        Wirklich gute Vario/T2 egal ob Fahrgestell oder Kastenwagen sind zudem selten und deshalb teuer. Preise liegen da mit LL unter 100.000 km um 40.000 EUR. Vorteil beim Kastenwagen, ich muß mich nicht um einen Kabinenaufbau kümmern und kann den Innenausbau mit Zirbe gestalten. Fensterbus ist keine Option für mich, da wir nur zu zweit oder zu dritt mit Hund reisen.

        Der Sprinter-Kastenwagen Typ 906/907 ist zwar mit EU6 und Automatik als 419 oder als 319 auflastbar auf 4,2 t auch mit Wandlerautomatik zu bekommen, ist aber zu schmal, um quer darin zu schlafen, außer man versieht den Bereich an den Auswänden mit Verbreiterungen, wie es z. B. beim Marco Polo bzw. beim Grand California ab Werk vorgesehen wird, wobei dadurch aber auch nur ein Teil der Schlaffläche verlängert werden kann. Beim Radstand von 3,7 m ist der Lade/Fahrgastraum zudem nur gut 3,2 m lang.

        Bezüglich der Leiter bei Allrad-LKW finde ich wie gesagt die von ubelix.de genial, der neben der automatisch ausfahrenden auch noch eine komfortable Leiter zum Einhängen mitführt.

        • Tom sagt:

          Schönes Vergleichsbild. Aber das ist einer dieser flachen Feuerwehr-Varios. Beim Vario kommt für mich nur ein Bus in Frage. Der ist wesentlich höher. Und geräumiger als so ein Standard 917.

          Aber jeder wie er mag. Wollte ja nur mal zum Nachdenken über den Allrad-LKW-Boom anregen. Keine Lebensberatung geben.

          Und Klaus, du solltest weniger im Internet lesen, sondern deine Familie fragen, was sie von deinen Fahrzeugwünschen hält. Nicht mich.

          • Klaus sagt:

            Es sind einfach drei Fzg., die sich für UNS herauskristallisiert haben.
            Alle drei haben Vor- und Nachteile.
            Es gilt somit das Fzg. auszuwählen, daß die größte Überdeckung mit unseren Wünschen und Vorstellungen hat.

            Aber wir stimmen Dir dahingehend zu, daß beim Vario der Kastenwagen sicher die beste Option ist.

            Übrigens bei dem von Dir erwähnten Innenausbauer hat es in der Galerie einen tollen T2-Kastenwagen mit einem ebensolchen Innenausbau. Auch die Kosten halten sich im vertretbarem Rahmen.

            Nur gute Kastenwagen mit Radstand 3,70 m sind derzeit rar.

        • ingo sagt:

          Interessantes Bild.Wenn man das Fahrzeug auch im Alltag benutzen will ist der T2 sicherlich die bessere Wahl. Mich würde mal interessieren wieviel Sprit beide Fahrzeuge im Normalbetrieb verbrauchen. Tom ?

          • Tom sagt:

            Mein eigener Verbrauchsvergleich ist unfair, aber wahr:
            MB 1124 mit Allrad, langer Übersetzung und 9,5 t: 20 Liter
            MB 711 ohne Allrad, mit 4 t weniger und 20 km/h mehr: 13 Liter

            Ein ausgebauter Allrad Kastenwagen als T2 wird auch 18 Liter brauchen. Und mein vor dem Achsumbau kurz übersetzter Mercedes 1124 hat mit nur 6 Tonnen Leergewicht und 80 km/h auf der Autobahn sogar 27 Liter durchgezogen. Es kommt also immer drauf an. Allrad und kurze Achsübersetzungen sind auf jeden Fall Spritfresser.

  27. david sagt:

    vielen dank tom für deine stellungnahme bzw deine meinung zum thema allradlkw. in den letzten wochen habe ich viele videos zu dem thema geschaut um ideen zu sammeln. allerdings hat mich dein beitrag zum nachdenken angeregt.
    vor 2 jahren habe ich nach 20 jahren überlegen, ob das leben im womo etwas für mich ist, tatsächlein ein altes eura mobil gekauft, wohnung und job gekündigt und vom allgäu nach hamburg gezogen. der job dort war nix. also womo gesattelt und weiter. ein viertel jahr habe ich im womo gelebt ohne wohnung als backup. es hat spaß gemacht. von minus 18 bis plus 35 grad war alles dabei. es gab manche überraschungen wenn irgendwo wassert tropfte zb. letztendlich ging aufgrund der hohen km-leistung zuviel kaputt und ichhabe es über ebay nach polen verkauft.
    der wunsch, wieder so zu leben ist ungebrochen. jetzt gilt es einen kredit abzuzahlen und in 3 jahren möchte ich dann wieder im womo leben. bisher war der gedanke eine feuerwehr umzubauen. aber die frage nach dem sinn des allrad stelle ich mir jetzt auch. die nächsten 13 jahre werde ich noch arbeiten müßen. weite reisen sind damit nicht drin. somit wird es wohl doch ein kastenwagen oder einmal weißware. wenn dann die liebe rente da ist kann ich ja nochmal überlegen, je nach politischer und finanzieller lage. keiner weiss ja was wir bis dahin an gesetzen haben
    gruß david

  28. TomVomSee sagt:

    Ach Leut.
    Entscheidend ist doch was ganz anderes: Was will ich wirklich und bin ich in meinem Planen, Handeln, Denken authentisch oder nur getrieben von Influencern, Magazinen, Youtube und Insta.
    Pauschal so das Thema LKW/ALLRAD/KOSTEN/DISTANZEN abzufrühstücken ist – mit Verlaub – völlig daneben. Wer einen Kat1A1 mit Kabine2 und Ketten auf der Pritsche hat ist happy – will er doch primär fahren und nicht wohnen. (Gemeinsamkeiten mit der TESLA-Fraktion.)
    Andere mit 200ch Körpergröße würden gerne im T6 Cali, nur klaustrophob und daher lieber größer. Über Allrad herzuziehen ist nach 40 Jahren Quattro und Co. sowas von langweilig, sicherlich, beim Vario sinnlos, nur Heck-Vario ohne Achssperre und aufgeweichtes Bankett, Landstrasse, – Abflug! Nicht dagegenreden, nach ca. 50 Varios die in meinem Leben durchgelaufen sind war auch das dabei. Wer unbedingt sein Geld lieber in ein Bliss-TEU steckt, UNICAT durchfüttern oder ActionMobil reich machen will – gerne! Seine Sache. Auch unter denen gibts nette Leut, die auch am Lagerfeuer was zu erzählen haben. Über Sinnhaftigkeiten der Freizeitgestaltung zu salbadern, Kosten/Nutzen-Analysen bei Spielzeugen anzustellen, eigene Entscheidungen wieder und wieder über den grünen Klee zu loben- wenn auch unterschwellig – stößt sauer auf. Klar – auch ich verdreh die Augen wenn mir jemand erklärt, ein U5023, noch besser 5039, sei das NonPlusUltra im FernreiseFZBau, aber soll er doch wenn er will!
    Wir sind in einem Bereich des puren, sinnfreien, egozentrischen Lebens angelangt – Fernreisen mit eigenem Hotel. Von sich aus völlig daneben, wil Co2-Bilanz immer mies wenn man sich bewegt – egal wie. Aber hier den Zeigefinger rauszuholen, sorry. Zudem – es liegt NIE am Fahrzeug, immer in der Verantwortung den Menschen, der dieses bewegt. Um einen nachhaltigen Flurschaden anzurichten reicht ein Mountainbike vom Aldi. Um sich komplett zu blamieren ein Cali und Rangieren auf dem Campingplatz und Baum im Weg.
    Mir reicht ein Schlafsack mit Engel und Coleman Benzinkocher im T5 (ja, 4Motion, Sperre, höher, und … ex-Army. Nein, kein Seikel-Widder-Wrack das Antriebswellen killt.) Meine Süße träumt vom Badezimmer mit Fußbodenheizung … auf Rädern.
    Also, wer in Italien durch die Gäßchen will muß laufen, auch mit einem Pössel! Demnach, wenn ich schon außerhalb vom Hafen ankern muß dann bitte mit Platz aufm Kahn.
    Übrigens – auch ich hab intolerante Lachnummern – LED-Scheinwerfer am Ösi-Steyr…
    Los, steinigt mich.

  29. TomVomSee sagt:

    Nachtrag:
    Wer zudem darüber siniert, in wie weit sich ein Jupiter oder BePo 911er als WoMo politisch korrekt bewegen läßt sollte mal bei den daysailern anfangen, die mit ihren H-geKennzeichneten Diesel-Strichern, Rekords und 1303ern in den Innenstädten rumhipstern um ihre Dachgartenbienen zu pampern.
    Aber nun, die Charta von Turin kennt keine Gnade und der TÜV tut sein Übriges, damit das Spiel weitergeht.
    Zudem gilt ja die Regel daß man – wie so oft hier geschrieben – den KAT nicht mal kurz übers WE ins Veneto prügeln kann, einen Sprinter schon. DA könnte man bereits mit der Sinnhaftigkeit anfangen, weil ein LKW – ja, auch ein Actros – zuerst einmal entscheunigt.
    Alles, was glaubt, in der PKW-Liga spielen zu wollen, oberhalb der 110km/k, wird für die Kleinen zum Hindernis und die Trucker freuen sich wenn alle Nase lang sich das WoWo von Lücke zu Lücke hangelt.
    Zudem – niemand zwingt mich auf Autobahnen. Niemand zwingt mich auf Campingplätze. Noch nie hat mich jemand rausgeworfen, wenn ich um einen Platz zum übernachten gefragt hab, im Apennin mal im Hot einer Casa Cantoniera ANAS gecampt, liebe Leut, viel Grappa, viel Spaß.
    Da kommt man in einem alten Magirus eben ohne ChiChi dort hin wo Herr und Frau Unicat erst garnicht hinwollen. Da liegt das eigentliche Problem.
    Das Argument mit Reparaturen – ja nun, ein Thema der Konfiguration, wie immer. Und gilt auch für alte Fahrzeuge. Wer auf Leichtbau bei der Basis setzt, hat früher oder später en Verschleiß-Salat, wer auf einen 26.320 einen 1,5t Aufbau setzt, braucht sich auch nicht wundern, das Teil zerlegt sich von allein.
    Klar, der Vario ist geil, quadratisch, praktisch, gut. leer schon schwer, gut tarnbar als NFZ, Großserienteile. Klar brauchts keinen Allrad, besonder DEN Allrad. Zudem mit MickeyMouseDonuts. Aber viele Features sind genial, besonders bei den Älteren. Schiebetüren…!!! Beidseitig! Ich meine die an Fahrer und Beifahrersitz, nicht hinten, die gabs nicht.
    Schwedenklappe und Dreiecksfenster, besser als jede Klimaanlage. Und wieviele Autosgibt es, bei denen man auf der Piste bei 90 stressfrei den Platz hinterm Lenkrad wechseln kann? Eben.
    Wehe man muß an die Mühle, unten kein Platz, oben verbaut, innen verwinkelt, kein Spaß. Kippbare Fahrerhäuser wirken Wunder.
    Aber gut jetzt … nur eine kleine Story zum Schluß, ich traf letztens einen Altkunden wieder, nach vielen Jahren. Fährt einen MAN TGS 35.500 8×8 mit Palfinger Kran und Hakenabrollkipper. Mit auf 220cm gekappten 20ft Seecontainer. Meinte – bestes WoMo (sein 6tes) aller Zeiten. Parken überall weil Truck Optik, immenses Sozialpotential, weilKran. Einstieg ebenerdig wenn man will, war im Sommer in Portugal, Container runter beim Bauern, Meerblick 4 Wochen für nix und 2 Tage kranen und Material fürs Haus holen. Freunde fürs Leben!
    Auch DAS ist Reisen. Aber eben anders.

  30. Jörg sagt:

    Geradeaus und Realistisch….Hut ab. Danke Dir für die Super Berichte.
    PS. Ich habe einen AL28 und will fernab der Offroad-Pisten Urlaub machen….mal schauen wie es läuft 😉

  31. TomVomSee sagt:

    Nun, Da hammas grad wieder…
    nach zu langer Zeit in der Thematik, jetzt schreibt doch der Jörg was vo AL28, hab ja schon gefragt, ob großes oder kleines Haus…
    Aber jetzt mal ganz ehrlich gefragt… (hatte selber schon einige ALs in den Fingern ..damals…) … warum tut man sich 2020 so ein Fahrzeug an?
    In den 80ern ok, wir hatten nichts anderes, waren auch über B2000GruKWs froh, was gabs da schon um mit 8 Leut und 2 Fassl Bier mit Ketten auf die Hüttn im Zillertal?
    Aber heut?
    Varianten ohne Ende, einen FAE 8.136 gibts ab 11k, mal abgesehen von der Abgasthematik, Bremsweg, Lenksäule, Fahrerhaus, nicht böse sein lieber Jörg aber AL28 haben heutzutage was auf deutschen Oldtimertreffen verloren, selbst in Afrika wollte und will niemand sowas, allein schon wegen der Ersatzteilthematik.
    Wenn ich einen “Alten” mag, zum Treffen fahren und nicht im Zelt schlafen will – ok, aber als FernreiseFZ , man muß schon Liebhaber mit viel masochistischer Veranlagung sein und – in punkto Beifahrer/in – frisch verliebt.
    Aber nun, auch ein 404S, verdieselt, hat seine Fangemeinde.
    Allerdings – aufgenommen die Grundthematik dieses Blogs/ThinkTanks etc. – alt, schwer, unhandlich, unsicher, säuft. (Nein, mir bitte nix von 16Liter erzählen, mit Ausrüstung und 10,5-20ern im Sand sind wir trotzdem bei 60litern, auf der Strasse nicht unter 22.
    Letztens las ich, ein AL sei das richtige Auto um nach Island zu fahren, nun, die Isländer – ich kenn einige und bin öfter auf der Insel – freun sich wie die Schnitzel über solche Autos…

    Eins noch … ganz allgemein…

    Niemand kann mir nach vielen Jahren Truck Trial und beruflich mit LKW in Gelände (nicht Hydro-Drive und Baustelle !) was vom Spaß bei der sache erzählen. Nur – steht das Reisen – sprich Fahren und Leben im FZ im Vordergrund oder will ich im Schlamm, Geröll etc. spielen? Beim Spielen geht immer was kaputt und wer schon mal auf eigener Achse 2000 km im “Sportgerät” durch halb Europa zum Wettbewerb gereist ist weiß, daß er dort keinen Blumentopf gewonnt weil er mit der Kiste nimmer heimkommt wenn er sie zu Glump fährt. Wenn ich auf “Expedition” bin ist das geil, überall hinzukommen (was Blödsinn ist … und auch nicht sein muß, der Mensch hat in der Regel zwei Beine …) – wichtiger ist, von dort auch wieder weg zu kommen.
    Wenn ich mit einen KAT 6×6 bis zur Scheibe im Schlamm versinke, brauchts halt einen Bergepanzer. Mit einem T3 reicht auch ein Geländewagen und ein paar Jungs die schieben und schaufeln. Und abseits der “Pisten” …
    Selbst so simple Sachen, wie einen Reifen zu wechseln … Philosophie der G-fahrer mit 235 85 R 16 auf Hutchinson Beadlockfelge. Klar, geht in 1 Stunde – wenn neu. Backt der Gummi auf Ring und Felge dauert es, 2 mann, reifentreiber, blaue Finger, Felge im Eimer – alles schon erlebt. Auch ein umherfliegender Sprengring von einer KAT-Felge macht Riesenspaß und 2 gebrochene Rippen…Ist halt ein Unterschied ob der schlauchlos T5-Alu oder 3 Zentner KAT 16.00 gewechselt werden. Abgesehen von den Reifenpreisen. Aber wie gesagt, Geld ist relativ.
    Zur Sache noch kurz zwei Beispiele:

    https://www.woelcke.de/allradwohnmobile/woelcke-autark-crosser-530–2019.html

    http://www.actionmobil.com/4-achser/desert-challenger

    Der Letztere wird übrigens artgerecht gehalten… sieht NUR Gelände, Dünen, Dünen, Dünen,…Sand.
    Anyyway, möge jeder seinen Spaß haben, ansonsten “treat lightly” und sich den Kategorischen Imperativ von Herrn Kant verinnerlichen, kurz – was Du nicht willst was man dir tut … gilt IMMER und ÜBERALL!
    Salve!

    • Klaus sagt:

      zu VW-T6 ‘autark-crosser’
      von der Grundidee sicher ein tolles Fzg., wenn man ihm eine entsprechende, ergonomische, sinnvolle Aufteilung des Innenraums spendiert.
      Schicke 18”er mit 50er Querschnitt machen auch vor dem Szene-Cafe sicher einen guten Eindruck, im Gelände aber so fehl am Platz wie Gummistiefel in der Oper.
      Dann sind die Alus keine Beadlocks, sondern ganz normale Alus mit einem demontierbaren Ring, als Reparaturkitt, wenn man sich eine Macke reinfährt.
      Bestellt man bei Woelcke heute so ein Teil, muß Woelcke lt. Auskunft des GF ein Fahrgestell mit Pritsche bei VW ordern, da es den T6.1 nur noch mit Pritsche als 4×4 gibt. Die Pritsche kann man dann als Sandkasten für den (nicht vorhandenen) Nachwuchs verwenden.

      zu MAN KAT-8×8:
      die Zeit beim Wenden lag bei Redaktionsschluß leider noch nicht vor.

      • TomVomSee sagt:

        Hi Klaus.
        Recht hast mit den 18ern zum CafeRacing… nur … ja, los, macht mich fertig – ein T 5/6 im “Gelände”?
        Eh nix verloren, hab auch einen, aber nix zum Cross fahren, der 4motion ist eine gute Traktionshilfe aber mehr nicht. Beadlocks am Bulli … mit DEN Antriebswellen? DEN Radlagern? …aber nun …
        Der Pershing 8×8 wendet, und wie! aber dank 3m Breite … dort, wo er läuft – artgerecht – is völlig wurscht wie groß der Wendekreis ist, zwwischen Düne 3427 und Düne 3428 ist Platz ohne Ende…
        ansonsten … nix für ungut …

    • Tom sagt:

      Genau wegen der guten Kinderstube wollte ich Jörgs A-L 28 nun nicht madig machen. Aber wer noch keinen hat, sollte sich den Traum vom Hanomag schnell aus dem Kopf schlagen. Fand übrigens das Argument gut, dass den Hanomag nicht mal jemand in Afrika kaufen will. Die Leute dort wissen, was gut ist und lange hält. Und was nicht.

      • TomVomSee sagt:

        Hi Tom.
        Ja, hast Recht, mein AL28 Kommentar hat einen Beigeschmack, aber es hilft ja alles nix und überhaupt – DU hast ja damit angefaangen, die in meinen Augen teils irrsinnige Entwicklung in der “Szene” zur Diskussion zu stellen, Danke daafür, weil dies alles ganz viel mit Träumen zu tun hat und es natürlich wehtut, noch dazu wenn man seit 30 und mehr Jahren in dem “Sandkasten” mitspielt, zusehen zu müssen, wie viele “Träumer” nicht nur viel Lehrgeld zahlen sondern auch am Sinn vorbei planen und bauen. Bigger Better Faster More funktioniert da eben nur bedingt.
        Letztens hatte ich mal wieder ein Gespräch – das gefühlt 500ste – zum Thema “Durchstieg”, “Faltenbalg” etc. Ewiges Argument: SICHERHEIT. evtl vielleicht dann auch noch , während der Fahrt “mal nach hinten” zu können. Punkt 1 wat relativ sschnell ad acta, wie immer, langes Gesicht, wie immer, die “schnell weg”-Nummer ist haalt völliger Blödsinn, wenn dir jemand ans Leder will kommst eh nimmer weg. Dann blieb noch das “schnell hinten rein”… beim fahren, nun, der Test war lustig, U4023, 10km/h ich gefahren, Beifahrer auf den Knien aufm Beifahrersitz. Schlagloch, MIT Ansage.Will man das – grad im “Durchstieg”, Piste, Spurrille, Eiertanz, mit 70 km/h? nun…
        Und so kommt eines zum anderen.
        Egal wie, diese Gespräche kommen immer zu Stande, wenn der gedankliche Vorlauf nicht passt.
        Wie will ich reisen? Unauffällig oder präsent?
        Warum mit WoMo? Angst vor fremden Betten oder Burg für die Einsamkeit?
        Will ich im Auto leben oder fahren/reisen und schlafen wann und wo ich will?
        Kann ich “schrauben”? Will ich “schrauben”?
        Ist mein Fahrzeug Mittel zum Zweck oder mein Fetisch, meine Geliebte, mein Baby?
        Und…
        Wie lange kann ich, will ich wie weit weg? Verlege ich meinen Lebensmittelpunkt ins Auto? Wheeled Homebase? Nomade? Campingeremit?
        Hab ich Angst? Oder sind alle Menschen gut?
        Wo stehen wir heute? In Punkto Fahrzeug-Evolution?
        1990
        DB911LA mit BePo-Koffer, 12.00 R 20 Einzelbereifung – Der Tonnenkoffer – ein Raumwunder. Wenn man einen 1113er erwischt hat auch noch flott unterwegs. Umrüstungen hielten sich in Grenzen, Raum zwischen den Achsen mit Platz für Tanks etc. und Fahrerhaus nicht unbequem.

        2020
        Steyr mit Kabine 2, BW, 14.00 R 20. Frontlenker mit Durchschütteloption, Motorkasten wo man sitzen könnte. Shelter schwer, keine Fenster, rumgefühl eher mau.
        Schwerpunkt der Kiste hoch, schwankt, Fahrwerk, Dämpfer, Stabis etc, muß angepassst werden, (wer jetzt sagt daß brauchts nicht der war noch nie mit einem vollbepackten ShelterSteyr im Gelände!)
        Echtglasfenster, Solaranlage, App-gesteuerte Systeme, und – JA!!! – LED-Scheinwerfer. Fertig ist das Objekt der Begierde außerhalb des geografischen Hartz4-Bereichs.
        und?
        Wo ist jetzt die Evolution?
        Wo der Nährwert der 40k Preisunterschied?
        Bestimmt nicht in der “Geländegängigkeit” – braucht man eh selten bis nie, wie wir gelernt haben in vielen Jahren.
        Oder brauchts das weil der Macan in der Garage steht?
        Klar, wenn ich im tiefsten Winter die Siberia-Tour mach, aber dann würde ich noch eine Achse, wenn nicht 2 mehr empfehlen, 2 Heizkreisläufe, isolierte Tanks, viel Trockenfutter, Wassertanks reduzieren (Schnee) Dieseltanks größer,
        Aso, dann weiter, über die Mongolei nach Thailand, Australien, Schiff nach Callao, den Panamericana rauf und von Alaska über die Nord West Passage wieder heim. Jup. Cool.
        Hab mal jemanden kennen gelernt. Der hat den Trip gemacht. Mir dem Radl.
        Schöne Zeit Euch allen! Bis demnachst.
        P.S.: Less is More!

  32. Tim sagt:

    Hallo Tom,
    ich habe mich noch nie so erwischt gefühlt, wie bei deinem Beitrag. Volltreffer. Ich bin froh, dass ich ihn gelesen habe. Auch mich hat dieser Hype erwischt und ich fühlte mich schon schlecht bei dem Gedanken, mit etwas los zu fahren, dass ich nicht selbst auf/ausgebaut habe um so im Kreis der Könner und Kenner unterwegs zu sein. Jetzt kaufe ich mir mit ruhigem Gewissen ein gemütliches Womo und ziehe mir All Terrain Reifen drauf. Das dürfte mich über so manche Pistenwege bringen! Vielen Dank. Mann habe ich gelacht. Gerne mehr davon!!!

    • Tom sagt:

      Wenn ich groß und weise bin, kaufe ich auch ein Wohnmobil von der Stange. Und ohne All-Terrain-Reifen. Dann herrscht nämlich auf Pisten, Wiesen und Waldwegen Hochbetrieb von den ganzen Gelände-Wohnmobilen, die mit “artgerechtem” Auslauf den eigentlich sinnlosen Allradantrieb rechtfertigen müssen.

      Und dann steige ich mit einem kleinen Schritt in meinen schönen weißen Camper und freue mich an einem leeren Campingplatz.

      Aber es kann natürlich auch sein, dass man angesichts der Wohnmobilschwemme bald nirgendwo mehr Platz hat. Naja. Will nicht meckern. Nehmen wir halt die Wanderschuhe und das Ultraleichtzelt. Das ist dann richtiges Offroad.

      • TomVomSee sagt:

        Tja Tom,
        “Wohnmobilschwemme”…
        drum meide ich – schon immer wann und wie es geht – Campingplätze.
        Im Endefekt gehts doch nur um Duschen und Wasser bunkern, und da fallen mir noch ganz andere Locations ein. Zum Entsorgen auch …
        Fängt halt bei der Nachhaltigkeit des Einkaufens an..
        Man sollte sich die Zeit nehmen und frisch kochen, dann gibts auch keine leeren Blechdosen. Und beim Bauern gibts Eier, Milch und einen Ratsch, selbst mit Händen und Füßen. Dazu Tips und fast immer einen Standplatz gegen Obulus und/oder Dankbarkeit.
        Eh das Thema, dankbar sein für die Zeit und die eigene Gesundheit reisen zu können.
        Ein wenig Ehrfurcht vor Natur, Land und Leute schadet auch nicht. Wie oft schon hab ich diese Neckermann-All-Inclusive-Arroganz schon erlebt, auch und gerade von WoMo-Fahrern.
        “Isch muß ned einkaufe, mer habbe alles dabei von zuhaus, des Zeug hier kannst ja ned fresse…” (O-Ton in Tarifa…) Hmmm….
        Das ist ein verzahntes Problem des Reisens mit Haus auf Rädern, und … Dein Gedanke mit Zelt und Wandern … quasi “back to the Roots”… nun, mit 17, Radl, von Bayern nach Rom, Landstrasse, deer Gedanke, ab dem Brenner gehts bergab … hahaha, die Qualen übern Apennin… und wenn ich heut die Strecke fahr, mit Auto, den Teil bis Verona mehrmals im Jahr, wieviele Geschichten von damals, Schlafplätze, Erlebnisse, Wirschaften,… und die Entdeckung der Langsamkeit, weil ja eh der Weg das Ziel war. Wie immer mit Zelt , zu Fuß und/oder Radl.
        Nun aber Schluß mit den Sentimentalitäten!

  33. chris sagt:

    Hm also mit meinem DAF T244 Truck hab ich schon öfter auf feuchten Wiesen und Sandstränden festgesteckt. Mitten in Europa. Da war ich heil froh, mit Allrad und etwas Luft ablassen einfach so rückwärts wieder rauszufahren. Allerdings hat meiner keine Hinterachs Differentialsperre. Das ist für viele bereits “kein richtiges Allrad” mehr und unfahrbar. Mein Fazit: wenn man überladen ist (Keramik Klo, Buchenholz Verkleidung, Flatscreen an board) nützt einem Allrad herzlich wenig. Mal was zum nachlesen und nachdenken: Clärenore Stinnes ist 1927 mit einem Adler Standard 6 als erster Mensch überhaupt um die Welt gefahren. Kein Allrad, aber gute Bodenfreiheit, damals gabs kaum Strassen.

  34. Evaristo sagt:

    Ich lebe in Südamerika und kenne unseren Kontinent ein “bißchen”. Egal in welchem unserer Länder, in den abgelegensten Ortschaften ( tw. traumhaft schön) findet die Versorgung der Märkte und Geschäfte mit handelsüblichen Leicht- oder größeren LKW statt. Egal ob in Argentinien in der Pampa, in Bolivien, Peru und Chile in den Anden, die fahren und kommen fast überall hin, der Rest geht zu Fuß, mit dem Esel oder Ochsengespann.
    Ich sehe immer wieder das staunen wenn hier mal ein 4×4-Ungetüm auftaucht, wenn das Auto dann weg ist, in 90% aller Fälle, hört man den Satz: Qué loco ( Total verrückt ).

    • Tom sagt:

      Danke für die Live-Infos aus Südamerika. Ich denke, dass die Dörfer auf der ganzen Welt mit heckgetriebenen LKWs erreichbar sind. Wenn nicht, dann ohnehin nur noch mit kleineren Pickups. Der große alte Allrad LKW kommt also nicht weiter als irgendein heckgetriebener Kastenwagen.

      Quer durch die Wüste ist das natürlich etwas anderes. Aber wo gibt es das noch? Und wer macht das schon?

      Habe ja gerade selbst im Zuge des Reifentests die Auswertung unseres Reiseverhaltens gemacht: 0,5% nasse Wiese, Schlamm und Sand. Das ist mir zu wenig, um die Nachteile des Allradantriebs in Kauf zu nehmen.

      Und wenn das einzige Argument dann der Wiederverkaufswert des LKWs ist, wird die Diskussion wirr. Aber das hatten wir ja schon. Typisches Anzeichen einer Blase ist, wenn alle auf die Wertsteigerung spekulieren. Am Ende noch kreditfinanziert. Das hat aber nichts mit der Notwendigkeit das Allradantriebs zu tun. Nicht für diese 0,5% echten Offroad-Einsatz.

      • TomVomSee sagt:

        Hi Tom.
        0,5%? So viel? 🙂
        Jetzt mal im Ernst…. Wiederverkaufswert? Mit oder ohne Aufbau/Ausbau?
        Also… ein neuer 4×4 Euro6 15t. LKW geht für knapp 55k über die Theke.
        Nach 3 Jahren, Umrüstungsgekasper und einer Konfig., die NIEMAND sonst brauchen kann, steht die Gurke dann mit 30.000km für 20 Scheine beim Händler. Den Koffer will eh niemand, nachgeschmissen – ja, ich hab in 35 jahren noch keinen WoMo-Notkauf gesehne. Notverkäufe umso häufiger. Und dann steht das gute Stück für 150.000 in mobile, NP 600.000 und jeder denkt sich… uiii… Schnäppsche! Dann isser weg, der Bock, nach 8 Monaten, für 100k. Oder nach 2 Monaten für 70k. DAS ist die Realität.
        Wo das einigermaßen funktioniert ist: U1300, 15k, Kabine1 + Ketten, 3,5k, Minimalausbau 500 Euronen, 5 richtig gute Reifen, 4k. Macht 23k+Kleinkrempel, Kanister in die Halter schieben und ab. Ins Gelände! Campingplatz mit EuroNIX-Camo-Mog? DA hast du Freunde! Lackierst du das Teil um … Müll-Lack und danach unverkäuflich. Top-Lack … auch. weil danach weniger, nicht mehr wert.
        ach ja, alles soooo schwierig…
        was ich noch loswerden wollte … bin frisch verliebt.
        IVECO TurboDaily, ja, MIT Allrad, Einzelbereifung, ex-CARABINIERI !!!
        So geil!… Noch issser nicht da, aber bald …
        Coleman Kocher, 2 Feldbetten rein, Bettlaken mit Magneten an die Fenster, Wasserkanister, Schlafsäcke, volltanken, wiederschaun …

  35. Torsten sagt:

    Hallo zusammen, danke für diesen Blickwinkel….der deckt sich zu 100 prozent mit meinen Erfahrungen. Auch der Jährliche Tüv sollte nicht ausser Acht gelassen werden…sind ca 180Eur. mit Au .Trotz allem fahre ich meinen31 jahre alten MAN g90 nach wie vor mit großer Freude.Wer sich so eine lahme Ente antuen möchte sollte allerdings vorgewarnt sein…und das hast du hier auf den Punkt getroffen.Ich fahre seit über 30 Jahren alte mil. und Allradfahrzeuge VW 181 / Iltis / Patrol und Wohnmobile.(LT 28.) Als ich seinerzeit meinen g90 erworben habe bei einer vor Ort Versteigerung vom DK militär kostete das Teil mit laufleistung 15000 km ca 5000 euro in top Zustand. Wenn ich beobachte was das Gerät mittlerweile kostet kann ich mich nur wundern..Es ist eine richtige Industrie rund um diese Fahrzeuge entstanden. Wir haben das FZ selbst ausgebaut mit LAK 2 NVA container und ohne schigimiggy .Trotz spartanischer Ausstattung ging sehr viel Zeit und Kleingeld in den Wagen.Die Freude daran ist das wir alles selbermachen,und unseren Spaß daran haben wenns funktioniert. Der Allradantrieb wurde schon einige male wirklich gebraucht…aber nur um nicht Allrader in DK aus dem Sand zu ziehen. Ansonsten in Europa fast gar nicht.In Marokko schon eher. Es ist halt ein Hobby….und Hobbys kosten meistens Geld…Viele Denken sie könnten mit einem Allradlkw der riesigen Invasion dere Tupperware (Standardwomos) entkommen, aber das ist eine Illusion…. meistens steht man dann bei vorhandenen Verbotsschildern als Unikum in mitten dieser Ottonormalverbraucherkisten und mit der Ruhe ist es dann auch vorbei weil alle Nase einer kommt der die üblichen Fragen stellt….wäs säuft der denn auf 100…..usw.. trotzdem wir sind verrückt genug ihn zu behalten. LG.. schöne Seite!

    • TomVomSee sagt:

      Hi Torsten.

      Klar behalten. So viele “Macken” ein FAE auch haben mag, nix was nicht behebbar wäre. Achsen sind stressfrei wenn man brav schmiert und ölt, die LT-Hütte ist kuschelig, ich hab die Teile immer gemocht. Zudem der weitaus billigere Unimog, der auch höhere Schwerpunkte verträgt. Verbrauch, na nun, wer will schon im Lupo 3L pennen …
      Lak-Koffer aufm FAE? Original Aufnahmen adaptiert? Welche Federn in der HA? Stabi? Reifen?
      Nein, bin nicht neugierig, … garnicht , überhaupt nienicht!
      Liabe Griaß

    • Tom sagt:

      Ja, irgendwann war mir die typische Fragerei nach dem Allrad-Lkw auch zuviel. Habe gedacht, ich würde das Problem mit diesem Blog lösen. Denn ich kann doch nicht meine Familie warten lassen und stattdessen zum hundertsten Mal erzählen, wie viel unser alter Allrad-LKW (Mercedes 1124) verbraucht, wo er überall nicht durchkommt und dass er noch nicht in der Wüste war.

      Und ja, es ist uncool, mit einem alten Allrad LKW noch nicht Afrika durchquert zu haben, sondern “nur” in Norwegen zu sein.

      Insofern sind nicht die normalen Wohnmobile uncool, sondern der nicht ausgelastete Allrad-Lkw dazwischen.

      Mit dem 711er ist das ganz normal und bedarf keiner Fragerei oder Hervortuerei. Gefällt mir wesentlich besser. Und trotzdem oder vielleicht sogar deswegen waren wir mit dem Wohnmobil an Stellen, wo wir mit dem Expeditionsmobil nicht oder nur sehr ungern gewesen wären. So ein fetter Allrad-LKW mit Koffer ist einfach auch viel zu auffällig und zu angeberisch.

  36. Torsten sagt:

    Moin Tom
    Zu deinen Fragen..also als das Projekt begann vor über 10 Jahren .hatte hier noch niemand Ahnungen was da mal so alles passiert bzw auf uns zukommt. Der Wagen ist unsere perlönliche Elbfilharmony geworden 🙂 (aber trotzden mögen wir ihn) Man wollte es erstmal günstg …also LAK 2 gekauft 80 cm gekürtzt und nach allen Unwegsamkeiten des Ausbaus (neuer Fenster 4 Stück. und Dachluke alles aus dem Bootsbau, und keine Wand war gerade…uvm…einfach auf die noch vorhandene Ladefläche geschraubt. Dann erstmal los damit: wir wollen ja auch reisen nicht ewig schrauben..gaskochen wollten wir erstmal nicht also origo spirituskocher…nach den ersten echten Geländefahrten in Bergen Hohne stellten wir fest das der “Kleine ganz schön schaukelte…einem bei Schrägfahrt an der Boschüng auch schon mal der A… Schweiß ausbrach.Also einen neuen Satz Dämfper von Marquard (nette Beratung nach Einsendung von FZ Bild) und Top Stassen- Gelände-lage hergestellt. Dann angeblich 90% erstklassige Reifen mit Felgen 14,5er vom Steier gekauft(auf bekannter Plattform ) da neue momentan nicht drin waren.Ergebniss…die Karre hüpft bei 60 wie ein Hase auf der Flucht…bei 75 gehts einigermassen…bei 80 wieder aber erträglich… trotzdem nicht schön….Also in den Obstkorb gegriffen und den sauren Apfel erwischt und reingebissen…..neue Michelin XZL… für weit über 2000 Eurönchen….die Vorfreude war grenzenlos…die Realität total ernüchternd…das gleiche wie vorher… nur noch schlimmer..Also in die LKW Werkstatt und rumgemossert bis der Chef höchstselbst eine Probefahrt gemacht hatte….mit dem Ergebnis das die Reifen demontiert wurden und Gewichte von …..Achtung 250 bis 500 Gr. innen angeschweist wurden….jetzt läüft der Kleine relativ ruhig…Heute würde ich 22er aufziehen mit Baustellenprofiel….aber wie das bei diesem Hobby so ist learning by doing…Im Laufe der Zeit wurde immer mehr verändert und gebaut…zb, Dachträger XL edelstahl mit Leiter und natürlich auch ein Frontbügel..der Optik wegen.(Man muss ja auch alle klischees bedienen) dann eine Hydraulik- Kippvorichtung da der kleine aufgrund der neuen Luftfedersitzte und des schweren Dachträgers sich weigerte sein Herz zu zeigen…denn nun war die Hütte einfach zu schwer geworden.Im Laufe der Jahre haben wir nun viele Erfahrungen mit dem Wagen gesammelt..zb… das man nicht jeden Kleinkram bei MAN zu Mondpreisen kaufen muss , sondern das es auch viele an Verbrauchs/Verschleißmaterial aus dem Zubehör gibt.Das man einen Kupplungsnehmer nicht für 300 Euro neu kaufen muss sondern einen Dichtungssatz für 5 eur erwirbt. Auch das man bei einem 31 Jahre alten FZ alle Riemen und sowas in Reserve dabeibaben sollte.Das spart Stress und Geld… LG aus dem Norden

    • Tom sagt:

      Persönliche Elbphilharmonie ist gut. Ich hoffe nur, dass die angehenden Käufer von Allrad-LKWs nicht nur den Beitrag, sondern vor allem auch die Kommentare lesen.

      Also danke für deine und danke für eure Storys.

  37. Klaus sagt:

    Zuletzt fand ich die folgende Aussage George Orwells:

    Wenn Freiheit irgendetwas bedeutet, dann ist es das Recht, Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.

    Gestern stieß ich zufällig bei DeineTube auf einen interessant klingenden gut einstündigen Reisebericht über Nord-West-Afrika. Der dann im Bild erscheineeine Reise durchnde MB 917 in saharabeige hörte auf den Namen ‘Sternchen’. Der doch eher etwas langatmige Bericht sowie Szenen bekannter froschgrüner Iveco/Magirus-Frontlenker und Firmeninhaber des Ausbaubetriebs der beiden v. e. Fzg. wie sie durch die Dünen fahren und mit Bergegurten aus dem Sand gezogen werden müssen, hat mich dann bereits nach sehr kurzer Zeit bewogen, den Abend anders zu gestalten.

    Auf einer anderen Plattform fand ich unlängst einen Kommentar zu einem Reisebericht bezüglich Sehenswürdigkeiten, die auf einer Reise als ‘Overlander’ durch die Sahara als unbedingtes Muss beschrieben wurden, seineszeichen ein asbachuraltes Wrack eines abgestürzten Flugzeugs. Besagter Kommentator beschwerte sich nun darüber, daß er sich vor der Fahrt dorthin bei den lokalen Büros erkundigt habe, grünes Licht bekommen habe und als Soldaten verkleidete junge Männer mit einem MG auf einem sog. Pickup dann Vorort 50 EUR fürs Fotografieren haben wollten. Er beschreibt dann noch wie heldenhaft er einen Abflug gemacht hat und dabei zudem fotografiert habe. Daraufhin berichteten diverse andere über ihre Erlebnisse an dem Ort. Mein Kommentar dazu wurde sofort gelöscht.

    Allein aus dem Grund bin ich dankbar und heilfroh, daß ich auf Deinen Blog, Tom, gestoßen bin, der mir sehr deutlich vor Augen geführt hat, was meine Reiseziele sind und was es dafür braucht, diese zu erreichen.

    Wie dekadent und abgefahren muß man denn eigentlich sein, um für derartige ‘große Jungen Sandkastenspiele’ Alt-LKW ab einer Viertelmillion, der nach oben kaum Grenzen gesetzt sind, nach Afrika zu verfrachten, um den Menschen dort plastisch vor Augen zu führen, was sich die Herren aus Zentral-Europa und arabische Scheichs leisten können und Einheimische eben nicht. Doch auch die Einheimischen dort sind wohl nicht so ganz auf den Kopf gefallen, was den Ideenreichtum für Einnahmequellen betrifft. Abends sitzt man dann in trauter Runde beim Lagerfeuergrill einschließlich behördlicher Unversehrtheitsgarantie mit Siegel und ergeht sich in sog. Overlander-Latein über seine bestandenen Abenteuer im großen Sandkasten der Sahara.

    Um ein mir unbekanntes Land zu erfahren, es mit seiner Kultur und seinen Einwohnern kennenzulernen, muß ich weder mit bis zu 15 t schweren LKW-Kolossen dort durch Wälder und Wüsten wühlen noch mich über die Bevölkerung beschweren, die das nicht unbedingt begrüßt, besonders, wenn man kein Geld im Land läßt.

    Zudem würde sicher eine Vielzahl der Bürger hier und dort ihre Probleme mit Handkuss gegen die dieser ‘Overlander’ mit ihren überdimensionierten Spielzeugen tauschen.

    Ungeachtet dessen findet man solche Wesenszüge in ähnlicher Form auch an den mondänen Orten dieser Welt. Die ca. 1 m lange, geschwungene Mittelkonsolenblende eines aktuellen Bugattis z. B. ist aus Alu aus dem Vollen gefertigt und wird zuletzt von eigens ausgebildeten Fachkräften aufwendigst poliert. Da hier in der Regel der Fahrer Schlüssel etc. ablegt, zerkratzt diese schnell. Das Ersatzteil schlägt mit 25.000 EUR zu Buche. Peanuts beim Preis eines Bugattis.

    Zuguterletzt tangiert mich der Schadstoffausstoß eines T2N/Varios nur peripher, solange ein Haus- und Hofreiter der Grünen sich in die Polregion fliegen läßt, um den Gletschern beim Sterben zuzuschauen oder ein Parteikollege mit dem Fahrrad auf dem Träger seines dicken SUV in Berlin bis zwei Straßen vor seinen Bioladen fährt, um dann dort mit dem Fahrrad vorzufahren, täglich 21.000.000 l Grundwasser unter der Atacama-Wüste zur Lithium-Gewinnung hoch gepumpt werden oder Kobald in Afrika unter unmenschlichsten Bedingungen aus den Mienen gefördert wird, damit hier hervorragend und lang brennende E-Autos in keiner Weise CO2 neutral den Markt fluten.

    • Tom sagt:

      Freiheit bedeutet doch auch, dass jeder fast jeden Film auf YouTube einstellen kann. Ganz egal, ob zu alten Allrad-LKW‘s oder zu neuen Bugattis. Aber auch, dass sich keiner die Filme anschauen muss. Insofern ist doch alles okay.

  38. TomVomSee sagt:

    Hallo lieber Klaus.

    Ich habe – zugegebener Maßen mit ein wenig Kopfschütteln – Dein Posting gelesen.

    Diese UTube-Filme kennen wir alle, mal mehr mal weniger aufregend. Generell ist es doch immer die gleiche Leier: Stellt jemand so einen Film ins Netz ist er entweder extrovertiert und hat ein gesteigertes Bedurfnis, sich zu präsentieren uder er will etwas verkaufen. Summa summarum immer eine Art von Influencing, hier ist es bei diesem Blog nichts Anderes.

    Warum schreiben wir hier: Die Allermeißten wollen – warum auch immer – ihre Erfahrungen mitteilen und austauschen.
    Mann kann jetzt Menschen, die mit 500k€-Schiffen zum Dünen surfen, in zig Varianten ans Kreuz nageln – kann man aber mit Radlfahrern im Englischen Garten auch.
    Mir macht Dunesurfing Spaß. Auch mit Spezln unterwegs, gemeinsam festfahren, schaufeln bis zum Umfallen, Lagerfeuer und Saufen, auch bis zum Umfallen, war oftmals lustig.
    Heute, Jahre später und geprägt von Dauer-Political Correctness-Brainwash, sehe ich manches anders, aber dennoch… suum cuique!

    Das Argument, der Sozialneid der “einheimischen” Bevölkerung würde hervorgebracht, teile ich nie und nimmer.
    Zum einen gibts in jedem Bedu-Zelt Sat-TV, “Hinterwäldler” findet man fast nicht mehr. Abzocke gibts eher auf dem Markusplatz und in Ischgl als im Atlas, nur meine Erfahrung.
    Und – im Gegenteil, ich kenne Einige mir 4-Achs TGS und Palastkoffer, die von sehr interessierten “Ureinwohnern” mit technischem Sachverstand berichteten und dankbarer Entgegennahmen eines kalten Bieres, netten Gesprächen etc.

    Was sich wer leisten kann ist eh Ansichtssache. Als ein Freund von mir aus LosAngeles zum ersten Mal Ende der der 80er in München ankam, war sein tiefter Eindruck “Cops with Bims” und “Mercedes-Cabs”, beides exorbitant teuer in Cali. Seinerzeit.

    Saharafahren hat sich abgesehen davon eh in nächster Zeit weitgehend erledigt.
    Nun, ob jetzt ein Einheimischer mit den “Overländern” Probleme tauschen möchte …Eher auch ein Nachbar von zuhause nicht. Mit “Problemen” wäre man kaum auf Reisen wie Diesen.
    Nur – könnte und kann man eben dort auch den Einheimischen bei deren “Problemen” zur Seite stehen, nimmt man sich die Zeit hinzuschauen und zu verweilen. Ein Beispiel hatte ich hier schon einmal geschrieben
    .
    Was ich ehrlich nicht verstehe, ist Ihr Bugatti-Dashboard Beispiel. Es ist mir herzlich egal, was wieviel am Bugatti kostet – ich wüßte nichts anzufangen mit einem derartigen Fahrzeug. Und die Masse derer, die hier lesen und posten wahrscheinlich auch nicht. Allein schon ob des Allrad-Antriebs. 🙂

    Zuletzt noch kurz zu Deinem “ökologischen” Rundumschlag. Den Schadstoffausstoß seines Gefährts macht eh jeder mit sich selbst aus, incl, einem wiederkehrenden “Schönreden”, wir müßten sonst zu Fuß gehen. Was Herr Schönreiter am toten Gletscher treibt, ein ethisch-moralischer Diskurs. Ebenso könnten wir über die süße segelnde Greta schreiben, die ich sehr bewundere, allein schon weil sie was tut und nicht labert, wie viele andere.
    Ich seh mich ein wenig – als 7-facher Wackersdorf Veteran.

    Nun, wer wohin in Berlin mit seinem SUV fährt, nicht bös sein, aber BILD ist nicht meine Zeitung und Atacama und Minen kenn ich – leider. Ändert aber nicht daran, daß nun mal e-mobility momentan das Goldene Kalb ist.

    Tagesaktuell – Corona, Ölpreis, Grenzen dicht – ist all das, von dem wir schreiben eh Chimäre. Autosuggestiv hangeln wir uns durch die Lockdown-Aera in der Hoffnung, wenigstens mal wieder mit den Jungs im Freien ein oder zwei Tragl killen zu können.

    Sei ein wenig gnädig mit der Welt, dann wird sie auch mit dir gnädiger umgehen.
    Bleib gesund!
    TvS

    • Tom sagt:

      Habe das auch so erlebt. Den Einheimischen in Afrika ist vollkommen egal, mit welchem Fahrzeug man unterwegs ist. Allein die Tatsache, dass man weiß ist, ist für die Locals Luxus und Abgrenzungsgrund genug. Da kannst du auch laufen. Und ich meine sogar, dass jemand, der Geld hat und Geld auch ausgibt, um Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, an Achtung gewinnt. Dann reiht man sich in die afrikanische Wertschöpfungskette ein.

      Wohlgemerkt, es geht nicht um Geschenke und Almosen. Es geht darum, ehrlich zu dem zu stehen, was man in Afrika ist: Ein reicher Schnösel, der in dem unglaublichen Luxus lebt, nicht von früh bis spät arbeiten zu müssen, sondern frei auf der Welt herumreisen zu können.

  39. TomVomSee sagt:

    Hi da draußen

    Was treibt Ihr gerade? Quarantäne? Angst? Kuscheln? Träumen? Schrauben?

    Nur mal so rausgfagt…

    LG und gsund bleibn…

    TvS

  40. Klaus sagt:

    Hallo Tom,

    als Gegenpol zu den alten Allrad-LKW hier mal ein Hinweis auf einen sehr potentiellen NEUEN.
    Iveco Daily4x4 gibt es mit 3 l Vierzylinder Diesel und Euro 6 tauglichen 180 PS samt ZF Achtgang-Wandlerautomatik, Permanent-Allrad mit Untersetzung und 3 Sperren, als DoKa und EiKa bis 7,2 t zGG und Radständen von 3.500 mm, 3750 mm und 4.175 mm sowie Einzelbereifung 265/70R19,5.
    Informationen bei Iveco West in Düsseldorf Herr Grimm, +49(0) 211 9087 173

    Ein anderer Vertreter der Fraktion aus 2005 (+/-) ist der Mowag Duro II als 6×6 oder 4×4. Detaillierte Infos bei Herrn Bauer von https://esb-fahrzeuge.de, der bis zum Nachfolger Entwicklungsleiter des Fzg. bei Bucher und Mowag war.
    Der Duro ist ebenso ein kleiner LKW, was die Fahrerhausbreite von nur 2,00 m betrifft.

    Viele Grüße

    Klaus

    • Tom sagt:

      Der Iveco ist für Europa sicherlich ein schönes Auto. Wobei man sich da die Details genauer anschauen sollte. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es da ein paar Schwachstellen geben soll.

      Zum Duro kann ich nichts sagen. Außer dass er klein und exotisch ist.

      • Wolfgang sagt:

        Der Duro ist nicht exotisch. Er ist extrem exotisch, de facto ein reines Militärfahrzeug, kaum auf dem zivilen Markt verfügbar und schwierige Ersatzteilbeschaffung, da der (heutige) Hersteller nichts mit dem Zivilmarkt zu tun haben will. Da die Schweizer Armee ihre Flotte derzeit aufarbeiten und modernisieren läßt, wird die große Ausmusterungswelle erst irgendwann nach 2030 kommen, dann evtl. wird das Ding für “uns” interessant.

        • Klaus sagt:

          Es gibt die Firma ESB am Bodensee, die die kpl. Betreuung und weltweite Ersatzteilvers orgung der zivilen Sparte des Duro übernommen hat und kompetent betreut.
          Der Inhaber, Herr Bauer, war zuvor von Beginn an Entwicklungsleiter bei Bucher für den Duro und war danach noch bei Mowag, als die den übernommen haben. Schmaler, somit kleiner Allrad-LKW, bei dem als 6×6 lange Kabinen von ca. 4,5 – 5 m Platz haben.
          Mowag baut m. W. inzwischen den Duro III

          • Tom sagt:

            Klaus, du darfst nicht nur die Kabinenlänge sehen. Sondern die Gesamtabmessungen. Der Duro mit großer, also auch entsprechend breiter und hoher Kabine sieht einfach doof aus. Außerdem, was guckst du dauernd fremd? Du wolltest doch einen Vario kaufen.

            • Klaus sagt:

              Ich schau nicht fremd, sondern wollte nur zum Thema der Betreuung Stellung beziehen, da der Duro II mal im näheren Interesse stand.
              Der Duro hat eine Fahrerhausbreite von ca. 2 m, Kabinenbreite unter 2,15 m machbar und eine Länge als 6×6 von 6,7 m.

              Die vom Reiseblog ‘Zeitreise’ waren damit z. B. zu viert (2 Erwachsene, 2 fünfjährige Zwillinge) 1,5 Jahre in Südamerika unterwegs.

              • Tom sagt:

                Ich behaupte mal, dass man mit jedem beliebigen Fahrzeug eine Weltreise machen kann. Ist nur eine Frage des Aufwands und der persönlichen Leidens- oder Organisationsfähigkeit.

        • Tom sagt:

          Erst habe ich nur den ersten Satz gelesen. Hä? Nicht exotisch? Dann den zweiten Satz. Und ein Lächeln machte sich breit. Also ich würde mit dem Duro gern mal im Gelände unterwegs sein. Aber nicht auf Reisen gehen.

  41. Klaus sagt:

    Wo hast Du das gelesen und wann?
    Es gibt jede Menge Videos auf Youtube aus dem australischen Outback zum Daily4x4, die den in den höchsten Tönen loben.

    • Tom sagt:

      Klaus, Du weißt doch, dass ich versuche, meine Zeit nicht auf YouTube zu verplempern. Also kein Video, sondern ein klassischer Textbeitrag. Aber da gebe ich mal bei Google “Mängel neuer Iveco” ein. Und siehe da, der Bericht steht auf Platz 1. Beim Suchbegriff “Mängel neuer Daily” auch Platz 1. “Mängel Allrad Daily” ebenso. “Probleme Daily 4×4” Platz 2. Das Internet kann so einfach sein.

      Jetzt muss der geneigte Leser nur noch entscheiden, ob die veröffentlichten Beiträge irgendwie interessengesteuert sind. Hinsichtlich von Berichten über eigene Fahrzeuge bin ich da meist skeptisch, da kaum jemand sein eigenes Fahrzeug schlechtreden und dessen Wert senken will. Deswegen gibt es so viele ExMo-Hurra-Seiten im Internet. Das Pärchenbloggen aus dem Allrad-LKW ist mittlerweile ein richtiges Schneeballsystem geworden.

      Dieses Problem der einseitigen Berichterstattung aus dem ExMo betrifft natürlich vor allem teure alte oder neue Allrad-LKWs mit einem hohen Zeitwert. Bei billigen alten LKW’s hingegen ist es eher cool, über Mängel (und deren meist pragmatische Lösung durch den tollen Schreiber) zu berichten. Was wäre mein Blog zum Beispiel ohne undichte Lenkgetriebe, …. [ähm, jetzt muss ich schon überlegen … ah ja] … eine defekte Scheibenwaschanlage oder … [och, jetzt fällt mir wieder nichts ein … ach, egal – bleibt’s halt bei zwei Mängeln].

      Es war also die so ziemlich an der Spitze der Nahrungskette gewerblicher ExMo-Schaffender stehende und damit prinzipiell der Manipulation unverdächtigere Besatzung der Pistenkuh, die zu den Mängeln am neuen Iveco Daily 4×4 zwar nichts geschrieben, aber zumindest den Bericht eines Ausbaubetriebs veröffentlicht hat: Klick

      Und auch zu den verschwiegenen Mängeln bei neuen Expeditionsmobilen gibt es einen lesenswerten Bericht von der Pistenkuh: Klick

      • TomVomSee sagt:

        Hi Tom.

        … genervte ExMo-Newties…
        Ok, wir haben hier eine Sonderanfertigung, sprich Haus auf engstem Raum, ein Basisfahrzeug, was völlig artfremd eingesetzt wird, eine mehr oder weniger komplexe Technik (Blauzahn-gesteuerte-Zerhackertoileetten, Alexa regelt Reifendruck…???) , dazu einen Händler/Bauer, der Geld verdienen will und einen Kunden, der nix weiß, sonst hätte er ncht so ein Auto, von dem er nichts versteht.
        Beleg? Die Schlauch-Story.
        Ich könnte Romane über Hutchinson schreiben. Vor 30 Jahren war es die Trilex-Fraktion.
        Was macht ein Fahrzeugbauer? Er baut ein Fahrzeug, toll.
        Procedere: Kunde kommt,
        Einigung BasisFZ, +
        Einigung Koffer, +
        Einigung Ausbau, +
        Einigung Zubehör
        _______________
        CASH 🙂 🙂 🙂

        Von Erprobung, Versuchsfahrten seitens der Herstellers, etc. Pustekuchen.Testfahrt nach Marokko, da schüttel ich der Kopf.
        Wenn ich ein komplexes Teil wie ein Fahrzeug mit einem komplexen Teil wie einem Haus kombiniere lebe ich mit den Risiken und den zu machenden Erfahrungen zweier Welten.
        Ich kann nicht vorraussetzen – darf es auch nicht – daß alles problemlos von Anfang an funktioniert. Da gibt es einen Prozess des Zusammenwachsens, mit Erklären, entdecken, fragen, vertrauen.
        Fehler sind völlig normal.
        Dazu kommen Zulieferer, Teile werden verbaut, die man nicht ad hoc kontrollieren kann. Und je komplexer die Technik desto größer die Fehlerwahrscheinlichkeit.
        Jemand, dem man Schlauchreifen, Druck, etc erklären muß hat nichts mit einem 14 Tonner in Marokko verloren. Bzw. braucht sich nicht zu beschweren.
        Darum gibt es auch solche Unterschiede und der Hype der letzten Jahre fördert ganz viel Probleme zu tage, weil jeder Kofferbastler, jeder Feuerwehraufbauer, etc glaubt ExMos bauen zu können.
        Zudem – wenn man immer das versucht zu realisieren, was der Kunde will ohne davon überzeugt zu sein werden Probleme “eingebaut”.
        Die Devise “wer zahlt schafft an” funktioniert halt nicht in dem Geschäft.
        Und der Mangel ist nicht das Thema sondern die Betreuung und Kooperation bei der Beseitigung. Und da sind die Kunden oft genug betriebsblind, reden zu viel, machen zu wenig schriftlich. Sachmangelhaftung ist ausprozessiert. Gutacher gibts genug, zum Schluß gibt es eh einen Vergleich.
        Die Masse derer, die jammern, laufen doch blind und gewollt ins Verderben, wachsen nicht mit ihren Fahrzeugen sondern glauben, Träume kaufen zu können. Und daran haperts. Der Sonnenuntergang in Jesolo ist mit oder ohne klappernde Tür gleich schön. Nur – wenn man für klappernde Türen lebt … Meht sog i ned.
        TvS

      • Tom sagt:

        Ich habe mir übrigens mal die andere Seite zu den Mängeln am Iveco Daily 4×4 angehört. Das scheint ein sehr frühes Einzelexemplar gewesen zu sein und nicht die Regel. Die Händler des iveco loben Motor und Getriebe ebenso wie Gewährleistungsverantwortung aus einer Hand. Da hilft also nur die persönliche Inaugenscheinnahme. Gibt ja sowieso nicht so viele Kastenwagen in der 7-Tonnen-Klasse. Selbst Fahrgestelle sind selten. Es fehlt halt der Vario am Markt.

        • TomVomSee sagt:

          Hi Tom.
          Ja genau, der vario Nachfolger.
          Wobei gleich wieder ein Thema von Dir/Vario – der IVECO mit kreuzdämlicher Felge 19.5… Machen die mit Absicht.. 🙂
          Ich bin übrigens vor Corona in Bozen einen 5,5er Hochdachkasten gefahren, Schalter, Einzelbereift. auch über Feldweg mit 60 km/h und einem IVECO-Techniker, dems nicht schnell genug war.
          Verarbeitung war super, Kunstoffe sauber entgratet, Sitze, Fensterheber, Schaltung, Gebläse… tadellos. Und eigentlich viiiel zu schnell, dank IFS ist man die ersten 5-6 Kurven weit hinter dem Scheitel in der Bremse, ESP regelt super, ABS auch. Da war der alte Starrachser “Lappenfreundlicher”…
          Soll übrigens eine Großfenster-variante geben und ein “Mixto” kommt auch noch, das Teil wird also immer interessanter, zudem ein größerer Mil-Auftrag ansteht und dann auch ordentliche Räder zu haben sein werden.
          Was mich allerdings als Starrachs-Afficionado sehr beeindruckt hat, ist die IFS. Da steckt viel Hirn und noch mehr Eisen drin, fährt sich zu gut und schaut nirdendwo unterdimensioniert aus. Klar, Verschränkung ist weg weil nie da aber ist auch kein Trial Truck.
          Nach vielen Bastelbuden aus der Iveco-Proto-Abteilung teil ich deine Einschätzung der “Vorserie” ungesehen.
          Mit dem Kasten als Off-Road Variante gibts jetzt wohl keine Argument mehr für Kabine+Koffer.
          IVECO hatte in den 80ern mal Protos, LKW-Rahmen mit Frontmotor, Allrad, 14,5 R 20 Rädern und einem “Busaufbau”, hat ein wenig ausgesehen wie ein aufgeblasener Pinzgauer, Das wäre damals mein Objekt der Begierde gewesen, ein “Integrierter” ohne Pappendeckelaufbau, Kriechtunnel, Knirschkoffer… auf dem Fahrersitz sitzen und der wesentlich besseren Hälfte beim Kochen zuschauen… 🙂 😉 (…politisch völlig unkorrekt, JA!)
          In diesem Sinne…
          schönen 1.Mai, gsund bleibn
          TvS

          • Klaus sagt:

            Hallo Tom vom See,

            was bedeutet IFS und was ATM?

            Grüße,
            Klaus

          • Tom sagt:

            Jetzt, wo ich den Prospekt habe, bin ich auch ganz hin und weg vom großen Iveco Daily Allrad. Aber nur für Europa. Und basteln kann ich dann auch nichts mehr. Also nein, lieber nicht.

            • Klaus sagt:

              Wieso nur für Europa?
              Wegen Dieselqualität?
              Laut diversen Berichten im Netz als auch persönlichen führen in Nordwestafrika nicht nur die Markentankstellen entsprechenden Diesel und Russland wird wohl auch nicht mehr lange daran vorbeikommen.
              Und so bekommen beide Seiten, die, die gerne basteln und die, die andere Talente haben, jeweils ein tolles Fzg.
              Was will man mehr … : )

              • Tom sagt:

                Marokko und Russland zählen natürlich in diesem Sinne zu den europäischen Reisezielen für Wohnmobile mit Euro 6. Iran und Kongo eher nicht. Selbst Südamerika nur bedingt. Aber natürlich wird die Versorgung mit kristallklarem Diesel und Werkstattdiagnosesystemen weltweit besser.

                • TomVomSee sagt:

                  … was aber – selbst bei reinstem Diesel aus der Raffinerie – die Gauner nicht daran hindert, das Destillat in verdreckte Fässer zu füllen und ein Drittel Wasser reinzukippen. Und die Versuchung ist ja groß, wenn der Saft billiger ist, bestimmte Notwendigkeiten zu ignorieren. Vorfilter zu, kein vernünftiger Wasserabscheider, Notlaufprogramm, …basta!
                  Hatte ich mal mit einem Vario 818 Euro5, nach witklich ALLEN Tricks und sauberem Kraftstoffsystem, frischem gefiltertem Diesel und 0,0 Luft in der Linie doch die DB-Hilfe-Hotline angerufen. Ich kam mir vor wie ein Idiot.

  42. Klaus sagt:

    Hallo Tom, das weiß ich, mir ist Text auch lieber, da entscheide ich, was ich lese und was nicht, nur finde ich keine negativen Beiträge über den Daily4x4, mal von dem von Dir erwähnten gewerblichen Käufer abgesehen, der aber wahrscheinlich eher ein Einzelfall sein dürfte

    Ungeachtet dessen gibt es sicher keinen Fzg.-Hersteller, der keine Zitronen auf den Markt gebracht hat.

    • TomVomSee sagt:

      Hallo Klaus.

      Ok… wo fang ich an…

      Also: IVECO Daily 4×4, eigentlich ein SCAM, die älteren Versionen TurboDaily auch bei Armee (offener GruKW) und Carabinieri (geschlossener Fensterbus ) im Einsatz. Nette gebrauchte gibts 10km südlich Verona…

      Das, was Du da im Netz liest ist eine Version, die nicht mehr gebaut wird.
      Der Neue hat keine Starrachse vorn sondern Einzelradaufhängung, inspiriert wurde IVECO von den Achleitner Umbauten der leichten Klasse Daily und Ducato.
      Im Werk Bozen werden nach wie vor für mil-Zwecke die “SCAM”-Starrachser zu Mil´s umgebaut.

      Der Daily 4×4 ist als Baustellen LKW und Geräteträger konzipiert worden.
      Soll heißen die technische und konstruktive Vmax im Gelände war kein Punkt im Lastenheft, nur die Kriechfähigkeit/Traktion.

      Wer mal mit Blattfedern auf Wellblech unterwegs war, dem brauch ich nichts erzählen…
      Allen anderen: Wenn bei hoher Geschwindigkeit auf schwingungsauslösendem Untergrund bei irgendeiner Geschwindigkeit “Ruhe im Schiff” ist, heißt das nichts anderes, als daß sich das Auto unter einem zerlegt, ohne daß man es merkt.
      Nur wenns rappelt und die Bierdose aus dem Cupholder fliegt, merkt man was.

      Einem Daily 4×4 Pistentauglichkeit anzuerziehen mag in Australien funktionieren, der Deutsche TÜV schmeißt Dir den §21 vor die Füße…
      Ich müßte jetzt weit ausholen, mit Spur zu Radstand, Längslenkern, Trapezlenkern, progressiven Feder/Dämpfer-Einheiten, hitzefest, aufschäumsicher, …..

      Zudem der Daily – bauartbedingt – ein ähnliches Manko hat, wie ein Unimog. Zu hoch für zu schmale Spur.
      Unimogs als “Fernreisewohnmobile” sind eh der worst-case, will nur niemand wissen oder hören. Ich liebe Unimogs, hab zig Stunden Geländespielen hinter mir, 404S bis 5030… aber zum Reisen? Portalachsen in Schubrohren?
      Beim Daily ist alles zu sehr Heavy Duty, schreit nach überladen und damit ist der Allrad für die Katz. Beim Festfahren sprich Bergen ist jedes Gramm entscheidend.
      Klar ist der Motor ein Traum, über das Getriebe kann man streiten, nicht mit mir, ATMs haben nur was in Werkstattnähe verloren. Außer alte Allisons oder BorgWarners aus den 80ern, aber Anlasser defekt … kennt man ja…

      Defekte bei Neufahrzeugen, nun, der Leasing-Anteil der Dailys ist groß, demnach interessiert ein Defekt nur periphär. Nutzfahrzeuge sind eh Verschleißteile und keine Puppies, demnach sind Störungen, soweit schnellstens behebbar, irrelevant.
      Ist auch symptomatisch für das ewige Lamentieren, was immer alles bei dem einen oder dem anderen kaputt geht…
      die Leute kapieren nicht, wie LKWs konstruiert werden. Um was es geht. Und das nicht erst seit gestern. Daß eine alte feuerweht, 30 Jahre, nur 20k km ein Drecksbock ist, in den allermeisten Fällen. Hat sich einer jemals Gedanken gemacht, nach welchen Kriterien das THW, Feuerwehren, Post, DB, BGS, BePo und BW ihre Fahrzeuge beschaffen? Daß toller Lack und saubere sitze keinerlei Kaufkriterium sind? Klar nicht. Drum geht auch ein Zetros mit Kran und 80.000km für 120k über die Theke, nach 1.000 Aufbereitung, so daß der Bock mit tausenden Betriebsstunden auf Motor und Nebenabtrieb “gepflegt” dasteht…und hat dann 4 Wochen später eine Kabine II drauf, mit 10 Zentner Isolierglasfenstern…
      Ich schweife ab …

      Expeditionsfahrzeuge sind der schlechteste Parameter überhaupt, weil immer bezogen auf die Konstruktion der Basis artfremd eingesetzt.

      Wollte man ein Expeditionsfahrzeug nach landläufigen Wünschen – man müßte es konstruieren. Nur wüßten die allerwenigsten, wo anzufangen.
      Selbst Dakar-Race-Trucks sind kein Maßstab, weil teilweise unter 1t Zuladung bei 6t Leergewicht.

      Der Duro…
      Duro… GD/Mowag, Auto wurde von Bucher konstruiert, in den 80ern.
      4×4 und 6×6.
      Wie viele mil-High Mobilitys ein klassisches Field-Exchange Fahrzeug. incl. mit verkaufter Ersatzteil und Komponentenlogistik. Bucher nennt das “Modulare Konstruktion” 😉
      DeDion Achsen mit Portalen und innen liegenden Scheibenbremsen.
      Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen, außer daß man dann besser ein HMMWV M997 kauft und ausbaut.
      Macht nebenbei auch mehr Spaß als ein Duro. Thema “Frontlenker”. (einer der Gründe warum Tom so gern Vario fährt…;-))
      Ersatzteile sind zudem noch billiger.

      Der Duro wollte sich als besserer Pinzgauer sehen, nur ist nun mal der Markt für solche hochpreisigen”technicals” sehr dünn, wer was Wendiges als schnelles AngriffsFZ will nimmt einen HZJ oder VDJ, packt eine Bazooka oder MG drauf und ab gehts…

      Ich bin definitiv zu lange in der Szene, als daß mich irgendein Fahrzeug der Can-Bus Aera noch hinter dem Ofen hervorholen könnte.
      Es sind und bleiben immer Kompromisse des Selbstbetrugs übrig.
      All die Stories von selber reparierten Diffs. 200km vor Ougadougou, Kaffe im Getriebe, Eier im Kühler, gewechselten Kopfdichtungen bei Jupitern in der Mongolei, mit hilfsbereiten Nomaden, Jurte, Baby auf dem Arm und seeligen Yak-Milch Nächten, klar.
      Ich kenn jemanden, der hat in Kalkutta auf dem Platz vor dem Bahnhof sein VW-Bus repariert… 1972, völlig bekifft …
      Der Rest ist oftmals im Reich der Phantasie angesiedelt, weil niemand mit einem Werkstattkofferanhänger unterwegs ist.
      Nur kann man mit gewechselten Keilriemen
      und Trommelbremsbelägen niemanden mehr beeindrucken.

      Alte Trucks brauchen Erfahrung, viele Kilometer, ein sensibles Hinterteil, Gespür in den Händen für Vibrationen und ein geschultes Gehör. Damit lassen sich 90% der “Überraschungen” vermeiden.
      Wer sich mit einem Schrotthaufen 1000km bis zur Fähre schleppt, dabei Helene Fischer auf volle Lautstärke, braucht sich nicht wundern, wenn der Bock nach2 Tagen Marokko auseinanderfällt.

      Und – um ein paar Vorurteile zu bedienen – die größten Allrad-Maulhelden hab ich in Down Under und Sibirien erlebt. Klar können die fahren und was für Europäer Trial ist, ist für die Autobahn. Aber trotzdem sind es Stories, nach 10 Bier oder 10 Wodka – die wir überall schon zig mal gelesen haben. Kochen alle nur mit Wasser.

      Egal, wie schon oft geschrieben – will man reisen oder Gelände fahren. Die Schnittmenge der beiden Aktivitäten ist viel kleiner als man glaubt oder träumt. Und nach Jahren mit 4×4 und 14.00R20 findet man seine Glückseeligkeit in einem gepflegten 20 Jahre alten Clouliner.
      Weil man einfach keinen Bock mehr hat auf rumklettern, 3Zentner Räder zu wechseln oder mit 600l Tankvolumen trotzdem nach 1000km trockenzufallen.
      Zweifel?
      IVECO Daily 4×4, beladen, Kranaufbau, ERG, im Gelände 60l /Std.
      Vui Spaß no, Gsund bleibn…
      Weg könnma eh ned im moment…

  43. Klaus sagt:

    Hallo Tom vom See,

    hab Dank für Deine umfassende Antwort, wovon manches noch über mein Verständnis hinausgeht, auf der Suche nach dem für mich und meine Zwecke/Ziele geeigneten FernREISEmobil.
    Ich suche weder das Pendant einer Bergziege noch eines Maulwurfs. Auch möchte ich in das Fzg. einsteigen und nicht klettern müssen. Ein zul. GG von 5-7,5 t und eine Länge zwischen 6,3-6,8 m, Breite um 2-2,15 m.

    Wenn ich Deine Antwort richtig verstehe, dann bleibt da, bei Toms Reisephilosophie eigentlich nur noch ein Vario. Oder kommt man mit einem Clouliner auch abseits geteerter Straßen bis an den Strand oder einen Waldweg hoch?

    Ja, die aktuellen Daily4x4 haben auch nicht mehr zwei Schalthebel für das Untersetzungsgetriebe neben dem Fahrersitz, sondern eine Taste neben den drei Tasten für die Sperren unter der Bedienung für die Klimaanlage am Armaturenträger. Es ist in meinen Augen optisch ein attraktives Fzg. und wie gesagt ist es nicht meine Intention, den Allrad an sein Limit zu bringen, sondern sehe den als entsprechende Sicherheitsreserve.

    Was den Duro II betrifft so verweise ich auf zuvor gesagtes, was die Bergung eines solchen 6×6 betrifft, auf den Reiseblog ‘Zeitreise’ bei Youtube.

    Vielleicht magst Du unter den Aspekten mal eine Empfehlung für ein Fzg. machen, warum Du dieses empfiehlst und vielleicht auch den aktuellen Daily4x4 als 7 t nochmals bewerten.

    Danke und Gruß

    Klaus

    • TomVomSee sagt:

      Hallo Klaus.

      Vorab, ich schau so gut wie keine Utubes, meine bauchmuskeln sind nicht zum Lachen geeignet.
      Ich kann und werde keine Empfehlungen abgeben, dazu ist meine Erfahrung und mein Berufsbereich zu alt und zu intim, anders herum: Es ist so ähnlich als ob man von einem Wildfremden gefragt würde, welchen Wein er kaufen soll.
      Wieviele wollen wann wie lange wohin?
      Wie wollen sie fahren, schlafen, duschen, streiten, Hund, Katz, Kinder…
      Budget Fahrzeug
      Budget Reise

      Generell … je jünger daas auto desto begrenzter die Reparaturmöglichkeiten desto unwichtiger ob man schrauben kann. Klar, Basics, Keilriemen, Rad wechseln, aber mit einer Canbus-gesteuerten push-button-Automatik wars das halt dann im Outback im Schlamm …
      Außer man hat einen Oshkosh oder … ok, ich schweife ab.

      Zum Thema Allrad=Sicherheitsreserve… nun, wenn man wo reinfährt wo man nicht mehr rauskommt hilft der Allrad nix.
      Wenn man mir Allrad wo reinfährt wo man nicht mehr rauskommt, braucht man – je nach Gewicht – Traktor oder Bergepanzer.
      Die Waldwege und Strände hab ich jetzt mal geflissentlich überlesen…
      Da kommt man natürlich nicht hin mit einem Clouliner. Will man das?

      Vario … na nun, eben – Typfrage. Ich hatte einen 710er, aus den 70ern, gaaanz lang, gaaanz hoch, Sonderbau mit 2 schiebetüren und Fenstern. Hinterachssperre.
      Ewige Diskussionen wegen hinterem Böschungswinkel…
      Nebenbei, der hintere Böschungswinkel ist am wichtigsten bei Supermarkteinfahrten und Bahnübergängen. Dar Gezeck ist das ausschwenkende Heck, nicht der Platz drunter.
      Generell wird bei der Thematik ExMo immer Reisen mit TruckTrial verwechselt. Und ich hab schon auf leicht feuchten Wiesenwegen 6×6 vollgesperrte XZL-26 Tonner abschmieren und auf dem Spiegel parken sehen, so ein 800.000€ ExMo liegt aber genauso doof wie ein 4K Jupiter aus den 60ern…
      Wie sagte meine Oma immer – wer sich in Gefahr begibt …

      Die eigentlichen Risiken liegen aber woanders. Generell gilt die Devise “less is more”. Gewicht ist Risiko. Nehmen wir zwei Beispiele: Daily4x4 und Hzj78.
      Aufbau – wenn man vernünftig bleibt – ist größentechnisch nicht sooo unterschiedlich, beides sind 2 Personen Autos. Die DoKa Varianten gehn nur mit Hundehütte aufm Rahmen, dann Dachzelt auf dem Fahrerhaus und dann kann ich gleich einen Subaru Forester umbauen.
      Ok, Toyo vs Iveco. 4.2 R6 gegen 3.0 R6, Toyo viel leichter, Starrachsen, Schaltgetriebe, gefühlte 1000 Fahrwerke. Weltweit E-Teile. EXTREM diebstahlgefährdet (warum wohl) und – kost knapp die Hälfte.
      Aber – nur eben ein Beispiel. Mein Fuhrpark ist berufsbedingt gut durchwachsen. Auch Groß, Allrad, Hubraum dabei. Mein “Ich bin dann mal schnell weg für ein paar Tage-Auto”? Ein VW T5, Ja, 4motion weil Frontantrieb definitiv nervt. Ja, Sperre, weil er die hatte. Kein Seikel. Kein Kat. Keine elektrischen Fensterheber. keine Klima. Schaltgetriebe. 130PS. 330k km auf der Uhr.
      Lange gesucht. Warum? Reicht für 2 Leute. Ist eh immer zu schnell. Mit 235 65 R 16 M+S nasse Wiese tauglich. wobei der Allrad nur im Schnee gebraucht wird.
      Den 711er hab ich damals verkauft weil er innen geil groß aber außen abartig sperrig war. Weil ich in Italien immer “draußen” parken mußte, wenn die Spezln im Dorf zur Pizzeria gefahren sind. Und weil Strecken sprich Zubringer mit knpp 100 Pferden genervt haben.
      Nur – mit einem aufgebrezelten Daily 4×4, beladen, fährt man auch keine 130 freiwillig. Thema Spur zu schmal für die rechte Autobahnspur.
      Gib mir doch mal mehr info, vielleicht paßt mein Senf…

      lg
      TvS

      • Klaus sagt:

        TvS

        vorab, der Toyota kann so zuverlässig und vielseitig sein wie er will, der ist mir zu klein.
        Im Netz ist ein MB-Partner, der hat 10 MB Vario 818, Radstand 4.250 mm, Hochdach, Euro3-Ausführung, mit Null km von 2013 funkelnigelnagelneu auf dem Hof, die letzten je produzierten, nur ohne Erstzulassung. Egal, gleiches Problem wie von Dir beschrieben.

        Reisen in Europa ggf. Rußland bis zu halben Jahr zu zweit mit mittelgroßem Hund oder kurzzeitig (Ferien) ggf. zu dritt/viert, zul. GG 5-7,5 t.

        Das hat mich auf den T2N gebracht, den auch Tom fährt bzw. dessen Nachfolger den Vario. Hier werden sicher die meisten den T2N mit dem OM364LA wählen, da noch keine Elektronik bzw. Steuergeräte verbaut sind. Kostengünstigste Alternative für ein Reisemobil. Jedoch nur schwer, sehr schwer in entsprechendem Zustand als Kastenwagen mit ausreichend Leistung egal ob Allrad oder HA-Antrieb als T2N oder Vario zu finden.
        Zudem soll MB die Ersatzteilbewirtschaftung Anfang 2020 ganz eingestellt haben.

        Das hat mich auf den Daily4x4 gebracht. Die DoKa mit Radstand 4.150 mm vermittelt generell ein entsprechendes Raumgefühl, bietet allen Platz und eignet sich analog Toms 1124 auch zum Schlafen. Der Radstand ist für viele sicher grenzwertig, doch es passt eine max. 3,75 m lange Kabine (Innenbreite 2.000 mm, Stehhöhe 1.910 mm) möglichst mit Aufstelldach drauf. WC (KEIN Porta Potti oder ausziehbar im Eingang!!) mit Dusche und Waschbecken ist 100 % gesetzt. Reisegeschwindigkeit um 100-110 km/h.
        Anstatt beim Daily4x4 die gepriesene ZF-Achtgang-Wandlerautomatik zu wählen, kann man auch das manuelle Sechsgang-Getriebe wählen.

        Clouliner = riesengroß, wenig Bodenfreiheit, überlanges Heck, nur 1 Tür in der Fzg.-Mitte (Stichwort: Rettung/Flucht bei Unfall)

        • TomVomSee sagt:

          Hallo Klaus.

          Der Clouliner war jetzt mal nur ein Beispiel und gewiß keine Empfehlung. Einen Teufel werd ich tun.
          Jetzt mal abgesehen von der Vario/Vorgänger-Thematik – da ist Tom eh der mit Abstand bessere Ansprechpartner – möchte ich mal auf die Schnelle zum Thema Daily 4×4 antworten:
          Deine Parameter: Innenbreite 2000mm Stehhöhe 1910mm Aufbaulänge 3750mm.
          macht: Kofferaufbaumaße: 2150x2100x3750
          Fz-Höhe 3200mm
          Spurweite 1700mm
          Radstand 3700mm

          Sehe ich das richtig?

          Schau doch mal, wenn Du magst, bei bimobil auf die site, da gibts einen Gebrauchten, einen Tick größer, zur Orientierung… 😉
          DER Koffer hat für mich NICHTS auf einem Daily verloren.

          lg

          TvS

          • Klaus sagt:

            Bei der Kofferlänge ginge auch noch 3.650 mm.
            Radstand mit DoKa geht nur 4.175 mm.
            Überhang hinten damit um 1.750 mm.
            Frage wäre z. B. Spurverbreiterung.

            Da auch das Auge mitfährt, würde zum Daily4x4 als 7 t mit DoKa der Shelter von http://www.polygon-Shelter.de m. E. sehr gut passen, die aber bis auf weiteres nur Unimog-Komplett-Fzg. anbieten.

            Ein weiterer Punkt besonders beim T2N aber sicher auch beim Vario, ist nicht nur die Ersatzteilverfügbarkeit, sondern vor allem die Frage, wo findet man im hochtechnisierten Teil Europas überhaupt noch kompetente Werkstätten mit erfahrenen Mechanikern, die diese Fzg. noch warten bzw. reparieren können….?

            Sehe ich solche Alkoven-Ungetüme wie das erwähnte, denke ich eher an eine Reise mit Flixbus.
            Ich suche KEINEN mobilen Schuhkarton Größe 65 auf Sondermüllbasis.
            Das Netz ist voll davon. Als Hersteller würde ich mich schon aus Gründen der Berufsehre weigern, über derartiges überhaupt zu sprechen, geschweige denn zu bauen.

            Habe mir kürzlich mal hier in der Gegend bei einem Händler die Neu-Fzg. des Premiumanbieters Niesmann+Bischoff angeschaut, die auf Daily und Ducato Triebköpfen aufbauen. Im Netz sieht das alles sehr edel aus. In der Realität durchweg alles auf Holz getrimmtes Billig-Leichtbau-Plastik. Als ich an der Fahrertür die Jalousie an der Scheibe zuziehen wollte, hat es erstmal mehrfaches Probieren erfordert, bis das Teil überhaupt aus der Arretierung kam. Der popelige Billigstplastikrahmen der Jalousie hat sich dann dabei in Wohlgefallen aufgelöst. Die Drehverschlüsse an den Außenklappen sind so, daß man besser nicht an Sträuchern vorbeistreift. Denn wenn die sich darin verfangen reißt es einem wahrscheinlich die kpl. Klappe raus.

            Mal davon abgesehen verwenden die meisten Anbieter von Linern im Premiumsegment den Daily oder den Ducato als Triebkopf. Sicher sind die günstiger als die von MB oder VW ungeachtet, daß der Daily in dem Segment keinen Wettbewerber hat. Doch wenn die Teile von Fiat/Iveco nichts taugen würden, würden besonders Premiumanbieter die wahrscheinlich nicht seit Jahren fast ausschließlich in ihren Fzg. einsetzen.

            Bei der Automatik des Daily4x4 hat es wenigstens noch einen Schalthebel, der dieser Bezeichnung gerecht wird. Beim neuen Sprinter befindet sich rechts am Lenkrad ein Hebel, der eher an den Blinkerhebel des Golf II erinnert.

          • Tom sagt:

            Ich habe gestern bei dem von Klaus angegebenen Herrn Grimm angerufen. Wollte ihn fragen, ob es okay ist, dass hier seine Telefonnummer steht. War ein nettes Telefonat. Habe auch kurz gezuckt, als er mir von dem Kastenwagen mit 7 Tonnen und Einzelbereifung erzählt hat. Aber nein, ich hab meinen 711er. Doch der neue Daily 4×4 klingt wirklich nicht schlecht. Aber für mich nur als Fensterbus.

            • Klaus sagt:

              Hallo Tom,

              kann man den Tankstutzen beim Vario Kastenwagen an der Beifahrerseite auch z. B. auf Höhe des hinteren Radlaufs verlegen?

              Davon ausgehend, daß Fahrerhaustür beim Vario auf Höhe Radmitte beginnt, könntest Du mir bitte das Maß bis zur Vorderkannte des Tankstutzens mitteilen.

              Herzlichen Dank und liebe Grüße

              Klaus

              • Tom sagt:

                Och, jetzt habe ich die Mitte des Tankstutzen ausgemessen 265cm bis zur Vorderkante der rechten Beifahrertür. Aber du hast ja nach dem Anfang des Tankstutzen gefragt. Also im Regen noch mal raus. Nachmessen. Das sind 257cm.

                Und ja, natürlich kann man den Tankstutzen umlegen. Das sind doch nur ein dicker Zulaufschlauch und zwei kleine Entlüftungsschläuche für die beiden Dieseltanks. Aber verrate mir mal, warum du die umlegen willst. Und wohin genau.

                • Klaus sagt:

                  Nun, besagter Vario (ohne EZ) hat keine Seitentüren. Deshalb wäre die Idee, den Ausschnitt für eine normale Tür auf Höhe des Ausschnitts des Tankstutzens einzubauen und entlang der Seitenwand, wo sonst die Schiebetür ist, ggf. eine Dinette mit integrierten drehbaren Sitzen vorzusehen.
                  Die Frage wäre auch, ob man die Türen auf der Rückseite gegen eine Heckwand in der oberen und eine Klappe in der unteren Hälfte ersetzen könnte.
                  Stichwort: Im Regen die Hecktüren öffnen, um Sachen unten raus zu holen.
                  Auch würde der lange Vario Kasten von den Proportionen wesentlich besser wirken, würde man ihn hinten um 350 mm kürzen, was auch dem Böschungswinkel zugute käme.

                  Leider gibt es gemessen an der Anzahl von wirklich erstklassigen Vario-Fahrgestellen eigentlich keine Kastenwagen am Markt.

        • TomVomSee sagt:

          Hallo Klaus.

          Sorry, Fehler von mir, Du gehst ja schon vom Neuen mit IFS aus, da war meine Radstandvorgabe falsch, zudem verringert sich die Höhe, weil der Neue einen niedrigeren Rahmen hat.
          Also bei ca. 3000-3100mm…
          Nur mal so gefragt… Du scheinst nicht der Kleinste zu sein, ist die gewünschte Innenbreite mit 2000mm dem Wunsch gezollt, quer schlafen zu wollen?
          Ich mein, wenn was nervt dann wenn der eine vorn der andere hinten und drübersteigen etc…aber gut, Geschmacksache….
          Ich hab so die Geländeregel, daß der breiteste Bereich des FZ (außer Spiegel) die max. Achsbreite sein sollte. Da mußt du durch im fall der Fälle. Zudem… mit 2.15 Kofferbreite bleibst Du fast überall draußen, …
          Nur so mal …

          lg

          TvS

          • Klaus sagt:

            Hallo Tom vom See,

            ich würde das so sehen, daß die Kabine in etwa so breit ist, wie das Fahrerhaus.
            Mit einer Körpergröße von um die 1,75 m gehöre ich sicher eher zum Durchschnitt. Wie gesagt schwebt mir ein Aufstelldach, ähnlich wie Tom das integriert hat, zum Schlafen in Längsrichtung vor, das u. a. auch Stehhöhe bringt.

            Nach dem aktuellen Datenblatt des Daily4x4 DoKa als 7 t mit 265/70R19,5 Bereifung beträgt die max. Breite über die Vorderräder 2.056 mm, wobei die Radläufe noch überstehen und die max. Aufbaubreite ist mit 2.200 mm angegeben. Somit wäre eine Kabine um 2.100 mm sicher nicht verkehrt

            • TomVomSee sagt:

              Griasdi Klaus.

              Rechne mal grob bei einer Kabine von auße 2100mm mit einem Innenmaß von 1950mm.
              Bei 1.75 langen doch 190 innen, außer Du mist dauernd mit Models unterwegs die ohne ihre HighHeels nicht laufen können 🙂 🙂
              ok, Hubdach… Ich – ganz ehrlich, halte generell im Fahrzeugbau nichts bis garnichts von Löchern im Dach.
              Egal wie gebaut, Hubdächer haben immer Mechanik. Dichtungen. Verschlüsse. Wenn ich jetzt 2-stöckig leben will, ok. aber ein Hub/Klapp/Falt-wie auch immer Dach geht immer mit dem Risiko von Undichtigkeit, Feuchtigkeit, Kältebrücken, schwieriger bis unmöglicher Isolation im offenen Zustand einher. Bei – 20°C und 5 Windstärken schläfst Du dort nicht mehr oben.
              Egal was alle erzählen. Klar kannst du im Winter mit einem 630L2AE Plane ans Nordkapp fahren und auf der Pritsche pennen. Aber warum dann ein ExMo bauen? Tom beschreibt das hier hervorragend, Vergleich mit Dachzelt, Isolationsthematik ist gleich, du mußt halt die Heizung endsprechend dimensionieren. Zudem – willst du Solar auf dem Dach haben oder noch was draufpacken wird die Geschichte schwer, daß Hubdach muß das Gewicht fangen. Die Aufsteller auch.
              Ich bin bei der Gesamtthematik eh hardcore, ich hab mit 16 meinen ersten 4×4 restauriert, CJ3B, ich hab alle Fahrzeuge früher als Geländespielzeuge gesehen, in denen ich min. 2m Platz zum pennen gebraucht hab, Strom für die Engel, Coleman Kocher, Baulampe.
              Meine wesentlich bessere Hälfte träumt von einem Luxusbadezimmer, wenn es vier Räder hat, auch ok. Ich kenn also beide Extreme und daher rührt mein Clouliner-Beispiel weil der Tremalzo eh gesperrt ist.
              Wieder zum Daily.
              So wie ich es sehe, gedenkst Du Gelände zu fahren.
              Idealerweise – Thema Aufbau – sieht man im Spiegel das Hinterrad. Also, wenn Achse 2.06 wäre mein Aufbau 1.95. bzw so breit wie die Kabine. Verwindung Kabine/Kiste nicht vergessen!
              Wenn du z.b. einen großen Unimog nimmst, 12t, 495 70R24, kannst du auf 2450 Kofferbreite gehen und hast immer noch alles im Blick. Allerdings sehr unhandlich.
              Andere Frage:
              Was läßt dich so auf den neuen Daily schauen?
              Warum nicht der Vorgänger mit Starrachsen?
              Der neue hat 265/70R19,5.
              Kannst du Pirelli TG01 ab Werk bestellen? Gibt sonst keine vernünftigen Reifen.
              Um mich mal klar auszudrücken…
              Ich hab qualitativ kein Problem mit IVECO. Ich bin mir – ganz ehrlich – nur noch nicht ganz im Klaren, wo du reisetechnisch und fahrzeugbautechnisch hin willst.
              Offenbar seid ihr mehr als 3 Leute .
              Ihr wollt einen Neuwagen.
              Mit Aufbau.
              Frage: Warum keinen Daily 4×4 Kasten Hochdach? Legitimer VARIO-Nachfolger? Eine Einheit, mit 18cbm Raum hinten, Ausbaumodule und Ausbauer für Kastenwagen gibts zum Schweine füttern und wenn man das richtig macht – optisch – schauts aus wie ein TraPo. Außer man will den ExMo-Anlock-Effekt… 🙁
              Wäre jetzt der kleinere Aufwand mit besserem Ergebnis, zumal ja die Fahrgestelle identisch sind…
              lg

              TvS

              • Klaus sagt:

                Sali Tom vom See,

                bislang habe ich noch keinen Daily4x4 Kastenwagen mit entsprechender Bereifung gesehen. Die in den Prospekten sind die mit der 16″-Bereifung und die finde ich wie die Paketboten-Daily nicht so toll. Du hast Deine Frau ja auch nicht ausgewählt, weil sie perfekt Kochen, Putzen und Hemden bügeln kann … oder … : )

                Wie gesagt würde mir auch ein Vario Kastenwagen mit Heckantrieb reichen, was meine Reiseziele betrifft, da gehe ich mit Tom konform.
                Beim Kastenwagen in der Größe wäre natürlich auch der Böschungswinkel am Heck eine Frage.

                Reifen müßte man klären.

                Nimmt man ein vergleichbares Sprinter Fahrgestell und läßt den z. B. von Iglhaut mit deren Allrad, zwei Sperren und Untersetzung von Toyota sowie 285er 16″er umrüsten, dann kostet das Teil neu um die 100 kEUR bis zGG von max. 4,2 t bei max. Länge 6,5 m, besser 6,3 m. Um hier noch eine einigermaßen akzeptable Zuladung samt Reserve zu erreichen, ist Leichtbau im Innenraum angesagt, entweder popelig Gelsenkirchner Barrock in Buche hell Imitat oder sündhaft teuer.
                Will man bis 5,5 t zGG sind Zwillingsreifen, sprich Schmalspurbereifung, mit allen Nachteilen obligatorisch.

                • TomVomSee sagt:

                  Jup.
                  Nur gibts den Daily 4×4 als langen Hochdachkasten mit Einzelbereifung auf dem Off-Road-FG.
                  … habs heut weiter oben zu Tom schon mal geschrieben
                  Iglhaut… bin kein Freund von Querblattfedern, würde dann eher zum Achleitner gehen, außer man will den V6 mit ATM, das machen nur die Franken.

                • TomVomSee sagt:

                  ist sogar im offiziellen Katalog von IVECO schon drin, einzelbereift, OffRoad, 265/70er, 5.5t.. lang, hoch…

                • TomVomSee sagt:

                  Ok.
                  Hausaufgaben:

                  Daily 4×4 OffRoad 5.5
                  Bereifung: 265/70R19.5

                  Radstand:3595mm
                  Rampenwinkel vorne:37° hinten:19°
                  Laderaumlänge: 3540mm
                  Laderaumhöhe: 2100mm
                  Fahrzeuglänge: 5900mm ca.

                  Radstand:4175mm
                  Rampenwinkel vorne: 37° hinten 14°
                  Laderaumlänge: 4680mm
                  Laderaumhöhe: 2100mm
                  Fahrzeuglänge: 7100mm ca.

                  🙂 … aber gern!

                  • Klaus sagt:

                    Hallo Tom vom See,

                    als 7 t hat er nur noch 11 ° ….
                    Es ist heutzutage schon denkwürdig, was im Kastenwagensegment so alles zusammengeschustert wird. Von einer ausgewogenen Harmonie in Bezug auf Form und Proportion ist da kaum noch etwas anzutreffen. Nun, Geschmack hat man oder hat man nötig oder nimmt einen FengSchui Berater und stellt für viel Geld seine Geschmacklosigkeit zur Schau.
                    Was die ‘Off-Road’ Variante als 7 t mit 11 ° Böschungswinkel praktisch soll, muß man nicht wirklich verstehen.
                    Der Vario hat bei 6,5 m Gesamtlänge, einem Radstand von 3,7 m eine Laderaumlänge von 4,0 m bei lotrechten Seitenwänden.
                    Soll heißen, der eine Daily4x4-Kasten ist zu kurz, der andere zu lang, von den Proportionen ganz zu schweigen.
                    Ungeachtet dessen werde ich das aber noch abklären, da der Kastenwagen sicher die homogenste und günstigste Variante darstellt.

                    Du hast u. a. gefragt, wie wollt ihr streiten …

                    Super Punkt. War bislang noch gar nicht in meinem Blickfeld. Siehe den Zeitgenossen mit seinem Steyr in der CH….

                    Es geht aber nicht nur um das Thema ‘streiten’, sondern auch darum, generell einen Rückzugsort auf so kleinem Raum zu haben, wenn man längere Zeit unterwegs ist. Oder einer möchte ein sehr persönliches Telefonat führen, während anderer konzentriert arbeiten will und draußen regnet es. Auf 8 qm will es sich gemeinsam leben gelernt sein.

                    Auch hier ist die DoKa sicher eine gute Lösung.

                    Aufstelldach:
                    In Gegenden mit -20 °C reisen wir nicht und wird die Sitzgruppe schlafbar ausgelegt, ist auch Windstärke 5 handelbar.

                    Konventionelle Sandwich-Karton-Bauer scheuen diese Option aber auch wegen der Stabilität ihrer Konstruktion. Ungeachtet dessen geht Hymer mit seiner Vision Venture Studie, deren Praxistauglichkeit sich sicher auch außerhalb urbaner Wohlfühlregionen noch unter Beweis stellen muß, eben diesen Weg.

                    Als Einsteiger in das Segment nur der Fernreisemobile mit erheblich gesteigerter Schlechtwegetauglichkeit ist es wie beim Arzt. Drei Ärzte, fünf Diagnosen, sieben Therapien und alles ohne Gewähr. Besonders da bei den Reiseuntersätzen zum profunden Wissen einzelner sich individuelle Philosophien und Geschmäcker gesellen.

                    Anekdote dazu:
                    Auf einer Führungskräftetagung des leitenden Kaders wird u. a. die Zukunft des vom Direktor und Alleinunternehmer geführten Unternehmens thematisiert. Man kommt überein, daß der Direktor als vitaler Mittfünfziger heiraten und Nachwuchs zeugen soll. Dazu wählt der Personalleiter aus mehreren Partnervermittlungen eine geeignete aus, aus deren Offerten schließlich drei potentielle Damen in die engere Auswahl kommen. Jede der drei Damen erhält 100.000 EUR zur freien Verfügung und muß nach einem Monat nur aufzeigen, was sie mit dem Betrag gemacht hat.
                    Die erste kauft davon Schmuck, Dessous und Pelzmäntel, um ihrem Galan auch dauerhaft zu gefallen, die zweite erlesene Stoffe, Porzellan und Möbelstücke, um das Heim so wohnlich wie möglich zu gestalten und die dritte spekuliert an der Börse und macht 1.000.000 EUR daraus, um das gemeinsame Vermögen auch in der Ehe zu mehren.
                    Für welche der drei bezaubernden Damen hat sich der Direktor entschieden?
                    Nun, ganz einfach, für die mit den größten Brüsten …..
                    (natürlich ist diese Anekdote frauenfeindlich, diskriminierend und was auch immer sonst noch ….
                    doch … an einer Wiese steht Fritzchen und versucht beim ungenierten Wasserlassen -ugs. Pinkeln-, mit dem Strahl Fiegen zu treffen als der Pfarrer des Weges kommt und dies sieht. Empört meint er zu Fritzchen: Das ist ja obszön!). Worauf Fritzchen erwidert: Und ob das sön ist….)
                    Nichts für ungut … : )
                    Humor ist, wenn man trotzdem lacht …. : )

                    • TomVomSee sagt:

                      Haha….
                      ok, so langsam verstehe ich…
                      hab einen PlanB für Dich.
                      Kauf Dir einen Ur-Alt-Vario, Müllhaufen. Kauf dir einen von den 818ern, die beim Ebert stehen. Bau deen Neuen auf den rahmen vom Alten! TÜV §21 und Du hast einen neuen Vario mit Euro3.
                      lg
                      TvS

                    • Tom sagt:

                      Die Idee, den noch nie zugelassen Vario 818 mit Euro 3 auf ein altes Fahrgestell umzubauen, ist nicht schlecht und der Umbau sollte keine Probleme machen. Voraussetzung ist nur die gleiche Gewichtsklasse, damit auch die Rahmen gleich sind. Gut wären auch identische Getriebe, da es verschiedene Getriebehalter gibt.

                      Edit: Und klar, natürlich auch der gleiche Radstand, auch wenn eigentlich “nur” ein eingeschweißtes Rahmenstück mit einer passenden, alten Fahrgestellnummer reichen würde…

                    • klaus sagt:

                      Tom vom See,

                      Du wirst lachen, lach, daran hab ich auch schon gedacht wäre das Teil bei Ebert nicht so lang bzw. Ersatzteilverfuegbarkeit gegeben…

                    • Klaus sagt:

                      Hallo Tom,

                      bezüglich des von TvS erwähnten Umbaus ist sicher nicht nur die gleiche Gewichtsklasse, sondern auch der gleiche Radstand von Bedeutung, so ich das ansatzweise richtig verstehe.

                      Ungeachtet dessen, daß das nur krank ist. Ich kann einen Euro1 und älter problemlos wieder zulassen, nur weil er schon einmal zugelassen war.Aber einen als Euro3 zur Zeit von Euro5 (also 2013) gebauten ohne EZ kann ich in Gesamteuropa heute nicht mehr zulassen.

                      Grüne und Kirchen, Synonym für Inkompetenz und Doppelmoral in Potenz!

                    • Tom sagt:

                      Ja, klar. Passender Radstand wäre sinnvoll.

                  • Klaus sagt:

                    Innenbreite Daily Kastenwagen laut Datenblatt: 1.740 mm !

              • Klaus sagt:

                Herr Grimm von Iveco West, der im Segment 4×4 doch über einiges an Erfahrung hatte, ist seit kurzem im wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger ist in der Thematik 4×4 noch nicht zuhause, die zudem nur ein kleiner Nischenbereich sei.

                Hatte gestern die Gelegenheit, mir einen neuen Daily4x4 mit 19,5″ Einzelbereifung und ZF-Achtgang-Automatik als 7 t anzuschauen. Die Verarbeitung ist wie TvS schon berichtet hat tadellos, dergelichen gilt für die Haptik und Optik sowie für den Sitzkomfort der Schwingsitze, bei denen sich auch das Gewicht des Besitzers einstellen läßt.
                Wehrmutstropfen ist das sehr tief schon fast im Fußraum auf der Beifahrerseite platzierte Handschuhfach. Wenn ich bei 1,75 m und Schuhgröße 42 meine Beine ausstrecke, stoßen die Fußspitzen gegen die Unterkante des Handschuhfachs bei Sitz in hinterster Position. Nach hinten kommt dann sofort die Rückwand.

                Der Schalthebel ist hier auch mit Automatik noch ein Schalthebel, der die Bezeichnung verdient,.
                Anders als beim aktuellen Sprinter, wo der nicht mehr ist, als ein Blinkerhebel der A-Klasse, was auch für andere Bedienelemente im Sprinter gilt. Der 3 l – 6 Zyl. mit 190 PS wird im Sprinter künftig nicht mehr verbaut und auch der derzeitige werksseitig bestellbare Allrad mit Höherlegung und Untersetzung, die für die 0,5 % ‘Offroad’ mehr als ausreichend sein dürften, wird es künftig für den Sprinter nicht mehr geben. Das wird dann durch die aus dem Pkw-Bereich bekannte 4MATIC ersetzt. Bei Allrad-Umbauten durch die bekannten Iglhaut, Obermeier oder Achleitner sollte man die Garantie- und Kulanzregelung von MB für das Gesamtfzg. im Vorfeld in Bezug auf den Umbau schriftlich klären.

                Der Daily4x4 dagegen bietet dagegen 1000fach alles unter einem Dach.

                • Tom sagt:

                  Natürlich war bzw. ist der 6 Zylinder im Sprinter (von Iveco) eine tolle Maschine. Aber der Vierzylinder geht genauso, braucht weniger, spart Gewicht und bringt mehr Zuladung. Ich würde ein Basisfahrzeug für ein Wohnmobil der 3,5 Tonnen Klasse jedenfalls nicht mit einem schweren Sechszylindermotor bestellen.

  44. Tobias sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag zum Allrad-LKW. Mein Neffe überlegt so ein Nutzfahrzeug zu kaufen, um damit durch die Weltgeschichte zu reisen. Leider ist er handwerklich nicht sehr begabt und sollte die Möglichkeit haben einen Service zur Reparatur aufzusuchen. Gut zu wissen, dass sich so ein LKW nicht für Offroad-Abenteuer eignet und man lieber einen passenderen Weggefährten suchen sollte.

    • Tom sagt:

      Den Kommentar verstehe ich nicht so richtig. Es geht ja nicht darum, dass man mit einem alten Allrad LKW nicht Offroad fahren kann. Das kann man sehr gut. Es geht darum, dass man kaum die Gelegenheit fürs Offroad fahren in Europa hat und deswegen nicht unbedingt einen Allrad LKW kaufen muss.

      • Manfred sagt:

        Tobias Kommentar verstehe ich wie folgt, es gibt Menschen, so wie sein Neffe, die sollten besser nicht mit einem alten 4WD LKW durch die Weltgeschichte fahren. Hat also nichts mit den alten Böcken zu tun sondern mit den nicht vorhandenen handwerklichen Fertigkeiten des potenziellen Weltenbummlers. Solche Leute, die für jede lose Schraube eine Werkstatt brauchen sollten m.E. überhaupt nicht mit einem eigenen Fahrzeug auf große Tour gehen. Da wird die kleinste Kleinigkeit zum Abenteuer.
        Mein Ältester hat auch zwei linke Hände, reist aber gerne. Er mietet sich dann im Zielland einen Pickup, oder geht mit Rucksack auf Tour, oder hängt sich an fertig geplante Touren und ist glücklich damit.
        Zu den Foltergeräten mit Allradantrieb würde ich noch den 125 D 10 “Merkur” zählen. Ohne Gehörschutz nicht lange fahrbar.

        • Tom sagt:

          Achso. Ja klar. Natürlich macht es keinen Sinn, einen alten Allrad LKW zu kaufen, wenn man zwei linke Hände hat. Die Werkstätten freuen sich nämlich nicht besonders über alte LKWs ohne Computeranschluss. Ganz gleich, ob mit oder ohne Allradantrieb.

          Und die Liste der Foltergeräte oben im Text ist ja nicht abschließend. Da gibt es noch viele Kandidaten. Aber meine alten und anstrengenden, aber verführerischen Allrad-LKWs sind diese.

          Wobei die Liste natürlich sehr ostlastig ist. Hanomag, Merkur und die Emma sind nicht mein Beuteschema und daher keine Gefahr. Und auch von einem Henschel oder Reo habe ich noch nie geträumt. Da fehlen einfach die Emotionen.

          • TomVomSee sagt:

            Ha,
            hab ich ja jetzt drüberglesn…
            Über “Emma” und “Reo”…
            jetz gips aba einen Einspruch!
            MAN L2AE, ´68, vollsync., Servo, 14.00R20 single,…
            allein der Motor i.V. mit den Ritzelachsen … zum Niederknien, Zaire ist voll davon und die werden gepampert weil nix besseres… Piste super, Gelände auch, ok, oben Servo mit “Wixer”-Schaltung das Folterinstument No.1 in der BW-Fahrschule, aber die letzte Serie… Und eines der geilsten Cabrios aller Zeiten…
            Reo… ok, allein der Anlaßvorgang macht süchtig. zieht wie 100 Ochsen auf Speed und fährt sich wie ein Hochgeschwindigkeitsradlader…
            … gut, bin schon still, werd sich dei Teile zum ExMo ausbaut ist irre, geht auch noch mit einem SSS, Stewart Stevenson Steyr…
            …für die Liste … 😉
            lg
            TvS

  45. TomVomSee sagt:

    Tempora mutantur…

    grad rief mich einehemaliger Reisefreund an, nach einer Ewigkeit mal wieder, technischen Frage …
    lange geratscht…
    Folgende Anekdote:
    Der liebe Mann hat seit mehreren “Wohnmobilen” einen ExMo-Steyr. Mit XZL.
    Fahrt durch die Schweiz. Richtung Seealpen.
    Es ist Früh-Herbst, Nachmittag.

    1.Campingplatz: Nur Camper, keine LKW! Diskussion, Platzwart stinkig, Ehe-Frau maulig, weitergefahren…

    2.Campingplatz: Nur Camper, keine LKW! Diskussion, Platzwart freundlich, Ehe-Frau sauer.

    3.Campingplatz, mittlerweile dunkel, Ehe-Frau wütend!
    Platzwart: Willscht mir den Rasen töten mit deine Camion? Stellst dich zu di Camion auf der Autobahn, mir weckscht Du nicht die Gäscht auf mit deine Monschter-Camion!

    Man übernachtete erst in Frankreich.
    Um 2 Uhr morgens.
    An der Landstraße.
    Auf einem Parkplatz.
    Für Camion.

    🙂

    … kannst ned erfinden!

    Schönen 1.Mai! Gsund Bleibn!

  46. klaus sagt:

    Übrigens, Herr Grimm von Iveco West meinte heute am Telefon, daß der Iveco EuroCargo, 15 t Fahrgestell, 6 l Hubraum und 380 PS, Fernfahrer-Fahrerhaus als 4×4 mit Einzelbereifung und entsprechenden Reifen, man. Schaltgetriebe, Untersetzung und 3 Sperren, metallic Lackierung, Top-Sitzen mit 65 k EUR in etwa gleich viel neu (!) koste, wie ein 7 t Daily4x4 Fahrgestell ….. ansprechendes Fahrerhaus im Gegensatz zum Atego….

    • Tom sagt:

      Ja, größer heißt nicht automatisch teurer. Man sollte beim Kauf von LKWs wirklich immer alle Optionen checken.

      • TomVomSee sagt:

        Haha, Hi Tom … stimmt…

        gibt halt so gewissse Konfigurationen bei LKWs, die sind ganz nett anzuschauen nur ist der Nutzen stark eingeschränkt.
        Und weil keiner die Teile will sind´s dann halt billig…
        Dazu kommt, daß ein Nutziverkäufer sich wie ein Schnitzl freut, wenn ein Camper daherkommt.
        Der kauft nämlich über Endpreis und nicht auf Grund einer Kosten/Nutzen-Kalkulation über Leasingrate und Servicevertrag.
        Und da gibts dann Beratungsgespräche … stundenlang … 🙂 😉

        Aber nun …

        Liabe Griaß von – noch – ruhigen See!

        • Tom sagt:

          Ach, auf der anderen Seite kommt der private Allrad-neu-LKW-Käufer nur einmal. Ist Anfänger, in der Regel blauäugig und bereit, Geld auszugeben. Da wird der Verkäufer schon ordentlich zulangen. Es will schließlich jeder was vom Boom mit Expeditionsmobilen abhaben.

          • Klaus sagt:

            Dann sollte man da vielleicht mit einem Profi zum Verkaufsgespräch aufwarten oder aber Tips vom Profi einholen.

            • Tom sagt:

              Vor allem aber sollte man beim Kauf eines neuen Allrad-LKWs beim Händler nicht zu viel Begeisterung zeigen. Da hilft ein Partner, der über über die Preise und über die Sinnlosigkeit jammert, wahrscheinlich mehr als ein Profi, der sich noch für den ganzen technischen Schnickschnack begeistert.

        • Klaus sagt:

          Hallo TvS,
          apropos Tupper-Kartons auf ExMos, weißt Du jemanden, der dergleichen auf Al, St oder VA-Basis baut? Gibt zwar einige, die das sich privat für sich gebaut haben, doch es muß doch noch Blechspengler aus dem Fahrzeugbau geben, die formschöne und leichte Kabinen passend zum Fzg. bauen können

          Liebe Grüße
          Klaus

          • TomVomSee sagt:

            Hi Klaus.
            Ja, die gibts.
            Du könntest Dich mal an die Firma ExKab wenden, die machen Alu-Roh-Kisten auch nach Kundenwunsch, recht flexibel. Warzenblech oder glatt.
            Wenns um Blechkiste mit Iso geht, machen viele FZ-Bauer. Da könnte ich ruhigen Gewissens die Fa. ZeBu in Landshut empfehlen.
            VA würde ich nicht empfehlen, einfach wg. Preis und Fügen.
            Frag mal wenn Du magst einen der Uralt-Profis, Klaus Fröhlich, Fa. f&f-Expedition, der ist seit zig Jahren im Business und auf Reisen, zudem was Materialkunde anbelangt extrem gut.
            Hier keine links, mußt selber googeln, will Tom nicht drazn.;-)
            lg
            TvS

    • TomVomSee sagt:

      Hi Klaus.
      EuroCargo hat einen Tector5/3.9l oder Tector7/5.9l .
      380PS wäre eine sehr grenzwertige Tuning-Nummer. Der Motor hat in der höchsten Leisstungsstufe 280 PS. Mehr Leistung gibt es für BehördenFZ.
      Fernfahrerhaus gibt es nicht, nur kurz und lang , das “lange” hat ein “Pennbrett”. Zudem gibt es – wieder für Behörden – einen geräumige DoKa..
      Wenn Du mal 150E32 Feuerwehr googelst gibtss Bilder. Und auf mobile gibts beim Leotta im Schwabenland zwei sschöne 150E30.
      Und wenn Dir IVECO einen NEUEN150E38 mit Fernverkehrshaus Allrad, 3 Sperren, 14.00R20 für – Du bist doch Privatmann?? – 65k brutto sprich 54.621,- netto verkauft, dann schlag zu.
      Wenn allerdings der 150E28WS gemeint ist, aus 4/19, Vorführer, kleine Hütte, 2-sitzer, 3.240mm Radstand … hmm…

      • Klaus sagt:

        Hallo TvS,

        das Thema Allrad-LKW ist lange abgehakt.
        Zu groß, Probleme innerhalb der EU und CH vorprogrammiert, auch wenn das sicher ein tolles Angebot wäre. Hab das nur als Beispiel angeführt.
        Anscheinend machen die Partikelfilter von Euro6 Ategos zuweilen so ihre zur Weißglut führenden Probleme. Zuweilen ist wohl einer von vier Sensoren defekt, ohne daß der defekte ausgelesen werden kann. Vier Sensoren bestellen und Sensor für Sensor auswechseln, bis der defekte gefunden ist. Es lebe Euro 3 und drunter….

        • Tom sagt:

          …oder halt der Euro-6-Benziner. Zumindest als Überbrückung, bis es vernünftige Elektroautos gibt.

          • Klaus sagt:

            Vernünftige Elektroautos?
            Damit meinst Du sicher nicht die mit Lithium Ionen Akkus etc…..

            Ungeachtet dessen…
            Die Natur kennt weder das Rad noch kreisförmige Bewegungen noch Schüttelhuber.
            Dafür reichen ihr bereits 1080 mbar um größte LKW oder Häuser in die Lüfte entschweben zu lassen.

            • Tom sagt:

              Nun ja, wenn der Nachbar mit dem flüsterleisen Tesla losfährt, bin ich schon ein wenig neidisch. Elektroautos sind wirklich ein Segen für die Städte. Ganz anders als diese aufgebrezelten “Sport”-Wagen.

              • Klaus sagt:

                wenn diese aufgebrezelten “Sport”-Wagen nicht mehr gebaut würden resp. die zul, Phonzahl drastisch reduziert würde, wäre hier schon ein Riesenfortschritt gegeben.
                Teslas brennen laut Musk 14 Tage im hermetisch geschlossenen Spezialcontainer, von denen es nur sehr wenige gibt, und es braucht dabei 11.000 l Wasser, den Brand zu löschen. Das THW wird benötigt, den kontaminierten Platz weitläufig zu reinigen und dann braucht es eine Straßenbaufirma, die den Straßenbelag entfernen und wieder neu teeren. Elektroautos mit Lithium-Ionen-Akkus sind ein Grüner Irrweg deren Doppelmoral. Ganz zu schweigen von den 21.000.000 l Grundwasser, die TÄGLICH in der Atacama-Wüste, der trockensten Region dieser Erde hochgepumt werden müssen wegen der Lithiumgewinnung und den Bauern ihr fruchtbarer Boden hinter der Atacame zu Ödland verdorrt.

                Elektroautos sind wirklich so leise, daß man sie überhaupt nicht hört, was auch zu Schreckmomenten führen kann, wenn urplötzlich so einer auf einem Supermarktparkplatz neben einem herangeschlichen kommt.

                Hören, daß ist noch eine ganz andre Sache, die immer mehr einer degenerativen Entwicklung besonders bei den Kindern und Jugendlichen unterliegt aufgrund der Verwendung von Ohrhörerstöpsel, digitalen Musikmedien und die Zeit die sie damit in ihren Zimmern und nicht in der Natur verbringen.
                Der Informationsfülle dieser Medien ist verglichen mit der einer Schallplatte ein schlechter Witz. Obertöne? Fehlanzeige. Das brauchen wir aber, um über unser Gehör auch orten zu können und das wiederum hat Auswirkungen auf den Gleichgewichtssinn, der ebenfalls im Gehör integriert ist.

                Auf ardmediathek.de ist derzeit eine geniale zweiteilige Doku über Elefanten, die sicher auch für Fernreisende interessant sein dürfte, die aber vor allem über atemberaubende unglaubliche Fähigkeiten dieser größten Landsäugetiere berichtet, die mit ihren Rüsseln die Umgebung HÖREN können und sie später wie eine Route auf dem Navi abrufen können.

                Kleine Hörkunde:
                vom Schall, den wir hören, hören wir nur 10 % direkt von der Quelle und 90 % aus der Umgebung, was für die dreidimensionale Schall-Ortung unerläßlich ist. Konventionelle Lautsprecher basieren in der Schallwiedergabe zu 100 % auf widernatürlichem Direktschall, weshalb wir eine sog. (künstliche) vage Räumlichkeit auch nur und ausschließlich im besagten Sterodreieck hören, mit all seinen negativen Konsequenzen. Ohrhörerstöpsel und auch Kopfhörer sind somit Gift für unser Gehör, da 100 % Direktschall unmittelbar ins Gehör geführt werden. Wir vergewaltigen unsere Sinne unbewußt durch bewußten Informationsentzug.
                Was das mit alten Allrad-LKWs zu tun hat? Nichts. Alles.

                • Tom sagt:

                  Na egal, hat ja wirklich nichts mit dem unnötigen Kauf von Allrad-LKWs zu tun. Am ökologischsten ist wohl, das zu nutzen, was sowieso da ist. Oder halt Fahrrad zu fahren.

  47. Tom sagt:

    Ich habe mir übrigens mal die Anzeige für die 2013er Euro-3-Varios MB 818 4×2 beim Ebert in Hünfeld angeschaut und dort angerufen. Sehr netter Kontakt. Der Händler ist zuversichtlich, die letzten 8 von insgesamt 35 fabrikneuen, aber nun doch schon etwas abgestandenen Exemplaren trotz der nicht möglichen Zulassung auch noch verkauft zu kriegen.

    Tja, wenn der lange Radstand nicht wäre.
    Aber egal, ist sowieso ein Vario. Und da sollte ich mal auf meinen eigenen Beitrag zum Kauf alter LKWs hier hören. Entweder ganz ohne Sensorik. Oder gleich Euro6. Alles dazwischen macht eigentlich keinen Sinn. Nicht zu dem aufgerufenen Preis für einen 7 Jahre ungefahrenen Mercedes Vario 818 Kasten.

    • TomVomSee sagt:

      …und schwupp… da isses, das Wort der Worte… “UNGEFAHREN”… 7 Jahre mit einem Standschadenpotenziel daß es mir – mit jahrzehntelanger Standschaden-Erfahrung – alle Lach und Weintränen in die Augen treibt. Kontaktoxidation der Steuergeräte, Ionenfluß vom Allerfeinsten, trockene Schläuche, halbbröselige Siris, von Kunststoffschrumpfung, Verzug und gesetzten Aggregate und Karosserielager nicht reden zu wollen.
      Im Übrigen eben auch DAS Thema der “wenig” gelaufenen und “sehr” gepflegten “Depot”Fahrzeuge… Thema “Bewegungsfahrten” der Wehren… war immer eine launige Thematik auf Behördenauktionen bei den THW-Böcken…
      Und ja, Dein entweder nix oder Euro6 unterschreib ich, allerdings nur für die nagelneuen Euro6 und nicht die Harnstoffversuchsträgergeneration.
      Ein Bekannter in Italien baut grade einen EuroNix Dodge Ram aus den 90ern auf. Alter Diesel, Schalter. Teile für lau, Cummins unkaputtbar. War von der Army, Zustand “rotto”, mit 25k mls auf der Uhr, hat keiner geglaubt bis der Kopf unten war, Verschleiß NULL. Als 3500 verträgt er locker 1,5t zuladung mit Zwilling hinten. Rahmen schön niedrig, evtl kommt ein FourWheelCamper https://fourwheelcampers.com/ -Aufbau drauf, für 2 Erwachsene mit 4 Jahre Nachwuchs gut dimensioniert.
      Auch eine Alternative. Und der Knips kann durchs Fenster in den Aufbau klettern. 🙂
      Nur so als Info – aus der Anderen Welt.
      lg
      TvS

  48. Klaus sagt:

    Vielleicht ist es eine Überlegung wert, mal einen fundierten Bericht über Standschaeden zu schreiben, wie sie warum wo mit welcher Auswirkung entstehen und wie man sie woran erkennt. Das würde sicher dazu beitragen ausufernde Preisstrukturen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu bringen.

    • Tom sagt:

      Normalerweise schreibe ich ja nicht auf Abruf. Sondern nur darüber, was mir gerade wichtig ist. Aber wenn meine Spendenaktion gut anläuft, kann ich ja mal über sowas nachdenken.

    • Klaus sagt:

      In der Regel stehen gewisse Fzg. ewig und drei Tage im Netz.
      Manchmal sind sie aber weg, da haste den Hörer noch nicht ganz auf die Gabel gelegt.
      Die Frage wäre also, haben mögliche Standschäden bei besterhaltenen H-Kennzeichen tauglichen Fzg. mit wenig km und Kurzstrecke generell massiv lebensdauerverkürzende Auswirkungen oder bringt man sie nach Kauf in eine exzellente Fachwerkstatt und läßt sie durchschauen und revidieren und legt vielleicht noch mal bis ca. 5.000 EUR dafür drauf, hat aber dann ein Top-Fzg. an dem alles stimmt.

      • Tom sagt:

        Selbst wenn du denkst, dass du ganz konsequent alles hast neu machen lassen, bleibt immer das eine Bauteil übrig, dass du oder die Werkstatt vergessen hast. Alte LKWs sind immer ein Risiko. Genauso wie neue LKWs wahrscheinlich. Das ganze Leben ist ein Risiko.

        • Klaus sagt:

          Nun dann …
          schließen wir halt eine Risikolebensversicherung ab ….
          oder …
          Auf geht’s Leben!
          Frisch gewagt ist halb gewonnen.

          Im Netz bin ich auf einen Bericht der (freien) Werkstatt eines Käufers eines VW T6 BiTDI – 4 MOTION mit DSG und 204 PS gestoßen, dessen Motor bei 60.000 km auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe zu sein scheint. Fzg. hatte er fast neu bei VW mit Werksgarantie gekauft, später bei VW mit einem von VW zertifizierten/freigegebenen Chiptuning, mit dem das Fzg. sämtliche Garantie- und Kulanzansprüche behält, versehen lassen. Dann kam erhöhter Ölverbrauch, Austausch der AGR-Einheit auf Kulanz, danach noch höherer Olverlust, Reklamation bei VW, VW zieht Kulanz für AGR zurück, da der Austausch der AGR-Einheit nach Ablauf der Garantie für das Chiptuning geschehen sei und das VW-Chiptuning als Tuning wie von einer Hinterhofbastelbude gesehen werde, wodurch alle Garantie- und Kulanzansprüche erlöschen. Man will gar nicht wissen, was alles demontiert werden muß, um nur an die Glühkerzen zu kommen. Zyl.-Laufflächen sahen echt heftig aus. An der Einfüllöffnung des Stutzens fürs Kühlwasser pappte füllig eine beige-weiße Pampe. Sich mit VW anlegen ist teuer und langwierig und endet in der Regel wenn mit einem Vergleich.
          Da bleibt eigentlich nur die Strategie eines ExMo-Kunden, dessen vom Ausbauer geliefertes ExMo wohl einer mobilen Dauerbaustelle glich, Ball flach halten, Dummen finden und schnellstmöglich verkaufen.

          Daß der große Turbodiesel bereits im ersten T5 mit 2,5 l bereits thermisch nicht unkritisch war und mit 2,0 im T6 anscheinend bis heute zu sein scheint, was auch langjährige Mechaniker von VW-Nutzfahrzeuge privat bestätigen, hat sich anscheinend zu den Chiptunern von VW bzw. den Rotstiftakrobaten aber auch bei den Kundendiensttechnikern der Händler noch nicht durchgängig rumgesprochen.

          Oder anders gesagt, als in den 1990er Jahren die Firma Hagenuk ihre Mobiltelefone mit einer patentierten Antenne ausstattete, die die gesundheitsrelevante Strahlung im Kopfbereich im Gegensatz zum Wettbewerb stark reduzierte und das auch noch explizit bewarb, durfte selbst der Handel dies erst nach mehrmaligem konkretem Nachfragen ansatzweise bestätigen. Kurze Zeit später wurde Hagenuk durch die Wettbewerber vom Markt gedrängt. Die Patente für die Antenne verschwanden in irgendwelchen Schubladen. Hagenuk hatte durch die spezifische Bewerbung ihrer speziellen Antennentechnik, indirekt zum Ausdruck gebracht, daß durch die Mobiltelefone Tumore entstehen könnten. Zudem waren die Kosten für das Bauteil dieser speziellen Antenne wesentlich höher, als der Wettbewerb bereit war, dafür auszugeben.
          Wenn VW dieses Chiptuning für den T6 nicht anbieten würde, würde VW wahrscheinlich damit indirekt die thermischen Probleme dieses Motors im T6 bestätigen.

          Augen auf beim Autokauf.
          Autokauf ist Vertrauenssache.

          und ….

          Die Freude am (vermeintlich) niedrigen Preis währt meist kürzer, als der Ärger über mangelnde Qualität.

          Ein guter Bekannter aus der CH, selbständiger Bauer und Schreiner, erzählte, daß er seine Landmaschinenwerkstatt beauftragt hatte, eine defekte Maschine zu reparieren und wollte wissen, wie schnell er das erledigen könne. Ob er denn keinen Kostenvoranschlag wolle, wollte die Werkstatt wissen. Darauf mein Bekannter, er brauche die Maschine, keinen Kostenvoranschlag.

          Oder wie ein Herr Morgan einmal gesagt haben soll: “Wenn Sie mich fragen, was eine Yacht kostet, können Sie sich keine leisten.”

          Viele erlauben sich mehr und mehr nach dem Grundsatz ‘Geiz ist geil’ zu leben.
          Viele lassen sich als gelernter Fachmann dazu nötigen, Nippes zu fertigen, Schund, der nach einmaligem Gebrauch im Müll landet.
          Handarbeit ist nahezu unbezahlbar geworden.
          Heute werden von unseren Unternehmen hierzulande vor allem Arbeitsplätze in China gesichert.
          Ein Land, daß sich die Arbeit seiner Menschen nicht mehr leisten kann, ist wie die, die ihre Wappentiere ausrotten.

          Sieht man auf den Seiten der Ausbauer deren Referenzprodukte, dann ist es analog wie in den vielen Lebensmitteldiscountern: 80 – 90 % ist durchweg vor allem auch optisch potentieller Sondermüll. Was die technischen Belange betrifft verweise ich auf die Kommentare von TvS.

          Die Münsteraner Kaufleute arbeiteten früher nach dem Grundsatz: Ehre ist Zwang genug.

          • Tom sagt:

            “Frisch gewagt ist halb gewonnen.”

            So isses. Du wirst nie jede Eventualität vorher ausschließen können. Erst recht nicht beim Kauf von alten LKWs. Aber dafür ist man nicht durch irgendwelche blöden Garantieklauseln eingeschränkt. Sondern hat freie Hand.

          • TomVomSee sagt:

            Hi.
            Jetz muß ich mal kurz was richtigstellen:
            Ja, VW hatte und hat Probleme mit den Dieseln im T5/T6.
            Schaut man sich die Stückzahlen an die über die letzten fast 20 Jahre verkauft wurden und die Laufleistungen der angebotenen Autos auf den Plattformen ist das Problem der Motoren …weg!
            Klar, wenn man einen Multivan mit 2,5t glaubt wie einen Golf GTi zu fahren fliegt einem der Motor. Wenn man noch chipt eh.
            mtm gehen, ttrs motor rein und gut is. Ach, man hat das Geld nicht? und chipt? Dann sollte man still sein wenn die Kiste stirbt.
            Abgesehen davon verkauft VW seine Autos nicht wegen Kulanz oder weil sie sooo lieb sind sondern weil es im Vergleich zu den Mitbewerbern gute Autos sind. Und es eine Frage von Angebot und Nachfrage ist.
            Und noch eins: Wenn man einen T5/T6 durchrepariert wird man nicht arm. Kupplung komplett incl Schwungrad für 700,–, Radlager 80,– Bremsscheibe 60,–, das sind Chevy-Preise.
            Ich kenn die Jammerstories im Netz, die posts im TX-Forum, interessiert mich null, dazu hab ich zu lang mit dem Zeug zu tun.

            Und weißt Klaus, nicht bös sein, aber hier im Forum gehts um Autos und nicht um Politk.
            Ich war zu viel auf dem Planeten unterwegs um da nicht meinen Senf abgeben zu können – ich laß es.
            daß wir nicht reparieren sondern Teile tauschen, Module wechseln hat völlig andere Gründe. Und ist in vielerlei Weise gut so wie es ist. Wenn mann immer nur das Schlechte sucht findet man es. Aber die Welt zwar nicht perfekt aber gut und wird besser, nicht schlechter.

            Freiheit beginnt im Kopf. Reisen auch. Nur wenn ich mein Zuhause liebe kann ich das Ferne greifen und verstehen. Wenn ich weg muß, flüchte ich und Flucht ist nicht Reisen, beim Reisen will ich wieder heim, beim Flüchten weiß ich nicht wohin.
            Und – je länger man sucht desto weniger will man finden.
            Zum Reisen braucht man sehr wenig. Schon gar kein perfektes Auto. Im Gegenteil … in all den Jahren waren es die Pannen, Liegenbleiber, unplanmäßigen Werkstattbesuche rund um den Globus, die mir die guten, erinnerungswürdigen, Freundschaften bildenden Stories bescherten, die mir Kunden, Freunde, Verwandte erzählt haben. Und ich selbst erleben durfte.
            Fahr einfach los!

        • TomVomSee sagt:

          Genau das macht doch das Leben, das Reisen aus. Die Unsicherheit, die Überraschung, das Unerwartete. Wenn ich für alles das Perfekte suche, das Sichere, dann bleib ich daheim weil besser wirds woanders nicht.
          Wie erdet uns doch gerade die momentane Zeit, Seyschellen sooo weit weg, wir wären doch froh, mal wieder ins Elsaß oder übern Brenner fahren zu können!
          Egal – Radl oder Vespa, aber …weg!
          Sonst kann man ja nicht mehr heim fahren… 😉

    • TomVomSee sagt:

      Mit nix bringt man die Preise auf den boden der Tatsachen. Angebot und Nachfrage, Marktwirtschaft. Punkt.
      Auch wenns 10 kapieren wachsen 20 Beratungsresestente nach. Und selbst wenn man vorn alles erklärt kommt nix hinten an.
      Wenn man einem Selbstausbauer erklärt, daß beim Wiederverkauf NIEMAND seine gefühlten 20.000Stunden bauzeit bezahlen wird, weil wenige auf pink lila gelsenkirchener Barock mit Ikeagriffen stehen dann ist er nicht einsichtig sondern beleidigt.
      Und selbst im Jahr 2020 gibt es Leut, die mit einem Borgward GruKW nach peking fahren wollen ( …echt geil, der Bock, kannst easy alles selber machen, hab mir n cooles Rep-Handbuch besorgt, echt irre Alter, nur 3 Maulschlüssel zum Diff-wechseln .. cool…) – ja,ja, die gibts wirklich, massenhaft, und wachsen nach…!
      Und – nix ist so günstig, wie ein ExMo mit privatem verzweifeltem Vorbesitzer.
      Viele werden nach der ersten “Tour” verkauft, fast immer die zwei gleichen Gründe: Entweder das Teil ist einfach nach Beladung mit Hausrat, Wasserm, Sprit, Kindern, Hund, Spielzeug, Sonnenschirm etc. bei zu hohen Schwerpunkt, falschen Stabis, weichen Federn, schmaler Spur, zu kurzem Radstand einfach nicht fahrbar, (hatte ich letztens wieder auf der Autobahn, Steyr-was sonst – rechte Spur, Spurrillen… Eiertanz!), oder die Herzensdame formuliert das irrreversible “Nie wieder…!”
      Demnach – laß sie teuer einkaufen, reparieren, aufbretzeln, hintenrum wirds nur günstiger! 🙂 🙂

  49. TomVomSee sagt:

    Griaßdi Klaus.

    Zum einen ist der Begriff “Standschaden” in sich schwierig, zum anderen wäre – was in der Regel unmöglich ist – zu klären, woher der Schaden stammt.
    Es gibt nämlich Langzeit – und Kurzzeitstandschäden.
    Ein Reifen ist nach 1 Jahr ohne Bewegung und mit FZ-Last “fertig”
    andere Komponenten erst versteckt nach zig Jahren.

    Bei dem Begriff “excellente Fachwerkstatt” stellen sich mir die Nackenhaare auf.
    Einen guten Schrauber zu finden ist in etwa so schwer wie einen guten Orthopäden.
    Es ist – in beiden Fällen eine Frage von Motivation + Erfahrung + Reichtum.
    Nicht jede Werkstatt kann sich “zufriedene” Kunden leisten, muß Teile verkaufen und Schäden “erfinden” um zu überleben.
    Wenn FW, Polizei, RotesKreuz, Justiz iher FZ dort warten lassen ist das ein gutes Zeichen, Thema “Einsatzfahrzeuge”. Da stimmt zumindest mal die Endkontrolle…;-)

    Generell – JEDES Fahrzeug hat Schwachstellen, egal ob alt oder fabrikneu, diese zu sehen, zu finden hat was mit viel Erfahrung zu tun, Geduld und Interesse.
    Und ist bei Händlern und Werkstätten auch eine Gewissensfrage, weil man auch bei entsprechenden Erfahrungswerten selten “auf Verdacht” austauscht.

    Was für ein Auto soll das sein, was man für 5k durchschauen, revidieren und “top” machen kann?
    Es gibt Brot-und-Butter LKWs, da bist Du mit 5 Reifen, Bremsen, Bremsschläuchen, Radlagern und Buchsen, Motor/Getriebe/Verteilergetriebe/Achsen/Lenkung Ölwechsel schon weit über 5K Teile. Und da sind noch keine Kabel wegen bröselnder Iso, poröse Schläuche, geschrumpfte harte Dichtungen Türen Scheiben etc, gewechselt.

    Zum Thema “H-Kennzeichen”… der Erhaltungszustand ist kein H-Kennzeichenkriterium.
    Wenn ein FZ älter als 30 jahre ist, verkehrs und betriebssicher, HU besteht und nicht total unzeitgemäß verbastelt und “abgewohnt” ist gibts “H” (§23 StVZO).
    Wenn Du mit einer alten Drehleiter, anno ´70, zum TÜVler fährst, Reifen nicht überaltert, Aggregate dicht und alles funzt hast Du “H”. Ob bei dem Bock die Suppe in die Türen läuft wenns regnet, mit den Bilux-Lampen blind rumfährst, Dir nach 100km die Diffs vor lauter Jaulen den allerletzten Nerv rauben ist dem TÜV herzlich wurscht.
    Genauso wirst Du keinen Händler finden, der Dich 500km probefahren läßt.
    Fazit: Immer viele Unsicherheitsfaktoren.

    Ich hab mal gelesen, Händler würden die Preise hochtreiben bei Versteigerungen und den Privaten die Chance nehmen, billige Autos zu ersteigern.
    Nun, wer als Privatmann ein BehördenFZ ersteigert treibt den Preis. Logisch. Weil Händler so billig wie möglich einkaufen wollen, da das Risiko bei ihnen liegt. Der Kunde hat ja später Gewährleistung und kein Händler will bei 500 Marge 3 Monate später ein Getriebe für 2k tauschen, oder?
    Zudem – wenn ich 5 Schlachautos auf dem Hof hab kann ich günstig in Stand setzen, der Private geht erstmal Teile suchen. Bei manchen FZ hoffnungslos, z.B. Kat1 WSK…

    Die goldenen Zeiten der Super Behördenautos ist schon lang vorbei, der Staat schaut zuerst aufs Geld, der BW-Fuhrpark gehört der Bahn und die Cops leasen silberne Folienkombis.
    Der break even war ca. 85. alles was danach in Dienst gestellt wurde war später Opfer des Finanzministers. Für 35 Jahre alte Nutzis Teile aufzutreiben ist manchmal unmöglich. Also – wer nicht unbedingt selber alter!! KFZ-Mechaniker (und nicht Mechatroniker) ist,nicht als liebste Freizeitbeschäftigung unterm Auto liegt, gern Investitionsruinen im Hof stehen hat, sollte die Finger davon lassen.

    Will man aber trotzdem sich auf diese Abenteuer einlassen gibt es einfaches Regelwerk:

    1. Komponenten und Aggregate:

    Was hat das Objekt der Begierde für Motor/Getriebe/Achsen?
    Wo wurden die Aggregate überall eingebaut?
    Wie lang war der Herstellungszeitraum?

    2. Verwendung

    Wo war das FZ als Typ überall eingesetzt?
    Was wurde damit gemacht?

    3. Verbreitung

    Wie viele Stück wurden produziert?
    Wie viele “leben” noch?

    Ein schönes Beispiel sind – ja,ja, nicht maulen und Kopf schütteln, auch da weiß ich zu genau wovon ich schreib – Pick-Ups aus US-Fertigung.
    Motoren Benzin V8 small block, der von GM ist der meistgebaute Motor der Welt.
    Motoren Diesel Cummins R6
    bei beiden weltweit Teile verfügbar, die Cummins laufen in zig Baumaschinen, Wasserpumpen, Booten, Stromerzeugern etc.
    Achsen: GM14 oder GM16, Dana44, Dana60
    Getriebe ist Typfrage aber auch da glänzen die “Amis” mir Unmengen und schier unkaputtbar.

    z.B.: bekomme ich für einen 1995er VW T4 manche Technik Teile nur noch über VW Classic.
    für einen 1978er Chevy Blazer K5 ALLES von zig Lieferanten und teils viel billiger.

    Grundthematik ist und bleibt aber der “Leichtbaufetischismus” sprich “Nutzlastoptimierung”.
    Früher mußten Autos halten – heute wenig brauchen, viel laden, schnell kaputt gehen.
    Da nur noch geleast wird ist auch der Erhalt weitgehend egal, wie Leasingraten berechnet werden wissen wir alle.

    Zum Schluß: Bei einem Fahrzeug stimmt nie alles. Bereits in der Planung sind Fehler verankert, overengineered, Komponentenfehler. Bestes Beispiel: SBC-Bremse Mercedes
    Zudem Zulieferschwankungen, “Montagsautos”, falsche Ersatzteile, etc.
    Alle Störungen auszuschließen ist unmöglich, weil ein Sammelsurium von Einzel-Verschleißteilen.

    Und wenn ich meine größtmögliche Ruhe will, dann gibts in meinen Augen und Erfahrung nur drei Autos:

    Eine Emma einzelbereift mit frischer Werks-Inst. (hat noch Kurbel zum Anlassen!!)
    Ein HZJ Euro 0 generalüberholt. (nicht umsonst beliebtestes “technical”)
    Ein Ram 3500 Cummins Schalter/DB-Getriebe. ( da laufen zig mit mehr als 1Mio !!mls!! rum…)

    liabe Griaß

    TvS

    • Tom sagt:

      Hahaha, die exzellente Fachwerkstatt suche ich auch noch. Das ist wirklich ein Irrglaube. Denn viele Werkstätten arbeiten schon gewissenhaft. Es ist der Kunde, der immer ein bestimmtes Budget vorgibt. Und wenn 10 Stunden Fehlersuche, Nachdenken oder Planen 1.650 € kosten, ohne dass irgendwas repariert ist, hört der Spaß ganz schnell auf. Da kostet nämlich ein entsprechend aufbereiteter alter LKW plötzlich mehr als ein neuer.

    • Klaus sagt:

      Hallo TvS,

      meine Info ist die, daß ‘Händler’ in Losen kaufen, ersteigern und deshalb den Zuschlag bekommen.

      Zulieferschwankungen … Hab bei Bosch Automotive in der Produktentwicklung geschafft, ja, das kenne ich zu genüge, wenn Ausnahmegenehmigungen von Zulieferern angefordert wurden, wegen Toleranzüberschreitungen. Da kam vor Weihnachten immer ein Inhaber eines KMU und verteilte Jacken und andere Begehrtheiten, um die Kontinuität einer wohlwollende Zusammenarbeit auch weiterhin zu fördern, da solche Genehmigungen einen ziemlicher Aufwand und Verantwortlichkeit bedeuteten. Dan kam er in einem Jahr mit einer Karte für jeden, in der er sich bedankte und mitteilte, daß er den Betrag X als Anerkennung nunmehr einem Hilfswerk spenden würde. Darauf meinte einer der Kollegen, dann soll er sich dort künftig auch wegen seinen Ausnahmegenehmigungen hin wenden …

      Von Deinen drei Hinweisen zu Kabinenbauern von Metall-Kabinen könnte womöglich einer eine Option sein, so kein MB T2N Kastenwagen in entsprechendem Zustand gefunden werden kann. Die beiden anderen sind da die völlig falschen Ansprechpartner. Der Eine baut nur Sandwichkabinen, der andere nur LKW-Aufbauten.

      Für die, die sich Handarbeit noch leisten wollen und können, die auch bereit und in der Lage sind, 500-750 k EUR aus der Portokasse zu nehmen, läßt folgendes möglicher Weise das Herz höher schlagen, auch wenn es kein Reisemobil ist …. https://www.hemmels.com/restoration-process

      Das Auge fährt mit.

      Liebe Grüße

      Klaus

      PS:
      Hätten die VSA seit jeher Spritpreise wie in der BRD, wären dort die Big- und Smallblocks längst Historie oder Raritäten. Mercedes schmeißt jetzt demnächst auch beim Sprinter den 6 Zyl. – 3,0 l Motor raus. Laut MB-Verkauf den besten, den es für den Sprinter gebe.

  50. Klaus sagt:

    Es gab Zeiten, da war es etwas wie eine Auszeichnung, erfüllte es die MA mit Stolz, bei dem oder dem deutschen Unternehmen arbeiten oder als Zulieferer tätig sein zu dürfen
    Es ist traurig, wo heute Produkte deutscher Ingenieurs- und Mechanikerkunst deutscher Firmen angekommen sind.

    Ungeachtet dessen gibt es noch Werkstätten, die genau die Philosophie der Kundenzufriedenheit leben. Sie sind aber zugegebener Maßen so rar wie Landgasthöfe mit angeschlossener Metzgerei und Hausschlachtung geworden.
    Und ja, man wird sicher nicht das Fzg. bis auf die letzte Schraube auseinander nehmen lassen.

    Was Cummins betrifft, so gibt es den ja auch noch im Duro II mit Allison-6 Gang Automatik …. doch der erfreut Dein Herz aus anderen Gründen eher weniger … : )
    Ansonsten sehe ich das mit Autos wie mit Frauen.
    Jeder hat da seine eigenen Vorlieben und die muß und darf er dann lieben.

    Und nee, die von Dir genannten Fzg. treffen so gar nicht meinen Geschmack. Da buche ich eher eine Pauschalreise nach weiß Gott wohin. : )

    Danke für Infos.

    Mach et joot

    Klaus

  51. TvS sagt:

    Hi Klaus.
    meine FZ Auswahl bezog sich auf go everywhere – no trouble. Schee is was anderes. Aber wer ein ReiseFZ nach der Optik kauft verliert eh.
    ff baut nix, seine Aufbauer bauen, ist aber ein begnadeter Planer. Und versteht sein Fach.
    ZeBu baut Koffer für LKW, richtig. Wenn man nicht Unsummen versenken will dann geht man zum LKW-Aufbauer und den Rest macht ein Schreiner. Wenn man einen Plan hat. Hab ich deshalb empfohlen, weil ZeBu vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut ist.
    Der V6 Motor von DB war gut, eher ok, wird nicht mehr gebaut weil Benz schlau geworden ist, sich fertigungs und wartungsbezogen von zwei Zylinderbänken verabschiedet und der R6 geht halt in den Sprinter nimmer rein. Platzthema, an dem auch teils der Vario gestorben ist.

    Sprinter Allrad Einzelbereift ist – wenn schwer – eh nur bei Achleitner zu machen. hatten wir aber schon.

    Zu dem link: Ich bin ein Freund der Carta von Turin, versuche zu erhalten was geht. Liebe “Patina”. Bei Firmen wie hemmels und frobeen setzts bei mir aus. Piechscher Spaltmaßfetischismus der den alten Kisten die letze Seele raubt. Frobeen setzt noch eins drauf und baut auf neuere Technik um was alleerdings aus mehreren Gründen bei den 111ern z.b. nur verständlich ist.
    Wenn es etwas völlig überbewertetes gibt in punkto PKWs, dann Mercedes aus den 50er bis 70er Jahren. Nicht nur meinen meinung sondern von vielen Schraubern um mich herum.Wenn man zeitgleich in punkto Komfort, Technik, Verarbeitung, Motorenbau nach Italien, USA und selbst England schaut bleiben bei Benz bessere Erdbewegungsmaschinen über. Wenn ich Pagoden schon sehe stellen sich mir die Nackenhaare auf. Fahrspaß nur mit viel Autosuggestion. Allein der 6-Zyl auf der Vorderachse – Alptraum. Nebenbei, ich hab einige Mercedes PKW restauriert, vornehmlich W111 Cabrios, am liebsten 220er SEB mit Unimog-Motor 😉 und einige Zeit bei Mercedes gearbeitet. Bis mir das “Programm” nicht mehr gefallen hat.
    Aber nun, eben auch teilweise Geschmacksache.
    Bei Frauen nicht anders, aber sie müssen verläßlich sein, ehrlich und mit einem “mitmachen”. Schönheit liegt im Auge des Betrachters ist aber auch dem Zeitgeist unterworfen.
    Ein FZ, erst recht ein Reiseauto, muß laufen, leicht zu warten und reparieren sein und nicht eingebaute Fehler haben.
    Wenn ich in Südamerika unterwegs bin und die Wahl hab nehm ich nun mal einen “Ami”. Für Afrika was anderes.

    Übrigens, ja, Händler kaufen “Blöcke” und die BehördenVK verkaufen Blöcke. Warum? Weil ein Block an einen Händler mehr Kasse macht als die Kisten einzeln zu verkaufen.
    Ist so und war so. Wer das sagt? Der Bundesrechnungshof.
    Und Händler, die großen der Branche, kaufen auch nicht um Spinnern ExMo-Fahrgestelle aufzuschwatzen sondern weil sie Großkunden im Ausland beliefern. Incl Teilelogistik. Alfers, Geroms, Aigner, Alga, Gassmann. 20 Kat1 nach Kenya verkauft man im Bruchteil der Zeit die man braucht um einen alten THW Magirus loszuwerden! Nur muß man in der Liga spielen, 20 Kat1 kaufen zu können und anschließend noch die Ersatzteillogistik zu stemmen. Altes Thema …
    Die richtigen Händler schicken dir zudem auch mal ein Teil nach Feuerland, wenn ist. Macht die VEBEG nicht.

    Von Pauschalreisen hab ich allerdings echt keine Ahnung 😉
    Schönes WE
    TvS

  52. Klaus sagt:

    Hallo TvS

    von Pauschalreisen hab auch ich keine Ahnung, brauch auch keine …

    ff baut NUR Sandwich-Kabinen. Gerade die wollte ich wenn überhaupt gar nicht.
    ZeBu lehnt Kofferbau für WoMo generell ab.

    Grüße

    Klaus

  53. Thomas sagt:

    Kurz und bündig: Danke für Deinen tollen Artikel. ich wühle & lese mich immer wieder durch Deinen Blog. Ich liebe ihn und er hilft mir beim Träumen und beim Realist sein. Vielen Dank Dafür!

    • Tom sagt:

      Danke für dein Feedback. Ich spüre mittlerweile wirklich so etwas wie Verantwortung, auch mal einen Kontrapunkt zum allgemeinen Allrad-LKW-Rausch zu setzen. Denn meist ist so ein Allrad-Monster wirklich unnötig. Gerade jetzt, da die Welt wieder etwas kleiner geworden ist.

  54. Anonymous sagt:

    Hallo Klaus,
    wer bietet den neuen Eurocargo 15xxx Allrad mit großer Kabine für 65K brutto an ? Ich hätte gern einen

    Butch

  55. Jörg H. sagt:

    Genüßlich habe ich den beitrag gelesen und festgestellt; ich modifiziere meinen Caddy etwas. Damit ist dem basteldrang genüge getan und kann immer noch mit ausreichend kleingeld durch die gegend fahren. Ein expeditionsmobil wäre schön aber hätte ich vor 25 jahren besser nutzen können, als ich noch jung und naiv war.
    Abschließend; wie haben es all die globetrotter in den sixtys mit ihren T1 oder Ford transit bis nach Indien geschafft !?

    • Tom sagt:

      Mit deinem Caddy wirst Du wesentlich öfter die berühmte letzte Meile überwinden als mit einem riesigen Expeditionsmobil. Und dann stehst Du am Strand und freust Dich. Weil du vollkommen unbehelligt bleibst, während der Monstertruck von allen argwöhnisch beäugt wird. Wenn er denn überhaupt die enge portugiesische Dorfdurchfahrt geschafft hat.

  56. Anonymous sagt:

    Thanks Klaus,

    ich ruf da morgen an…
    Im übrigen habe ich den ganzen Thread einmal durchgelesen.
    Dei vielen Ansichten und Geschmäcker sind durchaus interessant und bereichernd.
    Wir sind nun im Vorruhestand und sind auch mit unserem recht Mobil der Linerklasse viel unterwegs. Nun möchten wir zwei die Welt bereisen und auch unwegsame Routen bewältigen. Wir waren schon fast auf allen Kontinenten privat und beruflich. Daher der Wunsch nach einem Fahrzeug dieser Klasse. Wir möchten uns nicht mehr auf einem Kastenwagen oder ähnlichem beschränken. Dafür sind wir einfach zu alt und zu bequem.
    Nach dem wir uns auf dem Markt der alten Allrad LKW´s umgesehen und die Kosten zu einem neuen Allrad LKW verglichen haben, sind wir zu de Entschluss gelangt ein neues Fahrzeug zu kaufen. Unimog ( hatte zwei) und Co. ist nichts für uns….zu laut, zu klein und unkonfortabel. Landcruiser sind klasse aber zu klein ( hatte über zwanzig davon im laufe der Jahre). Ein alter LKW kostet aus unserer Sicht nach einem Umbau Reifen, Kabine kürzen, Federung, Überholung usw in etw das gleiche wie ein neuer Allrad LKW und bietet uns deutlich mehr Komfort in Geschwindigkeit, Klimatisierung, Lärm und Zuverlässigkeit. Die Kabine kostet je nach Ausstattung ohnehin das Gleiche. Da wir keine Lust haben das Teil selbst zusammenzubauen kommt also einer der Aufbauhersteller für uns in Frage. Natürlich kann man wegen EU 6 und Schmutzigem Diesel irgendwo in Afrika oder Adblue tagelang diskutieren. Uns it das egal und wir nehmen das in Kauf zumal sich das abschalten lässt und zusätzliche Filter ohnehin erforderlich sind. Sicher sind die Kosten in Summe nicht unerheblich und nicht für jedermann eine Option. Wir möchten mehrer Jahre unterwegs sein, sofern es die Gesundheit zulässt.

    gruß
    Butch

    • Klaus sagt:

      Hallo Butch,

      dann wünsche ich Dir viel Erfolg. Besagtes Fzg. ist in hellgrau lackiert, hat ein man. Getriebe, Untersetzung mit 3 Sperren und eine Liege hinter den Sitzen.

      Gruß
      Klaus

    • Tom sagt:

      Ich möchte euch nicht zu nahe treten, aber für Europa seid ihr mit eurem Liner wesentlich besser bedient. Gerade im Alter. Und schon für Südamerika ist ein neuer Euro 6 LKW problematisch. Von Afrika ganz zu schweigen.

      Wenn es dann aber doch ein alter LKW werden soll, müsst ihr einen ganz schönen Abstieg in der Bequemlichkeit hinnehmen. Und zwar sowohl in der Fahrerkabine als auch im Koffer. Kannst ja mal in eurem Liner bei 4m ein Bettlaken spannen. Und dann frag mal deine Frau, was sie von deinen Plänen hält.

      Und du fragst in der Zwischenzeit mal bei einem richtigen LKW, ob du das Ersatzrad mal abbauen, einmal um den LKW rollen und wieder anbauen darfst. Die machen den Spaß für eine Kanne frischen Kaffee bestimmt gerne mit.

      Danach dann überdenkt ihr beide euer Konzept vom altersgerechten Reisen im Allrad-Lkw vielleicht noch einmal.

      Achso, und den schmutzigen Diesel kann man nicht abschalten. AdBlue sicherlich. Aber dieser Harnstoff, der in die Abgasanlage gespritzt wird, ist das geringste Problem. Problematisch ist die Abgasrückführung in den Motor in Verbindung mit hohen Schwefelwerten des Diesels. Das wird ganz schnell zum Showstopper. Und zwar ohne Herstellergarantie.

  57. Klaus sagt:

    PS:
    Die Firma Fahrzeugbau-Deckwerth.de (Hr. Pommert) baut z. B. Kabinen in der Konstellation von außen nach innen Alu-Sandwich-Holz.
    Die wiederum arbeiten eng mit der in dem Blog angegeben Firma für Innenausbau (Die Reisemobilmanufaktur) zusammen, die den 1124 von Tom ausgebaut haben.

    Liebe Grüße
    Klaus

  58. Anonymous sagt:

    Hallo Klaus,
    habe mit Hr. Grimm telefoniert. Hatte nicht den Eindruck das er derzeit ein passendes Fahrzeug auf dem Hof hat. Egal er meldet sich. Vielleicht finde ich auch bei MAN was passendes…mal sehen.
    Wir möchten ja ohnehin einen längeren Radstand ( ca. 4.20) und schnelle Achsen, da muss man einfach suchen.
    Bei Bestellfahrzeugen scheinen die für neue Fahrzeuge zunächstmal höher zu sein. Vorteil ist das man nur das kauft was man möchte. Die Kabine kommt im Nachgang. Wobei wir natürlich Vorstellung haben wie der Layout sein sollte usw.

    Nun ist dieser Thread etwas vom eigentlichen Thema abgedriftet und ich entschuldige mich dafür an dieser Stelle. Fakt ist ohne jeden Zweifel, das ein Allrad LKW nicht zwingend erforderlich ist um auf Weltreise zu gehen.
    Ein normaler LKW kommt fast immer genauso weit, wenn der Fahrer damit umgehen kann. Die Bergung eines Allrads Fahrzeugs ist meist deutlich schwieriger. Für uns ist der Allrad nur 2 Gründen interessant. Extra Bodenfreiheit und Robustheit.

    Gruß
    Butch

    • Klaus sagt:

      Wie siehst Du einen Unimog U2450 – 6×6 DoKa aus 2001 mit 31.000 km…..?

      Aber wie Du sagst, man braucht keinen Allrad-LKW, schau Dir mal all die LKW an, die in Afrika, im Orient oder Südamerika tagtäglich unterwegs sind….

      • Tom sagt:

        Klar, so ein 6×6 Unimog ist schon geil. Da hast du dann gleich 6 Radvorgelege, an denen du auf der Autobahn alle 100 km die Temperatur messen musst. Und überleg dir jetzt schon mal eine passende Antwort, wenn du an jedem Stellplatz mindestens zehn Mal gefragt wirst, an welchen Offroad-Expeditionen du schon so alles teilgenommen hast.

        • Klaus sagt:

          Ich glaube, es gibt kaum ein anderes Allrad-Fzg. in der heutigen Reiseszene, das so polarisiert wie der Unimog.
          Den Bauern damals als Universal-Fzg. mit den markigen Versprechungen ‘der kann alles’ angepriesen, kamen die zu dem Schluß, ‘ja aber nichts richtig’ und blieben beim Traktor.
          War auch nur zufällig im Netz darüber gestoßen.

    • Tom sagt:

      Ja, wenn großer LKW, dann macht der Allrad das Kraut auch nicht mehr fett. Aber wie schon geschrieben, würde ich das Konzept überdenken.

  59. Anonymous sagt:

    wir hatten ja schon 2 Mogs. Allerdings in der Landwirtschaft. Der erste war ein 406. Naja man kann sich Ohren mit den Knien zuhalten, kommt der Lärm nicht so durch. Allerdings ohne ausgeprägten Drang zum selber schrauben wird das nix. Immer war irgendwer kaputt. Danach kam ein U90 so ein Moderner von 1996 mit nur ganz wenig Stunden. Nettes Fahrzeug und um längen besser als der 406. Aber auch ein verbauter Albtraum zum Schrauben. Ich bin damit nach Regensburg und zurück auf der Autobahn gefahren und habe einen Tieflader abgeholt….nie wieder. Hatte auch MB Trac´s der großen Baureihe. Die Motoren waren alle gut. Mercedes Getriebe mit DoppelH und Luftdruckgruppenwechsel sind nicht für jedermann und verschleissen relativ schnell. Für Unimog gibt es derzeit in Landwirtschaft keinen Platz mehr. Er kann nichts richtig und hat eine schlechte Gewichtsverteilung, die Kosten in der Sternapotheke kommen noch dazu. Wir fahren seit Jahren Fendt Vario, die fast genauso schnell laufen.
    Ein 6×6 2450 is wahrlich ein anderes Kaliber, aber wohl eher für den Freizeitspaß in der heimischen Kiesgrube perfekt. Auf Weltreise würde mir das Teil nicht im Traum einfallen. Kurze Kabine, Laut ohne Ende und langsam ist der auch noch. Da bleibt jeglicher Komfort auf der Strecke und das zu Mondpreisen.

    Das extra Quäntchen mehr, das ein Mog im Gelände bringt wird daher teuer erkauft finde ich…

    Gruß
    Butch

  60. Klaus sagt:

    Besagter 6×6 hat DoKa….
    Es gibt heute Traktoren mit Klima und Stereo so hoch wie eine Maxi-Hochdach-Zugmaschine für einen 40 t Sattelauflieger, die auf einem Bauernhof nichts verloren haben. Doch wo gibt es noch Bauernhöfe….?

  61. Ronja sagt:

    Danke für deine Worte, dass das Gequatsche vom Offroad-Abenteuer mit dem Allrad-LKW ein großer Schwachsinn ist. Ich habe letztens in der Werkstatt erst einen solchen LKW gesehen, der seine besten Tage schon hinter sich hatte. Ich wusste gar nicht, dass es in Europa nur wenige Stellen gibt, wo man wirklich Allrad braucht.

  62. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,

    danke für die Hinweise, derzeit sind wir noch nicht so klapprig das wir keinen Reifen am LKW wechseln könnten. Ich denken das wird noch etwas auf sich warten lassen. Derzeit schaff ich das auch noch bei den Hinterrädern von unseren Schleppern. Der Punkt zur Abgasrückführung ist valide, aber wie bei unserem Liner kein Thema. Die neuen Tector Motoren, die im Iveco verbaut sind stammen von Cummins. Diese Motoren haben keine Abgasrückführung. In meinem Liner ist so ein Motor verbaut. EU6 ohne Abgasrückführung . Viele ältere Motoren auch von Mercedes und MAN haben dieses Manko verbaut ( nicht die ganz alten). Komfort ja das ist ein Thema. Wenn wir nur Europa bereisen wollten würden wir beim Liner bleiben. Auch USA ist gar kein Thema. Aber unser erster Trip wird Australien. Das Land habe ich schon häufig bereist, auch den Simpson und die Cunningham Stockroute sowie Perth-Rockhampton quer durch. Unser Liner kann das einfach nicht, obwohl wir ein LKW Chassis haben. Dafür ist der nicht gebaut.
    Da wir zum einen etwas Komfort möchten und Bodenfreiheit brauchen gilt es für uns den besten Kompromiss zu finden. Über einen alten LKW der komplett aufgearbeitet werden muß, denke ich nicht mehr nach. Entweder einen neuen/fast neuen oder einen bei dem schon alles nachweislich gemacht wurde. Aber zum Komfort braucht man eine große Kabine und damit fallen für uns die ganzen kleinen LKW´s raus. Kabinenlänge brauchen wir 5,5m. sowas passt nur auf einen Radstand von ca. 4,2m wenn man, wie in unserem Fall, eine Fernfahrerkabine möchte.
    Das hat auch alles nichts mit OFF road Abenteuer zu tun, sondern eher das wir die Natur einfach nochmal erleben möchten, jetzt wo wir die Zeit dafür haben und unsere Freiheit genießen. Wir haben z.B. vor Jahren die Nissan OFFRoad Challenge mitgefahren und brauchen uns oder anderen nichts mehr beweisen.

    Wir brauchen nur noch ein geeignetes Fahrzeug….

    Gruß
    Butch

    • Tom sagt:

      Oh, sorry. Da habe ich deinen ersten Post wohl falsch interpretiert. Ich wollte nur mal für das Thema des altersgerechten Wohnmobilreisens sensibilisieren. Denn da ist der Allrad LKW sicherlich der falsche Ansatz.

      Und wenn ich den ganzen Aufwand sehe, einen Lkw nach Australien zu bringen, dann würde ich vor Ort etwas kaufen. Es gibt doch garantiert auch in Australien geländegängige LKWs und Wohnmobile. Und wenn nicht, dann werden die outdoor- und offroadbegeisterten Australier wohl eine bessere Lösung haben…

  63. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,
    das haben bereits recherchiert. Die Preise in Down Under für halbwegs vernünftige Fahrzeuge ist enorm hoch sofern man überhaupt was finden kann. Der Markt dort ist sehr überschaubar und die Entfernungen für Besichtigungen sind in diesem Riesenland ein Problem. Da ich dort schon einmal Womo hatte, tu ich uns das nicht nochmal an. Die Transportkosten stehen über die zwei Jahre Aufenthalt für uns in keinem Verhältnis. die meisten Grey Nomads reisen mit neuwertigen Geländewagen und Campervans von CP Platz zu CP Platz. Das ist nicht unser Ziel. Autos sind Allradfahrzeuge sind dort sehr teuer und häufig am Nutzungsende.
    Untern Strich also keine Option für uns….

    Mit freundlichen Grüßen
    Butch

    • Tom sagt:

      Danke für die Informationen. Ich hätte gedacht, dass man im zivilisierten Australien einfach ins Autohaus spaziert, sich einen schicken Geländewagen kauft und ausbaut. Anschließend wieder verkaufen. Aber klar, für 2 Jahre lohnt sich natürlich die Verschiffung. Da weiß man, was man hat.

  64. Klaus sagt:

    Vielleicht ist das eine Alternative: https://www.exkab.de/

    Jedenfalls wünsche ich Euch viel Erfolg bei der Umsetzung und würde mich freuen, wenn Du mal erzählst, für welches Fzg. und welchen Ausbauer Ihr Euch entschieden habt.

  65. Klaus sagt:

    Deutsche Sprach sein schwere Sprach, besonders, wenn sie dann noch mit Anglizismen durchsetzt ist.

    Hab Dank für Deine Aufmerksamkeit. Lach …
    Doch es wird mit ‘C’ geschrieben aber auch mit ‘P’, anstatt mit ‘B’ am Ende.

    Von daher muß es http://www.excap.de heißen.

    Die einen bauen Hardcore-Alu-Kabinen vorzugsweise für Pickups, die anderen modifizieren den Steyr 12M180 und machen daraus fast neue Allrad-LKW.

    • Tom sagt:

      Achso. Ja, ich wollte ja nicht deine Rechtschreibung korrigieren. Sondern nur den obskuren Link. Schließlich schaue ich mir schon an, was hier so an Links gepostet wird.

      Aber das mit den “neuen” Steyr ist doch etwas übertrieben. Wenn man sich im Detail anschaut, was die machen, kommt am Ende ein frisch lackierter, neu bereifter und mit nicht zeitgenössischen LED Lichtern gepimpter Oldtimer mit roten Stoßdämpfern heraus. Da ist nicht ein Lager oder Wellendichtring gewechselt. Und der Steyr 12M18 ist immer noch ein alter Armee-LKW, von dem gerade mal ein paar 1000 Stück gebaut wurden.

      Genial ist da allein das betriebswirtschaftliche Konzept. Die kaufen quasi jeden verfügbaren Steyr, machen cooles Design und coole Werbung und bedienen dann die entstandene Nachfrage. Zu exorbitanten Preisen natürlich. Aber immerhin ist das die originale Geschäftsidee.

      Die anderen mit dem Iveco 90-16 machen das Modell ja nur nach. Aber beide sind sozusagen die Deluxe-Gebrauchtwagenhändler: Billig kaufen, aufhübschen, verticken.

      • Anonymous sagt:

        Die Pistenkuh fährt z. B. den Steyr 12M18 und hat bei Excap den LLK nachrüsten lassen, sind damit sehr zufrieden, kann man auf deren Seite nachlesen.
        Die Preise für das Basismodell eines aufbereiteten 12M18 beginnen bei 45.000 EUR inkl. LLK, neuem Schuhwerk und H7-Hauptscheinwerfer. Auch eine Klimaanlage ist optional erhältlich. Was den sonstigen Umfang der Revision angeht, da sollte man sich mit Excap persönlich in Verbindung setzen. Übrigens auch Ulrich Dolde hat in seinem 917 LED-Hauptscheinwerfer montiert.

        • Tom sagt:

          35.000 Euro für eine Lackierung, ein paar LED-Scheinwerfer und einen Satz neue Reifen wäre mir zuviel. Dafür würde ich lieber die Wellendichtringe, Kühlerschläuche und Radlager wechseln. Und da bleibt noch eine ganze Menge Geld übrig. Aber trotzdem wird aus dem 12M18 mit seinen 180PS kein Rennwagen.

          Womit wir wieder exakt bei der Eingangsfrage wären, ob ihr wirklich einen alten Allrad LKW kaufen wollt. Denn auch der Steyr ist so ein altes Gerät. Das muss man echt mögen. Da kann er noch so coole LED-Scheinwerfer haben.

          • Klaus sagt:

            Nee, eine Lackierung ist demnach in der Basisversion nicht dabei.
            https://excap.de/2018/10/12/neu-bei-excap-der-excap-delta/
            Bezüglich Lager, Kühlschläuche oder Simmerringe, das sollte man mit Excap im persönlichen Gespräch klären.
            Schau Dir mal die Preise eines Duro II 6×6 mit unter 1.000 km an, das fängt bei 50 kEUR an, ohne daß am Fzg. irgendetwas gemacht ist.
            Für einen 917AF/AK mit unter 50.000 km legt man beim Händler auch ab 25 kEUR auf den Tisch und die haben meist noch Zwillingsreifen und werden ebenso ohne Durchsicht, Revision verkauft.
            Habe den vorsichtigen Verdacht das die Zunft um Pistenkuh & Co. hier einiges zu dem Boom beigetragen haben, daß jemand wie Excap da ein Geschäftsmodell draus macht.
            Übrigens, Excap gibt das Leergewicht des Steyr-Fahrgestells mit 5,4 t an.

            • Tom sagt:

              Klaus, das hier ist ein Artikel, der sich kritisch mit dem gerade gehypten Kauf von Allrad-LKWs befasst. Ich denke, das siehst du auch so. Und trotzdem machst du hier mit deinen ganzen Links (ich nehme mal an unbewusst) Werbung für gewerbliche Traumerfüller. Das mag ich eigentlich nicht auf meinem Blog haben.

  66. Anonymous sagt:

    Mit alten Steyr oder luftgekühlte Oldtimern würde ich niemals nach OZ fahren. Man bekommt keinerlei Ersatzteile dort, ausser Reifen. Ausserdem haben diese Fahrzeuge fast nie eine Klimaanlage im Fahrerhaus. Das ist nicht nur unkonfortabel , sondern kann auch lebensgefährlich werden. Die Temperaturen im Sommer können brutal heiß werden. Hitzeschlag ist selbst für hartgesottene Aussies ein Thema. Für einen Oldtimer kostet so eine haltbare Klimaanlage ca. 10K. Ich habe viele Autos dort gesehen, die sich auf den Wellblechpisten selbst zerlegt haben. Nicht umsonst ist bei den Womovermietern das befahren ins Outback normalerweise verboten. Selbst mein seliger heißgeliebter Toyota BJ 40 hat damals die halbe Handbremse in der Wüste auf dem Weg zu den Olgas verloren. Der Spezialanhänger musste mehrfach wieder zusammengeschweißt werden.
    Wir hatten dort auf auf einem Wüstentrip 200mm Regen. Da ging damals ohne Allrad nix mehr. Auf dem Trip trafen wir eine Familie die sich festgefahren hatte und nicht mehr aus eigener Kraft dem roten Schlamm befreien. Sie saßen 2 Wochen mit einem Kleinkind im nirgendwo fest…. Auf einem weiteren Trip Trip von Darwin nach Rockhampton hatte ich ca. 100Km vor Winton selbst so ein Debakel. Alle Highways und Bahnlinien waren in kurzer Zeit weggespült. Nicht mal die Army kam durch um die unterwegs Gestrandeten mit Lebensmitteln zu versorgen….Damit hat man freilich keine Probleme wenn man sich nur auf den großen Highways an der Küste bewegt. Nun wir wollen wieder hin….nicht für den Thrill sondern wegen der einzigartigen Natur…..

    Und die Moral von der Geschicht….Australien ist für alte Autos nix ( wenn man nicht schrauben will/kann ).
    PS. man kann sein Fahrzeug auch nicht dort einfach verkaufen und nach Hause fliegen ….

    Steuer und
    Linkslenker kann man dort nicht einfach zulassen

    also muss das Teil auch wieder exportiert werden.

    Gruß
    Butch

    • Klaus sagt:

      Ich bin sicher, Du wirst das für Dich richtige Fzg. für Deine Reise nach Australien schon finden.

      Ersatzteile für einen Steyr12M18 schickt Dir Excap sicher genauso mit Express innert weniger Werktage in jedes Land der Welt zu wie ESB für einen Bucher/Mowag Duro II.
      Ob eine Iveco/MAN Werkstatt in Australien jedes Ersatzteil an Lager hat, ist die Frage, die zu klären wäre. Und keine Elektronik hat im Backofen Outback sicher auch etwas für sich.

      Also viel Erfolg beim Finden

    • Tom sagt:

      Und nicht vergessen, dass die Australier weder Schmutz noch Asbest ins Land lassen. Und da gibt es an alten LKWs mehr, als man denkt: Kupplungsbeläge, Bremsbeläge und solche Gemeinheiten.

  67. Klaus sagt:

    Hallo Butch,

    auf DeineTube ist eine Doku
    Truck Fahren im australischen Outback: 54 Meter langer LKW und 685 PS

  68. Stefan sagt:

    Moin,

    ich wage zu behaupten, dass nur wenige Gründe für alte Allrad-Lkw sprechen: die Zuladung und die Reisegegend.

    Will man wirklich viel zuladen/mitnehmen, zum Beispiel weil man eigentlich das Begleitfahrzeug für einen Trupp Motorräsee ist oder weil man darin wohnen will, als wäre man zu Hause, Dusvhe und Waschmaschine eingeschlossen, dann kommt man um Lkw nicht herum, allerdings kann man dann auch das Ablasten auf unter 7,49 to zGG vergessen. Wer seinen Lkw auf unter 7,49 to zGG ablastet, lügt sich selbst in die Tasche. Und wer sich nicht selbst in die Tasche lügt, lastet nicht ab, sondern macht oder hat den Lkw-Führerschein, der übrigens in der Anschaffung und ExMo-Ausrüstung eines Lkw noch mit die günstigste Anschaffung ist.

    Ein guter Grund für alte Autos ist, Reiseziele im Blick zu haben, in denen die Ersatzteilversorgung ebenso schlecht ist, wie die Kraftstoffqualität, wie z.B. Zentralafrika.

    Ein guter Grund für Allrad ist es, Reiseziele im Blick zu haben, wo Einheimische auch nur Allrad fahren oder gleich zu Fuß unterwegs sind, Sibirien im Regen oder sowas.

    Kombiniert man all das, ist man schnell bei einem alten Allradlastwagen.

    Die hier genannte Liste der beliebtesten ist leider gut.

    Der IFA W50A (und LA) z.B. war im Gelände und in der Werkstatt der unkompliziertere und daher bessere Unimog, der IFA L60A (und LA) der bessere Mercedes NG1017. Kein Wunder, dass Daimler Benz die IFA-Nutzfahrzeugabteilung sehr schnell kaufte, um als erstes die Produktion der beiden bessrren Wettbewerbsfahrzeuge einzustellen schin kurz nachdem die deutsch-deutsche Grenze hinfortgefegt war.

    Und lauter ist es im W50 auch nicht, als im Unimog.

    Gut auch herrauszustreichen, wie gefährlich der Mercedes Rundhauber ist, einfach weil Frauen ihn mögen.

    “Schatz, wenn Du den kaufst, dann mache ich den Lkw-Führerschein.”

    Zack haste einen Mercedes Rundhauber und Frau fährt damit rum und könnte ohne Ohren im Kreis grinsen. Polizisten kontrollieren Dich, nur weil sie mal eine Runde mit Dir drehen wollen. Zur HU musste mit dem Prüfingenieur Kaffee trinken, dito bei kontrollierten Grenzübertritten in der Dritten Welt mit Grenz- und Zollbeamten und -soldaten.

    Und wenn Du LEGO kannst oder COBI oder Revell oder IKEA, dann kannst Du am Rundhauber alles selber warten und reparieren und das musst Du, denn in der Daimler-Nutzfahrzeug-Vertragswerkstatt bitten Sie Dich vorher anzurufen, wenn Du vorbeischauen willst, damit sie dann nicht da sind.

    Ich kenne alle Lkw von der Liste im Wartungs- und Reperaturaufwand und im Gelände und könnte Bücher darüber schreiben. Es ist eine gute Auswahl von Dir und ja, für die meisten, die sich einen Allradlastwagen kaufen, ist das das falsche Auto. Die Ausnahme ist der, der zugibt, dass das eben sein Hobby-Oldtimer sei, ganz so, wie jemand einen alten (und eigentlich völlig unpraktischen) Rolls Royce Phantom IV oder VW Brezelkäfer oder einen Messerschmidt Kabinenroller betreibt.

  69. Augusto sagt:

    Hi, wir leben in Luanda, Angola, und haben wir uns ein Unimog 1300L Krankenwagwen zugelegt. Wir haben noch ein Nissan Patrol 4×4 Diesel und ein Dodge Ram 2500 4×4 6.7 Cummins Diesel. Unsere Kinder leben in Myanmar und Hamburg. Weihnachten kommen sie um mit uns Urlaub zu machen und fahren an den unangetasteten Straende des Suedens, die wunderbar sind. Die Sache hat aber einen Haken, es ist dann Sommerzeit und Regenzeit hier und diesen Teil des Landes ist ziemlich verlassen. Die Afrika Kenner wissen welche Scherze Tockenfluesse waehrend der Regenzeit machen koennen, man faehrt durch, nach 15 Tage Urlaub will man zurueck und man muss am Trockenfluss warten bis es sich auslaehrt um weiterfahren zu koennen. Bei voller Trockenfluesse kommt keiner durch ausser der Unimog, der Biest schafft proktisch alles. Wir sind damit zufrieden und wissen dass die Kinder puentlich ihren Rueckflug antreten werden.

  70. Anonymous sagt:

    Nach dem wir alles mögliche probegefahren und verglichen haben ist die Wahl auf einen recht neuen KAT HX60 Euro 4 ohne Adblue gefallen. Hat alles an Ausstattung ( Klima, Luftsitze, Standheizung, Einzelbereifung, Automatik usw) was wir möchten und wir schmeißen nicht gleich ein Drittel des Fahrzeugs weg. Fährt sich trotz der Größe sehr einfach, agil, und recht leise. Leistung und Zuladung reicht uns.

    Jetzt gilt es einen Aufbauherrsteller für eine 5-5.5m Kabine zu finden…

    Gruß
    Butch

    • Tom sagt:

      Super. Informieren, nachdenken, probefahren, entscheiden. Und dann machen (oder lassen). Das ist beim Kauf alter (oder neuer) Allrad-LKWs die richtige Reihenfolge. Wichtig finde ich vor allem, dass das Basisfahrzeug passt und nicht erst aufwendig umgebaut werden muss. Da lohnt es sich, am Anfang lieber etwas mehr zu investieren. Und den HX60 kenne ich nun selbst nicht, aber als Nachfolger vom MAN KAT1 4×4 wird er schon Spaß machen. Allerdings auch die gleichen Nachteile haben. Telegraph Track ist dann nicht. Aber das ist Euch ja bewusst.

      Ist der HX60 einer der britischen Rechtslenker, von denen gerade einige ausgemustert werden?

  71. Anonymous sagt:

    ja ist einer der gerade ausgemustert wurde, aber doch recht neu und fast nichts gelaufen. Der Rechtslenker kommt uns eigentlich sehr gelegen für Down Under. Ich denke der Spristverbrauch wird ähnlich zum TGS/TGA sein, aber ist auch nicht entscheidend. Fährt sich auch als RL sehr einfach und komfortabel und erstaunlich übersichtlich (für die Verhältnisse natürlich). An der Basis ist da nicht viel zu tun. Diese Fahrzeuge scheinen komplett konserviert worden zu sein. Man kommt überall sehr gut dran. Naja nun geht die Suche nach einem Aufbauhersteller los.

    Gruß
    Butch

    • Tom sagt:

      Na, wenn der HX60 gerade so schön geputzt ist, reduziert sich vielleicht der Einreiseaufwand nach Australien. Baut ihr das Fahrzeug dann konsequent als Rechtslenker auf? Also mit Koffereingangstür links?

  72. Anonymous sagt:

    ist noch offen, wenn es ein Individualbau wird ja. wenn es ein Bliss Container werden sollte nicht, da man den Träger dann jederzeit besser wechseln kann oder separat verkaufen kann.

    • Tom sagt:

      Nun kenne ich die Gewichtsverteilung vom Bliss Koffer nicht. Aber vom Konzept her könnte man den Koffer doch auch einfach nur drehen. Man müsste halt nur den Heckträger variabel machen bzw. auch in der Front Wandhalterungen vorsehen. Dass die Tür auf der linken Seite dann falsch herum öffnet, würde ich als unproblematisch ansehen.

      Gerade beim HX60 ist ja wie beim MAN KAT1 ein Durchgang sowieso schwierig. Da würde das mit der drehbaren Box doch gut passen.

  73. invalid name sagt:

    Danke fürs “erden”! Fundierte Kritik ist im hypegeschwängerten Web eher schwer zu finden.
    Vom Kauf und Fremdausbau eines MB LA 911 sehen wir dann wohl erstmal ab. Auch wenn der Reiz groß gewesen war, ein relativ wertstabiles WoMo für unabhängiges Reisen zu erstehen, zumal sehr kostengünstig.

    • Tom sagt:

      Naja, ich weiß nicht, wo ihr die Begriffskombination “LA 911” – “Fremdausbau” – “sehr kostengünstig” herhabt. Denn da passt nichts zusammen. Außer, Jeff Bezos schreibt hier unter Pseudonym. Ich jedenfalls würde Kauf, Aufbereitung und einfachen Fremdausbau eines LA 911 Einheitskoffers eher so bei 60.000 € ansiedeln. Und dann habt ihr einen zwar süßen, aber lauten und langsamen, engen und stinkenden, alten und rostenden Dinosaurier an der Backe. Früher sind die Leute mit sowas rumgefahren, weil sie kein Geld hatten. Aber viel Geld auszugeben, um so zu tun, als ob man keins hätte, ist schon komisch.

      Insofern: Richtige Entscheidung, auf den Kauf eines Allrad LKW‘s zu verzichten. Und das schreibe ich als ausgewiesener Mercedes-Kurzhauber-Liebhaber. Aber wie gesagt: Nur gucken. Vielleicht mal anfassen. Aber nicht kaufen.

  74. invalid name sagt:

    Wir waren bein einem Richtwert von 35.000 EUR gewesen, für Kauf, Aufbereitung, individueller Koffer. Innenausbau dann teilweise in Selbstleistung. Das Basisfahrzeug ist bei ca. 20.000 km noch sehr gut erhalten und rostfrei. Daher war unsere Bewertung etwas optimistischer. Der konkrete Leistungsumfang war aber noch nicht beschrieben. Das würde ich jetzt mal nachholen um zu einer endgültigen Einschätzung zu kommen.

    • Tom sagt:

      Mit 35000 € schaffst du es nicht, einen LKW nebst Koffer zu kaufen und den Koffer ausbauen zu lassen. Dafür bekommst du vielleicht mit Müh und Not einen LKW und dazu den Koffer mit Zwischenrahmen. Und dann bist Du genau da, wo du mit einem Vario Kastenwagen schon bist. Und es startet der Ausbau. Kannst natürlich auch einen Sprinter nehmen. Oder einen Ducato. Das spielt keine Rolle.

    • TomVomSee sagt:

      ok, mal wieder ich, zum alten ewigen leidigen Kostenthema.
      Basis 20k km und 20 Jahre = 20km/Woche oder 80km/Monat. Bewegungsfahrten. Standuhr mit Standschäden. SiRis, Lager, Dichtungen, Von der Einspritzpumpe bis zur Lenkmanschette. Alle Schläuche und Leitungen am Ende, außer man hatte einen spießigen Zeugwart mit Schrauberwahn, zuviel Geld und einen Killer-TÜVler. Alte LKW sind – wenn extrem wenig km – Bastelbuden, auch wenn sie “super dastehen”! Und mit jeder Minute Verkaufsgespräch werden sie besser!
      Also, LA911, ex BePo, “rostfrei”, 20.000km schätz ich auf ca. 50Std und 5000€ im ersten Jahr bei 10.000km Laufleistung. Ganz grob. Reifen müssen eh neu.
      Koffer mit 20kubikmeter Volumen, Fenster Türen, rüttelfest und isoliert, bekommt man für 20k hin.
      Tom und seine 60k sind auf meiner Höhe, ich würde halt noch 20k für “Ü-Eier” kalkulieren. Motor, Getriege, Diffs werden nicht besser durch nicht fahren. Und kosten zwischen unverschämt und saumäßig.
      Und ja – 911er sind soooo hübsch. Und allein das Fahrerhaus, zum Knuddeln, Riesenlenkrad und all das schöne nostalgische Blech, die Chrominstrumente, vielleicht noch die Vintage-Wollstoffsitzbezüge, ein Augenschmaus für die MANUFACTUM (… es gibt sie noch, die Guten Dinge!) Fans.
      Ehrlich, ein ExMo/WoMo ist ein NUTZFAHRZEUG und kein Liebhab-Eimer. Das Teil muß!!! günstig sein im Unterhalt, man reist für sich und nicht für die Tanke und Werkstatt. Wenn schon der Weg das Ziel ist, sollte man gern fahren und nicht froh sein endlich da zu sein – wo auch immer.
      Die LKW die da Spaß machen sind alle höchstens 20 Jahre alt – ab heute. Einen 20 Jahre alten LA911 gibts nicht, das Teil ist vom Konstrukt ein direkter Nachfolger der !!! Wehrmachts-Hauber!!! also eine 60 Jahre alte Gurke.
      Sorry, aber so ist es. Und nicht anders.

  75. Lars sagt:

    Besten Dank an Dich und deine tolle Seite. Wir haben einen 18 Jahre alten 614, den wir zum Wohnmobil umgebaut haben .Heute war der große Tag beim Tüv, alles ist eingetragen worden. Bei der Wohnmobile Umtragung hatte ich keine bedanken, aber für die anderen Sachen war es schon spannend. Höher Legung, Umbereifung und der 170 Liter Zusatztank,alles eingetragen
    Am Anfang hatte ich ja auch mal mit was Größerem geliebäugelt, aber ich bin so froh auf deine Seite gestoßen zu sein.
    Am Innenausbau mus ich noch ein par Details machen, dann kann es aber zur ersten größeren Ausfahrt gehen.
    Bin auch das erste mal ein bisschen im Gelände gewesen,und habe keinen Allradantrieb vermisst, die Diff Sperre die ich nachgerüstet habe möchte ich aber nicht missen.
    Die großen Reifen und das Mehr an Bodenfreiheit sind vollkommen ausreichend.

    • Tom sagt:

      Ja, meine Geschichte vom Kauf, Aufbau und Verkauf unseres Traum-Allrad-LKWs zugunsten des Mercedes 711 ist wirklich wahr. Und es freut mich, dass die gemachten Erfahrungen anderen bei der Entscheidung helfen.

      Ich will natürlich nicht so tun, als ob ein alter Allrad LKW nicht weiter käme im Gelände. Aber das bleibt alles Theorie, solange die Reisen auf normale Urlaubszeiten und Europa beschränkt sind. Denn da überwiegen absolut die Nachteile eines großen, angsteinflößenden und letztlich auch überproportional teuren Allrad LKWs. Ich sehe da wirklich mehr Nachteile.

      Und finde mittlerweile sogar den Vario recht groß. Mit einem kleinen Kastenwagen kann man halt doch ganz andere Stellplätze anfahren.

      • TomVomSee sagt:

        Hi Tom.
        Der letzte Satz… 🙂
        Dein Vario ist – eh klar – Deiner Großfamilie gezollt.
        VW T5, 2.5 4motion. Sperre. Euro3, Fensterbus. 235 65R16er (ja, Sprinter-Größe) Schwerlastfahrwerk neu (eBay, 50€!!)
        Bodenfreiheit reicht locker. Sozialneid null, Auffälligkeit null, Einbruchrisiko null. Parkplatz immer, TG etc. Vmax 170km/h Reichweite mit 4 Kanistern 2000km! Wenn nötig Dachzelt Maggiolina XXL.
        Es ist eine Mär, daß man mit einem Kat 8×8 weiter kommt.
        Man kommt nirgendwo hin, wo was ist um überall hin wo nichts ist. Wäre das was, irgendwas, gäbe es Strassen.
        Und meistens will man halt dann doch wohin, wo was ist.
        Wie ich, letzte Woche, sspontan mal schnell an den Gardasee, SanZano, einen Spetzl besuchen, kleine Party, Abstand und schlafen draußen wg. Corona. War der einzige, der zum rustico vor die Tür gefahren ist, der Rest mangels Allrad und ein – ja, ich kenn auch solche Leut – 12M18 hatten Fußmarsch.
        Less is more – ein weiter Weg zu der Erkenntnis.
        Und auch schön, den Coleman 2-Flammer ums Haus zu tragen und zu kochen… 🙂

  76. TomVomSee sagt:

    Lieber Tom. Liebe Community.

    Viel gelesen hier, viel erlebt und viel verdient mit der Thematik “AllradCamper” (so genannt vor “ExMo”-Zeiten). Mir fällt immer wieder etwas auf, wiederkehrend, zudem ich mir schon zig male den Mund fusselig geredet hab.
    Thema “Aufbauwechsel”- und oder “Wechselaufbau”.
    Zur basis:
    Es gibt ausgebaute Kastenwagen. Vario Kasten z.B.
    Teilintegrierte Womos, Bimobil etc
    Vollintergrierte Womos , Die Joghurtbecher von Hymer und Co.

    Und es gibt den LKW mit “Expeditionskabine”.

    Letzterer ist der faulste und raumtechnisch mieseste Kompromiß von allen. Warum: Ich habe einen LKW Rahmen, der zwar stabil ist, aber auch hoch.
    Wenn ich nicht grad zum stamm der Pygmäen gehöre, bin ich bei einigermaßen Bodenfreiheit und Isolierung im Bereich 3.50m Höhe. Damit bin ich für Container-Flats, Unterführungen, Parkplätze etc. NoGo-Vehicle. Zudem verschenke ich wertvollen Bauraum, ich muß Kästen an den Rahmen anbringen, Kessel verlegen etc.
    Kostet.
    Nun brauch ich aber genau das, weil stabil und pistenfest.
    Pisten – was?
    Ah ok, ratter, rumpel, schepper, und viel Wellblech gelesen und Videos GunbarrelHighway etc. ach ja, und antiquarisch Därrs TransAfrica als Bettlektüre. Ok.
    Vorab – Dummes Zeug.
    Bei 90km/h mit Vollgas auf Wellblech im 12M18 Richtung Tam – da fliegen 90% der Kisten irgendwie/wann/wo auseinander.
    Hat zudem mehr mit Feder/Dämpfer Abstimmung zu tun, auch mit Radstand und Reifendruck als mit der Bauart und Weise des Fahrzeugs samt Koffer .
    Ich hab schon Airstream-Wohnwagen mit Chevy Suburban in Marokko gesehen, Holländer, auf dem Rückweg aus Kapstadt. Wenn alles passt …
    Zusätzlich killt jeder Kofferaufbau die Geländetauglichkeit, der Schwerpunkt wandert nach oben, das Risiko, abseits der Straße den Aufbau zu beschädigen ist enorm.
    Oftmals überleben die Basis-LKW die Koffer bei Weitem.
    Weiter oben schrieb jemand von einem MAN HX mit Bliss Container.
    Ein 20ft/6m Bliss wiegt mit Gepäck und Sach 5t. = 5.000kg.
    Ein MAN HX 4×4 ist – ähnlich KAT Baureihe – ein 5t mil gl. zu deutsch 5t militärische Zuladung. Blattgefedert.
    Warum so wenig?
    Weil die Geländegängigkeit der Fahrzeuge eben auf 5t im Gelände ausgelegt ist. Hochgeländegängig.
    Definiert durch Traktion, Leistung, Nutzlast.
    Ein HX mit 20er Bliss ist also am Limit. Im Gelände.
    Auf der Straße weit von seinen 18t zGG entfernt.
    Aber da will man ja weg mit ExMos.
    Sonst könnte man auch einen TGS 18.500 fahren, mit Allrad, Einzelbereifung, Automatikgetriebe.
    Nächste Sache:
    Jetzt hab ich einen Aufbau, Container was auch immer.
    Der Hersteller lobt die Verwindungsfreiheit, Stabilität, Solidität.
    Der LKW hat einen Rahmen.
    Verwindungsfrei (UNIMOG sind KEINE LKW!), Stabil, Solide.
    Also quasi eine Erdbebensichere Unterkonstruktion auf einer Stahlbetonbodenplatte? Wozu? Um Gewicht auf der Achse zu haben?
    Die “Profis” nehmen einen Kat1 Pritsche und ketten eine Kabine2 drauf.
    Gewicht killt Material killt Reichweite.
    Mit z.B. einem Sprinter von Achleitner (Mil-Standard!!!) mit Fahrerhaus und einem sauberen teilintegrierten Aufbau komm ich auf 5m Innenlänge, Querbetten und voll unter 5t und unter 2,50 Höhe. Flatrack-tauglich. Innenstadtparkplatz.
    Und – der böse Platzwart vom Campingplatz in der Schweiz läßt mich rein!
    Warum will jemand für nicht einmal 20cbm umbautem Raum mit 10l Hubraum, Rädergewicht von 3 Zentnern und einem Verbrauch von 30l/100km herumgurken?
    Und wer freiwillig – wenn er die Wahl hat – mit einem Frontlenker “Gelände” fahren will, war noch nie im Gelände.
    Ein MAN 630L2AE mit Servo ist mir offroad 100mal lieber als jeder Kat.
    Und ja, ein U5023 ist offroad geil, auf den restlichen 99,9% der Wege ist ein IVECO 150E28 das bessere Auto.
    Und – ja – einen Bliss 20er kann man verschiffen. Günstig. Weil TEU-Maße.
    Und wenn man sich dann mal schlau macht, wie eine Versicherung ausschaut, bei “Seecontainern” und wie selbige “ge-handelt” werden…
    Bei RoRo steht die Karre im Rumpf. Dunkel und relativ ruhig. Container, top row. Schlingerbewegungen bis zu 30m/Amplitude, Hitze, etc. ???
    Und Truck kostet extra oder im Zielhafen neuen Truck kaufen. Klar, Containerlocks… aber, aber, aber… der “LEBENSWICHTIGE” Durchstieg?
    Fehlanzeige.
    Ach ja, weil wir grad beim Thema sind, aufgesägte ExMo-Basis-Fz sind super zu verkaufen, jeder will einen Truck mit Loch hinterm Rücken.
    generell – man schaue sich den Gebrauchtmarkt an, die Preise und die Neupreise.
    Und genau hinschauen, wie lang die Kisten stehen. Ein 100k Steyr verliert ganz schnell mal in einem Jahr 50k. Nach einer Tour. Warum? ExMo-Käufer sind Träumer. Und haben Ansprüche, besonders an fertige Fahrzeuge. Und zudem in der Regel keine Ahnung.
    Sonst würden sie sich nicht den 25jahre alten Bock für 150.000Euronen nicht einmal anschauen.
    Auch wenn er noch 100mal von Unikat ist, oder auch den “Top-U1300L aus den 80ern von GeoService!”

    Ich such grad mal wieder was “großes” zum Ausbauen. Schwierig. Handverlesen. IVECO EuroCargo 4×4 mit Busaufbau.
    Fährt am Vesuv spazieren. Nur offroad. Unter Qualen.
    Wäre mein “großer T5″…

    Nachtrag…

    jeder, wirklich jeder Aufbauhersteller, der LKW-Koffer macht, kann einen ExMo-Rohkoffer bauen. Alles andere ist dummes Zeug. Es geht nur um Rahmen, Isolaation und Beschläge. Den Rest übernehmen die Aufbaurichtlinien der Hersteller. Wenn also ein Kofferbauer sagt, er macht keine Leerkoffer für Womos liegt das an der Kundschaft und nicht an der Fähigkeit des Aufbauers.
    Eine Ladetür eines NORDSEE-Ategos muß mehr aushalten als jede ExMo-Pforte!
    Zudem gewerbliche Koffer auch noch nutzlastorientiert sind. Also leicht.
    Und zum Thema Einbruch, Raub, Diebstahl, Überfall, Kidnapping – also Echtglasfenster, Einbruchschutz, Alarmanlagen, Notausgänge, Durchstiege, Bewegungsmelder, Natodraht und Selbstschußanlagen gibt es eine Faustregel: Meine Oma (Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!) und die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.
    Also – auch wg. covid-19, baut Euren Caddy aus, geht für 50€ bei obi, Baggersee, Urlaub!
    Bleibt gesund

    P.S.:
    Kleiner Nightmare für die Sicherheitsjunkies … eine Story aus Peru, großes ExMo von reichen Kanadiern … Diebe kommen in der Nacht, mit Spraydosen, alle Glasflächen übersprüht, draußen bis zum morgen gewartet, Revolver
    in der Hand und einem Grinsen im Gesicht…
    soviel zu Durchstieg und Flucht … 🙂
    P.P.S.: Ja, es gibt Panzerglas, schußsichere Reifen und auch Sicherheitsventile.
    Nein, die VEBEG verkauft keine Luchs, Fuchs, Fennek, Dingo zum Selbstausbau…

  77. Klaus sagt:

    Verstehe ich das richtig, Achleitner-Allrad-Sprinter mit 5 m Kabinenlänge unter 5 t? Also bis max. 4,2 t. Wie soll das denn gehen?
    Zudem geht ggf. MB-Garantie verloren.

    Besagter T5 ist ein geniales Fzg.
    Hätte es nur eine Toilette….
    oder man hängt ein Dixi-Klo mit hochgeländetauglichem Unterbau dran…..
    Eigentlich super Idee, gibt eine kompetente Firma in BRD, die entsprechende Hänger baut. Die Frage ist dann nur noch die Beschaffung des T5 in entsprechendem Zustand…..

    Sagte jetzt noch ein spezieller Allrad-Händler, die Leute geben zwar 200 k für die Hütte aus aber das Fzg. darunter darf nicht mehr als 25 k kosten

    • Tom sagt:

      Ja, ich mag den VW-Bus auch. Auch als langjähriger Mercedes Vito Fahrer. Aber es geht hier ja nicht darum, ein bestimmtes Fahrzeug zum allein selig machenden zu erheben. Sondern genau darum, dass es viele Möglichkeiten bis ans Ziel gibt. Nicht nur den Allrad LKW. Und nicht nur den VW-Bus.

    • TomVomSee sagt:

      Griasdi Klaus.
      Sprinter Hochdach Kasten, Drehsitze, Cockpit mitgerechnet.
      Geht.
      Hänger? Schon mal rangiert? Mit kurzem Hänger, voll beladen? Altstadt in Portugal? Mag ja nix sagen, hab schon 3-Achs Drehschemel auf Zeit rückwärts durch die Pylonengasse… Grafenwöhr, anno dunnemals… 🙂 Na, im Ernst, 4×4 und Gelände und Hänger beißt sich so oder so…egal wieviel tolle Utubs rumfliegen…

  78. RoBi sagt:

    Wenn ich nach vielen Jahren Wandern, Motorrad, Zelt usw. nun alle bin und etwas Comfort im Womo haben will, lande ich automatisch beim LKW- Chassis. Der Allrad ist dann nur noch eine Ausstattungsoption.
    Wir fahren seit 10 Jahren mit altem 5,5-Tonner, 3 Meter Höhe. Wozu sich ewig selbst beschränken? Es macht einfach richtig , richtig Spaß.
    Grüsse aus Estland.

    • Tom sagt:

      Mit dem 5,5 Tonner nach Estland? Du fährst doch nicht etwa Robur? Oh-Oh, ich hoffe, mein gustavesker Scherz mit dem 100-km-Pannenfrei-Wimpel kommt da nicht falsch an.

      Denn genau genommen ist der Robur ja zwar alt, laut und langsam. Aber zumindest schön klein und handlich. Nur eben kein Allrad LKW für Neueinsteiger, die sich mal eben den Traum von der unbegrenzten Freiheit im Gelände kaufen wollen.

      • RoBi sagt:

        Tom, unser Robur hat nun 13 Länder gesehen.
        Du müsstest ihn aus der Liste der LKW rausnehmen, denn im Grunde ist er keiner. Die Pritsche wiegt unter 3,5 Tonnen. Viele Reise-Robur laufen mit OM, Deutz oder MAN-Saugdieseln, weil eben supereinfach umzubauen durch den Motorschlitten. 4 verschiedene Diffs lassen saubere Anpassung zu. Und mit dem originalen Robur-Diesel war ich in Portugal und zurück. Bitte lösche den “Scherz” mit den 100 km, Du hast damit viele Ello-Fahrer verärgert.
        Lies mal bei uns im Forum, wie viele junge Neueinsteiger es gibt, die sehr schnell mit der super einfachen Robur-Technik klarkommen. Da ist nix mit Servolenkung, Druckluftbremse, Abgasthermostat, Kupplungen haben meinst noch Bowdenzug. Das Rad hebe ich Dir noch hoch, und ein Getriebe kannste alleine wechseln. Ersatzteilpreise: lächerlich im Vergleich zu West-LKWs. Alles DIN-Norm-Kugellager, 12V Bordspannung. Vielleicht eben darum DAS ideale Fahrzeug für 4×4-Einsteiger?
        Übrigens, witzigerweise reisen viele mit dem Ello-Bus ohne 4×4.
        Eine Sache hat der Ello, da kommt keiner ran: Das unwarscheinlich hoke Kontaktpotential auf Reise. Man wird ständig nett angequatscht auf das Fahrzeug. Vielelicht, weil er eben nicht so ein riesen 4×4-Biest ist.
        Grüße aus Litauen, Sven

        • Tom sagt:

          Diesen Beitrag habe ich nicht geschrieben, um mich über Fans alter Allrad LKWs lustig zu machen. Wie geschrieben, ich habe Respekt vor deren Arbeit. Und freue mich immer, so einen LKW zu sehen. Aber in diesem Beitrag geht es darum, Neueinsteigern auch mal ein anderes Bild von der Realität mit einem alten Allrad-LKW aufzuzeigen. Und insofern ein Gegengewicht zu bilden zu den ganzen Hurrablogs.

  79. Anonymous sagt:

    Hallo,
    Bin immer wieder verblüfft, wieviel Sachkenntnis manche Leute haben und wie tief die sich in Themen hineinfräsen. Respekt. Mein kleiner Senf dazu:
    Unser derzeitige Trend geht zum Zweitwagen. Wir fahren neben unserem Kurzhauber jetzt auf Reisen zusätzlich einen alten T5 von den Saarbrückener Landvermessern und reisen an schöne Plätze, die nicht länger als zwei Fahrstunden entfernt sind, von nun an mit zwei Fahrzeugen. Das entspannt ungemein – der VW-Bus ist toll um in die Stadt zu fahren oder geschwind Abstecher zu machen. Der Kurzhauber bleibt dann aufgebaut, man muss nix wegräumen etc etc. Klar, das passt nicht zu den ExMo-Träumen in die Mongolei etc, aber für unser derzeitiges Kinderprogramm zu Fünft bis Siebt ist das prima. (Der VW-Bus hat kein Allrad, ich hab´s bisher auch nicht vermisst…)

    Grüße
    haubi

    • Tom sagt:

      Da hast du also so eine Art mobile Anhängerlösung. Nur dass der Kurzhauber nicht am T5 hängt, sondern sogar selbständig fahren kann. Das ist ja auch mal ein interessantes Konzept: Sonstiges Kraftfahrzeug Selbstfahrender Wohnanhänger.

      Wenn du jetzt noch den Kurzhauber von einem, der zuviel Internet Blogs gelesen hat, gegen Bezahlung (also er zahlt dir was) zum Urlaubsort fahren lässt, kannst du sogar noch die Betriebskosten deines Allrad-Lkws reduzieren. Und deine sowie die Ohren deiner Familie werden geschont. Gleichzeitig kannst du dich aber am hübschen Kurzhauber freuen. Wenn das mal keine Win-Win-Situation ist.

  80. Lars sagt:

    Hallo, für alle, die in ihrem kleinen Auto wie T 4 oder auch neuer ihr WC vermissen habe ich die Lösung. Ich habe eine leichte Kiste auf einer Motoradplattform gebaut für 2 Fahrräder und das WC.
    Klappt super.
    Wir haben jetzt einen Vario und brauchen Sie nicht mehr.
    Ich hoffe das ist in Ordnung, das ich meine Kiste hier anpreisen.
    Gruß Lars

  81. Sascha sagt:

    Hallo, schöner artikel, der hoffentlichin dem derzeitigen Hype, viele vor Fehlern bewahrt . Meinen Unimog 404, den ich als Kind schon haben wollte habe ich vor 20 Jahren für schlappe 401 Euro bei der VEBEG ersteigert weil ihn keiner wollte und mir damals VW Busse zu teuer waren. Mit allen selbst gemachten Reparaturen bin ich dann nach 1500Euro das erste mal mit Kocher und einer Matratze im Koffer nach Dänemark gefahren. Ich habe meinen Mog bis heute und bin nach langer Familienpause wieder mit ihm unterwegs mit einem einfachen,zweckmässigen Ausbau. Gekostet hat der Spaß bis heute mit viel Eigeninitiative und gutem Netzwerk ca. 10000 Euro, aber, er ist langsam, unkomfortabel,laut, eng und durstig. Das muss man wollen.
    Ein Anfänger sollte sich auch Gedanken über Werkzeug machen, da die Schlüsselweiten auch mal 65mm und mehr betragen können. Mit einem Spielzeugschlüssel aus dem Baumarkt ist es nicht getan, vor allem wenn es um neuere Fahrzeuge aus dem zivilen Bereich geht. Eine Druckluftbremsanlage kann einen auffressen. Wer sich einen Allradlaster ohne technische Kenntnisse, finanzielle Möglichkeiten oder gute zuverlässige Kontakte kauft und niemals vorher LKW gefahren ist, ist schnell überfordert. Größer ist nicht immer besser. Kleine Dörfer oder nicht vorhersehbare Engstellen können auch das größte und stärkste “ExMo” stoppen. Und: Ein LKW ist kein Rennwagen und mal eben mit 180 ins Urlaubsgebiet ist nicht, auch das muß man mögen…

    • Tom sagt:

      Klar. Guter Punkt. Am Anfang gibst du erstmal 1000 € für Werkzeuge aus, damit du überhaupt am Allrad-LKW schrauben kannst.

      • Anonymous sagt:

        Richtig und danach spare ich tausende an Werkstattkosten. wenn die dicke Brieftasche da ist, dann los. Es geht nicht um besser es geht vor allem um Maximierung des Gewinns und elektronische Lösungen sind immer billiger als mechanische. Gerade in den Winkeln wo alle so hinwollen, gibt es natürlich ein perfektes Händler und Werkstattnetz und die wollen auch fast kein Geld für die Reparaturen und die Verschiffung eventuell benötigter Teile oder Steuergeräte. Bei meinem Arbeitgeber haben wir eine riesige Fahrzeugflotte und merkwürdigerweise stehen immer die neueren in der Werkstatt mit massiven Elektronikproblemen oder völlig ausgeschlagenen Bauteilen. Übrigens meist aus dem von dir preferierten Haus.
        Jeder soll nach seiner Farcon glücklich werden, es gibt nicht nur immer eine Lösung von Problemen und die ist auch nicht immer neu.

        • Tom sagt:

          Ich habe keine präferierte Marke. Muss auch nichts verkaufen. Habe mit Elektronik (außer ABS) auch meine Probleme. Will aber auch nicht daran schuld sein, dass sich hier aufgrund meiner Berichte Leute einen alten (Allrad)-LKW kaufen, die es lieber nicht tun sollten, weil sie eigentlich nur reisen, nicht aber unbedingt schrauben wollen.

          • Klaus sagt:

            Genau, Tom, Du bringst es mal wieder auf den Punkt.

            Warum verbinden wir also nicht das Beste aus zwei Welten und setzen die Karosse des 711/Vario wie die Deine auf ein Daily Fahrgestell, passen hier und da was an und fertig ist das unspektakulärste Reisemobil mit Witz, Charme und Charakter, das zudem ausreichend Leistung (175 PS bei 3 l Hubraum) aus bewährten Antriebskomponenten auf die Straße bringt, kaum Begehrlichkeiten weckt, bei einem max. Raumangebot. Und das allen auf neuestem Stand der Euro6 Abgastechnik. Wer will kann dann in der Allrad-Version auch problemlos 19″ Einzelbereifung montieren, 3 Sperren samt Untersetzung hat der dann sowieso. Und beim Fensterbus/Mannschaftswagen habe ich TÜV konform gleich eine Vierersitzgruppe mit Tisch für Mitreisende dabei.

            Wo sind sie geblieben? Die innovativen Fahrzeugbauer!

            Die Firma Singer aus Kalifornien baut aus einem 964er Porsche mit Komponenten des 993er einen völlig neuen Porsche auf Basis eines 1973er RSR 911er mit 400 Saug-PS. Kosten ab ner halben Kiste. Da braucht’s kein extra Soundsystem ….
            Ne ‘Kiste’ sagt in der Schweiz, wenn man 1 Mio. meint

            • Tom sagt:

              Ja, ursprünglich wollte ich den Mercedes 711 auch mal auf Allrad umbauen und einen Geländefensterbus draus machen. Aber nach den bisherigen Erfahrungen ist das schlichtweg überflüssig.

              Der Vorteil des Vario ist jedenfalls das breite und robuste Fahrgestell. Da würde der schmale Daily wohl zusammenklappen.

              Aber klar, so ein Lego-Allrad-Bus-Wunschbaukasten wäre schon nicht schlecht. Dann würde ich den Aufbau vom Mercedes 711 aber auf das Fahrgestell vom Mercedes 1124 setzen. Das wäre die angemessene Motorisierung für 6 Tonnen Reisegewicht.

              Aber man kann ja auch an sich arbeiten und die Dinge einfach mal so nehmen, wie sie sind. Konzeptionell jedenfalls ist ein Vario Fensterbus für eine größere Familie fast perfekt. Da kommt es auf die fünf verlorenen Minuten am Berg auch nicht an.

              • TomVomSee sagt:

                Uiii… Bastelkasten… Wunschkonzert… Ponyhof Ja Ja Ja…. da bin ich gleich dabei….
                Na dann… man nehme:
                Rahmen vom Unimog U 406
                Räder 37×12,5R20
                Hutchinson Beadlocks 8lug
                Achsen Dynatrac Solids Dana60Equal
                Motor Cummins6.7 Eu6 mit Eu2reverse
                Getriebe Allison
                LowRange ATLAS 2speedPro
                Karosserie …. na was! Düdo!!! (aber mit 2 Schiebetüren, 4-Punkt Diagonal Lager
                … Ponyhof eben…

  82. Naviprofi sagt:

    Moin Tom, mal ganz ehrlich, warum kaufen wir alte Karren und bauen daraus ExMo`s? Weil wir innerlich alle große Jungs geblieben sind und Herausforderungen abseits des normalen Lebens und Alltagstrotts suchen. Die “Fertigkäufer” können das nicht nachvollziehen und wollen auf nassen Wiesen mit Alltagsbereifung glänzen; damit sie dann bei Abreise die kevlargeformten Sandbleche einsetzen können. Hab ich so erlebt und herzlich gelacht; 320T€ für ein nahezu perfektes ExMo und bis zur Feld in der Wiese steckend. Da lobe ich mir dann doch meinen ELLO (RoBuR) und genieße den Blick durch die wimpelverhangene Frontscheibe meiner DoKa…. Symbolisch könnte ich auch eine tibetanische Flatterkette als Lenkdrachen hinterher ziehen.
    Warum RoBuR? Weil ich es so wollte, Kindheitstraum und Bastellust. Macht Spaß ohne Ende, immerhin habe ich es mit meinem Fahrzeug, RoBuR DoKa mit Selbstbaukoffer, selbst gebaut und ausgebaut, mit allen Annehmlichkeiten wie Bad mit Dusche, Küche, Kühlschrank, Sitzgruppe, Alkoven, Liftbett, 230V autarke Versorgung, für 4 Kinder, Frau und Hund, ohne mein Zutun in Facebook, Instagram, Twitter und Co. geschafft, mit heißen Diskussionen über alles Mögliche und Unmögliche. Ich gebe RoBi Recht; einfache Technik und immer selbst reparierbar. Selbst ein geplatztes VTG am polnischen Ostseestrand habe ich innerhalb von 24 Stunden bekommen und ersetzt, selbst natürlich. Versuch mal, bei IVECO für einen 75-14 den Rückfahrlichtschalter zu bekommen; ohne FIN geht nichts mehr, und Filmlesegeräte hat kaum noch jemand. Klar haben wir für die Meute noch ein alltagtaugliches Familienauto vom anderen Stern; nur komme ich damit trotz Allrad nicht an den Strand und zurück. Und rate mal was passiert, wenn der ELLO vor der Tür tuckert; da kommt sogar die 2- jährige Püppi alleine in die Kabine und in ihren Sitz. Wieder rausholen unmöglich ohne Tinitusgefahr… Wenn mal was kaputt geht, ist es leicht ersetzbar, Dank deutscher Ingenieurskunst der 30er Jahre mit DIN- Lagern usw… Ich würde jedenfalls niemals einen “modernen” LKW fahren wollen, und glaube mir, ich kenne mich aus. Wenn selbst CAN- Busgeschwindigkeiten verdoppelt werden müssen, um die Datenflut zu beherrschen, und der LKW dann mit Motornotlauf auf der Bahn kriecht, ohne das der Fahrer eine Chance hätte, dann läuft viel schief. Elektronik ist hilfreich, aber nicht überall und immer.
    Also back to the roots und einfach genießen, was man hat, kann und braucht.

    • TomVomSee sagt:

      Griasdi.
      Schön, du liebst Deinen Robur und schraubst gern. Du schreibst mit Herzblut und Euphorie und das freut mich, weil ich gern glückliche Menschen erlebe.
      Und Du bist mir aber jetzt auch nicht bös, wenn ich ein paar Sachen gerade rücke. Weil ja hier im Forum der Eine oder Andere dann doch Rat und Tat sucht.
      Deine Ostalgie und Kindheitsprägungen in Ehren, aber Robur war schon zu DDR-Zeiten eine ziemliche Katastrophe. Ich glaub da mal den zahlreichen Werkstattkameraden, die ich nach ´90 kennenlernen durfte.
      Den Rest der Flotte regelt gerade die Nachfrage.
      Das Teilethema hab ich bei allen alten Fahrzeugen, für einen 75-14 bekomm ich aber alles, auch komplette Fahrerhäuser und Motoraufhängungen, Achsen, Getriebe, Diffs… Robur? Nun-zu DDR Zeiten führ ma ja auch gern wegen einem tellerrad 2 Wochen spazieren.
      Das teil säuft wie ein Loch, egal ob Diesel oder benziner, fahrleistungen sind inakzeptabel und die Bremsanlage eine Katastrophe. Von Ergonomie in der Hütte und Lärm, Geklapper und der “Heizung” red ich jetz mal nicht, ja ich hatte Robur auf dem Hof, 2002A, Grenztruppe… nein, nicht einen, zweistellig. demnach …
      Wir leben in einem Zeitalter, wo wir nunmal technisch und technologisch wesentlich weiter sind als anno ´52.
      ZUdem kann ich die Elektronik-Mär nicht mehr lesen.
      Ich nenn es mal “Maul-Schrauber”. Niemand zerlegt im Busch von Zaire das Verteilergetriebe eines U1300.
      Und auch die Stöckchen-GaffaTape-Blattfeder Inst ist 99% Märchen.
      Ein Euro6LKW, Großserie, ist das mit weitem Abstand zuverlässigste Fahrzeug.
      Ich kann geg.falls bei fehlern und den legendären “Notlaufprogrammen” in fast allen Fällen per Lappi resetten und weiterfahren. Mangel behoben. Mechanische Schäden sind, auch und gerade wegen der elektronik, extrem selten geworden. Und wer sich für 350k ein womo/exmo kauft hat auch die Kröten für die Software übrig.
      CanBus hatte abgesehen davon von beginn der Entwicklung den sinn, mechanische Komponenten zu überwachen und zu justieren und anzusteuern um Verbrauch zu senken und die Zuverlässigkeit zu steigern.
      Klar gubt es Ausrutscher, Actros und TGA AT-Getriebe, SMC-Bremse… aber doch bitte überschaubar.
      Vor 40 jahren war ein Ausfalltag LKW hässlich aber normal, heute kurz vor der Katastrophe.
      Also, Elektronic erstmal gut. Euro6 auch. macht ja Sinn. Und – auch eine Mär… jeder Euro6 fährt ohne AdBlue. Mit passender Software. Bez. wegschalten selbiger.
      Zum Ende – wenn ein LKW mit”Notlauf”-Elektronik aus der Spur kriecht, ist im seltensten Fall ein Elektronikfehler schuld, sondern ein Parameter außerhalb Soll. Das bedeutete früher, daß ein fehler kommt den man nicht gleich merkt und später fliegt einem eine Komponente um die Ohren. Ohne “Notlaufprogramm”.
      Ansonsten – viel spaß.

      • Klaus sagt:

        Hallo TvS,
        ich beziehe mich auf Deine Aussage ‘Euro6 macht ja Sinn’.
        Frau Frauke Petry, da noch bei der einzigen Partei, die auch vor den Wahlen zum Diesel gestanden ist, hat als promovierte Chemikerin und Inhaberin eines entsprechenden Unternehmens aufgrund vorliegender Erkenntnisse in einer Pressekonferenz gesagt, daß die Partikel der Abgase von Euro6-Diesel derart klein seien, daß sie lungengängig seien und somit eine ganz andere Gefährdung auf einem ganz anderen Niveau darstellen, als das, wobei sie helfen sollten, es zu verbessern. M. W. haben heutige moderne Dieselmotoren allesamt eine Commonrail-Einspritzanlage, die ein Bosch-Patent ist.

        Wie sagte Matthias Claudius in seinem Gedicht ‘Abendlied’ zu treffend:

        Siehst du den Mond am Himmel stehn?
        Er ist nur halb zu sehn.
        Und trotzdem ist er rund und schön.

        So gibt es viele Sachen,
        Die wir getrost verlachen,
        weil unsre Augen sie nicht sehn.

        • TomVomSee sagt:

          Ok, WAS willst Du mir jetzt damit sagen?

          • Klaus sagt:

            Das was auch ein ehm. MB-Vorstand gesagt hat, daß Verbrennungsmotoren immer ein Sorgenkind bleiben und daß Euro6-Diesel dieses Problem auf ein ganz neues Niveau gebracht haben und VW vor CommonRail ihre Pumpe-Düse Technologie hatten … und der Diesel-Skandal weite, sehr weite Kreise hinter den Kulissen zieht dies ein Reiseblog ist …… lach.

            • Tom sagt:

              Nein, das Thema Abgase hat schon etwas mit einem Reiseblog zu tun. Denn wenn man mal nach Berlin, Paris oder London fahren will, wird die Schadstoffklasse ganz schnell zum Thema. Auch das spricht gegen einen alten Allrad LKW in Europa.

              • Klaus sagt:

                Sofern sich das Thema Abgase an der Umwelt und nur an der Umwelt und ihrem Schutz orientieren würde, stimme ich Dir zu.

                Nur, warum darf dann ein Euro5 Golf TDI mit einem Ausstoß von 99 g/km nicht in sog. Umweltzonen besagter Städte und eines der dieselbetriebenen Euro 6 SUV-Dickschiffe mit einem Ausstoß von 350 g/km in selbige fahren? Wenn es denn um die Umwelt geht.

                • Tom sagt:

                  Naja, es ist ja egal, womit die Städte die Verkehrsflut reduzieren wollen. Zurzeit ist es halt die Abgasthematik. Es könnte aber auch Fahrzeuge mit geraden oder ungeraden Endziffern treffen. Oder rote und grüne Autos. Man muss es halt bei der Auswahl des richtigen Reisefahrzeugs berücksichtigen. Für Paris und London ist der alte Allrad-Lkw da eher unpassend.

                • TomVomSee sagt:

                  Äh…Klaus… bei den Fahrverboten gehts nicht um Co2 sondern um Partikelschadstoffe und Gesundheit sprich Feinstaubbelastung der Atemluft.
                  Und Euro5 und Euro6 haben nix mit Verbrauch sprich Co2 zu tun sondern es geht ausschließlich um Grenzwerte für Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (CnHm), die Partikelmasse (PM) und die Partikelanzahl (PN).

            • TomVomSee sagt:

              Naja lieber Klaus,
              Euro6 ist mitnichten ein Motorproblem sondern eines der Abgasreinigung.
              Über die – angefangen bei Benzinmotorkatalysatoren streiten wir jetzt 2020 nicht mehr, ich bin mit den ersten Cats in Californien “technisch großgeworden”, der Smog hat tausende opfer gefordert.
              Bei E6 gehts auch nicht un Co2, sondern um ganz andere Luftschadstoffe, deren Toxizität ist hinlänglich bewiesen, die Messungen sind das Thema.
              Und die DUH samt Resch kotzt mich an, weil eine polemische und sinnlose Diskussion geführt wird.
              Autos, die Schadstoffe emittieren, auch durch Reifenabrieb, haben in Ballungsräumen, in denen Menschen leben, nichts mehr verloren. Hängt mit der gesamttoxischen Belastung der Atemluft zusammen über die es definitiv nichts mehr zu forschen gibt.
              Weniger Individualverkehr, darum geht es.
              Es ist zudem mit unfassbarer Arroganz behaftet, wenn Menschen in Großstädten meinen, ihr 8m Euro0 H-Kennzeichen Exmo am Straßenrand parken zu können, mitten in der Stadt, aber dann noch einen Golf und einen “Dienstwagen” vorhalten und sich über gebührenpflichtige Anwohner-Parkausweise aufregen.
              Meine Fahrzeuge stehen auf meinem Grund und Boden.
              Warum sollte ich einen Sinn darin sehen in diesm Fall solidarisch KFZ-Steuer zu zahlen?
              Kurz zu Frau Petry und dem Partikelkäse:
              Sicherlich sind über E6 die Partikel so klein geworden, daß es ein neues Gefährdungsbild ergibt.
              Aber das liegt in der natur der Forschung und der neuen Erkenntnisse. Hinterher ist jeder schlauer, da ist das Abgasthema wie Covid-19. Nur aus Unkenntnis der Gesamtheit Maßnahmen generell abzulehnen – und das war und ist AfD-Logik – kann auch nicht sein. Der Harnstoffansatz war und ist der Bestmögliche, nur hat halt zu Beginn der Platz nicht gereicht für die Systeme. Drum ist z.B,. der Vario gestorben. Pumpe-Düse war eine geniale Entwicklung, nicht wegen der Partikelgröße sondern auf Grund der Effizienz. Ein Quantensprung. Nur halt teurer als Common rail.
              Ich kann immer alles filtern, nur eine technische Frage.
              Und das hängt auch mit dem Kunden, Marketing, Trägheit zusammen.
              Und einem sehr ungerechten System der Besteuerung.
              Warum sollte ein TESLA ModelS, in dem genauso in der regel nur einer drinsitzt und 2,5t mitschleppt, steuerfrei sein?
              Warum ein Kat1 8×8 mit Kabine2 auf der Pritsche als WoMo besteuert werden? Wieso fahren 124er und Stricher mit H-Kennzeichen rum? Tausende?
              Wo ist der Sinn?
              Wir haben verkehrsmäßig die Wachstumsgrenzen überschritten.
              Und gerade die ExMo-Szene, die sich gern einen Öko-Anstrich gibt, hinterläßt ihre footprints.
              Ich bin Gast auf dem Planeten, Gast in dem Moment wo ich mein”Reich” verlasse.
              Jeder meint heute jederzeit auf alles ein Recht zu haben, vergißt dabei aber mehr und mehr die massiv steigenden Pflichten.
              Egal ob Müll wegräumen oder momentan Maske trage.
              Mich hat in Portugal mal ein Wohnwagen-Touri auf einem Parkplatz angesprochen, warum ich den ganzen Müll aufsammeln würde, der wär doch schon da gewesen. Ich hab ihm erklärt, daß die Hemmschwelle größer wird etwas wegzuschmeißen je sauberer ein Platz ist. Seine Antwort war, “Ihr Bayern waren ja schon immer etwas komisch”…Ich verschweig jetzt die Herkunft des herren.
              Aber darum geht es. Ich hab eben kein Recht mit meinem 12Tonner halb Ravenna zu blockieren.
              ich hab auch kein Recht, mich überall ungefragt in der Pampa breitzumachen.
              In Scan ein JedermannRecht absichtlich auszunutzen.
              Was ja die “Caravaning”-Werbung suggeriert. Und nein, Co2 ist in normaler Konzentration nicht schädlich, bei hoher tödlich. Hier gehts aber nicht um Altemluft sonder Atmosphäre und Sonnerstrahlen und Erderwärmung. Und daher böse weil zu viel!

              • Klaus sagt:

                Hallo Tom vom See,

                ich bin da zu 100 % bei Dir bis auf Maske tragen.
                Meine Freiheit hört da auf, wo die des anderen beginnt und umgekehrt.

                Und bezüglich Graelion ….
                ob das Fzg. mir optisch gefällt ist ebenso Geschmacksache wie eine MB LK Doka mit einem aufgesetzten Kühlkoffer. Living in a box. living in a cargo box ….
                Auch von anderer Seite kam inzwischen die Info, daß es sich beim Graelion um ein Arbeitstier handelt und eher weniger um ein komfortables Reisefzg.. Der Gedanke war einfach ab Werk einen Aufbau als Gitterrohrrahmen zu bekommen und von den GFK- bzw. Alu-Sandwichbaukastenkoffer wegzukommen.
                Doch habe (endlich) eine äquivalente Aufbau-Lösung auf Daily4x4-Basis gefunden. Unverhofft kommt manchmal doch noch oft.

    • Tom sagt:

      Klar, ich fahre auch gerne meine alte Schwalbe. Würde dieses reparaturintensive Gerät aber niemandem ernsthaft als das ideale Mittel zur Fortbewegung lobpreisen.

  83. Lars sagt:

    Hallo, Tom unsere Toilette am T4 funktioniert super. Das Häuschen ist genau so groß wie die Toilette im Auto,und als großer Vorteil gibt es keine Geruchsbelästigung.
    Manchmal gibt es wohl verblüffte Blicke wenn man in der Kiste verschwindet und erleichtert wieder raus kommt.

    • Klaus sagt:

      Es geht eine Fäkalie auf Reisen ….
      Is ja auch en Reiseblog ….
      Auch wenn dieses Thema sicher nicht unter das Thema der Alt-Allrad-LKW gehört.
      Denn der VW-Bus is ja kein LKW ….
      Würde es für den VW-Bus eine wirkliche WC-Lösung geben, würde sich der Entwickler eine goldene Nase damit verdienen.

      Preisfrage:
      Was ist das allerwichtigste an einem Reisemobil überhaupt?
      Nun, daß man Reisen darf(!) !

    • Tom sagt:

      Ach so, mit einem richtigen Häuschen ringsrum. Jetzt kann ich mir das vorstellen. Auch nicht schlecht. Gute Idee.

    • Klaus sagt:

      Vielleicht stellst Du mal einen Link mit einem Bild hier rein.
      Kann mir das nicht wirklich vorstellen.
      Danke und lieben Gruß

  84. Klaus sagt:

    Wäre ich auf diesen Blog etwas früher gestoßen, hätte ich mir diverse Runden über eine Vielzahl von Alt-Allrad-LKW/Unimog ersparen können. Nun, jede reise fängt irgendwo mal an.

    Besagter 711 Fensterbus tendiert für Schrauber und Heimwerker sicher in den Bereich des Optimums, was Innenraum und Ausbau-Möglichkeiten bei äußeren Abmessungen angeht. Hier hat das Fzg. fraglos ein Alleinstellungsmerkmal, da KEIN anderer Kastenwagen bei 3,70 m Radstand auch nur annähernd ein solches Raumangebot bietet.
    Da einem ‘Köpenicker’ Gebraucht-LKW-Händler zu Folge MB die Ersatzteil-Bewirtschaftung für Vario und Vorgänger Anfang 2020 eingestellt haben soll, macht das die Situation nicht einfacher.
    Der Vario sei aufgrund der hier bereits eingesetzten Elektronik mit Zurückhaltung zu sehen, der 711er wird mit 102 PS zu seiner Zeit sicher mit ausreichend Leistung versehen gewesen sein, heute dürfte er besonders auf Bergpassagen mit Spitzkehren, eher zur mobilen Schikane mutieren, folgt man den Aussagen dieses Blogs. Weiterhin wird die Vermutung bestätigt, daß sich der 711er nicht so ohne weiteres via Einspritzpumpe uns Ladedruck auf die 140 PS seines größeren Bruders, des 714/814 aufrüsten läßt, so sich dafür überhaupt jemand findet.
    Weitere Infos gehen in Richtung “schauen, daß Hauptkomponenten weltweiten Verbreitungsgrad haben”. Nimmt man einen Mowag/Bucher Duro 2, so ist das sicher ein Exot, doch sind in diesem Exoten eine Allison Automatik nebst einem Cummins Motor verbaut, die beide weltweit höchsten Verbreitungsgrad haben. Doch anscheinend seien die De Dion-Achsen und die innenliegenden Scheibenbremsen nicht das Gelbe vom Ei. Nichtsdestotrotz ist der Duro 2 ein sehr kompakt bauender LKW mit schmalem Fahrerhaus.

    VW-Bus gibt es ebenso nicht mit WC, also einem in sich geschlossenem Raum mit einer Tür der auch nach oben geschlossen ist, so wie auch die Hundehütten auf den diversen Pick-Up-Fzg. oder den Landis und G-Model nebst Toyos mit Aufstelldach.

    Wer ein Reisemobil nach der (individuell gefallenden) Optik aussuche, habe bereits verloren.
    Nun, es mögen sich die Männer melden, die ihre Frauen NUR aufgrund dessen geheiratet haben, weil sie gute Köchinnen und Haushälterinnen sind ….

    Was Aufbauten und Höhe der Fzg. betrifft, ist man mit einem Kastenwagen natürlich so wie ein Pferdeapfel fein raus. Nur baut sie kein Hersteller mehr so wie den Vario. Wenn aber ein Selbstausbauer auf einen U2450L38 als 4×4 mit 14R20 einen selbst geschweißten Aufbau setzt mit einer Fzg.-Gesamthöhe von 3,19 m (!!!) bei einer lichten Stehhöhe von 1,91 m, dann liegt das sicher nicht an den Möglichkeiten, warum prof. Ausbauer, die damit werben, das Wunsch-Fzg. um den Kunden herum gemäß seinen Wünschen zu bauen, z. B. einen Iveco Daily4x4 Mod. 2020 mit 19,5″ Schmalspurbereifung nicht unter 3,30 m bekommen, sondern wahrscheinlich an dem Willen, diese Möglichkeiten nur in Betracht zu ziehen.

    Was also ist das Gefährt, mit dem man auch in Europa zufrieden und gut fährt, besonders abseits asphaltierter Straßen …

    PS:
    Kürzlich erreichte mich eine Info, daß im Iran Diesel nur an LKW abgegeben werde.

    • TomVomSee sagt:

      Ok.
      U2450 Rahmenoberkante 118cm bei 365/80R20.
      mit 14ern bei 125cm. + 191 cm = 314cm. also 5cm für rahmen und Isolation? Plane Spriegel? Oh wait… Unimog, Grundrahmen… mit lager für niedrige Aufbauten + 15cm…
      keine Ahnung aber isser hübsch, der Bär, der Aufgebundene?
      IVECO Daily 4×4 mit 19.5er “Schmalspur”? Na ja, Iveco baut Mil-Fahrzeuge, und den Daily auch mit anderer Bereifung, das ist der Grund für die Existenz von Profis.
      Vario-Ersatzteile gibt es per DB-Aussage bis mind. 15 Jahre nach Produktionsende. Zudem der vario sehr viele gleichteile mit anderen baureihen hatte.
      Cummins/Allison hat jeder Iveco Eurocargo4x4AT Euro6. Davor ZF. Nur zum Thema Verbreitung.
      Im 35er RAM wurschtelt eine Aisin, auch keine schlechte Kombo.
      Duro ist ein extrem verbauter “Ich-kann-nix-richtig” Mini-Truck für Pygmäen. Alles über 1.80 bekommt Probleme, wobei Hobbits eh keine 16.00R20 auf Sprengring allein wechseln können und daher die Pfoten von allem über 6000Pfund lassen sollten.

      Das ewige Elektronik-Thema:
      Es gibt Euro6 Autos mit mil-Standard. Can-Bus, Vollelektronik. Ja, und die “Liegenbleiber” sind nun mal die 40 Jahre alten Böcke mit “wenig” km, Beehörden-Standschäden und nach dem Umbau “Atomkraft-Nein Danke”-EuroNix. Der Cadillac Escalede Model 2020 mit “FuckUGreta”-Sticker ist da umweltneutraler und ehrlicher. Und auch um Längen zuverlässiger.
      Mir wird in der ExMo-“Szene” zu viel mit dem Maul geschraubt, bei 12M18ern mit LED-Funzeln. Und BoBo-Hipster-Smartphone-Steuerungen der ZerhackerKloIkone.
      Zum Klo thema eine kleine Anekdote…
      Kundenehepaar…
      Auf der suche nach was “Großem” “Besonderem” “Bequemen”
      lange Gespräche, nette Abende, eh total guter Kontakt, Rheinländer Millionärs-Rentner, völlig unkompliziert…
      O-Ton der Gattin nach viel Nachfragen bez. Wünsche: “Ach wissnse, dat is mir eigentlich alles wuast, dat wat ich will issn Badt, n richtiges Badt, mit Heißwasser und Tür zu und dat der Föhn geht. Mehr nich. N´Badt.”
      Na, so kannma doch arbeitn, oder?

      • Anonymous sagt:

        Hallo,
        Kurios, diese Millionärsgattung.
        Nur so, zum Kontrast – was ist interessant/inspirierend in Bezug auf die eigene Mobilität?
        (neben dem tollen Blog hier, in dem der Kommentator zu Gast ist. Ist es erlaubt, links einzufügen?

        https://mb407.wordpress.com/2020/07/24/projektstart-unimog-in-togo/

        Gruß
        haubi

        • Tom sagt:

          Philips Blog empfehle ich auch gern. Habe mir schon gedacht, dass er es nicht lange allein mit der afrikanischen Landwirtschaft aushalten wird. Seine LKW Umbauten sind aber auch nichts für Anfänger.

      • Klaus sagt:

        Hallo TvS,

        immer wieder aufs Neue erfrischend, Deine auf den Punkt gebrachten Kommentare.
        Was den auf 7,5 t abgelasteten (!) U2450L38-4×4 betrifft, hier die Netzadresse und da es kein gewerblicher Anbieter ist, somit auch keine von Tom nicht gewünschte Reklame: https://gelberunimog.wordpress.com/fahrgestell/
        Ich gebe nur wieder, was da geschrieben steht.

        Was den Landy betrifft, so verweise ich auf das 2020er Modell.

        Und wenn man mal in einem Wohnviertel in einer Sackgasse am Ende auf einer Wiese gestanden ist und morgens um Sechse bei strömenden Regen die Böschung runter mußte, um im Gebüsch seiner Notdurft nachzugehen, dann weiß man, daß man das nicht mehr möchte. Für die Frau ist in einem solchen Fall der ‘Urlaub’ dann vorbei.

        Ich hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem MA einer größeren Feuerwehrwache, die einige Tekne Graelion als 7,5 t bestellt haben und diese jetzt für 5 Mann Besatzung, Gerätschaft und 1.000 l Wasser ausbauen lassen. Auf die Frage, warum man sich nicht für einen Unimog entschieden habe, kam die Antwort: Zu groß, zu breit, zu schwer.
        Den Graelion gibt es jetzt werksseitig auch in einer Busversion, bei der die Kabine in einer massiven Rahmenkonstruktion mit dem Fahrerhaus verbunden ist bei offenem Durchgang.
        Der Graelion, ja, auch den wird es nicht in großen Stückzahen geben, hat aber den seit Jahren eingesetzten und somit weit verbreiteten, zuverlässigen 3 l Motor des Iveco Daily4x4 mit EU6 verbaut. Im Gegensatz zum Daily4x4, der als 7,5 t ein aufgelasteter 5,5 t ist, ist der Graelion ein auf 7,5 t abgelasteter 9 t. Zudem greift die Can-Bus-Elektronik nicht ganz so tief ins Fzg. ein wie beim Daily. Die 8 Gang ZF-Automatik des Daily stammt aus dem PKW-Bereich. Mit zunehmendem Fzg.-Gewicht nehmen die Probleme überproportional zu. Ähnlich wie beim Duro, der anfangs die aus der G-Klasse stammende Automatk verbaut hatte. Den Graelion gibt es dagegen entweder mit man. schaltbarem 6 Gang Getriebe oder optional mit einer Allison-Automatik.

        Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Irgendwo wird man anhand von Prioritäten einen Konsens finden müssen, was Fzg., Reiseziele und (vor allem) generelle Vorlieben betrifft.

        Der Enkel des alten Porsche, der den Ur-911er gezeichnet hat, hatte dazu gemeint: Design muß schnörkellos sein. Form folgt der Funktion. Die Kunst dabei ist es, die Funktion so Gestalt werden zu lassen, daß daraus eine zeitlose Form folgt.

        Ferner hat jemand in dem Kontext mal gesagt: DDR und UdSSR haben sich mit vielem in der technischen Entwicklung hervorgetan, doch um ihre Autos hat sich niemand gerissen.

        • Tom sagt:

          Am Anfang ging es mit den Autos und LKWs aus dem Osten ja noch. Aber dann durfte halt niemand mehr ran, um mit der allgemeinen Entwicklung Schritt zu halten. Da wurde viel Potenzial verschwendet.

        • TomVomSee sagt:

          Griasdi Klaus.
          gleich mal zu Anfang, der Ausspruch “form follows funktion” ist von Greenough, nicht von Porsche, ist aber eh grundsätzlich.
          Den “Gelben” mog kenn ich , klar, den Lacher hatte wir schonmal, kleiner Tip, das Teil hat 14er in den Radkästen. Schau die mal die Türhöhe an. ??? egal…
          Tekne , ja klar, nur – grundsätzlich – man bedenke, warum in D so viele Wehren früher Unimogs gefahren sind, und – ein wiederkehrender Fragekomplex – wie sich Portalachsen mit einem TLF-Geräteträger vereinbaren lassen. Schmal und klein und wendig und 45cm unterm Diff … geil, denkt sich der geländefreak, der am WE in Langenaltheim durch den Schlamm pflügt. Aber wenn ich nicht grad durch glühende Macchia pflügen muß mit Löschwasser und Selbstlöschanlage – wozu Portale?
          Zudem sind die Teknas reine SDIs (short distance interceptors), 12 Stunden Autobahn, mit MPT und Portalvorgelegen? Wer will das? In einer mini-verbauten Plasikhütte?
          Aber gut, technisch jaja, die ZF ist eine sehr gute Automatik, packt je nach version bis 1000Nm, Allison ein wenig simpler aber auch elektronisch – logisch.
          Zu IVECO und dem dauerbashing…
          Der Daily ist millionen km erprobt, verbessert, läuft 1000fach weltweit bei Speditionen, Behörden, Army. Ist verstärkbar, konfigurierbar, ausbau und bastelfähig. In Konfort und Zuverlässigkeit ein top-Fahrzeug, auch wenn hier immer wieder die gleichen langweiligen Horrornummern eines Vorseeriuen LKW gebetet werden.
          Ich möcht nicht in einem Graelion 1000km runterreißen.
          Im daily kein thema. Die einzelradaufhänhung beim neuen reicht völlig, die 34zoll Räder auch, geht relativ einfach bis 35 Zoll. Auch bald bis 37.
          Und – Feuerwehr und Beschaffung des Fuhrparks…
          … ojeoje…

          • Klaus sagt:

            Hallo TvS,

            schau doch mal unter https://en.tekne.it/303n98/graelion-bus-to-italian-red-cross.html

            Tekne integriert hier die Kabine des Aufbaus als Gitterohrrahmen mit der des Fahrerhauses und stellt das ganze auf eine niedrigbauende Dreipunktlagerung. Somit sitzt man nicht in einer winzigen Kabine. Denke, die des Daily4x4 wird auch nicht größer sein.
            Dann gibt es entweder Schaltgetriebe oder eine Allison-Automatik (Aufpreis 10 k).

            Dann hat nur der 7,5 t Portalachsen. Der 6 t hat die nicht.

            Den Daily4x4 gibt es mit man. Schaltung und ZF Achtgang-Automatik. Hier ist die Frage, wie die mit 7,5 t zGG auf Dauer zurechtkommt. Dann ist beim Daily4x4 die VA sicher komfortabel aber im Gelände anscheinend nicht der Hit.

            Das Geniale beim Graelion ist es, werksseitig ggf. ein Komplett-Fzg. zu bekommen, bei dem man ‘nur’ noch Technik und Innenausbau machen lassen muß und nicht erst noch eine dieser überdimensionalen Joghurtbecher zusammenschustern lassen muß.

            Einen Tod muß man sterben.

            Grüße

            • TomVomSee sagt:

              Ok.
              Aaalso…die Tekne vom Croce Rosso sind “Teilintegrierte”. Schau Die die vielen Bilder an, das Teil hat innen so viel Platz wie ein Daily, den gibts mit der gleichen 2+1 Bestuhlung, Breiten sind Zulassungsnorm EU.
              Generell ist das Fahrerhaus des Graelion schmaler und weist nicht ansatzweise die Ergonomie auf, Füße ausstrecken ist nicht möglich, der Mittelkasten grillt dich. Lenkraad wie im MINI, Platz wie im 110er Landy. DAS IST EIN KURZSTRECKENAUTO!
              Da will NIEMAND auf Dauer drinsitzen! Darum gibt es so wenig Pinzi-Camper und der T-Rex hat sich nicht verkauft. Bremach dito.
              Der Daily hat 3!!! bequeme Vordersitze, keine Motorkiste, einen akustisch komplett abgekoppelten Aufbau, einen glatten Boden im Fahrerhaus und wesentlich mehr Innenbreite bei gleichen Abmessungen Außen. Wieso sollte man sich ein hochgeländegängiges Chassis zum teilintegrierten ExMo ausbauen-lassen? Willst Du reisen oder Trial fahren? Und – einen Fensterbus mit Hochdach und 2 Schiebetüren und modularem Einbau bekomm ich jederzeit wieder verkauft. Auch mit 300k km und 10 Jahren.
              Aber jeder so wie er will, mir wär die karre wegen der fragerei und sonstigen Auffälligkeiten schon zu heftig.
              Ich hab immer versucht, meine Autos so wenig wie möglich nach ExMo/Camper/freizeit ausschauen zu lassen, ich will mich frei bewegen können und auch mal auf einem normalen Parkplatz übernachten ohne um 3 in der Früh die Carabinieri am Fenster zu haben.
              Zudem wecken “Exoten” immer alle möglichen und unmöglichen Begehrlichkeiten.
              Ein lieber Fahrzeugbauerfreund und Kollege hatte letztes Jahr eine Anfrag eines blissmobil-Kunden…
              Originat-Text:
              “Könne Sie mir einen MAERSK-Container draus machen? Optisch? ”

              Aber nun … viel Spaß mit Deinem Tekne…

              • Klaus sagt:

                Genau das ist wie gesagt der Punkt TvS,

                schau Dir die ExMo auf Daily4x4-Basis an und Dir wird schon schlecht beim bloßen Hingucken – Alkoven bis zur Stoßstange, Überhänge bis zum Abwinken und dann noch breit bis der Arzt kommt und alles im Jogurtbecher-Look wie seinerzeit die Honda 600/1000 CBR. Der von Dir erwähnte Daily4x4-Fensterbus ist das genaue Gegenteil. Mit einer lichten Kabinenbreite von unter 174 cm vielleicht etwas für Liliputaner oder Zwerg-Pygmäen. Dann sind die Längenverhältnisse des Daily4x4-Fensterbusses was Radstand bzw. Überhang bzw. Ladelänge betrifft vielleicht für den Verteilerverkehr geeignet, nicht aber für den Einsatz als geländetaugliches Reisemobil. Doch wozu braucht es dann eine Allrad-Variante mit 19,5″ Einzel-Bereifung bzw. welchen Sinn macht es für den Verteilerverkehr, die Seitenwände derart einzuziehen? Aber vielleicht hast Du Beziehungen zu entsprechenden Stellen, bei denen man Konfigurationen bekommen kann, die in den Prospekten nicht angeboten werden.

                Leider findet man weder einen Daily4x4 noch einen Graelion an der nächsten oder übernächsten Ecke, um diese nur mal Probezufahren. Ich verstehe Deinen Hinweis zum Graelion, den ich ebenso sehe. Wenn ich mit meiner a-typisch kurzgeschorenen braunen Königspudelhündin unterwegs bin, kommt alle zwei Meter die Frage, ob das ein Labbadoodle oder sonst eine dieser Mischlingshunde sei. Nervig!

                Wie bereits erwähnt habe ich im aktuellen Daily4x4 zumindest mal Probesitzen können und Deine Hinweise zur Verarbeitung und komfortablem Sitzen bestätigt gefunden, beifahrerseits stört vielleicht das sehr tief unten angebrachte Handschuhfach etwas und die EiKa wäre mir so zu klein, zu beengt für längere Reisen, da wie gesagt ein größerer Hund auch noch Platz finden muß, was für DoKa oder teilintegrierten Auf/Ausbau sprechen würde.

                Was den Gelben Unimog betrifft, so hast Du wohl recht …. zumindest, wenn die Reifen normalen Luftdruck haben ….
                Die Anekdote mit dem in einem Tunnel festgefahrenen LKW und dem kleinen Mädel kennst Du sicher ….

                Gruß

                • TomVomSee sagt:

                  Hi Klaus.
                  Tunnel? Mädel?… klär mich auf!
                  Naja, also….
                  IVECO Daily 4×4
                  55 S 18 HA8 VWX H2
                  Radstand 3250L
                  255/100R16 6.5×16
                  Innenl.: 3470mm
                  Überhang: 1491mm mitte HA
                  Ladehöhe: 919mm
                  … Rampenwinkelthema?
                  Und bei 350 innen – ohne gedrehte Sitze geht Nasszelle und HubLängsbett samt Sitzgruppe und Küche weil 1900mm innenhöhe, geht aber noch mehr. Der Neue hat keine Schaltstöcke mehr zwischen den sitzen, da hat auch großes Wauzi Platz. Der Daily ist komplett zu konfigurieren, nur die Verglasung sprich Bus-“Start”-Version-Variante ist ein Sonderwunsch. Allerdings – wenn ich womo mag, mach ich mir eh große Klapp/Schiebe”Aushäng Fenster wohin ich will. Vollgeballert mit allen Extras, incl 2 Schiebetüren, Heizung, Luxussitze Lederkurbel etc. bist auf unter 100k netto. Je nachdem wie man verhandelt auch mal brutto.
                  Probe fahren hmmm… ja, nun, gibt noch nicht so viele, aber…IVECO Deutschand in Unterschleißheim nerven, nerven, nerven… und im Fall mal Officine del Brennero/Verona kontakten…
                  ist schwierig, allein wg. der Gebietsschutz-Thematik aber drum…NERVEN!
                  ExMo-Daily-Fahrgestelle sind mir ein wenig suspekt, immer schon. Egal bei welcher Spabi-Härte, ein falsches Loch im Gelände und der Aufbau tanzt. Ich bau eh immer gern so niedrig wie geht, mag auch nix aufm Dach und alles wat “teilintegriert” ist hat halt immer die “Brückenthematik”. Entweder Koffer und getrennt oder Kasten und durchgehbar.
                  Die eingeschränkte Geländegängigkeit wg. Hecküberhang ist zudem – nicht lachen, mien ich ernst – mit einem vernünftigen Boden und stabiler Hechstoßstange in der Regel erledigt. ist ja ein WoMo und kein Trial-Rock-Crawler.
                  Die 255/100R16er haben übrigens Liefergarantie bis 2035, zudem kann man auf AAE !7er Felgen mit 37×12.5R17 umrüsten, gibt noch nix, geht aber technisch, IVECO Australia arbeitet an Lizensierung, für den !alten” ist die Kombo am Importeur freigegeben und zu kaufen.
                  Hast Du Preise für Texne?
                  Die zicken ganz schön mit infos … hab immer noch nicht raus, wer dahinter steckt.

              • Tom sagt:

                Stimmt, die Fragerei nach dem Allrad LKW hat mich bei unserem Mercedes 1124 auch genervt. Das ist wirklich unglaublich, wie so ein auffälliges Expeditionsmobil die Leute anzieht. Das war für mich einer der Hauptgründe für den Verkauf des Allrad LKWs.

            • Tom sagt:

              Also ganz ehrlich, sehr viel hässlicher als diesen zerklüfteten Graelion kann man einen Allrad LKW nicht bauen. Der hat irgendwas von der Baba Jaga. Und ich meine damit nicht die Geländeeigenschaften im Sumpf.

              • TomVomSee sagt:

                Nana, Tom… de gustibus … ja, aber hast recht, das Teil ist grottig, schlimmer als der letzte Bremach-Saurier mit dem Fischer-Technik-Fahrerhaus… 🙂

                Baba, Jaga, sagte der Bär und biß zu!

      • Tom sagt:

        *lach*

        (Über die Geschichte von den Rheinländer Millionärs-Rentnern, nicht über die Leute. Denn es ist immer gut, wenn man weiß, was man will.)

        • TomVomSee sagt:

          🙂 … jaja, die Gute wußte wirklich was sie will, die fing in den 60ern an zu campen mit ihrem Gatten, nach Erzählungen ein “Matador” … Jahrzehnte Urlaub im WoMo, irgendwann keine Lust mehr auf Campingplätze und viele Leute…
          und der Wunsch nach “dem Badt” hat mich beeindruckt, hat doch eigentlich jeder von uns “Reisenden” etwas Unverzichtbares. … bei mir mein Weib. ok, und meine Matratze, Kopfkissen, Kuscheldecke, Engel-Kühlbox, Coleman-Kocher, Aladdin,… jaja, is gut … 🙂

          • Tom sagt:

            Hat zwar jetzt nichts mit dem Thema Allrad LKWs zu tun, aber ich überlege gerade, mir für den nächsten Paddelurlaub wirklich mal ein Kopfkissen mitzunehmen. Die dicke Luftmatratze habe ich schon.

            • Max sagt:

              Als Kopfkissen kann man auch einfach seine Klamotten in nen Stoffsack (oder kleinen Kissenbezug) stecken, ist dann zwar nicht ganz knitterfrei aber das sollte beim paddeln ja nicht so wichtig sein. Schafft auch Ordnung, hat sich beim Radfahren bewährt.

              • Tom sagt:

                Hey, wenn ich nicht gerade den LKW dabei habe, sind wir mit abgesägten Zahnbürsten unterwegs. Zumindest beim Wandern ist kein Raum für einen extra Kissenbezug. Ich stopfe die Klamotten immer in die Regenjacke. Muss reichen. Blöd nur, wenn das Taschenmesser noch in der Hosentasche ist. Ein eigenes Kissen wäre da schon Luxus.

                • TomVomSee sagt:

                  Ah ja… ok… Zahnbürste absägen…
                  wir haben früher Raupen auf Strohhalbe gespießt und lehm gemahlen zum Zähneputzen… Regenjacke… also bitte, die selbstgestickten IsländerPullover sind wertvolle Trinkwasserspeicher, wir waren damals froh wie wir uns mit Birkenrinde um die Füße gebunden bei unserer Nordhalbkugel-Expedition survivalnd von Nürnberg nach Fürth durchgeschlagen haben…
                  🙂

            • TomVomSee sagt:

              Hi Tom,
              alte Säcke wie ich brauchen ein gutes Kissen, und eine 10cm fette große schwere selbstaufblasende Isomatte. Meine erste war Anfang 80ern eine arctic mat der UsForces, heavy-bulky aber mit einer Garantie auf heiße Nächte im Zelt… 😉
              A bissl Komfort ist nötig, auch ganz früher noch zu Golf1-Zeiten (Achtung! Outing!) da hatte ich schon IMMER ein Feldbett dabei. nach geleerten Biertragln am Lagerfeuer incl Nachspülobstler will NIEMAND semikomatös auf dem Boden liegen, oder?
              Generell hört diese ganze Outdoor-Askese irgendwann auf. Wenn ich mich so umschau bei mir im Rumtreiber-Umfeld … ging immer von Schrott und klein zu Top und groß zu Top und klein. Wenn man mal einen Witwer getroffen hat, der allein seit Längerem in einem kurzen Caddy Womo unterwegs ist … das mit Abstand genialste Auto seit Urzeiten, kurz, ohne Beifahrersitz, Längsbett, Küche, Portapotti!!! 60er Engel und: Ein Wohnzimmersessel! Zum Sonnenuntergänge genießen.
              Einer der mit seinen über 80 (Portapotti!!!) jünger war als mancher 40jährige.

        • Klaus sagt:

          Fahren die zufällig einen Unimog U1300L?

          • TomVomSee sagt:

            haha…DER war gut. nee, ganz liebe Leut, null masochistisch veranlagt, haben jetzt einen TGS 26.510 zum Spielen, mit Aufbau. Nicht erkennbar, daß da ein WoMo drin ist. Schaut aus wie ein Getränkekoffer mit 14ern… 🙂

    • Tom sagt:

      Auch der Mercedes 711 ist letztlich ein alter LKW. Wenn auch ohne Allrad. Und klar ist der berghoch lahm. Also eigentlich kein Fahrzeug, dass man jemandem für den Normalurlaub in Europa empfehlen könnte.

      • TomVomSee sagt:

        haha… in den 90ern, MAN 630… voll… mit Hänger … VOLL!
        und dan … die Challenge… KASSELER BERGE und immer Angst, daß ein Trucker aus seinem Actros hüpft, nachläuft und mich bei 5km/h aus der Hütte zieht und lyncht… ach ja… DAS waren noch Zeiten …
        und bei der Geschwindigkeit und den milchigen Folienschießschartenpseudofenstern konnte man sogar “gefahrlos” zeitung lesen… (NICHT nachmachen…pfui!)

        • Tom sagt:

          Kasseler Berge geht irgendwie noch. Da kommt man unten wenigstens mit Schwung rein. Ich finde Spitzkehren mit anschließender Steigung für alte, schwere und meist untermotorisierte LKWs wesentlich anspruchsvoller. Da kommt man überhaupt nicht mehr aus dem zweiten Gang raus. Und hinter einem stauen sich die Touristenautos. Kein gutes Gefühl.

  85. TomVomSee sagt:

    GANZ ANDERES THEMA…

    Ich hab letztens eine Alte Magirus-Feuerwehr überholt.
    ExMo, Doka, drin Papa Mama, drei balgende Kids, alle fünf nicht angeschnallt, Landstrasse.
    Erinnerte mich an die Landy-HipsterMutti-Blagen-Transporter in deutschen Großstädten.
    Warum ich das Fass jetzt aufmache?
    Nein, nicht wegen StVO.
    Aus technischer Sicht.
    Alte LKW haben einige häßliche technische Eigenschaften, eine davon ist, daß sie ALT sind, ich rede hier von Konstruktionsalter und Typgenehmigungsalter.
    Wenn ich mit einem MAN TGS 18.510er Kipper, voll, SuperSingle auf der Lenkachse, mit 70km/h ins weiche Bankett fahre, hab ich eine kleine aber realistische Chance, die Fuhre egal wie auf die Teerdecke zurückzubringen.
    Dank meiner elektronischen Helferlein.
    Dank einem ABS, was mich nicht in den Graben oder Gegenverkehr schmeißt.
    Und wenns mich trotzdem aufstellt, hab ich eine Sicherheitszelle mit Top-Fahrersitz und einem perfekten Gurt. Und evtl. Airbag.
    Im Magirus hab ich …NIX.
    Im Landy hab ich … NIX.
    Ich hab über 4Mio km runter, ja – keine Aufschneiderei – über 20 Fahrerlehrgänge, beruflich und privat offroad hardcore seit Jahrzehnten, alle Scheine und zudem Ausbilder.
    Und vor 3 jahren mit einem Merkur eines Kunden mit 50km/h ins Bankett, Motorrad kam entgegen und ich MUSSTE ausweichen, umgekippt, Aufbau weggerissen, Fahrerhaus kollabiert, wär ein Beifahrer dabei gewesen, er hätte nicht überlebt. Meine gebrochenen Rippen waren mir genug der Party.
    Also – bei aller Liebe zu altem Eisen, denkt bitte auch mal an eure liebsten Kleinen, ich war selbst manchmal – vor 30 jahren – mit meinen Kids zu nachlässig.
    Ohne Entschuldigung.
    Und – man kann auch in Marokko unangeschnallt durch die Scheibe fliegen.
    danke.

    Ach ja, weil ich grad noch dran denk…
    Ersatzräder, die man nicht mit einer Hand handeln kann, gehören in Bodennähe montiert und NICHT AUFS DACH!
    Den Träger – egal was die Herrschaften Unimog/Steyr/HamKeinPlatz über ihre supertollen blablabla-Träger erzählen: KEIN Dachträger überlebt einen Auffahrunfall mit 50km/h (Im U1300 und im 12M18 die Insassen auch eher nicht…) auf ein stehendes FZ. Aber zudem geht der grenzdämliche 2-3 Zentner XZL fliegen. Und der randaliert richtig. Und wenn viel Pech dabei reißt die hintere Faherehausverriegelung und dann ist richtig Feuer unterm Dach! Bei 50km/h Aufprall knapp 1t(1000Joule)Ausreißkraft!
    Nur so zum Nachdenken, und dagegenreden! (Bitte nur Physiker, mit beiliegender Berechnung mittels Siemens-Lufthaken-Formel.)
    Wenn man das Rad aus 10m Höhe fallen läßt, schlägt es mit 50km/h auf. nur so am Rande…
    Hab Euch lieb … 🙂

    • Tom sagt:

      Dank der zahlreichen ergänzenden Hinweise haben wir jetzt wirklich bald alle Argumente zusammen, die gegen den Kauf eines alten Allrad-Lkws sprechen.

      Argumente, die für einen alten Allrad LKW sprechen, hat glaube ich jeder, der diese Seite gefunden hat, selber genug parat.

      Abwägen muss jeder selbst.

  86. Lars sagt:

    Hallo, so sieht meine Toilette für meinen T4 aus: Kleinanzeige

    • Klaus sagt:

      Hallo Lars,

      danke für den Link.
      Sehr schöner T4, besonders das Hochdach ist sehr formschön gelungen.
      Neee … das WC wäre aber nicht meins …. und das vieler Frauen sicher auch nicht …..

      Bin jetzt in einem Ort auf einem größeren Platz vorbeigefahren, auf dem eine größere Anzahl sehr großer Wohnwagen mit Tandemachsen nebst entsprechender Luxus-Limousinen/SUV stand. Neben jedem Wohnwagen stand ein ca. 1×1 m und ca. 2 m hohes Zelt, was wohl als WC genutzt wurde.

  87. Alex sagt:

    Ich hoffe mal der Artikel war Humorvoll gemeint.
    Andernfalls klingt dasd dann seeeeehr stark nach “Hilfe alle machen jetzt auf Allradwohnmobil und ich bin nicht mehr Hipp”.

    Apropos: Ich hab mir auch nen alten u1300L mit FM1 gekauft.
    Aber keine angst,
    Expeditionen jucken mich nicht ,bin 30 Jahre weltweit auf Montage gewesen (Holzklasse marke Mc Gyver.Schaff es oder verrecke) da sieht mein Urlaub ganz anders aus.
    Der wird mit H-Kennzeichen (Will auch mal inne stadt damit) und ner zweiten Wechselkabine mein neues Spassmobil.

    Warum U1300L mit FM1 ?
    Bin das ding in den 80ern beim Barras gefahren und es hat immer wieder spass gemacht.
    Darum !

    PS: Meine letzten beiden “Spassmobile” waren Porsche, ich kann ganz gut mit engen Kabinen auskommen.

    • Tom sagt:

      Naja, Humor ist oft Vorbote unliebsamer Wahrheiten. Abgesehen davon, dass es mir Angst macht, “hipp” zu sein, geht es bei diesem Beitrag darum, Leute, die einen alten Allrad-LKW kaufen wollen, aus Sicht eines gebrannten Kindes ein bisschen mit der Realität zu verdrahten. Und die Realität sieht in Europa so aus, dass du mit einem hinreichend alten Allrad-LKW (mit H-Kennzeichen) oder meinetwegen auch mit einem ganz neuen 6×6-LKW zwar sogar in Stuttgart zum innerstädtischen Biomarkt fahren darfst, der eigentlichen Zweckbestimmung aber nur in der Kiesgrube gerecht wirst. In Südfrankreich gibt es schon Verbote für 4×4 Fahrzeuge. Da komme ich mit einem unscheinbaren, kleinen Wohnmobil wesentlich weiter.

  88. René sagt:

    Ein sensationeller Beitrag! Gott hab‘ ich gefeiert! Ja, so sieht’s aus! Auch ein gewisser „Trend“ zum Downsizing ist erkennbar, woran Corona sicher nicht ganz unschuldig ist. Aber … Charme habe sie, die nach Diesel riechenden Eisenschweine. Gute Reise! René

    • Tom sagt:

      Danke, ich mag Meinungen mit Ecken und Kanten. Aber sensationell finde ich vor allem, was so ein unter dem LKW diktierter Beitrag über die Nachteile alter Allrad LKW‘s für einen Staub aufwirbeln kann.

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