ᐅ Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Im Titel “alten Allrad-LKW kaufen” stecken ganz bewusst 4 Begriffe: Alt, Allrad, LKW und kaufen. Die sollte man alle mal hinterfragen. Vor dem Kauf.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Ist das ein Hype, einen alten Allrad-LKW zu kaufen?

Langsam wird mir die Zahl der Seitenaufrufe hier unheimlich. Natürlich freue ich mich über das Interesse an meiner Webseite. Aber fürchte schon, dass sich jetzt alle plötzlich einen Allrad-LKW kaufen wollen. Nur weil hier ein Spinner ab und zu mal was über alte LKWs schreibt.

Nein, die Vorstellung einer Mitverantwortung für einen Boom an privaten Allrad-LKWs macht mir Angst. Es ist also an der Zeit für ein paar Warnhinweise. Traue mich schon kaum noch, Reiseberichte zu veröffentlichen. Geschrieben wird ja nach wie vor. Für die Familienchronik. Aber veröffentlichen? Berichte von jeder Reise? Puh. Ist das gut?

Denn ich muss irgendwas falsch machen. Erwecke ich den Anschein, permanent Offroad unterwegs zu sein? Schreibe ich nicht klar und oft, dass ein Allrad-LKW in Europa sinnlos ist? Habe ich nicht extra unseren zugegebenermaßen schon hübschen MB 1124 AF, aber eben auch Allrad-LKW verkauft, weil mir das zu blöd war?

Warum träumen so viele den Traum, einen gebrauchten Allrad-LKW zu kaufen und zum Wohnmobil umzubauen? Abseits befestigter Wege unterwegs sein und die Welt erkunden zu wollen, ist ja nichts schlechtes. Aber warum muss man dafür unbedingt einen Allrad-LKW kaufen?

Woher kommt also der Allrad-LKW-Hype? Ich hoffe nicht von mir. Aber es muss auch mal Klartext geredet werden. Um Leute von Dummheiten abzuhalten, die sie möglicherweise bereuen, schlimmstenfalls aber ruinieren könnten. Das nächste Foto zum Beispiel hat mich ungefähr 1.500 € gekostet. Ausgeschlagene Achsschenkel. Einfach mal so zwischendurch.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Warum einen alten, gebrauchten Allrad-LKW kaufen?

Ursprünglich waren ausrangierte, gebrauchte Allrad-LKWs der Bundeswehr,  des THW oder von Feuerwehren eine günstige und potente Möglichkeit, den Traum von einer motorisierten Erkundung abseitiger Gebiete umzusetzen. Die Pioniere der Allrad-LKW-Szene hätten aber wahrscheinlich auch jeden anderen alten LKW genommen, der gerade billig verfügbar war. Der Allrad-LKW war also nur Mittel zum Zweck.

Heute ist es cool, mal eben einen alten Allrad-LKW zu kaufen und zum Geländewohnmobil aufzubauen. Und wenn man dann so ein Expeditionsmobil hat, muss man natürlich auch mal auf Reise gehen. Quasi als Rechtfertigung. Marokko, Island, Norwegen. So fangen irgendwie alle an. War bei mir ja nicht anders.

Und dann gibt es natürlich einige Protagonisten, die tolle Fotos von ihren tollen Allrad-LKWs posten: Allrad-LKW im Sand. Allrad-LKW im Wald. Allrad-LKW auf der Wiese. Immer von schräg vorn unten fotografiert. Die Stollenreifen im Blick. Die Düne dahinter. Kenne ich. Bin ja auch so einer.

Doch kaum ein Reisender zeigt die andere Perspektive. Dass zum Fuß der Düne eine gut fahrbare Piste führt. Der Platz im Wald nur ein Wanderparkplatz ist. Die Wiese zum Campingplatz gehört. Dass die Hände gerade mal wieder schwarz sind, weil man eben 3 Stunden zur Wartung unter dem LKW herumgekrochen ist.

Und so gibt es immer tolle Fotos von Allrad-LKWs. Und jeder, der nicht dabei war, gewinnt den Eindruck, dass man natürlich unbedingt einen Allrad-LKW kaufen muss, um auch solche tollen Fotos machen zu können. Klar, für die Fotos schon. Aber nicht, um dahin zu kommen. Da würde in den allermeisten Fällen auch ein Golf mit Dachzelt genügen. Oder ein Hymer. Meist steht auch irgendwo einer. Aber natürlich macht man davon keine Fotos. Ich ja auch nicht.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Braucht man für Europa einen Allrad-LKW?

Eigentlich ist es Schwachsinn, für eine Europareise einen gebrauchten Allrad-LKW kaufen zu wollen. Wir sind ja schon ein bisschen rumgekommen. Aber einen Bundeswehr-mäßigen Allrad-LKW habe ich noch für keinen Stellplatz gebraucht. Ganz im Gegenteil. Wenn ich irgendwo nicht hingekommen bin, dann weil das Wohnmobil zu groß war.

Nein, für Reiseziele rund um den europäischen Heimathafen muss man wirklich keinen Allrad-LKW kaufen. So ein Monstrum sieht zwar hammermäßig offroad aus. Und mag in Ordnung sein für Leute, die permanent auf Reisen sind oder sein könnten. Aber als normalarbeitender Normalurlauber? Da hat man schon seine liebe Müh und Not, überhaupt bis dahin zu kommen, wo man mal abseits von Asphaltstraßen fahren kann. Ganz unabhängig von der Frage, ob das auch die ganze Familie so will.

Gerade wer also nicht dauerreisen kann oder will und auf die 6 Wochen Urlaub im Jahr angewiesen ist, wird mit dem Kauf eines gebrauchten Allrad-LKWs möglicherweise nicht froh werden. Denn der Umstieg vom modernen PKW auf einen alten Allrad-LKW ist nicht einfach. Der Wechsel vom Porsche in den Unimog geht ja noch. Da sind die Platzverhältnisse ähnlich beengt. Aber wer von einem VW T6 umsteigt auf einen VW MAN G90, von einem Fiat Ducato auf einen Iveco 90-16, oder vom Mercedes Vito zum Mercedes Kurzhauber, der hat es schwer. Sehr schwer.

Fahrleistungen und Fahrkomfort dieser alten LKWs sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Das ist was für Freaks. Aber nicht für Teilzeiturlauber. Und dann stellt sich recht schnell die Frage, ob man den Kurzhauber nur gekauft hat, weil er schön aussieht? Oder zu viele Internet-Blogs gelesen hat? Mag man sich wirklich unters Auto legen und die Hände schmutzig machen? Was macht die Familie in der Zeit? Seid ihr bereit, weniger zu arbeiten, um euch ganz in Ruhe solchen Rostlöchern widmen zu können?

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Droht eine Gentrifizierung vom Allrad-LKW zum ExMo?

Wohnmobile sind hipp. Doch Allrad-LKWs sind hipper. Und alte, neu aufgebaute Allrad-Expeditionsmobile sind am hippsten. Wegen der Elektronik und so. Wegen der Reparatur in der Dorfschmiede. Oder wegen der Dieselplörrenverträglichkeit in Afghanistan. Was, ihr wollt gar nicht nach Afghanistan? Darauf kommt es doch gar nicht an. Man könnte aber. Wenn man wollte. Und außerdem steht das so im Internet.

Am besten also einen alten MAN KAT der Bundeswehr mit vier angetriebenen Achsen kaufen. Klar, man will es ja wie zu Hause haben. Warme Dusche ist schon Standard. Waschmaschine, Geschirrspüler und gefliestes Bad definieren die Oberklasse. Das kostet. Und das darf kosten. Für LKW-Händler, Leerkabinenhersteller und Ausbauer ist eine Konzentration auf Premiumkunden natürlich sinnvoll. Zumindest wirtschaftlich. Und wenn die Nachfrage schneller anzieht als das Angebot, steigen die Preise für alte Allrad-LKWs.

Gleichzeitig werden die kleinen Kunden verdrängt. Möchte heute keinen Allrad-LKW mehr ausbauen lassen. Da ist man doch gleich abgestempelt. Und so setzt langsam aber sicher die Gentrifizierung der Alt-Allrad-LKW-Szene ein. Gibt sogar schon einen neuen Begriff: ExMo. Ein ExMo muss man haben heutzutage. Mit H-Kennzeichen. Denn nur so darf man mit dem ExMo auch zum Biomarkt in die Innenstadt fahren.

Und dann gibt es Händler, die stellen sich schon mal den Hof mit gebrauchten Allrad-LKWs voll. Am besten von ganz bestimmter Marke und Typ. Und die müssen jetzt verkauft werden. Natürlich nicht mehr als billiges Schnäppchen vom Grabbeltisch der VEBEG, sondern neu überlackiert und gaaanz speziell modifiziert. Zum Preis eines neuen, sauberen Mercedes Atego 4×4. Oder mehr.

Wahnsinn, was da beim Kauf von alten Allrad-LKWs abgeht. Nur weil ein bestimmter Typ gerade gehypt wird. Dabei ist es für einen gewerblichen Anbieter so einfach. Markt leerkaufen. Angebot verknappen. Nachfrage erhöhen. Am besten mit tollen Fotos und Stories rund um den einzig wahren Allrad-LKW. Denn was ist einfacher, als ein hübsches Pärchen mit hübschem Hund in einem hübschen alten Allrad-LKW loszuschicken.

Was, die gewerbsmäßigen Allrad-LKW-Protagonisten sind gar nicht wirklich 24/7 unterwegs? Egal, Hauptsache tolle Fotos. Ach so, und Videos natürlich. Das ist die heile Allrad-LKW-Welt. Da gibt es weder Kinder. Noch Krawall im Führerhaus. Und auch keine Tankrechnungen im Halbtausenderbereich.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Richtig offroad fahren mit Allrad-LKW?

Die permanente Flut von Bildern aus dem Lightroom erzeugt kollektive Begeisterung. Und den kollektiven Traum, nun auch endlich einmal einen Allrad-LKW von Bundeswehr, THW oder Feuerwehr zu kaufen. Am besten mit Anfang 20. Hey Leute, was und wohin wollt ihr denn fahren, wenn ihr 40 seid? Oder 50? Vielleicht sogar 60?

Nein, das Gequatsche vom Offroad-Abenteuer mit dem Allrad-LKW ist ein großer Schwachsinn. Das weiß nur niemand, der noch nie mit dem Wohnmobil offroad unterwegs war. Oder überhaupt mit dem Wohnmobil unterwegs war. Vielleicht noch nicht einmal überhaupt unterwegs war.

Habe es ja schon oft geschrieben: Richtiges Offroad gibt es eigentlich gar nicht. Das meiste Offroad spielt sich auf Straßen, Wegen und Pisten ab. Selbst in Marokko wird Offroadfahren schwer. In der Hamada könnte man sich auf den spitzen Steinen die teuren MPT-Reifen zerfahren. Von den hohen Dünenbergen könnte so ein Allrad-LKW ganz leicht herabkullern. Und im richtigen Dreck könnten ja die Sandbleche schmutzig werden. Wenn sie denn überhaupt dabei sind. Und nicht zu Hause in der Garage liegen.

Klar gibt es ein paar Verrückte, die alles daran setzen, ihren Allrad-LKW auch im Urlaub mal so richtig zu versenken. Aber meist waren die medienwirksamen Bergeaktionen entweder Content Creation, das Ergebnis einer Dummheit oder ein hochstilisierter Normalbetrieb. Klar gibt es Fotos und Videos von Allrad-LKWs im Rallye-Einsatz. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass da immer ein dicker gelber MAN KAT dabei ist? Als Bergefahrzeug? Habt ihr den auf Urlaubsreisen auch dabei?

Also in Europa gibt es nur wenige Stellen, wo man wirklich Allrad braucht. Und dann eigentlich auch nur deswegen, weil man sich die Schneeketten spart. Oder schneller und risikofreudiger fahren kann.

Und jetzt werden wahrscheinlich einige ambitionierte Allrad-LKW-Fahrer kommen und sagen, dass sie mir schon die richtigen Stellen und Stellplätze zeigen werden. Wo sie nur mit genau dieser Konfiguration hingekommen sind. Mag sein. Kenne da auch einige Stellen. Aber ich glaube, es ist nicht schlimm, mal 20 Meter zu laufen. Oder 100. Und es muss auch nicht sein, dass wir mit unseren LKWs in den Gastländern die Gegend zerfahren. Aber dann um Hilfe betteln, wenn wir abgerutscht oder festgefahren sind.

Und wisst ihr, was das größte Hindernis beim Offroadfahren mit dem Allrad-LKW-Wohnmobil ist? Ein schlichtes, ordinäres Verbotsschild. Hier sogar ganz speziell für Wohnmobile. Das verhindert in den meisten Fällen die letzten Meter zum perfekten Stellplatz. Nicht der fehlende Allradantrieb.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Muss man wirklich gleich einen Allrad-LKW kaufen?

Wenn ihr aber unbedingt einen alten Allrad-LKW kaufen wollt, dann macht das. Aber bitte nicht deswegen, um das zu machen, was die sogenannten Influencer machen. Wer lässt sich schon beeinflussen? Macht euer eigenes Ding. Und wenn es unbequemes und arbeitsintensives Reisen mit einem alten Armee-Allrad-LKW ist, dann meinetwegen. Aber wenn ihr nur Fotos von Stollenreifen am Strand nachmachen wollt, dann ist so ein Allrad-LKW vielleicht doch zu viel Arbeit und zu sinnlos. Hey, man kann bestimmt auch einen Fiat Ducato cool fotografieren.

Also lasst uns doch einfach mal zugeben, dass Allrad-LKWs schon cool, dass hochgelegte Fahrzeuge allgemein schick sind. Aber kommt mir nicht mit der Ausrede, ihr wollt die Welt abseits befestigter Wege erkunden. Denn dann würdet ihr zu Fuß gehen. Mit einem Zelt auf dem Rücken. Schon mal gemacht? Nein? Dann wird es Zeit.

Und sagt nicht, ich hätte euch nicht vor dem Kauf eines alten Allrad-LKWs gewarnt. Denn ohne 4×4 kommen die meisten Reisenden sogar wesentlich weiter. Weil die Reisekasse länger durchhält.

Wollt ihr wirklich einen alten Allrad-LKW kaufen?

Der einzige Vorteil beim Kauf eines alten Allrad-LKW ist, dass man selbst daran schrauben kann. Der Hauptnachteil ist, dass man auch selbst daran schrauben muss. Also denkt mal drüber nach, bevor ihr einen alten Allrad-LKW kauft. Erst recht bei den derzeitigen Einstandspreisen.

Oder seht ihr das ganz anders? Bin schon mal auf eure Kommentare gespannt. Denn Kommentare wie zum invasiven Verlangen nach einem Allrad-LKW oder dem Wunsch nach einem offroadfähigen Geländemobil “für die letzte Meile” haben mich erst dazu gebracht, diesen Beitrag zu verfassen. Danke also für eure (gern auch kontroversen) Meinungen.

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47 Antworten

  1. Martin sagt:

    Wer Allrad fahren will, kann ins THW eintreten. Da gibts fast 30 Jahre alte luftgekühlte Gewichtsboliden. 10000kg werden von 163PS gezogen. Mit Allrad und einem Schaltküppel der eine Schildkröte bzw. Hase hat. Klimaanlage ist Digital: Fenster auf oder Fenster zu. Radio? Unnötig, hörste eh nicht.
    (https://7globetrotters.de/iveco-magirus-90-16-allrad-lkw-preise)

    Im THW gibts sogar KAT, also MAN KAT. 3-Achser. Verbrauch 100 Liter pro Stunde. Egal ob 80km/h oder 20km/h.

    Und es gibt die neuen Fzg. Sprinter, 163PS, Automatik mit ner Klimaanlage die sogar mit Kältemittel läuft.

    Stell Dir vor es ist Sturm und keiner Räumt auf.
    Gruß
    vom Maschinst Großpumpe (5000 Liter/min)

  2. Udo sagt:

    Ein pointierter und sehr lesens- und nachdenkenswerter Beitrag!

    Ein Aspekt, der noch hinzu kommt, sind wohl die Abgase. “Dreckschleuder” ist ein böses Wort, aber irgendwo kommt es doch hin, wenn man schaut, was aus den Auspuffen alter LKWs so heraus kommt.

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass es in Europa noch Strecken gibt, auf denen man froh wäre, ein geländegängiges Fahrzeug zu haben, oder zumindest eines, das auch sehr schlechte Strassen deutlich besser verkraften kann als ein schickes WoMo, z.B. in Albanien, Rumänien oder der Ukraine.

    • Tom sagt:

      Na, die Umweltkeule wollte ich nicht auch noch rausholen. Da sitze ich selbst zu sehr im Glashaus. Versuche aber schon, mehr abgasfreie Urlaubsmöglichkeiten publik zu machen und nicht nur das Herumgefahre zu propagieren. Rate mal, warum es vom Sommer nur Berichte vom Paddeln oder Wandern gibt.

      Und auch für die Ukraine, Rumänien und Albanien braucht man keinen Allrad-LKW kaufen. Unser ganz normaler Mercedes Vito ohne Allrad hat sich da unter seinesgleichen sehr wohl gefühlt. In der Ukraine sogar mit Wohnanhänger. Alles kein Problem. Nicht einmal auf Wellblechpisten. Das limitierende Element sind meist Fahrer und Besatzung.

  3. Frank sagt:

    Hallo Tom,
    Europa hat auch mich bislang davon abgehalten einen Allradlkw zu kaufen. Auch auf dem Weg nach Marokko möchte ich es bequem haben… aber in Marokko wäre es schon geil gewesen, der Gesamtaufwand erschien mir abe einfach r zu hoch… bei unbegrenzten Mitteln würde ich sofort einen kaufen….
    Du bist nicht für die ganze Welt verantwortlich nur für Dich! Leider vergessen viele, dass das Internet oft nicht die Wirklichkeit abbildet!
    Gruß Frank

  4. jules sagt:

    Unendliches Danke für deinen Artikel!

    Als jemand, der vom Ducato Womo zum Laster gekommen: true Story. Damals war es der günstigste Weg, einen Familienlaster mit zwei Zimmern zu haben.

    Heute ist das alles absurd. Da kauf ich lieber ein schickes Womo, Bock das auf, gescheite Reifen, Bleche und ein Spaten und fahre los…

    • Tom sagt:

      Ja, die Geschichte vom Kauf eines Allrad-LKW ist wahr. Selbst erlebt. In meiner Geschichte spielt statt einem Fiat Ducato nur ein Mercedes Vito mit Wohnanhänger mit. Aber trotzdem ist es gut, das auch mal von anderen zu hören. Gibt ja kaum jemand zu. Insofern vielen Dank für dein Feedback.

  5. Anonymous sagt:

    Hallo Tom, das ist ja mal eine schonungslose Abrechnung, sehr erfrischend. Wir als Kleinfamilie mit drei Kindern schätzen unseren Allrad-Kurzhauber mit Doka und Lowtech-Recycling-Ausbau nicht wegen der technischen Allrad-‘Hardfacts‘, sondern genießen das Reisen damit wegen der Abenteuerqualitäten (rotes Spielmobil-Feeling) schon beim Losfahren. Krabbelhöhle ohne Stehhöhe, Dachzelt. Ein offenes Kofferkonzept: statt wasserdichten Koffer und Klappen haben wir die Rolläden, im Stand klappen wir die verbauten alten Sperrhölzer aus den Schlauchkästen auf, unseren Koffer kann man auf 5 Seiten vollständig öffnen. Ich unterlag Anfangs einigen Irrtümern durch zu viele YT-Videos: das Geld für Hebekissen und Sandbleche hätte ich mir sparen können.
    Aber auf nassen Wiesen und Gelände-Standplätzen, vor allem im Winter, ist so ein Allrad-Antrieb schon beruhigend. Auch wenn’s nur von Regensburg nach Pottenstein zum Angeln an einen Bach geht oder zum Skifahren in den Bayerischen Wald.
    Die einschlägigen Websites und Videos der Influencer, ob Branding lila oder grün oder blau, schaue ich sehr gerne mit Distanz und der Feststellung: a) es fehlen zu meinem Konzept die Kinder und b) mein Leben möchte ich nicht auf Allradmessen verbringen, denn dort landen derlei Lebenskonzepte allzu oft.
    Aus dem Grund ist Deine Seite für mich zum Favoriten geworden: sehr lehrreich, voller Tipps und lebensnahen Lösungen. Mit der völligen Technisierung der Exmo-Szene, die die Chance auf eine persönliche Welteroberung vorgaukelt, lässt sich freilich gut Geschäft machen. Für eine Handvoll Pärchen im Vorruhestand mag das auch funktionieren, für Familien eher weniger. Mein Rat wäre: klein anfangen, Spaß haben (auch am Schrauben) und dann ist so ein Kurzhauber oder Älterer Laster bald ein Familienmitglied, das alle nicht mehr missen möchten – trotz Allrad ;-).
    Besten Gruß, Danke Tom für die Inspirationen
    Haubidü

    • Tom sagt:

      Ach, solche wie du gehören natürlich nicht zur Zielgruppe dieses Beitrags. Hatte da eher diejenigen im Auge, die im Internet nach “Allrad-LKW kaufen” googeln. Und unbedingt so ein Allrad-Monster haben wollen, weil sie zu viele Werbebeiträge gelesen haben. Aber wie du schon sagst: Als Spielzeug kann man das gerne nehmen. Gern auch für die Weltreise. Es sollte halt nur jeder wissen, worauf man sich einlässt. Gerade bei einem dieser scheinbar süßen Kurzhauber.

      Und wenn es denn unbedingt sein muss, würde ich auf deinen Tipp verweisen. Erstmal mit einem originalen Allrad-Lkw fahren. Vielleicht auch nur mitfahren. Es gibt da ja genug Treffen mit zeige- und auskunftsfreudigen, aber ehrlichen Allrad-LKW-Besitzern. Und wenn man dann wirklich einen Allrad LKW kauft, dann das Monstrum direkt zulassen und mit Luftmatratze in den Urlaub fahren. Danach erst entscheiden, ob diese Art der Fortbewegung das richtige ist. Nicht erst, wenn ein paar 10.000 € in einen superindividuellen, aber möglicherweise unverkäuflichen Aufbau geflossen sind. Am besten noch auf einem exotischen Fahrgestell.

      Einen Kurzhauber Allrad-LKW kann man derzeit allerdings immer wieder verkaufen. Aber möglichst unverbastelt.

  6. Sven sagt:

    Hallo Tom,

    nach langem, gelegentlichen Lesen nun doch auch mal einen Kommentar zu einen Artikel, der mir aus der Seele spricht.

    Ja, ich habe auch einen LKW, alt, ohne Elektronik und ohne Allrad. Für uns war es der Umstieg von V-Klasse und Zelten. Wir wollten einfach nicht mehr jeden Morgen stundenlang das ganze Gelumpe zusammenpacken und das nasse Zelt in den Kofferraum stopfen müssen. Klar, hätte es auch ein schicker Hymer oder so getan. Aber für sechs Menschen ist der Markt überschaubar, wenn Du nicht (richtig) im Lotto gewonnen hast.

    Wir haben uns auch bewusst gegen einen tollen Allrad-LKW mit riesen Reifen entschieden. Wie Du schreibst, wo soll ich denn damit hin? Mit schulpflichtigen Kindern mal eben einen Abstecher in die Mongolei? Oder fix durch Afrika runter zum Kap? Und selbst wenn, unsere Eltern, bzw. deren Generation sind im T1 ohne Allrad und ohne alles bis Indien gefahren. Damals waren die Straßen bestimmt viel besser als heute. 😉

    Ja, es ist unheimlich viel Arbeit, der Ausbau, das Schrauben, es wird auch noch den ein oder anderen Euro verschlingen, wenn alte Teile kaputt gehen, aber ich habe etwas selbst gemacht. Es ist nicht so schick im im 100k Vehikel, aber es ist sowas von Unikat.

    Ab und zu schaue ich mir die gutaussehendne Instagramm/Youtube Menschen an und freue mich, wie sie wieder ins wildeste Offroad gefahren sind, Ihr Auto gewaschen und poilert haben um dann schöne Bilder posten zu können.

    Dir Danke ich für die vielen technsichen Anregungen, die ich mir aus dem ein oder anderen Beitrag rausgesucht habe. Und so leid es mir tut: Du hast mich nicht zum Kauf motiviert. Ich wollte schon seit 20 Jahren was haben und nun war – dummerweise mitten im Hype – die Zeit und das Geld reif.

    Danke,
    Grüße,
    Sven

    • Tom sagt:

      Es freut mich, dass ich nicht für dein LKW Hobby verantwortlich bin. Denke auch nicht, dass ich da überhaupt großen Einfluss habe. Will ich auch gar nicht. Aber zumindest fühle ich mich verpflichtet, meine komfortable Situation als Spaßblogger auch mal für nicht so Allrad-LKW-verkaufsfördernde Warnhinweise zu nutzen.

      Und die Warnung, sich den Kauf eines alten Allrad-LKWs genau zu überlegen, betrifft natürlich auch meinen geliebten Mercedes 711 mit ohne Allrad. Den habe ich nach dem Verkauf unseres für Europa völlig überdimensionierten Besuchermagneten auch nur gekauft, weil er relativ unauffällig ist, mehr als genügend Nutzlast für uns 7 bietet und große Fenster hat. Nun gut, ich gebe es zu: Und wegen des Sterns auf der Haube. Das heißt für mich, dass es viele Anleitungen gibt. Klar, auch Ersatzteile. Aber vor allem perfekte Dokumentationen und Anleitungen.

      Und mit 4 und mehr Kindern sind die Auswahlmöglichkeiten sowieso beschränkt. Da kommen eigentlich nur Zelt, Campinganhänger oder LKWs für einen Kauf infrage. Aber für ein reiselustiges Pärchen? Da macht es doch auch der Sprinter.

  7. Martin sagt:

    Darf ich an den Sprinter ankoppeln? Im Mobile.de wurde ein ausgebauter Sprinter angeboten. Mit vier Schlafplätzen, PV, Diesel-Standheizung, bla bla für 16000 Euro – für das alter ein m. M. fairer Preis. Im Text war zu lesen, dass der Besitzer die letzten Jahre 20000 Euro investiert hat. Auf Nachfragen bekam ich die Info: Austauschmotor, Lenkung und Lenkgetriebe, Zweimassenschwungrad, Turbolader, Stoßdämpfer, Koppelstangen, Stabilisator, Achslenker vorne und Kotflügel erneuert.
    Das hat mich geschockt.

    • Tom sagt:

      Was hat dich da geschockt? Dass ein Sprinter kaputt gehen kann? Das kann er ganz bestimmt. So ein Sprinter ist genausowenig unsterblich wie ein Allrad-LKW. Sogar so ein 240er Dieselmotor von Mercedes kann nach 150.000 km auseinanderfliegen. Selbst erlebt. Allerdings ist sowas genauso Pech wie die 20.000 € Reparaturkosten beim Sprinter.

      Beim Kauf eines Allrad-LKWs sind 20.000 € Umbaukosten aber schon fast normal, wenn der in einer LKW-Werkstatt Zwischenrahmen, Leerkabine, Statusräder und wenigstens eine überholte Bremsanlage bekommen soll. Ganz egal, was die Basis gekostet hat. Und da sind noch nicht einmal solche Sonderwünsche wie Fahrerhauskürzung, Rahmenverlängerung oder Umbau der Achsen dabei. Motor, Getriebe und Verteilergetriebe hat da auch noch niemand angefasst. “Meine” Mercedes LKW Werkstatt verlangt derzeit incl. MWSt. 165 € Stundensatz. Rechne mal aus, wie weit du mit 20.000 € kommst, wenn du nicht selber schrauben kannst oder willst.

      Doch hast du schon mal nach einem Preis für einen neuen, einfachen Sprinter mit 2 Jahren Werksgarantie gefragt? Also ohne den ganzen Assistenz-Schnickschnack, den so ein alter Allrad-LKW ja auch nicht hat?

      • Tom sagt:

        Und hier noch die Kurzzusammenfassung zum Thema “Neuen Sprinter vs. alten Allrad-LKW kaufen”: Kleine Autos, kleine Sorgen. Große Autos, große Sorgen. Das kann okay sein. Vielleicht wird es aber auch ein Schock. Und genau davor will ich warnen.

    • Chrissi sagt:

      Warum geschockt? Ist doch perfekt wenn da schon fast alles erneuert ist, unwarscheinlich dass dieses dem nächst wieder so schnell den Geist aufgibt. Dafür scheinbar wirklich ein fairer Kurs.

      • Tom sagt:

        Nun ja, derartig zahlreiche und umfassende Reparaturen bei einem relativ jungen Fahrzeug deuten nicht auf eine vorsorgliche Generalsanierung, sondern auf katastrophale Haltungsschäden hin. Und darauf, dass der Besitzer offenbar nicht der Meinung ist, dass er mit diesem Sprinter ab jetzt sorgenfrei unterwegs wäre.

  8. Paul sagt:

    Danke für Deine Seite, das hebt sich so wohltuend ab vom üblichen Einheitsbrei. Und Danke dass Du auf den Werbe – Sch… verzichtest, dem Grundübel des heutigen Internets. Leider ist es heute fast nicht mehr möglich, im Internet vernünftige Auseinandersetzungen zum Thema “Camping”, “Vanlife” oder “Expeditionsmobile” zu bekommen, egal wie man es nun nennt. Überall nur noch der widergekaute Werbe – Unsinn, Hauptsache die Amazon – Links werden brav benutzt und es gibt einen satten Rabatt für das “getestete Produkt”. Ich habe diese gekauften Influencer so satt… Das ganze würde nicht funktionieren, wenn die Konsumenten es nicht so haben würden wollen, sie suchen wohl Bestätigung in ihrer Konsum-Sucht, und da sind “Herrmann” und all die anderen Werbe – Youtuber mit ihrem inhaltslosem Geschwätz genau richtig… Nochmals Danke, dass es hier was zu Lachen gibt!

  9. Paul sagt:

    Martin, das wollen die Leute aber nicht hören. Die Leute wollen hören: Der Sprinter ist mit 300 000 km gerade gut eingefahren. Ich war auf einem Youtube – Kanal, der Betreiber ist nach eigener Aussage KfZ – Mechaniker, der jetzt seinen Job gekündigt hat und nun – unterstützt durchs Jobcenter – Seminare für Busbastler anbietet. Er erzählt in den Videos den Leuten einfach das, was sie hören wollen. Ist ja auch klar, ansonsten würde ja niemand seine Seminare buchen. An einem Wochenende wird der Büromensch mit zwei linken Händen dann zum Bus-Schrauber geschult, ja klar… Aber er ist nur einer von Vielen, die Masche ist immer gleich, es ist ein Business, welches mit den Träumen und Sehnsüchten der Leute spielt…

    • Tom sagt:

      …und wenn ich dann die Wahnsinnspreise für 30 Jahre alte Allrad-LKWs mit Koffer sehe, frage ich mich schon, ob wir hier gerade eine ExMo-Blase erleben. Da werden sicherlich noch einige Träume platzen. Deswegen musste der Artikel über den Kauf von Allrad-LKWs sein. Hoffe, er hilft dem ein oder anderen.

      • Paul sagt:

        Der war super geschrieben und Du hast gut den richtigen Ton getroffen. Sich nicht über andere erheben, aber trotzdem kritische Fragen stellen. Und Selbstironie ist auch eine Gabe, die den meisten abgeht. Ich selber habe nur einen ganz kleinen ausgebauten Van, weil ich auf dem Standpunkt stehe, dass es gerade beim Freistehen extreme Vorteile bringt, so wenig wie möglich aufzufallen. Aber ich habe auch keine 5 Kinder, da ist der LKW doch schon nahe liegender. Was mich aber mal interessieren würde: In dem grünen Düdo habt ihr eine Enduro, 2 Mofas und drei Erwachsene untergebracht? Habe ich das richtig verstanden?

        • Tom sagt:

          Ja, klar. Zu dritt. Aber da noch im fast original 711er Gruppenkraftwagen. Hab nur die Sitzbänke ausgebaut. 3 Moppets standen nebeneinander hinter dem Fahrer/Beifahrersitz. Im Heck hat mein Größter auf dem Fußboden, der Zweite auf einem eilig installierten Klappbett geschlafen. Ich dann in der Hängematte über meiner KTM.

          War ein prima Bustest. Und den 1124er Allrad-LKW haben wir gar nicht vermisst. Dort hätten die Moppeds übrigens unter dem elektrischen Hubbett stehen sollen. Allerdings mit Kranverladung.

          Nein, da war der Bus schon viel besser. Selbst in der fast originalen Version ohne Aufstelldach und Hubbett.

          Und Pisten sind wir auch ohne Allrad, Höherlegung und Geländereifen genug gefahren. Ausgebremst haben uns im Hohen Atlas nur die fehlenden Winterreifen. Aber die gibt es ja beim Allrad-Lkw auch nicht richtig.

    • haubidü sagt:

      Ach, Paul. Sei doch nicht so böse. Die Idee, mobil, unabhängig Geld mit Geschäftsmodellen zu verdienen, die sich die digitale Technik zu Nutze machen, ist doch eigentlich ganz klasse. Dass sich einige Wagemutige dran´versuchen, ist doch mutig. Ich hab´von diesen servicefreundlichen Seiten schon so viel gelernt, dass ich eigentlich Sympathie dafür habe. Damit Träume Träume sein können, müssen sie sich über den Alltag erheben.
      Aber klar ist das richtig, sich wie in diesem Beitrag zu fragen: passt das zu mir, ist das für mich umzusetzen? Das gilt aber nicht nur für´s Allrad-Abenteuer, sondern auch für´s Spielen eines Instruments (wie viele spielen ein High-end Instrument und stümpern musikalisch herum – eine ganze Musikindustrie lebt davon 😉 Um als Blogger oder YT-Produzent eine Vollzeit-Existenz mit allen Abhängigkeiten zu bauen, brauchst´ ein besonderes Engagement. Dass hier ein unabhängiger Hobby-Blogger einige Profis aussticht, ist ja die Seltenheit (nicht böse sein, Tom), aber das ja das Besondere. Also bashing für die mobilen Geschäftsmodelle würde ich nicht unterstützen – eher bashing für die Händler, die uns VEBEG und ZOLL-AUKTION leerkaufen, damit wir unsere Oldtimer dann zum doppelten Preis erwerben müssen. Ob mit oder ohne Allrad….
      Besten Gruß von haubidü

      • Tom sagt:

        Ich will niemanden ausstechen. Wozu auch. Zwar hätte ich keinen Bock, für mein tägliches Brot zu bloggen. Aber umso mehr verstehe ich die Zwänge derjenigen, die berufsmäßig bloggen (müssen). Glaube nämlich nicht, dass man Kauf und Unterhaltung eines Allrad-LKWs allein mit Bloggen finanzieren kann. Da muss man schon etwas verkaufen. Ein dickes Selbstausbau-Buch vielleicht, ein paar portugiesische WoMo-Reiseführer, E-Books und Seminare zum Busbasteln, Duft-Geländewagen und GPS-Daten, eine Kollektion mit Allrad-LKW-Klamotten, ein exklusives Kabel- und Elektrosortiment, einen handgemachten Film oder notfalls die eigene Haut. Doch so oder so wird das Internet bereichert, ohne dass irgendjemand zu irgendetwas gezwungen wird. Insofern sollte doch auch für die Skeptiker alles okay sein. Aber ab und zu unterstütze ich die mobilen Digitalen, indem ich auch mal auf die Werbeanzeigen klicke, was bestelle oder ein paar Euro spende. Das tut mir nicht weh und ist eine faire Gegenleistung für viel Mühe und Herzblut.

  10. Rudolf sagt:

    Super geschrieben und alle Aspekte behandelt! Ich habe so einige unterwegs mit riesigen MAN Allrad kennengelernt. Mussten erst mal drei Meter auf die Wohnebene erklimmen und dann in einer sehr winzigen Kabine zu landen. Im Boden die Filteranlage, das Aggregat usw. Und das auf Sizilien. Auch da braucht es keinen Allradler.
    Allradtechnik ist schwer und erzeugt Rollwiderstand. Nur weil ich mal auf eine nasse Wiese fahre?
    Der Aspekt der fehlenden Raumausnutzung kommt im Artikel vielleicht noch etwas zu kurz: Selbst im Bus z.B. bei einem T2/Vario ist mehr Platz und Raumgefühl als in der Kabine eines Allradlers (separates Führerhaus evtl. mit Durchstieg). Ich kenne noch die Bunderwehr 1017 mit einem Mini-Shelter…
    Ich will keinen überzeugen, doch weil hier ja gerade auf so tolle Weise zum Nachdenken angeregt werden soll: Ich habe einen Clou-Liner (Babyliner) von 1995 auf MB 814d (T2). Der Wohnraum beginnt weitgehend an der vorderen Stoßstange und endet an der hinteren. Durch eine Heckabsenkung hinten sogar doppelstöckig.: unten Garage und oben Schlafzimmer. Innenbreite 210cm.
    Die Basis ist unverwüstlich, weil einfach (u.a. weil ohne Allrad).
    Damit habe ich genau so auf Sizilien überwintert wie der große Trumm von MAN.
    Übrigens: Meine erste große Reise nach dem Führerschein war Ende der Siebziger nach Marokko. Womit? Mit einem 200D /8 und kleinen Wohnwagen. Über den hohen Atlas bis in die nördliche Sahara hat uns die Reise geführt.
    Ging!

    • Tom sagt:

      Nun, bei der Raumausnutzung gebe ich dir nur in Bezug auf die Höhe recht. Dafür, dass auf einem MAN KAT 6 x 6 nur ein FM2 Shelter steht, kann ja der Allrad LKW nichts. Gerade die Frontlenker lassen sich räumlich auch perfekt ausnutzen. Da sehe ich keinen Unterschied zwischen Allrad- und nicht Allrad-LKW.

  11. Heike sagt:

    Hallo Tom,
    hatte bis gerade eigentlich auch von so einem dollen Allrad-LKW geträumt (und natürlich bisher noch nicht mal drin gesessen…) – schön, dass du mich von dem Trip gleich gut runtergeholt hast!
    Ein großes Kompliment für deine Seite, die leicht ironische Note bei etlichen Artikeln gefällt mir doch sehr, und dann natürlich auch, dass du dein Geld nicht mit Bloggen verdienen musst (insofern hat man bei so manchen Roomtours im Internet ja schon das Gefühl, einer Mischung aus Kaffeekränzchen und Tupperparty beizuwohnen)!
    Vielen Dank, werde mich freuen, mehr von dir zu lesen!

    • Tom sagt:

      Gern geschehen. So ein alter Allrad-LKW ist in den meisten Fällen wirklich Quatsch. Wenn auch schöner Quatsch. Aber mit einer Beschreibung der typischen Roomtour machst Du mich ja regelrecht neugierig. Hab nur leider keine Lust, mir Videos anzuschauen. Lese lieber. Oder schreibe halt. Erklärvideos gucken ist mir irgendwie zu lahm.

  12. Anonymous sagt:

    Hi Tom,

    es macht einfach Spaß Deinen Blog zu lesen.

    Vielen Dank für Deine Mühe und mache bitte weiter

    Beste Grüße
    Pedro

  13. Mark sagt:

    An deiner Geschichte ist viel Wahres dran.
    Wir haben ja unsere Allrad LKWs damals recht zeitgleich fertig gestellt…

    Ich bin damit seit knapp 5 Jahren glücklich und zufrieden unterwegs.

    Viel von dem was du schreibst, ist richtig. In “Europa” kann man mit nem Allrad LKW eigentlich nix anfangen. Das Konzept überlebt von dem allgemeinen Vorteil LKW, nämlich dass man genug Wasser, Abwasser, Gas / Zuladung dabei hat. Das wiederum braucht man aber eigentlich auch nur, wenn man z.B. wie ich dann fährt, wenn kein anderer fährt, nämlich im Winter, wenn Stellplätze & Campingplätze geschlossen sind, man Wochenlang frei steht und Wasserhähne draußen Frostbedingt abgestellt sind. Wer im Sommer in der Saison fährt, wird zwangsläufig an beliebten Orten eh Stell oder Campingplätze aufsuchen müssen, weil ein “freistehen” da gar nicht möglich ist.

    Ansonsten sind es mal hier und mal da die berühmten 100m…

    Auf der anderen Seite stimmt das Thema Kosten natürlich. Im Gegensatz zu nem Wohnmobil sind die Betriebskosten von nem Allradlaster (nem kleinen) einfach x2. Die sind pauschal gesagt doppelt so hoch.

    Sinn macht das ganze meines Erachtens erst, wenn man das Fahrzeug wirklich für Fernreisen nutzt. Nicht Marokko (da kann man im Sand spielen, kommt aber auch sonst überall mit nem PKW an), sondern deutlich weiter, dann kommt man erst dahin wo Allrad überhaupt wirklich Sinn macht. Auch in Albanien ist dass sinnvoll, nicht unbedingt der Allrad, aber einige nette Strecken sind in Zuständen, die du nicht “schadensfrei” mit nem Sprinter bewältigen kannst, dafür fehlt allgemein schon die Bodenfreiheit.

    Für mich ist dass nach über 100.000km dass richtige Konzept, allerdings ist bei mir auch der Umstand, dass ich Versorgungskapazitäten brauche, da ich zu Zeiten fahre wo die Infrastruktur für normale Camper geschlossen / abgestellt ist, und vor allem habe ich Zeit…

    Das macht keinen Sinn, wenn man nur 3 Wochen Urlaub am Stück hat ^^ Am besten mit Kindern in den Sommerferien. Da kommt man weder da hin wo man Allrad braucht, noch kann man da groß an entlegenen Plätzen stehen, denn da sind auch alle anderen Camper Unterwegs und die Leute drumherum gucken sich dass nicht lange an, bis das Ordnungsamt, der Bauer oder sonstwer auftaucht…

    Das Konzept macht also nur auf Fernreisen richtig Sinn. Auf “Fernreisen” muss man aber erstmal kommen, vor allem Zeitlich. Wer will denn als normal arbeitender Mensch mit Schulpflichtigen Kindern bis Albanien runter stochern? in 3 Wochen Sommerferien? Oder nach Zentralafrika???
    Da ist ja schon Portugal eigentlich aus der Range, und dass ist im Westen das einzige Europäische Land wo du mit nem Allrad LKW an schöne, entlegene Plätze kommst, was sich die Portugiesen aber auch nur im Winter gefallen lassen, im Sommer kriegst direkt n Ticket und n Platzverweis…

    Ich starte am Sonntag 4 Monate auf Reise, da werde ich den Allrad LKW sicherlich wieder artgerecht nutzen, da steht unter anderem die Atacama Wüste und das Amazonasgebiet auf dem Fahrplan 😉 Aber, derjenige der “normalen” Urlaub hat, für den ist es schon bis Portugal ne ziemlich lange Anreise, der braucht wirklich keinen Allrad LKW…

    Lg, Mark

    • Tom sagt:

      Ja, Mark, ich erinnere mich noch gut an den kleinen Wettstreit zwischen dem Selbstbauer und dem (damaligen) Bauenlasser. Dein MB 1017 hatte knapp gewonnen, stimmt’s? Von dir stammt auch der Spruch mit der Modelleisenbahn. Auch da ist was Wahres dran.

      Und es stimmt auch, dass mit schulpflichtigen Kindern das Wohnmobil vor allem schnell sein muss. Schnell und bequem. Damit man halt trotzdem mal an die Peripherie Europas vorstoßen kann.

      Insofern freue ich mich immer über meinen 711er, wenn den ganzen Brenner hoch wiedermal Überholverbot für LKWs über 7,5 Tonnen ist und der (bis auf das letzte Stück ab Sterzing) mit 110 hochgeht Oder die Strecke von Florenz nach Bologna. Da darf man quasi nirgendwo überholen. Obwohl mein alter Allrad-Lkw schon schnell war, durfte ich an vielen Stellen nicht überholen und meist nur 80 fahren. Auf der Landstraße 60. Das nervt eigentlich am meisten.

      Aber auf langen Reisen ohne Zeitdruck sieht das womöglich anders aus. Bei langen Reisen spielt die Reisegeschwindigkeit eigentlich nicht so die Rolle. Eher die Kosten. Und da habe ich in den letzten 5 Jahren durch den Umstieg vom Allrad-Lkw auf ein handlicheres Format ca. 5000 Liter Diesel eingespart gegenüber einem Allrad LKW. Das sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Und ist ja auch nicht nur für die Kosten relevant.

      Und noch ein Argument fällt mir ein. Wenn man mal von einem niedlichen Kurzhauber absieht, macht es schon einen Unterschied, ob mich der Bauer oder Förster auf einem abseitigen Feldweg mit einem Super-Duper-Expeditionsmobil oder mit einem kleinen Bus antrifft. Aber gut, selbst das wäre noch besser als mit einem Wohnmobil von der Stange. Denn das kann immer nur die Vorhut einer Massenbewegung sein.

      Viele Grüße jedenfalls und viel Spaß in Südamerika!

  14. Dirk sagt:

    Hallo an dieser Stelle und danke für die zahlreichen Informationsquellen, die Du hier bereitstellst.
    Bei mir geht die Spinnerei derzeit um gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge auf MB 711. Es träumt mir von der im H-gekennzeichneten LKW im hinteren Kabinenbereich auf Lattenrost liegenden Matratze. Das restliche Campinggedöns inkl. Fahrräder und Motorrad tät ich im Geräteabteil verstauen wollen. Auf einem Campingplatz ein großes Zelt mit Stehhöhe zum Kochen und mal drin umziehen, ansonsten tingeln. Vorteil: man kann wirklich viel Zeug mit rumschleppen, Nachteil, es ist wie Zelten, nur dass das Bett im Auto wäre.
    Also kein wirklicher WoMo Komfort.
    Ist aber wahrscheinich auch iwie Blödsinn so ein Projekt.
    Leider scheinen die Fensterbusse 711d recht rar gesät zu sein, ich sehe wenig bis keine im Angebot und wenn dann jenseits von gut und Böse im Preis, oder suche ich an der falschen Stelle? Feuerwehren gibt es mit wenig km aufm Tacho verglichen damit wie Sand am Meer.

    • Tom sagt:

      Naja. Das hat schon seinen Grund, warum die Feuerwehrwagen so billig sind. Bis die bewohnbar sind, kannst du auch gleich einen richtigen Bus kaufen. Verstehe das Konzept mit dem Gerätewagen auch nicht. Langsam, spartanisch, laut, dreckig und teuer. Und Übernachtung auf dem Zeltplatz? Da kannst du doch auch einen Kombi mit Anhänger spazieren fahren.

      Und lasst Euch nicht von den wenigen Kilometern täuschen. Den Wellendichtringen und Gummidichtungen ist es egal, wie viel sie fahren. Da zählt nur das Alter.

      Ein neuer Fiat Ducato Fensterbus kostet übrigens genauso viel wie ein 711er bei einem großen Berliner Händler. Der Fiat ist zwar nicht so cool. Fährt aber auch erstmal.

      • Dirk sagt:

        Hallo Tom,
        ja das Gerätewagenkonzept: da wir keinen PKW mit AHK mehr haben, wg. Umstieg auf Batterieauto, wir aber beim Camping recht glücklich waren, … Sicherlich, Urlaub kann man auch anders machen, wir waren jetzt halt in FeWo’s. Dahin kommt man auch mit dem Nissan Leaf. Aber schon das Mitführen von Fahrrädern geht nicht, die spezielle (sündteuere) Kupplung trägt grad mal das Gewicht vom Fahrrad-Träger und einem Herrenrad, aufs Dach darf man nur 35kg tun.
        Aber dafür ist der Wagen ja auch gar nicht gedacht gewesen, da fahre ich zur Arbeit mit und wieder heim. Im Feuerwehrlkw hingegen könnte man ein paar Tage hinten in der großen Doka auf Lattenrost und Matratze pennen, beim Verwandtenbesuch z. B. Besser auf Tantes Sofa wärs auf jeden Fall. Und dort, wo die Löschgeräte sonst waren, geht ne Menge Zeug rein, Fahrräder, Campingzeugs, ein Motorrad (na ja, dafür muss man sich noch was einfallen lassen),…
        Der LkW wäre das rollende Basislager. Auf einem Camping stellte ich ein Zelt nebenhin, damit man nicht im Regen draußen mit dem Kocher rumtun muss, oder im Bett Würstchen warmmachen oder Kaffee kochen. Klar, alte Simmerringe werden gern morsch, da steckt man nicht drin, auch Zylinderkofpdichtungen könnten problematisch sein. Dafür bekommt man für 5 Riesen ein Fahrzeug mit unter 30k km aufm Tacho, lückenlosem Checkheft, kaum Rost, und wenn’s dumm geht mit H-Kennzeichen. Beim Händler (grade der in Berlin oder der in Wittstock) sind z. T. wahnsinnige Aufschläge drauf. Zufällig weiß ich, für welchen Kurs die Fahrzeuge weggehen, oder bei Zollauktion versteigert werden.

        • Tom sagt:

          Ist ja interessant, dass Elektroautos keine Anhängerkupplung haben sollen. Aber ist ja klar, dann hätten die ja gleich den doppelten Verbrauch. Also halbe Reichweite.

          Verstehe jetzt also dein Problem besser. Aber trotzdem muss man Altbusfahren mögen. Und so ein 711er verlangt im Jahr als Wohnmobil mindestens 1500 € Fixkosten. Als Gerätewagen mit LKW Zulassung durch die höhere Versicherung wahrscheinlich noch mehr.

          Ich habe es noch nicht gemacht, würde aber erwarten, dass man für die Fixkosten eines eigenen Mobils zumindest für drei Urlaubswochen schon ein ordentliches Wohnmobil mieten kann. Oder?

          • Klaus sagt:

            Tja, irgendwann merkt es auch der Letzte, daß regierungsverordnete e-Autos der Greta-Religion nichts mit Schutz der Umwelt zu tun.
            Man schaue nur in Richtung der Atacama, einer der trockensten Gegenden weltweit, wo aus dem Boden täglich 21.000.000 l Grundwasser (also ein Würfel mit einer Kantenlänge von 21 km täglich) zur Lithiumförderung benötigt werden und die angrenzenden fruchtbaren Ackerböden verdorrt sind, Bauern ihre einträgliche Erwerbsgrundlage verloren haben, weshalb angrenzende Länder die Förderung verboten haben. Auch über die menschenunwürdige Ausbeutung der Menschen und Kinder im Kongo in den Kobaltminen berichteten die Medien unlängst.

            Wo wird in einem der diversen Blogs über diese Zustände 1:1 berichtet?

            e-Autos brennen auch schnell, gut und lange. Feuerwehren sind ebenso nur wenig darüber begeistert. Teilweise müssen die zuständigen Stellen nach so einem Brand sogar den oberen Straßenbelag entfernen ob der Kontamination und das Stück neu teeren lassen.

            Kein Autohersteller geht auf die Barrikaden wegen diesem Unsinn, auch der ADAC spielt Vogel Strauß und der Bürger kauft den batteriebetriebenen Schrott auch noch. Dabei gibt es bereits ganz andere und wesentlich effektivere und die Umwelt schonendere Energiespeicher.

            Aber Deutschlands Polit-Kaste will das Weltklima retten.

            In Köln wurden diese Woche bereits vier dicke SUV von den Umwelt-Terroristen abgefackelt, im Osten wird das Betriebsgelände des Braunkohlebergbaus besetzt und der Betrieb stillgelegt.

            Irgendwann geht e dann womöglich auch den Fernreisemobilen mit den Steinzeitdieseln an den Kragen ….

            Wer zieht z. B. eine Ursula von der Leyen zur Rechenschaft, die als Verteidigungsministerin die Heide hat in Brand schießen lassen …?

            Welche Gegenden wollt ihr denn künftig noch bereisen, wenn die eine nur noch Ödland und die andere nur noch Hochkrisengebiet ist?

            Ihr habt einen funkelnigelnagelneuen MAN nach neuester EU6-Norm?
            Tja, den hatten die SUV-Besitzer in Köln wahrscheinlich auch.

            Zuletzt schlug ein Ausbauer die neueste Stufe der Li-Ionen-Batterien vor. Die hätten eine hohe Tiefenentladung, seien ca. 2/3 leichter als konventionelle und Probleme mit der Ladetechnik wären inzwischen ebenfalls weltweit beherrschbar. Nur bei einem Brand hätte er da auch schon Erfahrungen der dritten Art gemacht, die aus dem Fzg. zu bekommen, bevor das ganze Fzg. eine einzige Fackel ist. Solche Fzg. bewegen sich in der Größenordnung eines Eigenheims oder einer ETW, je nach Wohnregion.

            So gibt es viele Ideen, die einem Ausbauer die Arbeit nicht ausgehen lassen.

  15. Pius sagt:

    Hallo, danke für die offenen Worte und die guten Beiträge u.a. zu den schnellen Achsen.
    Wir müssten uns bis nächste Woche entscheiden, ob wir einen MB1124 AF mit Automatikgetriebe BJ 97 kaufen wollen.
    Gedanklich hatte ich mich schon dafür entschieden, weil wir eine längere Weltreise planen und uns keiner zu dem Adblue Thema wirklich einen guten Rat geben kann. Klar wäre ein Iveco Daily 7,2T als Basis nicht viel teuerer, wenn er komplett überholt und tip top da stehen soll. Doch ähnlich wie beim Ateco kommt das Adblue um die Ecke.
    Hast du dazu eine Meinung?
    Wirklich losfahren (Global) würden wir in 5 Jahren wollen. Nur Aus und Umbau, inkl. 2 Testjahre machen eine Entscheidung jetzt nötig.
    Gruß Pius

    • Tom sagt:

      Ich bin natürlich 1124er-Fan. Das ist ja auch nicht wirklich ein alter LKW. Aber bevor ich dir da ernsthaft was raten kann, brauche ich mehr Infos.

      1. Heißt Weltreise Europa, Island, Marokko und Mongolei? Oder auch Schwarzafrika?

      2. Welche Erfahrung hast du mit kleinen Wohnmobilen?

      3. Hast du den richtigen LKW-Führerschein?

      4. Brauchst du eine Vertragswerkstatt oder schraubst du selbst?

      5. Wie soll verschifft werden? Geschützt im Container oder bist du auch beim stressigen RoRo ganz entspannt?

  16. Pius sagt:

    Hi Tom, die Infos in der zweiten Zeile:

    1. Heißt Weltreise Europa, Island, Marokko und Mongolei? Oder auch Schwarzafrika?
    Schwarzafrika und auch Südamerika und mongolei. Schon global.

    2. Welche Erfahrung hast du mit kleinen Wohnmobilen?
    Waren meist mit dem Rucksack unterwegs. doch 3 monate USA Route Nr1, und 5 wochen Australien ostküste jeweils mit einem Camper 21fuß

    3. Hast du den richtigen LKW-Führerschein?
    Den alten 3er, doch das ist schon eingeplant.

    4. Brauchst du eine Vertragswerkstatt oder schraubst du selbst?
    Am Auto bisher weniger, da brauche ich schon partner, sind zwei vertrauenswürtige schon in der näheren Auswahl.

    5. Wie soll verschifft werden? Geschützt im Container oder bist du auch beim stressigen RoRo ganz entspannt?
    RoRO, denn der LKW geht ja nicht in den Container und meine Frau bring ich nicht mehr ins Dachzelt. 🙂
    Auch der Daily Alkoven wäre denke ich zu hoch für den container.

    Danke für deine Rückinfo.

    • Tom sagt:

      Siehst du, und schon hast du dir deine Frage selbst beantwortet. In dem Fall wirst du natürlich den Mercedes LK als Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil nehmen. Und nicht den neumodischen, außerhalb Europas unbekannten Iveco. Halt dich ran, 1124er sind schnell weg. Wenn das Automatikgetriebe nervt, baust du es halt um. Sowas geht im Gesamtbudget unter.

      Wenn aber Iveco, dann leicht und containerfähig. Und nicht als überladene 7,2 Tonnen Krücke.

  17. Dennis sagt:

    Hallo Tom,

    Vielen Dank für deine tollen Beiträge!
    Ich bin genau der Typ welcher in die von dir beschriebene Falle tappen könnte! Ich bin seit Kindes an mit verschiedensten Fahrzeugen campend unterwegs und auch ich träume von Kindes an vom 4×4 Abenteuer, autark weltreisend mit monstermäßigen geilen LKWs mit allem Schischi und ich habe schon ganz oft konkret überlegt sowas zu bauen, erst für mich dann sogar für Kundschaft vielleicht, denn ich darf mich zu den Maschinenbauern zählen. Was habe ich schon das Netz gewälzt, Stunden am CAD verbracht, Kabinen gemalt, getüftelt überlegt….
    Aktuell fahre ich mit 4 köpfiger Familie im Hochdach T6, natürlich 4motion denn wer weiß wofür man es mal braucht •LOL•
    Letzten Winter hab ich nicht mal gemerkt, daß meine Haldex seit 3 Monaten im Arsch ist….
    Und dann stoße ich auf deine Seite, natürlich auf der Suche nach Infos zum 4×4 Vario, weil den fand ich schon immer cool.
    Und du beschreibst alle Zweifel zum Thema Allrad LKW welche ich teilweise auch schon hatte, mir aber nie eingestanden habe! Daher bin ich super froh, daß ich das Glück habe deine Meinung und Erfahrungen gefunden zu haben! Habe die Berichte Deines Behörden-Düdo Im Sommer verschlungen und ich bin immer noch voll auf der Schiene, daß dieses Auto für die Zeit nach dem T6 wenn wir mal Zeit für mehr wie 3 Wochen und 3000km Urlaub haben, eine prima Idee ist und viele deiner Ausbaudetails finde ich richtig gut und habe das noch nie vergleichbar gesehen.
    Daher kann ich nur sagen weiter so! Du bist eine super alternative Instanz im Mainstream Dschungel des mobilen Wohnens und Urlaubens. Ich bin gespannt auf mehr,
    Beste Grüße
    Dennis

    • Tom sagt:

      Ja, aber der Beitrag über den Kauf alter Allrad-LKWs sollte nun auch nicht bedeuten, dass sich alle einen Mercedes 711 kaufen. Wir haben den nur wegen der nötigen Zuladung für 7 Personen und den Wohnmobilausbau. Ansonsten reicht für die übliche Grand Tour durch Europa, Russland und Marokko die Sprinterklasse vollkommen aus. Ohne Allrad. Denn es muss nicht immer mehr und mehr und mehr sein. Und wenn man sich mal von solchen festgefahrenen Denkmustern wie Hecklängsfestbett löst, hat man plötzlich sehr viel Platz auch in der kleinsten Hütte.

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