ᐅ Mercedes T2/LN1: Unterschiede technischer Daten MB 609, 711, 814

Mercedes T2/LN1 bzw. T2neu sind die 2. Generation der Großtransporter T2. Ein Vergleich der technischen Daten von MB 609 D, MB 711 D und MB 814 D mit Schwerpunkt auf den Euro-1-Modellen.

Mercedes T2/LN1: Technische Daten, Unterschiede Motor, Getriebe, Achsen 609, 711, 814

Vergleich der Mercedes T2/LN1 (MB 609 / 711 / 814)

Der Mercedes T2/LN1 bzw. T2 neu oder T2N wurde in vielen Varianten mit verschiedenen Sonderausstattungen verkauft. Mir geht es in diesem Beitrag nicht um eine vollständige Auflistung aller Sonderausstattungen “SA” und Varianten des T2 neu. Sondern um die Frage, worin sich mein Mercedes 711 Gruppenkraftwagen (Baumuster 669) vom Mercedes 814 (T2N, Bm 670) unterscheidet. Und wenn ich schon mal beim Recherchieren bin, kann ich auch den Mercedes 609 (Bm 668) mit betrachten.

Für mich interessant ist dabei die Frage, welche Baugruppen bei einem Motortausch zur stärkeren Version mit dem OM 364 LA aus dem MB 814 D mit getauscht werden sollten. Dies sind vor allem Getriebe und Achsen. Aber auch Lenkung und Bremsanlage unterscheiden sich bei den verschiedenen Versionen des T2 neu. Möglicherweise sind auch Rahmen, Bremsgeräte, die automatische lastabhängige Bremse ALB und ABS-Steuergeräte unterschiedlich.

Die kleinen T2/LN1 wie den MB 507 D mit OM 616, den MB 508 D mit dem OM 601 und den MB 510 mit dem Benzinmotor M102 lasse ich mal ebenso außen vor wie das einzige Allradmodell MB 814DA. Das sind zwar auch T2/LN1, aber für mich uninteressant. Darüber hinaus gibt es natürlich immer Sonderausführungen, z.b. für Rettungswagen RTW.

In den Tabellen sind für die einzelnen Merkmale jeweils die Quellen für die technischen Daten zum Mercedes T2/LN1 angegeben. “A11” steht z.b. für die Betriebsanleitung, Seite 11. “B93” ist die Einführungsschrift in den Kundendienst, Seite 93. Und “C718” ist das Werkstatthandbuch, Seite 718. Die Seitenangaben aus dem Werkstatthandbuch für den Mercedes T2/LN1 stehen allerdings so nirgendwo zum Nachlesen. Das ist nur meine interne Kennung. Damit ich bei Rückfragen meines Prüfers die technischen Daten wiederfinde.

Wer Hinweise zu den technischen Daten der verschiedenen Mercedes T2/LN1 hat, den bitte ich dringend um Preisgabe seines Wissens über die Kommentarfunktion.

Unterschiede der Motoren beim Mercedes T2/LN1

Da ich kein Motortabellenbuch zum OM 364 habe, fällt es mir etwas schwer, die genauen Unterschiede der Motoren festzustellen. Ich lasse die entsprechenden Felder mal frei und hoffe auf eure ergänzenden Angaben.

Bei einem kompletten Umbau vom Motor OM 364 A auf OM 364 LA incl. Einspritzpumpe, Lüfter, Abgasturbolader und Ladeluftkühler sollte man jedoch alle Probleme beim Upgrade auf den leistungsstärksten Motor im T2/LN1 mit erschlagen.

Die Ersatzteilnummern stammen von den beiden angegebenen Beispielmotoren aus meinem MB 711 D und einem MB 814 mit Euro 1. Die Daten der beiden Fahrzeuge sind natürlich wie alles hier ohne Gewähr. Gleiche Ersatzteilnummern heißen aber gleiche Teile im T2/LN1. Und das ist interessant. Doch die Turbolader sind unterschiedlich.

 
Mercedes T2/LN1 MB 609 MB 711 MB 814
Fahrzeugtypen C3 609, 709 611, 711, 811 614, 714, 814
Motortyp C3 OM 364 OM 364A OM 364LA
Beispielmotor 364.957 Euro 1 77 kW (105PS) 364.986 Euro 1 100 kW (136 PS)
Euto 0: Leistung/ Drehzahl B51 66 kW/ 2800 85 kW/ 2600 kein Euro 0
Leistung EURO 1 mit Starrlüfter C3 63 kW 77 kW/ 2600 100 kW/ 2600
Leistung EURO 1 Viskolüfter C3 65 kW 79 kW 102 kW
Drehmoment bei Drehzahl B51 266/1400 378/1500
Abgasturbolader KKK: A3640962299

Garrett/ Airesearch: A3640962499

KKK: A3640962399

Schwitzer: A3640963099

Ladeluftkühler (nur OM 364 LA) A6705000301
Wasserkühler A6685000701 (im MB 711 als SA M50, erhöhte Kühlleistung)
Wasserpumpe A3642002001
Ölkühler A3551801265 oder A3561800065
Ölpumpe A3641800101
Schwungrad mit Zahnkranz A3640300105
Motorgewicht B51 330 kg 340 kg ??
Kolbenbodenkühlung ?? ??
Einspritzpumpe A0200744402 oder A0230740402 ESP mit RQV-Regler und Angleichung Ladedruck A0200744502 oder A0230740302

Kupplung und Getriebe beim Mercedes T2/LN1

Die Getriebe im Mercedes T2/LN1 richten sich serienmäßig nach der Motorleistung. Es gibt noch andere Getriebe G3 mit anderen Übersetzungen der einzelnen Gänge. Die Tabelle mit den technischen Daten enthält nur die serienmäßigen Getriebe und keine Privatumbauten.

 
Getriebe T2/LN1 MB 609 MB 711 MB 814
Fahrzeugtyp B83, B90 609, 709, 809 711, 811 814, SA 711, 811
Kupplungsgehäuse A6702510501
Kupplungsscheibe (neu, asbestfrei) A0102508603/ A132509203
Getriebetyp G2/27-5/7,36 G2/27-5/6,17 G3/60- 5/7,5
Übersetzung 1. Gang 7,355 6,171 7,508
Übersetzung 2. Gang 3,977 3,337 3,986
Übersetzung 3. Gang 2,258 1,894 2,302
Übersetzung 4. Gang 1,393 1,325 1,387
Übersetzung 5. Gang 1,0 1,0 1,0
Übersetzung Rückwärtsgang 6,671 5,597 6,932
Getriebeölkühler nein nein A6685001001
Schaltknüppel Unterteil A6682670202
Gewicht ?? ??
Einbaulänge ?? ??
Getriebeträger A6682420102 A6682420402
Querträger Getriebe (Nr. 3) A6673105537 A6673105637
Flansch Abgang 8-Loch 8-Loch
Länge Kardan 1 ?? ??

Unterschiede Rahmenquerträger Getriebe G2/27 und G3/60

Von Mercedes wurde das größere G3 für den Mercedes 711 als Sonderausstattung empfohlen, wenn Anhängerbetrieb vorgesehen war. Ein Umbau vom Getriebe G2/27 auf das größere G3/60 muss also mit anderer Kardanwelle und Getriebeträger prinzipiell möglich sein.

Auf den Fotos von Max sehe ich ein ausgebautes G3/60 aus einem MB 714 mit 8-Loch-Flansch. Da die Ersatzteilnummern aus einem MB 814 D mit G3/60 und meinem 711 D mit G2/27 fürs Schwungrad, das Kupplungsgehäuse und die Kupplungsscheiben gleich sind, werden doch wohl auch die Eingangswellen gleich sein.

Allerdings sieht man im Vergleichsfoto der beiden Getriebe G3/60 und G2/27 aus dem MB 714 von Max und meinem MB 711, dass der hintere Getriebequerträger Nr. 3 schräg angesetzt ist.

Mercedes 711 T2-LN1 mit Getriebe G2-27, Vergleich zum G3-60

Der Querträger Nr. 3 für die hintere Getriebeaufhängung ist aber nur geschraubt und lässt sich bestimmt drehen. Nur hat der Querträger im MB 814 mit dem G3/60 (A6673105637) eine leicht abweichende Ersatzteilnummer als der im MB 711 (A6673105537). Wenn man Glück hat, ist der Rahmenquerträger Nr. 3 aber ähnlich und beim Einbau des G3/60 nur ein Schraubenloch verdreht montiert. Deswegen auch der andere Getriebeträger hinten.

Beim Getriebeumbau vom G2/27 auf das G3/60 im MB 711 müsste man den Querträger 3 umbauen oder besser wechseln. Um den Getriebeträger am 711er zu wechseln, müsste man aber den halben Rahmen zerlegen. Die Schrauben werden sich zwar lösen lassen. Aber der Querträger wird zwischen den Längsträgern nicht freiwillig rauswollen. Hmm. Der verdrehte Querträger ist der Haken am Getriebeumbau vom G2/27 auf das stärkere G3/60.

Varianten der Lenkung beim Mercedes T2/LN1

Verschiedene zulässige Achslasten erfordern auch verschiedene Lenkgetriebe im Mercedes T2/LN1. Abgesehen von der mechanischen Lenkung L3Z hat Mercedes im T2N die Servolenkung LS2A sowie den größeren Bruder LS3D verbaut.

Bei einem Umbau der Vorderachse sollte man das Lenkgetriebe am besten vom Rahmen lösen und die Lenkwelle mit dem Lenkstockhebel und der Lenkschubstange gleich montiert lassen..

 
Lenkung T2/LN1 MB 609 MB 711 MB 814
Fahrzeugtyp B114 609 711 809, 811, 814
Lenkungstyp B113 L3Z LS2A als SA im GruKw LS3D
Lenkungsart B113 Mechan. Servo Servo
Lenkstange 14 mm 18 mm

Vorderachsen der Großtransporter T2 neu

Die Vorderachsen der T2/LN1 unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Bremsen sowie der Radbolzen. Aber auch die Federn sind unterschiedlich aufgesprengt.

 
Vorderachse T2/LN1 MB 609 MB 711 MB 814
Achstyp B93 VL1/9c-2,3 VL1/9c-2,3 VL1/10c-2,5
Fahrzeugtyp B93, C777 609 709, 711 809, 811, 814
Zul. Achslast B93, C780 2.100 kg 2.300 kg 2.500 kg
ABS ja ja
Bremsscheibe B93 304 mm 304 mm 324 mm
Federbriden
Hinweis Vorderfeder B97 Federn links/rechts sind zum Gewichtsausgleich unterschiedlich aufgesprengt
Radbolzen M14 M14 M18

Hinterachsen beim Vario-Vorgänger

Abgesehen von der sowieso schwächeren Hinterachse H0 im Mercedes 609 unterscheiden sich auch die Hinterachsen HL2 der beiden größeren Varianten des Mercedes T2/LN1. Unterschiede sind vor allem die Größe der Bremsbeläge und damit die gesamte Bremsfläche sowie die Radbolzen und damit die möglichen Felgen.

Dazu gibt es noch eine komplett andere Bremsanlage. Im großen Mercedes 814 konnte das Fahrzeug mit Druckluftanlage oder Unterdruckanlage bestellt werden. Ich habe jetzt schon einige Mercedes T2N 811 und 814 gesehen, die eine Unterdruckanlage verbaut hatten. Die druckluftgebremsten Mercedes T2 sind leicht am kleinen Hebel für die Feststellbremse links im Armaturenbrett zu erkennen.

 
Hinterachsen MB 609 MB 711 MB 814
Achstyp Serie B96 HL0/ 6-3,9 HL2/ 15-5,8 HL2/ 15-5,8
Fahrzeugtypen B96 609 709, 711 809, 811, 814
Übersetzung Serie B96 3,73 3,15
Zul. Achslast C780 2.200/ 2.500/ 3.300/ 3.900 4.300/ 4.700 kg 5.600 kg
Differential-sperre? SA SA SA
Radbolzen M14 M14 M18
Felgen 16′ 16′ 17,5′
Federbriden
Hinweis Hinterfeder Federbuchse vorn aufgeweitet, hinten zylindrisch, also rechts / links unterschiedlich
Bremsfläche pro Achse B111 780 cm² 930 cm² 1130 cm²
Breite der Bremsbeläge B111 85 mm 100 mm 120 mm
Radbrems-zylinder B111 30 mm 30 mm 31,75 mm
Bremsgerät Unterdruck B110 225T 280T 280T
Unterdruck-Vorrat B110 5 l 30 l 30 l

Sonstige Unterschiede der Mercedes T2/LN1

Keine Informationen habe ich zum Rahmen  der T2 neu gefunden. Ich glaube, dass die Rahmenträger unterschiedliche Dimensionen haben und jeweils um 0,5 mm abweichen. Habe dafür jedoch keine Quelle gefunden. Da hilft wahrscheinlich nur nachmessen.

Quellen und Infos zum Mercedes T2/LN1

  • [A] Daimler-Benz AG: Betriebsanleitung Mercedes-Benz 510, 508 D, 609 D, 709 D, 711 D, 809 D, 811 D, 814 D, O 609 D, O 611 D, O 614 D, Ausgabe C, Stuttgart 1992: Klick
  • [B] Daimler-Benz AG: Neue Transporter 507 D – 811 D (T2), Einführungsschrift für den Kundendienst, Stuttgart 1986 (also ohne MB 814 D), Bestellnummer A6510302200, Beispiel für den T1: Klick
  • [C] Werkstatthandbuch T2N Original, laufend durchnummeriert

Ich habe leider keine Tabellenbücher für den Mercedes T2/LN1. Vielleicht hat noch jemand eins rumliegen und kann mal nachschlagen. Oder braucht es nicht mehr und will es in bibliothekarisch wertschätzende Hände abgeben.

Auch sonst nehme ich Hinweise, Ergänzungswünsche und Korrekturvorschläge gern an. Ihr seht ja, dass in den Tabellen noch Lücken sind, die ich gern schließen würde. Setze da ein bisschen auf eure Mitwirkung. Ansonsten wisst ihr ja, wozu die Kommentarfunktion da ist.

Und ihr wisst auch, dass ihr hier keine Werbeanzeigen angucken, nichts bezahlen oder spenden müsst. Ich mich aber über Feedback freue. Am meisten über ergänzende Hinweise und Insiderwissen. Ein paar Sternchen machen es aber auch.

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22 Antworten

  1. Sebastian sagt:

    Hallo Tom, erstmal vielen Dank für deine gleichermaßen unterhaltsame wie informative Seite. Bitte weiter so 🙂
    Den Vergleich hier finde ich sehr interessant. Um die Verwirrung komplett zu machen, müsstest du aber noch die Euro2-Modelle mit aufnehmen. Ich fahre einen solchen 711D mit OM364LA mit 77kW. Also nur weil ein Ladeluftkühler dabei ist, hat man nicht automatisch mehr Leistung. Nicht, dass jemand aufrüsten will, sich nen OM364LA besorgt und dann doch nur mit 105PS unterwegs ist 😉
    Worin allerdings der genaue Unterschied liegt, hab ich auch noch nicht herausgefunden…
    Viele Grüße, Sebastian

    • Tom sagt:

      Das ist ein super Hinweis mit dem OM 364 LA im Mercedes 711. Meine Einführungsschrift ist nur zu alt für die “neuen” Euro 2 Modelle. Ich sammle erstmal noch ein paar Daten und ergänze das dann oben.

      Ich denke, dass Mercedes für die Euro 2 Modelle des T2/LN1 Einspritzzeitpunkt und Einspritzmenge geändert hat, um den Schadstoffausstoß zu minimieren. Das geht natürlich auf Kosten der Leistung, so dass zum Ausgleich ein Ladeluftkühler erforderlich wurde.

  2. Klaus sagt:

    Sali Tom, ja, dem ersten Satz von Sebastian kann ich mich nur anschließen. Hab mir gestern mal die Vorstellung von Roomtour auf YT des neuen Grand California auf Basis des Crafters 4Motion angeschaut. Fzg hat 2,0 l Diesel mit 177 PS, EU 6d temp., 8 Gang Wandlerautomatik, alle nur erdenklichen elektr. Assistenten und ein zul. GG von 3,5 t. Wenn Diesel- und Wassertanks gefüllt und 2, 5 Pers. an Bord sind, bleiben noch 350 kg Zuladung. Das Hochbett für Kinder als auch das Hauptbett ist von den angegebenen Abmessungen her danach mehr eine Mogelpackung.
    Charme und Charakter und Individualität bleiben da dann eher außen vor.

    Toll finde ich auch, daß Du Dir ebenso Gedanken zur Gesundheitsverträglichkeit machst.
    Alu z. B. kommt so nicht auf diesem Planeten vor, sondern muß unter großem Energieaufwand aus dem Grundmaterial Bauxit gelöst werden. Wenn Du Alu z. B. als Wärme-Verteilerplatte im Fußboden verwenden willst, wie wäre es alternativ mit einem Kupferlochblech.
    Kunststoffoberflächen sind heute für Wände und Möbel in ExMo schon fast als Standard gesetzt. Was die Wenigsten wissen, ist, daß sich der Feinstaub auf die ausdiffundierenden Weichmacher & Co legt und so lungengängig eingeatmet wird. Die glatten, spiegelnden KS-Oberflächen wirken zudem nicht nur kalt, sondern das Auge fokussiert permanent zwischen der Oberfläche an sich und den sich darin spiegelnden Bildern, was dann unser Gehirn in einem Dauerrechenzustand hält. Viele sind jedoch bereits derart abgestumpft, daß sie das vordergründig gar nicht mehr bemerken. Irgendwann kann dann der Körper nicht mehr länger kompensieren. Gleiches gilt für die WLAN-Sender oder Wechselrichter an Bord.

    Ein Ausbauer meinte jetzt auf meine Frage zu den glatten KS-Oberflächen, daß die doch sehr praktisch wären.

    Von daher möchte ich Deinen Gedanken zu Holzwolle, Hanf und Zirbe hier nochmals aufgreifen und da ich eher weniger zu einem Bus oder Kasten tendiere, würde ich anstatt Alu evt. V2A wählen. Denn auch auf einen Vario kann man eine Wohnkabine setzen, die dessen Charme und Charakter unterstreicht.

    Herzlichst

    Klaus

    PS:
    Leider wird der 818 AK wenn frühestens im Sommer verkauft…..

    • Tom sagt:

      Warte mal, du bist hier in den Beitrag über die technischen Unterschiede der verschiedenen Mercedes T2/LN1 reingerutscht. Und ich weiß natürlich nicht, wie man Kommentare verschieben kann.

      Aber egal, macht nichts. Ja, das Aluminiumblech nehme ich nur, weil ich noch so viel davon habe. Nun soll die Wärmeleitung ganz Bio werden. Muss das aber erstmal ausprobieren, bevor ich das hier groß verbreite.

      Aber 350 kg freie Nutzlast beim Crafter Wohnmobil halte ich für ein Gerücht. Dieser Wert wäre für ein vollgetanktes Allrad-3,5-t-Wohnmobil mit Fahrer, Beifahrer und Kind regelrecht sensationell. Das will ich auf der Waage sehen.

      • Klaus sagt:

        Vielleicht waren es auch nur 150 kg.
        Auf alle Fälle eher wenig.
        Ist halt mehr ein Campingplatz-Camper.
        Seit der Sch…-EU-Führerscheinregelung gehen auch die Sprinter nur noch bis 3,5 t.

        • Tom sagt:

          Na, da kommen wir der Sache schon näher. Und das wahrscheinlich mit nur 20 Liter Wasser. Und leerer Gasflasche. In der Zeit vor meinem LKW-Anfang hatte ich mir mal einen Allrad-Sprinter konfigurieren lassen. Der hatte gerade mal 1.070 kg Nutzlast. Das reicht nicht für einen Wohnmobilausbau und 7 Passagiere. Deswegen ist es ja erst der Mercedes LK und später dann der Mercedes T2/LN1 geworden. Die bringen die passende Nutzlast mit.

  3. Michael sagt:

    GETRIEBE S 5-42 -7.72 – 0.76 , 16 Zoll, ACHSUEBERSETZUNG I = 4.3,Drehzahl 2186
    GETRIEBE G 60-6/9,2-1,0 , 16 Zoll , ACHSUEBERSETZUNG I = 2,923 , Drehzahl 1914
    GETRIEBE G 56-6/6,29-0,78, 16 Zoll , ACHSUEBERSETZUNG I = 3,636 , Drehzahl 1820
    GETRIEBE S 5-42 – 7.72 – 0.76, 16Zoll , ACHSUEBERSETZUNG I = 3,636, Drehzahl 1810
    GETRIEBE G 56-6/6,29-0,78, 17,5 Zoll ,ACHSUEBERSETZUNG I = 3,636 ,Drehzahl 1796
    GETRIEBE S 5-42 -7.72 – 0.76 , 17,5 Zoll, ACHSUEBERSETZUNG I = 3,636,Drehzahl 1750
    GETRIEBE G 56-6/6,29-0,78 , 17.5 Zoll , ACHSUEBERSETZUNG I = 3,154 , Drehzahl 1558
    GETRIEBE S 5-42 -7.72 – 0.76 ,17,5 Zoll, ACHSUEBERSETZUNG I = 3.154 ,Drehzahl 1518

    Es lohnt sich also sehr, bevor gekauft wird nach der GETRIEBE/ ACHSUEBERSETZUNG
    Zu sehen.Die oben genannten Drehzahlen sind auf 90 kmh bezogen. Lezterer mit UpM
    1518 darf ich ganz leise mein Eigen nennen.

    Allgemeine Info`s

    Das Getriebe für die “Kleinen” heißt: G2/27-5/7,36 (Baumuster:712.201),
    für die Großen kommt das : G2/27-5/6,17 (Baumuster:712.213)
    zum Einsatz (Also 711er und 811er).

    Der 711er hat das Getriebe
    G2/27-5/6,17
    G3/55-6/8,5
    G3/60-5/7,5

    Alles Gute
    Michael

    • Tom sagt:

      Vielen Dank für die Liste, Michael. Mich interessiert vor allem der Umbau. Also die Austauschbarkeit des G2/27 durch ein G3/60 oder ähnliches. Beim Mercedes T2/LN1 sind Schaltmimik, Aufhängung und Kardanwelle komplett anders. Möglicherweise auch die Kupplungsglocke. Die Kombination gab es aber als Sonderausstattung, also muss es irgendwie gehen.

  4. Max sagt:

    Hallo Tom,
    Ich lese schon lange dein Blog und habe hier schon sehr nützliche Infos bekommen… ich Fahre ein T2/LN1 714D (Baumuster 669.363), dieses mal kann ich es nicht lassen und muss ein Kommentar schreiben.
    Deine Recherchen stimmen , so vertieft habe ich mich in das Thema nie, allerdings kann ich auf Wunsch dir alle Teilenummern der Komponenten (Rahmen, Federung, Felgen, Motor+Getriebe) geben… bei der Ersatzteilsuche sehe ich aber immer wieder dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt.
    Grundsätzlich sind im 714 die Lenkung und die Achsen gleich wie im 711, Federung und Rahmen können wir vergleichen, das Fahrerhaus (Baumuster 670.527 bei mir maxi Radstand) ist bestimmt auch das gleiche, Motor (OM364LA Baumuster 354.923) sollte die gleiche Aufhängung haben wie vom 364A, Getriebe (G3/60 5-7,5 Baumuster 714.088) ist länger und stützt sich auf einen Rahmenquerträger…
    Ich stehe dir gerne zur Verfügung.
    Grüße, Max.

  5. Sebastian sagt:

    Interessant. Deiner ist vom Baumuster 669.363 ein 711D, Kastenwagen lang. Durch den Code ML9 – Motor Euro 2 – mutiert er zum X14, dank Aufladung und LLK. Meiner ist vom Baumuster ein 669.062, also 709D, Kastenwagen mittel. Dank ML9 ist daraus ein 711D geworden (Verkaufsbezeichnung und Leistung). Interessant wäre noch, warum deiner zum 614D “downgegradet” wurde. Ist das ein Basisfahrzeug für ein Wohnmobil gewesen?

    • Max sagt:

      Der 714D bzw. 614D war eine Art Sonderanfertigung… wurde als So.KFZ Bürofahrzeug angemeldet. Technisch sind 6600 kg Gesamtmasse möglich (2300 VR + 4300 HR) also ein 7er…
      Zugelassen ist er aber für 5900 kg, wahrscheinlich daher die 6er Bezeichnung (auf den Typenschilder steht 614D-KA, auf dem Fahrzeugschein 714D)…
      Eigentlich egal: wichtig sind Baumuster und (am Wichtigsten!) die verbauten Teile.

  6. Tom sagt:

    Danke für eure Mitarbeit. Nur so wird das was. Ich habe jetzt zusätzlich zu den Angaben von Max zu seinem MB 714 D die Fahrgestellnummer und Daten sowie Fotos von einem MB 814 mit Euro 1 (beide natürlich T2/LN1). Konnte daher oben in den Tabellen die Ersatzteilnummern von diversen Bauteilen aus dem MB 711 und dem MB 814 D ergänzen und vergleichen. Besonders von Motor, Getriebe und Kupplung. Aber auch von Ölpumpe, Ölkühler und Einspritzpumpe.

  7. Lothar sagt:

    Hallo Tom,

    ich bin auch seit einigen Monaten “heimlicher” Mitleser in deinem Blog, da ich auch plane, ein Reisemobil für Fahrten in Europa zu bauen. Das Fahrgestell hab ich(MB Vario 816D Automatik), die Kabine soll demnächst draufkommen. Deine Seite finde ich Klasse, ob ich als Nicht-Automechaniker mich allerdings technisch soweit vortraue wie du, bezweifle ich.

    Ich weiß nicht, wo ich meine Frage platzieren soll, ich habe nämlich ein Problem. Scheinbar hast du und andere keine Probleme mit dem Anlasser. Nach einigen Wochen ohne zu fahren und die Batterien(Pardon Akkus) zu laden, will die Gurke nicht mehr anspringen. Ich weiß, der Vario ist ein Modell weiter als dein Kastenwagen. Vielleicht hast du trotzdem einen Rat.

    Letzten Freitag hatte ich den 24h-Servicewagen von Mercedes hier. Das Ergebnis war etwas enttäuschend. Der Motor springt nach Aufladen der Akkus bzw Tausch weiterhin nicht an, der Anlasser macht keinen Ruck. Die Jungs haben immer nur gejammert, wie eng die Verhältnisse unter dem Fahrzeug sind, der Wagen müsse auf eine Grube – da es ein Automatikfahrzeug ist, heißt das Abschleppen mit großem Geschirr.

    Wenigstens haben sie irgendwann doch ein Kabel von den Akkus zum Anlasser gezogen und dann hat er auch gedreht. Auf ihrem OBD-Gerät haben sie dann einen Fehler gefunden: das Startrelais sei defekt, ich bräuchte einen neuen Anlasser. Nicht hier, nicht jetzt: ergo Abschleppen. Kosten ca. 500€ nur das Schleppen.

    Ich kenne nur einen Magnetschalter(=Relais) am Anlasser, gegen den hatten sie zwischenzeitlich auch etwas lustlos geklopft. Weißt du zufällig, was die meinen mit Startrelais? Ich finde nirgends Informationen zu einem 2.Relais am Anlasser. Oder hast du Infos, wo man dazu was finden kann. Ich bin mit meinem Latein am Ende.

    Gruß
    Lothar

    • Tom sagt:

      Mach doch nicht so viel Senf. Strom scheint beim Anlasser ja anzukommen. Ein Anlasser ist ein Verschleißteil. Besorge dir einen aus dem Zubehör, bau den ein und habe die nächsten 20 Jahre wieder Ruhe.

      Der Anlasser kostet auch nicht mehr als zwei bis drei Stunden basteln lassen in der LKW-Werkstatt.

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