ᐅ Mein LKW-Anfang: Kauf, Ausbau und Umbau zum Expeditionsmobil

Eine kleine Geschichte über meinen Start in das Abenteuer Allrad-LKW, den Kauf des Mercedes MB 1124 AF und dessen Umbau zum Expeditionsmobil.

Mercedes MB 1124 AF (LK/LN2) als Allrad-Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil

Mercedes MB 1124 AF (LK/LN2) als Allrad-Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil

Lastenheft einer Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil

Grundanforderungen an unser Expeditionsmobil

Es ist nicht einfach, für eine Familie mit 5 Kindern ein passendes Wohn-, Reise- oder Expeditionsmobil zu finden. Vor allem dann nicht, wenn alle langsam ziemlich lange Beine bekommen. Unser Mercedes Vito mit Aufstelldach ist super, aber wird selbst mit Anhänger langsam zu klein. Der Mercedes G als Siebensitzer ist cool, aber auch nicht größer. Für mich allein und ein, zwei interessierte Jungs wäre es vielleicht ein 416er Unimog mit Isomatte auf der Pritsche geworden.

Aber ich will ja mit der ganzen Familie verreisen. Hauptbedingung einer geeigneten Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil war also erst einmal komfortables Fahren. Zudem sollten aber auch noch alle 7 im Auto schlafen, Gepäck verstauen, am Tisch sitzen und auch mal eine Woche Regenwetter überstehen können. Nun sind wir schon seit 25 Jahren ohne und mit Kindern unterwegs und bringen einiges an Erfahrung mit. Für die Wohnkabine hatten wir also schon sehr konkrete Vorstellungen. Aber die Basis…

Fahrgestell: Allrad oder Nichtallrad?

Eigentlich ist ein LKW mit Allrad in den meisten Fällen vollkommen sinnlos. Aber wenn Männer träumen, gehört Allrad einfach dazu: 4×4 (und erst recht 6×6; die ganz Verrückten stehen auf 8×8) vermittelt irgendwie das Gefühl der Sicherheit, der Überlegenheit und des Vorbereitetseins auf alle Eventualitäten, auch wenn der Allradantrieb im praktischen Reisealltag wohl nur selten vonnöten sein wird. In vielen Fällen wird es sicherlich auch deswegen auf Allrad hinauslaufen, weil es keine vernünftige Begründung gegen Allrad gibt: Der Mehrverbrauch an Diesel ist bezogen auf die Gesamtfahrleistung und die Gesamtkosten beim 4×4 letztlich vernachlässigbar. Insofern ist die Frage: Warum eigentlich kein Allrad?

Trotzdem: Wer im Schlamm spielen will, sich aber nicht schmutzig machen darf, wer gern große Fahrzeuge fährt, aber den Diesel nicht bezahlen möchte und wer schon immer einmal einen sibirischen Fluss queren wollte, ohne sich nasse Füße zu holen, der fährt mit den (virtuellen) russischen Allrad-Monstern von Spintires am besten. Warum wohl werden so viele Mercedes G-Klassen (W461, W463 und bald auch Mercedes W464) verkauft, die nie Gelände sehen?

Fahrzeugwahl: Sprinter oder 3-Achser? Kastenwagen oder LKW?

Meine erste Planung für ein neues Familienwohnmobil basierte auf einem neuen 319er Sprinter. Natürlich mit Allrad. Hab aber recht schnell gemerkt, dass die Nutzlast im Sprinter auf gar keinen Fall ausreicht. Schon gar nicht mit Sechszylindermotor und Allrad im MB 319. Musste dieses Umbau-Projekt also trotz (oder wegen) einer fertigen Ausbauplanung aufgeben. Dabei hatte ich sogar schon ein 1:20 Modell gebaut. Bei “meiner” Ausbaufirma hatte das Sprinterprojekt sogar schon einen eigenen Spitznamen: Der Klappenbenz.

Musste also planerisch in die LKW-Klasse wechseln. Ein Düdo? Naja, hatten wir ja schon. Zuletzt als MB 508. Nee, das Düdo-Kapitel ist abgeschlossen. Oder soll vielleicht ein Vario für den Umbau zum Wohnmobil herhalten? Hmm, die T2N und T2W fand ich schon immer cool. Aber wenn schon groß, dann richtig groß.

Also als Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil einen Monstertruck mit mehr als 4 m Radstand, 3 Achsen und 10 m Länge kaufen? Super auf Fotos. Angsteinflößend in echt. Diese Riesen-LKWs mit 10 m Länge  sind zwar gut auf der Autobahn, aber untauglich für alpenländische Serpentinenstraßen, andalusische Dörfer oder die Zufahrt zur eigenen Haustür.

Zudem resultierte die Länge meist nur aus schlechter Planung unerfahrener Erstbesitzer, die irgendwie geschrumpfte 3-Raum-Wohnungen auf Rädern wollten. In keinem der zum Verkauf stehenden Expeditionsfahrzeuge konnten sich z. B. mehr als 2 Personen gleichzeitig umziehen. Winzige Tische. Riesige Bäder. Tagsüber nutzlose Schlafzimmer. Kubikmeterweise verschenkter oder nicht richtig nutzbarer Stauraum.

Also war die grobe Richtung für den Kauf der Basis für unser Expeditionsmobil klar: Ein handlicher LKW der leichten 12-Tonnen-Klasse mit relativ kurzem Radstand, maximal 7 Metern Länge und flexiblem Aufbau. Kein Hauber, sondern Frontlenker. Gute Übersicht. Perfekte Raumausnutzung. Kippfahrerhaus. Mercedes. Vielleicht MAN.

Vor dem Umbau zum Expeditionsmobil: Mein erster Blick in den Mercedes-Benz 1124 AF (Mercedes LK)

Vor dem Umbau zum Expeditionsmobil: Mein erster Blick in den Mercedes-Benz 1124 AF (Mercedes LK)

Motorisierung: Nichts geht über Leistung, außer noch mehr Leistung?

Hinzu kam, dass mir die 160 bis 180 PS der üblichen Fahrgestelle für den Umbau zum Expeditionsmobil als zu lahm erschienen. Wenn ich für die typischen Basisfahrzeuge LA 1113 B, MB 917, MB 1017, Iveco 90-16 oder Steyr 12M18 mal von 10 Tonnen Reisegewicht ausgehe, bleiben da 17 PS pro Tonne. Da hatte ja mein alter, aber lahmer MB 407 D mehr: Düdo-mäßige 65 PS ergeben bei einem Reisegewicht von 3,5 to eine Tonnenleistung von 18 PS. Es hat mich nicht gewundert, dass das Internet voll war von Berichten über gewünschte oder umgesetzte Leistungssteigerungen: Googelt mal nach “Turbolader nachrüsten LKW”, “Kolbenbodenkühlung nachrüsten LKW” oder “Ladeluftkühler nachrüsten LKW”.

Ob diese ganzen Leistungssteigerungen und Spielereien an der Einspritzpumpe aber den dafür nicht vorgesehenen Motoren so gut tun? Fragen über Fragen. Eigner der größeren MB 1625 oder MB 1635 mit 250 bzw. 350 PS (Mercedes NG oder SK) wiederum fanden zwar den Sound und Durchzug der Achtzylinder super. Beklagten aber den hohen Dieseldurst der V8-Motoren. 35 Liter sind schon eine Ansage. Auf 100 Kilometer wohlgemerkt. Nee – so ein fetter V8 ist was zum Angeben an der Eisdiele oder in der Kiesgrube. Aber keine geeignete Basis für ein Expeditionsmobil, mit dem auch verreist werden soll.

240 PS, lange Achsen, 100 km/h Reisegeschwindigkeit nach Umbau zum Expeditionsmobil

240 PS, lange Achsen, 100 km/h Reisegeschwindigkeit nach Umbau zum Expeditionsmobil

Wunschmotor OM 366 LA

Die sparsamen und langlebigen Motoren der Baureihe OM 300 von Mercedes, vor allem die legendären OM 352 (verbaut im Mercedes Kurzhauber wie dem LA 1113, dem MB 1017 und ältere Unimog) und OM 366 (Mercedes LK vom MB 917 bis zum MB 1124 und neuere Unimog) haben in der Regel 6 Zylinder und 6 Liter Hubraum. Einfach nur mehr Hubraum ist also keine Lösung.

Allerdings verfügt der Motor OM 366 in den mehr als 3 Jahrzehnten seiner Entwicklung über zahlreiche Ausbaustufen vom MB 917 und den MB 1120 bis zum MB 1124 mit bis zu 240 PS. Dann mit originalem Turbolader und Ladeluftkühlung (Intercooler) als OM 366 LA. Das wäre schon besser als die mickrigen 170 PS der Standardversion des MB 917 (LK) oder des älteren MB 1017 (NG).

Bloß keine elektronische Motor- und Getriebesteuerung im LKW!

Was sollte ich also machen? Als Basis für unser Expeditionsmobil einen neuen Euro-6-LKW kaufen? Vielleicht einen neuen Atego oder MAN mit Wunschkonfiguration?

Bloß nicht. Ich hatte keine Lust auf Mäusekino im Armaturenbrett und Motornotlauf wegen eines leeren AdBlue-Tanks, einer defekten Leuchtweitenregelung oder einer zerdrückten Sitzbelegungserkennung mit vorprogrammiertem Zwangsaufenthalt in einer Diagnoseklinik. Notlaufprogramm in Taschkent oder Timbuktu? Na dann viel Spaß…

Nach Umbau zum Expeditionsmobil auf Testreise: MB 1124 AF im Gelände

Nach Umbau zum Expeditionsmobil auf Testreise: MB 1124 AF im Gelände

Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil: Doppelkabine oder Fernfahrerhaus?

Und welche Fahrerkabine wäre am besten für den Umbau zum Expeditionsmobil geeignet? Die reichlich verfügbaren langen Dokas schieden schon einmal wegen der hässlichen Optik und dem verschwendeten Platz aus. Unimog-Doka? Hübsch, aber mit maximal 5 Sitzplätzen zu klein und außerdem mit (damals) unvorstellbar kurzer Aufbaulänge.

Dann habe ich mir die NG/LK-Fernfahrerhäuser von Mercedes angeschaut, die teilweise bereits für 7 Personen zugelassen waren. Nach einem Probesitzen in einem gebrauchten MB 917 mit Fernfahrerhaus schied diese Variante jedoch ganz klar aus: In diesen Fernfahrerhäusern hätte man vorn und hinten mit angezogenen Beinen, auf den beiden hinteren Mittelplätzen wegen des Motortunnels mit den Knien fast am Ohr sitzen müssen.

Das Selfie von der Rückbank eines MB 917 mit 7 Sitzplätzen im Mercedes-LK-Fernfahrerhaus zeigt es ganz gut: So ein Fernfahrerhaus eines Mercedes LK macht auf Reisen keinen Spaß. Und Sitzplätze im Koffer finde ich als Familienmensch nicht so toll – ich will alle immer um mich haben.

Zu klein für den Umbau zum Expeditionsmobil: Fernfahrerhaus eines Mercedes MB 917 mit 6 Sitzplätzen

Zu klein für den Umbau zum Expeditionsmobil: Fernfahrerhaus eines Mercedes MB 917 mit 6 Sitzplätzen

Sehr, sehr selten: Mercedes MB 1124 mit kurzer Doka (LK)

Nach den Erfahrungen beim Probesitzen habe ich für unser Expeditionsmobil dann doch nach einer Doppelkabine gesucht. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, was eine kurze Doka ist. Noch nie gesehen.

Beim Besuch eines auf Allradfahrgestelle spezialisierten Händlers, den ich ansonsten aber nicht empfehlen kann, habe ich mich mit dieser Vorgeschichte dann natürlich auf Anhieb in die vorher noch nie gesehene kurze Doka (und die 240-PS-Maschine darunter) eines Mercedes 1124 AF aus 1996 verliebt (12 Tonnen, 240 PS, A wie Allrad und F wie Feuerwehr). Da konnten schon einmal 3 vorn und 4 hinten sitzen. Elektronikfreie 240 PS, trotzdem ABS und Euro-4-Fähigkeit rundeten das Allrad – LKW – Paket ab. Perfekt. Auch wenn die Doka zu diesem Zeitpunkt natürlich noch überhaupt nicht so wie im nächsten Foto aussah. Da war nur blankes Blech.

MB 1124 AF: Optimale Platzverhältnisse in der kurzen Doka nach Umbau zum Expeditionsmobil

MB 1124 AF: Optimale Platzverhältnisse in der kurzen Doka nach Umbau zum Expeditionsmobil

Der Händler hatte auch eine kurze MAN-Doka (MAN LE 220 C Euro 3), die zwar innen wesentlich schöner war, mir aber wegen der kleineren Fenster nicht so gut gefiel. Schließlich sollen auch hinten alle gut sehen können. Den MAN hat dann später ein Architekt aus Stuttgart gekauft und für seine Familie zu einem wunderschönen Expeditionsmobil umgebaut. Aber ich fand den Mercedes 1124 halt schöner.

MAN LE 220 C mit kurzer Doka: Schon bessere Beinfreiheit hinten

MAN LE 220 C mit kurzer Doka: Schon bessere Beinfreiheit

Umbau zum Expeditionsmobil: Kofferausbau und Überholung des Fahrgestells

Okay. Die Basis für den Umbau zum Expeditionsmobil war gefunden. Und gleich gekauft. Denn bei einem MB 1124 darf man nicht lange zögern. Und alles, was nicht passt, kann man ja passend machen.

Der Weg bis zum fertigen Expeditionsmobil war zu diesem Zeitpunkt aber noch sehr lang. Der Umbau zum Expeditionsmobil begann wegen meiner Vorkontakte zur Ausbaufirma schon einen Monat nach Kauf des Allrad-LKW. Dann wurde die gesamte Wohnkabine entworfen, gebaut und montiert. Die kurze Doka isoliert, edel verkleidet und wohnlich ausgebaut.

Wegen der langen Lieferzeiten der Radsätze für den Umbau der Achsen begann zuerst der Ausbau zum Wohnmobil nach den schon fertigen Plänen. Dann erst die Fahrzeugaufbereitung. Der Koffer des LKW ist ja schnell abgesetzt.

Bei der Sanierung unserer Basis für das Expeditionsmobil habe ich dann nichts Halbes gemacht und ließ am LKW-Fahrgestell so ziemlich alle Verschleißteile, Lager und Dichtungen wechseln. Inclusive Wellendichtringen, Radlager, Achsschenkellager, Wasserkühler und Wasserleitungen. Die Achsübersetzung wurde autobahntauglich verlängert. Größerer Dieseltank. Unterfahrschutz. Zwischenrahmen…und…und…und…

Die Fertigstellung und Abholung des Expeditionsmobils war dann 3 Tage vor dem geplanten Urlaub. Eine terminliche Punktlandung knapp 8 Monate nach dem LKW-Kauf. 😉

Zwischenstand des Umbaus zum Expeditionsmobil 10 Tage vor der ersten Reise

Zwischenstand des Umbaus zum Expeditionsmobil 10 Tage vor der ersten Reise

Umsetzung meiner Pläne und Umbau zum Expeditionsmobil

Allein die Planung und Bauüberwachung beim Umbau zum Expeditionsmobil hat mich viel Zeit gekostet. Gerade mit der Vorvariante auf Sprinter-Basis. Aber egal, das zählt als Freizeitgestaltung. Und macht ja auch Spaß. Denn ich liebe es, wenn Ideen zu Plänen und Pläne zu Realität werden, ohne dass ich vom Schreibtisch aufstehen muss. Und unser Familien-Expeditionsmobil auf Mercedes 1124 ist ja auch wirklich hübsch geworden.

  • Eine professionelle Reisemobilmanufaktur hat den Ausbau und Umbau zum Expeditionsmobil zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt: Klick
  • In der benachbarten LKW – Werkstatt habe ich danach die Sanierung bzw. den Umbau des Fahrgestells (Achsumbau, Bremsen, Lager, UnterfahrschutzZwischenrahmen, Tank) ausführen lassen: Klick
  • Die zeitaufwändige Planung des Umbaus zum Expeditionsmobil wäre mit dem Buch von Ulrich Dolde zum Selbstausbau wesentlich schneller gegangen (und noch besser geworden): Klick

 

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24 Antworten

  1. Finn sagt:

    Gut geschrieben… Danke.

  2. Hans-Peter M. sagt:

    Hallo Tom, vielen Dank für den Beitrag. Durch Deine Überlegungen habe ich selber auch noch einmal über alles nachgedacht und werde wohl die Sache mit dem Allrad-LKW noch einmal überlegen. So ein Vario ist vielleicht dorch besser.
    Viele Grüße, HPM

  3. Carl sagt:

    Hervorragender Beitrag und einen wirklich schönen Blog hast du hier! Ich werde sicherlich öfter mal vorbeischauen! 🙂

  4. Wendy sagt:

    Hallo Tom,
    in deinem Lastenheft hattest du dir einen LKW mit 7m Gesamtlänge gewünscht.
    Wie lang sind denn beim 1124AF die Gesamtlänge, Kofferlänge und Radstand geworden?

    Wir sind auf der Suche nach einem Fahrgestell mit 4 Sitzplätze für einen 6 meter Koffer.
    Grüße aus dem Allgäu
    Wendy

    Grüße
    Wendy

  5. Alex sagt:

    Hi Tom,

    ich bin gerade am Suchen einer Fahrgestell Koffer Kombi die nicht zu klein ist. Benötige auch 6 bis 7 Sitzplätze. Wie habt ihr denn das mit den 7 Schlafplätzen gelöst?

    Gruß Alex

  6. Clemens sagt:

    Hallo Tom,

    vielen Dank für die tolle Webseite auf der ich bereits Stunden über Deine Fahrzeuge und Reisen gelesen habe. Sie ist technisch, journalistisch und von der Gestaltung her ein Genuß!
    Inzwischen habe ich selbst einen 1120 AF gekauft, leider nicht mit einer so schönen Doka wie Dein ehemaliger 1124, sondern mit einem Nahverkehrs-Fahrerhaus.

    Weißt Du evtl. noch, ob diese kurze Doka original von Mercedes stammte oder von einem Zulieferer/Ausrüster? Wenn nicht von Mercedes, wer war der Hersteller der Doka?

    Vielen Dank und noch viel Erfolg und Spaß mit der Webseite!

    Gruß Clemens

    • Tom sagt:

      Hallo Clemens,
      den Hersteller meiner kurzen Doka habe ich leider nie herausbekommen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass Mercedes diese Doka original angeboten hat. Und ich habe auch nie wieder so eine Doka auf einem Mercedes LK gesehen. Bei Schweizer Feuerwehren gibt es manchmal kurze Doppelkabinen, die sehen aber auch anders aus. Jedenfalls fand ich Aufteilung, Platzverhältnisse und die gesamte Ausführung sehr schick. Aber der LK ist natürlich auch ohne Doka ein schönes Auto. Hmm, jetzt darf nicht so viel vom LK schwärmen, sonst kriege ich noch feuchte Augen…

      Tom

      Ach so, vielen Dank für das Lob. Freut mich natürlich. Und motiviert.

  7. Sven sagt:

    Hallo Tom,
    Danke für die super informative Seite auf der ich jetzt schon einige Stunden verbracht habe!
    Ich habe neulich einen älteren, bereits umgebauten MB 1120 AF gekauft. Würdest du mir vielleicht die Kontaktdaten von deinen Umbau-Partnern zur Verfügung stellen? Ich denke mein Fahrgestell hat noch einiges an „Optimierungspotential“, was die Bodenfreiheit und Geländetauglichkeit betrifft. Auch bei der Aufbaulagerung würde ich gerne noch mal einen Experten drauf schauen lassen.
    Eine konkrete Frage hätte ich bzgl. dem kaum vorhanden Komfort auf schlechter Straße (ich spreche noch nicht mal vom Geländeeinsatz) : war deiner auch so unkomfortabel / hart bei normalen Schlaglöchern? Oder ist das bei älteren LKWs normal? Wäre es ein normales Auto würde ich sagen das Fahrwerk ist hinüber so wie der schlägt bzw. klappert.
    Natürlich ist eine Ferndiagnose sehr schwer. Vielleicht kannst du trotzdem einen Tip abgeben 🙂
    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße,
    Sven

    • Tom sagt:

      Hmm. Bei dir ist eine Antwort wirklich schwer. Das kann alles mögliche sein. Zumal das Klappern ja nichts mit der Bodenfreiheit und Geländetauglichkeit zu tun hat. Insofern wären erst einmal ein paar Zusatzinformationen sinnvoll. Welche Reifen? Welche Federn? Welche Aufbaulagerung? Welche Gewichte? Welche Kabine? Welche Stoßdämpfer?

      • Tom sagt:

        Da du hier aber sowieso keine Fotos hochladen kannst, solltest du dich mit der Frage am besten mal in der Allrad-LKW Gemeinschaft melden. Melde dich dort an, bestelle schöne Grüße und schildere dein Problem mit Fotos und möglichst detaillierter Beschreibung: Link zur ALG

  8. Stephan sagt:

    Hallo,
    schöne und informative Seite!
    Ich versuche mich gerade etwas schlau zu machen über den MB 1222 (Feuerwehr). Da ich das Fahrzeug noch nicht aus der Nähe und im original betrachtet habe, hier 2 Fragen zu Deinem (ähnlichen) Fahrzeug.
    Maße: Wie hoch ist das Fahrerhaus, das Fahrzeug mit Koffer, Höhe des Koffers?
    Wie kommt man an den Motor? Haben die langen Fahrerhäuser auch ein Kipphaus??? Kann ich mir nicht vorstellen!
    Und vielleicht kannst Du mir noch eine Frage beantworten? Ist es aus Deiner Sicht möglich den Koffer und das Führerhaus fest miteinander zu verbinden?

    Danke schonmal für die Antwort!

    Grüße Stephan

  9. Tom sagt:

    Das täuscht. Der MB 1222 hat mit dem MB 1124 bis auf den Stern im Kühlergrill so gut wie nichts gemein. Der MB 1222 ist ein Fahrzeug der Neuen Generation (NG80) mit einem V6 Saugdiesel mit 11 Litern Hubraum und knapp 220 PS (OM421). Ich bin den MB 1222 nie gefahren. Der soll aber ganz schön rappeln und so um die 25 Liter verbrauchen. Das Fahrerhaus ist auch größer.

    Der MB 1124 holt mit dem OM366LA ca. 240 PS aus 6 Litern Hubraum. Dank Turbo und Ladeluftkühler verbraucht dieses wesentlich modernere Fahrzeug der Leichten Klasse (LK) mit der längsten Achsübersetzung trotz Allrad nur knapp 20 Liter. So ein LK ist regelrecht zierlich gegen den NG80.

    Die Fahrerhäuser der beiden Frontlenker aus der Neuen Generation und der Leichten Klasse kann man immer kippen. Auch die ganz langen Fahrerhäuser. Die haben dann verstärkte Hubzylinder. Das funktioniert hydraulisch und ist kein Problem.

    Fahrerhaus und Koffer zu verbinden, wird zumindest im Gelände nie funktionieren. Das gibt schon bei einer Bordsteinkante Risse. Schau dir mal die Beiträge zum Hilfsrahmen an.

  10. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,
    auf deiner Seite finde ich immer wieder was Neues und interessantes. Mich interessieren die Bezugsquellen für “Schweizer Feuerwehren”. Außer Vebeg und zoll-auktion hab´ ich bisher keine Plattformen gefunden auf denen regelmäßig Feuerwehrfahrzeuge aus erster Hand versteigert werden. Auch bei dem bekannten Berliner Händler CW, der gute Fahrzeuge machmal zum 3-5fachen Einkaufspreis wieder anbietet (ich verfolge das schmunzelnd, man erkennt die Fzg. ja wieder), muss es im Hintergrund weitere Plattformen zum Einkauf geben. Gibt´s da noch Geheimtipps?
    Herzliche Grüße
    haubidü

    • Thomas sagt:

      Hallo,

      Du wirst wohl kaum andere Quellen außer VEGEG und Zoll-Auktion (bzw. Händler-Verwertungen davon) finden. Hintergrund: Gerade Feuerwehren besitzen keine eigenen Fahrzeuge, sondern die jeweiligen Gemeinden. Das gilt auch für fast alle anderen (Rotes Kreuz, Malteser, THW, …). Da die lokalen Organisationen in der Regel die Fahrzeuge eben nicht besitzen, können sie diese auch nicht verkaufen – sondern das geht eben über die Plattformen der öffentlichen Hand. Ist aus Steuerzahler-Sicht ja auch sinnvoll: Aus Gemeinschafts-Geld bezahlte Fahrzeuge sollen eben auch über öffentliche Auktionen/Versteigerungen noch möglichst viel einbringen…
      Äußerst selten mit Glück findest Du Feuerwehren oder THWs, die selber mal Fahrzeuge gekauft oder direkt geschenkt bekommen haben. oder eben welche, die von privat verkauft werden.

  11. Tom sagt:

    Tja, ich kenne auch keine geheimen Quellen. Die Händler haben alle ihre Spannen. Müssen sie auch haben. Aber wahrscheinlich wird es die Schweizer Feuerwehren wohl bei den Schweizer Feuerwehren geben. Denke mal, dass die Händler dort direkt einkaufen. Das erfordert aber sicherlich viel Mühe, Recherche und Ausdauer. Lohnt sich wohl nicht für einen einzelnen LKW.

  12. Tom sagt:

    Ich habe mal noch das letzte Foto sowie wegen einiger Anfragen die Bauzeit und die beiden ausführenden Firmen für den Umbau zum Expeditionsmobil ergänzt. Fertigstellung drei Tage vor dem lange geplanten Urlaub. 🙂

    Und beim nächsten Mal kann man die Frage auch hier in den Kommentaren stellen. Wenn die Antwort geheim bleiben soll, muss ich sie ja nicht geben.

    Aber ist schon okay. Konnte da gleich den Text noch ein bisschen nachschleifen. Ist schließlich einer meiner ältesten Beiträge zu Expeditionsmobilen hier im Blog.

  13. Klaus sagt:

    wo finde ich den Beitrag …..

  14. Wilhelm sagt:

    Hallo Tom,

    kannst Du mir bitte die beiden Firmen für den Umbau deines ExMo nennen und die für den Sprinter?

    Danke und liebe Grüße

    • Wilhelm sagt:

      Hattest Du für den Sprinter ein Fahrgestell (teilintegriert oder Wohnkabine) oder einen Kastenwagen/Bus geplant?
      Allrad serienmäßig von MB oder nachgerüstet?
      Wieso einen 319 und keinen 519?
      Welchen Radstand, welche Kabinenlänge hattest Du geplant?

      • Tom sagt:

        Na, wenn Sprinter, dann Bus. Ist doch klar bei 7 Personen. Ein 519er Sprinter ist allerdings nun vollkommen sinnlos. Der verbindet in genialer Weise die Nachteile von PKW und LKW: Zuladung und Technik wie ein Kleiner. Kosten und Maut wie ein Großer.

        Muss allerdings zugeben, dass ich über einen 419 nachgedacht habe. Den gibt es mit Super Single Bereifung. Also ein etwas robusteres Fahrgestell, aber dann abgelastet auf 3,5 Tonnen. Doch wie gesagt, bei unserem Profil zu wenig Nutzlast.

        Deswegen hatte ich ja schon auf den Sechszylindermotor verzichtet und am Ende einen 316 konfiguriert. Ich glaube mit Allrad von Iglhaut, weiß das aber jetzt nicht mehr so genau aus dem Kopf. Müsste ich nachschauen. Ist aber bestimmt nicht so wichtig.

        Mittlerer Radstand natürlich. Wobei ich eigentlich Fan des kurzen flachen Sprinters bin, den es allerdings serienmäßig nicht mit Allrad gibt. Aber Iglhaut baut alles.

        Aber egal, Ausbau, Flüssigkeiten, Vorräte und Reisegepäck im Mercedes 711 wiegen derzeit ziemlich genau zwei Tonnen. Da komme ich mit dem kleinen Sprinter nicht hin. Noch nicht.

    • Tom sagt:

      Die beiden Firmen für den Ausbau und Umbau des Expeditionsmobils stehen doch oben im Artikel im letzten Absatz. Für den Sprinter wären es dieselben gewesen.

      Weil ich mit den Vorplanungen für den Sprinter schon so weit war, ging es beim Umschwenken auf ein “richtiges” Expeditionsmobil und den Kauf eines passenden LKW-Fahrgestells dann recht schnell.

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