ᐅ Kaufberatung: Mercedes 711 D Fensterbus vs. Düdo / Vario / Bremer

Vor genau zwei Jahren habe ich meinen ersten (und ich hoffe auch letzten) Mercedes 711 D Fensterbus abgeholt. Gekauft 2 Tage vorher am Telefon. Ohne Kaufberatung. Ohne groß nachzuprüfen. Ich glaube, ich habe nicht mal in den Motorraum geschaut. Hatte keine Zeit. Wollte direkt nach Marokko. Nun gut, zwei Jahre und 30.000 km später könnte ich mir ja mal ein paar Gedanken darüber machen, auf was ich beim Kauf alles hätte achten sollen, wenn ich ängstlich gewesen wäre.

Kaufberatung Mercedes 711 D Fensterbus und Vergleich zum Düdo/Vario

Kaufberatung Mercedes 711 D Fensterbus und Vergleich zum Düdo/Vario

Was spricht für einen Mercedes 711 D Fensterbus?

Warum ein Fensterbus?

Für uns waren nach der Erfahrung mit dem Expeditionsmobil MB 1124 vor allem eine recht dezente Erscheinung und die riesigen Fenster wichtig. Auch heute noch finden es alle super, vom Tisch aus ringsum einen freien Blick genießen zu können. Die Fenster sind derartig hoch, dass endlich die ganze Familie auch die Bergspitzen sehen kann, wenn wir im Gebirge unterwegs sind. Ein unschlagbarer Vorteil. Und trotzdem kann niemand reinschauen. Einerseits, weil die Fenster schwarz foliert und damit quasi blickdicht sind. Andererseits, weil die Unterkante der Fenster nach der Höherlegung über der durchschnittlichen Augenhöhe liegt. Bei 170 cm muss man erst mal reinschauen können. Das schafft nicht jeder.

Und trotzdem kann man ja jederzeit die Fenster von innen isolieren und verkleiden. Bei uns zum Beispiel hinten links in der Küche und hinten rechts im Bad. Von Vorteil sind hier die 8 mm dicken Lexanscheiben, die so gut isolieren, dass sich kein Schwitzwasser bildet. Auch Geräusche bleiben ziemlich gut draußen. Von der Einbruchsicherheit mal ganz abgesehen. Deswegen hat die Polizei ja Lexanscheiben verbaut.

Mercedes 711 offroad in Bosnien-Herzegowina

Mercedes 711 offroad in Bosnien-Herzegowina

Vergleich mit dem Nachfolger: Mercedes 711 D vs. Vario (MB 616, MB 816, MB 818)

Klar, der Nachfolger des Mercedes 711 ist als Vario äußerlich kaum verändert und insofern schon mal eine tolle Basis. Stärkere Motoren locken. Mehr Komfort. Manchmal sogar schon die grüne Plakette. Aber der Mercedes 711 hat einen unschlagbaren Vorteil. Verbaut ist der legendäre OM 364, natürlich elektronikfrei. Das Teil läuft auch noch in 100 Jahren. Vorausgesetzt, die Maschine bekommt immer ordentlich Diesel, Öl und Wasser. Klopfe gleich sicherheitshalber 3x auf meine Holzschreibtischplatte. [Ähm, ist das überhaupt Holz?]

Beim neumodischen Vario hingegen sollte man sich schon mit den verschiedenen Steuergeräten im Vario befassen. Eigentlich habe ich ja nichts gegen Steuergeräte. In den ersten 20 Jahren funktioniert das bestimmt ziemlich zuverlässig. Aber wehe, es ist mal was. Dann gibt es richtig Stress. Bis hin zum wirtschaftlichen Totalschaden wegen irgendwelcher nicht lieferbaren Sensoren.

Vergleich mit dem Vorgänger: Mercedes 711 D vs. Düdo (MB 407, MB 508, MB 608, MB 613)

Vergleichbar wäre am ehesten der Mercedes MB 508 D, der eine wirklich schöne, kraftvolle und zuverlässige Basis für einen Umbau zum Wohnmobil ist. Zumindest dann, wenn man vom MB 407 D aufsteigt. Also reden wir mal nicht von dem MB 407 D mit seinem Spielzeugmotor. Doch auch zwischen dem MB 508 D und dem Mercedes 711 liegen Welten. Der 711er kann eigentlich alles besser. Er ist breiter, schneller, sparsamer, kräftiger und trotzdem genauso zuverlässig. Ja, ich weiß, so ein Breitmaul-Düdo ist auch schön breit. Aber irgendwie passt da alles nicht richtig zusammen. Die zu eng stehenden Scheinwerfer, die zu schmale Achse. Das sieht einfach nicht aus. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich für einen Breitmaul-613er schon schwach werden könnte.

Und so wäre der Mercedes 711 motormäßig wohl am ehesten mit einem Mercedes 613 zu vergleichen. Der hat natürlich die legendäre 6-Zylinder-Diesel-Maschine aus dem Kurzhauber, einen OM 352, allerdings ohne Turbo. Der MB 613 hat doch tatsächlich 20 PS, 2 l Hubraum und 2 Zylinder mehr. Eigentlich 3 unschlagbare Argumente. Wie der Fahrvergleich aber dann wirklich aussieht, kann ich nicht beurteilen. Da fehlt mir einfach die Erfahrung mit einem MB 613. Aber schneller als mein Mercedes 711 mit knapp über 4 t Reisegewicht kann er eigentlich nicht sein. Nun gut, kommt auf einen Versuch an.

Eigentlich hat der Mercedes 711 im Vergleich zum Düdo nur einen, nein zwei Nachteile: Der durchschnittliche Mercedes 711 braucht noch ein paar Jahre bis zum H-Kennzeichen. Und er ist nicht so schön rund.

Vergleich mit dem kleinen Bruder: Mercedes 711 D vs. Bremer (MB 207, MB 208, MB 310)

Der Vergleich liegt eigentlich nahe. Wenn beide nebeneinander stehen, sieht man sofort die Ähnlichkeit. Nur dass der Mercedes 711 eine ganz andere Hausnummer ist. Da könnte man den kleinen Mercedes Bremer glatt drinnen parken. Und insofern würde ich den Mercedes 711 nie ernsthaft mit einem Mercedes Bremer vergleichen. Zumindest dann nicht, wenn man den großen (oder wenigstens den halbgroßen) Führerschein hat.

Allerdings lässt sich der Mercedes 711 nicht auf 3,5 Tonnen ablasten. Ich war mit einem nackten Auto auf der Waage und der MB 711 wiegt leer exakt 3,5 Tonnen. Also wirklich leer. Ohne Sitze, ohne Verkleidung, ohne alles. Da ist nichts zu machen mit Ablastung. Aber wer den großen Führerschein hat, sollte einmal beide eckigen Mercedes-Brüder probefahren. Die PKW-Maschine im MB 207 ist zwar ganz nett. Aber nichts gegen den OM 364. Der Unterschied sind auch nicht nur ein paar PS, da liegen ganze Galaxien dazwischen.

Für mich ist aber vor allem die echte LKW Technik im MB 711 wichtig. Oder die wesentlich längeren Wartungsintervalle. Ölwechsel aller 45000 km im Fernverkehr. Beim Bremer sind das gerade einmal 7.500 km. Nee, der Bremer ist ganz nett. Aber nur für Leute, die keinen richtigen Führerschein haben.

Zulassungsvoraussetzungen für den Mercedes 711 D Fensterbus

Den Mercedes 711 Fensterbus gibt es vor allem in der Behördenversion als Gruppenkraftwagen. Mit privater Buszulassung gab es sicherlich auch welche, aber die dürften mittlerweile nach mehreren Millionen Kilometern im Linienbetrieb alle von der mitteleuropäischen Bildfläche verschwunden sein. Hauptproblem der Behördenfahrzeuge aber ist, dass diese ausgenullt sind. Das heißt, sie haben keine Schlüsselnummer, die allgemein zugänglich wäre. Private Zulassung heißt also immer Umschlüsselung.

Für die Zulassung sind also verschiedene Umbauten nötig, da erst einmal die Betriebserlaubnis erloschen ist. Vor allem die Sondersignalanlagen sind zu entfernen. Weiterhin hat man als Privatperson nicht das Recht, mit Kunststofffenstern als Frontscheibe herumzufahren. Falls ihr also einen Fensterbus kaufen wollt, achtet auf die Frontscheibe und kalkuliert für einen eventuell notwendigen Wechsel ca. 250 € nur für die Frontscheibe ein. Ansonsten gab es bei der Vollabnahme zumindest bei uns keine Probleme. Der Bus wurde aufgrund der Einbauten sogar direkt als Wohnmobil umgeschrieben.

Technik des Mercedes 711 D Fensterbus

An einem alten Auto ist immer irgendwas. Davon sollte man erst mal ausgehen. Allerdings sollte zumindest der Motor sauber anspringen, kalt ruhig laufen und nicht qualmen. Vor allem nicht weiß. Wenn sich dann die Gänge sauber schalten lassen, keine Kontrolllampen leuchten und der Fensterbus beim Bremsen in der Spur bleibt, ist zumindest für den Anfang schon mal alles in Ordnung. Halt, schaut noch mal in den Luftfilter und an den Ölmessstab: Dreck im Filter und undefinierbare Emulsionen statt Motoröl zeigen einen schlechten Wartungszustand.  Eine gründliche Durchsicht und wenigstens ein Wechsel aller Flüssigkeiten und Keilriemen ist nach 25 Jahren Einsatzzeit sowieso mal angebracht. Ansonsten aber sind sämtliche Aggregate vollkommen unauffällig. An der Technik des MB 711 kenne ich keine systematischen Schwachpunkte.

Wenn ich bei einem Händler zwischen mehreren Exemplaren die Wahl hätte, würde ich nach Motoröl(zu)stand, Achsübersetzung, Schmierzustand und Aggregatverölung entscheiden. Diese Probleme kann man zwar alle leicht lösen, aber die zeigen doch grundlegende Fahrzeugeigenschaften bzw. den Wartungszustand beim Vorbesitzer. Den Händler allerdings braucht ihr nicht fragen. Geht davon aus, dass der mit seinen Fahrzeugen noch keinen Kilometer gefahren ist und einfach nur einen Bus verkaufen will.

Und damit ihr mal seht, was ich so gewechselt habe, gibt es ja eine Liste der bei mir gewechselten Teile nebst Wartungsplan.

Karosserie des Mercedes 711 D Fensterbus

Der Mercedes 711 Fensterbus ist ein echter Mercedes. Das heißt, dass er ohne vorsorgliche und separate Behandlung rostet, rostet und rostet. Besonders kritische Stellen sind die Radläufe, Fensterrahmen, Einstiege, Kotflügel und die inneren Dachholme auf Höhe der Positionsleuchten. Da solltet ihr mal nach dem Rechten schauen. Interessant ist auch der untere Karosserieabschluss, die Schürzen. Dort sind von innen Gummistopfen verbaut. Hier könnte man bei einer akribischen Untersuchung mit einem Endoskop nach dem Rechten schauen. Ich habe so ein Teil, das ich direkt ans Handy anschließen kann. Vorn am Endoskop ist eine kleine Lampe und so kann ich mit meinem Handy ganz einfach in alle Hohlräume schauen. Bei mir ist dort alles voller Fett. Insofern problemlos.

Ja, worauf sollte man noch achten? Vielleicht auf die Ausstattung. Eine Standheizung ist nicht schlecht. Vor allem nicht in Verbindung mit richtigen Heizkörpern im Bus. Das sollte aber eigentlich Standard gewesen sein. Ich glaube hingegen nicht, dass in Behördenfahrzeugen Klimaanlagen verbaut waren. Aber die Ausstattung ist eigentlich egal. So ein Fensterbus wird sowieso umgebaut. Und so ist letztlich der gute alte Rost das größte Problem. Vor allem für jemanden, der nicht schweißen kann. Ach so, und Rost natürlich noch. Hätte ich doch beinahe vergessen.

Kaufberatung Mercedes 711 (T2/LN1)

Bezugsquellen für einen schönen Mercedes 711 D Fensterbus

Es gibt eigentlich nur noch drei Quellen, bei denen man einen Mercedes 711 D Fensterbus kaufen kann.

Direkt von der Behörde über eine Versteigerung (z. B. der VEBEG) ist sicherlich die günstigste Variante. Doch da braucht ihr mit der Kaufberatung gar nicht auftauchen. Da könnt ihr schon froh sein, wenn ihr das Fahrzeug überhaupt vorher zu Gesicht bekommt. Aber von der VEBEG wurde schon lange kein Mercedes 711 mehr versteigert. Werden langsam knapp, die Guten.

Dieses Problem umgeht man beim Kauf vom Händler. Das ist natürlich teurer, aber schon etwas luxuriöser. Auf Wunsch gibt es dort sogar eine frische Hauptuntersuchung, auch wenn das natürlich nichts über den technischen Zustand aussagt. Aber auch die Quellen der Händler sprudeln nicht endlos.

Die dritte Variante schließlich ist ein Kauf von privat. Doch derartige Angebote für gebrauchte 711er sehe ich sehr selten. Denn wer einen Mercedes 711 Fensterbus einmal hat, behält ihn.

Weitere Infos

Und wer noch tiefer in das Auto kriechen will, kann sich ja mal die Kaufberatung vom MB 508 D anschauen. Gilt für den Mercedes 711 D nahezu identisch. Aber ganz ehrlich – so viel Senf muss man beim Kauf eines 90.000-km-Behördenautos nun nicht machen. Habe ich bei meinem Mercedes 711 Fensterbus ja auch nicht. Kaufen, durchsehen, instandsetzen, fahren. Bisschen Pflege, bisschen Rostvorsorge. Und ansonsten viel Freude.

Wie gesagt, letztlich entscheidet der Rostzustand. Und nach dem Entfernen der Gummistopfen kann man den (potentiellen) Traumbus mit einem kleinen, preiswerten Endoskop selbst in den Hohlräumen ganz gut auf Rost untersuchen (Ich habe dieses fürs Android-Handy).

Also, keine Angst vor dem großen Mercedes 711 Fensterbus!

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71 Antworten

  1. Christian sagt:

    Servus aus Nemberch, Nürnberg.
    Bei mir ist “Alles anders” und “Alles sehr Ähnlich…:o)
    Nur zwei Kinder….vorher über zehn Jahre UNIMOG 416 DoKa (zu auffällig, groß, unbeqem) und nun…Tja ich bastle nun seit 2 Jahren an unserem neuen, ein IVECO 40-10 4×4.
    Ich mag deinen Blog, dickes Kompliment und Gruß an die Familie.

  2. Thijs sagt:

    I am happy to read that you are also convinced that 4×4 has a lot of disadvantages for a overland travel vehicle.
    We ended up with a sprinter with plumbers box I converted into a comfortable home on wheels and we have been living in it for 3 years. At the moment we are in Mexico and the only reason I would pick super singles ( like most mexican sprinters and crafters) is that the toll roads are double the cost with double wheels. The sprinter front end is pretty week and although nothing broke (yet) it is limited. Mine is registered for 7 tonnes and we weigh about 5 1/2 T so shocks and springs have a difficult time, my sway bars brackets keep breaking so I left them off and feel I am much more flexible on bad roads. Keep up the good work and I look forward to the end results of the separett.

  3. Lars sagt:

    Moin,
    seit ein paar Tagen befinde ich mich auch in der elitären Gesellschaft der 711d Besitzer. Bei der Vebeg gab es in letzter Zeit tatsächlich einige 711 Truppen- und Gefangenen-Transporter zu ersteigern. Alle als Ausführung Fensterbus. Einen davon habe ich mir für wirklich kleines Geld geschossen. Der Ausbau beginnt bei uns nun demnächst auch. Wir werden den Wagen allerdings einmal komplett lackieren, da das Mint-Grün ein wenig zu sehr Signalfarbe ist. Da habt ihr es besser getroffen. Werde sicherlich das eine oder andere mal bei dir stöbern. Auch wenn ich grundsätzlich einige andere Ideen habe und schon genau weiss was rein kommt und verbaut wird.

  4. Armin sagt:

    Hey Tom,

    toller Artikel – wie gewohnt! 🙂
    Eine zusätzliche Bezugsquelle für einen 711 D ist auch immer mal wieder die Seite http://www.zoll-auktion.de! Ich weiß aus erster Hand, dass die Polizei Schleswig-Holstein alle ihre Fahrzeuge über diese Seite verkauft.

    Beste Grüße aus dem hohen Norden,

    Armin

  5. NuggetAD sagt:

    Hallo Tom – Meister der Raumplanung und Mehrfachnutzung,
    erst einmal ziehe ich den Hut vor euch – mit bis zu 5 Kindern im Vito! Wir waren mit einem 5m-Ford-Nugget unterwegs mit 2 Babies das war problemlos. Aber jetzt mit 2 Jahren wird das beim Freistehen echt mühsam – ständig Chariot und Kinderkraxe umstapeln und der Bettumbau unten …
    Wie lang ist denn der euer 711 aussen und im Innenraum (ab Fahrersitz)?

    Wir planen derzeit ein neues Fahrzeug für 6 Monate Asien anzupassen. Elternbett, Kinder-Stockbetten, Sitzbank für die Kinder, WC und Küche sind einfach nicht auf die 3.08m Innenraum im 5m-Düdo zu bekommen. Jetzt probier ich die Planung nochmal mit Hubbett über dem Fahrerhaus. Danke für die Inspiration.

  6. Mirco sagt:

    Guten Tom
    Habe einen schönen Mercedes T2 814 in Aussicht bei dem fast alles stimmen würde.
    Das einzige (grosse) Problem ist, dass eine Seitentür klappbar oder Schiebetür fehlt.
    Nun die Frage: weisst du oder sonst einer ob man nachträglich eine Seitentür einbauen kann? Bezüglich Stabilität und auch ob man eine passende überhaupt findet.
    Trotz stundenlangem Suchen im Internet konnte ich nichts diesbezüglich finden.
    Grüsse aus der Schweiz
    Mirco

    • Tom sagt:

      Hey, manche wären froh darum, keine riesige Schiebetür an der Seite zu haben. Und eine kleinere Drehtür lässt sich doch bestimmt einbauen. Allerdings sind Fahrzeuge, bei denen schon die Grundkonfiguration nicht passt, meistens die schlechtere Wahl. Und so eine Anpassung kostet Geld. Viel Geld. Außer natürlich, du machst alles selber und besorgst dir eine gebrauchte Tür. Doch ich habe noch keinen T2 auf einem Schrottplatz stehen sehen.

  7. Mirco sagt:

    Hallo Tom
    Danke für deine Antwort.
    Ja eine Schiebetür wäre mir glaube ich auch zu gross.
    Aber du hast recht, vielleicht lasse ich mir einfach noch Zeit um das passende Grundfahrzeug zu finden:)

    • Tom sagt:

      Meistens gehen wir tatsächlich durch die kleine Hecktür rein und raus. Und das Bett hängt ja sowieso als Hubbett über den Fahrersitzen bzw. ist auf dem Dach. Insofern bräuchten wir nicht unbedingt die Schiebetür. Aber dennoch – eine große Schiebetür ist schon toll. Vor allem im Sommer am Meer.

  8. Manuel sagt:

    Hi,
    erstmal sehr gute Arbeit mit deiner Seite, unglaublich tolle Artikel und sehr informativ. Ich habe eine kurze Frage auf die ich bisher keine Antwort finden konnte. Ich habe einen Mercedes Benz 611D gekauft. Der sollte ja dem 711D ziemlich ähnlich sein. Jetzt bin ich im Nachhinein etwas überrascht dass er mit Zwischengas geschaltet werden muss. Da habe ich mir beim Kauf nicht viel dabei gedacht, allerdings kann ich mir kaum vorstellen dass das normal ist. Kann es sein dass einfach die synchronisation defekt ist oder hatte der alte OM364 tatsächlich keine Synchronisation?
    Danke und Gruß,
    Manuel

  9. Heiko sagt:

    Hallo Tom (und alle Mitlesende),
    sehr interessanter Artikel. Für mich wichtig v. a. Der Vergleich mit dem Nachfolger (Vario). Für meine 4-köpfige Familie suche ich noch nach einem geeigneten Basisfahrzeug für ein Womo. Erst seit kurzem ist uns da der Vario ins Auge gefallen. Wir wollen das Womo, wenn’s fertig ist, für viele Jahre oder Jahrzehnte fahren. Robustheit und Langlebigkeit ist uns also wichtig. Jetzt lese ich hier, dass grade beim Vario die Elektronik langfristig zum Problem werden könnte. Das hat dann meine Freude doch etwas getrübt. Ist ein T2 für meine Zwecke generell einem Vario vorzuziehen, auch wenn er 10 Jahre mehr auf dem Buckel hat? Macht es Sinn ein Steuergerät als (teures) Ersatzteil anzuschaffen, im Falle, dass es in der Zukunft nicht mehr verfügbar ist?
    Ach ja, wie hoch ist denn so der Verbrauch auf Landstraße bzw BAB?

    • Tom sagt:

      Also was ich so an Erfahrungen mit Elektronikproblemen in Fahrzeugen sammeln konnte, waren meist nicht die Steuergeräte selbst, sondern die Sensoren defekt. Also eigentlich alles kleine Dinge. Das macht es aber umso ärgerlicher. Glaube auch, dass Ersatzsteuergeräte nicht sinnvoll sind, zumal es ja nicht nur ein Steuergerät gibt. Sondern die einzelnen Geräte miteinander kommunizieren und aufeinander abgestimmt sein müssen. Mir persönlich ist da ein reparaturfreundliches mechanisches System lieber.

      Und natürlich ist so ein später Vario MB 818 ein schönes Auto. Aber halt mit allen Einschränkungen. Und Euro4 wird nicht mehr lange was bringen. Insofern hängt die Entscheidung immer von den persönlichen Rahmenbedingungen, Vorlieben und Reisezielen ab.

      Zum Verbrauch meines MB 711 mit der längeren Übersetzung:
      ~ Landstraße 12 Liter
      ~ Autobahn 100 km/h 13 Liter
      ~ Autobahn 110 km/h 14 Liter

  10. Guido sagt:

    Hallo Tom, vielen Dank für Deine vielen nützlichen Infos. Dein 711-er hat ja hinten Doppelbereifung. In div. Foren wird das eher als Nachteil beschrieben, besonders im Gelände, wg. verkeilter Steine etc.. Wie ist denn da Deine Erfahrung? Danke und LG Guido

    • Tom sagt:

      Ja, ich hätte lieber Einzelbereifung drauf. Ist im Sand, auf Schnee, im Schlamm und auf steinigen Pisten wesentlich besser. Geht aber bei meinen kleinen Radbolzen und meinem Reisegewicht nicht so ohne weiteres. Doch mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt. Muss halt öfter mal die Zwillinge kontrollieren. Und auf ausgewaschenen und instabilen Pisten haben Zwillinge wegen der besseren Lastverteilung auch Vorteile.

  11. Frank sagt:

    Hallo,
    zuerst ein Lob für diese informativen Seiten.
    Hat dein Tag mehr als 24 Stunden ?
    Im Scheibenbus der Polizei sind Kunststoffscheiben verbaut ?
    Haben diese eine Kennzeichnung?
    So könnte man, wenn das Objekt der Begierde beim Händler in den Heck- und Schiebetüren Glasscheiben verbaut hat, diese gegen die besser isolierenden Kunststoffscheiben tauschen. Sollten doch dann beim Mercedes Händler zu bekommen sein.
    Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen.
    Gruß, Frank

    • Tom sagt:

      Also ich weiß nicht, was die Lexan Scheiben kosten, die werden aber nicht billig sein. Glaube nicht, dass du das bezahlen willst. Aber klar, der Tausch würde Sinn machen. Kein Kondenswasser, kein Bruch, kein Lärm.

      Und ja, die Lexanscheiben haben eine Kennzeichnung. Müssen sie haben. Und nein, ich glaube nicht, dass bei irgendeinem Händler Fensterbusse mit Glasscheiben stehen. Denn die meisten T2 Busse sind doch Gruppenkraftwagen und sicherlich einheitlich layoutet. Aber Ausnahmen bestätigen sicher die Regel. Kenne ja nur meinen eigenen Bus.

  12. Lars sagt:

    Ich habe für den Fensterbus eine Aluplatte gegen eine Makrolon Scheibe mit Kennzeichnung getauscht. Alte Dichtung ließen sich problemlos wieder verwenden. Bei Mercedes gibt es die Scheiben nicht, da braucht es einen Verarbeiter von Kunststoff, der noch einen Wellenstempel rumliegen hat. Ich habe für die Scheibe 266,00 Euro + MwSt. gezahlt. Ohne Versand, da selber abgeholt. Bei mehreren Scheiben wird es übrigens günstiger. Bei drei Scheiben hätte der Stückpreis bei 250 Euro + MwSt. gelegen. Ist aber alles schon ein Jahr her.

    Falls du das Maß und Material auch brauchst: Makrolon-Longlife-Platte, farblos 2099, poliert, mit entgrateten Schnittkanten, UV-geschützt, mit TÜV Stempel und 4 Eckradien 40 mm in Abm.: 1170 x 780 x 8 mm

    Glasscheiben sind übrigens deutlich günstiger!!! Würde aber Makrolon nicht missen wollen, die sind eben nicht mal eben eingeschlagen.
    Gruß Lars

  13. Paul sagt:

    Hallo
    Gibt es wesentliche Unterschiede zur 711 Feuerwehr, abgesehen von den hinteren Aufbauten der Feuerwehr zum ” normalen “711 er Fenster/Kasten Bus. Die 711er.Feuerwehren gibt es z. B. schon relativ
    preiswert, müssen da zur privaten Zulassung auch die FrontScheiben gewechselt werden? Und welche Hürden gibt es sonst vielleicht noch bei der Zulassungsstelle. Ich würde den so als LKW zulassen wollen, hinten muss nur ne Matratze rein…bzw. minimal Ausbau rausnehmbar. Für Antworten wär ich dankbar und …tolle Seite hier , danke..LG PAUL

    • Tom sagt:

      Technisch dürfte eine Mercedes 711 Feuerwehr sich eigentlich kaum vom Kastenwagen unterscheiden. Ich glaube aber nicht, dass die Feuerwehren Kunststoffscheiben vorm verbaut haben. Wenn ja, müssten die gewechselt werden. Sieh mal meinen Beitrag zur Umschlüsselung des Mercedes 711 an.

      Aber denke vielleicht noch mal über dein Konzept nach. Der Vorteil vom Vario oder generell den Großtransportern als Kastenwagen/Bus ist doch der durchgehende, große Raum mit Stehhöhe. Bis du den Feuerwehrkasten soweit hast, bist du bei den gleichen Kosten wie für einen vernünftigen Bus. Und dann hängst du trotzdem noch hinten in einer kleinen Kiste. Da kannst du auch mit Wohnanhänger fahren. Oder hinten im Kombi schlafen. Oder im Dachzelt.

  14. Jan sagt:

    Hallo Tom,

    deine tollen Berichte zum 711D haben jetzt auch bei mir dazu geführt, dass ich nicht länger widerstehen konnte. Einen ehemaligen GruKW der hessischen Polizei kann ich seit letzten Freitag mein Eigen nennen.

    Ausgiebiger Check vor Ort, Probefahrt, Preis minimal nachverhandelt, rote Nummer dran und dann 400 km Autobahn… Alles ohne Probleme – ich bin begeistert!

    Vielen Dank für die ausführlichen Infos zu den Arbeiten an deinem Fahrzeug und den Reiseberichten!

    Grüße
    Jan

    • Tom sagt:

      Freut mich, dass es geklappt hat. Aber so ein Mercedes 711 ist nicht für jeden das weltbeste Fahrgestell für ein Wohnmobil. Für mich vielleicht. Für andere wiederum nicht. Muss jeder selber wissen.

      Und auch ein Mercedes 711 ist nicht unsterblich. Mit dem Alter kommen immer irgendwelche Wehwehchen. Das gehört dazu.

  15. Jan sagt:

    Das Fahrzeug hat für mich viele Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind: relativ einfacher Aufbau ohne viel elektronischen Schnickschnack und dutzende Steuergeräte, eine Warmwasserheizung, einen zuverlässigen Motor, Stehhöhe!!!, eine gute Ersatzteilversorgung…

    … und außerdem gibt es ein Familienmitglied, das Kfz-Mechaniker ist 🙂

    Mit den Wehwehchen rechnen wir und kalkulieren sie ein, schließlich ist das Fahrzeug schon fast 27 Jahre alt. Aber wir haben uns einige andere Fahrzeuge angeschaut, auch andere T2n, und das Verhältnis von Abmessungen, Nutzungsmöglichkeiten und Kosten ist bei den 711, insbesondere aus Behördenbestand, für unsere Ansprüche und Zwecke absolut klasse!

    Ab heute findet eine genaue Bestandsaufnahme, dann weiß ich mehr…

  16. Klaus sagt:

    Heißt das, ein Vario 814 (4 l Motor mit 139 PS) von 1993 ist auch bereits mit den Steuergeräten versehen?
    Ist das Fahrerhaus eines Vario-Fgst. eigentlich das gleiche, wie das des Unimogs U1300 & Co?

  17. Christian sagt:

    Hi Tom,

    wie die meisten hier muss ich dir erst einmal meine Bewunderung und ein riesen Lob, für das was du hier schon alles geschrieben und bei deinen Fahrzeugen alles geleistet hast, aussprechen!

    Da ich gerade unser nächstes Fahrzeug plane, hätte ich eine kleine Frage an dich.

    Ich überlege einen 814 Vario Bj. 2005 Kleinbus mit 22 Sitzen zu einem Womo umzubauen und bin mir aber mit der Torsionssteifigkeit des Aufbaus nicht so sicher… Die neueren Busse haben diese Panoramascheiben, welche fest eingeklebt sind und somit tragende Struktur darstellen. Jetzt habe ich das Gefühl, dass diese beim Piste fahren evtl. zu viel Spannung bekommen,- und dann platzen könnten….

    Wie siehst du das?

    Beste Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Christian

    • Tom sagt:

      Ja, du stellst schon die richtigen Fragen. Natürlich gibt es auf der Piste oder im Gelände Torsion des Kastenaufbaus. Es gibt den Mercedes T2 Fensterbus ja nicht umsonst nur ohne Allrad zu kaufen. Und gefühlsmäßig traue ich da den äußerst robusten Lexanscheiben und einer Gummidichtung mehr zu als geklebten Fensterscheiben. Da kann der Aufbau einfach besser arbeiten.

      Andererseits sollte man auch mit geklebten Scheiben im Vario mal eine Bordsteinkante hochfahren können, ohne dass die Scheiben reißen. Aber letztlich kann man das nur probieren. Der Fenster-Vario wird schon nicht gleich auseinanderfallen.

      Im übrigen freue ich mich wie schon oft geschrieben natürlich über Lob. Aber das ist keine Voraussetzung, dass man eine Frage stellen darf. Und führt auch nicht zu einer besseren Antwort. 😉

  18. Klaus sagt:

    Bei einem deutschen MB-Autohaus stehen 10 Mercedes Vario 818 Kastenwagen mit Hochdach und Klima, in blau und 0 km …. EU3
    Weiß jemand, wie man die in der BRD zugelassen bekommen kann?

    Was hat der MB711/818 Vario als Kastenwagen eigentlich für eine Innenbreite, wenn Isolierung und Verkleidung angebracht sind, von Innenwand bis Innenwand?

    • Tom sagt:

      Wenn die neuen (oder besser ungebrauchten) Vario 818 mit Euro 3 noch nie zugelassen waren, sehe ich keine Chance auf Zulassung in Deutschland. Das ist reine Exportware.

      Und zur Innenbreite des Vario: Da muss ich mal nachmessen gehen. Morgen. Ich glaube, 199 cm zwischen den Fenstern und 195 cm zwischen den Profilen.

      Edit: Fehler. Sind nur 189cm.

      • Tom sagt:

        Stehe gerade im Bus. Auf Höhe Unterkante Fenster sind es im Mercedes 711 Fensterbus quer zwischen den Fenstern 199 cm. Zwischen den Profilen 189 cm. Ohne Dämmung und Verkleidung. Bei mir gehen da also auf jeder Seite noch mal 1 cm ab.

  19. Klaus sagt:

    Danke für die Info zu den ungebrauchten Vario 818 mit Euro3.
    Das hatte der Verkäufer auch schon erwähnt. Waren auch für den Export nach Afrika gedacht, doch nicht abgenommen worden. Doch manchmal kennt aber jemand Möglichkeiten, die anderen nicht bekannt sind oder hat entsprechende Ideen. Ungeachtet dessen, haben die besagten Kastenwagen einen Radstand von 4.325 mm. Wie siehst Du den? Zu lang? Oder noch i. O.?
    Auf YT findet sich ein Beitrag über solch ein Reisemobil, das auf hohem Niveau von der Firma Spasa Karavan in Istanbul aufgebaut worden ist.

    Deine Infos zum TN2-L1/Vario haben meine Gedanken auch im Kontext des YT-Videos über die denkwürdige Vorstellung der 4×4 Spezialisten bei der Schlammschlacht in Bad Kissingen 2019 zu einem Basisfzg. nochmal völlig auf den Kopf gestellt. Wie gesagt will ich reisen und weder im Sandkasten buddeln noch schrauben müssen. Auch möchte ich weder an einer sog. ‘Off-Road Challenge’ teilnehmen noch sie gewinnen wollen. Ferner sind mir Reifen der Dimension 365/80R20 eigentlich mehr als nur eine Nummer zu groß.

    Da mich aber auch neben Schwerpunkt Europa, Ziele wie Usbekistan oder Iran reizen, sollte das Fzg. auch durchgängig mit dem Dieselangebot problemlos klarkommen. Ferner sollte es so breit sein, daß ich mit 1,75 m auch bequem quer im Fzg. schlafen kann und auch bei einem Hubbett der Platz über mir noch komfortabel ausreichen sollte, um auf dem Rücken liegend, mit den Füßen (Schuhgröße 42) nicht an der Decke anzustoßen.

    Frage zu Deinem Hubbett im 711.
    – Wenn Du die Matratze bis an die Frontscheibe drückst, kippt die dann vorne nicht ab?
    – Wie hoch baut das Hubbett? Reicht UK Hubbett hochgefahren bis OK Frontscheibe oder noch weiter darunter?
    – kann man das Hubbett von unten verkleiden, so daß man bei der Fahrt nicht auf Lattenrost und Mechanik schaut?

  20. Klaus sagt:

    und m. W. auch die Einzigen, die den ext. Stromanschluß nicht ätzend mit Klappe hinten an der Seitenwand verbauen, sondern im Motorraum (Haube auf, Stecker in Steckdose, Haube zu) und ebenso den Wasseranschluß nicht an der Seitenwand daneben, sondern im hinten im Kofferraum an der Seitenwange unter der Kofferraumklappe.

    Die patentierte Rücksitzbank für 3 Personen besteht aus 2 Elementen, die selbst von einer Frau mit Leichtigkeit innert 1 Minute ausgebaut sind. Dergleichen gilt für die beiden dahinter liegenden Elemente, die zusammen mit der umgelegten Rücksitzbanklehne das Bett ergeben. Rückbanklehne oben an beiden Arretierungen lösen, loslassen und fertig ist das Bett. Das hochfunktionelle Küchenmodul hat eine vertikal über Gasdruckfeder hoch klappende ‘Tür’, die dann individuell höhenverstellbar als Tisch ohne störendes Bein fungiert. Für den gesamten Innenausbau wird Birkenholz-Multiplex verwendet. Unverwüstlich, werthaltig. Selbst nach 10 Jahren und 300.000 km sieht man nur die Patina.
    So wird aus einem Camper ein multifunktionales Fzg. – Camper, Bus, Transporter, mobiles Büro. Mit werksseitigem Allrad und mech. HA-Sperre in Verbindung mit einem Seikel-Umbau und entsprechenden, hochflankigen Reifen auch in gröberem Gelände gut unterwegs.
    Klein aber fein und genial durchdacht.
    Leider ohne Toilette.
    Mit Toilette meine ich aber nicht so etwas wie ein Porta Potti u. ä..

  21. Leo sagt:

    Hallo,
    ich möchte mir auch einen T2 zulegen. Das Verhältnis zwischen Größe, Robustheit und Verbrauch finde ich überzeugend. In ein paar Jahren, wenn es der Job und das Ersparte zulässt, möchte ich damit auch auf Weltreise gehen.
    Ich schwanke jetzt noch bei der Länge und Motorisierung. Sprich: 609, 711, 814, kurzer oder mittlerer Radstand.
    Für die Weltreise brauche ich nur 2 Sitze, hierzulande habe ich aber ständig Freunde dabei, da wären 4 oder 5 schon besser. Außerdem würde ich gerne ein Motorrad (drinnen, oder Heckbühne?) und ein Kanu oben drauf transportieren können.

    So das waren jetzt doch eine Menge direkt und indirekte Fragen.
    In Kurz: Was würdest du empfehlen? Hattest du schon mal Probleme mit dem Überhang hinten?

    Liebe Grüße
    Leo

    • Tom sagt:

      Der Überhang hinten verliert mit einer ordentlichen Höherlegung seinen Schrecken. Allerdings verbiegt es mir ständig das Halteblech für den Elektroanschluss an der Anhängerkupplung. Insofern ist der Radstand schon relevant.

      Wenn ich zu zweit um die Welt fahren würde, würde ich mir einen kurzen MB 814 mit der folgenden Ausstattung bestellen:
      – Schiebetüren vorne beidseitig
      – Hohe Ausführung mit Serienhochdach
      – Klimaanlage
      – Gelände-ABS
      – Bereifung 9,5 R17.5 AT
      – Getriebe G3/60-11,5/6
      – Übersetzung 3,2
      – Höherlegung 7,5 cm
      – Bremsanlage mit Druckluftunterstützung
      – Verstärkter Heckquerträger
      – Anhängerkupplung mit Druckluftanschluss
      – Becker Radio Mexico

      Ähm, was? Kann man so gar nicht mehr bestellen? So ein Mist. Musst du wohl doch das nehmen, was am Markt verfügbar ist. Vielleicht eine kurze Bullenwanne?

      Und lass das Motorrad zu Hause. Bringt auf einer echten Weltreise nur Stress.

    • .... sagt:

      Die eierlegende Wollmilchsau zum Nulltarif suche ich auch schon ewig.
      Vielleicht ziehst Du auch evt. den mit 4,25 m Radstand in Erwägung, da passt dann neben Kanu auch ein Quad rein.
      Bezüglich des Überhangs gibt es auf dem VS-Markt genügend Bausätze, mit denen die die Ami-Schlitten ausrüsten, um die HA hochzufahren (wie auch im Film ‘Cars’).

      Ich würde das Teil dann auch mit AHK bestellen, dann kann man noch ein gelänegängiges Dixie-Klo von Toi-Toi dranhängen

      • Tom sagt:

        Weniger ist mehr. Vor allem bei Spielzeug, für das man ein Carnet de Passage braucht. Glaubt mir, ein Motorrad, Quad oder sonstiges motorisiertes Beiboot macht an jeder Grenze Stress. Und fahren tut ihr dann doch nicht. 2-3 mal. Dann ist einem dem Aus- und Einladen zu viel.

        Und das sagt einer, der schon gern ein oder mehrere Motorräder mitnimmt. Dann aber den Bus stehen lässt und mehrtägige Motorradtouren mit Zelt und allem Kram macht. Aber auf Dauerreise überwiegen ganz deutlich die Nachteile.

        Das Kanu ist ok. Das sollte zumindest an den Grenzen keinen Stress machen. Nimmt aber auch Platz weg und braucht auf dem Dach deutlich mehr Sprit. Auch da tut es meist ein kleineres Boot zum Aufpumpen.

  22. Leo sagt:

    Danke für die schnelle Antwort! Tja, den Traumwagen wirds wohl nicht geben und wenn er doch auftaucht, wird er bestimmt unerschwinglich sein :D.
    Aber ich hab da schon eine Tendenz rausgehört und habe ja noch Zeit bei der Suche.
    Und nochmal Danke für’s bloggen! Immer wieder inspirierend.

  23. Peter sagt:

    Hallo Tom
    meine Gratulation aus der Schweiz für diese top-informative Berichterstattung.
    Ich geniesse meinen 711 D (zugelassen für 4 Personen, Innentransport für ein Motorrad, Ausbau durch Profiaufbauer) mit jedem der bisher original 40.000 Kilometer. Könntest du mir sagen, auf welchem Portal ich so ein Fahrzeug ausschreiben kann um entsprechende Liebhaber dafür zu finden? Beste Grüsse

    • Tom sagt:

      Tja, die üblichen verdächtigen Plattformen für einen Verkauf deines Mercedes 711 wirst du ja kennen. Stell ihn einfach dort ein. Ein gutes Verkaufsangebot spricht sich dann schon herum.

  24. Siegi sagt:

    Hallo Tom,
    wo gibts die Fensterscheibe für 200€?
    Grüße
    Siegi

  25. Siegi sagt:

    Ah ja sehr schön. Danke
    Grüße
    Siegi

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