ᐅ Isolierfenster im Camper selber bauen

Isolierfenster haben weder Kastenwagen noch Fensterbusse. Mit Vorsatzscheiben kann man die Camperfenster selbst isolieren und verdunkeln.

Vorteile verglaster Kastenwagen

Trotz der fehlenden Isolierung sind die großen Fensterflächen verglaster Kastenwagen für einen Campervan unschlagbar. Jetzt im Nachhinein, in Kenntnis der Platz- und Sichtverhältnisse im MB 711, bot unser Allrad-LKW mit Doka und Wohnkabine eigentlich relativ schlechte Sicht für die Mitfahrer. Vor allem auf den mittleren Plätzen der Viererbank in der zweiten Reihe. Bergspitzen gucken ist da nicht.

Isolierfenster im Kastenwagen selbst bauen-Nachteile Trennung Aufbau-Fahrkabine

Noch schlimmer ist nur, wenn die Kinder im Koffer sitzen müssen und gar nichts mehr sehen. Nein, der MB 711 ist mit den großen Fenstern das bessere Familienwohnmobil als dieser in Europa sowieso sinnlose Allrad-LKW. Da haben alle Mitfahrer perfekte Sicht.

Mache die meisten Reisen doch, um meinen Kindern die Welt zu zeigen. Also sollten die Kinder beim Fahren auch was von der Welt oberhalb der Dachrinne sehen können. Sowas kriegt man weder in einem normalen LKW noch mit Campingfenstern im Kastenwagen hin. Die Seitzfenster sind zwar isoliert, aber letztlich nur kleine Sehschlitze. Nein, der größte Vorteil beim Ausbau von Fensterbussen zu Wohnmobilen sind die familienfreundlich großen Fenster.

Zudem sind die original in meinem Kastenwagen verbauten Fensterscheiben extrem robust. 8 mm Lexan spielen in einer anderen Liga als die (allerdings besser isolierten) Campingplastikfenster. Die unnachgiebigen Äste auf dieser Piste durch griechische Hartlaubwälder hätten aus den im MB 1124 verbauten Seitz-Fenstern Microplastik gemacht.

Isolierfenster im Kastenwagen selbst bauen-Robustheit der original verglasten Kastenwagen

Nachteile fester Originalfenster im Camper

Allerdings hat kein Kastenwagen original Isolierfenster verbaut. Selbst die Lexanscheiben im Gruppenkraftwagen von Polizei/BGS beschlagen ohne weitere Isolierung im Winter. Dabei isoliert der 8 mm dicke Kunststoff schon ziemlich gut.

Mein erster Düdo hatte hinten wie jeder verglaste Kastenwagen gar keine Isolierfenster, sondern nur Einscheibenglas. Da läuft das Wasser schon im Herbst in Strömen von der Scheibe. Und im Winter bildet sich schnell ein Eispanzer.

Problematisch bei festverglasten Kastenwagen ist auch, dass man die Fenster nicht öffnen kann. Isolierfenster helfen hier bei der Abschottung des Innenraums gegen Sommerhitze.

Zudem ist es nicht gerade angenehm, im Wohnmobil wie auf einem Präsentierteller zu sitzen. Die Scheiben in einem Fensterbus brauchen unbedingt wirksamen Sichtschutz. Den Sichtschutz übernimmt bei uns die Verdunklung. Die hilft aber nicht nur gegen ungewollte Einblicke von außen. Sondern auch gegen zu viel Sonneneinstrahlung.

Die vorgesetzten Solarplexius-Scheiben sind als nahezu blickdichter sommerlicher Wärmeschutz sehr wirksam und lösen bei uns seit 2 Jahren zumindest zwei wesentliche Probleme von vollverglasten Kastenwagen.

Isolierfenster im Kastenwagen selbst bauen- Verdunklung mit Solarplexius Scheiben

Selbstbau der Isolierfenster im Camper

Idee für selbstgebaute Isolierfenster

So weit, so gut. Aber im Winter gibt es aufgrund der fehlenden Isolierfenster im Wohnmobil noch deutliches Verbesserungspotenzial.

Klar, man könnte auch ausstellbare Echtglas-Isolierfenster im Camper verbauen. Aber nicht im Kastenwagen. Da verdoppelt man ja glatt den Wert des Wohnmobils. Und halbiert wegen der schweren Isolierglasfenster die Nutzlast.

Bei meinem ersten Versuch mit den Solarplexius-Scheiben habe ich an die Wirkung der Scheibenabdeckung als Isolierfenster noch gar nicht gedacht. Mir ging es nur um die Verdunklung und den Sonnenschutz. Trotzdem hat mich im Winter die Isolierwirkung der Lexanscheiben mit den vorgesetzten Solarplexius-Scheiben begeistert.

Hinten gab es durch den kleinen Luftspalt zwischen der äußeren Lexanscheibe und der inneren Solarplexius-Scheibe kaum Kondenswasser und Eis an den Scheiben. Die vorderen Scheiben im Fahrerhaus des Campers sind natürlich überhaupt keine Isolierfenster und waren von innen vereist. Und zwar sowohl die seitlichen Lexanscheiben als auch die Frontscheibe aus Sicherheitsglas.

Diese Beobachtung hat mich auf die Idee gebracht, Isolierfenster aus größeren Solarplexius-Vorsatzscheiben selbst zu bauen. Und zwar mit einem größeren Abstand zwischen äußerer und innerer Scheibe.

Isolierfenster im Kastenwagen selbst bauen-Unterschied Glas und Lexan

Verdunkelte Isolierfenster selbst bauen: Theorie

Durch mein neues Experiment mit den Solarplexius-Scheiben will ich zusätzlich zum gewohnten Sicht- und Sonnenschutz eine verbesserte Isolierung der Wohnmobilfenster erreichen. Bestelle diesmal wesentlich größere Scheiben, die auf dem Fenstergummi sitzen und die ganze Fensterlaibung ausfüllen.

Die neuen Solarplexius-Isolierfenster schützen allerdings auch vor zu viel Sonnenuntergangssentimentalität. Denn die neuen Sonnenschutzscheiben sind nicht mehr rötlich, sondern anthrazit und damit farbecht. Gab dazu aber schon Beschwerden in meiner Familie. Alle wollen die knalligen Sonnenuntergänge behalten. Hmm. Na, jetzt nicht mehr. Die neuen Scheiben stehen schon da. Kann ja aber eine der älteren Solarplexius-Scheiben als Rotfilter drin lassen.

Am besten wäre natürlich, wenn ich noch die Luft zwischen den Scheiben absaugen könnte. Aber da gebe ich mich keinen Illusionen hin. Das ist mit Hausmitteln nicht oder zumindest nicht dauerhaft zu realisieren. Müsste vielleicht ein kleines Loch bohren, Luft rauspumpen und dann wieder verschließen. Oder die Luft durch ein Gas ersetzen.

Wie macht das eigentlich Seitz mit den Isolierglasfenstern für Wohnmobile? Das sind doch auch nur zwei verklebte Kunststoffscheiben mit Luftzwischenraum. Ach egal, ich probiere es erstmal so.

Praktischer Selbstbau der Isolierfenster

Theoretisch ist alles ganz einfach. Praktisch gibt es schon eine Menge Probleme beim Selbstbau der Isolierfenster. Die erste Frage ist, ob das zufällig hier herumliegende, doppelseitige Klebeband auf dem Fenstergummi hält. Sowas kann einem keiner beantworten. Das kann man nur ausprobieren. Also draufkleben. Natürlich steht es innen ein bisschen über. Schneide das grob ab.

Okay. Jetzt gilt es. Die erste Schutzfolie schön langsam abziehen. Sonst lädt sich die Scheibe elektrostatisch auf. Die Vorsatzscheibe ansetzen und anpressen. Natürlich ein bisschen schief. Mist. Die Vorsatzscheiben müssen ja genau in die Fensterlaibungen. Also noch mal ab. Merke dabei, dass das Doppelklebeband an den Kunststoffscheiben wie verrückt klebt. Am Gummi zwar auch, aber im Zweifel bevorzugt das doppelseitige Klebeband die Solarplexiusscheibe. Noch mal mit Kraft runter. Noch mal neu. Hab jetzt keine Angst mehr, dass mir die Scheibe runterfallen könnte.

Isolierfenster im Campervan Fensterbus selbst bauen mit Solarplexius Tönungsscheiben mit ABE

Dann noch einmal richtig. Jetzt die zweite Schutzfolie von der Tönungsscheibe abziehen. Das erste selbst gebaute Isolierfenster im Camper ist fertig. Erst mal zurücktreten und anschauen. Der neue Farbton der Vorsatzscheiben ist tatsächlich wesentlich neutraler in der Farbgebung. Der Himmel auf beiden Seiten der Scheibe ist jedenfalls gleich blau. Links ist schon Sonnenuntergang. Rechts sieht der Himmel aus wie echt. Im linken Fenster sieht man auch gut den kleinen Lichtspalt am Fensterradius. War aber nicht störend.

Isolierfenster im Campervan Fensterbus selbst bauen mit Solarplexius Tönungsscheiben mit ABE

Hat sich gelohnt, die neuen, größeren Solarplexius-Scheiben einzubauen. Da die Scheiben jetzt auf dem Fenstergummi sitzen, gibt es auch ringsrum keinen kleinen Lichtspalt mehr. Die Verdunklung ist jetzt wirklich edel. Sieht aus wie professionell geklebt. Perfekt.

Wollte ja eigentlich noch einen kleinen Pfeiler in die Mitte zwischen die äußeren Lexanscheiben und die innere Solarplexius Scheibe kleben. Damit da nichts flattert. Aber das würde doof aussehen. Bin mal gespannt, ob die Vorsatzscheibe auch ohne Stabilisierung hält. Runter gerissen und neu aufgeklebt ist die innere Verdunklungsscheibe meiner neuen Isolierfenster ja schnell.

Allerdings sind die Schnittkanten des Doppelklebebands durch die Vorsatzscheibe von Solarplexius im Fensterzwischenraum noch zu erkennen. Hätte hier sauberer arbeiten müssen. Na, egal. Beim nächsten Isolierfenster wird’s besser.

Im Foto sieht man übrigens nicht nur das unsauber verarbeitete Klebeband, sondern auch den Prüfstempel der Solarplexius-Scheiben. Über solche Prüfzeichen freuen sich TÜV oder Dekra immer. Durch die ABE braucht man keine separate Abnahme der Tönungsscheiben.

[Nachtrag: Das im Bild ist natürlich nicht der Prüfstempel für die Tönungsscheiben, sondern der für die äußeren Lexanscheiben. Aber die getönten Scheiben von Solarplexius haben auch einen Prüfstempel. Nur auf der anderen Seite.]

Isolierfenster im Campervan Fensterbus selbst bauen mit Solarplexius Tönungsscheiben mit ABE

Von außen verdunkeln und spiegeln beide getönten Scheiben. Ist kaum ein Unterschied zwischen den alten, rötlichen Scheiben (rechts) und den neuen, anthrazitfarbenen Tönungsscheiben von Solarplexius (links) zu erkennen. Erst wenn man mit den Augen auf ca 10 cm ran ist, kann man die Umrisse der Fenster auf der anderen Seite erkennen. Im Fahrzeug aber ist alles schwarz. Super. Aber das sind wir ja schon gewohnt.

Isolierfenster im Campervan Fensterbus selbst bauen mit Solarplexius Tönungsscheiben mit ABE

Isolierfenster geklebter Scheiben im Sprinter

Besonders nervig ist das Kondenswasserproblem an den unisolierten Fensterscheiben in Kastenwagen mit Glasfenstern. Die isolieren nämlich im Gegensatz zu den Lexanscheiben nullkommanix. Da kann man die Karosserie dämmen, wie man will. An den Fenstern wird schon im Herbst das Wasser runterlaufen.

Der Selbstbau von Isolierfenstern bei neumodisch geklebten Scheiben ist aber nicht so einfach. Denn die einfach verglasten Kastenwagen haben heutzutage keine Gummidichtung mehr. Trotzdem wäre ein Luftzwischenraum zwischen Einscheibenglas und Solarplexius-Scheibe sinnvoll.

Einen Versuch wert wäre Fensterdichtband zwischen den Fensterscheiben und der Vorsatzscheibe. Dieses selbstklebende Dichtband wurde im Hausbau speziell für die Überbrückung von Abständen zwischen Mauerwerk und Fenster entwickelt. Wäre zumindest einen Versuch wert.

Alternativ könnte man für den Selbstbau von Isolierscheiben im Sprinter (oder meinetwegen auch im Fiat Ducato) auf die geklebten Scheiben eine Gummidichtung aufkleben oder einfach nur extra starkes, doppelseitiges Klebeband verwenden. Ich hatte mal ein Dichtband, das bestimmt einen halben Zentimeter dick war. Und auch beidseitig geklebt hat. Das wäre einen Versuch wert.

Test und Material der selbstgebauten Isolierfenster

Bin jetzt mal gespannt, ob die 15 mm Luft zwischen meinen beiden Kunststoffscheiben jetzt Isolierfenster aus meinen Standardfenstern machen. Würde am liebsten direkt losfahren und die neuen Isolierfenster testen. Geht aber nicht. Weder haben die Kinder frei. Noch ist richtiger Winter. Muss also ein bisschen mit dem Test der Isolierfenster warten. Die Verdunklung jedenfalls ist schon einmal perfekt.

  • Maße meiner vorgesetzten Isolierscheiben für den Fensterbus mit Übermaß und Radius 40 mm:
    • Schiebetür: 1120 x 770 mm
    • Hecktür: 700 x 770 mm
    • Seitenfenster: 1200 x 770 mm
  • Verbaut die Isolierfenster am besten im Winter bei kalter, staubarmer und trockener Luft.
  • Mein Test läuft erst einmal mit doppelseitigem NoName-Klebeband auf der original Gummidichtung. Wenn das nicht halten sollte, muss ich nochmal mit besserem Material experimentieren.
  • Die großen Solarplexius-Scheiben für den Fensterbus gibt es nur als Sonderbestellung über den Kundendienst: Klick
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12 Antworten

  1. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,
    danke für den Artikel, klasse Idee! Für die Klebelösung könnte ich mir im Sinne der “revisionierbarkeit” auch vorstellen, dass das 3m NANO-Klebeband gut funktioniert. Hat 3mm Dicke, transparent, elastisch, wasserfest und man kann´s, zum Bsp. wenn sich zwischen den Scheiben Schmutz ansammelt, zerstörungsfrei wieder öffnen (ungeprüft, nur eine Vermutung…). Hab damit jetzt einiges geklebt und bin verblüfft, auf was das alles hält – saugt sich richtig fest. Werde Deine Idee mit den Scheiben aufgreifen…
    Besten Gruß
    haubidü

    • Tom sagt:

      Ja, ich bin auch ganz stolz auf meine neuen Isolierfenster. Zumal ein Satz Solarplexius-Scheiben weniger kostet als ein einzelnes Campingfenster von Seitz, das dazu noch wesentlich kleiner ist. Auf die Idee mit den Isoscheiben hätte ich ja gleich mal kommen können. Jetzt sind die Fenster nach dem dritten Versuch so, wie sie sein sollten.

      Danke auch für den Tipp. Habe auch nachgedacht, die Vorsatzscheiben nur mit einem Rahmen auf die Gummidichtung zu pressen. Aber ich teste jetzt mal das doppelte Klebeband. Worst case ist doch, dass ich die Isolierfenster in einem vierten Test nochmal neu verkleben muss. Ist mir egal. Ich habe Zeit.

  2. Thomas sagt:

    Hi Tom! Wahnsinn.
    Genau dieselbe Idee mit den vorgesetzten Solarplexius hatte ich auch. Ich habe sie im Dezember bestellt und sie sollten demnächst kommen (lt. Kundenservice haben die gerade EXTREM zu tun).
    jedenfalls hatte ich vor, einen Rahmen zu basteln, den ich unter die Fenstergummis schieben kann und damit die Scheibe zu fixieren… aber bei sieben Fenster ist das EXTREM aufwändig. da finde ich die haubidü-Lösung (DANKE! an dieser Stelle) mit dem Nano-Klebeband mal eine Test-Option.
    lt. meiner Frau (die hat mal was mit Energie-Effizienz studiert und an hydrophoben Innendämmungen geforscht) sollte es auch ohne Luftaustausch, bzw. Gas dazwischen ausreichend isolieren…
    Gruß,
    Thomas.

    • Tom sagt:

      Da hatte ich ja Glück. Meine Bestellung der Zutaten für meine neuen Isolierfenster ist aus November. Aber den Aufwand mit dem Rahmen musst Du nicht betreiben. Schon das einfache, doppelseitige Klebeband hält scheinbar.

      • Thomas sagt:

        Ok. danke. Wenn meine Bestellung da ist (1200mm x 765mm habe ich gemessen) schau ich mir das mal genauer an. Aber wenn das mit Klebeband gut hält, solls mir recht sein – weniger Aufwand.

        • Tom sagt:

          Ich denke aber, dass für die Isolierfenster dieses plüschige Nano-Doppelklebeband besser wäre. Ich habe nur keins zum Ausprobieren. Und eine Ladung Trockenmittel dazwischen ist sicherlich auch keine schlechte Idee.

  3. Rudolf sagt:

    Es hält sich noch immer das hartnäckige Gerücht, dass zwischen den beiden (Isolier-) Glasscheiben ein spezielles Gas verwendet wird. Nein, es ist Luft, bzw ein Vakuum. Ein Vakuum sollte herzustellen sein, wenn beide oder zumindest eine Scheibe vor dem vollständigen verkleben in Richtung der anderen Scheibe gedrückt wird/beide Scheiben zusammen gedrückt werden.
    Bei üblichen Isolierglas wird ein Abstandsprofil mit Trockenmittel verwendet.
    Als Eigner eines Clou-Liners mit Echtglas Isolierfenstern bin ich gebeutelt. Denn wenn das Trockenmittel nichts mehr aufnimmt beschlagen die Scheiben von innen, was für einen unbedarften Eigner und 14 Einzelscheiben schon mal einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten kann…

    • Tom sagt:

      Das mit dem Reindrücken der inneren Scheibe des Isolierfensters ist eine gute Idee. Da könnte man wirklich so etwas wie einen kleinen Unterdruck erzeugen. Aber an ein richtiges Vakuum glaube ich bei dieser Konstruktion natürlich nicht. Wahrscheinlich müsste ich dann auch noch mal besseres Klebeband nehmen. Und die Idee mit dem Trocknungsmittel verfolgen. Das muss es doch irgendwo geben.

  4. Wolfgang sagt:

    Isolierglasscheiben sind i.d.R mit Luft unter Normaldruck befüllt. Bereits die Druckminderung bei kaltem Wetter lässt die Scheiben so wölben, dass ein sichtbarer Effekt entsteht.
    https://www.baunetzwissen.de/glas/fachwissen/funktionsglaeser/isolierglas-159107
    Wenn die Scheiben innen beschlagen, ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass die gasdichte Versiegelung undicht ist. Da hilft das Trockenmittel im Rahmen nicht, das reicht nur, um die Restfeuchte bei der Montage aus der Luft zu ziehen und zu binden.

    Das Trockenmittel ist Silica (wie in den kleinen Tüten bei den Elektronikgeräten, wo ‘Do not eat’ ‘Throw away’ drauf steht) und gibt es im Internethandel.

    Viel Erfolg bei Deinem Isolierglasprojekt. In meinem Düdo rinnt im Winter auch das Wasser die Fenster runter. Hat den Vorteil, dass ich weiß wo’s ist und Glas nicht rostet 🙂

  5. Alexander sagt:

    Hi Tom,
    Das ist echt eine interessante Sache mit den Isolierscheiben. Konntest du sie in den paar kalten Tagen in diesem Jahr noch vernünftig testen? Mich interessiert, ob die Scheiben viel von innen beschlagen sind (also im Zwischenraum) oder gar Wasser sich da trotzdem gesammelt hat.

    Bei solarplexius habe ich gelesen, dass das Acrylglas, welches die verwenden nur eine Dicke von 1 mm hat. Ist das nicht zu dünn und damit extrem biegsam?!

    Gruß,
    Alexander

    • Tom sagt:

      Nein, so richtig im bewohnten Wohnmobil konnte ich die selbstgebauten Isolierglasscheiben noch nicht testen. Aber die Lexanscheiben beschlagen auch ohne Luftzwischenraum mit den vorgesetzten Solarplexus-Scheiben nicht. Ist alles nur eine Frage der sauberen Abdichtung an den Kanten.

      Ansonsten merkt man schon, dass die Solarplexius Scheiben biegsam sind. Die Steifigkeit reicht aber aus.

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