ᐅ Rumänien: Die besten Reiseführer, Landkarten und Offroad-Tipps

Was sind 2021 die besten Karten und Reiseführer Rumänien für Städte, Dörfer und Wälder, fürs Sightseeing, Wandern und Offroad-Fahren?

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Der beste Reiseführer für Rumänien?

Die Reiseplanung für ein Land wie Rumänien, das ich eigentlich ganz gut zu kennen glaube, finde ich extrem schwierig. Einerseits will ich meinen Kindern die schönsten Dinge zeigen und nichts vergessen. Andererseits aber auch mit Hilfe eines Reiseführers Rumänien immer wieder neu entdecken.

Insofern ist mir eigentlich egal, was der beste Reiseführer für Rumänien ist. Ich lese gern, ich plane gern und ich reise gern. Vor dem damit verbundenen Aufwand sind ein oder zwei Reiseführer mehr dann zu vernachlässigen. So gibt es nach dem Lockdown-Bücherwahn einige Rumänien-Reiseführer mehr im Bücherregal.

Aber wenn ich schon mal beim Lesen, Bewerten und Planen unserer Reiseroute durch Rumänien bin, kann ich mir nebenbei ja wirklich ein paar Gedanken über den besten Reiseführer für Rumänien machen und kurze Einschätzungen der verschiedenen Reiseführer und Karten für Rumänien diktieren.

Schaue vor allem auf die Besonderheiten der Rumänien-Reiseführer. Denn natürlich erfindet nicht jeder Autor einen neuen Rumänien-Reiseführer. Gibt daher viele Schnittmengen zwischen den verschiedenen Reisebüchern, auch wenn selbst die allgemeinen Abhandlungen über Land und Leute aufgrund verschiedener Blickwinkel immer wieder anders, immer wieder interessant zu lesen sind.

Gerade in den unvermeidlichen Abschnitten über Dracula erfährt man viel über die Reisebuchschreiber und die generelle Herangehensweise beim Schreiben eines Reiseführers für Rumänien.

Ja, und dann liebe ich natürlich auch Landkarten. So richtig gedruckte, schön große Landkarten. Mit denen sollen meine Kinder durch Rumänen navigieren. Nicht mit dem Handy. Obwohl mir eine Landkarte am liebsten wäre, in die ich bei unverändertem Format wie gewohnt rein- und rauszoomen und trotzdem meine Kritzeleien anbringen könnte.

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Meine besten historischen Rumänien-Reiseführer

Meyers Reisebücher mit Corona-Tipps

Von allen meinen Rumänien-Reiseführern gibt es einen, der die besten Tipps für den Umgang mit der aktuellen Corona-Situation in Rumänien bereithält: Meyers Reisebuch für die Türkei, Serbien, Rumänien und Bulgarien von 1908.

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In diesem Reiseführer heißt es: “Sollte man während der Reise in sichere Erfahrung bringen, daß […] Quarantäne oder sonstige sanitäts-polizeiliche Absperrungsmaßnahmen, z. B. die sogen. ‘visite medicale’ verhängt ist, so wird man ernstlich überlegen müssen, ob man nicht lieber auf den Besuch des Landes verzichtet. Selbst wenn die Quarantäne nicht so lange dauert, wie ihr Name besagt (d.h. nicht 40, sondern in der Regel nur 5-10 Tage), so ist sie doch mit so viel Unannehmlichkeiten verbunden, dass diese selten im richtigen Verhältnis zu dem Vergnügen der Reise stehen” (S. 4).

Auch sonst gefallen mir die Tipps im Reiseführer von 1908: “Einen Reiseplan im Voraus zu entwerfen, ist unbedingt zu empfehlen, nur ist zu bemerken, daß auf ein strenges Einhalten der Fahrzeiten [..] nicht immer zu rechnen ist, […] infolge von Aufenthalten und Routenänderungen, die durch Quarantänemaßregeln entstehen” (S. 3).

Tja, was Besseres und Nützlicheres über die Corona-Situation kann auch der allerbeste Rumänien-Reiseführer nicht schreiben. Erst recht nicht in gedruckter Form.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

KOMM MIT ’88: Ministerieller Reiseführer

Wenn ich schon historische Reiseführer vorstelle, dann auf alle Fälle auch diesen: KOMM MIT `88 – Reisen, Wandern, Erholung in Rumänien. Das ist bestes Propagandamaterial des rumänischen Tourismus-Ministeriums mit blassen Schwarz-Weiß-Fotos, blauen Infokästen und handgezeichneten Karten von 1988.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Da erschien wohl jedes Jahr ein neuer Band des Standard-Rumänien-Reiseführers in deutscher Sprache mit einem Grußwort des Ministeriums für Tourismus. Zwar nur vom stellvertretenden Generaldirektor, aber dafür mit wohlfeilen Tipps hinsichtlich der neuesten Errungenschaften im Ceaucescuschen Hotelwesen.

KOMM MIT ist für mich dennoch einer der besten Reiseführer für Rumänien. Weil dieser Reiseführer halt kein normaler Reiseführer ist. Sondern eine Sammlung von Erlebnissen und Geschichten. So eine Art gedruckter Rumänien-Reiseblog mit 29 eigenständigen Abenteuern verschiedener Autoren.

Die sehr persönlichen Texte in diesem Reiseführer für das alte Rumänien stammen zwar aus einer vollkommen fremden Welt, sind einem heutigen Reiseblog aber nicht unähnlich. Da gibt es eine Befahrung des Wassertals mit Waldeisenbahn und Kajak (S. 138), Wandertage im Banater Karst (S. 84) oder eine Abhandlung zum Bucegismus in Comicform (S. 188).

Eine der besten Dinge in diesem Reiseführer sind aber die Hinweise zum Straßenverkehr 1988. In Rumänien galten damals nämlich fein gestaffelte Höchstgeschwindigkeiten. So durften außerorts Geländewagen mit Dieselantrieb 60 km/h, Geländewagen mit Benzinmotor 70 km/h, Dacias 80 km/h und PKW mit einem Hubraum über 1800 ccm 90 km/h fahren. Das allerdings galt den Russen zum Trotz explizit nicht für den Wolga (S. 218).

Dazu sind an dem für die Ceaucescu-Zeit recht unpolitischen Rumänien-Reiseführer die 31 Seiten Werbung für zeitgenössische rumänische Produkte interessant, die im Gegensatz zum sonstigen Reiseführer sogar vollflächig in Farbe gedruckt sind. Allerdings ist das Farbfeuerwerk aus grün, gelb, orange und blau eine Herausforderung für die Augen.

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Die besten aktuellen Reiseführer für Rumänien

Bruckmann: Highlights Rumänien (Die Übersicht)

Dieses Buch zeigt nicht nur die Höhepunkte Rumäniens, sondern auch die des Bloggens. Denn quasi als Quintessenz ihrer Reisen mit dem Land Rover durch Rumänien haben die beiden Autoren nicht nur ihren Blog gefüttert (sojombo.de), sondern die besten Orte und Geschichten in einem großformatigen Reiseverführer zusammengefasst.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Ursprünglich dachte ich zwar aufgrund von Format und Einband, das Buch wäre ein Bildband über die besten Highlights in Rumänien. Aber die Fotos stehen in diesem Buch gar nicht so im Mittelpunkt. Sondern reiseführermäßige Beschreibungen von 50 handverlesenen Zielen in Rumänien. Hübsch sortiert nach Regionen. Immer mit Karten und Hinweisen. Und letztlich optimiert für den Autotourismus, auch wenn der Land Rover der beiden Autoren (leider) nur einmal zu sehen ist.

Autogerecht sind auch die Übersichtskarten. Einerseits gleich ganz vorn eine Gesamtkarte der 50 ausgewählten Highlights in Rumänien. Und dann am Anfang jedes Kapitels noch einmal eine detailliertere Karte. So macht die Reiseplanung Spaß.

Allerdings sind die Fotos von Rumänien im Reiseführer nur schmückendes Beiwerk für die beschreibenden Texte. Von zwei Fotografen als Autoren, Einband und Bildbandformat hatte ich mir da mehr versprochen. Zwar lasse ich unbestritten, dass die beiden Autoren fotografieren können. Leider aber blitzt das Können nur zu selten durch.

Aber nach der Lektüre des Reiseführers habe ich 17 neue Punkte mit meinen persönlichen Highlights in die Rumänien-Karte gemalt. Denn das ist die wahre Stärke dieses übersichtlichen Reiseführers: Schnell und zuverlässig die wirklich wichtigsten Sehenswürdigkeiten Rumäniens vorzustellen. Und das in voller Bandbreite von Kultur und Natur, Stadt und Land, Vergangenheit und Gegenwart.

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Baedeker Rumänien: Reiseführer mit Karte (Das Lexikon)

Der Baedeker mit seinem universellen Anspruch wählt natürlich keine Reiseziele aus, sondern bringt das ganze Programm. Eigentlich gibt es nichts, was es im Rumänien-Baedeker nicht gibt. Und das ist für Rumänien mit allein 150 Kirchenburgen (S. 220) eine ganze Menge.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Allerdings wohnt dieser Universalität im Baedeker-Reiseführer für Rumänien immer auch eine Gefahr inne. Denn gerade die landschaftlichen Schönheiten werden nur kurz erwähnt. So sind dreieinhalb Seiten für 7 Nationalparks nicht gerade viel (S. 424). Auch die sieben Zeilen zur Wassertalbahn sind schnell überlesen (S. 74).

Aber es steht alles drin im Baedeker. Und auf jeder zweiten Seite was Neues und Interessantes aus Rumänien. Wusste z.B. noch gar nicht, dass die Siebenbürger Sachsen gar keine Sachsen waren, sondern dass in Ungarn alle Deutschen nach dem Sachsenkaiser Otto I. als Saxones benannt wurden (S. 220). Auch wenn die meisten Siedler Schwaben waren.

Und so ist beim Baedeker vor allem das Wissensmanagement eine Herausforderung. Ich trage interessante Dinge immer als Punkte mit Seitenzahlen in die Karte ein. Dahin wäre, wenn mir der Baedeker mal irgendwann die Arbeit abnimmt. Und zwar in der Breite und nicht nur für die Hauptattraktionen. Aber klar. Der Baedeker hält sich mit Wertungen und Meinungen vornehm zurück und überlässt es dem Leser, zu entscheiden.

Reiseführer Baedeker Rumänien auf dem lustigen Friedhof Şapanta

Reiseführer Baedeker Rumänien auf dem lustigen Friedhof Şapanta

Doch eine echte Übersichtskarte mit allen Attraktionen wäre schon ein Mehrwert für die Reiseplanung. Baedeker macht das zwar im vorderen Einband. Allerdings nur mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und ein paar Punkten für sonstige Ziele.

Die dem Baedeker beiliegende Karte im Maßstab 1:800 000 ist zwar übersichtlich und genau genug. Aber ich finde das Format mit einer Teilung von Rumänien in Nord und Süd wenig hilfreich für die Planung. Zumal sowieso kaum jemand mit einer Karte in diesem Maßstab durch Rumänien navigiert.

Insgesamt wird der Baedeker-Reiseführer Rumänien wieder einmal den selbstgesteckten Bildungszielen gerecht. Es steht alles drin im Baedeker Rumänien. Man muss nur gründlich lesen. Mit einmal Durchblättern ist das nicht gemacht. Vor allem dann nicht, wenn man nicht nur auf Kirchenburgen, Klöster oder Altstädte steht.

Mustergültig finde ich beim Baedeker die modernen und informativen Themenseiten über Rumänien. So wie hier über das Dracula-Phänomen. Derart aufbereitete Informationen hat nur der Baedeker Reiseführer für Rumänien.

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Dumont Rumänien: Reiseführer mit Karte (Der Vielseitige)

Der Dumont Reiseführer Rumänen von Silviu Mihai ist nicht nur sehr persönlich, sondern äußerst aktuell. So in Bezug auf Corona und die Folgen (S. 38). Auch sonst sind die Ausführungen zur Geschichte, zum Land und dessen Gebräuchen sehr zu empfehlen. Hier schreibt ein Landsmann aus dem wahren Leben und trifft schonungslos offene Einschätzungen, die nur ein Rumäne treffen darf.

Was in anderen Reiseführern mit Begriffen wie legendär verklärt wird, spricht der Autor des Dumont-Reiseführers für Rumänen offen aus. Zum Beispiel, dass Dacia nämlich einst “legendär schlechte Autos” gebaut hat (S. 35).

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Neben den informativen und eigenständigen ersten 100 Seiten ist das Beste am Dumont-Reiseführer für Rumänien die Abwechslung mit einem Schwerpunkt nicht nur auf Kunst und Kultur, sondern auch auf Radtouren und Wanderungen. Dazu ist jedem Kapitel über einen Landesteil eine Übersichtskarte mit Sehenswertem, schönen Routen und persönlichen Tipps vorangestellt.

Gerade die Vorschläge für Wanderungen und Radtouren im DuMont-Reiseführer für Rumänen sind es, die diesen Band so besonders machen. Da kann man nämlich Karten auf dem Handy haben, wie man will. Und die ganze Wikipedia noch dazu. Aber solche Tipps kriegt man nur in einem gescheiten Reiseführer.

Erstaunlicherweise fehlt im Dumont-Reiseführer aber einer meiner Lieblingsplätze in Rumänien. Zumal Salzburg / Ocna Sibiului ein idealer Zwischenstopp ist, weil rings um die europaweit einmaligen Salzseen ein Campingplatz liegt und auch Hermannstadt / Sibiu nicht weit ist. Keine Ahnung, warum das im Dumont Reiseführer Rumänien fehlt. Die Dracula-Burg in Bran jedoch fehlt nie.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Die Übersichtskarte zum Dumont-Reiseführer Rumänien ist auch wirklich eine. Endlich einmal Rumänien in voller Schönheit auf einer Kartenseite. Und nicht irgendwie geteilt. Der Maßstab 1:925 000 reicht vollkommen aus, um auf der Karte hier und da Punkte zu machen und sich dann seine Rundreise durch Rumänien selbst zusammenzustellen. Zumindest für mich ist die Karte zum Dumont-Reiseführer Rumänien die beste Planungsgrundlage und schon ordentlich vollgekritzelt.

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Michael Müller Verlag: Rumänien mit Karte (Die Bibel)

Der Schwerpunkt des Michael-Müller-Verlags liegt ja auf individuellen Reisen. Und diesem Motto fühlt sich auch die rumänisch-deutsch-ungarische Autorin voll und ganz verpflichtet. So ist es der sehr individuelle Blick auf Rumänien, der diesen Reiseführer so wertvoll macht. Und Diana Stănescu hat viel zu erzählen. Sehr viel. Dazu sind nahezu alle Fotos selbst gemacht und sehr persönlich, was leider für den nichtssagenden Einband aus dem Fotolia-Archiv nicht zutrifft.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Da spielt es gar keine Rolle, ob es um die Wassertalbahn in der Maramuresch (S. 400), die letzten Stunden des Diktators Ceaucescu (S. 582) oder die Geschichte von Braşov und den Bären (S. 198) geht. Immer sind die Infokästen im Rumänien-Reiseführer von Diana Stănescu informativ und selbst für einen notorischen Reiseführerfresser wie mich neu.

Besonders hervorheben möchte ich an diesem Reiseführer für Rumänien aus dem Michael-Müller-Verlag die Nähe zu den Menschen in Rumänien. Diana Stănescu beschreibt nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern spricht überall mit den Menschen. Durch diese offene Art der Autorin erfährt man viel mehr über Land und Leute, als man es selbst herausfinden könnte.

Praktisch ist auch der auf den Seiten am Rand immer wieder eingedruckte Hinweis auf die guten Übersichtskarten im Text. Noch nutzerfreundlicher wäre, in die kleine, beiliegende Übersichtskarte die Seitenzahlen einzutragen. Und vielleicht spendiert man dem Buch sogar irgendwann mal ein paar mehr Seiten. Da könnte man auch gleich die Schriftgröße ein bisschen erhöhen.

Denn der Rumänien-Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag bietet mit Abstand die größte Informationsdichte. Und das ist nicht nur inhaltlich, sondern auch buchstäblich so gemeint. Denn kein anderer Reiseführer druckt den Text so klein und füllt die Seiten derart aus. Dieses Buch darf sich zurecht als die Bibel Rumäniens bezeichnen.

Nur mit dem Wandern scheint es die Autorin nicht so zu haben. Schade, denn die Wandervorschläge bereichern die Bücher aus dem Michael-Müller-Verlag ansonsten immer. Und auch der Einband wirbt ja mit einem hübschen Gletschersee. Zwar verstecken sich im Text immer wieder Hinweise auf schöne Wanderungen. Aber das ist ausbaufähig. Auch Hinweise, im Ort nach dem Weg zu fragen, helfen mir nicht wirklich.

Aber ich will mich nicht beschweren. Denn sonst hätte mein umfassendster Reiseführer für Rumänien nicht 707, sondern weit über 1000 Seiten. Oder eine nochmal um 30% kleinere Schrift.

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Reise Know-How: Reiseführer Rumänien (Der Wohnmobil-Führer)

Vom ostfokussierten Mirko Kaupat lieben wir schon den Baltikum-Reiseführer. Und auch der Reiseführer für Rumänien entspricht Systematik und Qualitätsanspruch des Reise-Know-How-Verlags.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Für Neueinsteiger geben schon am Anfang die Top-5-Listen Orientierung für eine Reise durch Rumänien: Faszinierende Altstädte, unberührte Natur, kuriose Sehenswürdigkeiten und besondere Klöster. Da ist eigentlich alles dabei. Die wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten für jeden Geschmack.

Gerade beim Reisen durch Rumänien mit dem Wohnmobil interessiert man sich ja sowohl für Städte als auch für die Landschaften. Geht mal ins Kloster und mal auf Wanderung. Ist vielleicht mal mit dem Boot unterwegs. Und schlendert dann wieder mitten durch die nächste Innenstadt. Zu all dem finden sich interessante Anregungen.

Der Reise Know-How Rumänien-Reiseführer ist somit ein gelungener Mix aus Zielen gerade für Wohnmobilisten, ohne jedoch Stellplatzführer zu sein. Nützlich sind auch die praxisgerechten Hinweise zum überfüllten Badespass in Salzburg (S. 172), die ehrlichen Tipps zum fragwürdigen Dracula-Kult (S. 228) oder die soziokulturellen Analysen zu den unfertigen Prachtvillen in Rumänien (S. 274).

Und wer sich über das wahre Reise Know-How des Autors zu Rumänien kundig machen will, sollte mal den Bildnachweis anschauen (S. 2): Mirko Kaupat hat alle Bilder bis auf das Titelbild selbst aufgenommen. Mag ich.

Dazu gibt es Informationsseiten zu Hotels, Campingplätzen und Restaurants, die viel Fleiß und Recherchearbeit erfordern. Auch die vielen Stadtpläne und Wanderkarten von Rumänien fokussieren auf nützliche Infos für die Jackentasche. Klar kann man über die Notwendigkeit von Stadtplänen in einem Reiseführer streiten, wenn doch jeder Google Maps auf dem Handy hat.

Aber es gibt halt keine Online-Karte, in der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten einer Stadt übersichtlich dargestellt sind. Doch genau diesen Part übernimmt dieser Reiseführer: Orientierung zu bieten im Dschungel von Informationen. Wissen zu vermitteln, wie man eine Reise plant. Reise Know-How eben.

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Trescher Verlag: Rumänien (Der Studienführer)

Brigitta Gabriela Hannover Moser hat mich schon beim Serbien-Reiseführer begeistert. Jedenfalls schreibt hier eine professionelle Reisebuchautorin, die ihr Handwerk versteht. Gute Texte, gute Beschreibungen, gute Auswahl. Und Trescher ist ja sowieso der westliche Spezialverlag für Osteuropa.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Für meinen Geschmack ist der Rumänien-Reiseführer von Trescher schon ein bisschen zu professionell. Da fehlen einfach die Ecken und Kanten, die Einblicke in die Hinterhöfe, Berichte von hinter den Kulissen. Dafür fokussiert dieser Reiseführer aus dem Trescher Verlag auf Burgen, Klöster und Kirchen in Rumänien.

Klar, ein paar Altstädte und Museen sind in diesem perfekt aufgemachten und gut lesbaren Rumänien-Reiseführer auch dabei. Und sogar ein Text über den Naturpark Bucegi (S. 296) oder die Wassertalbahn. Aber vieles, was einer Studienreise (vermeintlich) nicht würdig ist, fehlt halt: Die Salzburger Seen, die Transfogarascher Hochstraße oder ein paar rumänische Höhlen.

Doch der Schwerpunkt ist klar: Trescher liefert einen Reiseführer für den Kulturtouristen mit dem Grundkanon und vielen zusätzlichen Informationen zu Hotels und Restaurants. Wem also der Baedeker zu reißerisch ist, der ist mit dem Rumänien-Reiseführer von Trescher bestens bedient.

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Die besten Landkarten für Rumänien

Reise Know-How Verlag: Straßenkarte 1:600.000

Die perfekte Ergänzung zum Rumänien-Reiseführer ist die Straßenkarte Rumänien 1:600.000 aus dem Reise Know-How Verlag. Die Karte ist reißfest, wasserfest und trotzdem mit Bleistift, Kugelschreiber oder Edding super zu beschriften. Auch Genauigkeit und Darstellung sind dem Maßstab angemessen. Also eigentlich die perfekte Rumänien-Karte.

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Aber nur eigentlich. Denn die Übersicht leidet unter der Teilung der Reise-Know-how-Rumänienkarte in Ost und West. Papier sparen ist ja schön und gut, aber besser wäre der Verzicht auf den Umschlag und dafür die Darstellung von ganz Rumänien auf einem Blatt.

Ein Mehrwert wäre es auch, wenn die Reisekarte stärker auf den Reiseführer aus dem Reise Know-How Verlag Bezug nehmen würde. Idealerweise mit Punkten in der Karte, einem Stichwort und der Seitenangabe. Auf der Rückseite gern mit Detailkarten oder einer Kurzvorstellung der im Reiseführer behandelten Sehenswürdigkeiten.

Denn eine Übersichtskarte für Rumänien lebt von der Übersicht. Da spielt der Maßstab nicht so die Rolle. Zumal der Maßstab 1:600.000 für Details sowieso zu groß ist. Ein Rätsel ist mir auch, warum die (ansonsten sehr sinnvollen) touristischen Hinweise abwechselnd in Rumänisch (Muz. industrieei textile), in Englisch (Dacian fortress) oder in Deutsch (Brückenthal) gedruckt sind.

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DIMAP: Rumänisch-Ungarisch-Deutsches Transsilvanien 1:400.000

Mehrsprachigkeit ist dagegen die Stärke einer ganz besonderen Rumänien-Karte. Um die zu finden, habe ich lange gebraucht. Und es war klar, dass es sowas nur in Ungarn gibt. DIMAP heißt der kleine Verlag, der die einzige Rumänien-Karte mit allen historischen Ortsbezeichnungen anbietet. Und zwar in Rumänisch, Ungarisch und Deutsch.

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Auch der Maßstab ist mit 1:400.000 hervorragend, wobei die Rumänien-Karte mit rumänisch-ungarisch-deutschen Ortsbezeichnungen ja nur Transsilvanien zeigt. Korrekt heißt dieser zentrale Teil Rumäniens zwischen den Karpaten auf rumänisch Transilvania, auf deutsch Siebenbürgen und auf ungarisch Erdély.

Und jeder Name hat seine Berechtigung in der vielfältigen rumänischen Geschichte, die dank der Anstrengungen dieses kleinen ungarischen Verlages lebendig bleibt. Mein Dank dafür geht nach Budapest, von wo der Versand problemlos geklappt hat.

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Freytag & Berndt: Straßenatlas Rumänien 1:300.000

Alle Probleme mit fehlenden Details löst der Straßenatlas Rumänien von Freytag & Berndt. Auf 76 Kartenseiten und 12 Stadtplanseiten bietet dieser Straßenatlas mit 1:300.000 die beste Auflösung für Rumänien. Dazu 41 Seiten Orts- und 5 Seiten Straßenverzeichnisse von Rumänien sowie die üblichen Europa-Karten.

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Die solide Ringbindung ist praktisch, um die aufgeschlagene Seite auf dem Armaturenbrett liegen zu haben. Der größte Vorteil der Karte sind die eingetragenen Burgen, Kirchenburgen, Klöster und Museen, sogar mit besonderer Kennzeichnung der Welterbestätten. Dazu sind die schönsten Strecken grün markiert und auch Campingplätze aufgeführt. Also das ideale Planungstool für die Detailplanung vor Ort.

Mit diesem Atlas von Freytag & Berndt kann man wirklich an keiner Reiseführerattraktion mehr vorbeifahren. Allerdings ist mir nicht ganz klar, ab welcher Kategorie Straße die Darstellung aufhört. Denn in Rumänien gibt es viele Wege unterhalb einer Nebenstraße, die kreuz und quer die vielen weißen und grünen Flecken zwischen den eingezeichneten Straßen erschließen. Und so manche weiße, schmale Straße ist mit einem normalen Wohnmobil unfahrbar.

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Die besten Offroad- und Outdoor-Tipps für Rumänien

Pistenkuh: Offroad-Tourenbuch für 4×4-Reisen durch Rumänien

Einige der weißen Lücken im Atlas schließt das nagelneue Offroad-Tourenbuch Rumänien der Pistenkuh. Sabine und Burkhard Koch legen ein beeindruckendes 4×4-Reisebuch vor, das nicht nur aus ein paar Waldrouten und GPS-Daten besteht, sondern gespickt ist mit tollen Fotos, detaillierten Beschreibungen und realistischen Einschätzungen.

Selbst wenn man gar nicht mit dem Geländewagen nach Rumänien fahren will, ist das Buch eine tolle Lektüre mit 36 Offroad-Träumen. Zumal auch der hübsche Land Rover Camper auf den meisten der oft aufwendig inszenierten Fotos mit im Bild ist.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Die einzelnen Touren sind räumlich gegliedert und lassen sich gut in einen Trip durch Rumänien integrieren. Für jede der 5 Offroad-Regionen gibt es eigene Übersichtskarten mit den Routen. Auch die Datensätze der GPS-Tracks sind durchgehend nach Region sowie den Anfangsbuchstaben von Startort und Zielort bezeichnet.

Das Pistenkuh-System der Offroad-Tracks für Rumänien ist ein wenig kryptisch, aber da gewöhnt man sich dran. Und offenbar haben selbst die Autoren Probleme mit ihren GPS-Daten, denn der Track 4TR taucht auf der Übersichtskarte gleich zweimal auf (S. 233). Doch dass der nördlichere GPS-Track 4TR eigentlich der 4LL ist, merkt man dann schon.

Denn der Offroad-Reiseführer für 4×4-Reisen durch Rumänien bietet den Download der GPS-Daten an. Der Code ist liebevoll ins Buch eingeklebt und wird natürlich nicht verraten. Die Bezeichnung der GPS-Dateien entspricht der im Reiseführer, sodass es kein Durcheinander gibt. Super gemacht und mit einer passenden, digitalen Karte problemlos auf jedem GPS-Gerät zu verwenden. Hier mit Apemap und der rumänischen OpenStreetMap-Karte auf meinem Handy.

Apemap mit einem GPS-Track aus dem Offroad-Tourenbuch der Pistenkuh

Apemap mit einem GPS-Track aus dem Offroad-Tourenbuch der Pistenkuh

Allerdings bleiben nach der Lektüre des Offroad-Touren-Buchs für Rumänien viele Fragen offen. Sollten wir nicht doch lieber mit dem Jeep Stealth Camper in den Sommerurlaub nach Rumänien fahren? Welche Waldpisten traue ich dem Mercedes 711 zu? Wieviel Profil haben meine Nokian-AT-Reifen noch? Funktionieren Ablassventile und Akku-Kompressor? Und auf welcher Offroad-Route gibt es die meisten Blaubeeren?

Fragen über Fragen. Aber die Antworten kann ja jeder für sich selbst rauskriegen. Das Offroad-Tourenbuch Rumänien jedenfalls ist nicht nur Unterhaltung und Anregung für alle Offroad-Freunde, sondern bietet genügend Hilfestellung auch für Einsteiger.

Allerdings müsste das Buch eigentlich verboten werden. Denn jedem muss klar sein, welche Karawanen von Geländewagen sich jetzt schon durch die rumänischen Wälder und Hochalmen quälen. Und dass sich deren Zahl mit solchen Büchern weiter erhöhen wird. So lange, bis auch in Rumänien die Schäfer und Holzfäller nicht mehr winken, sondern mit Steinen werfen.

Und ich mache auch noch Werbung dafür. Aber das bin ich Sabine und Burkhardt von der Pistenkuh schuldig. Denn wenn ich ehrlich bin, wollte ich mich eigentlich ein bisschen über den derzeitigen 4×4-Hype lustig machen und die Touren mit unserem allradlosen Mercedes 711 abfahren.

Doch nach Lektüre des 4×4-Reisebuchs sieht das anders aus. Und langsam rutscht mir angesichts der Streckenbeschreibungen und Fotos von den Offroad-Touren durch Rumänien das Herz in die Hose. Schließlich habe ich keine Seilwinde am Bus. Erst recht keinen Allradantrieb. Keine Sperren. Nur Sandbleche. Aber egal, das Buch lohnt auch ohne konkrete Offroad-Absichten.

Und jetzt weiß ich auch, warum die Pistenkuhtreiber den Steyr 12M18 immer öfter stehen lassen und stattdessen mit ihrem Land Rover Wohnmobil unterwegs sind. Denn für die Erkundung der rumänischen Wald- und Gebirgspisten für das Offroad-Tourenbuch ist ein Allrad-LKW viel zu groß.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Conrad-Stein-Verlag: Outdoor Rumänien – Trekkingklassiker in den Südkarpaten

Nicht unter das Publicity-Verbot für die Bewerbung hype-auslösender Reiseberichte fällt das Outdoor-Buch Rumänien mit Trekkingklassikern für die Südkarpaten. Denn Wandern ist ja mit Anstrengung verbunden. Dennoch sind die sauberen und exakten Beschreibungen von 15 Tages- oder Mehrtageswanderungen durch die rumänischen Karpaten wirklich verführerisch. Könnte glatt das Dolomitenbiwak in die Karpaten verlegen.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Die kleinen Detailkarten sind genau genug für eine Orientierung und Höhenprofile erleichtern die Streckenbeurteilung. Dazu gibt es immer wieder schöne Wanderfotos, wobei der Autor offenbar Schnee und schlechtes Wetter mag. Aber klar, das gehört zu einem Wanderführer dazu. Hier geht es nicht um Hochglanz, sondern um Information.

Und so ist Jonas Bublak mit dem Outdoor-Wanderführer für die Südkarpaten eine schöne Auswahl schöner Wanderungen gelungen. Wer also keine Angst vor Bären und Einsamkeit, dunklen Wäldern und späten Schneefeldern, schweren Rucksäcken und steilen Anstiegen hat, ist mit diesem Wanderführer bestens bedient.

Nun ist allerdings ist bei einem Wanderführer immer das Gewicht relevant. Zwar ist das Wanderbuch weder schwer noch groß. Aber auf die ersten 47 Seiten und damit auf 30% des Buches könnte ich schon verzichten. Oder man trennt beides. Dann könnten die Beschreibung von Land und Leuten sowie Ausrüstungstipps zu Hause bleiben. Und der schmale Band mit Wanderbeschreibungen kommt in die Jackentasche.

Einer der besten Rumänien-Reiseführer

Infos zum besten Rumänien-Reiseführer

Es ist nicht leicht, sich für einen besten Rumänien-Reiseführer zu entscheiden. Denn jeder Reiseführer setzt andere Schwerpunkte. Und alle Reiseführer sind informativ und lesen sich gut. So habe ich mir mit dem Studium der diversen Rumänien-Reiseführer über die Corona-Zeit die Reisefreude erhalten. Dafür danke ich allen Autoren und Verlagen von ganzem Herzen.

Vor Ort in Rumänien aber hat sich auf unserer Sommerreise gezeigt, dass Diana Stănescu den mit Abstand besten Rumänien-Reiseführer geschrieben hat. Der Rumänien-Reiseführer aus dem Verlag Michael Müller ist nicht nur am umfangreichsten, sondern auch am persönlichsten. Diana Stănescu teilt nicht nur ihr detailliertes Wissen in einem oft selbst die Wikipedia übertreffenden Umfang (Moldauklöster, S. 430), sondern geht auch auf die Menschen vor Ort zu, spricht mit ihnen und lässt den Leser einfühlsam daran teilhaben (Fröhlicher Friedhof, S. 372). Sowas kann man nicht am Schreibtisch leisten.

Was aber in den ganzen Reiseführern fehlt, sind spezielle Informationen für das Reisen nach Rumänien mit dem LKW. Hab deswegen selbst mal ein paar Infomationen zu Straßenbenutzungsgebühren für LKW, Maut und Diesel in Rumänien zusammengestellt.

Historische Reiseführer Rumänien

  • KOMM MIT `88, Verlag Neuer Weg, Bukarest, 1988: Klick
  • Übersicht aller Komm-Mit-Bände beim rumänischen Karpaten-Willi: Klick
  • Meyers Reisebücher, Türkei. Rumänien, Serbien, Bulgarien. 1908: Klick

Die besten aktuellen Rumänien-Reiseführer

  • Bruckmann: Highlights Rumänien 2019: Klick
  • Baedeker Rumänien 2019 (Reiseführer mit Karte): Klick
  • Dumont: Rumänien 2020 (Reiseführer mit Karte): Klick
  • Michael Müller: Rumänien 2018 (Reiseführer mit Karte): Klick
  • Trescher: Rumänien 2019 (Reiseführer): Klick
  • Reise Know-How Rumänien 2020 (Reiseführer): Klick

Landkarten Rumänien

  • Die einzige Rumänien-Karte mit allen deutschen und ungarischen Ortsbezeichnungen kommt direkt aus Ungarn (DIMAP 2019, Siebenbürgen, 1:400.000): Klick
  • Von dieser Karte gibt es auch eine digitale Straßenkarte von Rumänien als PDF-Datei (DIMAP): Klick
  • Reise Know-How, Straßenkarte Rumänien 2019, 1:600.000: Klick
  • Freytag & Berndt, Straßenatlas Rumänien 2016, 1:300.000: Klick

Outdoor- und Offroad-Bücher Rumänien

  • Conrad Stein: Rumänien – Trekkingklassiker in den Südkarpaten (Der Weg ist das Ziel, 2018): Klick
  • Pistenkuh: Detailliertes Offroad-Tourenbuch für 4×4 Reisen mit GPS-Tracks (2021): Klick


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