ᐅ Werkzeug für den Wohnmobilausbau: Meine Grundausstattung

Das beste Werkzeug für den Wohnmobilausbau ist das, was entweder den Ausbau überstanden hat oder was man sich danach kauft. Ich öffne mal meine Werkzeugkiste und stelle mein Lieblingswerkzeug vor. Quasi die Grundausstattung für jeden Selbstausbauer. Man muss nicht genau die Marke und den Typ kaufen. Aber um dieses Werkzeug kommt man als Einsteiger in den Wohnmobilausbau eigentlich nicht herum.

Werkzeug für den Wohnmobilausbau

Akku-Werkzeug, Netzstrom oder Druckluft?

Natürlich ist Akku-Werkzeug handlicher. Und natürlich ist es besser, nicht immer ein Kabel ins Wohnmobil ziehen zu müssen. Aber Akkuwerkzeuge sind auch wesentlich teurer als Werkzeuge mit Stecker.

Wer aber sein Wohnmobil auf der Straße ohne Stromanschluss ausbaut, hat keine Wahl. Und so habe auch ich mich für Akku-Werkzeug entschieden: Schrauber, Bohrer, Säge und Flex. Alles mit demselben 18 Volt Akku. Sowohl die Maschinen als auch die Akkus halten seit 2015. Zumindest, solange ich das Akku-Werkzeug nicht unterwegs irgendwo liegenlasse.

Bei Werkzeugen mit Netzstecker sollte das Liegenlassen schwerfallen. Vor allem aber sind die Geräte mit Steckdosenanschluss ausdauernder, (meist) kräftiger und vor allem billiger als Akku-Werkzeug. Wer also eine Steckdose neben dem Wohnmobil hat, kauft das Werkzeug für den Wohnmobilausbau besser mit Stecker.

Aber auch ohne Steckdose in Reichweite könnten sich normale Werkzeuge mit Stecker lohnen. Nämlich dann, wenn sowieso eine große Solaranlage verbaut werden soll. Dann könnte man erst mit der Strominstallation einschließlich Wandler anfangen und dann im Bus mit selbst erzeugtem Strom die Werkzeuge betreiben. Das spart in der Summe natürlich einiges an Geld.

Fein raus ist natürlich, wer eine eigene Werkstatt oder Halle mit Druckluftanschluss hat. Aber von so einem Luxusleben mit Druckluftwerkzeugen verstehe ich nichts. Der Traum des Straßenschraubers sind Akkugeräte.

Werkzeug für den Wohnmobilausbau

Erfahrungen mit elektrischem Werkzeug

Akkuschrauber

Der Akkuschrauber ist eines der wichtigsten Werkzeuge beim Wohnmobilausbau. Bohren und Schrauben. Manchmal auch Schleifen. Der Akkuschrauber ist immer dabei. Nach leidvollen Erfahrungen mit billigem Werkzeug habe ich mir endlich mal einen richtigen Schrauber gekauft. 18 Volt. Bosch blau. Ein Profigerät. Und immer noch im Einsatz. Gibt sicherlich auch andere gute Akkuschrauber. Aber ich bin zufrieden. Den Schrauber würde ich auch dann wieder kaufen, wenn ich eine Steckdose mitten im Bus hätte. Aber das muss ich nicht. Denn der blaue Akkuschrauber schraubt (im Gegensatz zu meinem vorherigen grünen Mistwerkzeug) auch nach fünf Jahren noch wie am ersten Tag.

  • Blauer Bosch Profi-Akkuschrauber 18 Volt: Klick

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Akku-Stichsäge

Eigentlich habe ich über den gesamten Wohnmobilausbau fast ausschließlich mit der Stichsäge gearbeitet. Natürlich auch mit 18-Volt-Akku. Mit einem Anschlag kriegt man ziemlich gerade Schnitte hin. Auch die Edelstahlbleche auf dem Aufstelldach sind mit der Akku-Stichsäge zugeschnitten. Die Holzplatten sowieso. Dazu auch alle runden Öffnungen größer als 20 mm. Irgendwann hatte dann aber mein Vater Mitleid und mir seine Handkreissäge überlassen. Muss nur immer so weit bis zum Strom laufen. Perfektionisten brauchen aber auf alle Fälle noch eine Kappsäge und eine Oberfräse für ihren Wohnmobilausbau. Da kann ich allerdings keine Geräte empfehlen. Keine Ahnung. Noch nie in der Hand gehabt. Nur davon geträumt.

  • Akku-Stichsäge Bosch blau 18V: Klick

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Akkuflex

Ein Mann ohne Akkuflex ist wie ein Hund ohne Schwanz. Das Ding schafft alles. Und läuft und läuft und läuft. Aber wenn man die Schrauben gleich in der passenden Länge kauft, ordentlich auf seinen Fahrradschlüssel aufpasst und eine Steckdose am Bus hat, ist die Akkuflex eigentlich entbehrlich. Doch unterwegs konnte ich damit schon oft angeben. Und gerade, als ich ein Foto machen will, bricht mir die Flexscheibe ab. Naja, egal. War sowieso ein Baumarktnotkauf. Ist nicht schade.

  • Akkuflex Bosch 18 V: Klick

Akkubaustrahler

Klar, tagsüber komme ich nicht zum Bauen. Erst recht nicht am Wochenende. Also ist es meistens dunkel beim Wohnmobilausbau. Hab deswegen zu dem 18-Volt-Akku-Set damals auch einen LED-Akku-Baustrahler gekauft. Ein sehr praktisches Gerät. War permanent im Einsatz. Hohe Leuchtkraft bei langer Leuchtdauer. Doch dann bei einer Durchsicht des Wohnmobils in Portugal stehen lassen. Ich habe mir zwar einen neuen Baustrahler gekauft, mich aber mittlerweile an meine Stirnlampe gewöhnt. Die ist letztlich viel praktischer, weil das Licht dann immer genau dort ist, wo man es wirklich braucht. Vom Doppelnutzen bei Outdoor-Touren mal abgesehen.

  • Akku-Baustrahler Bosch blau 18V: Klick
  • Stirnlampe Petzl Reactik: Klick

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Bohrer für Arbeiten im Wohnmobil

Bohrerset bis 13 mm

Ein Bohrerset braucht man für den Wohnmobilausbau auf alle Fälle. Am besten wäre hochwertiger Schnellarbeitsstahl in HSSCo5-Legierung. Vor allem beim Bohren von Edelstahl. Aber die 5% Cobalt machen die Bohrer teuer. Und meistens bohre ich ja doch nur einfaches Karosserieblech, Alu oder Holz. Dafür reicht auch HSS. Und erstaunlicherweise hat mein letztes, preiswertes HSS-Bohrerset auch wirklich 5 Jahre gehalten. Hab gerade das gleiche Set von derselben Firma noch einmal bestellt. Nur diesmal mit allen Größen bis 13 Millimeter. Das ist wichtig für die Löcher der Einziehmuttern mit diesem Durchmesser. 10 Millimeter reichen da nicht.

  • Bohrerset 1-13 mm HSS von S&R: Klick

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Einzelbohrer HSS-Co5 für Edelstahl

Die teuren Co5-Kobaltbohrer kaufe ich einzeln bei der Schraubenbestellung mit. Damit tausche ich den normalen 8 mm Bohrer in meinem Bohrerset einfach um. Größer oder kleiner dürfen die Löcher in Edelstahl dann nicht sein. Immer nur M8.

  • Einzelbohrer für Edelstahl von Frantos: Klick

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Lochsägen 16 – 30 mm

Es ist unglaublich, wie viele große Löcher beim Wohnmobilausbau in Karosserieblech, Aluminium und Holz gebohrt werden wollen. Für Wasserleitungen, Rohrdurchführungen oder Heizungsleitungen hatte ich erst so ein billiges Lochsägenset aus dem Baumarkt. Aber das funktioniert natürlich nur im Holz. Und ist meistens auch zu groß für die Ecken. Auch nicht viel teurer, aber wesentlich besser ist ein kobaltlegiertes HSS-Co5-Set verschiedener Lochsägen, das sogar Edelstahl frisst.

  • Lochsägen 16-30 mm von S&R: Klick

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Lochsäge 68 mm

Alleine durch das Karosserieblech gehen bei mir 5 große Löcher für Einfüllstutzen, Gasschornstein und Toilettenentlüftung. Am Anfang habe ich die mit der Stichsäge gebohrsägt. Aber das ist eigentlich Pfusch. Und irgendwann kauft man dann doch eine vernünftige Lochsäge. Ich hab’s noch nicht probiert. Aber der Hersteller verspricht sogar, dass ich damit Edelstahl bohren kann. Na, mal sehen. Für Karosserieblech reicht der Topfbohrer auf alle Fälle. Für Holz sowieso.

  • Lochsäge HSS-Co5 68 mm von S&R: Klick

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Zangen und Scheren für den Ausbau unseres Wohnmobils

Rohrzange

Selbst meine Kinder wissen, dass das nicht die Rohrzange ist, sondern die Cobra. Sehr fein verstellbar. Ein unverzichtbares Werkzeug, wenn man mal richtig Kraft braucht. Oder den passenden Maulschlüssel verlegt hat.

  • Rohrzange Knipex Cobra: Klick

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Crimpzange

Zum Wohnmobil ausbauen gehören auch ziemlich viele Elektroarbeiten. Ohne eine vernünftige Multifunktionszange ist man da erledigt. Das Ding kann alles vom Abschneiden über Abisolieren bis Crimpen.

  • Crimpzange Knipex: Klick

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Kleine Blechschere

Ich habe ja von Opa noch eine richtige, große Blechschere. Die kleine Blechschere hier ist richtig niedlich dagegen. Aber die Leistung beeindruckt mich immer wieder. Vor allem liegt das Ding griffbereit in meinem Werkzeugkasten. Während die große Blechschere immer gerade dort ist, wo ich nicht bin.

  • Bessey Blechschere 180 mm für Rechtshänder: Klick

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Nietmutternzange

Über meine Nietmutternzange gibt es sogar einen extra Beitrag, weil ich dieses Gerät so cool finde. Wenn man keine Ahnung vom Schweißen hat, ist die Nietmutternzange eine Offenbarung für den Selbstschrauber. Damit kriegt man problemlos absolut stabile Verbindungen zwischen Fahrzeugaufbau und Wohnmobilausbau hin. Auch Hubbett oder Heckträger wären undenkbar ohne meine Nietmutternzange.

  • Nietmutternzange BGS 405: Klick
  • Einziehmuttern mit Flachkopf: Klick

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Schraubenschlüssel

Maul- und Ringschlüssel

Klar, mit einem Satz Maulschlüssel fängt jeder Selbstschrauber an. Ich achte auf gutes, kalt geschmiedetes Chrom-Vanadium-Werkzeug. Das hält normalerweise ein Leben lang. Das Foto ist ein Archivbild, da die Maulschlüssel natürlich lose in meinem Werkzeugkasten liegen und ich jetzt gerade keinen Bock habe, die 25 Schlüssel nur für ein Foto zusammenzusuchen.

  • Alle Maulschlüssel von 6 bis 32 mm (außer 29 und 31) im Set BGS 9290: Klick

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Microspeeder

Genau genommen braucht man natürlich zwei Sätze Maul- und Ringschlüssel. Denn irgendwie muss man Schrauben und Muttern ja auch gegenhalten. Aber da gibt es noch ein ganz cooles Werkzeug. Mein Microspeeder vereint die vier gängigsten Größen. Sogar jeweils mit Ratsche.

  • Microspeeder 10/13+17/19 von Proxxon: Klick

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Inbusschlüssel

Vorrangig nutze ich den Satz Inbusschlüssel für die Instandhaltung der 7 Fahrräder. Beim Wohnmobilausbau sind vor allem die Senkschrauben Inbusschrauben. Gut ist der Kugelkopf, damit man auch mal schräg drehen kann.

  • Inbusschlüssel-Satz S&R lang mit Kugelkopf: Klick

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Nusskasten 1/2 Zoll

Die Nüsse und die Ratsche aus meinem ersten Nusskasten sind fast genauso alt wie der Bus und liegen lose im Werkzeugkasten. Viel besser als die Originalnüsse sind aber Langnüsse. Ich wusste erst gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Endlich kann ich auch Muttern an lang überstehenden Schrauben raus- und mit dem Drehmomentschlüssel wieder reindrehen.

  • Langnüsse 1/2 Zoll 10-24 mm (BGS 2223): Klick
  • Ratsche 1/2 Zoll von Heytec (uralt)

Werkzeug für den Wohnmobilausbau

Nusskasten 1/4 Zoll

Auch beim LKW gibt es Ecken, in die man nur mit kleinen, viertelzölligen Nüssen hinkommt. Bei mir ist die Montage der Sitzbänke so eine fummelige Stelle. Mit der Schlangenratsche komme ich auch in die kleinsten Ecken.

  • Nusskasten 1/4 Zoll (BGS 2242): Klick

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Sonstiges nützliches Werkzeug im Wohnmobil

Messschieber

Über Maßband, Zollstock und Winkel brauchen wir ja nicht reden. Das hat jeder. Wer aber bohren will, braucht eine Schieblehre. Nur so kann man den Durchmesser von Bohrungen bestimmen, den passenden Bohrer raussuchen und Materialdicken genau messen. Ein kleines Gerät mit vielfältiger Funktion. Mein Messchieber ist mechanisch und von 1970 vielleicht.

  • Dieser Messschieber sollte ähnlich lange halten: Klick

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Teleskop-Magnetheber

Ich gebe zu, dass ich meinen Teleskop-Magnetheber mehr zum Spielen als zum Arbeiten nutze. Aber mich hat mal eine hinter die Heizungsverkleidung der Truma gefallene, klappernde Schraube genervt. Schon für diesen einen Einsatz hat sich der ausziehbare Magnetheber gelohnt. Ansonsten kann man mit dem Magnetheber auch gut Späne von Bohrungen im Karosserieblech aus Hohlräumen holen. Die ergeben sonst nämlich ganz üble Rostnester.

  • Teleskop-Magnetheber: Klick

Werkzeug für den Wohnmobilausbau

Multimeter

Weiß gar nicht, in welche Werkzeugkategorie ich meinen Multimeter stecken soll. Aber ist ja auch egal. Das Gerät ist beim Ausbau eines Wohnmobils zwingend erforderlich, um Strom, Widerstand und Spannung zu messen. Dazu hat mein Testboy noch ein paar Spielereien wie Motordrehzahl und Temperatur.

  • Multimeter Testboy 65: Klick

Werkzeug für den Wohnmobilausbau

Ausziehleiter fürs Wohnmobil

Gerade mit den ganzen Dachaufbauten geht es irgendwann nicht mehr ohne Leiter. Der Bus ist nach der Höherlegung einfach zu hoch. Eine feste Leiter außen am Bus finde ich aber aus verschiedenen Gründen nicht so toll. Dazu muss eine Leiter flexibel und leicht zu verstauen sein. Wir nutzen die Leiter im Bus als Aufstiegshilfe für die Kinder ins Aufstelldach (2 m). Aber auch außen für Arbeiten und Beladung am Dachträger (3 m). Welche Leiter außer einer Ausziehleiter kann das bieten? Dazu kann ich die zusammen geschobene Alu-Leiter gut oben auf dem Tropendach verstauen.

  • Hailo Ausziehleiter mit 11 Sprossen: Klick

Werkzeug für den Wohnmobilausbau

Ergänzungen zur Werkzeug-Grundausstattung beim Wohnmobilausbau

Ich denke, das vorgestellte Werkzeug reicht erstmal für eine Grundausstattung beim Wohnmobilausbau. In meiner Werkzeugkiste liegt natürlich noch mehr. Aber mit diesem Werkzeug kann man den Selbstausbau anfangen und auch die ein oder andere Sache am Bus reparieren. Wenn mir noch was einfällt, kann ich das ja jederzeit ergänzen und in den Kommentaren darauf hinweisen. Natürlich sind auch eure Tipps willkommen.

Also: Was ist euer Lieblingswerkzeug? Vielleicht ist ja sogar eine Werkzeug-Anregung für meinen Weihnachtswunschzettel dabei.

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12 Antworten

  1. Thomas sagt:

    Du hast schon fast alles genannt, was man *am* Bus so brauchen kann. Ich ergänze noch um eine Tischsäge und eine Oberfräse. Wenn ich die Wahl und Zeit hätte, würde ich die selbstgebauten Möbel nochmal mit der Oberfräse abkanten und das ein oder andere Gimmick damit fräsen. Aber erst in ein paar Jahren.
    Ich hab von (Ur-)Opa noch ein paar Eisensägen, manchmal besser als Stichsäge und so ein massiven Anzeichner fürs Bohren, der ne Delle macht (keinen Plan, wie das richtig heisst).

    Auch wichtig: Schleifbock, Eckenschleifer elektrisch, Stufenbohrer mit unterschiedlichen Ringen, Handsenker zum Entgraten von Holz und Blech und als neuestes hab ich nen Kreisschneider bis 140mm für richtig grosse Löcher in Multiplex…

  2. Uli sagt:

    Moin Tom,
    Deine Werkzeugauswahl ist ja ganz ansehnlich, allerdings frage ich mich, wie Du ohne “Multimaster” (am liebsten von “Fein”) leben kannst…? 🙂 https://www.voelkner.de/products/940853/Fein-FMM-350-QSL-72295268000-Multifunktionswerkzeug-inkl.-Zubehoer-inkl.-Koffer-46teilig-350W.html?ref=43&offer=bb0c6578e090f623d1c150ef98aa6384&gclid=CjwKCAiAtej9BRAvEiwA0UAWXpUqd_l-wuFxXGtnqNEwIYffhBLfWE3RUAKWxgVn4_S2aYOWpVRXTRoC_n8QAvD_Bw
    Ich habe so ein Teil seit über 20 Jahren und möchte es- auch wenn ich es nicht ständig brauche- nicht mehr missen!
    Hast Du schonmal versucht, in einer Fliesenwand EINE kaputte Fliese auszutauschen? Normalerweise geht das nicht, meist zerstört man die ganze Wand… Mit dem Multimaster geht das! Fuge mit dem entsprechendem Werkzeug aufschneiden, Fliese rauspulen, Kleber auf die neue und festpappen- fertig!
    Schneidet wunderbar in Holz, Kunststoff, Stahl, Alu, Sikaflex (!) usw! Schleifen an unzugänglichen Stellen ist kein Problem, alles wird sauber!
    Leider ist der Anschaffungswiderstand dieses Werkzeuges recht hoch, lohnt sich aber! (Nein, “Fein” bezahlt mich nicht für die Werbung!)
    Ein anderes Werkzeug welches ich in meiner Sammlung nicht missen möchte, ist eine Arterienklemme in größerer Ausführung. Damit kann man z.B. eine Mutter an unzugänglicher Stelle festhalten und die Schraube eindrehen…
    Eine Gripzange gehört für mich zur unbedingten Ausrüstung- da kann man auch mal was mit festklemmen!

    Ok, für all die nützlichen Werkzeuge müssen wir wohl doch mit Hänger fahren… sooo viel Platz ist selbst in einem 711er nicht!
    Gute Grüße,
    Uli

    • Tom sagt:

      Also nee, ich habe schon sowas wie einen MultiMaster. Allerdings in einer anderen Farbe. Theoretisch kann mein Werkzeug beim Wohnmobilausbau natürlich alles super. Aber abgesehen von 100 m Kabel, die ich jedes Mal ziehen muss, konnte ich mich praktisch mit dem Ding nie so richtig anfreunden. Muss z.B. gerade zwei in der Wohnmobilküche tief im Schrank verbaute Aluwinkelplatten von 3mm kürzen, weil ich ja wegen des Korkfußbodens und der Fußbodenheizung auch den Kühlschrank 3 cm höherlegen musste. Dafür wäre so ein MultiMaster eigentlich genau das richtige Werkzeug. Aber mein Hobbygerät aus dem Baumarkt brummt zwar wie verrückt und rattert, dass einem bald die Hand abfällt, sägt aber nichts. Also zumindest nicht mit erkennbarem Fortschritt. Keine Ahnung, warum. Und so weiß ich wirklich noch nicht, wie ich diese Bleche kürze. Das muss ich aber, um die höhenreduzierte Besteckschublade zwischen Kühlschrank und Arbeitsplatte wieder einbauen zu können, ohne die ganze Küche zu zerlegen. Und mit der Flex komme ich auch nicht richtig ran.

      Puh…Bald ist Weihnachten…Auf Amazon ist der 350er sogar nochmal billiger…

      • Tom sagt:

        Also Uli, jetzt hast du mir den Mund wässrig gemacht. Und endlich könnte ich die Besteckschublade wieder einbauen. Fein hat gerade auch eine Aktion mit 50 % laufen, wenn man sein altes Gerät abgibt (siehe hier, bis zum 15.12.2020). Dumm nur, dass ich kein Gerät zum Abgeben habe. Wird wohl der hier werden. Aber morgen ist Black Friday. Solange warte ich noch.

        • Uli sagt:

          Moin Tom,
          jetzt bist Du derjenige, der mich heiß macht…
          Mein Multimaster hat grad die Hufe hoch gerissen (nach über 20 Jahren mit teilweise heftigstem Gebrauch, durfte er das auch, da kommt die Aktion von Fein grade recht! Danke für den Tip!
          Für mich kommt nur ein kabelgebundenes Gerät in Frage- wenn Du mal 8 Std. lang die Sikafugen eines Schiffdecks aufgeschnitten hast, weißt Du warum, das geht mit Akkus schlicht nicht!
          Deine Wahl für den MM500 ist gut und richtig, Du wirst gebeistert sein! Diese ganzen Nachbauten von dem Gerät taugen einfach nicht, Fein hat da schon die beste Technik.
          Kinder statt Gripzange ist grundsätzlich eine gute Idee, meine sind leider schon zu alt und nicht mehr greifbar. Als z.B. Verdrehsicherung beim Bohren mochte ich sie allerdings nie einsetzen, da war mir dann das Geheule, falls es doch mal schief ging, einfach zu laut! 😉
          Berichte bitte von Deinen Erfahrungen mit dem Multimaster,
          gespannte Grüße, Uli

          • Tom sagt:

            Ich habe zu danken, Uli. Die Lieferung mit meinem neuen Werkzeug ist schon unterwegs. Wenn alles gut geht, kann ich morgen schon den Multimaster an meiner Problemschublade testen. Bin mal gespannt, ob Fein hält, was der Preis verspricht.

            Aber das alte Multitool rattert ja noch. Und auch meine Akkuflex hat mittlerweile eine neue Trennscheibe. Da kann ich wirklich mal einen Vergleichstest zwischen orangenem MultiMaster, grünem Multitool und blauer Akkuflex machen. Versprochen.

    • Tom sagt:

      Achso, und eine Gripzange habe ich natürlich auch. Brauche die aber nicht. Wenn ich Hilfe brauche, kann ich ja jederzeit eins meiner Kinder rufen…

      Arterienklemme aber musste ich erst googeln. An unzugänglichen Stellen nehme ich einfach Einschraubmuttern im Holz. Da muss ich überhaupt nicht von hinten ran.

  3. Arttu sagt:

    Habe jetzt verschiedeen Artikel deiner Seite gelesen, erstmal ein dickes dankeschön und grosses Lob: Finde die alle super aufgemacht und mit guten Informationswert.

    Zum Werkzeug und vor allem zu Nussenkästen kann ich sagen, dass ich inzwischen gerne mit 3/8″ Schraube, weil damit eine gut eSchnittmenge der Vorteile von 1/4 und 1/2″ zusammenkommt. Gute Zugänglichkeit weil der Ratschenkopf und auch die Nüsse und Verlängerungen nicht ganz so massiv sind und trotzdem noch kräftig genug für die meisten Schlüsselweiten.

    Im Prinzip braucht man als Schrauber aber alle 3 Antriebe… 😀

    • Tom sagt:

      Ja, ich habe auch nur das für den Wohnmobilausbau relevante Werkzeug vorgestellt. Aber natürlich liegt bei mir im Werkzeugkasten auch noch das große LKW-Werkzeug. Dreiviertel Zoll mit Verlängerung. Habe ich bei der Höherlegung gebraucht. Ansonsten bin ich eher oldschool mit Halb- und Viertelzoll-Werkzeug unterwegs. Hast schon Recht, so ein Mittelding wäre schon nicht schlecht. Würde ich heute noch mal einen Nusskasten kaufen, würde ich mir auf alle Fälle die 3/8 anschauen.

  4. Ronny sagt:

    Ich habe mir noch eine Tauch-Säge mit Führungsschiene geholt. Die ist sehr nützlich für lange gerade Schnitte, z,B. für den Möbelbau…wenn man keine Tischlerei in der Nähe hat. Nur mit der Akkuleistung bin ich nicht zufrieden. Nach einer Schnittlänge von ca. 2 m ist Schluß. Das nächste mal doch mit Kabel.

    • Tom sagt:

      Es ist wirklich nicht einfach, akkubetriebenes Werkzeug zum Sägen zu finden. Ich habe ja beim Wohnmobilausbau die originalen Platten aus dem Fensterbus benutzt. Und für den Möbelbau immer die originalen Kanten nach vorn eingebaut. Dadurch sieht es vorn immer perfekt aus. Und die Kanten hinten muss man sowieso gewölbt zusägen. Die Platten müssen ja zwischen die Profile passen. Also hatte ich bei meinem Wohnmobilausbau bislang nicht so sehr den Bedarf für lange, gerade Schnitte. Also war die Stichsäge genau richtig.

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