ᐅ Faltbares Solarpanel im Test: Beste Position für 120 W

Test der besten Position unseres faltbaren Solarpanels als Solaranlage fürs Wohnmobil: Wann gibt’s 120 W Solarertrag?

Faltbares Solarpanel Test Wohnmobil

Faltbares Solarpanel Test Wohnmobil

Faltbares Solarpanel als Photovoltaik-Test

Bisher habe ich mich um eine feste Photovoltaik-Anlage auf dem Wohnmobil ja gedrückt. Wir brauchen durch die Gasanlage einfach kaum Strom. Und wenn, dann eher mal hier und mal dort. Ich habe zwar natürlich die dicken Anschlusskabel für die Solaranlage schon auf dem Dach liegen. Aber mich trotzdem für eine mobile Lösung aus tragbarer Akkubox für die Stromversorgung mit 5, 12 und 230 Volt und passendem, faltbaren Solarpanel mit 120 W Ladeleistung entschieden.

Hab sowieso noch nie verstanden, warum es der allgemeine Standard ist, die Solaranlage flach und fest auf dem Wohnmobildach zu installieren. Klar, am Äquator ist das super. Aber in unseren nördlichen Breiten steht die Sonne in drei Jahreszeiten flach am Himmel. Oder wollen alle nur im Sommer autark sein?

Niemand würde hingegen auf die Idee kommen, ein faltbares, mobiles Solarpanel flach hinzulegen. Dennoch interessiert mich, wie viel Solarertrag eine fest installierte Solaranlage auf dem Dach des Wohnmobils bringen würde. Vor allem dann, wenn wir für unsere Autarkie auch mehr Strom bräuchten: In der dunklen Jahreszeit.

“Aufbau” des faltbaren Solarpanels

Für den Test der tatsächlich erzielbaren Leistung meines 120-W-Solarmoduls simuliere ich also erstmal die klassische Aufdach-Lösung. Nutze sogar den Vorteil des schrägen Aufstelldachs mit einem besseren Anstellwinkel zur Sonne. Eigentlich super Voraussetzungen für einen besseren Solarertrag als mit einem flach liegenden Modul.

Faltbares Solarpanel Test Aufbau Module

Faltbares Solarpanel im Test: Aufbau

Der Aufbau des faltbaren Solarpanels ist denkbar einfach. Die verpolungssicheren Stecker zusammenclipsen. Und schon kann der gelb markierte Ladestecker hinten in die Akkubox gesteckt werden. Der Laderegler ist in meiner mobilen 230-Volt-Stromversorgung schon integriert. Das System ist also völlig autark und nicht an ein Fahrzeug gebunden.

Faltbares Solarpanel Test Aufbau Module

Faltbares Solarpanel im Test: Aufbau / Anschluss

Test des faltbaren Solarpanels auf dem Wohnmobil-Dach

09:00 Uhr beginnt der Test des Solarpanels auf dem Aufstelldach bei einem Ladezustand der Akkubox von 60 %. Wir haben Ende Oktober. Der Himmel ist locker bedeckt. Manno, nur 2 W Leistung. Aber die Solaranlage funktioniert.

Faltbares Solarpanel Test: 2 W Solarertrag bei Regen

Solarpanel Test: 2 W Solarertrag

Der Himmel zieht zu. Das wird heute keine Werbeveranstaltung für eine Solaranlage. Egal, jetzt habe ich den Test des Faltmoduls angefangen. Dann ziehe ich das auch durch. Stelle mir extra den Stundengong, um Wetter und Solarertrag pünktlich zu erfassen. Soll ja so eine Art Stichprobe werden.

  • 10:00 Voll bedeckt, leichter Nieselregen, 1 W
  • 11:00 Leichter Regen, bedeckt, 1 W
  • 12:00 Leicht bewölkt, 3 W
  • 13:00 Sonne scheint aus 30° quer auf 3/4 des Solarmoduls, Regentropfen und Blätter auf dem Modul, 6 W
Faltbares Solarpanel Test: 6W Solarertrag bei bisschen Seitensonne

Faltbares Solarpanel Test: 6W Solarertrag bei bisschen Seitensonne

Solarertrag bei Solaranlage auf dem Dach

Am Nachmittag wird das Wetter zwar besser. Aber jetzt rächt sich die für ein festes Solarpanel ungünstige Position des Wohnmobils. Klar könnte ich das faltbare Solarpanel einfach in die Sonne legen. Aber heute will ich ja rauskriegen, ob sich ein fest verbautes Solarpanel auf dem Wohnmobildach lohnen würde. Oder ob das faltbare Solarmodul besser ist.

Mit einem fest montierten Solarpanel auf dem Dach müsste ich jetzt also den Bus umparken. Weg von den Bäumen. Mit dem Bug nach Süden. Aber ich stehe nun mal so schön. Und ich werde sicherlich nicht einen Liter Diesel für die Standheizung zum Vorwärmen des Motors verbrennen, um ein bisschen mehr Solarertrag zu haben. Und Kaltstart für zehn Meter geht schon gar nicht.

Dennoch werde ich das Solarmodul weder irgendwo anders hin tragen. Noch den Bus umparken. Sondern wie ein echter Wissenschaftler weiter stur meinen Test des faltbaren Solarpanels durchziehen und meine Aufzeichnungen führen:

  • 14:00 Sonne scheint, heiter, Solarmodul liegt voll im Schatten, 6 Blätter und Regentropfen auf dem Modul, 4 W
  • 15:00 Bewölkt, trüb, Schatten, Regentropfen und 7 Blätter auf dem faltbaren Solarpanel, 1 W
  • 16:00 Heiter, Modul im Schatten, 1 W
  • 17:00 Dämmerung, 0 W Ladung, Versuchsabbau

Beste Position der Solaranlage

80 % Leistung im Herbst mit dem faltbaren Solarpanel

Also bei Regenwetter brauche ich auch das mobile, faltbare Solarpanel für einen Test nicht groß in Position bringen. Da kommt kein Ladestrom rum. Und so vergeht eine geschlagene Woche, bis sich die Sonne mal wieder zeigt. Mittlerweile ist Anfang November. Dank 4 integrierter Stützen steht das Solarpanel alleine auf der Wiese.

Test des faltbaren Solarpanels 120 W

Test des faltbaren Solarpanels 120 W

Jetzt sieht der Solarertrag mit dem faltbaren Solarpanel mit einer Nennleistung von 120 Watt schon anders aus. Trotz der tiefstehenden Spätherbstsonne liegen 96 Watt Ladestrom an. Super. Das sind 10 Watt mehr als an der Steckdose. Nur eben völlig autark. Bei so einem Solarertrag lädt die Solartasche die Akkubox in ca. 5 Stunden von 10 auf 100%.

Solarertrag des faltbaren Solarpanels im Herbst: 96 W

Solarertrag des faltbaren Solarpanels im Herbst

Möglicher Jahresertrag mit dem mobilen Solarpanel

Also wenn Anfang November schon 96 Watt Ladestrom an der Akkubox anliegen, werde ich wohl im Sommer auch mal die 120 Watt Nennleistung knacken. Wenn ich mich allerdings zum Fotografieren vor das Modul stelle und mein Schatten auf eine der 4 faltbaren Platten fällt, sinkt der Solarertrag sofort auf 10 Watt.

Der Test das faltbaren Solarpanels zeigt aber, wie wichtig die optimale Ausrichtung der Module nach der Sonne ist. Muss gleich mal mit ein paar Rohdaten des Deutschen Wetterdienstes herumspielen und die mittlere Sonnenscheindauer für die einzelnen Monate in den letzten 10 Jahren ausrechnen.

Wenn ich demnach mein faltbares Solarpanel immer optimal ausrichten würde, könnte ich in unseren Breiten übers Jahr verteilt 1.846 Sonnenstunden nutzen. Theoretisch sind also mit einem gut positionierten 120-Watt-Solarpanel 200 Kilowattstunden Ladestrom pro Jahr drin (1.846 h x 120 W/h = 221 kWh). Wohlgemerkt theoretisch. Und nicht gleich verteilt.

Mittlere Sonnenscheindauer 2010-2019, Dresden

Mittlere Sonnenscheindauer 2010-2019, Dresden

Reale Leistung des Solarpanels im Herbst

Praktisch kriegt der November von den 1.846 h Sonnenschein allerdings nur mickrige 74 Sonnenstunden ab. Der Dezember nur 56 Stunden. Und über den Januar brauchen wir gar nicht erst reden. Da lohnt sich noch nicht einmal das Aufklappen des Solarpanels. Im Sommer wiederum weiß man gar nicht wohin mit dem ganzen Strom.

Dabei ist der Stromverbrauch im dauernd bewohnten, autarken Wohnmobil im Winter sogar tendenziell höher, weil dann die Verbraucher länger laufen und die Dieselheizung läuft. Der fette Solarertrag im Sommer nützt also schon im Herbst nichts mehr.

Schon um meine Akkubox mit nur 500 Wattstunden von 10 % auf 100 % zu laden, brauche ich im Herbst mindestens eine ganze Woche. Für den Betrieb eines Kompressorkühlschranks müsste ich die Box aber jeden Tag vollladen. Dann muss ich aber schon hinterher sein und das faltbare Solarpanel immer optimal ausrichten.

Und so muss sich die Soll-Leistung der Solaranlage am Flaschenhals ausrichten. Also braucht man eine auf den Solarertrag und den Energieverbrauch im Winter ausgerichtete, größere Anlage. Oder die Butter muss aufs kalte Armaturenbrett und die Dieselheizung ausbleiben. Aber das ist keine Option.

Winter-Test des Solarpanels und der Akkubox

Planmäßig hat der Januar bei uns ja 48 Sonnenstunden, an denen ich das faltbare Solarpanel aufstellen könnte. Tatsächlich waren es im Januar 2021 genau 25,1 Sonnenstunden. Also etwa halb so viel wie normal.

An einem klaren, knackig frostigen Wintertag habe ich das Laden der Powerbox mit dem Solarpanel getestet. Durch den flachen Sonnenstand musste ich die Solarmodule fast senkrecht aufstellen.

Test des Solarertrags mit den faltbaren Solarmodulen im Winter

Test des Solarertrags mit den faltbaren Solarmodulen im Winter

Mit einem Ladestrom im Januar-Test von 85 Watt und damit 70% der Leistung meiner faltbaren Solarmodule bin ich zufrieden. Die Powerbox war bei wolkenlosem Himmel und direkter Sonneneinstrahlung in ca. 5 Stunden von 20 auf 90 % geladen. Trotz einer Temperatur von -4°C gab es keine Fehlermeldung beim Laden.

Test des Solarertrags an der Akkubox im Winter

Test des Solarertrags an der Akkubox im Winter

Optimale Position der Solarmodule

Der Test mit dem faltbaren Solarpanel hat für mich gezeigt, dass es für die völlig autarke Stromerzeugung und den maximalen Solarertrag vor allem auf die Position der Solarmodule ankommt. So ist es wesentlich besser, das Solarpanel senkrecht aufzuhängen als flach irgendwohin zu legen. Zumal auch Laub, Schmutz und Schnee auf den Modulen die Leistung massiv beeinträchtigen.

Mit der richtigen Position kann so ein Solarmodul selbst im Winter 80 % der Nennleistung bringen. Flachliegend auf dem Dach liegt der Solarertrag bei flacher Sonne höchstens bei 10 %. Umgekehrt kann eine mobile Solaranlage wesentlich kleiner sein und wird damit auch billiger als festgeschraubte Solarpanel.

Faltbares Solarpanel 120 W Test im Wohnmobil, bester Montageort Photovoltaik

Faltbares Solarpanel 120 W: Test am Wohnmobil

Denn die theoretisch 1.846 Sonnenstunden nützen mir im Winter gar nichts. Da komme ich höchstens auf eine Sonnenscheindauer von 50 bis 70 Stunden im Monat.  Um die vollständig nutzbar zu machen, brauche ich im Winter eine perfekte Ausrichtung des Solarpanels. Also der Höhe und der Seite nach.

Eine feste, flach auf dem Dach liegende  Solaranlage geht für ein autarkes Wohnmobil gar nicht. Wenn ich also mit dem Solarmodul Strom auch im Winter erzeugen wollte, würde ich für mehr Autarkie über eine Drehplatte auf dem Dach mit aufstellbarem Solarmodul nachdenken.

Perfekt wäre eine automatische Ausrichtung des Solarmoduls nach Sonnenposition. Der für zwei kleine Elektromotoren auf dem Dach notwendige Strom würde über den erhöhten Solarertrag locker reingekommen. Denn wenn das faltbare Solarmodul im Herbst und Winter optimal auf die Sonne ausgerichtet ist, bringt es 70 bis 80 % der Nennleistung. In einer flachen oder ungünstigen Position dagegen nur 5 bis 10%.

Bester Platz fürs Solarmodul am Wohnmobil

Den besten Solarertrag erzielt man eben mit einem mobilen, faltbaren Solarmodul für die Stromerzeugung. Das laufende Ausrichten nach der Sonne macht zwar ein bisschen Arbeit, bringt aber das optimale Ergebnis bei vertretbarem Aufwand.

Der beste Platz für das faltbare Solarmodul ist aber hinter der Windschutzscheibe. Da heizt sich der Bus vor allem im Sommer nicht so auf und es gibt einen vollkommen ausreichenden Stromertrag. Das war auch der Grund, warum ich genau dieses Solarpanel habe. Die aufgeklappte Solartasche passt mit einer Größe von 196 x 42 cm nämlich genau hinter die Frontscheibe im Vario. Viel größer geht nicht.

Faltbares Solarpanel 120 W Test hinter der Windschutzscheibe

Faltbares Solarpanel hinter der Frontscheibe

Das Solarmodul hinter der Windschutzscheibe kann ich zudem auch stehen lassen und mit der Familie wandern gehen. Zusammengeklappt in der Solartasche sind die Module nur 42 x 42 cm groß und passen hinter den Fahrersitz.

Kosten, Vor- und Nachteile des faltbaren Solarpanels

Was kostet Solarstrom aus der Tasche?

Klar, die mobile Solaranlage ist nicht billig. Faltbares Solarpanel und Akkubox kosten mehr als eine fest verbaute Photovoltaik-Anlage mit Laderegler. Die Zusatzbatterien sind im Wohnmobil ja meist sowieso vorhanden. Aber so eine mobile Lösung wie mit der Solartasche ist dafür flexibler einsetzbar.

Und wenn ich für bestimmte Geräte auch zu Hause nur noch Solarstrom nutze, habe ich die Kosten der Solaranlage irgendwann wieder rein. Mein Ziel ist, mit dem Solarpanel die Akkubox das ganze Jahr über zu laden. Dann lohnt sich das Set zur eigenen Stromerzeugung auch. Ab 4.000 selbst erzeugten Kilowattstunden ist der Preis für die vollkommen autarke Anlage aus faltbarem Solarpanel und tragbarer Akkubox jedenfalls wieder drin (900 € für die Anlage / 0,23 eingesparte Euro pro kWh aus der Steckdose = 3.913 h).

Dennoch gibt es den Strom von der Sonne nicht umsonst. Denn vor allem die Li-Ion-Akkubox hat natürlich nur eine begrenzte Lebensdauer und wird keine 4.000 kWh schaffen. Nun macht der Hersteller hierzu keine Angaben, aber ich kann für diesen Lithium-Ionen-Akku ja mal eine Lebensdauer von 2000 Zyklen annehmen. Wenn die Akkubox jedesmal 450 Wh abgibt, macht das über die Lebensdauer der Akkubox eine Stromproduktion von insgesamt 900 Kilowattstunden (2.000 Zyklen x 450 Wh = 900 kWh). Aber vielleicht hält die Box ja auch länger als 2000 Ladezyklen. Keine Ahnung. Das wird die Zeit zeigen.

Bei 2000 Ladezyklen, einem Systempreis für die Solartasche und die Akkubox von knapp 900 € und 900 solarmäßig erzeugten Kilowattstunden kostet eine mit dem faltbaren Solarpanel erzeugte und mit der Akkubox gespeicherte Kilowattstunde jedenfalls ziemlich genau 1 €. Unser Steckdosenstrom kostet dagegen 23 Cent pro Kilowattstunde. Diese Runde geht an die Steckdose. Aber wann habe ich die im Urlaub schon mal dabei? Im Urlaub will ich mit dem Wohnmobil vollkommen autark sein.

Aufbau des faltbaren Solarpanels 120 W

Aufbau des faltbaren Solarpanels 120 W

Kohlendioxideinsparung mit dem Solarpanel

Bei der Herstellung eines Lithium-Ionen-Akkus mit 0,5 Kilowattstunden entstehen ungefähr 50 kg Kohlendioxid (vgl. Wikipedia, CO2-Bilanz von Li-Ion-Akkus, WIKI). Verteilt auf die gesamte Speicherkapazität der Akkubox von 1.000 kWh entstehen somit für jede Kilowattstunde etwa 50 g CO2. Hinzu kommt aber sicher noch mal Kohlendioxid für das faltbare Solarpanel. Also rechnen wir mal mit 100 g CO2 pro KWh.

Demgegenüber verursacht unser Steckdosenstrom nach Auskunft des Energieversorgers 284 g Kohlendioxid pro Kilowattstunde. Diese Runde geht also an die Kombination aus dem faltbaren Solarpanel und der Akkubox.

Vorteile des faltbaren Solarmoduls

  • Der Strom aus dem Solarpanel ist zwar nicht billiger, aber klimafreundlicher als der Strommix aus der Steckdose.
  • Das Solarpanel in Verbindung mit der Akkubox bietet aber natürlich den Komfort einer autarken, mobilen Stromerzeugung unterwegs.
  • Im Sommer finde ich die Stromerzeugung hinter der Windschutzscheibe am elegantesten. Das geht nur mit dem faltbaren Modul.
  • Und gegenüber einer fest verbauten Photovoltaikanlage auf dem Wohnmobil ist das faltbare Solarpanel im Vorteil, wenn die Sonne niedrig steht.
  • Beim Fahrzeugwechsel lässt sich eine mobile Lösung mehrfach nutzen.
  • Die Module sind hochwertig verarbeitet, flexibel und sicherlich bruchfest.
  • Eine aufgesetzte Tasche schluckt die ganzen Solaranschlusskabel.
  • Sicherlich kann man die Anlage auch mit einem Solarregler direkt an eine 12 V Batterie anschließen. Da sehe ich für mich aber derzeit keine Notwendigkeit.

Nachteile meines faltbaren Solarmoduls

  • Die 4 Stützen auf der Rückseite sind zu unflexibel für nordische Breiten mit flachem Sonnenstand.
  • Bei Verschattung eines faltbaren Teilmoduls bricht der Ladestrom zusammen.
  • Was wirklich fehlt, ist ein direkter Ladeanschluss für eine Powerbank.
  • Die Ladespannung des Solarmoduls liegt zwar bei bis zu 20 V, aber vielleicht gibt es da irgendeinen Adapter zum Anschluss von 5-V-Geräten.
Faltbares Solarpanel 120 W: Technische Daten

Faltbares Solarpanel 120 W: Technische Daten

Infos zu Akkubox und faltbarem Solarpanel

  • Akkubox PowerOak AC 50 mit 500 Wattstunden: Klick
  • Passendes, faltbares 120-W-Solarpanel für die autarke Stromversorgung: Klick
  • Die beiden Geräte passen Plug-and-Play zusammen, sind anständig verarbeitet und tun, was sie tun sollen. Mal sehen, wie lange.
  • Ausziehleiter mit 11 Sprossen, um aufs Dach zu kommen: Klick
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42 Antworten

  1. Rudolf sagt:

    Hallo Tom,
    bei allem Respekt für dein guten Beiträge, speziell der Fahrzeugtechnik: So einige deiner Thesen zu PV finde ich schon etwas steil.
    “Teuer, flach liegende Module sind ineffektiv” usw.
    Um was geht es denn? Möchtest du in deinem Bus autark sein oder sucht du eine Lösung, mit der du auch den Rasentrimmer in der Pampa betreiben möchest?

    Wenn erstes im Vordergrund steht, führt an einer PV-Anlage, fest montiert mit Batteriespeicher kein Weg vorbei. Teuer? Mitnichten!
    Ein schlankes 110Wp mikrokristallines Modul kostet zB. knapp 60 Euro bei dem Internet Versteigerungshaus (Versand inkl.). Für den Preis des Faltmoduls bekommst du so schon mal fast 660 Wp an fest installierter Solarleistung. Da relativiert sich schon mal der Minderertrag bei schräg stehender Sonne.
    Ok, auf dem Dach deines T2 ist kein Platz für sechs Module. Aber sicherlich für drei (eins auf dem Hubdach, zwei davor). Es fehlt noch ein wenig Kabel, eine Dachdurchführung und Aluwinkel zur Befestigung. Macht zusammen rund 200 €.

    Kein mitschleppen, aufstellen und ausrichten von Solartaschen mehr. Keine Angst vor Diebstahl und kein regelmäßiger Austausch der MCx-Stecker, denn die sind nur bei stationären Betrieb sinnvoll. Die Frontscheibe kann bei starker Sonnen nun abgedeckt werden. Und: die Anlage funktioniert immer, auch während der Fahrt und im Winter, wenn das Mobil geparkt ist (Batt. regelm. nachladen!). Deinen “Mobilen Energiespeicher”, den ich mit seinen 40 Ah bei 12 Volt für völlig überteuert halte, kannst du auch noch laden.

    Fehlt zum funktionieren einer kompletten PV-Anlage nur noch ein Solarregler, aber der ist bei der Tasche ja auch nicht bei. Für einen PWM-Regler rechne ca. 50 € und deine Aufbaubatterien können direkt angeschlossen werden.

    Unbenommen bleibt, dass liegende Module deutlich weniger Energie liefern (ca. 85% im besten Fall). Selbst bei blauen Himmel und strahlender Wintersonne in den Monaten Nov. Dez. und Jan. ist es nur ein Bruchteil der theor. Leistung. Ob du damit trotzdem ein gewisse Autarkie erreichst ist abhängig vom Verbrauch und der installierten PV-Leistung. Natürlich ein wenig auch von der Batteriekapazität.
    Mal angenommen, das Modul bringt nur noch 20% der Leistung um die Mittagszeit. Das sind bei drei 110 W Modulen noch immer 1,8 Ampere, bei drei Modulen 5,5A oder 66 Watt. bei 4 oder 5 Modulen entspr. mehr….
    Zum Verbrauch: Ich habe gelernt, dass du im T2 einen Absorberkühlschrank hast. Also scheint der Stromverbrauch eher gering zu sein (TV, Licht, Pumpe, Heizung…). Das o.a. Beispiel dürfte durchaus für einen Autarkie reichen.
    Dein Aufstelldach könnte übrigens geeignet sein das Winterproblem ein wenig zu relativieren… Und wenn es dann immer noch zuwenig Ertrag ist, dann hast du ja noch dein Faltmodul. ;o)

    Zusammengefasst: Gegen geringe Erträge wegen liegender Module hilft klotzen und nicht kleckern. Die gefallenen Preise für PV-Technik machen das klotzen leicht.

    • Tom sagt:

      Ja, mein Setting für die Stromerzeugung mit Faltpanels und Akkubox ist etwas speziell, denn im Wohnmobil brauchen wir prinzipiell keinen 24-V-Zusatzstrom. Der Bus ist auch im Winter mindestens eine Woche vollkommen autark. Länger habe ich es noch nicht an einem Stellplatz ausgehalten.

      Mit Kindern habe ich aber auch weder Zeit für Laptop noch für Fernsehen. Strom brauchen eigentlich nur das Licht, der Lüfter für die Toilette und die verschiedenen Handys, Taschenlampen und Kameras.

      Deswegen war mir eine mobile Gesamtlösung wichtig, weil wir die auch im Jeep, im Wolf und zu Hause nutzen können. Und eben dann, wenn ich im Bus 230 Volt brauche.

      Insofern zeigt der Beitrag vor allem mein Erstaunen darüber, dass man mit einer liegenden Photovoltaik-Anlage die achtfache Fläche auf dem Dach bräuchte, um im Herbst und Winter denselben Stromertrag zu haben. Ich verstehe wirklich nicht, warum niemand die Module auf dem Dach zum Aufstellen baut.

    • Tom sagt:

      Aber du hast recht, Rudolf. Der Text zu Kosten des faltbaren Solarmoduls in Kombination mit der Akkubox könnte so verstanden werden, dass eine Solaranlage auf dem Wohnmobil zu teuer ist und sich nicht lohnt. Ich hab’s noch mal bisschen anders formuliert.

      Also nochmal deutlich: Die Kosten von 1 € pro Kilowattstunde beziehen sich auf das vollständig mobile, fahrzeugunabhängige System aus Faltmodul und Akkubox für 5/12/230 V. Für die gleiche Leistung im Winter bräuchte ich eine achtmal größere Fläche auf dem Dach, einen Solarladeregler, Sicherungen, Kabel, Zusatzbatterie sowie Wandler für 5 V und 230 V. Müsste man mal gegenrechnen, was günstiger kommt.

  2. Dennis sagt:

    Hier hat sich auch schon mal Jemand Gedanken um die Berechnung und Auslegung einer Solaranlage fürs Wohnmobil gemacht.
    http://reisemobilist.de/Downloads.html

    • Tom sagt:

      Ja, die Solarmodule müssen ja nicht faltbar sein. Aber warum habe ich noch nie ein aufgestelltes Solarmodul auf dem Dach gesehen? Oder an der Seite? Oder am Heck? Immer nur flachliegend. Wenn der Anstellwinkel sich im Winter mit dem Faktor 8 bemerkbar macht, muss ich das bei der Planung einer Solaranlage fürs Wohnmobil doch berücksichtigen.

      Klar, der Preis ist ein Argument. Aber im Winter reicht die Fläche doch nicht aus, um ernsthaft Strom zu erzeugen.

  3. Rudolf sagt:

    Wenn das System Fahrzeugunabhängig sein soll, können wir das Schreiben hier einstellen.
    “Ich verstehe wirklich nicht, warum niemand die Module auf
    dem Dach zum Aufstellen baut.”
    Doch, das gibt es. Geht mit sog. “Power Joints” sogar zum selberbauen: https://www.youtube.com/watch?v=HX0hZCFr4_I
    Falls der Link nicht funktioniert suche nach “Relleumdesign”. Es gibt auch andere Lösungen…
    Auf dem letzten Mobil hatte ich 10 Module á 50 Watt. Alle aufstellen und das ca. alle drei Stunden?! Nicht bei jedem Fahrzeug kommt man aufs Dach und wenn man schon mal oben ist: die Wahrscheinlichkeit, aus 3,2 Metern abzustürzen ist nicht zu vernachlässigen…
    Solche Lösung haben sich nicht durchgesetzt, weil mit zuviel Aufwand verbunden.

    “(…) mein Erstaunen darüber, dass man mit einer liegenden Photovoltaik-
    Anlage die achtfache Fläche auf dem Dach bräuchte”

    Als ich vor 14 Jahren meine Hausdachanlage in Betrieb genommen habe (die beste Investition meines Lebens!) fragte mich der ein- oder andere, wie viel Quadratmeter denn meine Solaranlage hätte. Oder wie viel Module? Obwohl ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt hatte: ich wusste es nicht! Entscheidend war die Leitung in kwp.
    Für was ist die Dachfläche beim Fzg. da? Dachluken, Klimaanlage und evtl. noch die Sat-Schüssel. Der Rest wird mit Solarpanels belegt, weil billig!

    Ich habe noch nicht rausgefunden, ob in deinem T2 eine Aufbaubatt. drin ist, oder ob der Strombedarf durch die Starterbatterie gedeckt wird. Wenn es eine Aufbaubatt. – egal ob 12Volt oder 24 Volt – gibt, ist ja eine rudimentäre Elektroinstallation mit Sicherungen usw. vorhanden. Ein günstiger Wechselrichter wäre dann noch drin im Budget. Immerhin hat deine Lösung mit einer sehr überschaubaren Leistung fast 1000€ gekostet. Über 5Volt USB-Ladegeräte für den Zigarettenanzünder brauchen wir nicht reden….
    Und wenn ihr, wie du schreibst, nicht viel Strom braucht, nähert sich die Investition einem zweistelligen Eurobetrag …

    Wenn es dir allerdings um eine fahrzeugunabhängige Lösung geht, die zwar sehr viel kostet und mit nicht unerheblichen Aufwand verbunden ist,

  4. Rudolf sagt:

    … dann reden/schreiben wir hier über Äpfel und Birnen …. Sorry, zu früh gedrückt.

    • Tom sagt:

      Ja, mein Aufstelldach könnte ich gut mit Solarmodulen bekleben. Bräuchte dann nur paar stärkere Gasfedern. Aber wie gesagt, wir fahren komplett auf Gas und brauchen im Urlaub keinen zusätzlichen Solarstrom. Beim nächsten Wohnmobil vielleicht. Dann aber richtig mit elektrischer Küche.

      Bis dahin brauche ich Strom nur dann, wenn ich mit dem Laptop unterwegs bin. Dann aber mit verschiedenen Fahrzeugen. Deswegen die mobile Lösung.

      Trotzdem würde ich mir für den Fall etwas ausdenken, um die Solarmodule ideal zur Sonne auszurichten. Die müssten ja nicht nur aufstellbar, sondern idealerweise auch schwenkbar sein. Und natürlich automatisch nachgeführt werden. Glaube nicht, dass man da mit der Leiter jedesmal aufs Dach steigt. Mir reicht schon die Arbeit beim Umstellen des faltbaren Solarpanels am Boden.

      Gibt es vielleicht jemand hier, der Erfahrung mit aufstellbaren Solarpanels auf dem Dach hat? Denn auch wenn ich genug Strom im Bus habe, das Thema interessiert mich schon.

  5. Thomas sagt:

    Ich hatte das nur dem Aufstellen der Module mal entworfen und für mich grob gezeichnet. Bin davon erstmal ab, weil mir der Aufwand erstmal zu hoch erschien und ich erstmal Erfahrung sammeln wollte. Bisher komm ich mit 600Wp flach vorn, die ersten 1.6m gut klar.
    Gibt aber schon was:
    * fertig mit allem https://greenakku.de/selfPV/TSUN-Easy-Solar-Kit-AC-Solarmodul-310Wp-inkl-Aufstaenderung::2796.html
    * Aufstellmechanik: https://smile.amazon.de/dp/B07MS1P562/
    * selber an einem schönen Rundhauber hatte ich das mal gesehen, finde das Bild gerade nicht, der hatte die Module seitlich so montiert, dass er das Dach frei hatte und im stand die Dinger hochklappen konnte
    * ein anderer hatte die an Schwerlastzügen montiert und du konntest die ausziehen und hattest das Dach drunter frei für Terrasse und drunter liegende Staufläche

    Flach montiert ist halt an einfachsten und bei den aktuellen sinkenden Watt/qm Preisen sollte das auch im Norden reichen

    • Tom sagt:

      Für mich wäre reine Fläche der Solarmodule keine Lösung. Bei einem Fünftel Sonnenscheindauer im Winter und einem Achtel Leistung bei flach liegenden Modulen dürfte eine flach montierte Solaranlage auf dem Wohnmobildach im Winter höchstens 2 bis 5% der Nennleistung liefern.

      Konsequenterweise müsste man also entweder die Solarpanels wie mit dem faltbaren Teil immer auf die Sonne ausrichten oder die Kapazität der Photovoltaik-Anlage auf dem Wohnmobil auf diese geringe Leistung auslegen.

      Nur was macht man dann im Sommer mit dem ganzen Stromüberschuss? Batterien weich kochen? Das Duschwasser elektrisch auf 100 Grad bringen? Interessant wäre eine Klimaanlage. Aber dafür wird der Strom wieder nicht reichen.

      • Thomas sagt:

        fürs erste laufen bei mir die Dachluken-Ventilatoren im Sommer und Sonne auf Volllast – zusammen mit dem “Tropendach” aka Solarpaneele vorn und Holzdeck hinten funktioniert das soweit ganz gut.
        Wenn man genug investieren möchte, könnte man sicher eine schöne Staukastenklima und/oder ne Elgena an ein paar Li-Ion und nen Wechselrichter klemmen. mit etwas Geschick und ein paar Ventilen oder so kann man den Luftstrom sicher durch dieselben Rohre schicken wie die Warmluft der Truma…

        Aber bis dahin muss ich noch bisschen was verdienen und/oder die Speichertechnik günstiger werden.

        • Tom sagt:

          Genau, das teure am Solarstrom sind die Akkus. Besser wäre, den Strom aus den Solarmodulen direkt auf die Klimaanlage oder die Dachlüfter zu geben. Werde da wohl selbst mal was bauen müssen.

          • Thomas sagt:

            Nunja, der Solarregler übernimmt das ja. Wenn du den auf Batterien legst und gleichzeitig Strom entnommen wird, läuft der ja nicht durch die Batterie zum Verbraucher, sondern direkt.
            Wenn du verhindern willst, dass die Klima von der Batterie zieht, reicht ein Relais, das durch den Regler gesteuert wird – ob das die Klima aber mag, wenn der Strom einfach weg ist, wenn Wolken kommen ist das andere…

            • Tom sagt:

              Jedenfalls habe ich im Moment nicht das Problem von zu viel Strom. Und ich brauche auch keine extra Regler und Relais für das faltbare Solarpanel und die Akkubox. Aber die Faustregel, dass im Wnter nur 5% der Nennleistung an den Batterien ankommen, merke ich mir für die Dimensionierung einer fest auf dem Wohnmobil installierten Solaranlage. Wenn ich denn mal denke, sie zu brauchen.

  6. Rudolf sagt:

    “Nur was macht man dann im Sommer mit dem ganzen Stromüberschuss? ”
    Vorschlag: Kompressorkühlschrank, Induktionskochfelder. Ja, auch das Warmwasser zu erwärmen ist mit PV-Energie möglich. Die Sonne schein nicht umsonst, aber kostenlos. Da kann man im Kleinen sich und seinen Kindern vor Augen führen, wie leicht es auch ohne fossile Brennstoffe (Propangas) geht …

    • Tom sagt:

      Klar, im Sommer ist eine solarbetriebene, elektrische Küche im Wohnmobil kein Problem. Aber wie koche ich dann im Winter? Jedenfalls mit Elektroherd hierzulande nicht. Unser Wohnmobil habe ich für eine Woche Autarkie im heimischen Winter ausgelegt. Also ohne zu fahren und ohne fremde Versorgung. Das wird schwierig mit liegenden Solarmodulen und nur 50 Sonnenscheinstunden im Januar.

  7. erz sagt:

    Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung. Eine autarke Lösung der Stromversorgung im Winter wird mit einer PV-Anlage nur unter sehr glücklichen Umständen funktionieren, ganz egal ob man die PV-Module aufs Dach legt oder nach dem Sonnenstand ausrichtet. Natürlich wird eine nach dem Sonnenstand ausgerichtete Anlage bei gleicher Nennleistung einen größeren Ertrag bringen als eine waagerecht ausgerichtete Anlage. Dies ist ja hier schon ausführlich dargestellt worden. Das große Problem ist aber, dass die Sonne in den Wintermonaten eben nur “durchschnittlich” z.B. 50 Stunden scheint. Es ist jedoch gar nicht so selten, dass sie während der Zeit, in der du mit deinem Womo unterwegs bist, überhaupt nicht scheint. Also brauchst du sowieso eine entsprechend große Stützbatterie, die deinen Strombedarf über die gesamte Zeit abdecken kann, bzw. eine zusätzliche Stromquelle – z.B. “Moppel” oder Fremdstrom.
    Es ist also müßig darüber zu diskutieren, welche PV-Anlage im Winter besser wäre. Das Risiko, dass die Sonne gar nicht (oder zu wenig) scheint, ist viel zu groß, um sich auf eine autarke Lösung nur über PV verlassen zu können.
    In den sonnenreicheren Monaten sieht die Sache schon anders aus. Ich bin bisher mit meiner Anlage (280 Wp, Module waagerecht, Stützbatterien AGM 12V 340 Ah) immer autark geblieben. Der Hauptverbraucher ist ein kleiner Kompressorkühlschrank sowie einige Kleinverbraucher ( Lüfter, Radio, Licht etc.).

    • Tom sagt:

      Dein Einwand zur Stromversorgung im Winter über Solarmodule ist super und bringt mich auf die Idee, mal die mittlere sonnenlose Dauer in den Wintermonaten auszurechnen. Das wäre eine wichtige Kennzahl, um die Batterien richtig zu dimensionieren. Denn die 50 Stunden Sonnenschein im Januar sind doch meist sehr ungleich verteilt.

    • Martin sagt:

      Ich werde eine 560 Ah LiFePo4 Batterie einbauen und mal sehen, wie ich damit zurecht komme. Laden möchte ich über Landstrom, 30A Ladebooster während der Fahrt oder eben Solar (fehlt noch). Hauptverbraucher wird ein Induktionskochfeld sein, ich werde aber auch einen kleinen Kartuschenkocher als Backup mitnehmen.
      Brauche ich die 560 Ah? Keine Ahnung. Der Aufpreis zu der 280 Ah Lösung ist aber nicht die Welt. Ich rechne mit Kosten von 1200 Euro für diese DIY-Batterie aus China. Zellen und BMS sind bestellt, das wird aber bestimmt noch 6 – 8 Wochen dauern bis die Sachen da sind.
      Als Puffer sind 560 Ah sicher gut. Interessant wird aber wie ich das Ding wieder voll bekomme, falls es mal wirklich leer ist. Bei 30A Ladestrom muss ich 18 Stunden fahren, um 540 Ah nachzuladen….

      • erz sagt:

        Du kannst der 560 Ah-LiPoFe-Batterie etwa 500 Ah entnehmen. Ganz entladen ist auch für diese Art von Batterie nicht gut. Mit 500 Ah bei – ich nehme an 14,4 V- stehen dir etwa 7 kWh zur Verfügung. Das ist soviel, wie ein normaler 2-Personenhaushalt durchschnittlich pro Tag verbraucht. Da hast du mal eine Vorstellung, was du mit einer vollen Batterie anfangen kannst. Wie lange die 7 kWh reichen, hängt davon ab, was du alles mit Strom betreiben willst. Ein Induktionskochfeld frisst schon ganz schön Strom, besonders wenn du damit auch dein Warmwasser bereitest. Falls du noch einen Kompressorkühlschrank, TV/Computer, ein paar Lüfter und Leuchten betreiben willst, kommen schnell 3 bis 4 kWh am Tag zusammen. Ohne Nachzuladen wirst du etwa 2 bis 3 Tage hinkommen.
        Wenn du nicht immer fahren willst, um die Batterie wieder voll zu bekommen, gibt es nicht viel anderes als Fremdstrom, “Moppel” oder PV-Anlage. Wenn du nicht gerade in den sonnenarmen Monaten unterwegs sein willst, empfehle ich dir eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von etwa 700Wp. Ob du das allerdings platzmässig unterbringst, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.
        Eventuell solltest du dir überlegen, statt des Induktionskochfeldes einen mit Flüssiggas betriebenen Kocher zu verwenden. Dann kannst du die “Elektrik” um einiges kleiner auslegen.

        • Tom sagt:

          Das ist auch meine Strategie: Stromverbrauch möglichst vermeiden. Gas zum Kochen, für die Heizung und für den Kühlschrank ist für mich der ideale Energieträger. Zumindest in Nord- und Mitteleuropa. Wer aber immer der Sonne hinterherreist, fährt natürlich mit Solar wesentlich besser.

        • Martin sagt:

          Solaranlage wird definitiv kommen. Ich möchte ja in 1,5 Jahren das H-Kennzeichen bekommen, da hat mein Prüfer erst einmal die Stirn gerunzelt als ich ihm von der geplanten Solaranlage erzählt habe. So etwas gab es 1992 angeblich noch nicht…
          Wenn ich die Module aber mit Flügelschrauben festmache, gehen sie als Ladung durch. Ich plane mit drei 195W Modulen.
          Danke für deine Abschätzung des Verbrauchs, ich denke wir werden mit der Kapazität ganz gut hinkommen.
          Gas wollte ich mit diesem Setup vermeiden,. Ich habe ja noch einen Kartuschenkocher als Backup.

          • erz sagt:

            Hier hast du noch einen Vergleich, mit dem du dir veranschaulichen kannst, was in deiner vollgeladenen Batterie drin steckt:
            500 Ah bei 14,4 V entsprechen etwa 7 kWh
            7 kWh entsprechen etwa 500 Gramm Propan
            Die Energie, die in einer kleinen (5 kg) Flasche Propan steckt, ist vergleichbar mit der von 10 (zehn) Batterieladungen!
            (Die Umwandlungsverluste – Wirkungsgrad bleiben der Übersichlichkeit wegen unberücksichtigt.)

            • Tom sagt:

              Klar, Gas ist besser als Strom aus der Batterie. Nur Gas kann ich mir halt selber nicht erzeugen. Strom mit dem geeigneten Solarmodul aber schon.

            • Martin sagt:

              Mit 480 Ah Kapazität bin ich sicher gut aufgestellt.

              Der Knackpunkt wird immer der hohe Energieverbrauch beim Kochen sein.

              Lasse ich ein Induktionskochfeld mit 3 kW beide Platten eine Stunde auf Max laufen, zieht es grob 250A in einer Stunde.
              Bei einem maximalen Entladestrom von 280A und einem entsprechend großen Inverter geht das theoretisch. Das ist aber sicher nicht die Regel.
              Wenn ich Probleme bekomme die Batterien über Solar/ Landstrom/ Ladebooster wieder aufzufüllen, dann koche ich halt mit dem Kartuschenkocher!
              Dieser Bastelbus ist ein Ausgleich zu meinem Job und ich lerne jeden Tag dazu 😉
              Z. B. baue ich mir jetzt selber einen LiFePo4-Akku, weil ich nicht bereit bin tausende von Euros dafür auszugeben.
              Wenn ich mit 1000 – 1200 Euro hinkomme, dann ist es mir das definitiv wert.

              • Tom sagt:

                Eine selbstgebaute Solarbatterie ist schon cool. Da heiligen die Mittel den Zweck.

              • erz sagt:

                Hallo Martin,
                bitte unterschätze bei deinem Vorhaben die Dimensionierung des Konverters nicht. Bei einem Induktionskochfeld treten kurzzeitig sehr sehr hohe Stromspitzen beim Ein-/Umschalten auf. Diese muss der Konverter vertragen. Die Angaben bei einem Konverter beziehen sich immer nur auf ohmsche Lasten. Bei induktiven Lasten sind kurzzeitige Stromspitzen vom 20 … 30fachen des Nennstroms nicht ungewöhnlich! Man muss den Konverter für diese Spitzenströme auslegen, sonst geht er beim Einschalten auf Störung. Es ist wichtig, dass du dich vor Kauf des Konverters mit den Herstellern des Induktionskochfeldes und des Konverters abstimmst.

          • Tom sagt:

            Wieso? Es kommt doch für das Thema Solarmodule und H-Kennzeichen auf die Einbauten an, die in den ersten zehn Jahren nach Zulassung hätten vorgenommen werden können. Und im Jahr 2000 gab es definitiv schon Solaranlagen.

            • Martin sagt:

              Du magst Recht haben, man liest halt Wiedersprüchliches.
              Ich habe einen Anforderungskatalog vom TÜV Süd gefunden:
              https://www.tuvsud.com/de-de/-/media/de/auto-service/pdf/broschueren-und-flyer/anforderungskatalog-oldtimer.pdf
              Da steht drin “Änderungen, die nachweislich innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung oder gegebenen-falls Herstellungsdatum erfolgt sind oder hätten erfolgen können, sowie Änderungen innerhalb derFahrzeugbaureihe, sind zulässig. Nicht zeitgenössische Änderungen, die nachweislich vor mindestens 30 Jahren durgeführt wurden, sind auch zulässig.”
              Demnach kann man Solarmodule nachrüsten.
              Hier wird das kritischer gesehen (https://www.faszinationcamping.de/solaranlage-auf-dem-oldtimer-wohnmobil/):
              “Sind neuere Bauteile verbaut, müssen diese innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung bzw. Herstelldatum verbaut worden sein (dies muss man nachweisen).”

              Laut Aussage des Prüfers interessiert ihn nicht, was ich auf dem Dach als Ladung transportiere, deshalb die Montage der Module mit Flügelschrauben. Noch habe ich eineinhalb Jahre Zeit.
              Ich denke, es kommt immer auf den Prüfer an. Meiner steht dem Ganzen prinzipiell positiv gegenüber, daher werden wir uns schon einig werden.

              • Tom sagt:

                Ob ein Solarpanel nun mit dem H-Kennzeichen vereinbar ist oder nicht, hängt allein von deinem Prüfer ab. Was da irgendwo im Internet steht, ist diesbezüglich nicht relevant. Insofern würde ich natürlich immer tun, was er sich wünscht.

      • Tom sagt:

        Ob die Größe der Batterie reicht, kannst du nur über den erwarteten Stromverbrauch beurteilen. Eine größere Batterie ist immer gut. Muss aber, wie du ja selbst schreibst, auch wieder geladen werden können.

  8. erz sagt:

    Es ist schon interessant, die mittlere Dauer ohne Sonnenschein in den Wintermonaten zu kennen. Ob es sinnvoll ist, danach die Größe der Stützbatterie auszulegen, bezweifle ich sehr. Es steht immer nur eine Wahrscheinlichkeit mit einer sehr großen Unsicherheit dahinter. Und das ist auch noch abhängig, in welches Gebiet du reisen willst. Stell dir mal vor, du hast entsprechend deiner Berechnung die Batterie für 5 Tage ausgelegt und hast auf einmal 7 Tage keine Sonne. Dann ist nach 5 Tagen der Strom alle und du siehst alt aus. Im “Sommer” findest du leichter irgendwo Fremdstrom oder kannst auf Strom verzichten. Im Winter ist das nicht so einfach. Da bekommst du schon ein Problem, deine Heizung ohne Strom zu betreiben.
    Fazit: Für die Winterzeit sollte die Stützbatterie so groß sein, dass sie die ganze Zeit, in der du autark unterwegs sein willst, abdecken kann (falls du keine anderen Stromquellen mitnehmen willst).

    • Tom sagt:

      Ja das stimmt. Eigentlich müsste man die maximale Zeit ohne Sonnenschein betrachten. Und selbst wenn Sonne ist, muss man noch lange nicht die Batterie voll kriegen. Hatte heute die Solarmodule wieder draußen stehen, um die Powerbox zu laden. Gefühlt war den ganzen Tag blauer Himmel. Und doch kam nur in 2 Stunden 40 Watt Leistung rum. Die restliche Zeit irgendwas zwischen 10 und 20 Watt.

  9. Anonymous sagt:

    Hallo Tom, ich habe vielleicht was bestimmte Themen, u. a. Design etc., betrifft, eine andere Auffassung als Du, doch das ist m. E. nur egal, denn wir mögen ja auch nicht alle die gleiche Frau ….
    Sicher ist, daß Dein Blog mir die Augen in Bezug auf Alt-Allrad-LKW geöffnet hat und mich meine Reisewünsche nochmals konkret hinterfragen hat lassen.
    Was ich aber als Nichtschrauber ganz besonders schätze, sind Deine Erfahrungstests, da Du mir nichts verkaufen willst und aus der persönlichen Erfahrung heraus ehrlich mit Dir und Deinen Lösungen zu Gericht gehst. Probieren geht bekanntlich über studieren. Auch so Beiträge wie der über die Falt-Solarpaneele findet man so sonst nirgends wirklich. Dafür werden einem aber die Installation mehrerer Riesenpaneele zur Flachmontage aufs flache Kabinendach empfohlen. Viel kostet viel und bringt viel Umsatz. Nur nützen tut’s demnach dem der zahlen muß wenig. Aufstelldächer reduzieren die Möglichkeit, Solarpaneele in größerer Anzahl und Fläche ob des Gewichts darauf zu montieren. Faltpaneele dagegen kann man an mannigfaltigen Stellen einfach in die Sonne hängen und umhängen oder aber vorne ins Fenster stellen. Danke für den Beitrag.

    Gruß, Klaus

    • Tom sagt:

      Ja, aber auch die faltbaren Solarmodule sind noch nicht der Weisheit letzter Schluss, weil letztlich vor allem im Winter der Stromertrag zu gering ist. Für die Kleinverbraucher reicht es.

      Aber für ernsthaften PC-Betrieb, Kühlschränke und Dieselheizungen brauchst du schon Fläche. Und teuer sind eigentlich vor allem die Wohlfühlkomplettpakete. Die Einzelmodule und Bauteile sind gar nicht so teuer. Zumal die Batterien ja sowieso an Bord sind.

      Und wenn du die Gasdruckfedern stärker auslegst, kannst du natürlich auch Solarmodule aufs Aufstelldach kleben.

  10. Anonymous sagt:

    Ja, leider, die eierlegende Wollmichsau wurde leider noch nicht entdeckt, gefunden ….
    Was meinst Du konkret mit Wohlfühlkomplettpakete?

    Natürlich gibt es Aufbauer, die für VW T5/6 Bus max. 2 flachbauende Solarpaneele auf dem Aufstelldach verkleben.
    Sieht man andere ExMo, analog Deinem ehm. 1124, dann sind da auf den Kabinen-Dächern solch massive Solarpaneele mit Spezialklemmhalterungen befestigt, die wohl kaum jemand auf einem Aufstelldach überhaupt anbringen würde, für meine Wahrnehmung.

    • Tom sagt:

      Das hier ist ein komfortables Solar-Wohlfühlpaket. Teuer, aber alles dabei. Und natürlich ans Fahrzeug gebunden. Meine Kombi aus faltbarem Solarmodul und Akkubox ist da aber auch nicht viel besser. Nur eben unabhängig und das ganze Jahr unabhängig vom Wohnmobil nutzbar. Meine ganzen Kleingeräte haben schon lange keine Steckdose mehr gesehen…

  11. Jürgen sagt:

    hallo, kann ich mit der “Smart Travel Solar 120W” von Berger auch Lithium Batterien laden. Wenn Ja, welche Einstellung muß ich an dem mitgelieferten Regler einstellen Gel, AGM, Flüssig-Säure ??? danke

    • Tom sagt:

      Mein faltbares Solarpanel hat zwar auch 120 Watt, scheint aber anders aufgebaut zu sein als das Smart Travel Solar 120W von Berger. Diese Einstellungen gibt es bei mir gar nicht. Aber ich nutze die Solaranlage ja auch nur in Verbindung mit meiner Akkubox. Und das wiederum ist ein Lithium-Ionen-Akku. Und der lädt ohne Probleme.

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