ᐅ Makita Akku-Exzenterschleifer im Test: Altlack und Nitrofest schleifen

Der Makita Akku-Exzenterschleifer musste im Test mit zwei 18-V-Akkus tagelang schleifen, damit der Wolf einen schönen neuen Pelz bekommt.

Testbericht Makita Akku-Exzenterschleifer 18V

Testbericht Makita Akku-Exzenterschleifer 18V

Test Akku-Exzenterschleifer am Militärlack des Wolf

Vor dem Lackieren des Mercedes Wolf muss die ganze alte Farbe mit dem Exzenterschleifer angeschliffen werden. Doch mit Farbe hat es die Bundeswehr bei ihren Fahrzeugen scheinbar gut gemeint. Zumindest außen wurde da Schicht auf Schicht aufgetragen. Und der Militärlack ist extrem hart und widerstandsfähig. Das ist Schwerstarbeit für jedes Schleifgerät.

Mercedes Wolf neu lackieren, Tarnfleck abschleifen mit dem Akku-Exzenterschleifer

Tarnfleck abschleifen am Mercedes Wolf

Und auch innen hat der Exzenterschleifer einiges zu tun. Mal sehen, wie weit das 70er Pack mit 125-mm-Schleifpads für den Exzenterschleifer reicht.

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm mit Schleifscheiben

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm mit Schleifscheiben

Die standardmäßigen Schleifpads mit 125 mm Durchmesser und 8 Löchern halten per kräftigem Klettverschluss auf dem Schleifteller.

Befestigung der Klett-Schleifpads am Makita Akku-Exzenterschleifer

Befestigung der Klett-Schleifpads am Makita Akku-Exzenterschleifer

Der Makita Akku-Exzenterschleifer mit seinen zwei Druckschaltern ist einfach zu bedienen. Links ist der Ein- und Ausschalter. Rechts kann man die Schwingzahl in drei Stufen ändern. Das Gerät liegt ergonomisch perfekt und gut ausgewogen in der Hand. Dazu kann man den Makita-Schleifer gut mit einer oder auch mit zwei Händen greifen. Und der Akku-Exzenterschleifer DBO180 vibriert auch nicht so stark. Hochwertig ist er sowieso.

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm im Test

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm im Test

Feinarbeit mit dem Makita Akku-Exzenterschleifer

Die Rostschutz-Grundierung für die Restaurierung des Mercedes Wolf besteht wie am Wohnmobil aus Owatrol für leicht angerostete Stellen und aus Nitrofest als Trennschicht und Basis für den Zweikomponentenlack. Brantho Nitrofest dient gleichzeitig als Füller.

Dann wird geschliffen. Da hat der Exzenterschleifer ordentlich zu tun. Das Gerät wiegt mit Akku 1.845 g und lässt sich dennoch gut mit einer Hand bedienen. Gerade bei waagerechten Flächen sorgt das Gewicht für einen automatischen Anpressdruck.

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm in einhändiger Bedienung

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm in einhändiger Bedienung

Allerdings kommt man auch mit dem Akku-Exzenterschleifer nicht überall hin. Für Ecken und Kanten ist die Bandfeile da. Wer aber sein Auto wirklich liebt, der schleift von Hand.

Test Makita Akku-Bandfeile

Test Makita Akku-Bandfeile

Arbeitssicherheit beim Schleifen

Durch das ständige Schleifen, Füllern und Schleifen entsteht ganz schön viel Schleifstaub, der durch die 8 Löcher im Schleifteller aber nur zum Teil im Auffangbehälter des Exzenterschleifers landet.

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm, Staubfangbecher

Makita Staubfangbecher zum Exzenterschleifer

Doch mit ein bisschen Klebeband lässt sich an den Makita Akku-Exzenterschleifer auch ohne Adapter eine Staubabsaugung anschließen. Das ist selbst mit einem normalen Staubsauger schon wesentlich effektiver, auch wenn jetzt ein bisschen die Handlichkeit eines Akkugeräts verloren geht.

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm mit Staubsaugeranschluss

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm mit Staubsaugeranschluss

Dennoch sollte man auf alle Fälle bei der Arbeit mit dem Exzenterschleifer eine Staubmaske tragen. Hab zwar beim Kauf der Maske erst geschluckt, aber dafür kann man beim Schleifen frei atmen. Auch wenn die Maske nicht billig ist, gehört die doch dazu. Denn eine staubfreie Lunge ist auf alle Fälle mehr wert. Und fürs Lackieren braucht man die Schutzmaske sowieso. Sonst gibt’s Lacklunge.

Atemschutzmaske 3M für den Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm

Atemschutzmaske 3M für den Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm

Wie lange hält der 5,0-Ah-Makita-Akku im Test?

Hab zu meinen Makita-Akku-Geräten ja nur zwei 5-Ah-Akkus. Und natürlich ein Schnellladegerät. Zwar haben wir den Exzenterschleifer nicht darauf getestet, ob der tatsächlich bei 10 % Akku Restleistung abschaltet. Dazu sind mir einfach die Akkus zu schade. Aber laut den technischen Daten hat der DBO180 einen Tiefentladeschutz.

In unserem Praxistest hält der Makita Exzenterschleifer etwas mehr als eine Stunde mit einer Akkuladung durch. Im Test heißt das fast ununterbrochenes Schleifen mit unterschiedlichen Drehzahlen. Allerdings kann der Akku durchaus auch noch 20% Restladung gehabt haben. Etwas unglücklich ist, dass die Ladestandsanzeige bei montiertem Akku verdeckt wird. Eine Ladestandskontrolle des 5,0-Amperestunden-Akkus von Makita geht also nur mit abgezogenem Akku.

Verdeckte Ladestandanzeige am Makita Akku-Exzenterschleifer

Verdeckte Ladestandsanzeige am Exzenterschleifer (Akku ist nur halb eingeschoben)

Das Aufladen des 18-Volt-Akkus mit dem Makita-Schnellladegerät dauert an der normalen Steckdose zwischen 50 und 60 Minuten. Ich lade den Akku meist mit Sonnenstrom aus meinem faltbaren Solarmodul und habe den Eindruck, dass das Laden des Akkus an der Powerbox mit 200 bis 220 Watt Ladestrom bei 230 V auch schneller geht. Aber das kann täuschen.

Testbericht Makita Akku-Exzenterschleifer 18V, Ladezeit an der Akkubox

Testbericht Makita Akku-Exzenterschleifer 18V, Ladezeit an der Akkubox

Für bessere Angaben zur Ausdauer des Makita-Akkus müsste ich erst einmal den konkreten Akkustand rauskriegen. Aber es gibt ja nur 4 Ladestandsbalken am Akku. Und beim Laden dauern sowieso die letzten paar Prozent Akkustand am längsten. Aber es ist ohnehin besser, den Lithium-Ionen-Akku immer zwischen 30 und 90% zu halten. Auch wenn dadurch die Zahl der Ladezyklen steigt.

Akku laden am Makita Akku-Exzenterschleifer 18V

18-V-Akku am Makita Schnellladegerät laden

Jedenfalls gibt es beim Test des 18-V-Akku-Exzenterschleifers keine akkubedingte Zwangspause. Das Gerät läuft und läuft und läuft. Stundenlang. Tagelang. Und es läuft nach dem Langzeittest immer noch wie am ersten Tag. Auch wenn der Akku-Exzenterschleifer ein bisschen staubig und das 70er Pack Schleifpads alle geworden ist.

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm beim Schleifen

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V-125 mm nach dem Test

Test-Infos zum Exzenterschleifer

Makita Akku-Exzenterschleifer 18V

  • Auf meinem Makita Akku-Exzenterschleifer steht “Made in United Kingdom”.
  • Technische Daten des DBO180 direkt von Makita: Klick
  • Makita DBO180Z Akku-Exzenterschleifer, 125 mm (ohne 18V-Akku und Ladegerät): Klick
  • Akku-Exzenterschleifer DBO180RTJ mit Ladegerät und 2 Akkus (Makita, LXT 18V, 5,0 Ah): Klick

Zubehör beim Schleifen und Grundieren

  • Klett-Schleifpapier für 125-mm-Exzenterschleifer (70 St., S&R): Klick
  • Owatrol als Rostschutzgrundierung (Bedarf am Wolf ca. 1 l, Korrosionsschutzdepot): Klick
  • Brantho Korrux Nitrofest als Rostschutz, Trenngrund auf Owatrol und Füller (5l, Korrosionsschutzdepot): Klick
  • Schleift und lackiert niemals ohne Atemschutzmaske! (3M, 6002C, Mehrweg): Klick
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2 Antworten

  1. Phil sagt:

    Hi Tom, der Makita Akku-Schleifer ist für das schleifen von großen Flächen ziemlich ungeeignet. Jedes 230V-Modell von Makita kann das besser. Ein Akku hat einfach nicht genug Kraft. Ich nutze meinen nur noch für das Brechen von Kanten, wenn es schnell gehen muss….

    • Tom sagt:

      Klar, mit dem Vergleich zwischen dem 230 Volt Netz- und dem 18 Volt Akku-Exzenterschleifer hast du garantiert recht. Für mich sind aber Handlichkeit und Mobilität auch sehr hohe Güter. Und ich muss ja zum Glück nicht auf Zeit arbeiten. Das ist ja das Schöne am Hobby.

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