Test der besten Carbonwanderstöcke von Leki
Wandern mit ultraleichten Trekkingstöcken ist bequemer und sportlicher, und doch haben die getesteten Leki-Wanderstöcke einen Nachteil.
Warum Wanderstöcke?
Ich bin ja schon viel in den Bergen unterwegs gewesen. Aber eigentlich immer mit Kindern an der Hand. Da denkt man über Wanderstöcke im Sinne professioneller Sportgeräte nicht nach. Wanderstöcke sind das, was man sich aus dem Wald holt und passend zurechtschnitzt.
Beim Solowandern vom Gardasee hoch zum Monte Baldo und wieder runter hab ich allerdings gemerkt, welchen Unterschied selbst schon Holzwanderstöcke machen. 4000 Höhenmeter in 5 Stunden habe ich jedenfalls noch nicht geschafft. Das waren tatsächlich meine beiden Turbowanderstöcke aus dem italienischen Bergwald.
Auswahl ultraleichter Trekkingwanderstöcke
Nun sind Holzwanderstöcke ja etwas rustikal, vor allem aber schwer und unhandlich. In der Berghütte auch etwas peinlich. Ich brauche also unbedingt ein paar technische Trekkingstöcke. Holzwanderstöcke sind natürlich älter, aber Trekkingwanderstöcke hat Leki 1974 erfunden und damit Reinholf Messner 1978 auf den Mount Everest gepusht. Heute ist das Angebot von Leki an Trekkingwanderstöcken fast unüberschaubar.
Aber für mich als Ultraleichtfreak müssen richtige Wanderstöcke vor allem leicht sein. Gewicht spare ich auch mit Faltstöcken, weil ich davon ausgehe, dass ich die stufenlose Verstellung sowieso nie benutze. Und so bleiben nur noch zwei Carbonwanderstöcke übrig, von denen ich den Leki Skytera FX.One SL bestelle. Da gefällt mir vor allem der ergonomische Griff mit der Schlaufe. Ist schon krass, dass die beiden Carbonwanderstöcke nur 316 g wiegen.
Test der Leki Skytera
Beim ersten Test meiner neuen Trekkingwanderstöcke in der Sächsischen Schweiz bestätigt sich, was ich schon mit den beiden Holzwanderstöcken gemerkt habe: Berghoch bin ich gefühlt 20% schneller, weiß endlich wohin mit meinen Händen und halte die Schultermuskulatur schön beweglich.
Nach meinem Sturz in den tunesischen Canyon vor einem Jahr habe ich nämlich immer noch Probleme mit der rechten Schulter. Durch die Trekkingstöcke muss die Schulter voll mitarbeiten und wird immer beweglicher.
Neben meinen persönlichen medizinischen Gründen bin ich mit Trekkingwanderstöcken aber vor allem viel schneller und sicherer unterwegs. Dazu haben die Skytera Carbonwanderstöcke ein breites und ergonomisches Griffstück, so dass ich mit der Hand in der Schlaufe den Griff von oben fassen und mich bergab gut abstützen kann. Das schont die Knie massiv.
Falt- oder Teleskopwanderstöcke?
Bei allen Vorteilen von Trekkingwanderstöcken nutze ich die doch nicht permanent. Auf der Basteipromenade, am Klettersteig oder bei einer entspannten Wiesenwanderung will man einfach keine Trekkingstöcke in der Hand haben. Dann reicht ein Knopfdruck und die Leki Faltwanderstöcke verschwinden am oder im Rucksack.
Es gibt natürlich auch teleskopierbare Wanderstöcke, aber die dürften deutlich schwerer sein. Allerdings haben Teleskopstöcke den Vorteil der Anpassung an verschiedene Nutzer oder Einsatzzwecke. So ist es bergrunter bequemer, mit längeren Stöcken zu operieren. Aber egal, ich bin mit meinen ultraleichten Faltwanderstöcken bestens zufrieden. Darf jetzt sogar extra Sitzplätze für Wanderstockgeher belegen.
Nachteile von Wanderstöcken
Allerdings haben Trekkingwanderstöcke auch Nachteile. Wenn man nicht alleine wandern geht, sollten unbedingt alle Teilnehmer in der Wandergruppe Trekkingstöcke haben. Ansonsten macht man sich mit seiner Geschwindigkeit unbeliebt.
Der Hauptnachteil von Wanderstöcken ist aber, dass man nicht Hand in Hand wandern kann. Aber spätestens bei schweren Auf- und Abstiegen funktioniert Händchenhalten sowieso nicht mehr. Auf einfachen Strecken hingegen stören die ultraleichten Carbonwanderstöcke am Rucksack überhaupt nicht und man kann sein Leben wieder in vollen Zügen genießen.










