ᐅ Cabo de São Vicente: Stürmisches Südwestkap Portugals und Europas

Das Cabo de São Vicente ist nun nicht gerade der ideale Wohnmobilstellplatz an der Felsalgarve. Gibt kaum Strand am stürmischen Südwestkap Europas.

Dieses Wetter an der Felsalgarve…

In der Nacht rüttelt der Sturm ganz schön am Bus. Dazu Regen. Früh tut das Wetter zwar ziemlich unschuldig. Dräut aber mit Wolken und Wind. Ach, egal. Die Jungs gehen trotzdem an den Strand. Ihre Burg ist noch nicht fertig.

Cabo de São Vicente: Stürmisches Südwestkap Portugals und Europas

Nun gut, kann ich wenigstens in Ruhe abwaschen. Aufstelldach einklappen. Hubbett hochfahren. Dann zur Fronarbeit an den Strand. Steine schleppen für die letzten Befestigungen. Aber Ebbe, Sturm und eine fertige Sandburg erleichtern die Abfahrt. Tschüssi, Strand! Alle einsteigen. Schlüssel rumdrehen. Zack. Der OM 364 läuft. Herrlich. Erst mal zu unserem portugiesischen Lieblingssupermarkt in Budens. Sind jetzt schon das dritte Mal hier. 100 Meter weiter ein Restaurant. Dort strömen gerade die ganzen Bauarbeiter herbei. Der Laden ist voll. Das Verhältnis zwischen Lohnniveau, Genusswille und Essenspreis scheint zu stimmen in Portugal. Die Deutschen trinken natürlich nur Wasser. Und keinen Wein wie alle anderen.

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Kaum einsame Stellplätze an der Felsalgarve

Komme dann kaum vom Parkplatz weg, so voll ist es. Mein Vierter dirigiert mich hinten vom Heckfenster aus. Frage mich, wozu ich eine Rückfahrkamera gekauft habe. Noch ein paar Kilometer Straße. Dann erkunden wir auf diesmal etwas breiteren Pisten die umgebenden Strände und Strandzufahrten.

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Ist allerdings alles zu einfach. Am Ende solcher Zufahrten warten keine einsamen Stellplätze. Auch an der Praia do Lochos da Felsas stehen schon einige Wohnmobile. Ich finde die Bucht ja ganz nett. Gibt sogar eine kleine Höhle am Strand.

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Doch erstaunlicherweise gefällt es den Kindern hier gar nicht. Der Wind drückt voll in die Bucht rein und wirbelt den ganzen Sand herum. Bilden sich schon lauter kleine Sanddünen.

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Allrad ist wieder mal überbewertet

Och, hatte den Bus gerade so schön in die Dünen gestellt. Aber gut. Da fahren wir halt wieder. Die Parkbucht war eh zu schräg. Ein bisschen schaukeln, und raus ist der Bus. Ganz ohne Allrad. Ohne Sandbleche. Ohne Buddeln. Eigentlich schade.

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Naja, weiter. Über kleine Pisten und Sträßchen zum Cabo de São Vicente. Immerhin der südwestlichste Punkt Europas. Das Südwestkap sozusagen. Wollen wir nicht hier in der Macchie stehen bleiben? Mit Blick auf das Cabo de São Vicente?

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Mit dem Heck direkt über der Steilküste?

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Leuchtturm am Cabo de São Vicente

Nö, weiter. Strand fehlt. Na gut. Aber wenigstens noch den Leuchtturm am Cabo de São Vicente besichtigen. Einige Reisebusgruppen in Daunenjacken sind schon hier. Ist ja wirklich recht frisch und stürmisch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen auch alle Kinder mit. Allerdings in Badehose. Na meinetwegen. Ein Blick auf den Leuchtturm, ein Eisladen und ein paar lustige Vögel. Mehr ist da nicht.

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Ist ja sowieso eher ein ideeller Punkt. Die Südwestecke Europas. Aber der Blick auf die nördliche Steilküste ist wirklich schön.

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Pisten zu den Surfhotspots am Südwestkap

Boah, jetzt ist auch mir kalt. Aber rechts und links ein eisschleckendes Badehosenkind, und die Hände sind wieder warm. Trotzdem schön, wieder im Bus zu sein. Kurz nach dem Südwestkap geht links eine kleine Straße rein. Die nehmen wir.

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Bald kommt eine üble Wellblechpiste. Sehr gut. Allerdings sind die Strände da unten alle nicht sehr sandig.

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Dann ist wieder genug Sand da, aber die Farbe stimmt nicht. Und alles ist voll mit Kleinbussen und Surfern.

Erst der dritte Versuch endet an einer Bucht mit hellem Sandstrand. Puhh, geschafft. Manchmal ist die Stellplatzsuche ziemlich schwierig.

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Und dann buddeln die Jungs gar nicht am Strand. Sondern lieber in einem kleinen, windgeschützten Canyon.

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Aber abends wird es am Strand sogar noch richtig romantisch.

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Nur im Bus ist es noch schöner. Spielen also mit Meerblick noch lange Karten. Bis der Mond aufgeht.

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Ist wirklich schön hier. Und sogar mal sehr einsam.

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Praia Salema – Budens – Figueira – Praia do Lochos da Felsas – Ingrina – Cabo de São Vicente – Praia das Buddlas im Sandos | Portugal | 60 km | 3.305 km

[Am nächsten Tag surfen wir die Strände der Costa Alentejana ab.]

Infos zum Cabo de São Vicente

Der Baedeker Portugal vergibt für das Cabo de São Vicente gleich zwei Sterne (S. 325). Muss man halt gesehen haben. Oder besser dagewesen sein. Allerdings ist es ziemlich voll und ungemütlich da. Zumindest im Winter.

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