ᐅ Matratze, Moskitonetz und Zeltstoff für das Aufstelldach

Endlich waren der Dachrahmen verklebt, die Dachwanne verschraubt und die Gasdruckfedern montiert – zur Fertigstellung des Aufstelldachs fehlen jetzt nur noch die Matratze und die Verkleidung mit Moskitonetz und Zeltstoff. Und das eine Woche vor Urlaubsbeginn.

Welche Matratze ist die Beste im Aufstelldach?

Eine Frage, 1000 Antworten. Alleine in meiner Familie gibt es höchst unterschiedliche Auffassungen, wie die ideale Matratze aussehen soll – erst recht im Wohnmobil. Oben auf dem Dach habe ich aber keine 20 cm Platz für eine richtige Matratze. Also warum nicht einfach die Dachmatratze aus dem Vito Westfalia kopieren, mit der wir doch die letzten 14 Jahre schon gut zurecht gekommen sind. 6 cm. Hart.

Aus dem örtlichen Matratzengeschäft bin ich schnell wieder verschwunden – so etwas gibt es dort nicht. Und es ist ja viel bequemer, im Internet zu bestellen. Da habe ich eine perfekte, übersichtliche Auswahl aller Arten, Formen, Zuschnitte und Größen. Und bei den Preisen kann ich auch eine neue Matratze bestellen, wenn die gewählte Variante doch nicht mehr so richtig zufrieden stellen sollte. Für das Aufstelldach bestelle ich also erst einmal 6 cm PUR-Schaum HR40/60 (200 x 160 cm). Die Matratze wird natürlich vor dem Zeltstoff in den umliegenden Edelstahlrahmen gelegt. Oder besser geklemmt. Da das Dachblech von unten mit 47 mm Armaflex (2 x 19mm und 1 x 9 mm, jeweils selbstklebend) gedämmt ist, verzichte ich auch erst einmal auf eine Unterlüftung der Matratze. [Anmerkung 2018: Das hat sich auch über 2 Jahre so bewährt.]

Die Matratze für das Aufstelldach ist 6 cm dick

Die Matratze für das Aufstelldach ist 6 cm dick

Eigentlich wollte ich an den Seiten noch einen kleinen Unterbau herstellen, um die Rundung des Fahrzeugdaches auszugleichen. Darauf habe ich aber nach einem Probeliegen verzichtet.

Zeltstoff für das Aufstelldach: Baumwolle ist gesetzt

Von Anfang an war mir klar, dass ich das Aufstelldach ringsum mit Baumwollstoff gegen Witterungsunbilden schützen will. Den Zeltstoff für das Aufstelldach hatte ich mir dann auch schon vor ein paar Monaten in Holland bestellt. Der Segelpersenningstoff ist aus Baumwolle und von ziemlich schwerer Qualität (340 Gr/m² 160 cm, sand). Das war also geklärt.

Wenn schon, denn schon. Eine kleine Planänderung.

Okay, die Matratze liegt und man kann auf dem Dach schlafen. Schön ist es da oben. Schöne Aussicht. Frische Luft. Und diese Vorteile soll ich mir mit einem festen Zeltstoff wieder versauen? Bloß weil es alle so machen? Nee, nee – wenn schon, denn schon. Also Planänderung. Das Aufstelldach wird zum Panoramadach und bekommt nun ringsum ein Mückennetz. Der Zeltstoff wird nach meiner Idealvorstellung nur bei Schlechtwetter von innen eingehängt. Zwar hatte ich schon ausreichend Gaze für Belüftungsöffnungen und sogar schon diverse Reißverschlüsse gekauft, aber was soll’s.

Aber was ist das richtige Moskitonetz?

Extremtextil ist bunt

Extremtextil ist bunt

Also brauchte ich kurz vor knapp ein robustes, witterungsbeständiges und reißfestes Mückennetz ca. 9 x 1,2 m, durch das auch keine norwegischen Mücken passen. Die Maschen im eingebauten Mückenschutz an den in Wohnmobilen meistens verwendeten Seitzfenstern sind jedenfalls kein Hindernis für die skandinavischen Blutsauger. Die fliegen da glatt durch.

Doch wo bekomme ich ein passendes Moskitonetz her? Auf einen Tipp hin bin ich prinzipiell bei extremtextil fündig geworden. Doch was ist ein geeignetes Moskitonetz? Es darf im Norden keine kleinen Mücken durchlassen. Im Süden muss aber trotzdem eine gute Luftzirkulation gewährleistet sein. Ein scheuernder Ast darf nicht gleich Löcher reißen. Und wetterfest  muss es auch sein. Und gerade, als ich eine Auswahl verschiedener Netze in meinem Warenkorb hatte, zeigte mir ein Blick aufs Impressum, dass der Internetshop keine 5 Motorradminuten von mir entfernt sitzt. Nun ist das natürlich kein normales Ladengeschäft. Aber wenn man anruft und nett fragt, geht natürlich alles. Ich also dorthin. Die Mitarbeiter waren genauso bunt und angenehm wie die diversen, in die Regale gestopften Stoffe.

Hätte ich das früher gewusst, hätte ich natürlich auch den Zeltstoff von extremtextil gekauft. Schließlich fördere ich gern die regionale Wirtschaft.

Neben dem gesuchten Moskitonetz gab es eine bewundernswerte Auswahl selten gesehener Stoffe bei extremtextil

Neben dem gesuchten Moskitonetz gab es eine bewundernswerte Auswahl selten gesehener Stoffe bei extremtextil

Moskitonetz: Anfassen und aussuchen

Und da ich eher der haptische Typ bin (was bei den diversen Internetbestellungen natürlich immer zu kurz kommt), durfte ich auch alles einmal schön anfassen, also natürlich nur die Moskitonetze. Aber auch die Regale mit den bunten Reißverschlüssen hatten es mir angetan.

Leider habe ich gerade keine Reißverschlüsse für das Aufstelldach benötigt

Leider habe ich gerade keine Reißverschlüsse für das Aufstelldach benötigt

Nach eingehender Untersuchung habe ich mich schließlich für ein Moskitonetz aus Tüll mit 100 Maschen pro cm² entschieden (55 g/m², 250 cm breit, grauoliv) und gleich 10 m mitgenommen. Das Moskitonetz mit 40 Maschen war viel zu grob für nordische Mücken und das Netz mit 155 Maschen pro Quadratzentimeter schien mir wieder zu luftundurchlässig.

Ein späterer Test des Moskitonetzes in Schweden hat dann auch gezeigt, dass ich genau den richtigen Netzstoff ausgesucht hatte. Und hier folgt die Geschichte, wie das Moskitonetz und der Baumwollstoff zugeschnitten und das Aufstelldach mit Dachzelt und Mückennetz nachgerüstet wird.

Infos und Quellen

Material, Zubehör und Werkzeuge sind selbst gekauft.

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2 Antworten

  1. Reinhard sagt:

    Wie robust ist das Netz? Gibt es schon Beschädigungen?

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