ᐅ Kroatien: Doppelte Abreise vom Busbahnhof Dubrovnik

Vom Autobusterminal Dubrovnik starten heute 2 Nachtbusse in unterschiedliche Richtungen: Ein Flixbus nach Norden, der 711er nach Süden.

Mit dem Wohnmobil am Strand von  Dubrovnik

So ein Stadtrundgang durch Dubrovnik ist auch auf eigene Faust anstrengend. Menschenmassen, Hitze, Flipflops kaputt. Und nur gegen eines dieser Übel bin ich gewappnet. doch irgendwann sind wir tatsächlich zurück am Bus. Das war nach Wien, Zagreb, Primosten und Dubrovnik die letzte Stadtbesichtigung für dieses Jahr. Versprochen.

Kommt, lasst uns noch baden. Also unter der hohen Schrägseilbrücke durch zur fjordartigen Bucht Rijeka Dubrovačka. Die Badestelle sieht so idyllisch aus und wäre auch ein guter Parkplatz für Dubrovnik.

Aber die Hauptstraße ist direkt daneben und das Ufer für kroatische Verhältnisse ziemlich unappetitlich. Sieht aus, als hätte ein Kreuzfahrtschiff mal die Mülleimer über Bord gekippt. Die ganze Bucht ist ja sowieso eher Liegeplatz als richtiger Strand. Das hat aber auch Vorteile, denn so können wir über einen Schrottkahn direkt ins saubere Wasser hopsen.

So ein Bad ist echt was Feines nach der anstrengenden Dubrovniker Stadttour. Und gegen Dreck und Salz gibt es ja eine Außendusche am Bus.

Das undurchschaubare kroatische Pfandflaschensystem

Der Flixbus nach Hause fährt erst 20:30 Uhr. Also gurken wir noch ein bisschen im Hafen hin und her, verbrauchen die letzten Kuna und versuchen, kroatische Pfandflaschen loszuwerden.

Untersuchen dabei potentielle Parkplätze im Hafen von Dubrovnik. Die haben aber alle irgend einen Haken. So sieht der Konzum-Parkplatz auf Google Maps gut aus. Aber auch da ist nur über den Pollern Platz.

Dazu nimmt niemand unsere kroatischen Pfandflaschen an. Das kroatische Pfandflaschensystem ist mir sowieso ein Rätsel. Aber das ist mir jetzt egal, und ich drücke den ganzen Sack einem etwas verdutzten Mitarbeiter in die Hand. Soll er doch an diesem einen Pfandflaschentag an dieser einen Annahmestelle zu dieser einen bestimmten Uhrzeit die kroatischen Pfandflaschen abgeben. Hauptsache, die leeren Flaschen landen nicht irgendwo im Meer.

Autobus-Terminal Dubrovnik

Wir jedenfalls müssen jetzt zum Busbahnhof im Hafen von Dubrovnik. Der Bus nach Hause steht noch nicht da.

Auch am Busbahnhof Dubrovnik darf man mit einem Wohnmobil nirgendwo parken. Dann ist es 20:30 Uhr und es wird durchgesagt, dass der Flixbus eine Stunde später abfährt. Also Campingstühle rausholen und warten. Ein Polizist kommt vorbei und fragt, ob wir hier (im Halteverbot) campen wollen. Aber nein, wir warten nur auf den Bus. Na dann ist es gut.

22:20 Uhr kommt endlich der Nachtbus. Nochmal alle drücken und los geht’s. Das wird eine lange Tour von Dubrovnik zurück nach Hause. Alles Gute und bis bald!

Dubrovnik bei Nacht

So, das wäre erledigt. Jetzt startet auch unser Männer-Nachtbus nach Athos. Zunächst im Dunkeln an der Altstadt von Dubrovnik vorbei. Nachts müsste man die Stadt besichtigen.

Vor dem Altstadthafen von Dubrovnik liegen einige Yachten mit einer etwas ausufernden Ankerbeleuchtung. Sieht hübsch aus, aber ich frage mich, was die Fische davon halten.

Grenzstau Kroatien – Montenegro

Von Dubrovnik zur Grenze nach Montenegro ist es nicht weit. Schon bald bekommen wir mit, warum der Flixbus Verspätung hatte, denn an der Grenze nach Montenegro ist dicker Stau. Wir brauchen für die anderthalb Kilometer bis zur ersten Grenzstation eine geschlagene Stunde und stehen auch bergab zur montenegrinischen Grenzstation noch mal so lange.

Nach 2 Stunden Wartezeit an der Grenze von Kroatien nach Montenegro sind wir endlich aus den Grenzkontrollen raus. Nächste Gelegenheit rechts ab. Lande nach einem Stück Piste und einer äußerst engen Durchfahrt mit eingeklappten Spiegeln mitten in einem Fußballstadion. Unfreiwillig. Wirklich.

Sieht aber eigentlich ganz ruhig aus hier, so zwischen Tribüne, Umkleidekabine und Spielfeld. Die Jungs gehen ins Bett und ich setze mich noch ein bisschen auf die Tribüne. Aus dem Aufstelldach gibt es allerdings Beschwerden über einen klappernden Getränkeautomaten und ich muss den Bus tatsächlich noch ein Stück vorfahren. Es ist jetzt 01:45 Uhr. Hole ich mir jetzt noch so eine eisgekühlte Cola aus dem Klapperautomaten? Ach nee, da komme ich ja gar nicht mehr ins Bett. Und wenn dann morgen früh ein Fußballspiel losgeht, bin ich erledigt.

Orašac – Mount Srđ – Dubrovnik – Karasovići / Kroatien – Grenze Debeli Brijeg – Igalo / Игало | Montenegro | 85 km | 1.674 km

Ziel von morgen sind die Serpentinen von Kotor hoch nach Cetinje, also in die alte Hauptstadt von Montenegro.

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