ᐅ Stehpaddeln im Meer: SUP-Test in Kroatien

Kroatien ist das ideale Land, um Stehpaddeln im Meer zu üben, denn die Wellen in der Adria sind doch eher seicht.

SUP-Test ohne Wellen

Nach langem Schlaf in totaler Stille wache ich 06:45 Uhr oben im Aufstelldach auf. Bin nicht mal der Erste.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Also schnell jetzt. Die Kinder schlafen noch, sodass ich das SUP mal konkurrenzfrei im Meer testen kann. SUP – wie kann man ein Sportgerät so bescheuert nennen. Aber wir haben auch noch keinen besseren Namen gefunden. SUP sagt eigentlich bei uns niemand. Das ist meist „das Brett“, „das Schwimmbrett“ oder „das Board“ – aber all das trifft es nicht ganz.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Das Meer ist nun nicht gerade spiegelglatt, aber es plätschert halt so sanft dahin. Stehpaddeln ohne Wellen ist natürlich leichter, macht aber weniger Spaß. Stehpaddeln ist auch so ein komischer Begriff. Aber Suppeln ist auch nicht besser. Halten wir uns also mal an SUP und Paddeln. Ist ja egal. Hauptsache Spaß dabei.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Nach dem Frühstück frischt ein bisschen auflandiger Wind auf. Paddle mal eine größere Runde mit dem SUP übers Meer nach Norden in die große Bucht. Auf dem Hinweg paddelt es sich ziemlich leicht, weil das SUP gegen die Wellen läuft und der Wind noch nicht so stark ist.

Quer zu den Wellen sieht das dann aber anders aus und ich klatsche bei der Wende direkt ins Meer. Der Weg zurück ist mit den von achtern überkommenden Wellen dann zwar etwas komisch, aber insgesamt macht sich das SUP im Meer super und ich paddle auch gleich noch den Kilometer bis zur Insel im Süden.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Dort allerdings wird das Meer schon unruhiger, der Wind stärker und der Seegang höher. Gerade schräg zu den Wellen tänzelt das SUP dann doch ganz schön. Tanzen trifft das Stehpaddeln auf dem Meer sowieso am besten. Also immer schön locker bleiben!

Problematisch beim Paddeln mit dem SUP im Meer sind eigentlich nur Kreuzseen, Rhythmusstörungen und Ablenkungen. Wenn ich mich jedenfalls umdrehe, lande ich direkt im Meer. Und so springe ich auf den 5 km sechs Mal ins Wasser. Deswegen gibt es auch so wenige Fotos, weil ich natürlich mein Handy auf die längeren Strecken nicht mitnehme. Fürs Paddeln auf dem Meer müsste ich mal eine wasserdichte Handytasche nachrüsten.

Wichtig beim Stehpaddeln mit dem SUP im Meer ist eine Schnur für die Befestigung des SUP am Fuß. Sonst würde das Brett recht schnell weggeblasen werden. So aber bleibt auch bei einem Absturz alles an Ort und Stelle. Dann ist es leicht, wieder aufs SUP zu kommen.

Und auch wenn mit dem SUP auf dem Meer die Sicherheit eines Kajaks fehlt, hat man nie das Gefühl, unsicher unterwegs zu sein. Bei sommerlichen Badetemperaturen ist ja auch die Unterkühlung kein Problem, sondern eher gewünscht und der große Vorteil des SUP auf dem Meer.

Macht jedenfalls Spaß, im Stehen über die Wellen zu tänzeln. Und notfalls kann man sich immer hinsetzen und das SUP im Sitzen paddeln. Dann ist allerdings ein Doppelpaddel besser. Das Brett ist ja sonst ganz gut ausgestattet mit D-Ringen und Spannbändern. Ansonsten scheinen auch die Ventile salzwasserfest zu sein. Jedenfalls wird das SUP am Meer jetzt immer dabei sein. Ich mag es einfach, dazustehen und runter in das tiefe, klare Meer zu schauen.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Schnorcheln vom SUP aus

Noch bessere Einsicht ins Meer bieten Taucherbrille und Schnorchel. Heute früh gibt es zwar keine großen Fische wie gestern, dafür aber riesige Schwärme ganz kleiner Fische, die keine Angst haben. Ist cool, so mitten durch die Fischschwärme zu schwimmen.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Aber vom SUP aus zu schnorcheln macht eigentlich keinen Sinn. Bei uns nicht wegen der dann eintretenden Überbelegung von Sportgeräten, aber auch sonst nicht, weil man das SUP ja die ganze Zeit am Bein hinterherziehen müsste. Nur wenn man sich einen Anker bastelt, wäre das SUP eine gute Plattform fürs Schnorcheln.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Relaxen am Meer

Zwischendurch sitzen wir im Schatten und relaxen. Ist schön hier auf unserem freien Wohnmobilstellplatz direkt am Meer.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Mittag gibt’s Eierkuchen. Klappt mit der neuen Pfanne super. Und fast ohne Öl.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Danach allgemeines Suppenkoma. Fast schon Mittagsruhe. Um 16 Uhr, als die größte Hitze vorbei ist, noch mal baden gehen. Ist ja nicht weit bis zum Meer, wenn der Bus direkt auf dem Strand steht.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Wellenreiten mit dem SUP

Unser Jüngster schnappt sich das Schwimmbrett und fährt jetzt auch zur Insel rüber. Das macht mich ein bisschen nervös und ich laufe am Ufer nebenher. Aber er hat eine andere Strategie, mit dem SUP über die Wellen zu paddeln. Denn im Knien oder Sitzen ist das Board absolut sicher. Und angebunden an den Fuß hat er das Brett ja auch. Beim nächsten Mal müssen wir echt dran denken, zusätzlich noch ein Doppelpaddel mitzunehmen.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Das SUP als Liegewiese

Als er zurück ist, paddelt er mich auf dem SUP durch die Wellen. Das schaffen wir aber nur, wenn sich einer flach aufs Brett legt, denn die Wellen sind jetzt doch zu wellig. Wobei das natürlich noch lange keine Wellen im seemännischen Sinn sind. Wir sind halt in Kroatien. Da gibt es kaum das, was man richtige Wellen nennt.

Aber natürlich mache ich bei richtigen Wellen im Stehpaddeln auch keine Fotos mehr. Denn da würde ich mein Handy mit Sicherheit ins Meer schmeißen.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Abend am Meer

Vor dem Abendbrot spielen wir Rommé und danach „Es geht seinen Gang“, was gleichzeitig immer eine schöne Geschichtsstunde ist.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Dann Abendbrot und allgemeine Bewunderung des täglichen Sonnenuntergangs.

Stehpaddel-test mit dem SUP im Meer vor Kroatien

Der Mondaufgang ist aber auch nicht schlecht. Trotz der Dunkelheit spielen wir im Schein der Akkulampe draußen noch weiter. Gibt ja keine Mücken hier. Noch ein bisschen Sternenkunde und ab ins Bett.

Pag

Obwohl es hier so schön ist, müssen wir langsam weiter nach Süden, durch einen Waldbrand nach Šibenik. 

Infos zum SUP

  • Unser SUP fürs Stand-up-Paddling (Makaio Kula Nui 11.6 V3): Klick
  • Das iSUP ist aufgepumpt 350 x 80 x 15 cm groß
  • Tragkraft getestet mit 240 kg, aber da geht auch mehr

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2 Antworten

  1. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,

    schöner Reisebericht. Das Handy und das Wasser sind eine schlechte Kombination, vor allem genügt ja ein Spritzer Salzwasser um einen großen Schaden anzurichten. Wir haben uns eine GoPro zugelegt, mit Schwimmgriff. Sorgenfreies Bildermachen am oder auch unter dem Wasser, und mit der Stabilisierung deckt sie auch andere Bereiche gut ab. Weiter so und viel Spaß mit dem SUP, ähm – Brett oder was auch immer…

    Herzlichen Gruß
    Haubidü

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