ᐅ Wild Swimming Italien: Geheime Plätze fürs wilde Badevergnügen

Wild Swimming ist eines unserer liebsten Vergnügen. Halte die Badeplätze aber immer geheim. Doch jetzt ist es raus. Im Badeführer für Italien.

Wild Swimming Italien: Reiseführer fürs ganz besondere Badevergnügen

Wild Swimming statt Dusche im Wohnmobil

Hab mir in Vorbereitung der herbstlichen Italienreise ein neues Buch bestellt: Wild Swimming Italien. Genial. Wirklich genial. So einen Reiseverführer hatte ich schon lange nicht mehr in der Hand. Kein Gelaber. Kein Seitenschinden. Sondern 256 Seiten ausschließlich Fakten, Karten und GPS-Daten zu Badeplätzen, die man sonst nicht so ohne weiteres findet. Und Fotos. Fotos über Fotos. Könnte gleich losfahren.

Nun baden und schwimmen wir schon immer frei in allen möglichen und unmöglichen Gewässern. Brauchen deswegen meist gar keine Dusche im Wohnmobil. Allerdings waren wir ja bislang viel im Norden unterwegs. Und weder in Schweden noch in Norwegen muss man viel nach geeigneten Badeplätzen suchen. In Schweden stolpert man alle paar Kilometer über einen einsamen See. Und in Norwegen achte ich eher darauf, nicht direkt neben einem der zahlreichen Wasserfälle zu übernachten. Ist immer so laut. Schön sind auch die Lofoten. Ach, Skandinavien ist herrlich zum Baden.

Anders in Südeuropa. Gerade in Italien sind die Strände meist überlaufen. Auch im Inland sind die Seen rar oder touristisiert. Und doch gibt es dort viele Flüsse, Berge und geoaktive Zonen. Also versteckte Badeplätze. Thermalbecken. Heilschlammsuhlen. Man muss sie nur finden.

Aber im zersiedelten Italien reicht der Blick auf Karte und Geomorphologie allein meist nicht aus. Auch von diesem italienischen Thermalbadeplatz habe ich nur zufällig irgendwo gelesen und mir einen Punkt in der Karte gemacht. [Nr. 65 auf Seite 97. Mehr verrate ich nicht.]

Wild Swimming Italien: Reiseführer fürs ganz besondere Badevergnügen

Instagrammer, auf zu neuen Ufern!

Doch jetzt will ich die Badeplatzsuche in Italien mal etwas systematischer angehen. Ohne ständige Kratzpistenfahrerei. Ohne peinliche Wendemanöver auf abgelegenen Bauernhöfen. Und vor allem ohne lange Internetrecherchen auf Dutzenden verschiedenen Geheimtipp-Blogs. Nein, das ist nichts. Im Urlaub will ich ein Buch lesen. Mit Bildern, Karten und komprimierten Fakten. Da nehmen mir die Autoren viel Arbeit ab.

Und eins zeigen die neuen Badeführer aus dem Verlag Haffmans & Tolkemitt: Die jungen, zeigefreudigen Instagrammer würden den Markt für Reiseführer völlig überrollen. Wenn sie endlich auch mal Wort, Papier und systematisches Arbeiten für sich entdecken würden. Das war schon bei den German Roamers so. Und ist bei den Wild Swimmers nicht anders. Hab zwar gerade keine Zeit, nach den Instagram-Profilen der Autoren zu suchen. Aber da würde man bestimmt fündig werden. Kann gar nicht anders sein.

Nach der Begeisterung für den Italien-Band hab ich jetzt jedenfalls 4 neue Badebücher mit zusammen 1000 Seiten neuer Reiseziele im Bus liegen. Oh, Mann. Der Bus wird immer schwerer. Aber für die Wild Swimming Bücher ist mir das egal. Die sind ab jetzt auf jeder Reise dabei. Auf zu neuen Ufern!

Allerdings muss ich auch erwähnen, dass diese Bücher keine Anleitungen für Ich-fahre-mit-dem-Offroad-Wohnmobil-direkt-an-den-Strand sind. Die in der Regel gut versteckten Badeplätze sind meist nur über einen mehr oder weniger langen Spaziergang zu erreichen. Manchmal auch über eine ausgewachsene Wanderung. Für Anfahrt, Parkplätze und Wanderung gibt es aber jeweils kleine, genaue Karten.

Habe insofern schon nachgedacht über die Frage, ob ich meine Begeisterung fürs Wild Swimming Buch teilen oder lieber für mich behalten soll. Aber ich glaube, die Gefahr einer Massenhysterie ist bei einem Buch über meist mühsam zu erreichende Badetümpel nicht so groß wie bei irgendwelchen Listen im Internet. Kann das glaub ich verantworten, dass ein paar zusätzliche Leute sich dieses Buch kaufen. Und dass dann vielleicht doch an einem der sowieso meist nicht vollkommen geheimen Badeplätze 1 oder 2 Wasserratten mehr sind. Oder was meint ihr?

Die Bücher zum Wild Swimming

Ich wiederhole mich. Aber das Buch Wild Swimming Italien ist einfach nur genial. Und erfrischend. Die anderen Bücher sind noch original verschweißt. Doch was soll da schlechter sein?

  • Michele Tameni, Wild Swimming Italien: Klick
  • Hansjörg Ransmayr, Wild Swimming Alpen (Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien und Slowenien): Klick
  • Daniel Start, Wild Swimming Frankreich: Klick
  • John Weller/Lola Culsán, Wild Swimming Spanien: Klick


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