ᐅ Schnell durch Frankreich: Tempolimits und Mautkosten für schwere Wohnmobile

Die Mautkosten Frankreich relativieren sich bei hohen Bußgeldern und einem Tempolimit von 110 km/h. Also Autobahn quer durch Frankreich und über Andorra nach Spanien. Oh, das wird teuer.

Start mitten in der Nacht

Alles schläft noch. Ich bin wach. Mitten in der Nacht. Mag meinen Fensterbus. Kann vom Sofa aus direkt rausschauen. Muss nicht mal den Kopf heben. Hmm. Ganz dunkel und ruhig steht der schweizer Wald und schweigt. Soll ich die Augen einfach wieder zumachen? Hey, es ist doch schon 6:43 Uhr. Also aufstehen, anziehen und losfahren. Mag das immer, so in den Sonnenaufgang hinein zu fahren.

Vorteil der Mautkosten Frankreich - Spanien mit dem LKW: Höchstgeschwindigkeit für Wohnmobile Legal 110

Ist aber komisch heute. Komme nicht mehr zurück auf die Autobahn. Das kann doch nicht sein. Eine Hauptstadt mit nur einer Autobahnabfahrt. Google Maps ist ohne Internetverbindung auch keine Hilfe. Gurke also sinnlos durch Bern. Versuche, immer neben der Autobahn zu bleiben. Aber jetzt. Unter der Brücke durch, rechts rum, Tunnel, Kreisverkehr, Autobahnauffahrt. Puh, geschafft. Es rollt wieder. Oh, muss noch den heutigen Tag ins Formblatt für die Schwerverkehrsabgabe eintragen. Das hätte ich doch beinahe vergessen. Endlich Autobahn. Endlich gemeinsam frühstücken. Ist eine schöne Strecke durch die Schweiz. Viele Berge. Wenig Verkehr.

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Auf der Autobahn durch Südfrankreich

Dann Frankreich. Mautzettel ziehen und weiter. Ab jetzt gilt für Wohnmobile aller Gewichtsklassen ein Tempolimit von 110 km/h. Kann also ziemlich legal den Bus ausfahren. Traue mich nur nicht auf die dritte Spur.

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Gelbwesten und die Mautkosten

Die Gelbwesten sind aktiv und fordern soziale und fiskalische Gerechtigkeit. Scheint aber auch vermischt mit so kleinen privaten Rachefeldzügen zu sein. Denn fast alle Blitzer sind mit schwarzen Tüten zugeklebt. Und auch an den Mautstationen sitzen die Leute und halten die Schranken offen.

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Nun ja. Überlege schon, ob ich zur Aufrechterhaltung der fiskalischen Gerechtigkeit die Mautkosten Frankreich – Spanien trotzdem bezahle. Muss das aber gar nicht zu Ende denken, denn auf unserer Spur läuft der Dienst nach Vorschrift. Wir bezahlen also ganz brav unsere Mautkosten und sehen schon bald das Mittelmeer.

Kurvige N116 durch die Pyrenäen

In Perpignan runter von der Autobahn. Nach endlosen Kreiseln auf die N116 in die Pyrenäen. Sehr schöne Strecke.

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Die Kinder würden am liebsten in den kleinen, klaren Bächen neben der Straße baden gehen. Aber nein, jetzt doch noch nicht. Machen wir später mal. Schlängeln uns also weiter die Serpentinen hoch. Dritter Gang. 60 km/h. Läuft doch auf der N116 quer durch die Berge. Nebenbei viele hübsche Ausblicke.

Schnee und Diesel in Andorra

Andorra kommt näher. Brauche in den engen Spitzkehren nun öfter den zweiten Gang. Ringsum beginnen die ersten Schneefelder. Abfahrtshänge. Skilifts. Jetzt wollen die Kinder wieder Skifahren. Ach nein, diesmal doch nicht. Können wir später mal machen. Wir wollen doch nach Portugal. Ans Meer. Na gut. Dann wenigstens am Pass (2.408 m) ein bisschen im Schnee herumhopsen. Nebenbei Sonnenuntergang genießen. Und natürlich volltanken. Der Liter Diesel ist in Andorra mit aktuell 1,01 € ca. 0,40 € billiger als in Frankreich und 0,25 € billiger als in Spanien. Auch das spricht für meine große Doppeltankanlage.

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Dann im Skifahrerrückstau zurück durch Andorra nach Spanien. Der Stau hat aber auch sein Gutes. Erleichtert die Vorbereitungen für das warme Abendessen.

Freier Stellplatz in Spanien

Ab der Grenze nach Spanien läuft es wieder. Langsam wird der Bus zum Schlafwagen. Ich fahre noch in die spanische Nacht hinein. Abends ein ungeplanter, ganz spontaner Schlenker rechts runter von der Schnellstraße auf die alte Straße auf einen Feldweg an eine Investruine. Kurzer Rundgang. Ist ein etwas komischer, aber ruhiger Stellplatz.

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Bern – Genf | Schweiz – Valence – Montpellier – Narbonne | Frankreich – Andorra – Lleida – Fraga | Spanien | 1.158 km | 2.022 km

[Am nächsten Tag geht’s zur Abwechslung mal auf mautfreien Autobahnen weiter durch Spanien nach Portugal.]

Tempolimit und Mautkosten Frankreich für schwere Wohnmobile

Mautkosten Frankreich für schwere Wohnmobile

Wie sich die Mautkosten Frankreich – Spanien für einen als Wohnmobil zugelassenen LKW konkret zusammensetzen, ist immer schwierig rauszufinden. Frankreich unterscheidet bei den Mautkosten verschiedene Tarifsätze für die einzelnen Autobahnen. Am einfachsten ist es, ein Ticket zu ziehen, zu bezahlen und das alles dann zusammenzurechnen.

Für meinen MB 711 als schweres Wohnmobil mit Zwillingsreifen und 3,05 m Gesamthöhe habe ich an Mautkosten Frankreich – Spanien von Genf bis nach Perpignan 94 € bezahlt:

  • 46,10 € Mautkosten von der Grenze Schweiz-Frankreich bei Genf bis Valence
  • 41,30 € Mautkosten von Valence bis Narbonne
  • 6,50 € Mautkosten von Narbonne bis Perpignan nahe der spanischen Grenze

Tempolimit Frankreich für Wohnmobile von 3,5 bis 12 t

Die Mautkosten Frankreich relativieren sich aber angesichts der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auch für schwere Wohnmobile (bis 12 t) von 110 km/h. Seit 2018 gelten die folgenden Tempolimits für Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen und höchstens 12 Tonnen (vgl. Straßenverkehrsordnung Frankreich, Artikel R413-8-1: Klick)

  • 110 km/h auf Autobahnen;
  • 100 km/h auf zweispurigen Straßen, die durch einen Mittelstreifen getrennt sind, wenn sie vorrangig und als solche gekennzeichnet sind;
  • 80 km/h Tempolimit auf anderen Straßen in Frankreich.

Für 3 km/h schneller habe ich auf der französischen Landstraße schon mal ein Bußgeld von 96 € bezahlt. Da relativieren sich die Mautkosten Frankreich ziemlich schnell. Vor allem aber erleichtert die Nutzung der Autobahn in Frankreich natürlich die Einhaltung der Zeitvorgabe von 30 Stunden für die ersten 2.000 km.

Karte und Atlas für Frankreich

Nehme für die Grobplanung die Michelin Karte 721 im Maßstab 1:1.000.000. Mautstrecken zeigen die Kilometerangaben mit gelbem Hintergrund. Kilometerzahlen auf mautfreien Strecken sind nicht farblich hinterlegt. Seit ich das Prinzip verstanden habe, fällt mir die mautoptimierte Routenplanung durch Frankreich wesentlich leichter. Wirklich übersichtlich und ziemlich praktisch die Karte: Klick

Feinplanung und Stellplatzsuche läuft mit dem detaillierten Straßenatlas Frankreich (1:250.000), natürlich auch vom Lokalmatadoren Michelin. Cool ist der kleine QR-Code oben links auf jeder Seite, der zur passenden Online-Karte mit zusätzlichen Informationen zu Parkplätzen, Restaurants, Tankstellen und Sehenswürdigkeiten führt. Muss so für die Zielplanung nicht erst umständlich Orte oder Positionen eingeben. Der QR-Code reicht. Würde allerdings beim nächsten Mal nicht den orangenen, sondern den ein bisschen teureren, dafür aber laminierten und robusteren, blauen Michelin-Atlas bestellen: Klick

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4 Antworten

  1. Neeltje sagt:

    Vielen Dank für die Tipps, wie man am besten durch Frankreich kommen kann. Ich bin immer froh, wenn ich gute Ratschläge für das Ausland bekomme. Als Tourist fühlt man sich manchmal verloren.

  2. Michael sagt:

    Ist immer alles eine Frage der Zeit, die man hat und der Wert, dem man der Zeit beimisst. Hast Du wenig Zeit und diese ist dir sehr kostbar, dann zahle die Maut. Hast Du viel Zeit, Muße und wenig Budget, dann meide ganz einfach die Autobahnen. Fernab der Reiserouten hat man eh die schönsten Erlrbnisse.
    Viele Grüße
    Michael

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