ᐅ Griechenland: Unorthodoxer Osterspaziergang bei Unwetterwarnung

Unorthodoxer Ostersonntag. Die Griechen feiern dieses Jahr ja erst eine Woche später Ostern. Schon früh am Morgen scheint die Sonne. Trotzdem natürlich Lagerfeuer. Bei meinen Recherchen über das griechische Ostern stoße ich auf eine Unwetterwarnung für Chalkidikí. Soll ein schweres Gewitter und Sturm geben. Egal. Lese ja auch sonst nie Wetterberichte. Die Kinder freuen sich schon lange auf den Ostersonntag. Also Körbchen geschnappt und auf zum Osterspaziergang auf Chalkidikí.

Müssen die Osterwiese finden. Weiter westlich gibt es ja noch eine dritte Geheimbucht. Dahin laufen wir über die Piste, die wir bald wieder zurück fahren müssen. Haben schöne Spuren hinterlassen.

Sammle schon mal die größeren Steine von der Piste. Hier sind wir also vorgestern durch…

Seit 3 Tagen haben wir nun keine fremde Menschenseele gesehen. Auch der dritte Strand ist vollkommen leer. Aber hier stehen schon mal ein kleines Häuschen und ein paar alte Wohnwagen. Die Zufahrt ist zwar steil, aber teilweise betoniert. Unten eine Schranke.

Aber auch hier keine Leute. Und endlich haben wir unsere Osterwiese gefunden. Das falsche griechische Ostern kann beginnen. Denn bis zum nächsten Sonntag können wir nicht mehr warten. Ostereiersuche auf der Gänseblümchenwiese unter alten kratzigen Büschen hinter dem Strand.

Schnell alles aufessen, denn es ist heiß heute. Dazu ganz schöner Wellengang. Die Jungs hopsen lange im Wasser herum. Jauchzen und frohlocken zur Feier des Tages.

Dann ziehen aber mehr und mehr Wolken auf. In der Sonne ist es fast schon unerträglich heiß. Im Wolkenschatten wird es schnell kühl. Warmhalten mit größeren Erdbewegungen. Im Hintergrund der heilige Berg Athos. Bei den Mönchen stehen Christi Leiden noch bevor. Wir freuen uns schon ganz unorthodox an der Auferstehung.

Werden aber dennoch mit dem Strand nicht richtig warm. Ist zwar niemand hier, aber die Privatheit unseres Lieblingsstrandes fehlt. Der Hunger kommt auch langsam. Also gehen wir zurück zum Bus. Jetzt wieder voll in der Hitze.

Muss gleich mal meine Handykamera nebst 10fachem Digitalzoom ausprobieren. Nun gut, das ist nicht die Welt. Aber besser, als die Spiegelreflex mitzuschleppen. Und den Bus sieht man ja.

Bald schon sind wir wieder “Zuhause”. Warmes Mittagessen mögen die Kinder jetzt überhaupt nicht. Also Melone. Danach wieder runter zu unserem Lieblingsstrand.

Ist auch wirklich der schönste. Da unten gibt die Sonne noch einmal alles. Es ist so heiß, dass wir uns in den Schatten zurückziehen.

Auch hier wieder schöne Wellen. Muss den Jungs gebildete Vorträge halten. Erst über Tsunamis, dann über Riesenkalmare. Wie sind wir eigentlich drauf gekommen? Ach ja, über die Fischbeine, die am Strand lagen. Auch Schulpe genannt. Auftriebskörper der zehnarmigen Tintenfische. Nun ja, und so kamen wir vom Hundertsten ins Tausendste. Einer kuschelt sich rechts an, einer links. Mag ich. Da erzähle ich gerne Geschichten. Am späten Nachmittag verschwindet die Sonne ganz. Aber Athos lugt noch aus dem Dunst hervor. Unglaublich, dass der Berg 50 km weg ist. Und doch so zum Greifen nah. Selbst mit der Handyknipse.

Zwar ist die Sonne weg, die Steine aber sind immer noch ziemlich warm. Sagt zumindest mein Laserthermometer.

Doch die Wolken werden immer dichter. Der Wind nimmt zu. Nicht, dass an der Unwetterwarnung wirklich was dran ist. Könnte durchaus ein fettes Gewitter geben. Habe ein bisschen Schiss, dass ich nach einem Wolkenbruch die Piste nicht mehr hoch komme. Sind viele schräge, felsige Rampen dazwischen, die dann glitschig werden. Und die Wegschultern weichen noch weiter auf. Die Unterspülungen werden tiefer. Wir beraten uns und beschließen dann gegen 18:00 Uhr, unseren Traumplatz zu verlassen. Also alles einklappen und einräumen.

Bin mal gespannt, ob der Bus die steile Piste auch bergwärts schafft.

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