ᐅ Mercedes T2/LN1 auf elektrische Leuchtweiten-Regelung umrüsten

Ein irreparabler Defekt zwingt zum Umbau auf elektrische Leuchtweitenregulierung. Doch wie funktioniert die hydraulische Leuchtweitenregulierung am T2/LN1?

Defekte Leuchtweitenregulierung am T2N

Meine Leuchtweitenregulierung am T2N ist defekt. Die Scheinwerfer lassen sich nicht mehr verstellen. Leuchten direkt vor dem Fahrzeug auf die Straße. Viel zu tief. Am Scheinwerfer sitzt ein Versteller. An dem hängt direkt der Reflektor. Die Reflektoreinsätze lassen sich von Hand immer noch bewegen. Das fühlt sich an, als ob da eine Feder verbaut wäre. Aber da ist keine Feder. Der Effekt tritt nur durch den Unterdruck im hydraulischen System auf.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Funktion der hydraulischen Leuchtweitenregelung am Mercedes T2

Also undicht = kaputt. Kann man die Leuchtweitenregulierung nicht reparieren? Gibt doch bestimmt eine Anleitung dafür. Ist doch ein Mercedes. Aber mit der Leuchtweitenregulierung am Vario stimmt irgendwas nicht. Bei Mercedes ist sonst alles klitzeklein beschrieben. Aber zur LWR findet sich fast nichts. Auch in der Fachliteratur zum T2/LN1 finde ich nur den Hinweis, dass es die Leuchtweitenregulierung beim Vario-Vorgänger T2 neu nur als Sonderausstattung L35 gab (Einführungsschrift für den Kundendienst, 1986, Seite 14). Sonst nix.

Auch im Internet gibt es nicht viel. Beim googlen nach der Leuchtweitenregulierung für den Vario lande ich am Ende bei meinem eigenen Beitrag zum Umbau des Schalters der LWR im Amaturenbrett und zum nächtlichen Scheinwerferproblem in Portugal. Das soll alles sein? Dachte sogar erst, die Leuchtweitenregelung am Vario würde wie beim Mercedes Vito mit Unterdruck gesteuert. Wird sie aber nicht. Das ist ein ganz einfaches, geschlossenes, hydraulisches System.

Beim Drehen am Leuchtweitenregler im Amaturenbrett (A0005442131) wird eine sicherlich frostfeste Flüssigkeit (Glycol?) über die weißen, biegsamen Röhrchen in die beiden Stellantriebe an den Scheinwerfern gepresst. Die Versteller sind jeweils direkt mit dem Reflektoreinsatz in den Scheinwerfern verbunden und drücken den Reflektor nach oben. Wenn der Druck rausgenommen (oder das System undicht) wird, klappt der Reflektor wieder runter.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Umbau auf elektrische Leuchtweitenregelung am T2N

Umbaukit auf elektrische Leuchtweitenregulierung am Unimog, Düdo und Bremer

Die Funktion der originalen, hydraulischen Leuchtweitenregulierung ist eigentlich ganz einfach. Funktioniert so ähnlich wie so eine kleine Arztspritze. Hab unterwegs sogar schon überlegt, die Scheinwerfer tatsächlich wieder mit so einer kleinen Spritze zu regulieren. Aber das wird wohl nicht auf Dauer funktionieren. Kann ich ja mal probieren, wenn ich Zeit habe. Aber allein ein neuer Leuchtweitenregler im Amaturenbrett (A0005442131) kostet so viel wie das ganze Umbaukit auf eine elektrische Leuchtweitenregulierung. Dafür gehe ich eine richtige Reparatur der LWR nicht an.

Doch es gibt die Umbausätze auf eine elektrische Leuchtweitenregulierung nur für den Unimog, den Düdo (T2 alt) und den Bremer (T1). Für den namenlosen T2 neu oder den Vario ist nichts dabei. Puhh. Was mache ich nur? Ach egal, probier einfach mal das LWR-Umbauset vom Bremer aus. Wird schon passen. Das Päckchen ist schnell da. Vor allem aber die E-Mail mit einer detaillierten, 14-seitigen Einbauanleitung.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Ausbau der Scheinwerfer

Ich dachte erst, der Umbau auf elektrische Leuchtweitenregulierung geht ohne den Ausbau der Scheinwerfer. Wer es nämlich schafft, die Verstelleinheit vom Reflektor von innen abzuziehen, braucht die Scheinwerfergläser nicht auszubauen. Wer allerdings keine Spinnenfinger hat, muss (mindestens) die Scheinwerfergläser ausbauen. So wie ich. Also zuerst die Blinker abbauen. Das geht mit den zwei weißen Rändelschrauben von innen. Dann den Blinker nach außen abziehen.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Aber der Plastikgrill um die Scheinwerfer muss beim Nachrüsten der elektrischen Leuchtweitenregulierung am Vario ganz ab. Und ist noch mit 4 weiteren Schrauben befestigt. Links sind noch die 2 oberen Kreuzschlitzschräubchen da. Natürlich beide fest. Also aufbohren.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Die Befestigung des Plastikgrills um die Scheinwerfer ist auch eine komische Konstruktion. Da sind einfach Gewindestücke in den Kunststoff gepresst. Kein Wunder, dass sich da nach 25 Jahren nichts mehr bewegt.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Unten ist die Plastikverkleidung schon mit Sikaflex eingeklebt. Okay, der erste Plastikgrill ist ab.

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Demontage der alten, hydraulischen Leuchtweitenregelung

Der Grill um den rechten Scheinwerfer ist nicht besser. 3 Schrauben ausbohren. Doch der Plastikgrill um die Scheinwerfer muss zum Umbau auf elektrische Leuchtweitenregulierung ab. Nur so kommt man an die Schrauben für die Streuscheibe und das Scheinwerfergehäuse ran. Von vorn. Dann die vier Klemmschrauben lösen und das Scheinwerferglas vorsichtig abnehmen. Die Reflektoren sehen gut aus. Sind aber ein bisschen verstaubt. Am Reflektor ist außen oben eine Sicherungssperre für das Kugelgelenk des Reflektors. Fürs Bild schon abgeschraubt. Auf der oberen Innenseite der Scheinwerfer sitzt innen eine weiße Plastik Mutter zum Einstellen der Scheinwerfer. Die kann ganz ab. Dann macht sich alles leichter. Lange drehen. Die Schraube ist lang.

Im Bild unten rechts das weiße Teil ist der Verstellhebel der Leuchtweitenregelung. Den kann man eigentlich nur abziehen. Aber bei mir ist da eine Sicherungskappe drauf, die das Abziehen erschwert.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Mit dem gelösten Kugelgelenk und der oberen Verstellung lässt sich der Reflektor mit dem LWR-Versteller jetzt schon ziemlich weit rausziehen. Kann die Kugel des Verstellhebels für die Leuchtweitenregelung rausziehen.

Das komisch gebogene, weiße Ding ist die Verbindung des Reflektors zur Leuchtweitenregelung und nur gesteckt. Manchmal mit einem Sicherungsring obendrüber. Mit ein bisschen Kraft kann man die Halterung für die Leuchtweitenregelung vom Stellantrieb abziehen. Der Versteller wird beim Umbau auf elektrische Leuchtweitenregulierung wiederverwendet.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Montage der elektrischen Leuchtweitenregelung

Der abgeschraubte Stellring mit dem weißen Bajonettverschluss zum Scheinwerfergehäuse wird beim Umbau auf elektrische Leuchtweitenregulierung ebenfalls wiederverwendet und auf den elektrischen Stellmotor der LWR aufgeschraubt.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Das elektrische Umbaukit der LWR passt ohne Probleme. Mit dem Stellrad kann der Scheinwerfer nach wie vor justiert werden.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Nur der Antrieb für den Versteller der Leuchtweite ist halt elektrisch. Je mehr Gewinde zu sehen ist, umso weiter zieht es den Scheinwerfer nach unten. Es sollte also hier die Einstellung vorgenommen werden.

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Der Verstellhebel der elektrischen Leuchtweitenregulierung wird nur in die Aufnahme an der Leuchtweitenregelung eingeklipst. Reflektorglas drauf. Fertig.

Elektrische Leuchtweitenregulierung nachrüsten beim Wohnmobil Mercedes T2/LN1, Funktion hydraulische LWR

Das weiße Röhrchen mit der Hydraulikflüssigkeit am alten, hydraulischen Versteller kann einfach abgeknipst werden. Da hängt nichts anderes dran.

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Den Plastikgrill um die Scheinwerfer montiere ich diesmal mit Einziehmuttern und Schrauben von außen. Ist nicht so elegant wie im Original, aber deutlich wartungs- und reparaturfreundlicher. So kommt man nämlich von außen über die Scheinwerfer von hinten an die Schrauben für den Kühlergrill und kann bei einer fest hängenden Motorhaube die Problematik  ganz elegant von außen lösen.

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Elektroanschluss der Leuchtweitenregelung am Vario

So, jetzt muss muss ich noch die ganzen Kabel der elektrischen Leuchtweitenregulierung anschließen. Die Stecker zu den beiden elektrischen Stellmotoren der LWR sind schon vorkonfektioniert. Passt.

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Aber die andere Seite der Kabel muss ja auch irgendwohin. Blau ist die Steuerleitung zum Schalter der elektrischen LWR. Schwarz ist Masse. Rot ist Plus. Allerdings arbeiten die Stellmotoren der elektrischen Leuchtweitenregulierung mit 12 V. Und der Bus hat natürlich 24 V. Kann also Plus nicht einfach vom Standlicht holen.

Brauche einen DC-DC-Wandler von 24 auf 12 Volt. Allerdings kann mir keiner so richtig sagen, wie hoch die Leistungsaufnahme dieser Stellmotoren ist. Doch der Anbieter verkauft Wandler von 24V auf 12V mit 3 Ampere. Mehr als 36 Watt sollten die Stellmotoren der elektrischen Leuchtweitenregulierung also nicht haben. Eher deutlich weniger.

Ich allerdings will über den Wandler nicht nur die elektrische Leuchtweitenregulierung, sondern auch noch die Zentralverriegelung, das Standlicht am Anhänger und noch ein bisschen anderen Kleinkram betreiben. Will nach 25 Jahren weg vom Mittelabgriff an den Aufbaubatterien. Brauche daher etwas mehr Leistung. Und mehr Zeit. Aber das ist ein anderes Thema…

Infos und Quellen für die elektrische Leuchtweitenregulierung am Vario

  • Mein 12-V-Umbausatz für die elektrische Leuchtweitenregulierung am T2/LN1 ist eigentlich für den Mercedes Bremer/T1, passt aber auch beim T2/LN1 (12V): Klick
  • Einzig nötiges Zubehör für die elektrische Leuchtweitenregulierung ist ein Wandler 24V/12V

Nachtrag 2021: Umrüstung der LWR auf 24 V

Mittlerweile gibt es auch Leuchtweitenregelung für 24 V. Nach 2 Jahren rüste ich noch einmal um und schmeiße mein letztes 12-V-Gerät aus dem Bus.

  • Vollständiger Umbausatz für die elektrische Leuchtweitenregelung LWR 24 V für Mercedes Transporter: Klick
  • Das 24-V-Kit ist auch wieder für den Mercedes T1 Bremer, sollte aber genauso wie das 12 V Gerät auch beim T2N passen.
  • Das Umbauset der LWR auf 24 V liegt schon auf meinem Schreibtisch. Ich hab’s allerdings noch nicht verbaut.
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28 Antworten

  1. Anonymous sagt:

    Hallo Tom,
    klar, die Leuchtweitenregulierung gibts als elektrischen Umbausatz fix und fertig – Deine Links verweisen wohl auf den nächsten Artikel – Anhängerkupplung 😉 Da bin ich schon gespannt!

    Beste Grüße
    haubidü

    • Tom sagt:

      Na, da gab es beim Beitrag zur elektrischen Leuchtweitenregulierung wieder mal einen unbeabsichtigten Einblick in meine Arbeitsweise.

      So einen Beitrag diktiere ich natürlich parallel zum Einbau direkt ins WordPress und mache dann hinterher nur noch die Fotos dazu. Diese Rohfassung sollte eigentlich nicht-öffentlich sein… Und eigentlich veröffentliche ich so einen Beitrag erst, wenn alles läuft…Aber jetzt warte ich noch auf den Wandler…Naja, muss so gehen…Und ja, die Anhängerkupplung ist schon dran…Aber der Wandler fehlt…Also warten…

  2. Thomas sagt:

    Hi Tom ,
    ich finde es absolut faszinierend, dass wir offenbar parallel, mit je einigen Monaten Versatz, die gleichen Probleme am T2 beackern, so z.B. Tankentlüftung, Leuchtweitenregulierung, Reparatur der Webasto-Steuerung, Nachrüstung der AHK, Umrüstung auf größere Bereifung, Spurstangeköpfe…. Allerdings betreibe ich kein Forum.
    Die LWR habe ich gerade gestern noch einmal nachgebessert, da die 12V-Stellmotoren nicht die 24V-Masse des Fahrzeuges mochten. Ich habe jetzt die Massen zum Fahrzeug gekappt und direkt auf den Minuspol einer kleinen, separaten 12v-Batterie verkabelt. Ein kleiner 24-auf-12v-Wandler (Chinaprodukt für 10 Euro) hatte leider nicht funktioniert. Hatte ohnehin Sorge, dass der mir den Wagen irgendwann abfackelt.

    Was die AHK – und hier insebesondere die Stromversorgung – angeht, bin ich einen recht einfachen Weg gegangen. Ich wollte die 24V-Spannung belassen. Wer weiß, vielleicht will ich mal einen LKW-Anhänger ziehen 😉
    Den Strom für die Anhänger-Beleuchtung habe ich einfach mit Stromdieben von den Rückleuchten abgegriffen. Das gesamte Set, also Anhängebock, Kugelkupplung und E-Kit stammt von GWD (bei Rameder bestellt) und macht einen guten Eindruck. Am universellsten schien mir ein 13-auf-13-poliger Adapter-Stecker (24 auf 12V) von SecoRüt (einfach “SecoRüt Spannungsreduzierer von 24 auf 12V” googeln), den man bei Bedarf zwischen Fahrzeug und Anhänger steckt. Allerdings sehe ich eine gewisse Diebstahlgefahr, da das Teil über 100 Euro kostet und wortwörtlich im Handumdrehen entfernt ist.

  3. Heiko sagt:

    Hallo Tom,
    ich lese bei Dir fleißig mit und habe auch ab und an schon geschrieben. Ich fahre seit 5 oder 6 Jahren den gleichen Fensterbus wie Du und habe tatsächlich die gleichen Probleme. Meiner hat erst 140.000 km hinter sich. Letzte Woche hatte ich den ersten TÜV-Durchfaller. Eine Bremsscheibe hatte eine tiefe Riefe (Stein?). Das Problem ist dank Deiner Beschreibung nun gelöst. Hat mich allerdings einen Tag gekostet. Viel Zeit habe ich gebraucht, um mir eine Nuss für den ziemlich fest sitzenden Radlagerdeckel zu schweißen, die war hier nirgends zu bekommen.
    Der Tipp mit den Marquard-Stoßdämfern war super, die fahre ich nun auch schon 3 Jahre. Völlig neues Fahrgefühl. Danke auch für den Tipp.
    So, aber nun zu, eigentlichen Thema: LWR hatte der TÜV auch bemängelt. Diesen Mist Unterdruckkram hatte ich schon mal getauscht, hat 3 Jahre gehalten. Habe nun heute die 24V Variante bekommen und eingebaut. 239 EUR oder so ähnlich finde ich richtig viel Geld für so ein bisschen Plastik. Aber wenn es hält ist es ok. War aber ein ganz schönes Gefrickel, ich habe auch die Scheinwerfergläser ausgebaut und meine Lampengitter mit Schraubnieten versehen. (Falls jemand noch ein rechts Lampengitter hat, bitte anbieten, ich zahle fast jeden Preis, weil ich die echt nirgends finde ;-)). Die Motoren haben leider keine Schraubgewinde zum leichten einstellen, man muss nun durch ein Miniloch von hinten mit einem recht langen Schraubenzieher die Grundeinstellung machen. Auf die Schnelle wird das nix, da man durch die großen Motoren kaum Platz hat. Für das Aufstecken in den Scheinwerfer waren bei mir die Dichtungs-Gummiringe viel zu dick, ich hätte den Kram fast abgebrochen. Ich hatte aber dünnere da, damit klappte es. So gingen die fluffig rein und sitzen auch fest. Für den Schalter habe ich die Kunstoffblende unter dem Scheinwerferknopf gebohrt und dort reingesetzt. Passt von den Kabeln auch besser. In den Originalen Platz des bisherigen Verstellers war der Knopf nicht geeignet. Schade.
    PS: Die LWR ist Made in India. Ob das besser ist als Made in China? ich glaube nicht.

    • Tom sagt:

      Ja, meine 24 Volt Leuchtweitenregelung liegt immer noch hier. Wird ja langsam peinlich. Aber ich warte mal noch ein bisschen. Vielleicht kommen ja noch mehr nützliche Tipps für den Einbau der LWR. Jedenfalls danke ich dir schonmal.

  4. Heiko sagt:

    Einen Tipp habe ich schon mal: Es war kein Fehler von Dir, zu warten.
    Der Einbau war zwar viel Schrauberei, ging aber ganz gut. Ein kleineres Problem ist das Einstellen am hinteren Gehäuse durch das kleine Loch. Hierfür habe ich einen satt passenden Schraubendreher in der notwendigen Länge angeschnitten und am Ende mit der Heißklebepistole einen kleinen „Knuppel“ geklebt. Da sich die Schraube einigermaßen leicht bewegen lässt reicht das und man kann noch genügend Kraft übertragen. Mit Griff hatten meine Schraubendreher zu wenig Platz nach hinten.

    ABER: Einen Tag später hatte ich noch einmal nachgeschaut und wollte eine Grob-Höheneinstellung vornehmen. War leider nix, da von der auf den Motor aufgesetzte Hülse an dem Stecker in dem Scheinwerfer komplett abgerissen war. Auf beiden Seiten. Ich hatte erst gar nicht verstanden, warum die Motoren so locker im Scheinwerfer hingen. Also Nachgeschaut. Dafür erst die Blinker, die Gitter und die Scheinwerfer wieder ausgebaut, dann noch die Scheinwerfergläser. Darin fand ich dann die kleinen abgerissenen „Ringe“. Die Hülsen sind nicht aus Indien, sondern als Adapter wohl selber von LWR-Shop angefertigt (Haben einen Firmeneindruck). Die Hülsen sind aus dem 3D Drucker und sind nicht passgenau. Mit den Original-Dichtungsringen gingen die, wie ich ja schon beschrieben hatte, überhaupt nicht ins Gehäuse. Mit den wesentlich dünneren Dichtungen von mir passte es ziemlich „schmatzend-satt“. Noch dünnere Dichtungsscheiben hätten die Motoren sicherlich nicht dauerhaft gehalten. Die Zugkräfte haben sie dennoch nicht ausgehalten. Warum die nicht gleich, sondern erst über Nacht gerissen sind, verstehe ich zwar nicht, ist aber echt ärgerlich.
    Ich habe LWR angemailt und ein Foto beigelegt. Ich bin auf die Reaktion gespannt und weiß nicht, ob ich dieser Fehlkonstruktion vertrauen soll. Eine Schnellverstellung für die Grundeinstellung per Gewinde, wie beim Original, hätte ich auch wesentlich praktikabler gefunden. Auf die Schnelle (ich muss zur Nachschau zum TÜV) suche ich jetzt nach einer Notlösung. Im Moment habe ich die abgeknipsten Originale wieder eingesetzt. Per Gewinde lassen die sich ja verstellen. Aber bekomme ich damit die Höheneinstellung hoch genug? Mit dem Hydraulik-System (was ja nun angeknipst und damit lahmgelegt ist, ) waren die Scheinwerfer nicht mehr in die Höhe zu bringen. Wie sollte dass jetzt ohne die Flüssigkeit gehen? Ob der TÜV nun auf eine Verstellung per Drehrad am Armaturenbrett besteht oder ob eine Einstellung am Scheinwerfer reicht? Sollte das nun mit dem deaktivierten System nicht funktioniert brauche ich eine Alternativlösung…
    Gruß
    Heiko

    • Martin sagt:

      Ich habe ja auch die 24V LWR im November eingebaut, habe aber keine Ahnung wie da etwas abreißen kann. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Scheinwerfer ‘auf Anschlag’ gegangen sind, der Motor aber noch weiter gezogen hat.
      Normalerweise würde dann aber der weiße Knubbel aus der Pfanne springen bevor da etwas abreißt. Ich habe da zur Sicherung nur Draht verwendet, da die Sicherungsringe gefehlt haben.
      Den Drehschalter habe ich an der Originalposition eingebaut.
      Bei mir lief ein Motor länger als der andere, wurde aber anstandslos umgetauscht.
      Einstellung ist fummlig, geht aber. Das hätte man sicher besser lösen können.

    • Tom sagt:

      Ich merke schon, wenn man zuviel Reparaturanleitungen liest, macht das die Sache auch nicht besser. Da kriegt man ja regelrecht Angst vor der LWR-Montage.

  5. Heiko sagt:

    LWR hat sofort reagiert und neue Hülsen geschickt. Insoweit schon mal top.
    Ich habe wieder meine dünneren Dichtringe genommen und zuerst nur die Hülse in den Scheinwerfer eingesteckt. Danach den Motor auf die Hülse, dabei den losen Reflektor auf die Kugel geführt. Mal sehen, ob es so die Nacht übersteht und hoffentlich dann auch noch mehr als die 3 Jahre, die das letzte Originale Hydrauliksystem dicht geblieben war…

  6. Heiko sagt:

    PS: Die Verkabelung muss oben und unten vom gleichen Kabel genommen werden, sonst soll es nicht funktionieren und der Motor läuft bei jedem Starten neu an. Ich habe + und – vom Standlicht abgegriffen. Die Verstellung funktioniert dann natürlich ohne Standlicht nicht. Evtl. benötigt man dann eine stärkere Sicherung.

  7. Heiko sagt:

    So ganz überzeugt mich das Produkt noch nicht. Beim Grobeinstellen per Schraubendreher habe ich komplett das Gewinde rausgeschraubt, also wieder auseinandernehmen mit kompletten Programm. Auf der anderen Seite ist beim Einstellen per Motor die Kugel aus der Pfanne gesprungen, also auch diese Seite zum x.Mal zerlegen. Bei der Grobeinstellung ist mit dem Schraubendreher echt sehr wenig Platz und dank heißer Standheizung (läuft wohl das heiße Kühlwasser durch) vor dem Schaufenster gegrillte Hände. Dann bemerkt, das nur ein Motor auf der einen Seite läuft. Ich hab’s dann erst einmal so beim TÜV versucht und hatte die wohl glücklicherweise richtig eingestellt und mußte nicht per Motor korrigieren, was ja auch nur auf einer Seite funktioniert hätte. TÜV hat er erst einmal….

    Kann man eigentlich irgendwo einen passenden Versteller ohne Hydraulik oder elektrisch bekommen? Wo man also nur per Drehrad am Scheinwerfer einstellt?
    Gruß
    Heiko

    • Tom sagt:

      Ab 01.01.1990 ist die Leuchtweitenregulierung vorgeschrieben. Ich weiß nur nicht, ob die LWR auch nur direkt am Scheinwerfer montiert sein kann. Oder ob zwingend eine Bedienung vom Fahrersitz aus notwendig ist. Muss das wohl mal recherchieren. Wenn dein Bus jedenfalls vor 1990 zugelassen wurde, brauchst du den LWR-Zick überhaupt nicht.

  8. Landytracks sagt:

    Danke Tom für die ausführliche Beschreibung zum Thema LWR- Umbau. Ich habe einen 814DA, also einen T2, und stehe auch vor der Erkenntnis, dass die originale hydraulische Regelung nicht optimal ist und auch gerade defekt ist. Das Hauptproblem ist dabei, dass dieser Mangel inzwischen beim TÜV ein grosser Mangel ist, also zur Stillegung führen kann, wenn das nicht so wäre, wie früher, könnte ich bei meinem Wohnmobil auf die Verstellmöglichkeit einfach verzichten, brauche sie praktisch nie.
    Wenn ich mir aber die diversen Kommentare zum Umbau auf elektrisch hier durchlese, zweifle ich doch sehr daran, dass diese elektrische Lösung ausgereift ist und denke, dass es vielleicht doch besser wäre, das Originalteil (A000 544 2131) wieder einzubauen, auch wenn es um die 180 € kostet.

    • Landytracks sagt:

      Noch ein Nachtrag:
      Interessant wäre auch, ob Jemand inzwischen Erfahrung damit gemacht hat, ob es ausreicht, die Scheinwerferhöhe direkt am Scheinwerfer einzustellen, oder ob immer die Bedienung vom Armaturenbrett aus sein muss.

      • Tom sagt:

        Nun ja, am Scheinwerfer konnte man die Leuchtweite ja schon immer einstellen. Ich vermute, dass mit Leuchtweitenregulierung schon eine Bedienung vom Fahrersitz aus gemeint ist. Aber es muss doch auch irgendwo im Gesetz oder einer Verordnung stehen.

    • Tom sagt:

      Also die 12-V-LWR ist solide und funktioniert. Aber im Vergleich zur 24-V-Variante wäre tatsächlich ein Gedanke an die Originalvariante der Leuchtweitenregulierung sinnvoll. Immerhin hat die hydraulische Lösung ja 25 Jahre funktioniert.

  9. Walter sagt:

    Hallo Tom,

    ich wollte mich schon länger mal bei dir bedanken. Ich fahre seit gut 12 Jahren einen umgebauten 609 D. Das ist ein ehemaliger Krankenwagen der Bundeswehr.
    Wenn ich mit ihm ein Problem habe, suche ich im Netz und lande regelmäßig bei den globetrotters und deinen Veröffentlichungen. Echt, große Klasse!!
    So auch bei der vermaledeiten Leuchtweitenregelung. Eigentlich von der Konstruktion simpel und gut, leider aber qualitätsmäßig hinsichtlich der Haltbarkeit schwach. Vor ca. 10 Jahren habe ich keine überzeugende Lösung gefunden und die Hydraulik mühsam abgedichtet. Ich werde das auch diesmal mit Ehrgeiz und Rentnerkapital (Zeit) versuchen. Wenn es nicht mehr funktioniert, habe ich mit deinem Hinweis auf die 24V Ausführung zumindest eine gute und ausprobierte Alternative.
    Ich weiß nicht warum, aber ich fahre den Bus unglaublich gerne. Ebenso mein Sohn, der mit Frau wieder einmal in Norwegen “rumgeturnt” ist. Lieber einen Tag Langstrecke mit dem Bus durch Nordeuropa, als 4 Stunden mit einem PKW über Deutschlands marode und staugeplagte Autobahnen.

    Gruß
    Walter

    • Tom sagt:

      Vorsicht mit der 24 V Leuchtweitenregulierung. Die habe ich immer noch nicht ausprobiert – ich fahre nach wie vor die 12-V-LWR spazieren. Insofern kann ich da auch noch keine Empfehlung aussprechen. Vielleicht wäre die originale Variante wirklich besser?

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