ᐅ Slowakei: Wanderung durch die Hohe Tatra zum Prinzensattel

Gestern Abend haben wir uns noch so lange unterhalten, dass wir das Zelt dann schließlich im strömenden Regen aufbauen mussten. Aufgrund des langen Gesprächs kamen wir heute Morgen erst gegen 7:00 Uhr aus dem innen feuchten Zelt gekrochen. Bei der Gelegenheit verlor ich auch mein Portemonnaie. Vielleicht liegt es im Zelt, in dem es aussieht, als ob die Barthelbombe explodiert wäre.

So schafften wir gerade so den 9:50-Uhr-Zug auf den Hrebiniok. Von dort stiegen wir zur Bilikova Chata mit den Kaltwasserfällen ab, wo das Fotografieren kein Ende nahm. Das sprudelnde Wasser hatte an einigen Stellen eine wunderschöne, grünblaue Färbung.

Kaltwasserfälle in der Hohen Tatra

Kaltwasserfälle in der Hohen Tatra

Zu viert wanderten wir dann das kleine Kaltwassertal hinauf.

Kaltwassertal in der Hohen Tatra

Kaltwassertal in der Hohen Tatra

An der von relativ großen Schneefeldern umgebenden Dürren Hütte tranken wir erst einmal Tee und rüsteten uns hochgebirgsmäßig aus, da Wolkenfetzen über das Tal trieben.

Dürre Hütte in der Hohen Tatra

Dürre Hütte in der Hohen Tatra

Der Aufstieg zum Prinzensattel (2.353 m) war einigermaßen gefährlich, zumal wir sehr glatte Schuhe anhatten und viel Schnee herumlag.

Aufstieg zum Prinzensattel

Aufstieg zum Prinzensattel

In Ketten hängend erklommen wir Meter für Meter.

Aufstieg zum Prinzensattel

Aufstieg zum Prinzensattel

Beim Abstieg über den Geröllhang ins große Kaltwassertal fing es dann tatsächlich an zu regen.

Abstieg vom Prinzensattel im Schnee

Abstieg vom Prinzensattel im Schnee

So stürmten wir im Eilschritt zur Räuberhütte, wo wir uns wirklich ausgeräubert fühlten. Als wir dann aber sahen, wie die Versorgung der Hütte erfolgte, nämlich durch Sportler mit großem Tragegestell, hatten wir Verständnis für das Preisniveau. Für ein Foto von den Bergen mit inzwischen wieder reinem Himmel stieg ich hinunter zum See. Wegen des Windes wurde aber aus dem Spiegelbildfoto nichts.

Hohe Tatra an der Räuberhütte

Hohe Tatra an der Räuberhütte

Dafür sah ich aber eine Gämse, der ich mich für ein Foto annähern konnte, bevor sie entfleuchte.

Gämse an der Räuberhütte, Hohe Tatra

Gämse an der Räuberhütte, Hohe Tatra

Der weitere Abstieg gestaltete sich sehr sangesfreudig. Weniger erfreut waren wir allerdings, als die Bahn wegen technischer Überprüfung nicht fuhr. So kamen wir erst 18:00 Uhr „nach Hause“. Da wir aber kaum noch etwas zu essen hatten, musste ich danach noch einmal in die Stadt fahren. Mit Blick auf die Abfahrten habe ich vorher allerdings noch einmal die Schaltung so eingestellt, dass ich endlich wieder auch 50/13 fahren kann. Bei einem kleinen Wettstreit mit anderen Radfahrern hat sich die neu eingestellte Schaltung und die lange Übersetzung gleich super bewährt. In Velka Lomnica begann ich dann nach dem zu suchen, wonach ich eigentlich losgefahren bin: Brot, Butter und Marmelade. Auf dem dortigen Sportcamp gab es zwar leider nur noch Brot, aber immerhin besser als gar nichts. Nach dem Abendbrot haben wir uns dann wieder mit unseren ungarischen Zeltnachbarn unterhalten.

Stara Lesna – Stary Smokovec – Stara Lesna – Tatranska Lomnica – Velka Lomnica – Stara Lesna (35 / 898 km)

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