ᐅ Tschechien: Obacht vor der Kostenfalle Bankautomat

Ich bin noch nicht in die Kostenfalle Bankautomat reingetappt, aber bei jeder Bargeldabhebung im Euro-Ausland muss ich mich konzentrieren. Denn wer zahlt schon gern versteckte Gebühren. Näher untersuchen wollte ich das schon immer mal. Aber man hat ja nie Zeit. Doch diesmal habe ich endlich ausgerechnet, wie teuer die Kostenfalle werden könnte.

Bargeldabhebung im Euro-Ausland

Nun bekomme ich mit meiner Kreditkarte weltweit kostenlos Bargeld. Zumindest verspricht mir das meine Bank. Doch da gibt es auch noch versteckte Gebühren der Bank, die das Geld auszahlt. Doch ich brauche Bargeld, denn das Hotel Pyramida im Isergebirge ist zwar schön, aber dort kann ich nicht mit Karte bezahlen. Also zuerst mal die Kreditkarte in den Automaten der tschechischen Sparkasse stecken. Oha – da wird ja schon mal Deutsch als Menüsprache angeboten. Das Angebot nehme ich doch gern an.

Kostenfalle Bankautomat: Sprachauswahl

Kostenfalle Bankautomat: Sprachauswahl

Mit der Sprachauswahl outet man sich zwar schon als leichte Beute, aber mein Tschechisch reicht halt nicht für das restliche Menü.

Kostenfalle Bankautomat: Versteckte Gebühren beim Geldabheben im Ausland

Kostenfalle Bankautomat: Versteckte Gebühren beim Geldabheben im Ausland

Jetzt heißt es Obacht geben: Kostenfalle Bankautomat und versteckte Gebühren

Also Barabhebung. Und dann kommt eine verführerische Anzeige. Nehme ich die Unsicherheit eines unbekannten Wechselkurses in Kauf und fahre ohne Umrechnung mit dem Bargeldbetrag fort? Oder nehme ich die vermeintlich sichere Variante mit dem bekannten Umrechnungsbetrag?

Hier lauern versteckte Gebühren: Jetzt bloß nicht rechts klicken

Hier lauern versteckte Gebühren: Jetzt bloß nicht rechts klicken

Jetzt bloß nicht schnell durchklicken. Erst mal überlegen. Und dann beim Geldabheben im Ausland auf alle Fälle den Sprung ins Ungewisse wagen. Ja, ich will 10.000 Tschechische Kronen haben. Ohne Umrechnung durch die tschechische Bank. Also links klicken.

Gespanntes Warten auf den Bankauszug

Klar hätte ich den aktuellen Wechselkurs auch mal kurz im Internet checken können. Aber eigentlich ist das überflüssig. Der von der tschechischen Bank vorgegebene Wechselkurs ist auf jeden Fall schlechter als die tatsächliche Umrechnung. Die Frage war nur, wie viel schlechter. Denn bislang hatte ich das vermeintlich verlockende Bankangebot noch nicht dokumentiert. Zumal da ja von Gebühren nichts steht. Aber klar -sind ja versteckte Gebühren bei der Bargeldabhebung.

Aber jetzt kommt es: Der Unterschied zwischen der Umrechnung durch meine Bank und die tschechische Bank macht immerhin 59,96 € oder 15% aus. Die Kostenfalle Bankautomat kannte ich schon. Aber dass der Unterschied so teuer ist, hätte ich nicht gedacht.

Tatsächliche Abbuchung der 10.000 Kronen: Ohne Gebühren meiner Bank

Tatsächliche Abbuchung der 10.000 Kronen: Ohne Gebühren meiner Bank

Die Kostenfalle Bankautomat lauert in allen Nicht-Euro-Ländern

Zwar stand am Bankautomaten nichts von Gebühren. Tatsächlich aber betragen die in der äußerst ungünstigen Währungsumrechnung versteckten Gebühren 60 €.

Bei 15 % Preisunterschied sollte man also an jedem Bankautomaten im Euro-Ausland höllisch aufpassen. Wobei diese Umrechnung bei der Barabhebung nicht nur die Bankautomaten in Tschechien, sondern eigentlich in allen Nicht-EURO-Ländern anbieten. Also Vorsicht vor versteckten Gebühren an Bankautomaten im Euro-Ausland.

Was aber noch interessant ist: Das Hotel Pyramida im Isergebirge rechnet ebenfalls mit dem Kurs von 25,4 Tschechischen Kronen für 1 €. Dort also kann man bedenkenlos auch mit Euro bezahlen und muss sich nicht der Kostenfalle Bankautomat aussetzen.

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2 Antworten

  1. Joachim sagt:

    Spitzenreiter in dieser Masche ist allerdings Polen. Meist können die Geldautomaten kein deutsch oder oder nur googledeutsch oder sind mit verwirrenden Ausschriften versehen und wenn man die “falsche” Taste (Zahlung in Zloty) drückt folgen weitere noch verwirrendere Fragen. Neuerdings wollen sie auch horrende Gebühren, wenn man den Schwindelkurs nicht akzeptiert. Rühmliche Ausnahme: die Santanderbank, in Polen relativ häufig.
    Auch bei Einkäufen, Tanke, Hotel, wenn man mit Karte zahlt, erscheint zu 90 % die Frage auf dem Terminal, nicht selten ohne klare Anweisung, welche Taste für weclche Antwort zu drücken ist. Da hilft dann der Verkäufer schon mal gern aus, wenn man ihm nicht auf die Finger haut. Denn die Läden bekommen Provision und das Personal ist vom Chef genau unterwiesen, den Kunden in Euro zahlen zu lassen. Erscheint die Frage nicht oder verlangt der Verkäufer die Karte, um sie selbst einzustecken, kann man fast sicher sein: EURO-Zahlung voreingestellt oder vom Verkäufer eingegeben. Bei Beschwerden verrstehen dann die Verkäufer, die vorher ganz passabel deutsch oder englisch sprachen, nichts mehr, oder behaupten, das ginge nicht anders. Unzulässig.
    Tipp: Wird ein Beleg zur Unterschrift vorgelegt, auf dem Euro stehen, Unterschrift verweigern. Zur Sicherheit zerreiße ich den Beleg vor dem erschrockenen Gesicht des Verkäufers genüsslich in kleine Stücke und wende mich dem Ausgang zu. Fast immer finden sie dann die Zloty-Taste, bevor ich den Ausgang erreiche und kommen hinterhergerannt. In einem Hotel war der Rezeptionist wohl zu erschrocken, bezahlt habe ich bis heute nichts.
    Bei Authentifizierung mit Geheimzahl muss man die meistens zuerst eingeben, aber wenn die Frage nach EUR oder Zloty kommt und nicht klar ist, wo man drücken soll: Die Rote Taste heißt Abbruch. Bitte noch mal von vorn. Aber 2 mal hatte ich tatsächlich Euro auf der Abrechnung stehen und von der Bank zurückbuchen lassen. Die Advanzia hat sich zwar mit Händen und Füßen gesträubt (und dann doch gemacht), bei der DKB ging´s ganz schnell und problemlos.
    Übrigens muss in der EU seit Anfang 2020 diese “Angebot” eine Info über den amtlichen Mittelkurs der EZB zum Vergleich enthalten. Was aber die meisten Terminals garnicht können. Ein guter Grund zur Rückbuchung.
    Weitere Möglichkeit: Kontaktlos zahlen, wo möglich. Da kommt die Frage wohl nicht.
    Im Namen der Gerechtigkeit muss auch noch erwähnt werden, dass es diese Abzocke für Karteninhaber in Fremdwährung in allen Ländern gibt, auch in Deutschland (z.B Euronet), allerdings nicht überall so penetrant und so teuer wie in Polen und CZ.

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