ᐅ Marokko: Pisten im Tazekka Nationalpark Marokko

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Wasserfälle von Sefrou

Der gestrige Abend verlief angesichts einer recht spät geöffneten Weinflasche als für unsere Verhältnisse sehr lang – wir saßen noch bis 22:30 Uhr unter der Laterne bei Wein, Radio und Geschreibe, bevor wir ins schöne Bett über dem Lenkrad unseres schönen neuen 508 krochen. Angesichts des wunderbaren Sonnenscheins machten wir uns dennoch früh auf den Weg, um mit Kind und Kinderwagen die berühmten Wasserfälle von Sefrou zu erkunden. Der Weg war zwar ähnlich gut ausgeschildert wie der zum Campingplatz (also überhaupt nicht), gleichwohl fanden wir irgendwann den 10-m-Wasserfall. Es folgte eine kurze Foto-, Kletter- und Fußbadesession.

Auf dem Rückweg bekam unser Süßer spontan den ersten (nicht verwandtschaftlichen) Kuss seines Lebens. Wir ließen uns aber nicht weiter beeindrucken und fuhren von dannen. Auf schönen, kleinen, aber gut asphaltierten Sträßchen sind wir über Azzaba, El Munzel und Ribat al Khir, an einem ganz neu errichteten Staudamm (Barrage Bab Louta) vorbei nach Osten bis an den Jbel Tazzeka und den gleichnamigen Nationalpark vorgedrungen.

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Sträßchen um Ribat al Khir

Besonders bemerkenswert waren die sehr urwüchsigen Korkeichenwälder sowie der Umstand, dass die Häuser der Staudamm-(unter-)anrainer wohl mehr oder weniger zwangsweise eingeebnet sein worden mussten. Die (ehemaligen) Bewohner jedenfalls waren damit beschäftigt, noch halbwegs brauchbare Ziegelsteine aus den Trümmern ihrer Häuser zu bergen, bevor das Wasser auch bis dahin steigen würde.

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Am Grund des neuen Staudamms (Barrage Bab Louta)

Die „Straße“ war derweil grob durchs Gebüsch planiert worden – mit den entsprechenden Schaukelauswirkungen, die unser Kleiner nun wiederum ganz und gar grauslich fand. Wir überwanden das ca. 10 km lange Pistenstück und stellten uns nahe des Berges Tazzeka inmitten des Nationalparks auf einen Aussichtspunkt – ganz marokkountypisch umgeben von Wäldern. Irgendwo hier muss es auch ein Höhlensystem (Grottes du Chiker) mit der angeblich größten Tropfsteinhöhle Nordafrikas (Gouffre de Friouato) geben.

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Tazekka Nationalpark

Leider waren aber zwei Einheimische so aufdringlich, dass wir uns genötigt sahen, um unserer lieben Ruhe willen noch bis Taza zu fahren. Der angekündigte Campingplatz erwies sich als Kartenente, so dass wir gegenüber der Gendarmerie Royale nächtigen.

Sefrou – Azzaba – El Munzel – Ribat al Khir – Tazekka Nationalpark – Bab Bou Idir – Taza (180 / 290.380 km)

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