ᐅ Spanien: Disharmonische Faltungen im Parque Geologico Aliaga

Im Tageslicht sahen wir dann auch noch eine alte, verfallene Mühle – alles hier ist ziemlich romantisch. Ich wusch das Geschirr im Bächlein und wir starteten.

Schöne Pinie in der Sierra del Pobo

Schöne Pinie in der Sierra del Pobo

Hinter Teruel begann die Sierra del Pobo, eine karge Hochebene aus Kalkstein. Nur vereinzelt standen Pinien, Wacholderbüsche oder flaches, breit wucherndes Kraut in der Gegend herum. Auf einer Piste fuhren wir in ein altes Dorf (Camarillas), über dem auf einer Anhöhe über 50 Geier saßen und die Landschaft betrachteten. Ein seltener Anblick. Die Berge vor Aliaga falteten sich ganz disharmonisch, sodass ein schöner “Parque Geologico Aliaga” entstanden ist, von Menschenhand mit Hinweisschildern und Erläuterungen versehen. Neben Fossilien sind als Hauptattraktion senkrechte, herausgewitterte Härtlinge zu bewundern.

Parque Geologico Aliaga

Parque Geologico Aliaga

 

In Alcañiz haben wir versucht, noch einmal Geld zu bekommen, aber am Gründonnerstag ist alles dicht gewesen. Also füllten wir die zwei Reservekanister ein und müssen damit bis Andorra kommen. Dann haben wir einen herrlichen Stellplatz am Ufer des Stausees von Oliana gefunden und endlich einmal ein Feuer entfacht. Die Guardia Civil war auch schon da und hat alles wohlwollend begutachtet, sodass wir jetzt in aller Ruhe am Feuer sitzen und versuchen, unsere riesigen Brennholzvorräte, die wir noch bei Tageslicht vom Ufer aufgelesen haben, in einer angemessenen Zeit zu vernichten. Dazu Kartoffeln ins Feuer werfen und auf dem Weltempfänger gebildete Vorträge anhören – ein Traum. Erst 01:30 Uhr in der Früh war alles verfeuert, und ich konnte endlich schlafen gehen.

Ademuz – Teruel – Aliaga – Alcañiz – Lleida – Embalsa de Oliama, 410 / 196.770 km

[Und dann müssen wir langsam wieder. Also ab auf den langen Ostermarsch nach Deutschland.]

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