ᐅ Einmal voll in Andorra und dann auf zum langen Ostermarsch

Karfreitag, 01.04.1994

Beim Aufwachen sah ich rings um mein Auto haufenweise Angler, die es am Karfreitag aber mehr vergnügungshalber ans Wasser gezogen zu haben schien, denn sie saßen nicht ruhig da, sondern rannten hin und her, schwatzten und lärmten. So zogen wir schnell von dannen und begannen den langen Ostermarsch nach Deutschland. Aber erst einmal tankten wir 120 l in Andorra la Vella (63,40 Pts) und noch einmal 10 l oben auf dem Pass (61,40 Pesetas).

Nochmal Tanken in Andorra und dann ab auf den Ostermarsch

Nochmal Tanken in Andorra und dann ab auf den Ostermarsch

Dann ließen wir noch eine Autokontrolle über uns ergehen und rollten bei Nebel, Regen und Wind nach Carcassonne. Die Cité, die mittelalterliche, wohl fast original erhaltene Stadtanlage, sieht von der südlichen Umgehungsstraße am besten aus. Man fühlt sich richtig in vergangene Zeiten zurückversetzt. Die vielen Türme und Türmchen, Mauern und Zähnen sehen aus wie eine überdimensionale Filmkulisse ohne störendes Beiwerk. Schade nur, dass es in Strömen goss. Ansonsten gab es nicht viel Neues auf der alten Strecke Narbonne – Beziers – Nîmes.

Andorra – Carcassonne – Narbonne – Beziers – Nîmes – Montelimar, 540 km / 197.310 km

Samstag, 02.04.1994

Bei Tageslicht betrachtet, hatten wir gestern Abend doch ein ganz nettes Fleckchen gefunden, denn in der alten Kiesgrube war alles ruhig, und es wurde schnell warm. Die Autos auf der nahegelegenen Fernstraße störten auch kaum. Reichlich spät verließen wir also den Platz, tankten Diesel und Nährstoffe und fuhren die alte Strecke Montelimar – Valence – Lyon – Bourg – Besançon. Dort füllte ich in einer Regenpause die zwei Kanister ein. Wir besichtigten noch einen Land Rover Händler bzw. dessen Exponate hinter Belfort und fuhren über kleinste Straßen nach Mulhouse, das wir mithilfe des Kompasses querten. So fanden wir auch problemlos einen kleinen Grenzübergang und waren wieder in deutschen Landen. Anschließend fuhr ich fast ganz automatisch auf exakt denselben Stellplatz wie schon letztes Jahr.

Montelimar – Valence – Lyon – Bourg – Besançon – Bahnhof Nimburg, 610 km / 197.920 km

Ostersonntag, 03.04.1994

Deutsche Autobahnen sind langweilig. Und außerdem regnet oder schneit es ständig. Kaffeetrinken mit Stollen und Pflaumenkuchen beim ersten Mitreisenden und ewige Skatrunden beim zweiten Mitreisenden zu Hause.

310 km / 198.620 km

Ostermontag, 04.04.1994

Eine Menge Umleitungen, Stau und dann auch schon wieder zurück im Basislager 2. Das Zuhause habe ich ja immer dabei. Ich besuchte noch den guten MB 406 D, der allerdings nun keine Räder mehr hat und demnächst wohl zerflext werden wird.

140 km / 198.760 km

Ein schöner Urlaub mit 11.520 km in 49 Tagen.

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