ᐅ Marokko: Opel-Stadt Taroudant und Getriebequal zum Tizi n’Test

Auch die Straße von Igherm nach Taroudant ist wunderschön. Sie windet sich zwischen Terrassenfeldern und durch endlose Serpentinen durch den Anti-Atlas. Und Taroudant selbst ist für mich eine der schönsten “unbekannten Städte” in Marokko.

Stadtmauer von Taroudant

Stadtmauer Taroudant

Simson-Stadt Taroudant

Simson-Stadt Taroudant

Aber erst einmal bin ich in Taroudant in eine enge Falle in der Medina gefahren, aus der ich nur rückwärts durch ein Stadttor mit 2,30 Breite entkam. Und dann hätte ich mich in der Innenstadt mit dem Gegenverkehr beinahe verklemmt. Aber wie Marokko so ist – letztlich löst sich alles von ganz alleine auf. Schließlich fanden wir sogar noch einen Parkplatz und schauten uns den Trubel zu Fuß an – schließlich ist heute der erste normale Tag nach Ramadan und den sich anschließenden 2 Feiertagen. Völlig benebelt von den Feierlichkeiten rennen die Leute überall hektisch hin und her, sodass wir uns die Stadt ganz in Ruhe anschauen konnten.

Was mir an Taroudant  zuerst aufgefallen ist, sind die vielen, grün-weiß lackierten Opel, die hier statt der sonst obligatorischen Mercedes als Überlandtaxis eingesetzt werden. Ich weiß auch nicht warum, aber Taroudant ist halt eine Opel-Stadt. Zudem sahen wir eine offizielle Simson-Niederlassung. Taroudant ist eben etwas ganz besonderes.

Opel-Stadt Taroudant

Opel-Stadt Taroudant

Ansonsten ist Taroudant für mich wie die kleine Schwester von Marrakesch: Hier gibt es alle Besonderheiten der Königsstadt in Miniaturausgabe. Und stressfrei. Also eine optimale Großstadtvorbereitung für meine Reisegruppe. Nach der Schlenderei aßen wir Mittag, kauften ein und verließen die schöne Stadt wieder durch schier endlose Orangenhaine, von denen der typische, schwere Duft ausging, der über dem ganzen Tal lag. Bei zumindest anfangs 25°C sind wir dann den Tizi’n Test hochgefahren. Ich hatte allerdings ziemliche Probleme mit dem Getriebe, denn wenn es heiß wird, lässt es sich nur noch mit äußerster Gewalt schalten. Im Stand fast überhaupt nicht mehr. Aber was soll’s – 40 km Passauffahrten durchweg im dritten Gang sind ja zum Glück ziemlich selten. Ich habe also nicht angehalten, sondern bin bis hoch zum Pass durchgefahren. Muss man die Fotos der fantastischen Landschaft halt durch die offenen Schiebetüren machen.

Ausblick von der Passstraße zum Tizi n'Test

Ausblick von der Passstraße zum Tizi n’Test

Oben, auf 2093 m Höhe, stellten wir das Auto ab und wanderten noch ein wenig herum. besonders schön war es, ganz in Ruhe die Mineralienstände anzuschauen – denn die Verkäufer waren natürlich auf dem Fest zugange und haben tatsächlich alles stehen und liegen lassen.

Mineralienverkauf auf dem Tizi n'Test

Mineralienverkauf auf dem Tizi n’Test

Mit der untergehenden Sonne waren wir zurück am Bus und starteten erst einmal die Gasheizung, denn es ist hier oben ganz schön kalt. Kein Wunder bei den schneebedeckten Bergen ringsum.

Abend auf dem Tizi n'Test

Abend auf dem Tizi n’Test

Igherm – Imariden – Taroudant – Tizi n’Test, 170 km / 193.860 km

[Nach der Nacht auf dem Tizi n’Test ging es dann weiter nach Imlil, dem Alpinisten Basislager am Fuß des Djebel Toubkal.]

Und was mich noch umtreibt, ist die Frage, was das für Opels sind. Ascona? Senator? Keine Ahnung. Die Bildersuche von Google bringt auch nicht viel, denn da sieht man die  Autos eigentlich immer nur von vorn. Kann vielleicht jemand mal meine Bildungslücke schließen?

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