ᐅ Marokkanische Hauben-LKW’s der Vor-Isuzu-Ära: Berliet und Bedford

Da das Thermalbad Abaynou erst nach Ramadan öffnet, mussten wir uns heute nach ausgiebigem Räkeln und Frühstücken noch irgendwie beschäftigen. Also zogen wir los, um die Berge zu erkunden. Allerdings blieben wir bereits nach 500 Metern in einem Steinbruch hängen, wo es schöne Calcitkristalle zu finden gab. Wir legten ein paar große Brocken an die Straße, denn natürlich hatte niemand einen Hammer dabei.

Im Steinbruch von Abaynou

Im Steinbruch von Abaynou

Anschließend gingen wir weiter zu Aufbereitungsanlage mit den Schotter- und Splittbergen. Dort besichtigten wir zwei uralte LKWs, die aber noch zu fahren schienen. Auf dem nächsten Foto ist ein alter französischer Berliet LKW als Hinterkipper zu sehen, der trotz seines erbärmlichen Zustands aussah, als ob er gerade eben abgestellt worden wäre.

Hauber in Marokko: Fahrbereiter Berliet im Steinbruch Abaynou

Hauber in Marokko: Fahrbereiter Berliet im Steinbruch Abaynou

Und auch der für das alte Marokko so typische Bedford LKW scheint sich noch sein tägliches Brot im Steinbruch zu verdienen.

Arbeiten bis zum bitteren Ende: Bedford LKW in Marokko

Arbeiten bis zum bitteren Ende: Bedford LKW in Marokko

Eigentlich wollten wir ja auf den nächstbesten Berg latschen. Das hätten wir aber beinahe vergessen – meine Mitfahrer wegen der Drusen und ich wegen der LKW‘s. Da wir also mit unseren Hobbys schon genug Zeit vertrödelt hatten, sagten wir die Bergbesteigung auf halber Höhe ab, um stattdessen endlich die Steine zu holen und zu bearbeiten. Die Berliet und Bedford LKWs musste ich aber leider stehenlassen.

Ich glaube, ich wollte hier einen bunten Vogel in den Büschen fotografieren

Ich glaube, ich wollte hier einen bunten Vogel in den Büschen fotografieren

Als wir dann am Bus mit dem richtigen Werkzeug die mitgeschleppten Steine bearbeiteten, öffneten sich tatsächlich mehrere Drusen, sodass wir gleich noch einmal, diesmal richtig ausgerüstet, im Steinbruch herumwühlten. Wir fanden auch bald eine riesige Druse, aus der wir in harter Arbeit einige Bruchstücke herausholten, ohne dass die Felswand über unseren Köpfen einstürzte. Der Nachmittag verging also mit Putzen, Besichtigen und Verstauen der Stufen ziemlich rasch. Wir aßen etwas und tranken bei Michelle im Garten noch einen Tee.

Der abendliche Besuch im Thermalbad Abaynou war dann fantastisch. Wir lagen in circa 40°C heißem Wasser und über uns strahlten Millionen Sterne, eingerahmt von den Schattenrissen der Palmen hinter den Mauern des Thermalbads. Und als der Generator aufhörte zu tuckern und damit das Licht verlosch, wurden es Milliarden Sterne – einfach herrlich. In stockfinsterer Nacht ertasteten wir unsere Siebensachen und gingen schlafen.

Thermalbad Abaynou

[Am nächsten Tag wurde es dann nichts mit einer Wiederholung des Thermalbadegenusses und wir fuhren  zu den Brandungstoren an der Küste von Sidi Ifni.]

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