ᐅ Rumänien: Heiß und Eis in Bukarest

1988-Osteuropa-117-wasser-fassenNoch mit langen Radhosen ausgerüstet, fuhren wir heute Früh los. In angenehmer Morgenfrische rollten wir mit 35er / 40er Schnitt gen Süden. Ab und zu nutzten wir dabei Traktoren oder alte Roman-Diesel-Laster, um in deren Windschatten “Halbpausen” zu machen. Als wir während einer richtigen Pause unsere Wasservorräte von insgesamt 5 l auffüllten, fuhr plötzlich ein Rumäne mit Rennrad an uns vorbei. Sofort sprangen wir auf die Räder und rasten hinterher, um ihn noch einholen zu können, was wir auch ganz gut schafften. Bis Bukarest versuchte er immer wieder, uns abzuhängen, insbesondere an kurzen Anstiegen, wo sich unser Gepäck bemerkbar machte.

Kurz vor Ploiești  passierten wir den 45. Breitengrad, ohne uns dort groß aufzuhalten. So schafften wir bis 11:00 Uhr insgesamt 100 km. Die drückende, staubige Mittagshitze erlebten wir so in Bukarest, einer furchtbaren Stadt. Wir schleppten uns von Eisladen zu Eisladen, setzten unsere restlichen Zigaretten ab und gondelten weiter zur Grenze. Die Abfertigung war problemlos und verlief relativ zügig, da wir als Radler an der langen Autoschlange vorbei bis ganz nach vorn fuhren. Auf dem ersten bulgarischen Campingplatz in Ruse trafen wir zwei Radfahrer (Vater und Sohn) aus Stuttgart, die eine Donautour absolvierten. Sie können Übersetzungen bis auf unglaubliche 34/32 (!!) fahren. Wir haben uns damit getröstet, dass nur Weicheier solche kleinen Übersetzungen brauchen und wir unseren technischen Rückstand eben mit mehr Kondition ausgleichen müssen. Bis jetzt sind wir jedenfalls auch mit 40/24 (ich) bzw. 40/28 (A) noch jeden Berg hochgekommen.

Comarnic – Ploiești- Bukarest – Giurgiu – Ruse (209 / 2.414 km)

[Am nächsten Tag setzten wir noch einen drauf und fuhren eben mal 242 km zum Schwarzen Meer. ]

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.