ᐅ Marokko / Draa – Tal: Als das Wasser versiegte

Im Draa – Tal wird die umgebende Wüste durchbrochen von einem breiten Palmenband mit zahlreichen Siedlungen – bis der Fluss versiegt. 

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Die Aussicht von unserem Zeltplatz war wirklich phänomenal: Zu unseren Füßen lag das ganze Draa-Tal, das langsam mit Sonnenlicht geflutet wurde.

Draa-Tal

Wir frühstückten daher langsamer als sonst. Dennoch hat die Schönheit auch ihre rauen Seiten: Als ich den Müll wegbringen wollte, wies mich der Chef an, die Sachen einfach von der Terrasse aus den Hang hinabzuwerfen. Auch das Toilettenpapier flog einfach aus dem Fenster. Mit anderen Worten: Hinter der schönen Fassade gab es durchaus noch Verbesserungsbedarf. Wir fuhren also irgendwann doch noch los, hielten aber schon im nächsten Städtchen wieder an, um den Schlauch an unserer KTM 690 Enduro R “fachmännisch” flicken zu lassen. Für die halbstündige Prozedur habe ich dann nur 50 Cent bezahlt.

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Bald schon erreichten wir Zagora – die letzte größere Stadt im Draa – Tal. Die Stadt war voll von Geländewagen und entsprechenden Werkstätten. An der Tankstelle in Zagora sprach uns ein junger Mann an und wir ließen uns sicherheitshalber die “offizielle” KTM-Werkstatt zeigen.

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Danach fuhren wir weiter bis nach M’Hamid, den vorgeschobenen Außenposten an der Wüste. Der Draa da hier schon völlig ausgetrocknet. Das Städtchen war schon weitaus verschlafener als Zagora, bot dafür aber eine reichhaltige Auswahl an Campingplätzen.

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Nach einer Runde durch den Palmengarten entschieden wir uns dann für einen spanisch geführten Campingplatz, bauten das Zelt auf und machten uns auf die Suche nach dem großen Sandkasten.

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Bald schon fanden wir die ersten Dünen, die zwar recht klein waren, dafür aber bis zum Horizont reichten.

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Wir übten ein wenig das Fahren mit und ohne Sozius und fanden uns auch ohne GPS wieder zurück in die Stadt. Dort saßen wir bis weit nach Sonnenuntergang in einem Café und tranken Tee.

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Draa: Reisetipps

Zur Fahrt in die Wüste und als Zugang zum Erg Chegaga bietet sich das Draatal an: Schnell zu fahren, schön anzusehen und touristisch voll erschlossen. In Zagora preisen zahlreiche Guides Fake-Werkstätten für Land Rover, Quads, KTM und alle 4×4 an. Die letzte Tankstelle befindet sich in Tagounite etwa 30 km vor M’Hamid. In M’Hamid gibt es direkt nach der Draa-Durchfahrt zwei Campingplätze. Ab M’Hamid geht es nur noch auf Pisten weiter – auch hier warten zahlreiche Guides auf Reisende.

Strecke durchs Draa – Tal: Jbel Azlag – Tissergate – Zagora – Amazraou – Tamegroute – Anagam – Tagounite – Zizi-beni-Selmane – Mhamid (166 km)

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