ᐅ Marokko: Im Souk von Marrakesch

Frischer marokkanischer Kuchen zum Frühstück – so fängt der Tag gut an. Danach konnte ich ruhigen Gewissens noch ein bisschen mit anderen Motorradfahrern quatschen, da im Bus mit dem Schreiben der obligatorischen Postkarten das Ende des Urlaubs eingeleitet wurde und insofern nur relativ geringer Bedarf an meiner Anwesenheit bestand.

Im Souk von Marrakesch

Im Souk von Marrakesch

Gegen Mittag haben wir uns dann zu Fuß in den Souk von Marrakesch aufgemacht. Für jemanden, der diesen Markt das erste Mal erlebt, können die quirligen, fordernden Händler schon einschüchternd sein,  zumal für eine Frau. Wenn man allerdings ein paar Regeln beherzigt, ist das Anschauen, Auswählen und Handeln ziemlich unterhaltsam und geht selten ohne ein paar Tassen Tee ab. Nach anfänglicher Skepsis  überwog dann aber der Kauftrieb und alle Sprachbarrieren, die Angst vor Vereinnahmung und  die übliche Entscheidungsunfähigkeit  angesichts der Unmengen verschiedener Produkte  waren überwunden.  Während ich mich dezent zurückgehalten habe, hat meine Geliebte dann doch ganz allein ihren bereits vorher gefassten, festen Entschluss umgesetzt, bestimmte Sachen zu kaufen.

Aus der anfänglichen Unsicherheit wurde schnell ein handfester Kaufrausch, als sie gemerkt hat, dass die Händler ihr jeden Wunsch von den Lippen ablesen und jede gewünschte Ware besorgen können.  Wir müssen nur noch etwas an der Gelassenheit arbeiten, da das Zeigen von zu viel Interesse  und Anerkennung für die handwerkliche Arbeit die Preise verdirbt. Jedenfalls macht das Handelsgeschäft mit den Marokkanern immer viel Spaß, solange beide Seiten etwas davon haben. Schwer bepackt mit Leder-, Keramik- und Holzwaren traten wir dann den Rückweg an, ohne irgendetwas von den typischen Sehenswürdigkeiten Marrakeschs abgehakt zu haben.

Aber wenn der Souk von Marrakesch keine Sehenswürdigkeit ist – was dann.

Marrakesch

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.