ᐅ Marokko: Das vornehme Tafraoute

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2000 Marokko (135)Heute Früh 6:00 Uhr herrschten in Agadir immer noch 29°C Außentemperatur – kein Wunder also, dass unser Kleiner in der Nacht ständig wach lag. Dazu wehte ein kräftiger Wind, der sich nach Sonnenaufgang zu einem richtigen Sturm entwickelte und Agadir im Staubdunst versinken ließ. Ohne Wehmut verließen wir die Stadt und fuhren wieder zurück in die Berge. Nach Erreichen der ersten Hügel waren wir dann auch wieder in einem etwas ruhigeren Hafen: Staubfreie Luft, keine Autos, keine Tüten in den Büschen. Wir schraubten uns Serpentine um Serpentine nach oben, und alles was uns entgegenkam, waren die Wohnmobile der “Marokko-Supertour”, einer Karawane, die wir schon in Fés getroffen hatten. Die Straße war so eng und der Hang so steil, dass mir kaum Zeit blieb für den Genuss der Landschaft.

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Die Gegend selbst ist ziemlich dicht mit Bäumen bestanden – zumeist Arganbäume, in denen die Ziegen klettern. Nach 3 Pässen bis zu 1.660 m waren wir endlich in Tafraoute,  kauften ein und stellten uns für 35 DH auf den Campingplatz, obwohl direkt daneben, zwischen vereinzelten Palmen, auch noch Wohnmobile standen. Nachmittags spazierten wir noch in die Stadt, wobei uns positiv auffiel, dass wir weder angesprochen noch angebettelt worden sind. Offensichtlich steht die Bauweise der Häuser selbst in den Dörfern und das Verhalten der Einwohner in direktem Zusammenhang: Fast durchgängig 2 Geschosse stehen für Wohlstand, aber auch für vornehme Zurückhaltung.  Uns wurde erzählt, dass die Einwohner als Händler ins Land hinaus ziehen und später wohlhabend  in ihre Heimat zurückkehren.

Agadir – Ait Baha – Tioulit – Titeki – Tafraoute (165 / 291.925 km)

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