ᐅ Marokko: Deutschalternative Aufregung am Hippiestrand von Sidi R’bat

Marokko 1996: Am Strand von Sidi R'bat

Marokko 1996: Am Strand von Sidi R’bat

Nach einer stürmischen Nacht verließen wir heute Morgen den schönen Platz oberhalb des Meeres und fuhren auf einer kurvigen Straße durch die hiesigen, sanften Hügel nach Tiznit. Die Feigen standen schon voll in den Blättern, alles grünte und blühte. Nach ca. 40 km folgten wir linker Hand der Ausschilderung “Massa” und verließen die Hauptstraße. In Massa zweigt rechts eine schmale Asphaltstraße ab, die dann im Tal des Oued Massa plötzlich endet. Durch Bananenhaine kommt man dann weiter bis ans Meer. Links sahen wir schon die Vögel des Reservates herumfliegen, -flattern und -laufen.

Marokko 1996: Vogelparadies von Sidi R'bat

Marokko 1996: Vogelparadies von Sidi R’bat

Der Weg zum Camp war durch die Stürme der letzten Tage total versandet. Ich kam zwar ein Stück durch, riss dann aber vor einem längeren Weichsandfeld den Bus sicherheitshalber mit vollem Schwung wieder herum, um mich in dem abschüssigen Gelände nicht hoffnungslos festzufahren. Dadurch fühlte sich eine sehr deutsche Familie am nahen Strand etwas sehr belästigt. Sie dachten wohl, ich würde mit dem 407 jetzt über den Strand und durch die Brandung preschen. In Deutschland hätte ich mir von den superalternativen Herren und Damen wohl eine superbürgerliche Strafanzeige eingehandelt. Ich war jedenfalls froh, mich nicht festgefahren zu haben und wir stellten uns außerhalb des Camps an den Strand. Daraufhin beruhigte ich erst einmal die verängstigte Mutter eines Hundes und zweier Kinder damit, dass wir wirklich nur spielen wollten, und wir gingen zum Strand, der zwar breit und lang, aber unheimlich verdreckt ist.

Marokko 1996: Flamingos in Sidi R'bat

Marokko 1996: Flamingos in Sidi R’bat

1996 Marokko (329)bDie Sonne brannte, das Meer rauschte und zwischen den Büschen schlichen verschämte Marokkaner herum. Ich hatte noch ein schönes Badeerlebnis im Atlantik, dann brachen wir auch schon auf zu unserer zweiten Vogelexpedition. Wir erspähten wieder ein paar Flamingos, mehrere Fischreiher und Kormorane sowie unzählige kleinere Vögel, konnten allerdings gegen die tief stehende Sonne nicht sehr viel erkennen. Und bei dem Versuch, den Oued Massa an der breiten Mündung zu überwinden, brachen wir nach kurzer Zeit aufgrund kalter Füße und schlechter Aussichten wieder ab.

Am Abend kamen dann noch 2 GS-Fahrer schwer bepackt an. Der eine fuhr seine Maschine gleich bis auf die Koffer im Sand fest, so dass erst eine größere Zahl Männer die Karre aus dem Dreck ziehen konnte. Und so wollen sie noch bis an die Elfenbeinküste…

Sidi R’bat / 219.190 mls

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