ᐅ Syrien: Hedschasbahn, Klöster und Tempel um Damaskus
Heute wurden wir etwas unsanft geweckt, weil der Parkplatzwächter anklopfte, um mir mitzuteilen, dass der Platz für irgendetwas gebraucht wird und wir diesen demzufolge zu räumen hätten. So fuhr ich gleich bis an den nächsten Pinkelbusch und von da zurück, wieder in die Nähe des Hedschasbahnhofs, den wir auch gleich in der Frühe besichtigten. Doch die richtige Hedschasbahn-Stimmung wollte nicht aufkommen, weil überall die Abbilder des Chefs und des Sohnes sowie von schöpferischen Werktätigen den wirklich schönen Bau verdeckten und das sowohl innen als auch außen.
So spazierten wir noch ein wenig in der Altstadt herum, kauften Briefmarken in einem Postamt, das aussah, als ob es gerade einen Bombenanschlag überstanden hätte und fuhren dann auf den Kassaum-Berg, der Damaskus überragt. Von oben hatten wir trotz des etwas diesigen Wetters eine gute Übersicht bis zum Stadtzentrum. Wir sahen die Omajjaden-Moschee, die Zitadelle und den Souk. Die restlichen Details gingen im Meer der Häuser und Minarette unter.
Wir sonnten uns ein wenig und fuhren weiter nach Saydnaya, dem angeblich zweitheiligsten Ort der Christen nach Jerusalem. In dem Kloster sahen wir zwar eine mit geschmacklosen Kronleuchtern und alten Bildern vollgestopfte Kirche, nicht aber das ominöse Marienbild, das von Lukas gemalt worden sein soll. In dem Ort scheinen dem Anschein nach nur Christen zu wohnen.
Wir bekamen auch gleich 2 Bibeln geschenkt und weiter ging es nach Moubla, wo über einem engen Tal ein Kloster thront, das aber ebenso neu gebaut wie das vorherige aussah.
Auch dieser geheiligte Ort konnte uns nicht zum Verweilen animieren und so fuhren wir noch durch die karge syrische Wüste nach Palmyra. Der alte Karawanenknotenpunkt liegt in einer Oase, an deren Rand sich die alten Stadtreste auftürmen, insgesamt ein sehr schöner Anblick. Wir suchten einen Campingplatz auf und duschten zur Feier des Tages.
Damaskus – Saydnaya – Maadron – Palmyra (210 / 4670 mls)