ᐅ Ungarn: Warten auf …

Heute Morgen merkte ich deutlich die Zeitverschiebung: Alles schlief; nur ich und ein paar andere Rumänienfahrer rannten auf dem Platz herum. Anderthalb Stunden musste ich warten, bis dieser komische Campingplatzladen aufmachte, der dann nicht einmal Butter hatte. Diese besorgte ich in der Stadt, denn in Ungarn gehört frische Butter einfach zum Frühstück dazu. Nach dem langen und ausgiebigen Frühstück fuhren wir zu dem anderen Camp in Richtung Budapest, um dort U einen weiteren Zettel mit unserem Standort zu hinterlegen. Danach haben wir mal in aller Ruhe unsere Wäsche gewaschen. Ich wusste gar nicht mehr, dass meine Radhose eigentlich so dünn und weich ist. Ich habe sie schließlich aus übertriebener Schonung heute das erste Mal überhaupt gewaschen, da das Sitzleder sonst leiden könnte. Auch aus dem Handtuch lief im ersten Waschgang nur schwarze Brühe heraus. Danach fuhren wir mit den Rädern nach Mako.

Unsere zu Reiserädern umgebauten Diamant-Rennräder

Unsere zu Reiserädern umgebauten Diamant-Rennräder

Das Mittagseis in Mako hatten wir uns auch wirklich verdient. Das Eis war herrlich bunt, aber so sauer, dass A auch noch mein Eis schlürfen musste. Bei dieser Gelegenheit merkte ich, dass die Fahrradschlüssel fehlten. Sofort suchten wir alle Geschäfte, in denen wir gewesen waren, nach ihnen ab, doch leider vergebens. Auch im Zelt war nichts zu finden. So musste ich wohl oder übel die Feile herauskramen, um das Vorhängeschloss zum Stahlseil zu knacken. A fuhr inzwischen ein neues Schloss besorgen. Als er wiederkam, zeigte ich ihm, ein Lob erwartend, das in 7 Minuten durchgefeilte Schloss. Ein eben solches Lob erwartete aber auch A, denn er hatte vor einem Eisladen (wir hatten mehrere besucht) die fehlenden Schlüssel wiedergefunden. Leider kam er nur etwas zu spät. Oder ich war zu früh fertig. Egal. Jedenfalls haben wir jetzt nur noch das wenig Vertrauen erweckende DDR-Fahrradschloss. Aber wir sind ja hier in gesitteten Verhältnissen.

Nach dem Mittagessen, bei dem ich zweimal kochen musste, da wir nach (wie gewohnt) einer halben Packung Makkaroni immer noch nicht richtig satt waren, radelten wir nochmals zu einem anderen Camp, um die Existenz unserer Nachricht zu prüfen. Sie war da, allein U fehlte unentschuldigt. Zwar kam sie noch, aber natürlich ausgerechnet dann, als wir von einem Holländer, der mit seinem Rad neben uns angekommen war, zu Bier und Cola eingeladen wurden. Trotzdem war der Abend dann doch noch allseits angenehm.

Ruhetag in Mako City

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