ᐅ Bulgarien: Die erste gerissene Speiche

Der Abschied fiel uns sehr schwer, aber wir mussten heute weiterfahren, obwohl wir gerne noch bei unseren Freunden in Panagjurischte geblieben wären. Noch etwas beklemmt fuhren wir die ersten 30 km auf einen ca. 1.200 m hohen Pass hoch. Kurz vor dem höchsten Punkt riss mir mit lautem Knall meine erste Speiche, noch dazu auf der Ritzelblockseite! Auf den bisher 3.500 km ohne Speichenriss hatte es sich also bewährt, dass wir unsere Räder vor Tourbeginn von einem Friedensfahrtmechaniker hatten mit FdgB*-Ware neu einspeichen lassen. An einem schattigen Plätzchen arbeiteten wir sehr hart, um den total festgezogenen Block zu lösen. Wir benötigten anderthalb Stunden für das Auswechseln dieser einen lächerlichen Speiche.

Radtour durch Osteuropa: Speichentausch auf der Straße vor dem Rila

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Trotzdem waren wir schon sehr zeitig wieder auf der E 80, allerdings fuhren wir in eine etwas – naja, sagen wir mal “unerwartete” Richtung: Nach Istanbul. In Kostenec verließen wir aber diesen Pfad der Verheißung wieder und fuhren mit Rückenwind bergauf ins Rilagebirge. Kurz hinter dem Borovec-Pass (1.300 m) zelten wir nun auf einer Wiese, nachdem wir wie viele andere hier einen gustavmäßigen Bulgaren um Erlaubnis gefragt haben.

Panagjurischte – Wakarel – Kostenec – Borovec / Rila (123 / 3.599 km)

*FdgB = Für den guten Bekannten (eigentlich: FDGB – “Freier Deutscher Gewerkschaftsbund”)

[Und dann konnten wir am nächsten Tag endlich den Musala besteigen.]

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