Schweden: Himbeertraum im Stadtpark Örebro
Der Stadtpark Örebro glänzt mit Rosengarten, dem Freilichtmuseum Wadköping und einem Parkrestaurant mit Himbeernachtisch.
Nikolaikirche von Örebro
Nach der gestrigen Anreise vom Klarälven war die Nacht auf dem Parkplatz neben der großen Lampe erstaunlich ruhig. 8:30 Uhr backen wir Brötchen auf und bereiten das Frühstück vor. Sitzen dann so da und unterhalten uns. Ab 11:30 Uhr laufen wir in die Stadt. Diesmal aber nicht direkt auf der Hauptstraße, sondern über einen Bogen durch die schönen Parkanlagen zur 750 Jahre alte Nikolaikirche von Örebro.
Stadtpark Örebro
Örebro ist ja eine mittelgroße Stadt im mittleren Schweden, an der man normalerweise vorbeifährt. Aber je öfter ich da bin, umso schöner wird das Städtchen. Entdeckung des heutigen Tages ist der Stadtpark mit dem Rosengarten. Gibt Unmengen verschiedene Rosen da, von denen viele sogar richtig gut duften.
Das Wetter ist so heiß, dass die Jungs lieber im Schatten liegen. Tja, vor 10 Jahren wäre der Kinderspielplatz mit verschiedenen Wasserspielen der Renner gewesen.
Bewohntes Freilichtmuseum Wadköping in Örebro
Direkt am Stadtpark liegt Wadköping, ein bewohntes Freilichtmuseum mit allen möglichen alten Häusern aus Örebro und Umgebung.
Wadköping als solches ist nichts Historisches, sondern ein Kunstname aus irgendeinem Roman. Wenn das architektonische Durcheinander nicht wäre, könnte man die Siedlung glatt für die Altstadt von Örebro halten.
Stadtparkrestaurant Örebro
Das Beste am Stadtpark Örebro ist aber das Parkrestaurant mit einem Buffet für 120 Kronen. Da kann man sich auf einem Riesenteller so viel nehmen, wie man möchte und auch nachholen. Gibt nur kaum Fleisch, was mir aber entgegenkommt. Wir haben nur ein Problem, weil wir das Buffet 10 Minuten vor Restaurantschluss um 14 Uhr beginnen und schnell abgeräumt wird. Müssen also zügig essen und platzen gleich.
Dazu gibt es als Nachtisch überreife, übergroße, überrote, überleckere Himbeeren aus dem öffentlichen Stadtgarten. Ein Traum.
Und meine Tochter macht mit einem achtblättrigen Kleeblatt einen neuen Rekordfund.
Parken dank Höherlegung am Badplats Lanna
Allerdings bricht 17:30 Uhr die Hektik aus, weil wir ja auch noch einen schwedischen Outdoorladen plündern wollen. Packen also schnell alles zusammen, verstauen zwei Zusatzfahrräder senkrecht am Heck und fahren mit zwei Autos zum Sportoutlet Örebro. Da machen sich alle lustig, weil ich 15 T-Shirts kaufe, aber das mache ich ja nur einmal aller 5 Jahre.
Danach fahren wir baden. Am Badplats Lanna geht es ziemlich eng zu und ich finde nur dank der Höherlegung einen Parkplatz.
Im Steinbruch Lanna gibt es augenscheinlich nicht einen Schweden, wobei ich uns da einrechne.
Schweden im Abendlicht
Anschließend perfekter Roadtrip im Sonnenuntergang durch die schöne schwedische Hügellandschaft von Örebro über Fjugesta zum Vätternsee.
In Motala ist der breite Sandstrand ebenfalls komplett in fremder Hand. Allerdings sitzen aufgrund eines Regenschauers alle unter Dächern oder in Autos. Zurück bleibt ein leerer, vermüllter Strand. Ach, mein schönes Schweden.
Die räuberischen Möwen allerdings finden das super und holen sich alles Brauchbare. Ja, so ist das heute. Der Sonnenuntergang ist ganz nett, aber hier bleiben mag ich nicht.
Gränna am Vättern
Die Kinder freut es, dass wir noch ein paar Kilometer machen. Fahre vor Jönköping von der Autobahn runter und auf der alten Landstraße direkt am Vättern entlang. Da gibt es allerdings keine Stellplätze, sondern erst am Hafen Gränna. Allerdings sind die dortigen, großen Stell- und Campingplätze (warum auch immer) dicht belegt. Bin also erst an einer Nebenstraße zwischen Gränna und Hafen zufrieden.
Wir laufen noch zum Hafen, sehen die Fähre nach Visingsö und genießen die schöne Abendstimmung.
Örebro – Lanna – Fjugesta – Askersund – Motala – Gränna | Schweden | 200 km | 3.427 km
Karte von Örebro
In der Karte markiert ist das Freilichtmuseum Wadköping in Örebro.














