ᐅ Marokko: Zollprobleme bei Einreise mit Wohnmobil und 3 Mopeds

Es war dann schon 18:30 Uhr und dunkel, als wir von der Fähre von Algeciras nach Tanger Med runterfuhren. Bei der Ausfahrt am Zoll wurde uns erklärt, dass wir vergessen hatten, unsere Pässe an Bord stempeln zu lassen. Da hatten die Marokkaner extra ein Passbüro an Bord eingerichtet, und wir haben es nicht bemerkt. So ein Mist. Hätte nicht gedacht, dass sich bei den Zollformalitäten mal was zum Guten ändert.

Also wieder rauf aufs Schiff. Allerdings war das Zollbüro jetzt geschlossen. So mussten wir warten, bis das Büro zur Rückfahrt wieder besetzt war. Als der Beamte in Zivil dann wieder erschien, waren die Formalitäten aber schnell erledigt.

Am Zoll Tanger Med standen wir dadurch jetzt an letzter Stelle und hatten die ganzen überladenen Autos nun vor uns.

Als wir endlich dran waren, gab es natürlich die erwarteten Probleme wegen der beiden Schwalben, für die es ja keine deutsche Zulassung mit „richtigen“ Papieren gibt. Allerdings hatte ich mir wohlweislich schon 2 grüne Karten für die Mopeds machen lassen.

Zollhof Tanger Med Marokko

Dazu können die Marokkaner in ihr Computersystem offenbar standardmäßig nicht mehrere Fahrzeuge auf eine Person eintragen. Und auf Kinder schon gar nicht. Ohne Papiere nie und nimmer. Während die Jungs Abendbrot machten, lief ich also von Hinz zu Kunz und bequatschte die Grenzbeamten mit Engelszungen.

Aber auch das ist Marokko: Nach langem Palaver klappte die Einreise mit 4 Fahrzeugen und einem Erwachsenen dann doch. Ich habe nun den Bus und mein Schwälbchen, die Kinder jeweils die KTM bzw. die Schwalbe im Pass stehen. Alles selbstverständlich ganz korrekt und ohne Schmiergeld. Allerdings musste ich den Bus komplett leerräumen, damit der Zoll die Fahrgestellnummern der KTM und der beiden Schwalben dokumentieren konnte.

So dauerte das ganze Prozedere knapp 5 Stunden. Da war nichts mehr mit Kilometer machen. Wir haben uns stattdessen um 1:00 Uhr einfach nur nach der Grenze auf den Zollhof gestellt, die Mopeds wieder verzurrt, Gardinen gegen das grelle Flutlicht aufgehängt und uns dann zur Nachtruhe gebettet.

In der Nacht auf den Zollhof Tanger Med blieben wir völlig unbehelligt und gaben dem Bus dann über den Hohen Atlas die Sporen.

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