ᐅ Marokko: Herkules und das französische Fräuleinwunder Ami6

Zwei Drittel der Busbesatzung schliefen heute Morgen noch, als ich aus unserem Wäldchen heraus auf die Hauptstraße fuhr.

Ausblick aus der Grotte des Herkules

Grotte des Herkules

An der Ausfahrt kontrollierte ich, dass sich auch ja kein Stein zwischen den Zwillingsreifen verklemmt hatte und begrüßte dabei einige herumstreunende tschechische Reisebusgäste in deren Muttersprache, die daraufhin den Mund kaum wieder zubekamen. Nach 30 km tauschten wir in Larache Geld, tankten und rasteten in der Nähe der Ruinen von Lixus.

Anschließend fuhren wir weiter durch üppig grüne Landschaften, die ebenso unmarokkanisch sind wie der Kolonnenverkehr auf dieser Hauptstraße. Aber dafür braucht man auch nicht mehr Angst um seine Frontscheibe als zu Hause zu haben. Vor Tanger bogen wir noch nach Westen ab und besichtigten die Grotten des Herkules, aus denen man einen schönen Blick auf das Meer hat.

Wilde Brandung an der Grotte des Herkules

Wilde Brandung an der Grotte des Herkules

Leider war gerade kein Sonnenuntergang, und auch das antike Cotta konnten wir nicht besichtigen, sodass wir weiter an der Küste entlang kurvten, zum Teil durch schöne Pinienwälder.

Parkplatz an den Grotten des Herkules

Parkplatz an den Grotten des Herkules

An der königlichen Sommerresidenz vorbei kamen wir bald nach Tanger, verließen die geschäftige Stadt aber ziemlich schnell wieder in Richtung Ceuta. Unterwegs hielt ich eigentlich nur an, wenn es etwas Besonderes zum Fotografieren gab. So wie dieses französische Fräuleinwunder, den Citroën Ami6 (“L’Ami Six” = “La Missis” = “Das Fräulein”). Nun gut, ein etwas schräges Fräulein, keine ebenmäßige Göttin wie der – oder besser die – Citroën DS (“Deesse”). Aber schon nicht schlecht. Und mit Herzblut verteidigt von einem kleinen Herkules. Dabei wollte ich das Fräuleinschen doch bloß mal ankucken. Gar nicht anfassen.

Gut behütetes französisches Fräuleinwunder: Citroën Ami6

Gut behütetes französisches Fräuleinwunder: Citroën Ami6

Natürlich machten wir auch mal Halt an etwas so Profanem wie einem Gemüsestand, auch wenn diese Blechhütte nicht an die Atmosphäre eines südmarokkanischen Gemüsemarktes herankommt. Dann lieber Supermarkt.

Nochmal Vorräte bunkern

Nochmal Vorräte bunkern

An einem kleinen Strand am Fuß des Djebel Musa wollten wir eigentlich die Nacht verbringen, aber ein Militärposten konnte sich damit nicht recht anfreunden. Also weiter. Doch so hatten wir von oben einen herrlichen Blick auf das im Abendlicht strahlend weiß leuchtende Ceuta sowie auf die gesamte Bucht bis zum Cabo Negro.

Abendlicher Blick auf Ceuta

Abendlicher Blick auf Ceuta

Leider ist die Küste mit Hotelkomplexen verbaut, in die man nicht ohne weiteres hineinkommt. Wir fanden nach einigen Querelen dann aber doch noch einen Stellplatz am Yachthafen von M’Diq, der gerade mächtig ausgebaut wird.

Ksar el Kebir – Larache – Tanger – M’Diq 220 km / 195.330 km

[Am nächsten Tag dann stellten wir uns den Grenzformalitäten und hakten noch Ceuta ab.]

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