ᐅ Ungarn: Budapest bei Nacht und Irrfahrt zum Thermalcampingplatz

Endlich Start in den Busurlaub

Kein Kilometer Busfahrt seit 2 Monaten. Familie. Arbeit. Familie. Dann kommt erst der 711er. Keine Zeit für eine Probefahrt. Aber egal, der Bus wird schon fahren. Also nochmal Abschmieren und Streicheln. Nur ob die schönen neuen Schubladen mit den Touch-to-open Vollauszügen halten, das weiß ich nicht. Im Stand klappt das Auf und Zu mit Hand oder Fuß perfekt. Schon mal ein Lob eingeheimst. Sozusagen einen positiven Offline-Kommentar. Das freut mich natürlich. Daumen hoch.

Zündschlüssel rumdrehen. Hä? Kein Strom? Ach ja, ich habe ja den neuen Batterietrennschalter eingebaut. Also gleich mal den Schalter und die neuen Batterien testen. Flammstartanlage vorglühen. Und Start. Der Bus springt sofort an. Kein Qualm. Kein Zucken. Nichts. Perfekt. Klar, mit Dieselstandheizung vorwärmen wäre besser gewesen, aber das Steuergerät ist ja noch zur Reparatur.

Aus der Einfahrt zirkeln. Urlaubsstart. Und natürlich springen die schönen neuen Schubladen in der ersten Kurve auf. Aber alles bleibt an Ort und Stelle. Stopp am Supermarkt. Vorräte bunkern. Ich bastle in der Zwischenzeit mit Akkuflex und Akkuschrauber eine Sperre für die beiden sensiblen Küchenschubladen.

Basteln einer Sperre für die Push-to-open-Schubladen

Basteln einer Sperre für die Push-to-open-Schubladen

Wird schon gehen. Ein Verkleidungsblech an der Schiebetür klappert. Schnell mal eine Schraube festziehen. Der Rest der Familie ist noch einkaufen. Ich probiere das Radio mal mit Musik aus. Satter Klang. Urlaub. Endlich.

Dann einen randvollen Einkaufswagen einsortieren. Kinderstafette von der Schiebetür quer durch den Bus in die Heckküche. Wider Erwarten passt alles in Kühlschrank, Schubladen und Staufächer.

Nochmal ein bisschen Einkaufen...

Nochmal ein bisschen Einkaufen…

Jetzt noch Diesel und Gas tanken. Bin gespannt, wann ich mir mal die Betankung des Wynen Gastanks mit LPG merke: Erst die Zapfpstole aufschrauben, öffnen und einhängen. Dann den Startknopf an der Säule drücken Bei 70% stoppt die Befüllung automatisch. Okay.

Einmal auf der Autobahn quer durch Tschechien

Jetzt auf die Autobahn. Endlich. Auf dem letzten deutschen Rastplatz vor der tschechischen Grenze noch eine Mautbox kaufen und der kleinen Sammlung hinzufügen. Und schon rollen wir durch das herbstlich eingefärbte Erzgebirge nach Nordböhmen hinunter. Schön hier, so mit den ganzen Vulkankegeln ringsum. Prag ist nicht weit. Mittendurch oder außenrum? Na gut, es geht durch den Speckgürtel. Einkaufszentren, Plattenbauten, Baustellen. Ein Riesenbogen. Wäre ich mal über den Wenzelsplatz gefahren. Bis 6t geht das sogar.

Autobahn nach Brünn. Rechts Hopperbeton. Also viel links fahren. Auf den leeren Werbeplakaten ist fast überall die tschechische Flagge geklebt. Schön.

Autobahn in Tschechien: Zwischen Prag und Brünn

Autobahn in Tschechien: Zwischen Prag und Brünn

60 km Slowakei und dann beginnt Ungarn

Trotz zahlreicher und langer Baustellen gutes Vorankommen. Abendwolkenspektakel über Austerlitz. Sonnenuntergang in Bratislava. Die E-Vignette für die Slowakei und die Plakette für Ungarn ist schon virtuell  geklebt. Also Durchrauschen an den Grenzen.

Slowakei: Sonnenuntergang auf der Donaubrücke von Bratislava

Slowakei: Sonnenuntergang auf der Donaubrücke von Bratislava

Großer, tieforangener Lampionmond in Ungarn. Es wird spät. Lieber nicht extra für ein Foto anhalten.

Ungarn: Abendliches Farbenspiel

Ungarn: Abendliches Farbenspiel

Budapest bei Nacht

Und dann das hell erleuchtete Budapest bei Nacht. Elisabethbrücke, Altstadt, Margaretenbrücke. LKW dürfen nur von 6-8 und 18-22 Uhr ins Zentrum. Passt ja gerade. Stopp. Parklücke. Fotos machen. Parlament mit Vollmond.

Budapest: Nächtlich erleuchtetes Parlamentsgebäude

Budapest bei Nacht: Erleuchtetes Parlamentsgebäude

Viele Touristen. Sommerabendstimmung mit Kettenbrücke und Gellertberg. Rechts oben das Schloss. Schön.

Budapest bei Nacht: Kettenbrücke, Gellertberg und Schloss

Budapest bei Nacht: Kettenbrücke, Gellertberg und Schloss

Thermalcampingplatz Ráckeve

Doch das Übernachtungsziel heißt Thermalcamping. Laut Google Maps 5 km südlich von Budapest. Hmm. In diesem Dorf? Zwangspause an einer Eisenbahnunterführung. 2,80m sind nach der Höherlegung zu knapp. Nachdenken. Strecke prüfen. Mist, Ráckeve gibt es hier mehrfach. Der ganze Seitenarm der Donau heißt ja so. Und die Strandstraße 1 ist ja nun auch nicht unbedingt endemisch. Also neue Suche mit Postleitzahl. Oh, Mann – nochmal 40 km Landstraße. Es wird spät. Zu spät. Ein Stück Feldweg zur Ráckevei-Donau. Ich bleibe fast in einer zu tiefen, zu lehmigen Pfütze hängen. Vollgas rettet mich. Und dann hat der Thermalcampingplatz auch noch von 18:00 bis 09:00 Uhr geschlossen. Na gut, dann stehen wir eben davor. Hubbett runter. Dach aufklappen. Nachtruhe.

Ungarn: Nacht vor dem Thermalcampingplatz

Ungarn: Nacht vor dem Thermalcampingplatz

Prag – Brünn – Bratislava – Budapest – Aqualand in 2300 Ráckeve

Am Sonntag geht es dann im Kinder-LKW über die EU-Außengrenze nach Serbien. Zum heiligen Berg Fruška Gora. 

Weiterführende Informationen

Reiseinfos Tschechien: Autobahnmaut für LKW’s

Infos zur Slowakei

Ungarn mit dem LKW: Die richtige E-Vignette

Baedeker-Reiseführer Budapest: Klick

Thermalcampingplatz Ráckeve: Klick

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