ᐅ Unterlagen für die Umbereifung des Vario-Vorgängers MB 711 (T2/LN1)

Was braucht man für die Umbereifung des Vario-Vorgängers T2? Ohne Umwege und mit einer richtigen Eintragung? Eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen.

2x MB 711 D: Umbereifung und Höherlegung versus Originalversion

2x MB 711 D: Umbereifung und Höherlegung versus Originalversion

Jetzt, wo ich die Eintragung habe, kann ich ja die Umbereifung an meinem MB 711 mal Revue passieren lassen. Zumal ich gerade im Zug sitze und die Landschaft so schön vorbeizieht. Also lassen wir einmal auch die Umbereifung vorbeiziehen. Ihr könnt ja ein paar Abkürzungen nehmen.

Ziele für die Umbereifung definieren

Mein Hauptziel war, Winterreifen zu montieren. Lang genug übersetzt war der Bus ja schon. Aber noch ein paar Prozent weniger Drehzahl wären auf der Autobahn natürlich nicht schlecht.

Und klar, Einzelbereifung wäre auch schön gewesen. Aber dies scheitert (zumindest, wenn man nicht zu tief ins Fahrwerk eingreifen will) an den zu kleinen Radbolzen. Wer also Radbolzen M14 hat, braucht sich über Einzelbereifung im Prinzip keine Gedanken zu machen.

Also blieb das Hauptziel Winterreifen. Ein bisschen größer. Als Zwillinge.

Einschränkungen für die Umbereifung akzeptieren

Mit den Radbolzen M14 kommen prinzipiell nur 16-Zoll-Felgen in Frage, die original verbaut sind. Da muss man also gar nicht nachdenken. Die fetten, 11 Zoll breiten Unimogfelgen wären zwar auch cool gewesen und hätten (zumindest ohne Reifen) ganz gut gepasst, aber es geht halt nicht.

Unimogfelgen 11x20 auf dem MB 711 D

Unimogfelgen 11×20 auf dem MB 711

Also nimmt man die größten Reifen, die auf die Originalfelgen noch drauf passen. Bei mir 235/85 R16. Voraussetzung dafür ist aber ein Halbmittenabstand HMA von 132 mm. Ansonsten stehen die Zwillingsreifen zu dicht zusammen.

Abstimmung der Umbereifung mit dem zuständigen Sachverständigen

Konzentrieren wir uns mal auf das Positive: Das Beibehalten der Originalfelgen vereinfacht natürlich auch die Vorsprache beim TÜV und bei der DEKRA

Okay, Felgen sind klar, Reifen sind klar. Mit dieser Information sollte man also jetzt zum zuständigen Prüfer gehen und ihn um seine Meinung fragen. Wenn er anfängt, Desinteresse zu zeigen, bedankt ihr euch nett und geht zum nächsten Prüfer.

Ihr müsst also keinen Prüfer suchen, der die Augen zudrückt, sondern einen, der weiß, dass für ältere und schwerere Fahrzeuge andere Regeln gelten, als für heutige PKWs. Ihr braucht also einen Prüfer, der das Regelwerk wirklich beherrscht. Und mit dem stimmt ihr jetzt die weitere Vorgehensweise ab und fragt, was er alles für die Eintragung braucht. Nur das zählt.

Erforderliche Unterlagen für die Umbereifung

Bei mir wollte der Prüfer für die Eintragung der größeren Reifen folgende Unterlagen haben:

1. „Freigabe“ (also eine formlose E-Mail) des Reifenherstellers, dass die für die Umbereifung vorgesehene Reifengröße 235/85 R16 noch auf den 6 Zoll breiten Felgen montiert werden darf. Nokian bezog sich auf eine Aufstellung der TRA (The Tire and Rim Association). Die gibt es sicher auch irgendwo im Internet zum Download.

2. Anpassung des Tachos und eine entsprechende Prüfung durch einen amtlichen Sachverständigen.

3. Weiterhin ist die Freigängigkeit wichtig. Die größeren Reifen dürfen natürlich nirgendwo schleifen. Da bei mir aber im Zuge der Umbereifung ohnehin eine Höherlegung anstand, hatte ich diesbezüglich keine Probleme.

Tja, und nun habe ich zwar die Umbereifung eingetragen bekommen, aber in der Garage steht ein riesiger Stapel Unimogfelgen.

Übrig geblieben: Ein Stapel Unimogfelgen

Stapel Unimogfelgen

Aber das wird unter Bildungskosten abgehakt. Und irgendwann kaufe ich vielleicht wirklich einen Unimog. Da habe ich dann für die Umbereifung wenigstens schon die richtigen Felgen. Oder muss ich einen Unimog vielleicht gar nicht umbereifen? Naja, ich weiß es nicht. Aber wenn wieder mal eine Umbereifung ansteht, werde ich es schon rauskriegen.

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2 Antworten

  1. Ingo sagt:

    Hallo Tom,

    Gratulation zum Änderungsgutachten!!! Wieder eine sehr schöne Zusammenfassung, die Du da zur Verfügung stellst! Vielleicht kannst Du ja noch eine Kostenübersicht der DEKRA anhängen.
    Und was wird das nächste Projekt, jetzt, nachdem alles eingetragen ist? 😉

    Viele Grüße aus AT

    Ingo

    P.S.: Welche Achsübersetzung hast Du eigentlich? Steht das schon irgendwo?

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