ᐅ Rumänien: Stillstand und Aufbruch

Für die schöne Aussicht gestern Abend sind wir heute dadurch bestraft worden, dass wir notgedrungen halb Budapest durchqueren mussten, um in Richtung Rumänien durchstarten zu können.

Aus Rumänien gibt es nicht ein Foto, daher hier ein schöner Kurzhauber in Palmyra, Syrien

Aus Rumänien gibt es nicht ein Foto, daher hier ein schöner Kurzhauber in Palmyra, Syrien

Der sehr lebhafte Verkehr hielt uns darüber hinaus auch auf der Landstraße gen Osten auf, so dass wir erst gegen 14:00 Uhr an der rumänischen Grenze ankamen. Abgesehen davon, dass ein Reisebus vor uns mit Kohlköpfen vollgestopft war, was in uns die Befürchtung einer Hungersnot größeren Ausmaßes weckte, war die Abfertigung komplikationslos, wenn auch nicht gerade zügig. Ich tauschte glücklicherweise gleich ein paar Mark um, was uns die erste Schmiergeldzahlung souverän meistern ließ: Ich musste 5 gute Deutsche Mark als Strafe für die nach einem alten Unfall etwas zerknitterte und nur mit Hammer und Farbe wiederhergestellte Fahrzeugfront am Düdo bezahlen. Das war aber auch schon alles. Kein Gepäck vorlegen, kein um Kaffee betteln, nichts.

Wir entschieden uns erst einmal für einen Weg über die Dörfer, um das ländliche Leben im Rumänien unserer Tage zu begutachten. Die Veränderung zum letzten Aufenthalt in Rumänien 1988 tendiert bis auf das frei verkäufliche Nahrungsmittelangebot gegen Null. Einfache, aber solide Verhältnisse. Überall frei laufende Nahrungsmittel wie Schweine, Gänse und Enten. Die städtischen Siedlungsgebiete waren da schon deutlich verwahrloster: Müll, Dreck, blinde Fenster, Schwerindustrie.

Wir schrubbten bei Nacht noch einige Kilometer auf der Transitstrecke, wobei ich davon ausging, dass die zu erwartenden, unbeleuchteten Pferdefuhrwerke schon von den vorbei bretternden LKWs von der Piste geschubst werden würden. Hinter Sibiu mieteten wir uns für ein paar Mark auf einen TIR-Parkplatz ein und begaben uns zu Bett.

Strecke: Budapest – Szolnok – Bekescsaba – Brad – Deva – Sibiu – Roter Turm (380 mls)

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