ᐅ Geländetest: Ist beim Mercedes Vario Allrad überbewertet?

Vor dem Kauf des MB 711 habe ich mir die Frage, ob für den Mercedes Vario Allrad erforderlich ist oder nicht, eigentlich gar nicht gestellt. Allrad war gesetzt. Doch dann war mir eine schöne Rundumsicht für meine Familie weitaus wichtiger als irgendwelche Allrad-Spielereien. Und insofern bin ich schnell bei einem Fensterbus gelandet. Doch Fensterbusse gibt es standardmäßig nicht mit Allrad. Also ist es ein MB 711 D ohne Allrad geworden. Die Option, später den Allrad nachzurüsten, steht ja immer noch. Kein Problem. Aber brauche ich den Allrad wirklich?

Ein Mercedes Vario Allrad ist überbewertet: MB 711 ohne Allrad auf der Sanddüne

Ein Mercedes Vario Allrad ist überbewertet: MB 711 ohne Allrad auf der Sanddüne

Nachteile des Mercedes Vario Allrad

Noch vor dem eigentlichen Ausbau haben wir den T2 neu als Vorgänger vom Mercedes Vario ohne Allrad ja intensiv im marokkanischen Sand getestet. Und dabei hatte sich herausgestellt, dass der Bus zu wenig Bodenfreiheit unter dem Differenzial hatte. Auch die Originalsommerreifen hatten zu wenig Traktion.

Doch eigentlich war es gut, dass der Vario kein Allrad hatte. Denn als “alter Düdo-Wüstenfahrer” fahre ich auch den Mercedes Vario ohne Allrad in ein langes Sandfeld ohne zu zucken und mit Vollgas hinein. Eben soweit, wie ich ohne Allrad komme. Dann fängt das Graben und Spaß haben an. Sperren rein und durch kann ja jeder.

Auf der Piste ist das in Ordnung. Aber den gleichen Reflex zeige ich auch bei der Stellplatzsuche zwischen den Sanddünen. Doch das sind Sackgassen. Ohne Allrad früher – mit Allrad später. Dadurch ist die Bergung erheblich weniger aufwändig, wenn der Mercedes Vario keinen Allrad hat. Ohne Allrad reichen in der Regel ein paar Meter Sandbleche oder notfalls ein kleiner Land Rover. Wenn ich aber mit dem Mercedes Vario Allrad erst einmal mit zuviel Schwung und Testosteron über die nächste Düne gehopst bin und den Bus dort im Weichsand versenke, ist guter Rat teuer. Das spricht schon einmal für einen Bus ohne Allrad.

Vor allem aber frisst der Allrad am Vario zu viel Leistung. Ich schätze mal, dass der ganze aufwändige Allradantriebsstrang bestimmt 25 % der Leistung schluckt. Nicht umsonst hat Mercedes dem Vario erst ab dem MB 814 Allrad spendiert.

Dazu wird ein Mercedes Vario mit Allrad mindestens 500 kg schwerer. Verteilergetriebe, die zusätzlichen Gelenkwellen, das Differential und die stärkere Vorderachse bringen ordentlich Gewicht auf die Waage. Erschwerend kommt hinzu, dass der Großteil des Mehrgewichtes auf der Vorderachse liegt.

Und trotzdem hat der Vario mit Allrad genauso wenig Bodenfreiheit. Vorn sogar noch weniger als ein 4×2. Da sitzen dann gleich zwei Achsen im Dreck.

Hinzu kommt, dass ein Mercedes Großtransporter mit Allrad meist deutlich kürzer übersetzt ist als mein Bus, der nach der Umbereifung problemlos 125 km/h läuft. Aber gut. Dieser Nachteil wird ausgeglichen durch die dann mögliche Montage größerer Räder, was bei mir wieder ausscheidet.

Und so habe ich halt erhebliche Bedenken, meinen wunderbar schnellen, sparsamen und leichten MB 711 mit 110 PS auf Allrad umzurüsten.

Geländetest MB 711 D: Ist der Mercedes Vario Allrad überbewertet?

Geländetest MB 711 D: Ist der Mercedes Vario Allrad überbewertet?

Verbesserung der Geländegängigkeit eines Mercedes Vario ohne Allrad

Für mich sind die Schlüssel zu mehr Geländegängigkeit ohne Allrad Höherlegung, Gewichtsverteilung und Reifenwahl. Perfekt wäre natürlich auch eine Differentialsperre. Wichtiger als das sind aber Fahrpraxis, Schaufeln und Sandbleche. Und für den Notfall ein Bergegurt. Mit dieser Ausrüstung kommt man mit einem Mercedes Vario ohne Allrad auf jeder Piste weltweit ans Ziel.

Nur das Überqueren von Sanddünen ist ohne Allrad und Untersetzung illusorisch. Aber mal ganz ehrlich – ich glaube nicht, dass man mit einem 140 PS Vario mit Allrad problemlos über eine richtige Düne kommt. Auch der OM 364 LA ist immer noch zu schwach. Die Bodenfreiheit unter dem Differential ist immer noch zu gering. Und mit dem mittleren Radstand sind auch die Überhänge zu lang. Das bisschen zusätzliche Traktion auf der Vorderachse bei Allrad reißt es dann auch nicht mehr raus.

Allerdings wäre ein wirklicher Fortschritt im Gelände eine noch mal deutlich größere Einzelbereifung in Verbindung mit kurzem Radstand, einem gut gelagerten Koffer und der Untersetzung. So ein Mercedes Vario Allrad fährt mir sicher davon. Aber ein langer Vario Kastenwagen mit Schubkarrenrädern wohl eher nicht.

Test des MB 711 ohne Allrad nach Umbereifung und Höherlegung

Dieses Wochenende hatte ich wieder einmal Gelegenheit, über die Vor- und Nachteile eines Mercedes Vario Allrad nachzudenken. Eigentlich wollte ich meine neuen Sandbleche aus Kunststoff testen und den Bus mal so richtig im Sand versenken. So einfach war das aber mit den neuen Reifen gar nicht. Wie gewohnt habe ich den Bus testweise rückwärts eine Düne hochgejagt. Und hochgejagt. Und hochgejagt. Doch er wollte einfach nicht stehen bleiben.

Nun ist der heimische Sand von anderer Konsistenz als der in der Sahara. Und ich wollte auch hinten nicht wieder von der Düne runterfahren. Denn von da wäre ich auch mit Allrad nicht wieder rausgekommen. Aber der Test hat gezeigt, dass der Bus mit seinen derzeit nur 4,5 t Reisegewicht, der Höherlegung und den neuen All-Terrain-Reifen ziemlich geländetauglich ist.

Aber zur Sicherheit habe ich natürlich auch ordentliche Bergemittel am heckseitigen Sandblechhalter verschraubt. Für den Notfall. Und für einen angstfreien Gasfuß. Nach dem neuerlichen Test stellt sich für mich jedenfalls nicht mehr die Frage, ob der Mercedes Vario Allrad haben sollte oder nicht.

Kein Mercedes Vario Allrad nötig: MB 711 auf heimischer Sandpiste mit Sandblechhalter am Heck

Kein Mercedes Vario Allrad nötig: MB 711 auf heimischer Sandpiste mit Sandblechhalter am Heck

Was meint ihr: Ist beim Mercedes Vario Allrad überbewertet? Oder sinnvoll?

Wie sind Eure Erfahrungen? Ich freue mich auf Eure Kommentare dazu, ob beim Vario Allrad überbewertet ist oder nicht – denn ein bisschen denke ich immer noch über den Allradumbau beim Vario nach.

Aber man kann ja auch ohne Allrad auf Weltreise gehen, wie die nächsten 3 Beispiele zeigen:

  • Ganz besonders allradlos mit einer Ente durch Afrika, wie eines meiner Lieblingsbücher beweist: Klick
  • Auch die ganzen VW Bullis auf Weltreise waren ohne Allrad unterwegs, wenn auch mit perfekter Gewichtsverteilung: Klick
  • Ein schönes Reisemobil ohne Allrad ist auch der MB 508. Zehn Monate durch Afrika: Klick

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75 Antworten

  1. wolfgang sagt:

    Hallo Tom,
    erst mal Hut ab, klasse Seite die du da aufgebaut hast.
    Ich bin auch gerade dabei de meinen Koffer auf Allrad umzubauen. ist schon ordentlich Aufwand.
    Hab allerdings den 818 mit 177PS und Verteilergetriebe mit Untersetzung.
    Mal sehen ob sich der Aufwand gelohnt hat. Dann steht noch Einzelbereifung an

  2. Thorsten sagt:

    Guden, ich habe einen Vario 818 4×4 und kann nur bestätigen, was Du geschrieben hast. Selbst mit großen Rädern sitzt die Achse einfach noch zu tief. Und beim Kastenwagen ist die Verwindung nicht groß genug.

  3. Oliver sagt:

    Das sehe ich auch so. Allrad ist schon gut bei Matsch und Schnee. Aber der Vario ist und bleibt nur ein Schlechtwegefahrzeug.

  4. Guido sagt:

    Dito. Allrad rettet den Vario auch nicht im richtigen gelände.

  5. Ernst sagt:

    Hallo,
    ich finde Allrad am Vario auch komplett überbewertet, die Gründe hast du ja eindrücklich dargestellt. Das ist einfach ein auf Allrad nachgerüstets Vehikel, aber kein echter Allrad von der Basis her.

    Um die 1% Standplätze zu erreichen wiegen die Nachteile buchstäblich zu schwer.

  6. Nomadpix sagt:

    Danke für deinen ehrlichen Beitrag! Ich habe zwar keinen Vario, aber ich befasse mich auch mit der Thematik 4×4 und bin auf der Suche nach einem Reisefahrzeug (Sprinter).
    Es wird einem im Internet an vielen Stellen suggeriert, dass man nur mit einem 4×4 das ultimative Abenteuer erleben kann und alle anderen 4×2 an asphaltierte Straßen gebunden sind.

  7. Thielmann sagt:

    Hallo, ich möchte meinen mercedes Vario 616 automatik,kurzer Radstand , Bj 2006, Einzelbereifung verpassen. Hat jemand Info zu diesem wichtigen Thema?
    Friedolin

  8. Alex sagt:

    Hallo. Super dass ich die Seite gefunden habe. Wo hast du diesen Bus gekauft?

  9. Kai sagt:

    Hallo Gemeinde, gerade zurück aus Portugal, MB 611 MB 668 mit den 235/85R16 hinten CrossCountry, vorne Nokian WR, 4 t Gewicht. Also auf schlechten Pisten und durch trockene Bachläufe, so ein geiles Auto, da wo ich war war sonst nur noch ein UNIMOG 😉 , danke für den Reifentip. Eintragen steht noch an.

  10. Toni sagt:

    Hallo Tom, danke für deine Erklärungen und fürs Teilen, ich suche auch nach einem echten 4×4 um nicht in Schwierigkeiten zu geraten! Um die Straße zu verlassen, obwohl die meiste Reise auf der Straße ist! Ich habe einige Ihrer Artikel zu LKW gelesen, von denen Sie denken, dass sie ein perfektes Allradfahrzeug (und verfügbar) sind. Ich habe den Mercedes 1017 gesehen, der Mann 8.136, Steyr. Ich weiß nicht mehr, was ich kaufen soll! Alle verbrauchen viel, ich würde den 4×2 für die Straße nehmen und den 4×4 optional wenn notwendig!
    Grüße

  11. Miguel sagt:

    In den meisten Situationen in kritischem Gelände kommt es mehr auf die Bodenfreiheit und genügende Verschränkung an, als auf den Allradantrieb.

    Aus langjähriger eigener Erfahrung (VW Bus, diverse Toyota Landcruiser, Landrover Defender, Mercedes Sprinter 316 4×4 lang sowie Mercedes Rundhauber LA911) würde ich Folgendes konstatieren:
    1.) Ein umgebauter Lkw oder Bus ist ein ideales Reisefahrzeug, wenn man sehr lange unterwegs ist oder viel mit sich herumschleppt. Fährkosten und Maut sind dafür deutlich teuer und auf guten Straßen kommt man nicht so schnell voran wie mit einem kleinen Geländewagen oder Pkw.
    2.) Für die meisten Reisen tut es ein Landrover oder Toyota Landcruiser allemal. Man ist deutlich beweglicher und flexibler als mit einem Lkw und kann das Fahrzeug außerdem in heimischen Gefilden zumindest auf Kurz- und Mittelstrecken als Alltagsauto nutzen.
    3.) Fahrzeuge mit wenig Bodenfreiheit und Böschungswinkel eignen sich nur für gute Pisten und Teerstraßen, was die Möglichkeiten zunehmend einschränkt, je weiter man sich von Europa entfernt (gilt zum Beispiel auch für Mercedes Sprinter und ähnliche Fahrzeuge).

    • Tom sagt:

      Danke für Deine Erfahrungen, Miguel. Sehe ich genauso. Das eine, ideale Reisemobil gibt es nicht. Es kommt immer auf die Anforderungen an. Und jedes Fahrzeug wird ein Kompromiss sein. Zurzeit ist für uns der perfekt rundumsichtige MB 711 Fensterbus ideal. Um Allrad jedenfalls wird viel zu viel Zick gemacht. Und was fährst Du gerade?

  12. Ulli sagt:

    Lieber Tom,
    ich liebe Deine Seite. wenn ich gute Laune haben will dann schaue ich darein. Ich finde
    Du schreibst sehr authentisch und auch wenn mal was nicht optimal ist, lässt Du uns das wissen. Ich habe das Glück vom Messerschmitt bis zur Artillerie Zugmaschine schon
    schöne Autos bespielt zu haben, aber richtig verliebt bin ich in den 711 d . Vor einem Monat ist mir eine 711 DoKa mit Differential Sperre (zu attraktivem Preis) zugelaufen. Wenn Du möchtest, werde ich über meine Erfahrungen im Gelände berichten, um Alternativen zu 4×4 beurteilen zu können. Danke für Deine vielen Praxis Tipps.
    Beste Grüße

    • Tom sagt:

      Siehst du, und mir wiederum machen solche Kommentare gute Laune. Da passt das doch. Und natürlich bin ich mal gespannt, wie ein Pritschenwagen im Gelände fährt. Ist ja zumindest mit ordentlich Last auf der Hinterachse nochmal wesentlich besser als der Kastenwagen, weil er stärker verwinden kann. Insofern, immer her mit den Berichten.

  13. C. Heydolph sagt:

    Hallo,
    kannst Du mir bitte mitteilen , wie Du die hintern Scheiben getönt hast? Das sind doch auch die Lexan Scheiben, oder?
    Fahre auch so einen Fensterbus, allerdings von der Polizei im helleren grün und möchte auch die Scheiben verdunkeln, da auch WOMO wird… 😉

    danke für die Info

    Grüße
    aus Berlin
    H.C.

  14. Michael sagt:

    Hallo,
    ich suche z.Z einen Vario zum Ausbau der fuer eine Langzeitreise fuer 2+Schaeferhund geieignet sein soll.
    Ein unauffaelliger Kasten waere perfekt obwohl ich mit ueber 1,90 m nicht quer schlafen kann.
    Der mittlere Radstand sollte ausreichen, um wendig zu blieben. Von Allrad habe ich mich schon verabschiedet – zu teuer.
    Aber es gibt wenn auch selten eine Differentialsperre hinten. Mit welchem Aufwand man sowas nachruesten kann weiss ich nicht.

    Derzeit habe ich zwei Basis-Fahrzeuge in der engeren Wahl. Beide haben weniger als 100 tkm, scheckheft gepflegt und sind rostfrei. Sie kosten allerdings auch ueber 10k

    1. 1994 709D mit 40 cm Kunststoffhochdach, 16 Zoll Raeder, ABS, Standheizung, 6,6t zul. GG.
    Vorteile: 2,32 m Innenhoehe was einen Doppelboden erlaubt, keine Seitentueren und Fenster, erhoehte
    Hecktueren, Isolierung und Verkleidung, Heizung, viele Reifen zur Auswahl, Differentialsperre, hydraulische Bremsanlage.
    Nachteile: 3,30 m Gesamthoehe, nur 86 PS aus 4 l Hubraum, Endgeschwindigkeit lt Eintrag 104 km/h.

    2. 1997 614D Rettungswagen (innerbetrieblich), mit Blechhochdach, seitlicher Schiebetuer mit Fenster, Standheizung, Klima, Rueckfahrkamera, 17,5 Zoll Bereifung, derzeit wohl auf 4,8 t abgelastet.
    Vorteile: Gesamthoehe 2,95 m, 136 PS Motor, 4,2 l Hubraum, ausreichend Leistung, Druckluft-Bremsanlage. 3 Jahre juenger (Facelift, Scheinwerfer), Automatikgetriebe.
    Nachteile: Tanks, Batterien etc muessen unterflur bzw. im Innenraum untergebracht werden, 17,5 Zoll Bereifung nicht so gebrauchlich Nachruestung eines GFK Hochdaches ist unverschaemt teuer

    Nachdem hier nur echte Freaks zu sein scheinen und Wolfgang erste Hand Erfahrungen hat waere ich fuer Anregungen dankbar.
    Der 709 erscheint mir in jedem Fall zu schwach. Das erinnert mich so an meinen 508, der bergauf, obwohl ausgebaut unter 4t keine Freude machte aber mich ohne Probleme bis nach Syrien gebracht hat. Uebrigens auch mit Automatik.
    Der 614 hat ausreichend Motorleistung, Automatik, Klima und Heizung schon an Bord aber weniger Platz fuer Stauraeume.
    Wie aufwaendig sind eigentlich Motor/Getriebe und Achsumbauten?
    Wolfgang’s Hoeherlegung gefaellt mir sehr gut – moderat, erschwinglich und effektiv.

    Schoenen Sonntag
    Michael

    • Tom sagt:

      Nun ja, das ist wirklich eine schwere Entscheidung. Ich persönlich finde so ein Hochdach hässlich und würde den Bus nicht deswegen kaufen. Aber das ist meine Auffassung. Wenn es denn aber das Hochdach sein muss, wird der Motor des MB709 extra lahm sein.

      Der 614 hingegen hat schon den neuen OM 904 und kommt aus einem der ersten Baujahre. Dann würde ich gleich einen richtig neuen Vario kaufen. Mit grüner Plakette und so. So teuer sind die auch nicht.

      Was aber jede Art von Umbauten an Motor, Getriebe oder Achsen angeht, so ist dies alles mit recht viel Aufwand verbunden. Das würde ich von vornherein nicht einplanen. Und ganz ehrlich, die Differentialsperre ist nett. Aber ich habe auch keine. Und fahre deswegen keinen Meter weniger Gelände.

      • Michael sagt:

        Hallo Tom, danke fuer Deine Anregungen. Soviel ich weiss haben alle Vario nach 1998 elektronische Motorsteuerung. Damit gibt es bei Motorproblemen fernab europaeischer Zivilisation Schwierigkeiten, die ich genre vermeiden moechte. So verlockend das Hochdach des 709 auch ist, 3,30m Hoehe und vielleicht 5,5t sind fuer den Motor des 709 einfach xu viel.
        Ich habe heute ein bisschen MIT moeglichen Grundrissen fuer den 614 rumprobiert. Dabei sind 0,8 cbm Stauraum im Heck, Dinette auf 0,25m Podest, Winkelkueche und Hubbett ueber fem Fahrerhaus wie Deines aber als Laengsschlaefer herausgekommen. Der 614 rueckt nach vorne.

        • Tom sagt:

          Der 614er ist aber auch schon ein Vario mit dem OM904. Ohne Steuergeräte läuft da nichts. Und Elektronik ist so schon schlimm. Aber am schlimmsten ist alte Elektronik.

          • Schlack sagt:

            HinTom, Danke für Deinen Blog is soooo hilfreich und Augenöffnend!
            Habe mich nun auch gegen einen Allrad LKW entschieden.
            Wie schlimm ist denn das mit der Motorelektronik und weist Du bei welchen Baureihen die Motorenelektronik nicht mehr zu empfehlen ist? Ist das nur ein Gerät, welches ggf. getauscht werden müsste?
            Irgendwie ist es schwer da ein Überblick zu bekommen.
            Dieses Ad Blue ist mir ebenfalls schon sehr suspekt. Gibts offenbar ab 2006. (hab ich von Deiner Seite) Kann man das Umbauen/Ausbauen. Kannst Du da bitte helfen? (Wusste jetzt nicht wie ich Dich sonst Anschreiben könnte.)Beste Grüsse und dank im Voraus Schlack

            • Tom sagt:

              Die Motorsteuergeräte sind eigentlich unproblematisch. Zicken machen hingegen die Peripheriegeräte und hier vor allem die Sensoren. Und da sind auch im Vario als dritte Generation der Mercedes Großtransporter T2 eine ganze Menge verbaut. Wenn von denen einer aussteigt, wird ein Fehler dargestellt, der am Ende gar keiner ist. Das nervt halt und bringt eine zusätzliche Komplexität ins Fahrzeug, die eigentlich nicht sein müsste.

              An was ist das mit AdBlue. Hier wird ja nur Harnstoff in das Abgas gespritzt. Der Harnstoff reagiert und senkt den Stickoxidausstoß. Da ist erstmal nichts dagegen zu sagen. Und das funktioniert auch sicherlich zuverlässig. Sofern genug AdBlue im Tank ist.

  15. Michael sagt:

    Das habe ich nicht gewusst. Ich dachte die Motorelektronik wurde erst ab 1999 eingesetzt. Ich warte immer noch auf die Datenkarte um sicherzugehen welcher Motor verbaut ist.

  16. Michael sagt:

    Hallo Tom,
    habe gerade einen 1988er Vario T2 711D 669 Kastenwagen, hoch und lang mit nur 24 tkm auf der Uhr gesehen.
    Was bedeutet 669? Der Motor hat 116 PS aus 4l Hubraum. Hast Du den gleichen?
    Vorteil ist, dass er mit H-Kennzeichen zugelassen werden kann. Rost war auf den Bildern nicht zu erkennen.
    Was haelst Du davon?

    • Tom sagt:

      Das klingt doch schon besser. Das ist die EURO 0 Variante des MB 711. W669 ist die interne Mercedes Bezeichnung. Also ein frühes Modell, das wirklich bald die H-Zulassung kriegen könnte. Der Rest hängt natürlich vom konkreten Fahrzeug ab. Aber denke daran, wenn das Fahrzeug von Anfang an schon nicht passt, wird alles andere teuer. Dann lieber warten.

  17. Michael sagt:

    Okay Tom, vielen Dank. Ich habe beim Lexan Fenster Kommentar mein Raumprogramm skizziert. Der 711D stammt von einer Schweizer Behoerde ist kann im Juni die H-Zulassung erlangen.

    Es gab ja mal Ausstellfenster fuer die Originalglasscheiben fuer die werksseitig verbauten Glasscheiben doch ich denke, dass die nicht mehr lieferbar sind. Da der 711er keine Schiebetuer hat waere das zur Belueftung gut.
    Inzwischen habe ich mir auch den Unterboden angeschaut -weit und breit kein Rost erkennbar aber der kann natuerlich in den Holman sitzen.

  18. Harald sagt:

    Hallo Tom, freue mich deine großartige Seite gefunden zu haben. Bin gerade dabei zwar keinen Vario sondern einen 310 den ich kürzlich von der Feuerwehr erworben habe, umzubauen. Kann dir nur bezüglich Allrad beipfichten. Habe meinen auch höhergelegt und mit Diffsperre hi. und abnehmbarer Frontseilwinde – unschlagbar im Gelände. Anfangs wollte ich unbedingt einen Allrad, jedoch die Preisvorstellungen haben mich rasch auf den Boden der Realität geholt, auch der Umbau auf Allrad stand im Raum. Bin nun aber sehr zufrieden. Danke noch mal für deine Ausführlichen Beschreibungen zum Umbau. Viel Spaß weiterhin

  19. Jürgen sagt:

    Hallo Tom,

    erst mal ein großes Lob und Danke für deine unterhaltsam geschriebenen und gehaltvollen Seiten!

    Nachdem wir letzte Woche mit unserem 609d am Strand von Rømø bei fliegendem Sand die richtige Fahrspur im Pril nicht mehr erkannt haben und uns im losen Sand festgefahren haben, fingen wir wieder mit der Träumerei von einem Allrad-LKW an. Dann bin ich auf deine Seiten gestoßen und habe ausgiebig und genüsslich geschmökert. Das passte sehr gut, denn wir lieben unser Auto und finden es abgesehen von seiner geringen Geländetautglichkeit ideal.

    Den 609 haben wir vor fünf Jahren in ziemlich verlebtem Zustand und LSD-tauglich umgepimpt gekauft. Meine Frau wollte da zunächst aufgrund des optischen Eindruckes nicht ran. Ich habe jedoch die Qualität des sicher schon frühzeitig vorgenommenen Wohnmobilausbaues und den guten technischen Gesamtzustand gesehen und mich in die Wanderdünencharakteristik des unaufgeladenen OM 364 verliebt. Die indischen Tücher waren schnell entfernt und die übrige Innenausstattung haben wir nach unseren Vorstellungen renoviert und gestaltet. Außen wurde er von Behördenorange in Mercedes-Maisgelb umlackiert. Inzwischen hat er ein wohl verdienstes H-Kennzeichen.

    Nach den Spinnereien von einem Allrad LKW sind wir nun nicht zuletzt durch deine Erfahrungsberichte zu dem Schluss gekommen, dass der 609 mit seiner Größe für zwei Erwachsene und drei mittelgroße Hunde der richtige Kompromiss ist. Da wir am Heck noch eine Motorradbühne haben, ist das Thema Bodenfreiheit und Überhang von Bedeutung. Deshalb will ich mich jetzt mal an die Höherlegung und Umbereifung machen.
    Wegen des brachialen Beschleunigungsvermögens will ich vorsichtshalber mal bezüglich der Übersetzung ein paar theoretische Überlegungen anstellen. Derzeit haben wir eine lange Busübersetzung drin und liegen bei Reisetempo 90 auf angenehmem Drehzahlniveau. Der OM 364 liefert sein zugegeben recht mildes maximales Drehmoment über einen Bereich von 1400 bis 2200 U/min ab. Das ist es, was mir so gefällt: Selbst beim Abbiegen muss man bei gefühlvollem Gasfuß lediglich vom 5ten in den 4ten runter. Die anderen Autos sind merkwürdigerweise immer hinter einem, nie vor einem, was Balsam für mein Nervenkostüm ist und sofort Urlaubsgefühle verursacht. Allerdings – wehe wenn er losgelassen – dreht er im 5ten noch voll aus und läuft dann 110. In sofern dürfte er also auch mit einer durch höheren Abrollumfang noch mal 10% längeren Übersetzung hinkommen. (Das Tachoproblem würde ich übrigens mit einem GPS-Tacho lösen. Habe ich so mit Einverständnis des TÜV schon bei meinem Motorradgespann auf Grund der kleineren Räder gemacht. ) Ich würde das gerne für die unteren Gänge mal mit Geardata durchspielen. Dazu suche ich vergeblich im Netz eine Übersetzungstabelle meines Getriebes. Hast du da vielleicht eine Quelle?
    So weit erst mal. Viel Spaß noch !
    Grüße
    Jürgen

    • Tom sagt:

      Danke, Jürgen. Ich liebe solche Geschichten. Und so betreibe ich extra für dich mal ein bisschen Literaturstudium. Theoretisch müsste bei deinem MB 609 D (wie beim 709 D und 809 D) ein Getriebe G2/27-5/7,36 verbaut sein (Baumuster 712.201). Damit hättest du folgende Gesamtübersetzungen in den einzelnen Gängen:
      1. Gang i=7,355
      2. Gang i=3,977
      3. Gang i=2,258
      4. Gang i=1,393
      5. Gang i=1,0
      Rückwärtsgang i=6,671
      (Quelle: Daimler-Benz AG: Neue Transporter 507 D – 811 D (T2), Einführungsschrift für den Kundendienst, Stuttgart 1986, Bestellnummer A6510302200, Seite 83)

      Im Gelände problematisch ist vor allem der längere 1. Gang sowie ganz besonders der ohnehin schon lange Rückwärtsgang. Aber da ist es egal, ob du einen aufgeladenen oder unaufgeladenen OM 364 hast.

      Und noch was zum Allrad-LKW: Damit fährst du dich genauso fest. Nur halt an einer wesentlich dümmeren Stelle. Und bis du dahin gekommen bist, warst du deutlich länger, unbequemer und auffälliger unterwegs.

  20. Jürgen sagt:

    Hallo Tom,
    Das ist super! Vielen Dank für die Werte. Dann kann ich mal mit dem Theoretisieren anfangen.
    Der lange Rückwärtsgang ist allerdings blöd und unverständlich, da auch schon im normalen Straßenbetrieb teilweise beim Rangieren zu lang.
    Bis dann!
    Grüße
    Jürgen

  21. Olli sagt:

    Ich habe zwar keinen T2 Vario, aber ein etwas untermotorisierten T1N MB 207D, dieser aber von mir mit einer Differentialsperre nachgerüßtet wurde. Mal ehrlich, ich wöllte sie auf meiner Südkaukasusreise ans kaspische Meer nicht missen, auch wenn sie justement am Strande des Kaspischen Meeres mir ihren Dienst verwehrte, aber sonst alle anderen Male sehr gut nützte. Mein 208D wird dadurch zwar nicht zum 4×4, aber sehr gutes Vorrankommen im Notfall aber sicher. Auch ist der Kraftstoffverbrauch bei einen 4×4 bei weiten höher, auch dann, wenn es kein permanenter Allradantrieb ist. Die Differentialsperre hingegen setzt man nur ein, wenn es pardout nicht mehr weiter geht, ansonsten hat man keinen Mehrverbrauch dadurch zu verzeichnen.
    LG Olli

    • Tom sagt:

      Also bei einer Differentialsperre würde ich auch noch mal schwach werden. Konnte bis jetzt derartige Probleme aber gut mit den Kunststoffsandblechen lösen. Und die Ausfallsicherheit ist natürlich auch ein hohes Gut. Was nicht dran ist, kann nicht kaputt gehen. Aber da bist du ja mit deinem Bremer auf der richtigen Seite. Alles Gute also am Kaspischen Meer!

  22. Ralph sagt:

    Hallo Tom,
    nachdem ich hier so viele Anregungen bekommen habe möchte ich nun auch meinen ‘Senf’ dazugeben…:-)
    Zunächst Danke für all Deine Bemühungen und die informative und sehr schön aufgemachte Seite…
    Also:
    früher Trial Wettbewerbe gefahren, dann Privatfahrzeuge von BJ40, BJ42, Pajero, Patrol über Defender, J8 usw usw…6 Jahre Südafrika…ich weiß also ein wenig worüber ich rede…aktuell fahre ich einen 2014 Toyota Tacoma Access Cab 4,0l V6 Off-Road Package…

    Deine Ausführungen bezüglich Allrad im Vario kann ich unterschreiben…habe mir deshalb (nicht zuletzt aufgrund Deiner Ausführungen) vor ziemlich genau 1 Jahr in Belgien bei einem LKW Händler für 3,5 Kilo einen 2004 818er Doka Pritsche mittlerer Radstand, mittlere Übersetzung mit Sperre gekauft….Korrosion erstaunlich wenig….240tkm auf der Uhr…die DOKA im Kosovo um 30cm kürzen lassen, entrosten und lackieren…9,5R17,5 Kumho drauf, hinten 65mm höher….vorne fehlt noch…werde wahrscheinlich 1 zusätzliches Blatt plus 35mm Distanz drunter schrauben…dann eine Dornier FMII mit einer eher ungewöhnlichen 3 Punkt Lagerung drauf…vor 2 Tagen von einer 2-wöchigen Testfahrt zurück gekommen…alles paletti…ausser das nach 50km Fahrt der Kurbelwellensensor den Geist aufgegeben hat…aber lieber hier als JWD…Durschschnittverbrauch bei 5,4to Lebendgewicht rund 16,2l….Ölverbrauch gegen Null…Schlechtwegetauglichkeit überragend…Ölwannenschutz ist in Arbeit…und der Motor mit 180PS zieht wie ein Bär…:-)
    Ist nun das 4te oder 5te Wohnmobild das ich in meinem Leben gebaut habe…durch die ‘Testfahrt’ sind natürlich einige Verbesserungen nun ‘fällig’…aber alles in allem echt prima…
    falls jemand Interesse haben sollte kann ich ja das Projekt und die eher ungewöhnlichen Lösungen gerne breit treten…
    Tom…nochmals vielen Dank!!!
    Ralph

  23. Ralph sagt:

    Kann Dir ja Mal die Bilder irgenwie in einer PM zuschicken wenn Du magst…vielleicht wär das was?

    • Tom sagt:

      Na ja. Wenn du das veröffentlicht haben willst, müsstest du mir eine Mail schreiben… Mit ein bisschen Text dazu… Paar Bilder… Dann bekomme ich das schon hin. So vielleicht in einer Rubrik Fahrzeugvorstellung. Das könnten wir ja notfalls mal probieren. Aber du merkst schon, so richtig begeistert bin ich von “fremden” Inhalten auf diesem Blog nicht.

      Und mit Einloggen und Beiträge selbst bearbeiten wird das sowieso nichts. Das ist meiner Familie vorbehalten. Gibt hier ja noch eine ganze Menge privater Beiträge, die nur die Familie lesen kann.

  24. Ralph sagt:

    ich muss das nicht unbedingt veröffentlicht haben…habe gerade sowieso nicht viel Zeit…dachte es hilft vielleicht dem einen oder anderen…soll ich das eventuell auf der Seite wo die ganzen Varios sind draufstellen…?

  25. Ralph sagt:

    ok…geht klar…nochmals Danke!

  26. Anonymous sagt:

    Hi Tom,
    kann es sein, dass ich dich heute auf der SS1 Richtung Süden Höhe Grosetto überholt habe?
    Grüße Egon

  27. Anonymous sagt:

    Hi Tom, war lange nicht mehr auf deiner tollen page. Liege gerade im Krankenhaus und da hat man Zeit zum Stöbern. Ja, da hat es ganz schön geregnet in Italien im Oktober. Frage, auch wenn es vielleicht hier nicht hin gehört, wie machst du das mit der Autobahnmaut in der Schweiz, Österreich und Italien (> 3,5 to). Das war der Grund, warum wir da mit einem geliehen VW-Bus unterwegs waren. Normal fahre ich einen O309 mit 72 PS. Ja, ich weiß, langsam und laut. Aber bis dato habe ch meine Ziele i.d.R. recht entspannt erreicht.
    Grüße Egon

  28. Guido sagt:

    Hallo Tom,
    tolle informative Seite hast du da auf die Beine gestellt.
    Ich habe, wie so viele hier, aus Kostengründen die Idee vom Allrad verworfen.
    Bin zur Zeit auf der Suche nach einem MB 711d.
    Habe auch einen ins Auge gefasst.
    Allerdings komme ich mit den Werten nicht weiter, wenn ich deinen damit vergleiche (Motorleistung ).
    Hier die Werte von dem angebotenen Fahrzeug:
    MB Vario 711D , RADSTAND 3700 MM ,Erstzulassung: 04-93 ; 124000 KM

    Motor OM 364 , Motorleistung 75 kW- 102 PS aus 3972 ccm; 2 Sitzplätze

    ehemaliges Fahrzeug der Polizei , ideale Basis zum Umbau als Wohnmobil, 4 gorße Batterien,
    ABS, Warmwasserzusatzheizung mit Wärmetauschern / Gebläse im Fahrgastraum, Zweitbatterien mit Trennrelais,
    Servolenkung, Zusatzheizung, Einzeltüren Fahrer/Beifahrer, Schiebetür rechts, Hecktür; 2 Dachluken; 3 x Belüftung
    mit Gebläse / Dach
    Fahrer/Beifahrer 3-Punkt-Sicherheitsgurte
    regelmäßigen Wartungen und Prüfdienste , Serviceplan und Prüfbuch liegen vor , alle Rostschäden behoben , TÜV / AU neu .

    Über eine kurze Stellungnahme deinerseits würde ich mich freuen.

    Vielen Dank nochmals für die vielen Informationen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Guido

    • Tom sagt:

      Nee, 75kw habe ich auch. Und frag mal nach der Gesamtlänge. Bei mir sind das 633 cm. Ansonsten stimmt doch alles. Zumindest, soweit ich das erkenne. Entscheidend ist doch ohnehin immer die Thematik Rost.

  29. Thomas sagt:

    Hallo Tom,
    ich habe einen identischen 711er und muss erst mal sagen, deine vielen Infos haben mir schon einiges weitergeholfen. Ich bin gerade dabei meinen 711er für eine einjährige Reies Richtung Osten ein wenig fit zu machen. Als nächstes kommen Reifen und Stoßdämpfer dran. Dazu möchte ich dich gerne noch nach deinen Erfahrungen fragen:
    Mußtest du die Höherlegung eigentlich auch eintragen?
    Hast du Erfahrungen mit den etwas breiteren 235ern in puncto Steinen, die sich zwischen den Reifen verkeilen?
    Ich bin am Überlegen die 235/85er von BF Goodrich zu nehmen, gab es einen Grund warum die dich dagegen entschieden hast?

    Gruß

    Thomas

  30. Frank sagt:

    Hallo Tom!
    Ich wähnte mich schon als einziger mit nem Mercedes-Fimmel, aber dank Deinem Blog kann ich mich jetzt ganz entspannt zurücklehnen 😉 Vielen Dank für die ganze Arbeit die Du Dir damit machst, und vor allem auch, daß Du die Allgemeinheit daran teilhaben lässt! Super!
    Letzte Woche habe ich, nach Jahren der WoMo-Abstinenz und einem Ausflug quer durch alle Mercedes PKW Baureihen der 70er und 80er, endlich wieder einen Kastenwagen im Besitz:
    Vario 815 lang und hoch, Bj. 2005, brilliantsilber, erst 200kkm auf der Uhr, 2.Hd, mit WoMo (Selbst-)Ausbau.
    Blind gekauft, ohne Probefahrt…
    Warte nun sehnsüchtigst auf den Übergabetermin, welcher leider erst in zwei Wochen stattfinden kann. Derweil lese ich alles was ich im Netz über T2 bzw. Vario so finden kann. Dein Blog hilft ungemein, die Vorfreude zu vergrößern!
    Habe zB. gerade auf der Datenkarte entdeckt, daß meiner über Code AE5 verfügt, also die gleiche HA-Untersetzung hat wie Deiner(3,154). Das freut mich schonmal. Mangels Probefahrt wusste ich nicht, ob evtl. ne kurze Achse verbaut ist. Die Menge an SA-Codes hat mich eben schier umgehauen, das meiste war dem Verkäufer gar nicht bekannt. Bei Interesse tippe ich die gerne mal ab, ich vermute da sind ein paar seltene dabei (!?). Oder auch nicht, habe bisher mehr Ahnung von Mercedes PKWs… 🙂
    Nochmals Danke für das sehr gelungene Blog und
    Gruß aus dem Westerwald!

  31. Hendrik sagt:

    Hallo Tom,
    Schöne Seite!
    Ich habe auch eine Frage. Ich bin noch relativ Jung. 20 ungenau zu sein. Würde mir trotzdem gerne den Traum eines Reise Vans erfüllen, mit dem ich auch abseits der Straßen gut unterwegs sein kann. Alpentour, Marroko, Nordkap etc.
    Wunderschön finde ich den Mercedes 310, ich könnte günstig einen bekommen mit Hinterachssperre aber natürlich ohne Allrad… Schade, aber braucht man wirklich nicht?
    Zweite Option wäre ein T4 Syncro mit Allrad und Sperre. Hat halt weniger Platz!
    Wofür würdest du dich entscheiden?

  32. Tom sagt:

    Ich würde mit dem Syncro anfangen und mich dann in der Fahrzeughierarchie langsam nach oben vorarbeiten. Nicht wegen dem Allrad. Aber was willst du denn sonst machen, wenn du 30 bist? Oder gar 40?

  33. erik sagt:

    Hier ein Link von jemandem mit einem Mercedes Vario Camper 2×4, der weiß, wie er zu ganz besonderen Orten kommt.
    http://womo-adventure.com/2019/02/15/80km-in-die-sahara-polizeischutz-in-kasserine/

  34. Jörg sagt:

    Hallo, die Beiträge hier sind wirklich Klasse. Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll und wo aufhören zu lesen. Zum Vario finde ich leider nicht so viele Informationen wie beispielweise zu den Rundhäusern. Ich habe jetzt einen Vario 814D, mit 136 PS im Visier, mit Flensburger Koffer, voll ausgebaut, angeblich rostfrei. Das gute Teil hat allerdings bereits 400.000 Km gelaufen, TÜV ist neu. Jetzt ist meine Frage, geht garnicht, Finger weg? Oder eher “gerade warmgefahren” usw. Eingesetzt werden soll er überwiegend in Deutschland / Europa als ganz normaler Familiencamper. Allrad hat er meines Wissens nicht, das brauche ich auch nicht. Vielen Dank für eine Einschätzung. LG

  35. Arne sagt:

    Hallo Tom,

    bin zufällig bei meiner Suche nach Infos zum möglichen Einbau einer Differenzialsperre hier gelandet und es freut mich eine Seite wie diese hier zu lesen 🙂

    Fahre zwar selber keinen Vario sondern einen alten Hymer auf Mercedes LP 813 aus Bj. 79 aber paar Infos kann man natürlich übertragen.

    Speziell geholfen hat der Link zu DFF 🙂 war nämlich gerade dabei alles für eine Höherlegung der Hinterachse vorzubereiten, aber über DFF ist das sehr viel einfacher!
    Räder habe ich schon brauchbare drauf auch wenn die heute schon schwerer bzw. nicht mehr günstig zu bekommen sind (10R17,5). Der läuft damit aber wirklich gut und die sind in der ABE auch schon aufgelistet.

    Deine Einschätzung zu den Batterien teile ich nicht ganz. Klar müssen die “nassen” regelmäßig gewartet werden aber ansonsten sind die auch bei größerem Verbrauch gut und langlebig wenn alles halbwegs aufeinander abgestimmt ist (habe einiges an Verbrauchern(TV, SAT,ect.) an Bord ). Ich mag dabei auch sehr gerne die einfachen Lösungen. Problem ist bei dem ganzen das meistens die Batterien nicht wirklich voll geladen werden und dann verhärten dabei die Platten und es geht Kappazität verlohren. Also immer versuchen die Batterien möglichst voll zu laden, Das geht aber eigentlich nur wenn man in den Bereich der Gasung kommt. Wie du geschrieben hast regeln die meisten neueren Lichtmaschinen in 12V Autos bei ca. 14 V ab. Ladebooster oder ähnliches ist vielleicht eine Lösung widerspricht aber meiner Tendenz zu einfachen Lösungen und wenig Anfälligkeit der eingebauten Technik.
    Ich habe deswegen einen Lichtmaschinenregler eingebaut der bei 14,7 V abregelt. Funktioniert wirklich gut seit dem. (12V Auto, 160AH Starterbatterie, 230AH Versorgungsbatterie, 300W Solar, einfaches Trennrelais, 90A Lichtmaschine) Nur mal so zur Info,

    Also, macht jedenfalls gute Laune hier zu lesen, danke und weiter so 🙂

    LG, Arne

  36. alfred sagt:

    Hallo Tom,
    Sehr guter Kommentar, sehe ich ähnlich, bis auf 2 Punkte:
    1. Den Hecktriebler, speziell mit Zwillingsreifen noch konsequenter nach hinten beladen, möglichst nahe bis an 1/3-2/3 Verteilung, was natürlich mit einem OM602 leichter möglich wäre.
    2. Eine 100% Diff. Sperre, weil auf bei jeder größeren Verschränkung auch alle 4×4 ohne Sperre ins Leere drehen… Mit einem Womo will ja keiner mit vollem Schwung über schräge Rinnen und Kanten krachen. Die 1. ist bei den T1 +T2 meist kurz genug!
    Gute Reise, alfred hiace 4×4+2×100%Difflock

    • Tom sagt:

      Ich habe beim 4×2 Vario ohne Allrad nicht umsonst alle Wasser- und Abwassertanks, das Bad und die Küche sowie alle großen Stauräume gemäß meinen Anforderungen an ein geländegängiges Offroad-Wohnmobil nur auf und hinter der Antriebsachse. Denn Gewichtsverteilung ist wirklich das A und O bei Hecktrieblern. Mustergültiges Beispiel ist da der VW T3. Der ging im Schnee wie ein Hundeschlitten. Umgekehrt denke ich mit Grausen an meinen VW LT 28 Sven Hedin zurück. Mit dem Sechszylinder-Dieselmotor zwischen den vorderen Sitzen ein wirklich großes, schönes, schnelles und sparsames Wohnmobil. Aber mit einer katastrophalen Gewichtsverteilung. Da hat schon ein feuchter Feldweg gereicht, und man saß fest.

  37. Thomas sagt:

    Hallo Tom,
    vielen Dank für Deine unglaublich wertvollen Ratschläge auf dieser Webseite.
    Gratulation zu Deinem wirklich wunderschönen Großfenster-Mobil Mercedes Vario.
    Eine Frage hätte ich an Dich:
    Der Vario ist ja 2,20 Meter breit.
    Kannst Du mit dieser Breite völlig problemlos und entspannt durch Dörfer und Städte fahren?
    Gab es da jemals Engstellen oder Situationen, in denen Du Dir gedacht hast: ein schmaleres Auto wäre jetzt besser?
    Ich meine jetzt einfach nur das Fahren durch die Straßen von Städten und Dörfern.
    Es wäre wahnsinnig nett von Dir, wenn Du kurz Deine Erfahrungen schildern würdest.
    Der Vario ist ja ein Jugendtraum von mir, weil er bereits von vorn so schön breit und mächtig aussieht.
    Vielen Dank.
    Thomas

    • Tom sagt:

      2,20? 2,19 m stehen in den Papieren. Der Aufbau ist aber nur 2,05 m breit. 2,10 m breit ist der Bus mit den Verkleidungen der Radhäuser. Das ist eigentlich nicht viel mehr als ein PKW mit Spiegeln. So sind bei uns hier im heimischen Revier die Straßen extrem eng und auf beiden Seiten zugeparkt. Wo ein Golf vor mir durchgeht, passe ich locker auch durch. Gerade weil beim Vario die Spiegel oben und damit nicht im Weg sind.

      Aber jedes Fahrzeug findet irgendwann zumindest offroad die eine Stelle, wo es zu breit ist. Ist mir sogar mit der KTM schon passiert. Mit dem 711er aber zumindest auf öffentlichen Straßen noch nicht. Mit dem Düdo musste ich einmal in einem spanischen Gebirgsdorf umkehren, weil die Ortsdurchfahrt zu eng war. War aber letztlich auch kein Problem.

      Für mich jedenfalls ist der Vario der ideale Kompromiss aus handlichen Außenmaßen und großem Innenraum, Gesamtgewicht und Zuladung, Fahrleistung und Spritverbrauch, LKW-Technik und Beherrschbarkeit, Alter und Teileverfügbarkeit, Modernität und Robustheit sowie Geländegängigkeit und Straßentauglichkeit.

      Also zur Frage: Nein, der Gedanke, dass der T2/LN1 zu breit sein könnte, ist mir auf einer öffentlichen Straße noch nicht einmal gekommen. Eher zu hoch. Aber das war ja nicht gefragt.

      • Thomas sagt:

        Hallo Tom,
        vielen Dank für Deine hervorragende Antwort – wie immer fachlich fundiert und mit wertvollen Beispielen untermauert.
        Dass der Bus nur 2,10 m breit ist, ist ja höchst interessant!
        Ich denke auch, dass der Vario insgesamt robuster ist als ein Sprinter – er wurde zu einer Zeit konstruiert, wo der Rotstift noch nicht überall herrschte, und er ist einen Tick näher am LKW als der Sprinter.
        Dass Du einmal mit einem Düdo in einem spanischen Gebirgsort umkehren musstest, hört sich spannend an. Das war sicher eine abenteuerliche Unternehmung. Solche Orte können ja extrem eng und verwinkelt sein. Wenn dann die Straßen auch noch steil sind, ist das Herzrasen nicht weit entfernt.
        Also vielen Dank noch einmal für Deine wertvollen Schilderungen und Ratschläge!!!!!!

        • Tom sagt:

          Das mit dem Gebirgsdorf war nicht schlimm. Musste nur die 20 Autofahrer hinter mir überzeugen, dass sie alle rückwärts wieder zurück müssen. Doch die Spanier sind da sehr gelassen. Waren sie vorher ja auch, als sie in den Serpentinen hinter meinem 407 D herzuckeln mussten. Also keine Angst.

  38. Werner sagt:

    hallo Tom,

    wollte mal fragen, ob dein hinteres Differenzial vor der Umbereifung auch “so wenig Bodenfreiheit hatte” wie ein Vario der neuen Generation , 2009, den ich mir angesehen habe. (kein allrad)
    Dieser eben hatte vielleicht gerade mal ca. 20 cm.
    Liegt das an der. verbauten Diffsperre in diesem Fahrzeug? Ich habe mir mal einen alten 309er der Bauserie T2N angesehen, der hatte bei weitem mehr, da sah aber das Differzenzial bedeutend kleiner aus.
    könnte mir vorstellen, dass das trotz der großen Karrosseriebodenfreiheit sehr hinderlich im Gelände oder auf schlechten Wegen etc. sein kann.
    sind da alle neuen Varios so?
    weisst du oder jemand da bescheid?

    Grüße

    • Tom sagt:

      Aktuell habe ich 20 cm Bodenfreiheit unter dem Differenzial am T2/LN1. Die Umbereifung auf 235/85R16 hat 3,5 cm gebracht. Also waren es vorher nicht einmal 17 cm unter dem Differenzial. Allerdings bin ich ja nun mit verschiedenen T2 schon einiges Gelände gefahren und habe die geringe Bodenfreiheit unter dem Differenzial nur selten als störend empfunden. Denn wenn man hinten wegsackt, spielen 10 Zentimeter auch keine Rolle mehr. Es sind eher einzelne Felsbrocken auf dem Weg, die stören. Die kann man aber meist wegräumen.

      Und auf ausgefahrenen Pisten ist der große Bus sowieso breiter als die klassische Land Rover Spur. Fahre dann also mit den äußeren Zwillingen eher weiter außen und komme damit höher. Viel wichtiger ist der hintere Böschungswinkel und damit die Höherlegung der gesamten Karosserie. Ansonsten hängt das Heck im Dreck und die Räder drehen frei.

      Und klar hat ein MB 309 (Mercedes T1) ein kleineres Differenzial. Das Ding hat ja auch nur die kleine PKW-Maschine drin. Das ist kein fairer Vergleich.

      • werner sagt:

        hallo Tom,
        danke für deine Info und deine Erfahrungen.
        das mit dem 309,
        den hatte ich nur zufällig auf dem Heimweg gesehen, und mal geschaut, ob das da auch so ist.

        Grüße aus Nordbayern.

        werner

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