ᐅ Elektrisches Hubbett im Wohnmobil – Technische Details

Eine der zentralen Ideen zum Ausbau war ein elektrisches Hubbett im Wohnmobil. Zusätzlich zur Beschreibung der Intention und Nutzung des Hubbetts in unserem MB 1124 Expeditionsmobil sollen hier noch einige technische Details sowie die Mechanik vorgestellt werden. Dazu zeigt das nächste Foto das Vorderteil des elektrischen Hubbetts. Mit dem abschraubbaren Rahmenteil lässt sich die Länge von 2 m auf 1,60 m verkürzen. Hier ist nicht nur der Unterbau und das Lattenrost bereits getrennt ausgeführt. Sondern auch die Matratze. Damit können wir im vollen Familienbetrieb im Hubbett längs schlafen und so die volle Breite von 2,15 m nutzen. Sollten dann einmal weniger Kinder mit dem Wohnmobil mitfahren, können wir das vordere Teil des Hubbetts abschrauben und quer schlafen. Damit wäre die Liegefläche auf dem Hubbett immer noch 2,20 x 1,60 m groß.

Elektrisches Hubbett im Wohnmobil von unten: Mechanik mit Zentralwelle und Gurtaufhängung

Elektrisches Hubbett im Wohnmobil von unten: Mechanik mit Zentralwelle und Gurtaufhängung

Hubbett im Wohnmobil mit zentraler Welle

Im vorstehenden Foto gut zu erkennen ist die zentrale Welle. An dieser sind vorn und hinten jeweils 2 Fahrzeuggurte angeschlagen. Die Hubhöhe des Betts wird durch die Drehung der Welle eingestellt. Links neben dem Fenster ist eine von 3 Führungen für das elektrische Hubbett zu sehen. Durch diese Aluschienen mit aufgesetzten C-Profilen wird das Hubbett auch auf Pisten sicher in seiner Lage arretiert. Und zwar ohne die vertikale Flexibilität der Mechanik zu beeinträchtigen. Dafür wurden Aluprofile sind G-Profile mit 70 x 22 x 1,5 mm verwendet. Im offenen Teil des „G’s“ werden die in Kunststoffformteilen arretierten Lattenroste geführt.

Das nächste Foto zeigt ein Detail der Gurtbefestigung, die mit einem verschraubten Schiebestück erfolgt ist.

Hubfestbett: Gurtaufwicklung auf der Zentralwelle

Elektrisch betätigte Gurtaufwicklung auf der Zentralwelle

Die zentrale Welle wird über ein spezielles Getriebe von einem Elektromotor mit einer Leistung von 90 W angetrieben (Amer AOMPI40). Insgesamt 2 Druckschalter in der oberen und unteren Position sorgen für eine sichere Abschaltung der Mechanik. Ansonsten erfolgt die Betätigung über einen Taster im Schaltpaneel. Dadurch kann das Hubbett im Wohnmobil in jeder beliebigen Position genutzt werden. Dies ist im Wohnmobil ziemlich praktisch. Vor allem dann, wenn das Bett und der Tisch darunter gleichzeitig genutzt werden.

Kernstück der Hubbett - Mechanik: Antrieb der Zentralwelle und der Gurtaufwicklung mit einem Getriebemotor

Kernstück der Hubbett – Mechanik: Antrieb der Zentralwelle und der Gurtaufwicklung mit einem Getriebemotor

Ideen zur Verbesserung

Nun gibt es nicht viel, was man an diesem Hubbett im Wohnmobil noch verbessern könnte. Jedenfalls merkt man im Betrieb, dass der Elektromotor ganz schön zu arbeiten hat, um das Gewicht des Bettes sowie der Auflagen zu heben. Sicherlich könnte man einfach einen stärkeren Motor für das Hubbett einbauen. Aber es geht noch besser. So habe ich in meinem nächsten Hubbett eine vorgespannte Zentralwelle eingebaut, die das Gewicht des Hubbetts über Zugfedern abfängt. Bei diesem Hubbett, das in einem Kastenwagen verbaut ist, benötige ich überhaupt keinen Elektromotor mehr, da das Hubbett so leichtgängig funktioniert. Auch bei der elektrischen Variante wäre eine zusätzliche Unterstützung durch Zugfedern einfach zu realisieren.

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21 Antworten

  1. Alexander F sagt:

    Hallo!
    Habe den Artikel mit Aufmerksamkeit gelesen und würde sie bitten mir noch ein paar Details zu dem Hubmechanismus zu nennen.
    Welcher Motor, Einzelteile, Gurte und senn möglich Bezugsquellen. Ich baue gerade meinen Jumper aus und ich möchte im Heck ein Hubbett realisieren.
    Vielen Dank
    Alex

  2. Tom sagt:

    Hallo Alex, mehr Daten habe ich leider nicht – das Hubbett wurde im Zuge des Wohnmobilausbaus als Teil des Gesamtpakets bestellt.

  3. Tom sagt:

    Auf dem Motor steht jedenfalls AOMPI40 und die Leistung von 90 W. Es handelt sich wohl um dieses Produkt: http://www.amer.it/en/product_297_15/aompi40.aspx

  4. Alexander F sagt:

    Danke!
    Damit kann ich schon was anfangen. Bei meinem Ausbau möchte ich möglichst überall selbst Hand anlegen. Vielleicht hast du noch eine Info über das Bedienelement.
    Lg, Alex

  5. Timm sagt:

    Hallo Tom,

    wird das Bett auf der gewünschten Höhe irgendwie geklemmt oder befestigt ?

    Scheinbar liegt das Bett ja nirgendwo auf, daher verstehe ich nicht ganz wie dann das Gewicht der Personen getragen wird ! Könntest du mir das evtl. versuchen zu erklären ?

    Ansonsten eine sehr cool Konstruktion !

    Lg Timm

  6. Anonymous sagt:

    Hi Tom, Danke für deine Antwort

    Das es nicht aufliegt hab ich mir gedacht, aber wie wird verhindert das die Gurt sich nicht weiter abwickeln, wenn mann sich drauflegt ?

  7. martin sagt:

    Hallo Tom . TOP Bett. Wer hat diesen Wohnmobilausbau mit dem Bett gebaut. Würde ich mir auch gern so ein Hubbett einbauen lassen.

  8. Hausy sagt:

    Hallo Tom,
    super tolles Bett. Bin fasziniert.
    Überlege seit Wochen, Deine Konstruktion nach zu bauen. Nur ohne Motor, da ich bedenken habe, vielleicht irgendwo gezwungener Maßen stromlos zu sein.
    Aber mit einer Kurbel würde man sich totkurbeln.
    Oder siehst Du da kein Problem mit dem kurbeln?
    Gruß

  9. Tom sagt:

    Hallo Hans,

    frag vielleicht mal hier nach. Die haben auch mein elektrisches Hubbett gebaut.

    Tom

  10. Martin sagt:

    Wer nach einem passendem Motor mit Getriebe sucht, sollte beachten: Das Getriebe bzw. der Antrieb sollte Selbsthemmend sein. Sonst zieht die Schwerkraft das Bett nach unten und der Elektromotor dreht sich. z.B. ein Schneckengetriebe ist bei hohen Übersetzungen selbsthemmend. Rolladenmotoren haben Planetengetriebe und eine Bremse. Wer sich auf sein Bett legen will, wird wohl die Bremse zum rutschen bringen… Oder er braucht für das Hubbett Lagerpunkte.. Gruß Martin

  11. Wolfgang sagt:

    Ist dieser Antrieb für andere Modelle anwendbar, ich habe ein Womo Teilintegriert mit Aufbau CI X-TIL ?

    • Tom sagt:

      Der Getriebemotor passt schon für jedes Hubbett. Problematisch wird eher das Drumherum sein. Das ist keine Plug-and-Play Lösung zum schnell mal ein Hubbett nachrüsten.

  12. Wolfgang sagt:

    Genau um das Drumherum würde es mir gehen, die Umsetzung währe nicht das Problem. Hättest du eventuell einen Ansprechpartner der mir da weiterhelfen könnte ?

    • Tom sagt:

      Ich habe da meine Zweifel, ob es einen Ausbaubetrieb gibt, der so ein Hubbett für sagen wir mal unter 5000 € nachrüstet. Zumal die Branche gut ausgelastet ist mit dem viel bequemeren Neubau von Fahrzeugen.

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