ᐅ Bulgarien / Rumänien: Korruption auf der Balkanroute

Die Bulgaren haben uns heute erst einmal richtig auf Drogen untersucht, was auf unserer Balkanroute ja auch zu erwarten war.

Ausgemusterte Prunkstücke des alten RGW: Robur LO und Ikarus 55

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Der Hund war zwar wie wild, hat aber erwartungsgemäß nichts gefunden. So waren wir nach Entrichtung diverser Gebühren in Bulgarien und auf der nördlichen Balkanroute. Das Umbruchsland ist so schon recht trübselig, echt abschreckend sind aber die zahlreichen Straßenkontrollen. Insgesamt 14 Polizeistreifen lauerten auf den gerade einmal 500 km, und über die Hälfte wollte Geld. Ich habe aber nur einmal 5 DM bezahlt und konnte die anderen Milizionäre auf der Mitleidsschiene oder durch Vorträge über die Völkerfreundschaft zufriedenstellen, was zum einen den Geldbeutel geschont und zum anderen meine slawischen Sprachkenntnisse verbessert hat.

Am frühen Nachmittag trafen wir in Vidin ein und warteten nicht allzu lange auf die Fähre. Zwischen den LKWs drängelten sich die Ameisenschmuggler mit ihrer Habe. Anstatt der üblichen 60 DM entrichtete ich nur 40 DM, dafür aber ohne Quittung, was mir zwar wilde Vorwürfe wegen der Förderung der Korruption, aber trotz der gesparten 20 DM kein Lob einbrachte. Naja.

Der rumänische Zoll ließ sich jedenfalls viel Zeit. Zuerst wurden die LKWs abgefertigt, die wohl routinemäßig schmieren. Unser Auto hingegen nahmen die ehrenwerten Beamten besonders genau ins Visier. Sie sahen alles bewusst langsam an und überlegten lange und laut, ob sie die gesamte Innenverkleidung abbauen sollten oder nicht. In Wirklichkeit wollten Sie mich nur weichklopfen und zur Schmiergeldzahlung veranlassen. Ich blieb jedoch unbeeindruckt und nach 5 Stunden waren wir ohne einen (weiteren) Pfennig durch den Zoll. Bei teilweise strömendem Regen fuhren wir noch bis Baile Herculane.

Istanbul – Haskovo – Plovdiv – Sofia – Vratza – Vidin – Baile Herculane (440 / 6610 mls)

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